„Die Einnahme von Antidepressiva ist genauso riskant wie die von Freizeitdrogen“

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28-09-22 02:30:00,

Torsten Engelbrecht: Liebe Joanna! Du sagst, dass deine jüngste Studie, in der du die vorherrschende Hypothese als unbegründet bezeichnest, dass Depressionen durch eine verminderte Serotoninaktivität oder -konzentration verursacht werden, „Schockwellen in der breiten Öffentlichkeit ausgelöst hat“. Wie kommt das?

Joanna Moncrieff: Die Menschen haben geglaubt, dass es wissenschaftliche Beweise für einen Zusammenhang zwischen Serotonin und Depression gibt. Und die Menschen haben das geglaubt, weil die Pharmaindustrie in den 1990er Jahren eine sehr breit angelegte, stark finanzierte Werbekampagne gestartet hat, um die Menschen davon zu überzeugen, dass Depressionen auf ein chemisches Ungleichgewicht und insbesondere auf einen Mangel an Serotonin zurückzuführen sind, der durch die Einnahme eines Antidepressivums behoben werden kann.

Das war eine riesige Marketingkampagne, die sich sowohl an Ärzte als auch an die breite Öffentlichkeit über das Internet richtete. Und in den Ländern, in denen Werbung direkt an den Verbraucher gerichtet ist,

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