Wahrheiten mit und ohne Maske… | Kai Ehlers

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11-07-21 12:22:00,

Wie stark müssen Illusionen inszeniert werden, bis sie als Wirklichkeit wahrgenommen werden, wie oft muss eine Lüge wiederholt werden, bis sie zur Wahrheit wird? Und wem außer sich selbst kann der vereinzelte Mensch heute vertrauen? Mehr noch, kann er sich selbst noch vertrauen?  Oder landen wir schließlich bei blindem Gottvertrauen – mit welchem Gott?

Das waren die Fragen, die sich bei dem Versuch des Forums ergaben, eine Bestandaufnahme zur gegenwärtigen Verschiebung der globalen Ordnung vorzunehmen, Stichwort: Gespräche von Biden, Putin, Xi Jinping, G-7 und Co., und innenpolitische Programme zur bevorstehenden Bundestagswahl. Der Versuch führte sehr schnell zu der ernüchternden Erkenntnis, dass auf den globalen Foren, ebenso wie in den Wahlprogrammen zur Bundestagswahl die wirkliche Bewegung, die sich zurzeit vollzieht, hinter den glatten Fassaden von „build back better“ und „neuer Realität“ verborgen bleibt.

Was sich hinter den Masken scheinbarer Übereinstimmung in Einzelfragen wie der Klimapolitik oder der globalen Corona-Eindämmung abspielt, blitzt nur gelegentlich aus der von „Corona“ erstickten medialen Glocke hervor. So etwa, um nur ein Bespiel zu nennen, wenn in einem Text in der FAZ vom 23.06.2021 anlässlich der aktuellen Gespräche zwischen Biden, Putin, Xi Jinping, G-7 und Co unter der Überschrift “Die digitale Atombombe entschärfen“ vor einer aus dem Ruder laufenden digitalen Aufrüstungsspirale gewarnt wird und globale Kontrollmechanismen angemahnt werden.  

Zehn Problembereiche, die geregelt werden müssten, führt der Autor an, ein Herr Kleinwächter, emeritierter (!) Professor für Internetpolitik der Universität Aarhus und Mitglied der Global Commission in Stability in Cyberspce.– geregelt werden m ü s s t e n, das heißt, für deren Regelung laut Autor überhaupt erst staatsübergreifende Organe geschaffen werden müssten: „Cyberwaffen“ müssten definiert werden, da die meisten dieser Anwendungen „für zivile wie für militärische Zwecke nutzbar“ seien.  Was „Künstliche Intelligenz“ dürfe und was nicht, müsse geklärt werden. Ob alles erlaubt sein solle, was technisch möglich sei. Geklärt werden müsse die Frage einer Digitalsteuer, die Frage des grenzüberschreitenden Datenhandels, der Kampf gegen Cyberkriminalität, die Eingrenzung von Fakenews usw. Schließlich gehe es um die Frage der digitalen Normen, denn wer die Normen für ein neues Produkt setze, kontrolliere den Markt.

Hier, am Ende des Textes, der bis dahin als Warnung daherkommt, bricht ein Stückchen Wirklichkeit durch: da geht es dann auf einmal nicht mehr um globale Kontrolle, nicht mehr um digitale Abrüstung, von da ab geht es nur noch um Konkurrenz,

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