Der Journalismus ist tot – und eine Medienrevolution notwendiger denn je | Corona Transition

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13-07-21 06:02:00,

Veröffentlicht am 12. Juli 2021 von RL.

Ich bin nicht Morpheus. Mir fehlt der Glaube, dass es nur einen Auserwählten braucht, um die Matrix zu zerstören. Ich glaube nicht einmal, dass man die Matrix überhaupt zerstören kann. Es geht deshalb in diesem Buch auch nicht um die Zerstörung, sondern um Aufklärung und um das, was aufgeklärte Menschen aus der Matrix machen könnten. Blaue Kapsel oder rote Kapsel: Sie haben sich schon entschieden. Sonst würden Sie dieses Buch nicht lesen. Sie wissen genau wie Neo, der Held in dem Action-Klassiker Matrix, dass mit der Welt etwas nicht stimmt, die wir alle für die Wirklichkeit halten müssen, und wollen verstehen, wo und wie die Realität produziert wird, die man uns rund um die Uhr ins Haus liefert. Neo zögert nur ein paar Augenblicke, als er das erste Mal vor Morpheus sitzt – in einem runtergerockten Zimmer mit einem kahlköpfigen Mann im Ledermantel, der seine Augen versteckt und im letzten Moment noch einmal die Stimme hebt.

In Hollywood ist das so. Keine Schlüsselszene ohne Drama. «Bedenke», sagt Morpheus zu Neo, «alles, was ich dir anbiete, ist die Wahrheit. Nicht mehr». Okay: In dem Wunderland, von dem Morpheus spricht, winkt Trinity, eine Frau, die Neo sofort in ihren Bann gezogen hat. Da ist aber noch etwas anderes. Das sind all die Nächte, in denen er sich mit der Frage nach der Matrix quält. Der Splitter im Kopf, immer da und doch nicht zu greifen. Rote Kapsel, was sonst. Man kann sich das auf YouTube anschauen, knapp hundert Sekunden lang. Die Nutzerkommentare im Kanal von repat 123, der nur 85 Abonnenten hat, aber mit diesem Clip einen Hit, ähneln sich, egal von wann sie sind. «Heute, 2020, so aktuell und wahr wie selten», schreibt realbss1…

Ein Buch ist kein Film. Ich kann nicht versprechen, dass Sie die Propaganda-Matrix gleich erleben werden, und muss das auch gar nicht. Sie kennen diese Matrix. Sie lesen Zeitung. Sie sehen und hören Nachrichten, überall, immerzu. Der Film von Lilly und Lana Wachowski, inzwischen über zwanzig Jahr alt und von Brüdern und Schwestern gedreht, die jetzt Schwestern sind, ist genial, keine Widerrede.

Der Mensch, reduziert auf seine Körperfunktionen und eingesperrt in eine Art Kokon, merkt nicht, was mit ihm geschieht, weil seinem Gehirn eine Scheinwelt vorgegaukelt wird,

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