Bekenntnisse zu Volk, Vaterland und Führer?

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22-01-23 08:00:00,

Arnold Münster wird 1935 zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, da er eine kommunistische Widerstandsgruppe anführte. In diesen acht Jahren erlebt er Demütigungen, Folter und menschenunwürdige Bedingungen. Ausgerechnet dieser Mann verliebt sich später in Lilly Curtius, die bereits ein Kind mit einem nationalsozialistischen Klinikdirektor hat. Arnold steht zwar auf der richtigen Seite der Geschichte, doch er misstraut der jungen bundesrepublikanischen Demokratie. Seinen Kindern gegenüber ist er kühl und distanziert, im Hause Münster herrscht ein ohrenbetäubendes Schweigen. Nach Arnolds Tod im Jahr 1990 werden Historiker auf seine Rolle im Widerstand aufmerksam. Sein Sohn Nikolaus Münster entdeckt einen umfassenden Nachlass und schreibt ein Buch darüber: „Das lange Schweigen“ vermittelt einen neuen Blick auf den Vater, auf einen zerrissenen, traumatisierten, intellektuellen Menschen. Ein Auszug.

Zu Beginn seiner Haftzeit bekennt sich Arnold offen zu seinen Aktivitäten und hält sie auch weiterhin für vollkommen richtig. Im Laufe des Jahres 1937 stellt das Gefängnispersonal einen Wandel fest,

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