Iran: Ära Raisi läutet eine harte Steuerung richtung Osten ein

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09-08-21 12:30:00,

Von Pepe Escobar: Er ist ein brasilianischer Journalist, der eine Kolumne, The Roving Eye, für Asia Times Online schreibt und ein Kommentator auf Russlands RT und Irans Press TV ist. Er schreibt regelmäßig für den russischen Nachrichtensender Sputnik News und verfasste zuvor viele Meinungsbeiträge für Al Jazeera.

asiatimes.com: Es wird erwartet, dass der neue iranische Führer den Schwerpunkt vom Westen auf den globalen Süden und die Nachbarländer, einschließlich China und Russland, verlagern wird

Seyyed Ebrahim Raisi wird am Donnerstag (5. August) im Parlament (Majlis) als 8. Präsident Irans vereidigt, zwei Tage nachdem er vom Führer der Islamischen Revolution, Ayatollah Khamenei, offiziell bestätigt wurde.

An der Zeremonie im Majlis werden der irakische Präsident Barham Salih und andere Staatsoberhäupter, die Außenminister sowie Vertreter des UN-Generalsekretärs, der OPEC, der EU, der Eurasischen Wirtschaftsunion und der Interislamischen Union teilnehmen.

Für die Islamische Republik Iran beginnt nun in mehr als einer Hinsicht eine neue Ära. Khamenei selbst skizzierte die Konturen dieser Ära in einer kurzen, scharfen Rede mit dem Titel „Die Erfahrung des Vertrauens in die USA“.

Khameneis strategische Analyse wurde noch vor dem endgültigen Ergebnis der Verhandlungen über das iranische Atomabkommen in Wien im Jahr 2015 dargelegt, über das ich in meinem Asia Times Ebook Persian Miniatures berichtet habe. Es stellte sich heraus, dass sie eine Vorahnung war: „Während der Verhandlungen habe ich wiederholt gesagt, dass sie ihre Versprechen nicht einhalten.“ Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass dies ein tödliches Gift für uns ist“.

Während der Regierung Rouhani, so Khamenei weiter, „wurde deutlich, dass es nicht funktioniert, dem Westen zu vertrauen.“

Genau zum richtigen Zeitpunkt wird in dieser Woche ein neues sechsbändiges Buch mit dem Titel „Sealed Secret“ (Versiegeltes Geheimnis) veröffentlicht, das vom scheidenden Außenminister Javad Zarif und den beiden führenden Unterhändlern des Atomabkommens „Joint Comprehensive Plan of Action“, Ali Akbar Salehi und Seyed Abbas Araghchi (der immer noch an der aktuellen, ins Stocken geratenen Debatte in Wien beteiligt ist), gemeinsam verfasst wurde – vorerst nur in Farsi.

Professor Mohammad Marandi von der Universität Teheran fasste für mich den künftigen Fahrplan zusammen: „Die außenpolitischen Entscheidungen des Iran sind ziemlich klar. Der Iran wird weniger Wert auf die westlichen Länder, insbesondere die europäischen, legen und mehr Wert auf den globalen Süden, den Osten, die Nachbarländer – und dazu gehören natürlich auch China und Russland.

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