Die Quadratur des Kreises bei Klimazielen und Stromverbrauch | Anti-Spiegel

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14-07-21 08:35:00,

Die EU-Kommission hat Pläne zum Umbau der Wirtschaft im Rahmen ihres Green Deals vorgestellt. Unter anderem sollen ab 2035 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotoren mehr erlaubt sein. Was bedeutet das für den Stromverbrauch?

Wenn es nicht so ernst wäre, wäre es lustig. Seit Jahren warnen die Kritiker der radikalen Klimapolitik vor den Fehlern bei der Planung der Umsetzung der Klimaziele. So ist die deutsche Bundesregierung in allen ihren Planungen der Energiewende davon ausgegangen, dass der Stromverbrauch nicht steigen werde. Man muss kein Fachmann sein, um zu wissen, dass das Unsinn ist, denn egal, wie sehr man durch den Stromverbrauch durch Stromsparprogramme senken möchte, wird das unmöglich, wenn gleichzeitig Millionen von Elektrofahrzeugen zugelassen werden sollen, die den Stromverbrauch zwangsläufig in die Höhe treiben werden. Das aber wollten die Ideologen des Klimawandels bisher nicht wahrhaben und die Bundesregierung hat trotz der erwarteten Zunahme der Elektrofahrzeuge bis 2030 nicht mit einer Erhöhung des Stromverbrauches geplant, wie man am 13. Juli im Spiegel lesen konnte:

„Die vorherige Studie des Prognos-Instituts von Anfang 2020 war noch von rund 590 Terawattstunden ausgegangen, die offizielle Regierungsprognose lag bei 580 Terawattstunden.“

Thema des zitierten Spiegel-Artikels war, dass die Bundesregierung – namentlich das Wirtschaftsministerium – nun plötzlich auch begriffen hat, dass die bisherigen Planungen unrealistisch waren. Dazu muss man – wie gesagt – kein Experte sein. Statista zeigt den Stromverbrauch Deutschlands der letzten Jahre, wobei der stark gesunkene Stromverbrauch 2020 zum Teil auf die Lockdown-Maßnahmen zurückzuführen sein dürfte.

Aber nun hat das Wirtschaftsministerium das Offensichtliche auch erkannt, wie der Spiegel berichtet:

„Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet wegen der verschärften Klimaziele mit einem um rund zehn Prozent höheren Stromverbrauch bis 2030. Eine neue Studie im Auftrag des Ministeriums gehe nach ersten Einschätzungen von einem Verbrauch von 645 bis 665 Terawattstunden aus, erklärte Altmaier. (…) Altmaier sagte, der höhere Stromverbrauch werde auch durch den beschleunigten Ausbau der Elektromobilität ausgelöst.“

Wie soll das gehen?

Man muss bedenken, dass die Bundesregierung bei ihren Planungen bisher von einem wesentlich geringeren Stromverbrauch ausgegangen ist, wir reden immerhin von einer Differenz von etwa 15 Prozent. Mal abgesehen von der Frage, ob die neue Schätzung realistisch ist, stellt sich die Frage der Stromtrassen. Schon jetzt gibt es in Deutschland große Probleme mit dem Bau der für die Energiewende nötigen Stromtrassen,

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