Der Ausweg

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15-06-21 03:08:00,

Wer die Virus-Maßnahmen der Regierung für unverhältnismäßig hält und als Mittel zur Alltagsbewältigung ablehnt, wird zukünftig gesellschaftlich ausgegrenzt — so sieht die derzeitige politische Tendenz aus. Bildung, Karriere, Freizeit, öffentliches Leben, menschliche Kontakte ohne Einschränkung, all das soll nur noch Geimpften, Getesteten oder Genesenen zur Verfügung stehen (1).

Dabei führt uns dieser Weg nicht nur in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, sondern auch geradewegs hinein in die digitale Totalüberwachung. Unter der Fahne eines angeblichen Gesundheitsschutzes wird es bald schon möglich sein, jede noch so kleine Alltagsbewegung von uns Bürgerinnen und Bürgern zu verfolgen und aufzuzeichnen. Wer sich mit seinen privatesten, gesundheitlichen Daten ausweisen muss, um eine Staatsgrenze zu überqueren, aber auch, um nur ein Freibad oder den örtlichen Friseur zu besuchen, der verliert jegliche Privatsphäre und die Geborgenheit seines individuellen Lebens. Datenschutz wird in einem solchen Lebensmodell nichts mehr wert sein.

Während ich mich schon länger frage, ob es wirklich in meinem Interesse ist, Weltkonzernen wie Google, Pinterest oder Facebook intimes Wissen über meine Alltagsaktivitäten mitzuteilen, dann wird mir mehr als unwohl bei dem Gedanken, diese intimen Daten zukünftig auch staatlichen Behörden offenzulegen. Diese werden daraus anschließend Erlaubnisse oder Verbote für meine Teilnahme am öffentlichen Leben ableiten.

Ich weiß nicht, wie es anderen dabei geht — mir persönlich gehen die monatelangen Virus-Maßnahmen nicht nur längst zu weit, sondern erinnern mich zunehmend an Horrorvisionen aus George Orwells „1984“ oder Aldous Huxleys „Schöne Neue Welt“. Während ich sehr darauf aufpassen muss, mich jetzt nicht in Gefühlen der Resignation, Ohnmacht und Angst zu verlieren, frage ich mich immer öfter: Was können wir konkret tun, um da wieder herauszukommen?

Wir kommen da heraus, indem wir nicht mitmachen — beim Testen, Impfen, Maskentragen. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Konsequent beherzigt verwandelt dieser Ansatz nämlich vollkommen unser Leben, unseren Alltag und unsere Beziehungen — er verändert schlichtweg alles, was wir bisher kannten, und lässt uns in eine Parallelwelt hineingehen, die mit unserer neuen, virus-traumatisierten, hygiene- und kontrollbesessenen Gesellschaft nicht mehr viel zu tun hat. Bin ich dazu bereit? Das frage ich mich oft in diesen Tagen.

Nicht mehr mitmachen beim Maßnahmen-Wahnsinn — ist das denn wirkungsvoll genug? Ja, wenn wir aufhören, diesen Schritt als „Widerstand gegen“ zu begreifen und stattdessen als „Entwicklung hin“ zu etwas verstehen:

Wir haben jetzt die historische Chance, aus einem vielleicht schon jahrtausendealten Angstsystem auszubrechen und aktiv an den Strukturen von etwas Neuem zu bauen.

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