Das Weiße Haus hat Angst vor einer gemeinsamen Pressekonferenz von Putin und Biden | Anti-Spiegel

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14-06-21 10:29:00,

Das Weiße Haus hat mitgeteilt, dass es nach dem Gipfeltreffen der Präsidenten Biden und Putin keine gemeinsame Pressekonferenz geben wird. Die Begründung ist verräterisch.

Russische und amerikanische Diplomaten arbeiten immer noch mit Hochdruck an den letzten Details des in wenigen Tagen anstehenden Gipfeltreffens der Präsidenten der USA und Russlands. Am Sonntag hat das Weiße Haus mitgeteilt, dass es im Anschluss an das Treffen keine gemeinsame Pressekonferenz geben wird. In der New York Times konnte man etwas über die Gründe dieser bemerkenswerten Entscheidung lesen. Bemerkenswert ist die Entscheidung deshalb, weil es eigentlich üblich ist, dass sich Politiker nach einem solchen Treffen gemeinsam der Presse stellen und dass dabei die Journalisten aus beiden Ländern eine (vorher festgelegte) Anzahl von Fragen stellen dürfen.

Die Angst des Weißen Hauses vor einer gemeinsamen Pressekonferenz

Die New York Times schreibt, dass das Weiße Haus Angst hat, Putin könnte Biden schlecht aussehen lassen und es bezieht sich auf das Gipfeltreffen von Putin und Trump in Helsinki 2018:

„Auf dieser Pressekonferenz akzeptierte Trump öffentlich die Zusicherung Putins, dass sich seine Regierung nicht in die Wahl 2016 eingemischt habe, und nahm den russischen Präsidenten beim Wort, anstatt die Einschätzungen seiner eigenen Geheimdienstmitarbeiter zu berücksichtigen.
Das Spektakel im Jahr 2018 zog scharfe Verurteilungen aus dem gesamten politischen Spektrum nach sich, weil es Herrn Putin die Möglichkeit geboten hat, Unwahrheiten zu verbreiten. Senator John McCain nannte das damals „einen der schändlichsten Auftritte eines amerikanischen Präsidenten seit Menschengedenken“.

Diese Begründung ist vielsagend, denn sie bedeutet, dass man im Weißen Haus Angst hat, Biden könnte sich von Putin – so deren Sicht – vor der Presse vorführen lassen, denn es geht bei der Angst ja weniger um das, was Putin sagen könnte (oder 2018 gesagt hat), als vielmehr darum, wie Biden reagieren könnte (und wie Trump seinerzeit reagiert hat). Offensichtlich befürchtet man im Weißen Haus, dass Biden nicht in der Lage ist, sich vor der Presse gegen Putin zu behaupten.

Die Angst, Biden mit kritischen Fragen zu konfrontieren

Die New York Times meldet weiter, dass der Kreml eine gemeinsame Pressekonferenz wollte, dass die US-Regierung das jedoch abgelehnt hat. Verräterisch ist ein Zitat eines Mitarbeiters des Weißen Hauses in dem Artikel der New York Times:

„Wir erwarten, dass dieses Treffen offen und geradlinig sein wird,

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