„Die EU will sich mehr in die russische Innenpolitik einmischen“

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21-07-21 02:58:00,

Das ist die Beobachtung und Feststellung von Christian Müller vom InfoSperber in einem Artikel von gestern. Siehe hier . Wegen der Bedeutung und der Gefährlichkeit der hier sichtbaren Entwicklung der Beziehungen zwischen EU und Russland übernehmen wir den Artikel. Die NachDenkSeiten hatten sich zu dieser gefährlichen Entwicklung schon mehrmals geäußert. Hier im Oktober 2019: „Die baltischen Staaten sind willfährige Erfüllungsgehilfen der Amerikaner“ – so Harald Ferbar in einem Zwischenruf für die NachDenkSeiten und hier am 28. Juni dieses Jahres: Die EU wird zum Problem. – Die EU wird wirklich zum Problem, wenn dort Scharfmacher die Oberhand, d. h. Mehrheiten gewinnen, die am Konflikt und nicht an Freundschaft mit Russland interessiert sind. Es folgt der Beitrag von Christian Müller. Albrecht Müller.

Vorweg noch die Anmerkung: Es wird auch an diesem Vorgang sichtbar, dass wir keinen Grund haben, uns darüber zu freuen, dass Joe Biden Präsident der USA geworden ist. Er ist offensichtlich bereit, jene zu stützen, die den Konflikt mit Russland anheizen wollen.

Christian Müller / 20.07.2021 Die Aussenpolitische Kommission des EU-Parlaments empfiehlt offiziell härteren Kurs gegen den Kreml. Entspannung ist kein Thema.

Litauen ist ein klassisches Auswanderungsland. Hatte das Land im Jahr 1995 noch über 3,6 Millionen Einwohner, waren es im Jahr 2020 gerade noch 2,8 Millionen, gut 22 Prozent der Bevölkerung sind in diesen 25 Jahren ausgewandert, vor allem natürlich junge Menschen. Über 26 Prozent der Bevölkerung gelten als von Armut oder Ausgrenzung bedroht – von den Ländern der EU haben nur Lettland, Griechenland, Rumänien und Bulgarien einen noch höheren Anteil an Gefährdeten. Ist Litauen also ein aufstrebendes, ein glückliches EU-Land? Oder doch eher ein Land, in dem es viele ungelöste Probleme gibt – «Herausforderungen», wie das heutzutage so schön heisst? Ein Land, in dem sich die Politiker und Politikerinnen vor allem um die landesinternen, doch eher traurigen Verhältnisse kümmern müssten?

Litauen hat im 705-köpfigen EU-Parlament 11 Sitze, ein Sitz davon gehört Andrius Kubilius, der sich zu den Parteimitgliedern der Europäischen Volkspartei – sprich: zu den Christdemokraten – zählt. Ihn scheint sein eigenes Land wenig zu interessieren, umso mehr dafür die Beziehung der ganzen EU zu Russland. Aufgrund eines Vorstosses von ihm nämlich empfiehlt die Aussenpolitische Kommission des EU-Parlamentes jetzt eine neue, klarere Strategie der EU gegenüber Russland.

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