Im 2020 ist die Hungersnot um das 6 Fache gestiegen! Alle 11 Minuten stirb ein Mensch auf der Welt an Hunger und das Schlimmste steht uns noch bevor | uncut-news.ch

im-2020-ist-die-hungersnot-um-das-6-fache-gestiegen!-alle-11-minuten-stirb-ein-mensch-auf-der-welt-an-hunger-und-das-schlimmste-steht-uns-noch-bevor-|-uncut-news.ch

11-07-21 09:22:00,

Die Zahl der Hungertoten in der Welt hat sich im letzten Jahr versechsfacht, zeigt ein neuer Bericht der Nichtregierungsorganisation Oxfam, der am Freitag veröffentlicht wurde und Kriege, Pandemien und den Klimawandel als Hauptursachen für diese reale Krise nennt.

Der Bericht mit dem Titel „The Hunger Virus Multiplies“ besagt, dass jede Minute bis zu 11 Menschen an Hunger und Unterernährung sterben.

Oxfam schätzt die Zahl der Menschen weltweit auf 155 Millionen – 20 Millionen mehr als im letzten Jahr -, die derzeit in einer krisenhaften oder noch schlimmeren Ernährungsunsicherheit leben.

Nach Angaben von Oxfam sind Kriege und Konflikte nach wie vor die Hauptursache für diese Krise und für zwei Drittel der Hungertoten verantwortlich. Die Nichtregierungsorganisation nennt kriegsgebeutelte Länder wie Afghanistan, Äthiopien, Südsudan, Syrien und Jemen als die schlimmsten Hotspots der Unterernährung weltweit.

Auf der anderen Seite haben die Pandemie und die von ihr ausgelösten wirtschaftlichen Schocks sowie die eskalierende Klimakrise Dutzende von Millionen Menschen in die Hungersnot getrieben, so die Autoren des Dokuments. Hinzu kommt, dass die weltweiten Lebensmittelpreise um 40 Prozent gestiegen sind, der höchste Anstieg seit mehr als einem Jahrzehnt.

Neben den von Konflikten betroffenen Ländern hat sich die Ernährungsunsicherheit in den von der Hilfsorganisation als „aufstrebende Hungerepizentren“ bezeichneten Ländern wie Indien, Südafrika und Brasilien verschärft. Aber auch Nationen mit relativ widerstandsfähigen Nahrungsmittelsystemen, wie die USA, sind gleichermaßen betroffen.

Dieser Anstieg der hungerbedingten Todesfälle kam in einem Jahr, in dem die weltweiten Militärausgaben um 51 Milliarden Dollar stiegen – genug, um das Sechseinhalbfache dessen abzudecken, was nach Schätzungen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung des Hungers benötigt wird.

Unterdessen ist das Vermögen der zehn reichsten Menschen der Welt im vergangenen Jahr um 413 Milliarden Dollar gestiegen – das ist das 11-fache der von der UNO geschätzten Kosten für die Sicherung der weltweiten humanitären Hilfe.

„Das Schlimmste steht uns noch bevor, wenn die Regierungen nicht dringend gegen die Ernährungsunsicherheit und ihre Ursachen vorgehen“, warnt Oxfam.

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: