Transition News:ㅤSenegals neuer Präsident: Vom Gefängnis direkt in den Präsidentenpalast

28-03-24 06:45:00,

Veröffentlicht am 28. März 2024 von DF.

Die Präsidentschaftswahl in Senegal, die am Sonntag stattfand, markiert einen Triumph für die Demokratie in diesem westafrikanischen Land. Wie die Medien berichteten, konnten sich die Demonstranten auf der Strasse und das höchste Gericht des Landes durchsetzen. Trotz der Schikanen des bisherigen Präsidenten Macky Sall gegenüber der Opposition und seinem Versuch, die Wahl zu verschieben fand diese wie geplant statt – und der bisherige Präsident trat nicht erneut an, wie es die Verfassung vorsieht.

Das Ergebnis dieser Wahl dürfte für den Westen und insbesondere für Frankreich schmerzhaft sein. Denn Gewinner Bassirou Diomaye Faye verspricht einen Bruch mit der Vergangenheit – und das bedeutet auch einen Bruch mit Paris, der ehemaligen Kolonialmacht.

Die antifranzösische Welle, die sich durch Westafrika bewegt, ist im Falle des Senegals keine Folge eines Militärputsches, sondern spiegelt den Willen der wählenden Bevölkerung wider. Doch während die Beweggründe für eine Unabhängigkeit von ehemaligen Kolonialmächten nachvollziehbar sind, haben es die Putschregierungen von Guinea bis Niger bisher nicht geschafft, den Menschen mehr Perspektiven oder Sicherheit zu bieten. Die Annäherung an Russland hat daran bisher nichts geändert.

Die neue Regierung Senegals steht nun vor der Herausforderung, zu beweisen, dass sie mehr zu bieten hat als den Ersatz des Einflusses der Kolonialmacht Frankreich durch Russland: nämlich echte Verbesserungen. Sie trägt die Verantwortung, sich nach fünf Jahren dem demokratischen Urteil darüber zu stellen, ob ihr das gelungen ist.

Bassirou Diomaye Faye versicherte in seiner ersten öffentlichen Erklärung,

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