„Ungleichheit tötet“

„ungleichheit-totet“

31-07-22 07:00:00,

„Die Schnellsten werden siegen, nicht die Besten.“ Wie kommt es, dass ein zusätzlicher Temposchub die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts aufgemischt hat? Und – ganz besonders wichtig – auf wen werden die Folgen abgeladen? Quartalsberichte der Großbanken, verkürzte Lieferfristen, steigende Arbeitsintensität und ein atemloser Termindruck beschleunigen allgemein das Lebenstempo, lähmen jedoch auch schöpferische Initiativen. Friedhelm Hengsbach spürt den Ursachen des imperialen Temporegimes nach und erkennt eine Ursachenkette, die von den entfesselten Finanzmärkten ausgeht, betriebliche Umbauten auslöst und in die alltägliche Lebenswelt eindringt. Die Pandemie hat die Lage für viele Menschen weltweit weiter verschlechtert, die der Oxfam-Bericht „Ungleichheit tötet“ aus dem Januar zeigt.

Ende Januar 2022 wurde der Jahresbericht von Oxfam veröffentlicht, eines seit 1942 engagierten Verbunds von Entwicklungsorganisationen zur internationalen Armutsbekämpfung. Unter Berufung auf Datenquellen des anerkannten US-Wirtschaftsmagazins Forbes und der Vermögensstatistiken der Credit Suisse hat Oxfam recherchiert, dass die zehn reichsten Personen der Welt während der weltweiten Pandemie zwischen März 2020 und November 2022 ihr Vermögen stärker vermehrt haben als in den gesamten vierzehn Jahren zuvor.

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