Die amerikanische Arbeiterklasse muss Assange zu Hilfe kommen!

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11-06-21 07:16:00,

Julian Assanges Vater und Bruder, John und Gabriel Shipton, bereisen derzeit die Vereinigten Staaten, um die Freilassung des WikiLeaks-Gründers zu verlangen. Sie besuchen mehrere amerikanische Städte, darunter Miami, Boston, Philadelphia, Milwaukee, San Francisco und Denver, und werden ihre Tour in Washington DC zum Abschluss bringen.

Assange ist ein mehrfach preisgekrönter Journalist. Seine bedeutendste Arbeit, die er zusammen mit der heldenhaften Whistleblowerin Chelsea Manning über WikiLeaks ausführte, ist die Veröffentlichung der Kriegsprotokolle von Irak und Afghanistan, der Diplomatendepeschen der USA im Jahr 2010 sowie der Guantanamo-Akten im Jahr 2011. Diese Veröffentlichungen deckten Kriegsverbrechen, Folter, Putschversuche und Korruption durch die USA und ihre Verbündeten auf der ganzen Welt auf.

Aus diesem Grund ist Assange seit mehr als einem Jahrzehnt einer bösartigen, ununterbrochenen Verfolgung durch die imperialistischen Mächte ausgesetzt. Er befindet sich derzeit im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh und kämpft gegen seine Auslieferung an die USA, wo ihm eine mögliche Strafe von 175 Jahren wegen Anklagen unter dem Espionage Act droht.

Gabriel Shipton spricht 2019 auf einer Veranstaltung in London zur Unterstützung von Julian Assange (WSWS media)

Am 4. Januar untersagte die britische Richterin Vanessa Baraitser Assanges Auslieferung an die USA mit der Begründung, dass dies aufgrund seines psychischen Zustands und der Selbstmordgefahr im US-Gefängnissystem „unterdrückerisch“ („oppressive“) wäre. Allerdings bestätigte Baraitser jeden anderen Aspekt des eklatant antidemokratischen Auslieferungsantrags der amerikanischen Regierung. Das Urteil versetzte Assanges Fall daher in einen Wartezustand, während der Ausgang des faschistischen Putschversuchs des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump noch unklar war. Seitdem wurde Assange die Kaution verweigert und er wird weiter in Belmarsh festgehalten, während die USA ihre Berufung vor dem High Court vorbereiten.

Seine fortgesetzte Inhaftierung ist unmenschlich. Die einzige Anklage, mit der Assange konfrontiert ist, wurde vom britischen Gericht als unzulässig eingestuft – doch dasselbe Gericht hat angeordnet, ihn im Gefängnis zu behalten. Er ist 22 Stunden am Tag in einer Zehn-Quadratmeter-Zelle eingesperrt und darf nur hinaus, um zu duschen, Sport zu treiben und Nahrung und Antidepressiva zu holen.

Assanges Partnerin Stella Moris berichtete kürzlich, dass er „in Belmarsh kaum noch durchhält… es fühlt sich an wie eine endlose Strafe. Manchmal ist er so verzweifelt, dass er denkt, er sei eine Last – Selbstmord ist also eine sehr reale Befürchtung“.

Moris setzte hinzu: „Er braucht menschliche Interaktion und geistige Stimulation. Ich habe ihn in einem schrecklichen Zustand gesehen,

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