Worum geht es bei den Protesten auf Kuba wirklich? | Anti-Spiegel

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14-07-21 12:40:00,

USA vs. Kuba

Die deutschen Medien berichten von schweren Protesten auf Kuba und sie berichten von den üblichen Narrativen: Ein unterdrücktes Volk steht gegen seine Unterdrücker auf. Aber worum könnte es in Wahrheit gehen?

Dass die USA die Proteste auf Kuba befeuern und unterstützen (und vielleicht sogar lenken), ist keine böse Verschwörungstheorie, selbst in einigen Artikeln der deutschen Medien klingt das manchmal unterschwellig durch. Und über die Aufforderung Russlands an die USA, sich nicht in inner-kubanische Angelegenheiten einzumischen, konnte man in Deutschland auch etwas lesen.

Was in Deutschland kaum jemand weiß, ist, dass Kuba eine gute medizinische Versorgung und auch eine durchaus gute – allerdings staatliche und nicht private – Pharmaindustrie hat, die sogar einen eigenen Corona-Impfstoff herausgebracht hat. Und just in dem Moment, als dieser Impfstoff verfügbar ist und in Latein- und Mittelamerika zu einer Konkurrenz für die US-Impfstoffe von Pfizer & Co. werden könnte, begannen auf Kuba die Proteste.

Das russische Fernsehen hat am Montag über die Proteste auf Kuba berichtet und ich habe den Bericht aus den russischen Abendnachrichten übersetzt. Wundern Sie sich dabei nicht über die russische Bezeichnung für Kuba, denn in Russland hat sich der Name der Insel, den sie zu Sowjetzeiten bekommen hat, bis heute gehalten. Kuba wird in Russland immer noch die „Insel der Freiheit“ genannt.

Beginn der Übersetzung:

Sich nicht in die inneren Angelegenheiten Kubas einzumischen, hat heute das russische Außenministerium gefordert. Die Erklärung wurde vor dem Hintergrund der Anti-Covid-Proteste abgegeben, die Havanna und andere kubanische Städte erfasst haben. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten finden auf der Insel der Freiheit regierungsfeindliche Demonstrationen statt. Was war der Anlass und warum wurde die Aktion der Massen von US-Präsident Joe Biden persönlich unterstützt? Aus den USA berichtet Valentin Bogdanov.

Die Insel der Freiheit ist in den Abgrund der Zügellosigkeit hinabgestiegen. Kuba ist nicht wiederzuerkennen. Die Demonstranten haben sogar den revolutionären Slogan „Vaterland oder Tod“ an ihre Bedürfnisse angepasst.

„Vaterland und Leben, keine Diktatur, kein Castro, keine kommunistischen Hunde!“, fordert ein Demonstrant.

In der Stadt Cárdenas, in der Provinz Matanzas, ließen sie den Worten Taten folgen: Das Auto des ersten Sekretärs des örtlichen Zweigs der Kommunistischen Partei wurde umgeworfen. Steine wurden auf die Polizei geworfen, die versuchte, die Randalierer zu stoppen.

Das verärgerte Volk marschierte in Kolonnen durch die Straßen Havannas.

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