Erst mit Sanktionen ausgehungert, dann wird beklagt, dass die Betroffenen hungern. Ein mieses Spiel des Werte-Westens.

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14-07-21 01:26:00,

Immer wieder das gleiche Spiel. Jetzt mit den Kubanern. Wie vorher mit den Syrern. Und mit den Russen. Das Spiel mit den Syrern war von vornherein klar. Der Westen wollte das Regime weghaben und setzte auf Aushungern, auf wirtschaftliche Destabilisierung. Sanktionen und Verlockungen für Fachkräfte, das Land zu verlassen und bei uns aufgenommen zu werden. Und hinterher, zuletzt im Zusammenhang mit der Versorgung Idlibs, Krokodilstränen über das Leid der Hungernden in den Lagern. Jetzt ist Kuba wieder dran. Informationen dazu siehe im Anhang I. Die Sanktionen und Exportverbote laufen schon lange. Jetzt kommen Demonstrationen auf Kuba hinzu. Diese sind mithilfe von Exilkubanern in Florida und sonstwo in den USA leicht zu organisieren. Und es gibt ja auch tatsächliche Not in Kuba. Das ist ja das Teuflische in diesem strategischen Spiel zur Vorbereitung von Regierungswechseln. Es gibt gute Gründe für Unzufriedenheit mit den Regierenden. Albrecht Müller.

Dazu noch einige Gedanken und Erinnerungen, soweit relevant für die Gegenwart:

  1. Zu Syrien noch einige Ergänzungen, basierend auf Informationen und zusammengestellt von Bernd Duschner: Die Sanktionen gegen Syrien waren von Anfang an zentraler Baustein in einem umfassenden Konzept des sogenannten Regimewechsels. Die Sanktionen zielen auf die Lähmung der Wirtschaft, die Schaffung von Massenarbeitslosigkeit, Versorgungsengpässen und gingen Hand in Hand mit dem Eindringen von “Rebellen” und Spezialeinheiten der USA/GB/FR, die Terroranschläge gegen wichtige Versorgungseinrichtungen des Landes verübten. Gleichzeitig wurde das Land und sein Militär durch die Drohung mit dem direkten Eingreifen unter enormen, auch wirtschaftlichen Druck gesetzt. Ergänzung dieser Informationen in Anlage II.
  2. Im Falle Kubas wird deutlich, dass es beim Versuch, in diesem Land einen Regierungswechsel herbeizuführen auch um eine gesellschaftspolitisch andere Richtung geht. Um einen Systemwechsel, so könnte man sagen. Dass in Kuba die Vergesellschaftung so weit getrieben worden ist, dass vieles in öffentlicher Regie erstellt wird, woran in anderen Ländern private Personen und Gruppen kräftig verdienen, dass diese andere Form des Wirtschaftens so lange existiert, ist eine massive Herausforderung für die konservativen und reaktionären Ideologen in den USA und anderen Teilen der westlichen Welt. Dass es überhaupt noch politisch engagierte in der Welt gibt, die sich Kommunisten nennen, in den Augen der führenden Eliten ein Unding.
  3. Die Demonstrationen, die wir jetzt in Kuba erleben, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit stark von den Exilkubanern und Kräften in den USA gesteuert und geprägt. Aber nicht nur.

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