Der Klima-Lockdown

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26-06-21 11:06:00,

Der Bericht mit dem Titel „Avoiding a climate lockdown — Die Vermeidung eines Klimalockdowns“ wurde von Mariana Mazzucato verfasst, einer Professorin für Wirtschaftswissenschaften am University College London und Leiterindes sogenannten Council on the Economics of Health for All — Rat für die Wirtschaftlichkeit von Gesundheit für alle, einer Abteilung der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Erstmals wurde er im Oktober 2020 von Project Syndicate veröffentlicht, einer gemeinnützigen Medienorganisation, die sich — erwartungsgemäß — durch Zuschüsse der Open Society Foundation, der Bill & Melinda Gates Foundation und vieler, vieler anderer finanziert.

Danach wurde er vom Weltwirtschaftsrat für Nachhaltige Entwicklung (World Business Council for Sustainable Development, WBCSD) aufgegriffen und neu veröffentlicht. Der WBCSD beschreibt sich selbst als „eine globale, von Vorstandschefs von mehr als 200 der führenden Unternehmen geleitete Organisation, die zusammenarbeiten, um den Übergang zu einer nachhaltigen Welt zu beschleunigen“.

Zu den Mitgliedern des WBCSD zählen im Wesentlichen alle großen Unternehmen der Welt, darunter Chevron, BP, Bayer, Walmart, Google und Microsoft. Der jährliche Umsatz der über 200 Mitgliedsfirmen beläuft sich auf deutlich mehr als 8 Billiarden Dollar.

Kurz gefasst: Eine für die WHO arbeitende Wirtschaftswissenschaftlerin hat einen Bericht über „Klimalockdowns“ verfasst, der sich sowohl von einer von Bill Gates und George Soros unterstützten NGO als auch einer Gruppe veröffentlicht wurde, die beinahe alle Banken, Ölfirmen und Tech-Giganten des Planeten vertritt.

Was auch immer da drinsteht, hat definitiv die Zustimmung derjenigen Menschen, die die Welt regieren.

Der Text des Berichts selbst ist eigentlich recht raffiniert aufgebaut. Er argumentiert nicht direkt für Klimalockdowns, sondern zeigt stattdessen Möglichkeiten, wie „wir“ sie verhindern können.

„Als sich Covid-19 ausbreitete (…), führten die Regierungen Lockdowns ein, um zu verhindern, dass eine Notlage der öffentlichen Gesundheit außer Kontrolle gerät. In naher Zukunft wird die Welt vielleicht erneut auf Lockdowns zurückgreifen müssen — diesmal, um mit einem Klimanotstand zu bekämpfen. (…) Um ein solches Szenario zu vermeiden, müssen wir unsere Wirtschaftsstrukturen überarbeiten und Kapitalismus anders ausrichten.“

Dies erweckt in cleverer Weise den Anschein, gegen sie zu argumentieren,

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