Stopp-Air-Base-Ramstein-Protestwoche 2021: Es bleibt dabei, die Base muss geschlossen werden

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14-07-21 01:17:00,

Wir sind wieder da und kommen wieder. Dieses war die einheitliche Meinung der über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dem Friedenscamp in Ramstein, das trotz gruseligem Wetters eine prägende Erinnerung für alle bleiben wird: für die Organisatoren, die in drei Wochen nach der endgültigen Bestätigung, dass ein Camp möglich ist, dieses unter unsäglichen Mühen aus dem Boden stampften, für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgrund der so vermissten vielfältigen Kommunikations- und Begegnungsmöglichkeiten. Groß ist die Hoffnung, mindestens in der frischen Luft wieder zu einer Normalität des Zusammenlebens zu kommen. Von Reiner Braun.

Miteinander reden und streiten bestimmte die Atmosphäre. Groß war die Freude, den oder die andere nach langer Zeit wiederzusehen. Die solidarische Atmosphäre dieses streitbaren Camps hat gezeigt, wie wir leben, lieben, streiten und kämpfen wollen. Die Diskursfähigkeit der Campierenden war beeindruckend. Nicht eine Meinung herrschte, aber immer der Respekt vor der anderen Meinung. Viel können linke Diskurse aus diesen Diskussionen und diesem Zusammenleben lernen!

Das Engagement jedes Einzelnen für die gemeinsame Sache: Zum Flaggentag nach Kaiserslautern, mit Flugblättern und Plakaten in die Umgebung, um für die Aktionen zu werben und aufzuklären, aktiv an den Veranstaltungen der Friedenswerkstatt mitwirken, zum internationalen Basekongress und der Abendveranstaltung fahren und gleichzeitig noch ein Camp mitorganisieren, vom Essen, über die Bar bis zur Sauberkeit – das alles bei permanenten Regenschauern. Nur das solidarische Miteinander, das Vorleben der besseren, gerechten und umweltfreundlichen Welt hat es möglich gemacht. Viel Spaß hat es auch noch gemacht und viele haben auch neue Kraft „getankt“.

In einer 2-tägigen Zukunftswerkstatt wurden Visionen für die Region ohne Militärbasen entwickelt. U.a. wurde auf dem Gelände der Air Base ein neues solidarisches Wohngebiet ausgewiesen, autofrei und nur mit Fahrradstraßen, Seniorentagesstätten, Kindertagesstätten, Schulen und Jugendzentren haben ebenso Platz gefunden wie das Handwerk und solidarische Landwirtschaft. Ökologisches Bauen ist genauso selbstverständlich, wie dass Grund und Boden Gemeinschaftseigentum sind. Im nächsten Jahr wollen wir weiter an unseren Visionen von einer friedlichen Welt, einer Welt ohne Krieg und Militarismus, einer Welt, in der viele Welten Platz haben, wie es die Zapatistas sagen würden, arbeiten. Wir wollen noch besser versuchen, die Bevölkerung stärker mit einzubeziehen.

Das Camp war hochpolitisch, nicht nur in den intensiven Diskussionen über die Konsequenzen der Corona-Maßnahmen, nein, besonders im Engagement für den Frieden.

Die Airbase ist ein zentrales Kettenglied in der Konfrontation mit Russland,

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