Der neue Rassismus im Westen und wie man in Russland darüber denkt | Anti-Spiegel

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13-07-21 11:26:00,

Russische Kolumnisten sehen die kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Westen mit Sorge und waren vor der Wiederholung historischer Fehler, wie ein sehr interessanter Kommentar in der russischen TASS zeigt.

Kommentare in russischen Medien warnen immer wieder vor den Tendenzen im Westen, wo Political Correctness zu Sprach- und Denkverboten führt, wo unter dem Schlagwort „Kampf dem Rassismus“ Denkmäler gestürzt werden und die Geschichte umgeschrieben wird. Unter den neu geschaffenen Begriffen „Woke-Culture“ und „Cancel-Culture“ nehmen diese Tendenzen immer mehr an Fahrt auf. Wer nun aber glaubt, die kritischen Stimmen in Russland seien einfach nur „ewig gestrige Reaktionäre“, die sich dem Fortschritt und der (historischen) Gerechtigkeit in den Weg stellen, der liegt grundfalsch. Die kritischen Stimmen kommen von Menschen in Russland, die aus ihrer eigenen Geschichte gelernt haben.

Was derzeit im Westen passiert, ist der Versuch, die Menschen im Eiltempo umzuerziehen. Innerhalb von wenigen Jahren wurde alles auf den Kopf gestellt, was von jeher als selbstverständlich galt. Plötzlich gibt es ungezählte Geschlechter und es reicht, wenn ein Mann mitteilt, er fühle sich als Frau und schon darf er in die Frauenumkleide. Gerade erst hat die sächsische SPD auf einem Parteitag gefordert, auf öffentlichen Herrentoiletten müssten Mülleimer „für menstruierende Männer“ aufgestellt werden. Die Geschichte wird im Eiltempo umgeschrieben und geschichtliche Figuren, die eben noch historische Nationalhelden waren, werden nun zu Buhmännern und Unterdrückern. Die Tendenz macht vor nichts halt.

De facto wird im Westen gerade versucht, den „neuen Menschen“ zu erschaffen, der eine vollkommen andere Sicht auf Werte und sogar seine Geschichte und Identität hat, als noch vor wenigen Jahren. Das mag der Eine gut finden und der Andere nicht.

In Russland hat man damit aber schon Erfahrungen gemacht und das ist der Grund für die kritischen Stimmen in Russland. Lenin hat nach der Revolution vor hundert Jahren ebenfalls verkündet, den „neuen Menschen“ erschaffen zu wollen und innerhalb von zehn Jahren wurde den Menschen in der Sowjetunion ein neues Welt- und Menschenbild aufoktroyiert. Das Ergebnis ist – vor allem den Menschen in Russland – bekannt: Die Sowjetunion war ein Unterdrückungsstaat, der auf einer Ideologie aufgebaut war, die – zumindest so, wie sie im „realexistierenden Sozialismus umgesetzt wurde – nicht funktionieren konnte. Im Ergebnis ist das Land erst verarmt und dann zerbrochen und es hat dabei Kriege und Bürgerkriege gegeben.

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