NachDenkSeiten:ㅤDer Präzedenzfall des Julian A. – Scheideweg der Pressefreiheit?

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18-05-22 12:32:00,

WikiLeaks hat das Innenleben einiger der mächtigsten Staaten der Welt offenbart und deren Verbrechen sichtbar gemacht. Assanges Bestrafung wird die Zukunft der Pressefreiheit fundamental prägen. Von Dominik Wetzel.

The WikiLeaks-Threat

Die 2006 von Julian Assange gegründete Enthüllungsplattform WikiLeaks erlaubte es allen, vom Bankmitarbeiter bis zur Militär- und Botschaftsangestellten, kriminelle Machenschaften der eigenen Organisation an die Öffentlichkeit zu bringen. Die Journalisten, die oft in Zusammenarbeit mit anderen angesehenen Nachrichtenorganisationen arbeiten, überprüften in den vergangenen Jahren die Daten auf ihre Echtheit und gaben den Whistleblowern die Möglichkeit, ihr Gesicht zu wahren. Mit der schieren Masse von über 250.000 diplomatischen Depeschen [1] und vielen weiteren Geheimdokumenten, die Wikileaks in wenigen Jahren enthüllte, hat die Plattform viele etablierte Medienhäuser in den Schatten gestellt und den Investigativ-Journalismus neu definiert.

Damit wurde WikiLeaks zum Albtraum der Mächtigen.

Seinerzeit bezeichnete der ehemalige CIA-Direktor und Außenminister im Kabinett Trump, Mike Pompeo, Wikileaks als „non-state hostile intelligence service“ (nichtstaatlicher feindlicher Nachrichtendienst). WikiLeaks bescherte der CIA mit den Vault-7-Enthüllungen den größten Datenverlust ihrer Geschichte. Im September 2021 wurde publik, dass die CIA damals an einem Plan arbeitete, Assange aus der Botschaft in London zu entführen oder zu töten, auch eine mögliche Schießerei in London wurde diskutiert. [2]

Doch WikiLeaks war schon länger ein Dorn im Auge der amerikanischen Sicherheitselite.

Wie diese beabsichtigte, gegen die Plattform vorzugehen, wird unter anderem aus den von WikiLeaks veröffentlichten HBGary E-Mails deutlich.

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