Die WHO und die Wiederkehr des Kolonialismus im Gesundheitswesen

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30-08-21 12:00:00,

In den vergangenen 20 Jahren ist die WHO immer stärker in Abhängigkeit von privaten Geldgebern geraten. Das hat ihre demokratischen Gründungsprinzipien und ihr ursprünglich ganzheitliches Verständnis von Gesundheit korrumpiert und zu neuen Prioritäten wie bevölkerungsweiten Massenimpfungen geführt. Wie genau ist es zu dieser Wandlung gekommen?

DAVID BELL UND TOBY GREEN, 30. August 2021, 0 Kommentare

Nach den Verheerungen des 2. Weltkriegs entstand die Weltgesundheitsorganisation WHO als globale Institution mit dem Ziel, Gesundheit für alle unabhängig von ihrem sozioökonomischen Status zu erreichen. Dem lag ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit zugrunde, das körperliches, seelisches und soziales Wohlergehen umfasst. Die Erklärung von Alma-Ata bekräftigte 1978 diese Prinzipien und verankerte eine gemeinschaftsbasierte Gesundheitsversorgung als Grundlage von Entscheidungsprozessen.

Seit dem Jahr 2000 ist die WHO jedoch mehr und mehr in die finanzielle Abhängigkeit von privaten Stiftungen und Pharmaunternehmen geraten. Je mehr diese an Einfluss gewannen, desto mehr haben sich die Machtverhältnisse zu Ungunsten der durch Nationalstaaten vertretenen Bevölkerungen verändert.

Damit einher ging, dass Impfungen als Strategien zur Bekämpfung von Virusepidemien immer stärker in den Vordergrund gerückt sind, wie 2005, 2009 und am Extremsten 2020 bei SARS-CoV-2 zu sehen war. Im Jahr 2009 hatte die WHO ihre Pandemiedefinition geändert, was Anfang 2020 zentral von oben verhängte Maßnahmen und Lockdowns ermöglichte, die ihren eigenen, nur wenige Monate zuvor veröffentlichten Richtlinien widersprachen. Beispiellose Massenimpfprogramme folgten, erleichtert durch eine willkürliche Änderung der Definition von Herdenimmunität, die allgemein geltenden immunologischen Prinzipien widerspricht.

Dieses autoritäre Vorgehen stellt eine Preisgabe der gemeinschaftsbasierten Prinzipien der Gesundheitsversorgung dar,

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