Wild West in der US-Außenpolitik | Von Rainer Rupp | KenFM.de

wild-west-in-der-us-ausenpolitik-|-von-rainer-rupp-|-kenfm.de

02-07-21 10:34:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Den Maidan-Putsch in der Ukraine im Jahr 2014 hatten sich die Herren der „liberalen Weltordnung“ in Washington eigenen Angaben zufolge 5 Milliarden Dollar kosten lassen. Im Rückblick hat Washington das Geld in den Sand gesetzt. Denn seither sind die finanziellen und politischen Kosten, um das korrupte Fascho-Regime in Kiew über Wasser zu halten, stark gestiegen; nicht zuletzt, weil es auch für die Puppenspieler in Washington zunehmend unkontrollierbar geworden ist.

Tatsächlich ist das Ergebnis des gemeinsamen von USA und EU verfolgten Regimewechsels in der Ukraine für die westliche Herrschaftselite alles andere als zufriedenstellend. Denn Russland hat sich nicht bluffen lassen und hat bei der letzten Eskalation der Ukro-Faschos im Frühling dieses Jahres die Zähne gezeigt, bzw. seine erdrückende Überlegenheit entlang des gesamten militärischen Spektrums in Qualität und Quantität demonstriert.

Das zu Tode erschrockene Ukro-Regime in Kiew hat schleunigst den Schwanz eingezogen und die USA und die NATO um militärische Soforthilfe angefleht. Vergeblich. Von den USA und der NATO kamen nur warme Worte als Placebos, denn auch sie konnten nichts tun, außer sich noch tiefer in die Verliererposition zu manövrieren.

In diesem entscheidenden Tagen haben beide, die USA und die NATO viel an Gesicht verloren. Dazu gehört auch, dass US-Präsident Biden am 13. April dieses Jahres seinen russischen Amtskollegen Putin, den er kurz zuvor noch verächtlich als „Killer“ bezeichnet hatte, um eine dringendes Gipfelgespräch gebeten hat, um – so Biden wörtlich – „stabile und berechenbare Beziehungen zu Moskau“ wieder herzustellen.

Der russisch-amerikanische Gipfel hat inzwischen in Genf stattgefunden und selbst aus Moskau kommen – wenn auch verhalten – erste positive Einschätzungen über eine lange, schrittweise Rückkehr zur Normalisierung der Beziehungen.

Allerdings versteht sich von selbst, dass ein solcher politischer Richtungswechsel in Richtung Entspannung in der mächtigen, die US-Parteienlandschaft übergreifenden Fraktion der Kriegs- und Rüstungsprofiteure nicht widerstandslos hingenommen wird. Schließlich haben bedeutende Kräfte im US-Kongress, in Wirtschaft und Finanzen und in den US-Medien über ein Jahrzehnt hart daran gearbeitet, Russland, seine Menschen, seine Politik und vor allem seinen Präsidenten Putin zu verteufeln,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: