Warum die Maske im Gesicht alles andere als «normal» ist

warum-die-maske-im-gesicht-alles-andere-als-«normal»-ist

14-07-21 02:26:00,

Sie ist keinerlei Einschränkung, sie ist kein Problem, und sie soll zum selbstverständlichen Teil unseres Alltags werden: Die Gesichtsmaske. Das wollen uns die Regierenden, aber auch viele Mitmenschen weismachen. Nur: Sie liegen falsch.

Singapur macht es vor. Der Stadtstaat hat aufgehört, rund um Corona Erbsen zu zählen. Es werden keine Infektionszahlen mehr addiert, keine Toten ausgewiesen. Singapur hat eingesehen: Es kursiert ein Virus, das die einen stärker und die anderen schwächer belastet, und es gilt, damit zurecht zu kommen. Und zwar nicht, indem man die Gesellschaft abwürgt. Man behandelt das Coronavirus in Singapur nun wie – sorry, viele mögen das nicht hören – das Grippevirus. Es ist da, es kursiert, basta. Singapur ist eine einsame Insel der Vernunft.

Anderswo, auch bei uns, möchte man lieber einen verzweifelten Kampf führen. Einen absurden Versuch der Ausmerzung. Man will einem Virus den Garaus machen und pflügt damit ganze bisher gesunde Landschaften bis zur Unkenntlichkeit um. Die Gesellschaft, die Wirtschaft, das Sozialleben, die Psyche des einzelnen: Es ist völlig egal, was unter die Räder kommt, Hauptsache, man kann sagen, man habe das Virus bekämpft. Dieses sitzt derweil am Wegrand und lacht. Mit gutem Grund.

Das sichtbarste Symbol dieses Kampfes ist die Maske. Sie ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Es spielt inzwischen keine Rolle mehr, welche Lockerungen der Bundesrat beschliesst, es herrscht eine Eigendynamik. Die Panikmache war so effizient, dass ein grosser Teil der Bevölkerung die Schutzmaske tragen will, Vorschrift oder nicht. Auch in einsamen Seitengassen, auf dem Velo, auf einem Wanderweg fernab der Zivilisation. Die heraufbeschworene Gefahr ist zum Selbstläufer geworden. Viele wittern sie inzwischen überall. Nur nicht dort, wo sie wirklich existiert. Jede Fahrt mit dem Auto, jeder Schritt über den Fussgängerstreifen birgt mehr Risiken für Leib und Leben als der Verzicht auf eine Maske im Gesicht. Aber das spielt keine Rolle. Der gesunde Menschenverstand hat sich verabschiedet.

Die Bürgerpolizei geht förmlich auf in der Mission der Maske. Böse Blicke und Worte gegen Maskenlose im öffentlichen Verkehr sind zum Alltag geworden. In jedem dieser Verweigerer steckt aus ihrer Sicht ein kleiner Attentäter, unsolidarisch, rücksichtslos, Verbreiter einer tödlichen Seuche. Man kann gegen diese Sicht der Dinge ankämpfen mit nackten Zahlen, man kann aufzeigen, dass rückblickend keine Rede von einer signifikanten Übersterblichkeit in irgendeiner Altersgruppe die Rede sein kann, dass keine Statistik Corona so besonders macht,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: