Sowohl als auch

sowohl-als-auch

24-06-21 08:30:00,

Was kann uns in der Begegnung leiten? Diese Frage kann mit einem Zitat von Heinz Grill beantwortet werden:

„Die geistige Welt erwartet vom Menschen eine Denkkraft mit vollreifem Bewusstsein, die imstande ist, über den Polaritäten des Lebens zu agieren“ (1).

Vielleicht ist diese Aussage nicht sogleich verständlich. Noch weniger erschließt sich auf Anhieb, wie dadurch eine Begegnung angenehmer gestaltet werden kann. Darum will ich dieses Zitat ein wenig aufschlüsseln, damit wir uns den Sinn tiefer erschließen.

Was etwas irritieren kann, ist der Begriff „die geistige Welt“. Ganz allgemein umfasst die geistige Welt alle übersinnlichen Daseinsbereiche, die über der sinnlich-physischen Welt liegen und zusammenfassend auch als geistige Welten bezeichnet werden. Damit ist jedoch nichts anderes gemeint als die Welt der geistigen Wesen, die seit Urzeiten die Entwicklung des Menschen begleiten. Sie enthält auch die Kräfte, die im ganzen Kosmos ihren physischen Ausdruck finden. Sie existieren in der Natur, den Tieren und den Menschen.

So wie der Mensch alles, was er selbst in der Welt geschaffen hat, dieses nur aus einer geistigen Gedankenwelt heraus gestalten konnte, so konnten Kosmos, Erde, Pflanzen, Tiere und Menschen ebenfalls nur aus einer Gedankenwelt heraus entstehen. Denn alles Geschaffene bedarf zunächst eines Gedankens. Man kann die geistige Welt auch als schöpferische Welt bezeichnen, in der alle Schöpferkräfte beheimatet sind. Dies ist unabhängig von jeder religiösen oder sonstigen Weltanschauung.

Diese Welt der Gedanken und Ideen oder diese schöpferische Welt braucht auch unsere Gedanken, denn sie unterstützt uns dabei, dass unsere Gedanken genügend Kraft entwickeln, damit sie einmal zu Realitäten werden. Nun besitzt jeder mündige Mensch auch eine Denkkraft und ebenso ein vollreifes Bewusstsein, mit dem er über den Polaritäten des Lebens agieren kann. Er muss sich mit seinem Bewusstsein nur aktiv über die Polaritätsebene hinaus erheben.

In der physischen Welt befinden wir uns zumeist auf der Ebene der Polaritäten. Wir bewegen uns zwischen gut und schlecht, warm und kalt, schön und hässlich, groß und klein und vielen anderen Polaritäten. In Bezug auf unsere aktuelle Situation kann dies auch bedeuten: impfen lassen oder nicht, Maske tragen oder nicht, Abstand halten oder nicht. Diese Polaritäten können in der Begegnung schnell Spaltungen herbeiführen.

Das Zauberwort dazu heißt Empathie (2). Es ist der erste notwendige Schritt, um sich über die Polaritäten des Lebens hinaus zu heben.

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