Die Propaganda-Matrix – Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien e.V.

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20-07-21 03:14:00,

Beitragsbild aus: Matrix – Rote oder Blaue Pille – Freiheit oder Sklaverei

Die Propaganda-Matrix
Der Kampf für freie Medien entscheidet über unsere Zukunft

Auszug aus dem aktuellen Buch von Michael Meyen

  1. Aus der Arena in die Matrix

Dieses Kapitel ist ein Nachzügler, geschrieben, als alles längst fertig war. Wie bei jedem Buch hatte ich mir eine ganz persönliche Deadline gesetzt. Diesmal war das ganz einfach. Ich sollte an einem Dienstag Ende März bei der ÖDP in München über den Journalismus in Deutschland sprechen und dachte: Wenn ich das Manuskript am Montag an die Rubikon-Lektorin schicke, dann habe ich nicht nur den Kopf frei, sondern auch einen Vortrag in der Tasche. Die Definitionsmacht der Leitmedien, das Filtermodell, meine vier Arenen und schließlich das, was gleich noch kommen wird – eine Reise in die Zukunft, getragen von einem Freiheitsbegriff, der die Erfahrungen eines Weltkriegs bündelt.

Der Vortrag hat dann tatsächlich einigermaßen funktioniert. Großes Publikum, viele Fragen, angenehme Atmosphäre. Eine der Mails, die in den nächsten Tagen eintrudelten, enthielt zwar die Formulierung »etwas anstrengend« und bezweifelte, dass wirklich alle folgen konnten, insgesamt aber überwog das Lob. Ich bin ein Profi, natürlich. Trotzdem freue ich mich immer wieder, wenn mir Menschen so etwas schreiben. Dann kam es. Noch ein Dank, schon im Betreff zu lesen. Eine kurze Nachricht, zwei Sätze nur. »Was ich mir tief gemerkt habe: Tamtam und Tabu. Das funktioniert in vielen Bereichen.«

Ich habe sofort gesehen: Darum geht es. Filter hin, Arenen her. Bevor ich mit einer Utopie aus diesem Buch aussteige, muss ich zusammenfassen, wie die Propaganda-Matrix produziert wird, wenigstens auf ein paar Seiten. Ich muss noch einmal zurück in das fünfte Kapitel, zu Jacques Ellul, zu Edward Bernays, vor allem aber zu Walter Lippmann sowie zu seinen Begriffen »Pseudoumwelt« und »Stereotyp«. Zur Erinnerung: Lippmann interessiert sich für das, was wir über die Wirklichkeit wissen können. Für die Bilder in unseren Köpfen und für die Landkarten, die wir brauchen, »um die Welt zu durchwandern«. Lippmann sagt, dass die Macht bei denen liegt, die Bilder und Landkarten herstellen. Tamtam und Tabu. Schlagzeilen im Stakkato, um von dem abzulenken, was wirklich wichtig wäre. Das ist der Kern von dem, was Walter Lippmann Propaganda nennt.

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