Merkels Besuch im Katastrophengebiet zeigt, wofür sie wirklich steht | Anti-Spiegel

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20-07-21 02:31:00,

Bundeskanzlerin Merkel hat bei ihrem Besuch in den Überflutungsgebieten gezeigt, was ihre wahren Werte sind und für wen sie sich einsetzt. Es sind nicht die Menschen in Deutschland.

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die deutsche Politik: Wenn es um soziale Fragen geht, ist regelmäßig angeblich kein Geld da und über Maßnahmen wie eine Grundrente wird monatelang gestritten. Wenn es aber um Rüstung, Banken oder Konzerne geht, dann wird mit den Milliarden nur so um sich geschmissen. Bundeskanzlerin Merkel hat bei ihrem Besuch in den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten besonders dreist reagiert, was die Medien allerdings in kurzen Nebensätzen abgehandelt haben. Zu der aktuellen Meldung kommen wir gleich, zunächst will ich aufzeigen, worum es geht.

Die Altersarmut in Deutschland wächst jedes Jahr, seit die Rentenreform der Schröder-Regierung immer mehr durchschlägt. Jeder Experte wusste damals, dass die Rentenreform zu Altersarmut führen wird, aber heute tun Politik und Medien ganz überrascht und stellen das Phänomen als eine Art Naturereignis dar, gegen das man leider kaum etwas tun kann. Die Rentenreform hat ihre Wirkung schleichend, aber unaufhaltsam entfaltet, denn jedes Jahr gehen die Menschen einen Monat später und mit einer etwas geringeren Rente in den Ruhestand. Die ruinöse Wirkung dieser Rentenreform können wir heute in Form von stark steigender Altersarmut und einem immer größer werdenden Andrang bei den Tafeln bewundern.

Nach langem Streit hat sich die Regierung letztes Jahr erbarmt, etwas zu tun und eine Grundrente beschlossen, die jedoch an dem Missstand kaum etwas ändert. Im Gespräch war, fünf Milliarden jährlich für die Grundrente zu bezahlen. Beschlossen wurde am Ende eine abgespeckte Grundrente, die 1,5 Milliarden jährlich kostet und jeder politisch Interessierte erinnert sich noch an den erbitterten Streit, woher man bloß all das Geld für die Grundrente nehmen solle.

Gleichzeitig hat das Verteidigungsministerium mal eben zusätzliche fünf Milliarden genehmigt bekommen, die natürlich auch in den folgenden Jahren fällig werden und niemand hat die Frage gestellt, woher denn all das Geld dafür kommen solle. Wenn es um Geld geht, von dem Konzerne – in diesem Fall die US-Rüstungsindustrie – profitieren, dann stellt in Politik und Medien niemand die Frage, woher denn diese Unsummen jährlich kommen sollen. Sie sind einfach da und werden ohne jede mediale Diskussion durchgewunken.

Ebenfalls letztes Jahr wurde beschlossen,

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