Wie in Russland über den LGBT-Streit zwischen der EU und Ungarn berichtet wird | Anti-Spiegel

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12-07-21 04:51:00,

EU vs. Orban

Der Dauerstreit zwischen der EU und Ungarn verschärft sich und zum ersten Mal in der Geschichte will Brüssel einem EU-Staat die Gelder streichen. Der Grund ist ein Streit über Kinderschutz und LGBT. Wie wird in Russland darüber berichtet?

Das Thema des Streits zwischen Brüssel und Budapest ist ein ungarisches Kinderschutzgesetz, das den Eltern das alleinige Recht einräumt, ihre Kinder in Bezug auf die sexuelle Orientierung zu erziehen. Werbung für andere Formen der Familie vor Kindern ist in Ungarn nun verboten, weshalb Unterrichtsmaterialien überprüft, bestimmte Werbespots verboten werden und der Einsatz von LGBT-Aktivisten zum Beispiel an Schulen nicht mehr erlaubt wird. Die EU – oder besser vor allem die westlichen Staaten der EU – schäumt vor Wut und sieht darin eine Diskriminierung von LGBT-Menschen. Da Ungarn jedoch auch durchaus Unterstützer in der EU hat, könnte der von Brüssel auf die Spitze getriebene Streit die EU insgesamt spalten, wie ich hier aufgezeigt habe.

Die Berichterstattung in Deutschland über das Thema ist allgemein bekannt. Daher habe ich als „Alternativprogramm“ einen Bericht aus den russischen Abendnachrichten vom Sonntag über den Streit zwischen der EU und Ungarn übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Europäische schmutzige Wäsche: Rutte will Orban in die Knie zwingen

Ungarn könnte das erste EU-Land ohne Subventionen aus den EU-Fonds werden. Der Grund für diese Ultimaten aus Brüssel war das Gesetz zum Verbot der Förderung von Homosexualität unter Minderjährigen, das von Budapest verabschiedet wurde und diese Woche in Kraft trat. Es ist nicht das erste Mal, dass Ungarn mit einer solchen europäischen Erpressung konfrontiert wird – die Europäische Union hat keine ihrer früheren Drohungen dieser Art umgesetzt. Budapests Entscheidung wird von sechs Ländern unterstützt, indem sie ein Verbot homosexueller Verbindungen in ihre Verfassungen aufgenommen haben. Aus Europa berichtet Michail Antonow.

Ungarn und die Europäische Union haben unterschiedliche Charaktere. Wie dramatisch die Folgen für die europäische Familie sein werden, ist nicht absehbar aber die Menge an schmutziger Wäsche, die gewaschen wird, stellt jede Scheidung in den Schatten. Einen Tag vor Inkrafttreten des ungarischen Gesetzes zum Verbot von Gay-Propaganda unter Kindern verabschiedete das Europäische Parlament eine verurteilende Resolution, nachdem es zuvor einen Bericht des Abgeordneten Cyrus Engerer gehört hatte. Der wurde 2014 zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil er einen Privatporno seines Ex-Freundes online gestellt hatte.

Der ungarische Regierungssprecher antwortete in einem Tweet auf die Resolution:

„Lassen Sie mich das klarstellen.

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