Die gefährlichen Provokationen der Nato im Schwarzen Meer | Anti-Spiegel

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02-07-21 02:07:00,

Das große Nato-Manöver Sea Breeze, das derzeit im Schwarzen Meer und in der Ukraine stattfindet, ist brandgefährlich, wird aber von den westlichen Medien kaum thematisiert.

Dass die Nato mit dem Manöver Sea Breeze Russland testen und provozieren will, ist spätestens seit der bewussten Grenzverletzung des britischen Kriegsschiffes Defender klar. Man mag zum Status der Krim stehen, wie man will, aber wer bewusst die Seegrenzen dort verletzt, riskiert einen großen Krieg. Ist die Krim wirklich einen Krieg zwischen der Nato und Russland wert? Für Russland lautet die Antwort bekanntermaßen „Ja“, denn Russland sieht die Krim als sein Territorium an und würde für sie genauso kämpfen, wie die USA für Florida kämpfen würden. Das weiß man bei der Nato, weshalb der Vorfall mit der Defender so gefährlich war.

Warum die Provokation mit der Defender?

Die USA haben dabei einen alten Trick aus der Zeit des Kalten Krieges wiederholt. Damals haben die USA immer wieder den sowjetischen Luftraum verletzt, um dabei mit Spionageflugzeugen herauszufinden, wie die sowjetische Abwehr organisiert ist. Man konnte an den gewonnenen Daten erkennen, wer wann mit wem funkt, wie lange es dauert, bis welche Luftabwehr aktiviert wird, welche Reaktionszeiten die sowjetische Luftwaffe hat, wie die Kommandoketten aufgebaut sind und so weiter. Das wollte man nun wiederholen.

Präsident Putin hat sich dazu am Mittwoch in der Fragestunde geäußert und erzählt, dass der Grenzverletzung der Defender der Start eines US-Spionageflugzeuges von einem Stützpunkt in Griechenland vorausging und nannte sogar die Nummer des Flugzeuges. Das Flugzeug war zum Zeitpunkt der Grenzverletzung in der Region und sollte genau die Daten sammeln, die die USA schon während des Kalten Krieges gesammelt haben. Putin sagte dazu, dass man den Trick in Russland inzwischen kenne, das Flugzeug genau beobachtet habe und daher bei der Reaktion nur das gezeigt habe, was man zeigen wollte.

Dass das eine geplante Provokation war, kann inzwischen niemand mehr bestreiten, nachdem geheime Unterlagen des britischen Verteidigungsministeriums, die bei einer Bushaltestelle gefunden und von der BCC teilweise veröffentlicht wurden, das bestätigt haben. Man wusste, worauf man sich einlässt und die britische Marineführung war wegen der möglichen russischen Reaktion mehr als besorgt.

Ein zweiter Versuch

Ein paar Tage nach der Grenzverletzung durch die Defender hat sich auch die holländische Fregatte Evertsen der Krim genähert, aber die Grenze nicht verletzt.

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