Wie Unbedenklichkeitsstudien für Glyphosat mit Wissen der Behörden manipuliert wurden | Anti-Spiegel

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05-07-21 07:28:00,

Glyphosat ist seit langen sehr umstritten. Bisher hat der Spiegel stets über die Unbedenklichkeit von Glyphosat berichtet, nun ist im Spiegel ein überraschender Artikel über die “Geheimakte Glyphosat” erschienen, auf den sich näherer Blick lohnt.

Der Spiegel tut sich immer wieder als Lobbyist für die Interessen der chemischen Industrie hervor, was man am Beispiel Glyphosat sehr gut beobachten konnte. Für die Lobbyarbeit für Glyphosat ist im Spiegel normalerweise Julia Merlot zuständig. Das lief immer folgendermaßen ab: Es kommt ein neuer Skandal über Glyphosat ans Licht, zum Beispiel, dass das Mittel im Verdacht steht, Krebs zu erregen und dass sogar US-Gerichte das bestätigt haben, und ein paar Tage später darf Julia Merlot im Spiegel einen langen Artikel schreiben, der Glyphosat bescheinigt, vollkommen ungefährlich zu sein.

Wie sehr Frau Merlot dabei die Lobbyarbeit des Glyphosat-Herstellers unterstützt, zeigte sich zum Beispiel bei einem Interview, das sie zu dem Thema geführt hat. Damals hat sie die österreichische Professorin Siegrid Steinkellner interviewt, die Glyphosat in den höchsten Tönen gelobt hat. Das war 2019, als es um die Frage eines Verbots von Glyphosat ging und Frau Steinkellner hat seinerzeit in der österreichischen Presse gegen das Verbot von Glyphosat gekämpft, war Frau Merlot allerdings nicht erwähnt hat.

Was Frau Merlot dabei außerdem verschwiegen hat, war die Tatsache, dass Frau Steinkellner in einer NGO saß, die als Interessenvertreter unterwegs ist und unter anderem wessen Interessen vertritt? Richtig: Die Interessen des Glyphosat-Herstellers Bayer, denn zusammen mit Frau Steinkellner saß dort auch Nils Bauer, der Bayer-Vertriebschef von Österreich. Aber solche Kleinigkeiten muss der Spiegel-Leser ja nicht unbedingt erfahren.

„Die Geheimakte Glyphosat“

Nun hat der Spiegel einen Artikel mit der Überschrift „Zweifel an Studien zur Unbedenklichkeit des Herbizids – Die Geheimakte Glyphosat“ veröffentlicht, in dem es um den österreichischen Professor Knasmüller geht. Knasmüller ist Experte für Toxikologie und er hat sich die Studien angeschaut, mit denen Monsanto und Bayer den Aufsichtsbehörden bestätigt haben, dass Glyphosat ganz ungefährlich ist. Diese Studien der Hersteller waren bis vor kurzem geheim, begründet wurde das – mit Einverständnis der Aufsichtsbehörden – mit angeblichen Geschäftsgeheimnissen der Hersteller, deren Geheimhaltung wichtiger gewesen sei als das Informieren der Öffentlichkeit. Erst durch eine Klage wurden diese Studien nun freigegeben und Knasmüller hat sie sich angeschaut. Darüber schreibt der Spiegel:

„Der Wissenschaftler hat einen Schatz in die Hände bekommen,

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