Putin im O-Ton über Covid-19 und Impfungen in Russland | Anti-Spiegel

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02-07-21 09:33:00,

Putins vierstündige Fragestunde am Mittwoch begann natürlich mit dem Thema Covid-19. Da die Maßnahmen in Russland derzeit auch in Deutschland Schlagzeilen machen, habe ich Putins Aussagen übersetzt.

Wie angekündigt übersetze ich die Teile von Putins vierstündiger Fragestunde, die meiner Meinung nach für deutsche Leser interessant sind. Die Fragestunde begann direkt mit dem Thema Covid-19 und der Impfpflicht, die in einigen russischen Regionen ausgerufen wurde. Bei dem Gespräch saßen zwei Journalistinnen mit Putin am Tisch und haben die Fragestunde moderiert.

Beginn der Übersetzung:

Asker-Sade: Natürlich beunruhigt die neue Welle des Coronavirus jetzt alle am meisten. Es tauchen neue Mutationen auf und die Leute wollen wissen, wo die klaren Regeln sind. Warum wurde die Impfung als freiwillig angekündigt, aber jetzt sind in Moskau und einigen anderen Regionen zwei Drittel der Beschäftigten in bestimmten Bereichen verpflichtet, sich impfen zu lassen? Warum sind Massenveranstaltungen irgendwie verboten, aber die Euro-2020-Meisterschaft ist erlaubt? Wie kann man dafür sorgen, dass Gouverneure, Beamte und normale Bürger verstehen, wie diese Regeln sind?

Putin: Nichts einfacher als das. Was das Euro-2021-Fußballturnier angeht, müssen wir natürlich zuallererst die Verpflichtungen einhalten, die die Regierung für die Organisation dieser großen Sportereignisse eingegangen ist.

Aber insgesamt gibt es nichts Leichteres, als zu verstehen, was in diesem Bereich vor sich geht. Wir müssen uns nur das Gesetz ansehen. Ich habe, wie Sie sich vielleicht erinnern, einmal gesagt, dass ich eine Impfpflicht nicht befürworte, und ich vertrete diese Ansicht weiterhin. Sie müssen sich das Gesetz ansehen, ich glaube, es ist von 1998, in dem es um den Immunschutz der Bevölkerung geht. Es gibt dort zwei Hauptkomponenten, einen nationalen Impfkalender, der verpflichtend ist, das sind Pflichtimpfungen. Es gab Vorschläge von Kollegen, die Impfung gegen Covid in diesen Teil des nationalen Impfplans zu übertragen, den nationalen Plan. Aber die Abgeordneten der Staatsduma haben das nicht unterstützt, so dass die Impfung gegen Covid nicht in diesen Abschnitt des nationalen Impfplans aufgenommen wurde und im nationalen Plan nicht verpflichtend ist.

Gleichzeitig besagt der zweite Teil dieses Gesetzes, dass im Falle einer Epidemie in bestimmten Regionen der Russischen Föderation auf Empfehlung des leitenden Amtsarztes die Regierungen der Regionen das Recht haben, eine Impfpflicht für bestimmte Kategorien von Bürgern, insbesondere für Risikogruppen, einzuführen. Diese Bestimmung des Gesetzes haben die Leiter von zehn Subjekten der Russischen Föderation genutzt und die Pflichtimpfung für bestimmte Kategorien von Bürgern aus den sogenannten,

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