Prof. Dr. John Ioannidis: «Ich denke, es war ein Massaker!» | Corona Transition

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06-07-21 09:13:00,

Veröffentlicht am 5. Juli 2021 von AS.

Prof. Dr. John Ioannidis von der Stanford University warnte früh vor Panikmache und gehört zu den profiliertesten Kritikern der Corona-Massnahmen (Corona-Transition berichtete). So erklärte er den Nutzen von Lockdowns als insignifikant und berechnete mit Metastudien die Sterblichkeitsrate.

Am 26. Juni hielt Ioannidis einen Vortrag in Salzburg. Zum Vortrag geladen hatte Prof. Dr. Manuel Schabus von der Universität Salzburg. Ioannidis betonte, dass in einem Notfallszenario qualitative Evidenz nur mangelhaft vorliege. Diese Lücken würden durch Spekulationen und modellarische Berechnungen gefüllt. Diese könnten jedoch noch irreführender sein. Das war beispielsweise bei der Schweizerischen Task Force immer wieder der Fall (Corona-Transition berichtete). So hätten bis Ende 2020 alle wissenschaftlichen Disziplinen, sogar die Automobilindustrie, über Epidemiologie Arbeiten publiziert.

Quelle: YouTube. Zum ganzen Vortrag geht’s hier.

Ioannidis kritisierte, dass die einengende Sicht auf das Virus die meisten Probleme ignoriere:

«Dies ist nicht nur ein Virus; es betrifft die ganze Gesellschaft, Wirtschaft, Gesundheit, die ganze Welt. Wenn man nur eine Dimension dabei betrachtet, verliert man den Blick für das Ganze.»

Etwas, was man schon ganz früh wusste, sei die spezifische Gefährdung von Risikogruppen gewesen: besonders die alten Menschen (Grafik 1). In dieser Gruppe sind mit Abstand die meisten Todesfälle zu verzeichnen. Auch Vorerkrankungen wie Herzkrankheiten, Krebs oder Diabetes spielen eine wichtige Rolle. So zeigt Grafik 2, dass beispielsweise in den Niederlanden die Todesfälle bei Menschen unter 65 Jahren ohne Vorerkrankungen lediglich 0,7 Prozent betragen haben.


Grafik 1. Quelle: Vortrag Ioannidis.


Grafik 2. Quelle: Vortrag Ioannidis.

Bei Kindern und jungen Erwachsenen liegt die Mortalität noch viel tiefer. So beträgt sie zum Beispiel in den Niederlanden 0,37 pro Million oder in der Schweiz 1,8 pro Million (Grafik 3).


Grafik 3. Quelle: Vortrag Ioannidis.

Ioannidis schlägt vor, zunächst vulnerable Menschen der Risikogruppen zu schützen. Das sei fast nirgendwo wirklich gemacht worden. Es sei unerklärlich, weshalb es diese Priorisierung der Altersgruppen erst bei der Verteilung des Impfstoffes gab, wo doch die Risikogruppen schon früh klar waren. Stattdessen habe man einfach «alle ins Badezimmer eingeschlossen und nicht mehr rausgelassen». Das sei «komplett albern» gewesen.

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