Putin im O-Ton über den Vorfall im Schwarzen Meer und die Gefahr eines dritten Weltkrieges | Anti-Spiegel

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02-07-21 09:33:00,

Die Grenzverletzung der russischen Hoheitsgewässer durch das britische Kriegsschiff Defender war auch Thema bei der Fragestunde des russischen Präsidenten Putin und seine Antwort auf die Frage war sehr interessant.

Wie angekündigt übersetze ich die Teile von Putins vierstündiger Fragestunde, die meiner Meinung nach für deutsche Leser interessant sind. Ein wichtiges Thema der letzten Tage war die Provokation des britischen Kriegsschiffes Defender in den Gewässern der Krim. Immerhin bestand dabei die Gefahr, dass Russland ein britisches Kriegsschiff versenkt und die Folgen wären unabsehbar gewesen. Daher war Putins Antwort, bei der er bisher unbekannte Details bekannt gab, sehr interessant.

Beginn der Übersetzung:

Beresowskaja: Zum britischen Zerstörer bei der Krim. Glauben Sie nicht, dass die Welt zu diesem Zeitpunkt nicht mehr und nicht weniger als an der Schwelle zum Dritten Weltkrieg stand?

Putin: Nein, das glaube ich nicht. Ist das eine Frage, oder…

Beresowskaja: Wir haben Fragen zu diesem Thema bekommen.

Putin: Ich glaube das nicht. Lassen Sie mich erklären, was ich dazu glaube und was nicht.

Zunächst einmal war das natürlich eine Provokation. Es ist ganz klar, dass es eine Provokation war. Was wollten diese Provokateure zeigen und welche Ziele versuchten sie zu erreichen?

Erstens war das sehr komplex und wurde nicht nur von den Briten, sondern auch von den Amerikanern gemacht, denn die Briten kamen am Nachmittag in unsere Gewässer, aber schon früh am Morgen, um 7:30 Uhr, startete von einem der NATO-Militärflugplätze in Griechenland, von Kreta, glaube ich, ein amerikanisches strategisches Aufklärungsflugzeug. Natürlich wurde mir darüber berichtet, ich weiß das sehr gut. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte das Flugzeug die Nummer 63/9792. Wir haben es gut gesehen, haben es beobachtet. Es war offensichtlich, dass der Zerstörer kam und in erster Linie militärische Ziele verfolgte, er wollte mit dem Spionageflugzeug die Aktionen unserer Streitkräfte aufdecken, mit denen sie auf solche Provokationen reagieren. Das Flugzeug wollte sehen, was wir tun, wo was eingeschaltet wird, wie es funktioniert, was sich wo befindet. Wir sahen das und wussten es, also gaben wir ihnen die Informationen, die wir für notwendig hielten. Vielleicht habe ich etwas zu viel gesagt, das Militär möge mir verzeihen. Das ist das erste.

Die zweite ist die politische Komponente. Wir haben gerade ein paar Tage zuvor ein Treffen in Genf gehabt.

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