Nach tristem G7-Gipfel ein Hoffnungsschimmer in Genf? | KenFM.de

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13-07-21 07:05:00,

Ein Kommentar von Wolfgang Effenberger.

Nach dem dreitägigen G7-Gipel im idyllischen St. Ives/Cornwall flog am Dienstag, dem 15. Juni 2021, US-Präsident Joe Biden nach Genf, um dort am darauffolgenden Mittwoch den russischen Staatschef Wladimir Putin zu treffen.

Nachdem 2020 das 46. Gipfeltreffen wegen der COVID-19-Pandemie und Kontroversen um den Teilnehmerkreis abgesagt wurde, gehörten zu den Teilnehmern nun die Staats- und Regierungschefs der G7-Mitgliedstaaten sowie Vertreter der Europäischen Union.

Der gastgebende Premierminister des Vereinigten Königreichs, Boris Johnson, hatte zudem die Regierungschefs aus Indien, Südkorea, Südafrika und Australien eingeladen.

Das aufstrebende China und das flächengrößte Land des Planeten, Russland, hatte man bewusst draußen vor der Tür gelassen.

Nachdem die USA Anfang 2014 erfolgreich 5 Milliarden US-Dollar für den völkerrechtswidrigen Regime-Change in der Ukraine eingesetzt(1) hatten und sich auch nicht scheuten, diesen mithilfe von neofaschistischen Kräften der Swoboda-Partei und des Asow-Regiments durchzuführen, organisierten die zumeist russisch sprechenden Bewohner  der Halbinsel Krim ein Referendum für den Anschluss an Russland. Nach dem überwältigenden Votum wurde die Krim in die Russische Föderation aufgenommen (sie war 1954 unter Chruschtschow zur Ukraine geschlagen worden). Der Westen sah darin eine völkerrechtswidrige Annexion, verbannte unverzüglich Russland aus der Gemeinschaft der G8 und verhängte Sanktionen.(2) In dieser Krise verspottete US-Präsident Obama Russland, indem er das größte Land der Welt eine Regionalmacht nannte – Deeskalation sieht anders aus.(3)

Diese wenig vorausschauende, um nicht zu sagen provozierende US-Politik veranlasste Moskau, die bilateralen Beziehungen zu Peking zu vertiefen.

Seither wird die Ukraine von den Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich, Großbritannien usw. zu einem Frontstaat gegen Russland, zur Speerspitze der Pläne für einen eventuellen NATO-Krieg gegen Russland ausgebaut (siehe Mammutmanöver DEFENDER 21). Vorauskommandos sind bereits in den baltischen Staaten und in Polen stationiert.

Bereits eine Woche vor dem G7-Gipfel waren die Finanzminister in London zusammengekommen, um nach jahrelangen Verhandlungen einheitliche Regeln zur künftigen Besteuerung von multinationalen Unternehmen wie beispielsweise Amazon, Google, Microsoft oder Apple zu verabschieden mit dem Ziel, Steueroasen auszutrocknen. Angeblich ein Jahrhundertwerk.

Die US-amerikanische Finanzministerin Janet Yellen sprach von einer „beispiellosen, durchschlagenden Verpflichtung“.(4)

Wie glaubwürdig ist diese Aussage?

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