Transition News:ㅤBefreit sich Südafrika vom «Stockholm-Syndrom»?

11-02-24 11:04:00,

Veröffentlicht am 12. Februar 2024 von WS.

Wer dem weissen Kaninchen folgt, sieht das Wunderland mit anderen Augen!
Alice im Wunderland

Welchem Kaninchen (oder Krokodilen) wird Südafrika nach den Wahlen im Mai dieses Jahres folgen? Erstmals besteht die Möglichkeit seit 1994 (erste freie und demokratische Wahlen), dass der ANC (African National Congress, gegründet 1912, verboten 1960-1990) die 50%-Hürde nicht schafft, um alleine weiter zu regieren. Neues Regierungsblut täte dem stagnierenden Land sehr gut.

Denn gerade bei den bei den letzten beiden Wahlen hatte man als Beobachter den Eindruck, dass sich die südafrikanischen Wähler, insbesondere die deutliche schwarze Mehrheit, wie in einem Stockholm-Syndrom* mit dem ANC gefangen sieht: Irgendwie kann man doch gar nicht anders, als diejenigen zu wählen, die einem 1990 und die Jahre davor aus den Fängen der Apartheid befreit haben, auch wenn viele dieser alten Kämpen nicht mehr aktiv oder gar am Leben sind.

Allerdings gibt es auch unerfreuliche Koalitionsszenarien, sollte der ANC die 50% nicht schaffen. Wir werden auf diese in einem zweiten Teil eingehen, zuerst aber eine Bestandesaufnahme dieses so grossartigen Landes.

Die Probleme eines nie ganz erwachsen gewordenen Postapartheid-Südafrikas lassen sich in vier Hauptkategorien zusammenfassen:

  • 1. Wirtschaft
  • 2. Staatsbetriebe und Korruption
  • 3. Kriminalität versus Sicherheit
  • 4. Bildung

1. Wirtschaft

Wuchs die Wirtschaft, insbesondere zur Präsidialzeit von Mandela-Nachfolger Thabo Mbeki (1998-2008) um teilweise 6% pro Jahr und schuf damit auch viele Arbeitsplätze,

 » Lees verder op ‘Transition News’: …