Zwangsfinanzierte Hetze

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21-07-21 03:44:00,

„Cui bono: What the fuck happened to Ken Jebsen?“ heißt das Werk, das man als Rohrkrepierer umgehend in die Schallarchive verklappen sollte — doch wahrscheinlich kursiert es schon lange im Netz: als öffentlich-rechtliche Witzsendung. Verstehen Sie Spaß?

Fast so gut geschnitten wie die alten KenFM-Sendungen auf Radio Fritz, doch so auf Jugend gequält, dass jeder Jugendliche, der wirklich jung ist, sich schreiend in die Abgründe des Netzes rettet.

Das F-Wort schon im Titel — da dürften die Gremien der Koproduzenten rbb, NDR, Radio Bommens und Studio K2H viele Stunden drüber geschwitzt haben. Ein Jebsen-Imitat, das in schlecht getarnter Mission und staatstragend beflissen seinem Publikum die wahren, schönen und guten Lehren des Mainstreams einzuflößen versucht.

Wir hören von einem jungen Mann, der hoch hinauswill — ins Fernsehen sogar, also muss er vermutlich ein bisschen narzisstisch gestört sein, von Größenwahn getrieben. Deshalb hatte er sich auch selbst den Namen Ken Jebsen gegeben. In Wirklichkeit heißt er Kayvan Soufi-Siavash. Das betonen seine Kritiker seit Neuestem gerne. Der Vater ist Iraner und dann auch noch freiwillig zurückgegangen. Verpfuschte Leben beginnen meist so. Ihnen bleibt nur die Flucht in den Ruhm.

Als Chefautor der Ken-Jebsen-Aufstieg-und-Niedergang-Tragödie zeichnet ein gewisser Khesrau Behroz, der sich offenbar so ausgiebig mit seinem Fall beschäftigt hat, dass man seine Diktion manchmal schwer von der seines Opfers unterscheiden kann. Als ausgewiesener Gebrauchsdramaturg weiß Behroz, dass man erst mal eine Fallhöhe aufbauen muss, um abstürzen zu können. Also bewirft er den jungen Ken mit anerkennendem Lorbeer. Immer schräg, der Typ, immer antizyklisch und verwegen — die Anstalten hatten da wirklich was Neues, ein junges Format, das den Namen verdiente und das es seitdem nie wieder auch nur annähernd gegeben hat.

Seit 1987 arbeitete Jebsen als Moderator und Reporter für verschiedene Anstalten, hatte gar beim ZDF eine Zeit lang eine eigene Sendung. Seit 2001 produzierte er die Sendung KenFM für das Radio Berlin Brandenburg (rbb). Doch seinem aufmerksamen Biografen entgeht nicht, dass Jebsen schon früh auf dem Pfad der Tugend und der öffentlich-rechtlichen Karriere ins Straucheln geriet: Er tappte in die Fallen radikaler Politisierung, was nach Auffassung des Podcast-Texters offenbar zwangsläufig Verschwörungstheorien bedeutet.

Mit 9/11 beginnt sein Abstieg. Er will einfach nicht der offiziellen Version vom Fall der Türme folgen,

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