Der letzte Radikale

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29-09-22 12:00:00,

Die Filme des französischen Regisseurs Jean-Luc Godard, der am 13. September im Alter von 91 Jahren verstarb, bleiben einzigartig. Die Vorstellung, dass das Persönliche politisch ist, durchzieht sein Werk. Entsprechend war Godards politische Praxis für eine gewisse Zeit vollends mit der Arbeit an seinen Filmen verwoben. Seine Entwicklung vom eigenwilligen Provokateur zum marxistischen Humanisten war ähnlich unvorhersehbar wie die Erzählstruktur vieler seiner Filme. Godards radikaler Ansatz des Filmemachens hat nicht nur das Denken über das Medium nachhaltig verändert, sondern wurde auch zum zentralen Bezugspunkt für viele Filmemacherinnen und Filmemacher, die ihm folgten.

Ob man Godard nun verehrt oder verachtet – und oft tut man im Laufe einer seiner Filme mal das eine und mal das andere –, muss man anerkennen, dass er die Spielregeln für immer verändert hat. Seine Filme bleiben der Zuschauerin noch lange nach dem Abspann im Kopf, wenn auch manchmal bloß aus Frust. 

Godards Arbeit ist,

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