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05-02-24 03:12:00,

Katja Hoyer

Diesseits der Mauer

Von Spiegel bis SZ schäumten die Leitmedien über dieses Buch einer jungen deutschen Historikerin, die in England lebt. Es beschönige das Leben in der DDR, so einer von mehreren Vorwürfen. Dabei verschweigt Katja Hoyer die negativen Seiten überhaupt nicht: Mauertote, Stasi-Aktivitäten, Mangelwirtschaft – das alles und noch mehr wird umfassend behandelt. Was die westdeutschen Medien wirklich stört, ist, dass Hoyer ebenso aufzeigt, wo die DDR der BRD voraus war. Die höchste Frauenbeschäftigungsquote weltweit, ein Drittel Arbeiterkinder an Universitäten, ein Leben ohne materielle Existenzängste, höchst erfolgreiche Entwicklungshilfeprojekte in der „Dritten Welt“. Zudem erklärt die Autorin die Gründe für den Mangel, die oft in westlichen Blockaden oder sowjetischen Kürzungen bestanden – und wie die DDR-Führung dies zu beheben suchte. Darüber hinaus kommen viele normale Menschen zu Wort, die ihre Lebensumstände in der DDR schildern und das Buch deshalb lesenswerter machen als die üblichen Abhandlungen aus der West-Perspektive.

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