NachDenkSeiten:ㅤZum Tod von Shireen Abu Akleh

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19-05-22 11:55:00,

In den frühen Morgenstunden des 11. Mai 2022 wurde die palästinensische Journalistin Shireen Abu Akleh ermordet. Der Fernsehsender Al Jazeera, für den die Kollegin seit 1997 aus den besetzten palästinensischen Gebieten berichtet hatte, nutzte alle Kanäle und das Internet, um über die ungeheuerliche Tat zu informieren. Shireen Abu Akleh hatte an dem Morgen über eine Razzia der israelischen Streitkräfte im Flüchtlingslager Jenin im Westjordanland, der Westbank, berichten wollen. „Das Wespennest“ nennen die israelischen Streitkräfte das Flüchtlingslager, in dem 11.000 Menschen auf einem Quadratkilometer zusammengepfercht sind. 65 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 24 Jahre. Niemand dieser Generation hat jemals in einem freien Land, einem freien Staat gelebt. Jung und Alt kennen nur Leid, Tod und Elend unter israelischer Besatzung. Von Karin Leukefeld.

Shireen Abu Akleh kannte das Leben unter der israelischen Besatzung. Sie war selber in Jerusalem geboren und aufgewachsen und wusste, was Israel den Palästinensern antat. „Sie gab Menschen eine Stimme, von denen wir sonst nie gehört hätten“, sagte eine Kollegin. Man habe Shireen nie den Auftrag zu einem Bericht gegeben, sagte der zuständige Chefredakteur für Al Jazeera Arabisch, Mohamed Moawaz. „Sie ist einfach da, sie ist da.“

Bilder von ihren Reportagen zeigen sie in zerstörten Häusern, bei Demonstrationen, oft mit Helm und schusssicherer Weste, auch mit Gasmaske, um trotz des Einsatzes von Gas durch die israelischen Streitkräfte weiter berichten zu können. Sie berichtete aus Jerusalem genauso wie vom Sitz der Vereinten Nationen in Genf, wo es Jahr um Jahr um die Sache der Palästinenser ging,

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