Mission Apokalypse: Elon Musk schießt 42.000 Satelliten ins All und die Welt lässt ihn machen.

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02-07-21 10:16:00,

So viel Narrenfreiheit war nie. Der Tesla-Chef hat eine verrückte Idee nach der anderen und setzt sie allesamt einfach mal um. Dass seine Innovationen zumeist die ganze Menschheit betreffen, ihr schaden oder sie vielleicht ins Verderben stürzen, stört ihn so wenig wie die politischen Eliten dieser Erde, die seinem Treiben verzückt zuschauen. Auch sein Starlink-Projekt hat das Zeug zum Overkill: Der Klimakollaps könnte beschleunigt, die Ozonschicht beschädigt und der Weltraum zugemüllt werden, bis es kein Durchkommen mehr gibt. Und bei tagheller Nacht gucken Sternengucker vielleicht bald in die Röhre. Es reicht mit so viel Reichtum, findet Ralf Wurzbacher.

Lust auf Lichterkette? Nicht nur zu Weihnachten, sondern das ganze Jahr über? Elon Musk macht’s möglich. Wobei sich der Hightechpionier nicht mit Funzeln nach Art eines Christbäumchens begnügt. Als Multimilliardär denkt er in größeren Maßstäben, bevorzugt in überirdischen. Er überspannt gleich den gesamten Planeten mit gigantischen Perlencolliers, die bei Nacht lamettagleich das Firmament erglitzern lassen. Dabei leuchten die Tupfer nicht von sich aus. Als lupenreiner Ökologe leiht sich Musk für sein Spektakel die Kraft der Sonne, deren Schein er in Tausenden Bündeln zum Staunen der Menschen zu Boden schickt.

Aber nicht jedem gefällt, was er da sieht. Das, was den Nachthimmel so erhellt, sind Satelliten, die der Tesla-Chef und Paypal-Mitbegründer im Rahmen seines Starlink-Programms in die Erdumlaufbahn schießen lässt. Erklärtes Ziel der Unternehmung ist es, die Menschheit mit weltumspannendem, superschnellem Internet zu beglücken, das bis in die tiefsten Höhlen Afghanistans hineinreicht. Die Gilde der Hobbyastronomen findet diese Vision gar nicht visionär. Sie sorgen sich darum, dass sich bei dem ganzen Geblinke und Geschimmere alsbald kein Stern mehr vor die Linse verirrt. Und allzu lange wird das wohl nicht mehr dauern.

„Tragödien fürs Gemeingut“

Bis dato schwirren rund 1.800 dieser Apparate um die Erde und die Entsendung von weiteren 2.600 ist bereits bewilligt. Angesichts der Gesamtmission sind das allerdings nur Kinkerlitzchen. Musk will am Ende nicht weniger als 42.000 (sic) solcher Minitrabanten ins All befördern. Das ließe sich ambitioniert nennen oder einfach nur größenwahnsinnig. Man fragt sich: Durch wen oder was fühlt sich der gebürtige Südafrikaner mit kanadischem und US-amerikanischem Pass eigentlich berufen, den Weltraum in solchen Dimensionen mit Elektronik vollzustopfen? Mit welchem Recht kann er das einfach machen? Wen hat er gefragt, wer hat es ihm erlaubt? Und gibt es nichts und niemanden,

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