Gastbeitrag: Überfall auf Syrien! | Die unheimliche Koalition | Einheit der Feinde | Domino Effekt! | Entstaatlichung für die NWO! | www.konjunktion.info

Gastbeitrag: Überfall auf Syrien! | Die unheimliche Koalition | Einheit der Feinde | Domino Effekt! | Entstaatlichung für die NWO! | www.konjunktion.info

07-08-18 01:18:00,

Gastbeitrag von Enkidu Gilgamesh – Verantwortlich für den Inhalt und dessen Richtigkeit ist alleine der Gastautor. Der Inhalt muss nicht zwingend die Meinung des Betreibers von http://www.konjunktion.info wiederspiegeln. Eventuelle Anfragen, Ansprüche, o.ä. sind direkt an den Gastautor zu stellen. Eine Veröffentlichung auf einer anderen Plattform als http://www.konjunktion.info ist zuvor mit dem Gastautor Enkidu Gilgamesh abzuklären. Urheberrechte usw. liegen allein beim Gastautor Enkidu Gilgamesh.

Geld kann alles verkehren! Der Petrodollars ruiniert den gesamten Mittleren Osten.
Wasser für Fracking von Erdöl und Erdgas, am Boden, und in der Luft!
Flucht, Vertreibung, Entvölkerung, Entstaatlichung, Okkupation und Ausbeutung!
Wissen ist Macht, Dummheit macht dich zum Opfer!
In Syrien zerschellen gleich mehrere möchtegern Welt-Imperien!

INHALT

  1. Überfall auf Syrien!
  2. Die Vereinigung der Feinde!
  3. Beisand von Iran und Russland
  4. Krieg um Wasser
  5. Domino Effekt
  6. Die geostrategische Bedeutung von Yemen und Syrien
  7. Überleben, entweder die USA oder das Imperium (NWO)
  8. Entstaatlichung als Herrschaftsprinzip der NWO
  9. Weitere Quellen zur Recherche

1. Überfall auf Syrien!

Welche Zuversicht,
welche Sicherheit,
welcher Profit,
welche Notwendigkeit und
welche Alternativlosigkeit hat so viele gegeneinander verfeindete Parteien in eine Kriegsallianz gegen Syrien gebracht?

Nun, ich könnte einfach sagen: Es geht wieder mal um Erdöl, Erdgas, Petrodollar, Macht und Vorherrschaft. Schließlich braucht jeder ein bisschen von alldem. Viele potentielle Leser würden mit dem Standardargument reagieren: “Das sind doch nur Verschwörungstheorien.”

Liebe Leser, es gibt nicht nur theoretische Verschwörungen in Form von strategischen Planungen in den Spezialzirkeln der Geheimdienste, Großkonzerne, Großbanken und kriminellen Netzwerke, sondern immer wieder auch die praktische Umsetzung der Verschwörungen. An Syrien haben sich die Verschwörer schon seit 1949 die Zähne ausgebissen.

Die CIA gibt zu, den Putschversuch in Syrien im März 1949 organisiert zu haben.

Ich könnte hier die ganze Kette der gescheiterten Versuche aufreihen, aber das würde diesen Artikel sprengen. Bitte recherchiert selbst. Ihr könntet z.B. hier beginnen, um von dort aus an die Urquelle zu gehen.

Declassified CIA Report Exposes Over 25 Years of U.S. Plans to Destabilize Syria
A CIA report, drafted in 1986, details the agency’s “purposely provocative” analysis of the regime’s vulnerabilities and the potential to destabilize and oust then-President Hafez al-Assad.

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Abgeordnete aus Berlin und Brüssel fordern Lösung für Julian Assange

Abgeordnete aus Berlin und Brüssel fordern Lösung für Julian Assange

07-08-18 06:16:00,

Julian Assange auf dem Balkon der ecuadorianischen Botschaft (2012). Bild: wl dreamer/CC BY-SA-3.0

Aufruf wendet sich an Regierungen von Großbritannien und Ecuador. WikiLeaks-Gründer ist seit sechs Jahren im Botschaftsasyl

Linke Abgeordnete aus dem Bundestag und dem Europaparlament haben sich für eine rasche Lösung des Asyl-Dramas um den Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, ausgesprochen.

Aus Anlass des jüngsten Besuchs des ecuadorianischen Präsidenten Lenín Moreno in Großbritannien und Äußerungen aus Quito zu dem Fall “drängen wir alle Seiten, vor allem aber die britische Regierung, eine rasche Lösung zu ermöglichen”, heißt es in dem Dokument, das online verbreitet wurde. Zugleich kritisierten die Unterzeichner die “De-facto-Gefangenschaft in den engen Räumen der ecuadorianischen Botschaft in London” als eine “empörende Verletzung der Menschenrechte mitten in Europa”.

Die Abgeordneten der Linkspartei erachten ein Gutachten des Interamerikanischen Gerichtshofes für Menschenrechte für wichtig, das den ecuadorianischen Staat verpflichtet, sich für das Wohlbefinden von Personen einzusetzen, die in diplomatischen Vertretungen Schutz gesucht haben. Man hoffe, “dass die ecuadorianische Regierung auf Basis der richterlichen Einschätzung ihrer humanitären und rechtlichen Verpflichtung weiterhin nachkommt, Julian Assange als politisch Verfolgtem uneingeschränkt Schutz zu gewähren, und ihn weder an Großbritannien, die USA oder alliierte Regierungen ausliefert”, schreiben die Unterzeichner.

Die Kappung der Internet- und sonstigen Medienverbindungen von Julian Assange in den Räumen der Botschaft von Ecuador in London sehen sie als Verschärfung der ohnehin harten Bedingungen. “Wir halten die Beteuerungen von US-Justizminister Jeff Sessions für alarmierend, der die Festnahme Julian Assanges zu seinen ‘Prioritäten’ erklärt hat”, fügen sie an.

Die Gefahr einer Auslieferung an eine unberechenbare Regierung in den USA sei größer denn je. “Dies wiegt umso schwerer, als die Arbeitsgruppe zum Thema willkürliche Inhaftierungen der Vereinten Nationen die verschiedenen Formen der Freiheitsberaubung, denen Julian Assange ausgesetzt wurde, als eine Form der willkürlichen Inhaftierung verurteilt hat, ohne dass Großbritannien oder andere Regierungen von EU-Mitgliedsstaaten daraus politische Konsequenzen gezogen hätten”, bekräftigen die Abgeordneten.

“Premierministerin Theresa May und Präsident Lenín Moreno, wir appellieren an Sie: Sorgen Sie für die Freilassung und einen effektiven Schutz von Julian Assange”, heißt es in dem Text, der von Sevim Dagdelen, Diether Dehm, Anke Domscheit-Berg, Sylvia Gabelmann, Heike Hänsel, Ulla Jelpke, Achim Kessler, Martina Michels, Amira Mohamed Ali, Zaklin Nastic, Sören Pellmann, Eva-Maria Schreiber,

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Hamburg: Polizei will Software zur Gesichtserkennung dauerhaft einsetzen

Hamburg: Polizei will Software zur Gesichtserkennung dauerhaft einsetzen

06-08-18 02:28:00,

Die Hamburger Polizei will künftig dauerhaft Software zur Gesichtserkennung in Bild- und Videoaufnahmen einsetzen, um Personen zu identifizieren. Mit dem Programm, das seit März in der G20-Sonderkommission im Einsatz ist, können ErmittlerInnen im Nachgang einer Straftat Aufnahmen nach Personen durchforsten. Jetzt soll der Einsatz ausgeweitet werden, schreibt die taz unter Berufung auf einen Polizeisprecher.

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Über die Funktionsweise des Gesichtserkennungsprogramms ist bislang wenig an die Öffentlichkeit gelangt. Laut taz kann es Gesichter in Videoaufnahmen anhand biometrischer Merkmale wiedererkennen, herausfiltern und speichern. Ob bei der Software auch eine Inverssuche zum Einsatz kommt, also der Abgleich mit vorhandenen Aufnahmen aus Polizeiakten oder Melderegistern, ist nicht bekannt. Technisch wäre das längst möglich. Von welchem Hersteller das verwendete Programm stammt, möchte die Polizei ebenso nicht sagen.

Seit letztem Jahr dürfen Polizei und Geheimdienste automatisiert auf biometrische Pass- und Ausweisdaten zugreifen. Durch den Einsatz von Gesichtserkennungsprogrammen wird Realität, wovor Datenschützer seit Einführung der biometrischen Ausweisbilder warnen: Die Gesichter der Menschen werden zu einem Identifizierungsmerkmal, das in Datenbanken landet und automatisiert analysiert werden kann.

Diese Entwicklung hält der hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar für verfassungsrechtlich bedenklich, schreibt die taz:

Die automatisierte Gesichtserkennung setzt eine möglichst große Menge personenbezogener Daten voraus. „Wenn das Verfahren dazu führt, dass von allen auf dem Bildmaterial abgebildeten Personen individuelle Gesichts-IDs erstellt werden, über die eine biometrische Analyse läuft, werden massenhaft Daten Unbeteiligter über längere Zeiträume in Datenbanken gespeichert.“ Es sei davon auszugehen, dass die Betroffenen darüber nicht informiert werden, und sich folglich auch nicht juristisch wehren können, moniert Caspar.

Wundermittel „intelligente Videotechnik“

Nicht nur in Hamburg kommt vermehrt sogenannte „intelligente Videotechnik“ zum Einsatz. Am Bahnhof Berlin-Südkreuz läuft derzeit ein Versuch mit verschiedenen Programmen – anders als in Hamburg geschieht die Erkennung allerdings in Echtzeit. Nach einer ersten Testreihe zur Gesichtserkennung erproben die Sicherheitsbehörden dort aktuell Technik zur Erkennung und Intervention bei „auffälligem Verhalten“.

Über die Gesichtserkennungsprogramme in Berlin und Hamburg sprechen die beiden JournalistInnen Katharina Schipkowski und Erik Peter auch in einer Folge des taz-Podcasts „Lokalrunde“.

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Das Attentat in Caracas – Zwischen Gänsefüßchen und Bekenner-Schreiben – www.NachDenkSeiten.de

Das Attentat in Caracas – Zwischen Gänsefüßchen und Bekenner-Schreiben – www.NachDenkSeiten.de

06-08-18 01:04:00,

6. August 2018 um 12:41 Uhr | Verantwortlich:

Das Attentat in Caracas – Zwischen Gänsefüßchen und Bekenner-Schreiben

Veröffentlicht in: Erosion der Demokratie, Länderberichte

Caracas. Samstag, 4. August 2018, 5:41 Uhr des späten Nachmittags. Auf der über die Landesgrenzen hinaus bekannten Avenida Bolívar ehrt die venezolanische Regierung mit einer festlichen Gala-Parade den 81. Jahrestag der Gründung der Bolivarischen Nationalgarde. Auf einer Tribüne hält Präsident Nicolás Maduro eine kämpferische Festrede mit einem Aufruf, nun sei die Zeit für die wirtschaftliche Erholung Venezuelas gekommen. Ein Bericht von Frederico Füllgraf.

In der Video-Live-Übertragung ist plötzlich ein Knall zu hören. Maduro und die ihn Umgebenden, darunter seine Ehefrau Cilia Flores, zucken zusammen, schauen besorgt nach oben. Für Momente wird die Rede unterbrochen. Im Schnittbild einer zweiten Kamera ist zu sehen, wie die auf der Allee strammstehenden Soldaten die Reihen der Gedenkfeier brechen und in sämtliche Himmelsrichtungen davonlaufen, um in Deckung zu gehen. Die Übertragung wird nun endgültig unterbrochen.

Über soziale Netzwerke wird Minuten später ein Videoausschnitt verbreitet, der die blitzschnelle Sicherung Maduros mit Schildern und selbst einem Regenschirm durch seine Leibwächter zeigt. Im Hintergrund sind der geschriene Befehl „In Deckung, in Deckung – abschotten, Castillo!“ und die aufheulenden Sirenen losbrausender Regierungsfahrzeuge zu hören.

Drohnen mit Sprengstoff und offizielle Reaktionen

In einer schon kurze Zeit später landesweit ausgestrahlten Fernsehübertragung erklärte Informationsminister Jorge Rodríguez, erste Untersuchungen hätten „eindeutig belegt, dass es sich um ein Attentat mit drohnenähnlichen Fluggeräten auf die Person des verfassungsmäßigen Präsidenten der Bolivarischen Republik Venezuela, Nicolás Maduro Moro”, gehandelt habe. Laut Rodríguez hätten „mehrere Fluggeräte in der Nähe der Präsidenten-Tribüne und Teilbereichen der Parade Sprengladungen detonieren lassen”. Innenminister Néstor Reverol machte am 5. August nähere Angaben zum Geschehen. So seien zwei Drohnen, beladen mit je 1,0 Kg des C4-Plastiksprengstoffs, explodiert, bevor sie ihr Ziel erreichten. Der Anschlag habe niemanden getötet, jedoch sieben Gendarmen der Bolivarischen Nationalgarde verletzt.

In einem halbstündigen Fernsehauftritt am späteren Samstagabend schilderte der Staatspräsident die Vorgänge aus erster Hand. „Ein Fluggerät explodierte vor mir – eine beeindruckende Explosion, Kameraden! … Zunächst dachte ich, da seien Feuerwerke außer Kontrolle geraten oder so ein Ding sei zum Abschluss des Festakts abgefeuert worden … Doch dann bemerkte ich,

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Ryanair: Die Hölle friert zu – www.NachDenkSeiten.de

Ryanair: Die Hölle friert zu – www.NachDenkSeiten.de

06-08-18 09:44:00,

6. August 2018 um 9:05 Uhr | Verantwortlich:

Ryanair: Die Hölle friert zu

Veröffentlicht in: Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik, Globalisierung, Verkehrspolitik

Der kommende Freitag könnte ein Schwarzer Freitag für Ryanair werden. Der nach Passagierzahlen größten Airline Europas droht mitten in der Urlaubssaison der größte Streik ihrer 34-jährigen Firmengeschichte. Es könnte zu Pilotenstreiks in sechs Ländern kommen, auch das Kabinen-Personal und Fluglotsen sind in Unruhe. Der Streik verspricht auch deshalb historisch zu werden, weil hier ein skrupelloser Konzern durch konzertiertes Vorgehen organisierter Lohnabhängiger europaweit in die Zange genommen wird. Von Elmar Wigand.

Der ehemalige KPMG-Berater Michael O’Leary hat Ryanair in der Finanzoase Irland nach allen Regeln der hohen Künste Steuervermeidung und Sozial-Dumping aufgebaut. Ryanair besitzt eine Flotte von über 450 Flugzeugen an 87 Standorten in Europa. Das Unternehmen versteht es meisterhaft, Subventionen, Schlupflöcher und mangelhafte Regulierung in einzelnen Ländern zu nutzen und ausgefuchste Vertragskonstruktionen zu entwerfen, um die Beschäftigten verschiedener Standorte gegeneinander auszuspielen. Das Bild einer Europäischen Union, in der die Lohnabhängigen in einem Hauen und Stechen um Arbeitsplätze und Standortvorteile quasi übereinander herfallen, wird durch Konzerne wie Ryanair erzeugt. Es ist gut, dass sich endlich konstruktive Gegenwehr regt.

Piloten aus Irland, Belgien, Schweden und den Niederlanden wollen die Arbeit niederlegen. Die Vereinigung Cockpit informiert am kommenden Mittwoch in Frankfurt über Streikmaßnahmen. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte die britische Arline Pilots Association (BALPA) einsteigen, die nach unbefriedigenden Tarifverhandlungen eine Urabstimmung vorbereitet. In London-Stansted liegt das logistische Drehkreuz von Ryanair, ein Viertel der Ryanair-Flüge gehen von oder nach Großbritannien.

Unklar ist, ob auch die Internationale Transportarbeiter Föderation (ITF), ein Gewerkschaftsdachverband im Transportgewerbe, zu dem auch Verdi gehört, das Kabinenpersonal erneut zu Streiks aufrufen wird. Die ITF hatte mit mit zwei Streiktagen am 25. + 26. Juli durch Flugbegleiter aus Portugal, Spanien, Italien und Belgien einen Ausfall von 600 Flügen herbei geführt.

Der Zeitpunkt scheint äußerst günstig. Das europäische Flugverkehrsnetz steht auch ohne Streiks schon vor dem Kollaps. Maßloses Wachstum der Passagierzahlen bei gleichzeitigem profit-getriebenen Sparzwang, organisatorisches Chaos durch ein Dickicht aus ausgelagerten Sub-Unternehmen (“Optimierung der Wertschöpfungskette” nach McKinsey), katastrophale Personalausstattung bei Sicherheitspersonal, Fluglotsen, Piloten und Einsatzzentralen (Dispatcher) haben zu einer derart wackligen Situation geführt, dass kleine Stöße schon zum Zusammenbruch führen können.

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Kohleabbau mit dramatischen Folgen in Kolumbien

Kohleabbau mit dramatischen Folgen in Kolumbien

06-08-18 09:42:00,


Hans-Peter Schmutz / 06. Aug 2018 –

Der Bergbau-Konzern El Cerrejón beeinträchtigt die Lebensgrundlagen der indigenen Gemeinschaften im Nordosten Kolumbiens.

Red. Gegen Ende des Jahres 2017 besuchte eine international zusammengesetzte «Beobachtungsmission Gesundheit, Umwelt und Bergbau in der Guajira» mehrere indigene Gemeinschaften im Departement Guajira in Kolumbien. Hans-Peter Schmutz nahm an dieser Exkursion teil und berichtet, wie sich der Kohleabbau auf die indigenen Wayuu-Gemeinschaften auswirkt. Schmutz, ausgebildeter Betriebsökonom und Raumplaner, war in der Schweiz in den Bereichen Energie sowie Raumplanung tätig, engagiert sich in Nichtregierungsorganisationen und lebt zurzeit in Südamerika.

Die vom kolumbianischen Anwaltskollektiv José Alvear Restrepo CAJAR und der Nichtregierungsorganisation CENSAT organisierte Mission hatte zum Ziel, insbesondere die vom Kohleabbau betroffenen Wayuu-Gemeinschaften anzuhören und sich vor Ort von ihrer Situation in Bezug auf Gesundheit, Zugang zu Wasser und Umwelt ein Bild zu machen. Nun wurde auch ein entsprechende Bericht* verfasst.

Im besuchten Gebiet betreibt das Unternehmen Cerrejón eine der weltweit grössten Kohlemine im Tagebau. Am Unternehmen sind die Konzerne BHP-Billiton, Anglo-American und Glencore – letztere mit Sitz in Zug – zu je einem Drittel beteiligt. Die jährliche Produktion beträgt um die 32 Millionen Tonnen Kohle. Die entsprechende Abbau-Konzession dauert noch bis ins Jahr 2033.

Kohle-Tagbaumine der Firma Cerrejón: Konzession bis 2033. Foto: A.L. Schmutz

Wayuu-Gemeinschaft verliert ihr Territorium

Insgesamt werden durch die Cerrejón Limited um die 70’000 Hektaren Land in Anspruch genommen; das entspricht der dreifachen Fläche des Kantons Zug. Im Departement Guajira werden heute viel weniger Nahrungsmittel produziert als noch vor 30 Jahren. Dies hängt gemäss den Aussagen des früheren Planungssekretärs des Departements Guajira auch damit zusammen, dass sich das Kohleabbau-Terrain der Unternehmung Cerrejon Limited in einem für den Anbau von Nahrungsmittel günstig gelegenen Gebiet befindet.

Der Lebensraum der Wayuu-Gemeinschaften, welche vorher als Nomaden in diesem Gebiet lebten, wird massiv beschnitten. Viele Dörfer befinden sich in unmittelbarer Nähe der Mine und leiden unter den entsprechenden negativen Auswirkungen der Bergbautätigkeit, unter anderem an Feinstaubbelastung und Wasserverschmutzung. Die Möglichkeiten zum Gemüseanbau, zum Jagen und zur Viehhaltung sind praktisch nicht mehr vorhanden oder stark eingeschränkt. Bereits mussten einige Dorf-Gemeinschaften umgesiedelt werden.

Doch auch Umsiedlungen lösen die Probleme nicht. So erklärte uns Jairo Fuentes Epiau, der Cabilde, der Vorsitzende des Dorfes Tamaquito II (so der Name nach der Umsiedlung),

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VIPS-Memorandum an Trump: Geheimdienstinformation über Iran könnte katastrophale Auswirkungen haben – www.NachDenkSeiten.de

VIPS-Memorandum an Trump: Geheimdienstinformation über Iran könnte katastrophale Auswirkungen haben – www.NachDenkSeiten.de

06-08-18 09:23:00,

6. August 2018 um 11:00 Uhr | Verantwortlich:

VIPS-Memorandum an Trump: Geheimdienstinformation über Iran könnte katastrophale Auswirkungen haben

Veröffentlicht in: Das kritische Tagebuch

Wieder werden die Kriegstrommeln gerührt – diesmal gegen den Iran. Falls die Warnung der Veterans Intelligence Professionals for Sanity (VIPS) erneut ignoriert wird wie vor dem Irakkrieg, werden diesmal die Folgen noch katastrophaler sein. Ein Memorandum der Veteran Intelligence Professionals for Sanity, für die NachDenkSeiten aus dem Englischen übersetzt von Josefa Zimmermann.

MEMORANDUM AN: Den Präsidenten
VON: Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS)
BETREFF: Fehleinschätzung der Geheimdienste über den Iran

Herr Präsident,

als die Regierung George W. Bush vor 15 Jahren den Angriff auf den Irak vorbereitete, konnten wir keinen zwingenden Grund für einen Krieg erkennen. Wir beschlossen aber dennoch, Präsident Bush zuzugestehen, dass er sich von Vizepräsident Dick Cheney und anderen hat täuschen lassen. Wir gingen von der Möglichkeit aus, dass er den Beweisen des Geheimdienstes vertraute, die Colin Powell den Vereinten Nationen als “unwiderlegbaren und unleugbaren” Beleg für Massenvernichtungswaffen im Irak und für eine „dunkle Verbindung“ zwischen Saddam Hussein und al-Qaida vorgelegt hatte.

Für uns Mitglieder von VIPS war jedoch klar, dass Powells „Geheimdienstbeweise“ falsch waren. So legten wir Präsident Bush am selben Nachmittag, dem 5. Februar 2003, ein Memorandum wie dieses vor und empfahlen ihm dringend, sich beraten zu lassen, und zwar „über den Kreis jener Berater hinaus, die eindeutig Krieg wollen, für den wir keinen zwingenden Grund erkennen können und von dem wir glauben, dass die unbeabsichtigten Folgen katastrophal sein werden“.

Es ist für uns keine Genugtuung, dass wir mit unserer Prognose einer politischen und humanitären Katastrophe im Irak Recht behielten, auch wenn niemand auf uns hörte. Die meisten Amerikaner erfuhren nur, die Geheimdienste hätten sich geirrt. Das trifft aber nicht zu. Es war ein totaler Betrug, an dem leider einige unserer früheren Kollegen beteiligt waren.

Fünf Jahre nach der Rede Powells nahm der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses kein Blatt vor den Mund, als er das wichtigste gemeinsame Ergebnis einer fünf Jahre arbeitenden Komission bekannt machte. Er sagte: „Indem sie die Argumente für einen Krieg vorbrachte, stellte die Regierung wiederholt Informationen als Tatsache dar, obwohl sie in Wirklichkeit unbegründet, widersprüchlich oder gar nicht existent waren.

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Hitzewelle und Waldbrände: Auf jeden Fall Mensch gemacht – aber vielleicht ganz anders als wir alle denken? | www.konjunktion.info

Hitzewelle und Waldbrände: Auf jeden Fall Mensch gemacht – aber vielleicht ganz anders als wir alle denken? | www.konjunktion.info

06-08-18 09:13:00,

Während Europa unter einer Hitzewelle stöhnt, während in Griechenland fast 100 Menschen aufgrund von Waldbränden ums Leben gekommen sind und während auch die Behörden im Westen der USA immer mehr Brände (aktuell fast 2.000) melden, machen unsere Hochleistungspresse und unsere Politiker allein den “Mensch gemachten Klimawandel” dafür verantwortlich.

Waldbrände USA - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.fireweatheravalanche.orgWaldbrände USA - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.fireweatheravalanche.org

Waldbrände USA – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt http://www.fireweatheravalanche.org

Selbstredend kommt niemand in den Redaktionsstuben auf den Gedanken, dass es auch Geo-/Climate Engineering Programme gibt, die Auslöser der aktuellen Entwicklung sein könnten:

Obwohl es unzählige Formen von menschlicher Aktivität gibt, die das Klima und die Biosphäre schädigen, sind illegale globale Climate Engineering- / Solarstrahlungs-Management-Operationen ein Hauptursachenfaktor für die katastrophale Waldbrände auf der ganzen Welt (die offiziellen Quellen nicht offen legen). Das Climate Engineering unterbricht vollständig den Wasserkreislauf, löst zunehmende Trockenblitze aus, zerstört die Ozonschicht, kontaminiert Böden und bedeckt alles auf Bodenhöhe mit einem Brandstaub (aufgrund der Auswirkungen von Atmosphären-Sprühprogrammen). Das 10-minütige Video unten [am Ende des Artikels, Anm. http://www.konjunktion.info] erläutert die direkte Auswirkung von Geoengineering-Operationen auf Waldbrände, ihr Verhalten und ihre Häufigkeit. Geoengineering ist nichts anderes als Wetterkrieg.

Andere westliche Infernos aus der jüngsten Vergangenheit bestätigen ebenfalls die Auswirkungen von Interventionen im Bereich des Klimawandels. Die untenstehende Satellitenanimation wurde am 11. Oktober 2017 aufgenommen. Es ist wichtig, diese sorgfältig zu prüfen. Anomale, gegenläufige und extreme Windmuster über der Kernzone des Waldbrandes waren ein wichtiger Faktor bei der Feuersturmkatastrophe, die in der kalifornischen Region Santa Rosa auftrat. Alle offiziellen Quellen ignorieren weiterhin jede Diskussion über die laufenden illegalen Climate Engineering-Operationen und lassen sie weg.

(Though there are countless forms of human activity damaging the climate and biosphere, illegal global climate engineering / solar radiation management operations are a primary causal factor fueling catastrophic wildfires all over the globe (which official sources are not disclosing). Climate engineering is completely disrupting the hydrological cycle, triggering increasing dry lightning, destroying the ozone layer, contaminating soils, and covering everything at ground level with an incendiary dust (due to the fallout from atmosphere spraying programs). The 10 minute video below (ANP: the final video at the bottom of this story) elaborates on the direct effect geoengineering operations are having on forest fires, their behavior and their frequency. Geoengineering is nothing less than weather warfare.

Other recent western infernos also confirm the impact of climate intervention operations.

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Zehntausende demonstrieren gegen Israels “Nationalitätsgesetz”

Zehntausende demonstrieren gegen Israels “Nationalitätsgesetz”

05-08-18 03:05:00,

Zehntausende demonstrieren gegen Israels “Nationalitätsgesetz”

Zehntausende Israelis haben am Samstagabend in Tel Aviv gegen das “Nationalitätsgesetz” protestiert. Das im Juli verabschiedete Gesetz verankert Israels Status als jüdischen Nationalstaat – und wird von Minderheiten, aber auch vielen jüdischen Israelis, als diskriminierend kritisiert.

Das Gesetz legt auch fest, dass der Bau jüdischer Gemeinden in Israel besonders gefördert werden soll. Hebräisch wird zur offiziellen Landessprache erklärt, während Arabisch – bisher zweite Amtssprache – nur noch einen “Sonderstatus” erhält.

Tamir Pardo, früherer Chef des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, bezeichnete die Verabschiedung des Gesetzes als “Ungerechtigkeit gegenüber 20 Prozent der israelischen Bevölkerung”. “Es geht nicht darum, welche Partei man wählt. Das ist eine Frage der Werte”, zitierte ihn die Times of Israel.

Auch Präsident Reuven Rivlin äußerte sich negativ über das Gesetz. Hunderte Künstler und Schriftsteller forderten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in einem Brief dazu auf, das Gesetz wieder abzuschaffen. (dpa)

Mehr zum Thema – Ist Zionismus eine Vorbedingung bei Airbnb?

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Wenn “nicht-authentisches Verhalten” zur Sperrung führt

Wenn “nicht-authentisches Verhalten” zur Sperrung führt

05-08-18 03:05:00,

Von der gesperrten Facebook-Seite Resisters

Vor den Zwischenwahlen in den USA sorgt die Verschwörungstheorie über die Wahlbeeinflussung für neue Sperrungen von Facebookseiten. Betroffen sind auch erklärte Trump-Gegner

Das Onlinenetzwerk Facebook hat in den USA 32 Facebook-Seiten und vermeintliche Fake-Konten gelöscht, die angeblich aus dem Ausland gesteuert wurden. Sie hätten sich durch “koordiniertes nicht-authentisches Verhalten” von normalen Nutzern unterschieden und verdächtig gemacht, begründet Facebook die Sperrung. Konkret wurde den Verantwortlichen, der am vergangenen Dienstag gesperrten Seiten “Irreführung von anderen” vorgeworfen. Ein “solches Verhalten” sei ebenso wie inicht-authentisches Verhalten auf Facebook nicht erlaubt.

Die populärsten der gelöschten Facebook-Seiten – “Aztlan Warriors”, “Black Elevation”, “Mindful Being” und “Resisters” – hätten bis zu 290 000 Follower gehabt, erklärt Facebook in einer Stellungnahme. Zwischen April 2017 und Juni 2018 hätten sie demnach etwa 150 Anzeigen für rund 11.000 Dollar in dem Netzwerk geschaltet.

Facebook ordnet diese Accounts und Seiten explizit nicht der “Trollfabrik” genannten Internet Research Agency in Russland zu. Die “Fake-Seiten” wiesen aber Ähnlichkeiten mit Techniken und Infrastrukturen auf, die laut Facebook bei Einflusskampagnen vor der Wahl 2016 von jener IRA genutzt worden seien. Die jetzt gesperrten Konten hätten noch entschiedener versucht, ihre wahre Identität zu verschleiern.

Antifaschistische und liberale Proteste im Visier von Facebook

Das Vorgehen der Behörden gegen vermeintliche ausländische Einflussnahme richtet sich auch gegen “liberale und antifaschistische Aktivisten. So wurde über die gelöschte Gruppe “Resisters” eine Antifakundgebung administriert, die sich gegen eine rechte Demonstration zum Jahrestag des rechten Marsches in Charlottesville richtete.

In der Stadt in den USA war 2017 eine Gegendemonstrantin von einem in die Menge rasenden Autofahrer getötet worden. Auch das Facebook-Event zu “No Unite The Right 2 DC” wurde entfernt. Die Aktivisten sind empört darüber, dass mit der Löschaktion nun der Eindruck entstehen könne, der für den 12. August geplante Protest sei vom Kreml gesteuert. Andrew Batcher vom Antifa-Bündnis “Shut it down” erklärte gegenüber verschiedenen Zeitungen in den USA, die Facebook-Eventseite sei zwar von “Resisters” erstellt, aber dann von anderen Gruppen übernommen worden.

Er habe keinen Beweis für ausländische Einflussnahme auf der Seite gesehen: “Der ganze Inhalt der Seite kam von lokalen Aktivisten.” So sieht Batcher die Löschung als Zensur von real existierendem Protest.

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Venezuelas Präsident Nicolás Maduro entgeht Anschlag und beschuldigt Kolumbien

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro entgeht Anschlag und beschuldigt Kolumbien

05-08-18 06:46:00,

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro entgeht Anschlag und beschuldigt Kolumbien

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro ist am Samstagabend einem Anschlag entgangen und hat umgehend seinen kolumbianischen Kollegen Juan Manuel Santos der Urheberschaft bezichtigt. Im Staatsfernsehen war eine Explosion zu hören, während Nicolás Maduro während einer Militärparade in Caracas vor tausenden Soldaten eine Rede hielt. Der Staatschef blieb dabei unverletzt. Nach Angaben des Regierungssprechers Jorge Rodríguez erlitten sieben Menschen Verletzungen.

“Ein Teil der Verantwortlichen dieses Attentats ist bereits gefasst worden”, sagte der venezolanische Staatschef kurz nach dem Zwischenfall. Er sei sich sicher, dass man ihn habe ermorden wollen. “Ich hege keine Zweifel, dass dahinter die extreme Rechte und Juan Manuel Santos stecken”, fügte Nicolás Maduro hinzu.

#EnDirecto 🔴 | Vicepresidente Sectorial Jorge Rodríguez: Cuando estaba culminando el acto de la GNB se escucharon unas detonaciones que correspondían a artefactos voladores de tipo dron que contenían una carga explosiva que detonó en las cercanías de la tarima presidencial pic.twitter.com/MO7eWQcYrl

— VTV CANAL 8 (@VTVcanal8) 4. August 2018

Befreundete sozialistische Staaten wie Bolivien, Kuba und Nicaragua solidarisierten sich mit dem Politiker. Kolumbiens Regierung wies die Vorwürfe kategorisch zurück. “Das entbehrt jeder Grundlage”, sagte ein Sprecher in Bogotá. (dpa)

Mehr zum Thema – IWF: Inflation in Venezuela erreicht bald eine Million Prozent

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Der Nicaragua-Coup

Der Nicaragua-Coup

04-08-18 01:35:00,

Einen geopolitischen Aspekt zur Situation haben viele Kritiker jedoch nicht auf dem Schirm: Den geplanten Nicaraguakanal zwischen Pazifik und Atlantik beziehungsweise dessen Nebenmeer Karibik. Denn dieser könnte die Ausnahmestellung des Panamakanals, der sich mehr oder weniger unter Kontrolle der USA befindet und dessen letzte Erweiterung erst am 26. Juni 2016 feierlich in Betrieb genommen, ernsthaft gefährden. Offenbar gibt es konkrete Vorbereitungen für den Baubeginn. Beziehungsweise es gab sie, bis Unruhen ausbrachen.

Der Gedanke „Nicaraguakanal“ kam mir auch erst heute und das eben auch, weil der Kanal bisher wenig thematisiert wurde. Dabei hatte ich vor etwa einem Jahr aus historischem Interesse Verschiedenes zum Panamakanal und dann auch zu dessen möglichem Nachfolger beziehungsweise Konkurrenzprojekt Nicaraguakanal gelesen. Wie gar nicht abwegig mein Gedanke ist, dass dieses geopolitisch außerordentlich wichtige Projekt etwas mit dem aktuellen Konflikt in Nicaragua zumindest zu einem gewissen Teil zu tun hat, zeigte dann aber schon eine kurze Internetrecherche nach „Nicaragua Kanal“ in den Google News (10).

Der deutsche regierungsnahe Think Tank SWP (Stiftung Wissenschaft und Politik), die außenpolitische Allzweckwaffe der Bundesregierung, veröffentlichte am 18. Juli 2018 einen Artikel, in dem es heißt:

„Da lautete der Vorwurf der Studentenbewegung, Ortega habe ein Feuer in einem Naturschutzpark nicht schnell genug löschen lassen, um befreundeten Großgrundbesitzen Grundstücke zukommen zu lassen. Die Gegner des 50-Milliarden-Projektes ‚Nicaragua-Kanal‘ wehren sich gegen riesige Enteignungen.“

Ich bitte Sie inständig, diesen Artikel, sollten Sie ihn sich aus dem Netz fischen, erst nach der Lektüre der oben erwähnten und unten aufgeführten Quellen durchzulesen. Der SWP-Artikel enthält so viel Gift und ist praktisch ungenießbar. Dennoch enthält er eben den Hinweis auf den Nicaraguakanal.

Ein Artikel in Spektrum weist auf den geopolitischen Zusammenhang zu China hin (11). Das entspricht auch meinem Wissensstand beziehungsweise dem, was mir als „veröffentlichte Meinung“ zum Nicaraguakanal bekannt ist. Spektrum:

„Es liegt nahe, dass es sich auch um geopolitische Beweggründe handelt, weshalb die Chinesen diese Route öffnen wollen. (…) China gehört zu den größten Abnehmern venezolanischen Erdöls, und beide Staaten sind eng miteinander befreundet. Es erscheint also logisch, dass sich die Volksrepublik sichere Alternativen sucht, auch wenn der Panamakanal heute nicht mehr unter US-amerikanischer Aufsicht steht, sondern Panama gehört.“

Auch der Mannheimer Morgen (MM) „weiß“ heute etwas zu dem Nicaragua-Kanal zu berichten und der MM-Artikel klingt,

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Der Wahnsinn der Normalität

Der Wahnsinn der Normalität

04-08-18 01:35:00,

Herr Mies, Sie publizieren viel zu Krieg und dem sogenannten Tiefen Staat. Wie würden Sie die aktuelle Weltlage skizzieren und warum ist Aufklärung über den Tiefen Staat Ihrer Ansicht nach notwendig?

Zunächst will ich mich ganz kurz auf die aktuelle Weltlage beziehen. Da sehe ich Chaos auf der ganzen Linie, Herr Wernicke. Chaos als die letzte Vorstufe zur Dystopie! Es geht realiter um das Endspiel des Planeten, bevor er sich der Spezies Mensch entledigt.

Dieses Chaos ist nicht vom Himmel gefallen, sondern Menschen gemachtes Resultat der ökonomischen, politischen und technologischen Prozesse, die Jahrhunderte zurückliegen und aufeinander aufbauen (1).

Die Spitze dieser Prozesse währt nunmehr knapp 30 Jahre. Ich meine damit konkret den Kollaps der UdSSR und den Aufstieg des US-amerikanischen und EU-Brutalkapitalismus als Formation, die ich als „neoliberalen Faschismus in Lauerstellung“ (2) bezeichne.

Die „Demokratie, wie wir sie kannten“, also die parteienbasierte parlamentarische Demokratie unter den Bedingungen des Marktradikalismus und der Herrschaft der Finanzindustrie, halte ich für ein völliges Fehlkonstrukt zur Lösung unserer Probleme. Wir leben in Scheindemokratien, die aus puren Klasseninteressen propagandistisch am Leben gehalten werden.

Das alles hört sich nicht besonders ermutigend an und reizt auch nicht zum Widerstand, wenn man sagt: Die Dystopie ist unausweichlich.

Nein, das ist sicher nicht ermutigend, aber das ist die Wirklichkeit und die Augen zu verschließen, hilft zum einen nicht weiter, zum anderen ist eine solche Haltung für denkende Menschen unwürdig. Die Dystopie ist aber nicht zwingend unabwendbar.

Sie tritt jedoch zwingend ein, wenn die Menschheit so weiter macht wie bisher. Sie tritt auch nur dann ein, wenn „die Lämmer weiter schweigen“, um den Begriff Rainer Mausfelds zu verwenden. Aktuell sieht es aber nicht danach aus, dass „die Lämmer“ sich gegen die Wölfe erheben werden. Vielleicht werden „die Lämmer“ ja durch bislang unvorhergesehene Ereignisse aus dem Schlaf gerissen, um in der Begrifflichkeit zu bleiben.

Die andere und sehr viel entscheidendere Frage ist aus meiner Sicht, ob man für fundamentale Umorientierungen in einer Gesellschaft die „schlafenden Schafe“ überhaupt aufwecken muss, oder ob nicht vielmehr eine intelligente Minderheit — „die kritische Masse“, das sind ja unter anderem auch die Leser, an die sich RUBIKON wendet — ausreicht, um das pseudo-demokratische Schmierentheater zum Einsturz zu bringen, zum Beispiel diese unsägliche große Ignoranten-Koalition in Deutschland. Denn zu keiner der überlebenswichtigen Fragen liefern die führenden Politchargen und deren Medienkomparsen irgendwelche Lösungen.

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Tagesdosis 4.8.2018 – Finanzmacht im Dunkeln: Die Wirtschaftsprüfer | KenFM.de

Tagesdosis 4.8.2018 – Finanzmacht im Dunkeln: Die Wirtschaftsprüfer | KenFM.de

04-08-18 01:30:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Die Buchstabenkombinationen KPMG, PwC, EY sowie der Name Deloitte dürften den meisten Menschen nicht viel sagen. Das ist mit Sicherheit kein Zufall, denn hinter diesen Buchstaben verbirgt sich ein Konzernmonopol, das zwar einen großen Einfluss auf unser Leben hat, sich aber ungern im Licht der Öffentlichkeit zeigt.

KPMG (steht für die Gründernamen Klynveld, Peat, Marwick und Goerdeler), Pricewaterhouse Coopers, Ernst & Young und Deloitte – so die richtigen Namen – beherrschen das weltweite Geschäft der Wirtschaftsprüfung. Ihr eigentlicher Job ist es, die Buchhaltung und Bilanzierung von Konzernen zu prüfen. Das klingt sehr trocken und dürfte es in den meisten Fällen wohl auch sein.

Aber diese Unternehmen sind auch auf zwei weiteren Geschäftsfeldern aktiv, die sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zu ihrem Schwerpunkt entwickelt haben und die ihnen zurzeit gut 75 Prozent ihrer Gewinne einbringen: Es geht um die Steuer- und die Finanzberatung, oder, um den tatsächlichen Sachverhalt etwas treffender zu beschreiben: die Steuervermeidung und die Spekulationsberatung.

Dabei handelt es sich um ein überaus lukratives Geschäft. Die in diesem Bereich tätigen „Big Four“ beschäftigen weltweit mehr als 800.000 Angestellte und setzen dabei jährlich mehr als 120 Milliarden Euro um. Sie beraten in Deutschland 142 von 160 börsennotierten Unternehmen, in den USA und in Großbritannien sogar 99 Prozent der in den nationalen Aktienindizes gelisteten Konzerne.

Es ist kein Geheimnis, dass globale Konzerne jede Möglichkeit nutzen, um Steuerzahlungen zu vermeiden. Weniger bekannt ist, wie groß, wie gut organisiert und vor allem wie zentralisiert das weltweite Reservoir an Experten ist, auf die sie zurückgreifen können und wie sehr diese der Allgemeinheit schaden.

Während arbeitende Menschen einen erheblichen Anteil ihres Einkommens in Form von Steuern an den Staat abführen müssen, sieht das bei den großen Konzernen anders aus. Hier zwei willkürlich herausgegriffene Beispiele: Das mit einem Marktwert von einer Billion US-Dollar teuerste Unternehmen der Welt, Apple, hat es mit Hilfe der Firma Deloitte geschafft, seine Steuerlast in Europa zwischen 2003 und 2014 von 1 Prozent auf 0,005 Prozent (das sind 50 Euro auf eine Million) zu drücken,

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Die UNO – Machtinstrument gegen Korea (6) | KenFM.de

Die UNO – Machtinstrument gegen Korea (6) | KenFM.de

04-08-18 01:29:00,

Wie endgültig die Weichen für den Korea-Krieg gestellt wurden.

von Peter Frey.

Mit Gründung des Staates Republik Korea im südlichen Teil der koreanischen Halbinsel, gegen den erklärten Willen der koreanischen Bevölkerung, entstand im Jahre 1948 eine brisante Situation. Das allgemein verhasste, faschistoide Regime des Syngman Rhee würde seine Macht durch Gewalt in jeder erdenklichen Richtung versuchen zu erhalten. Der als Reaktion gegründete Staat Volksdemokratische Republik Korea war auf der anderen Seite bereit, seine Souveränität militärisch zu verteidigen.  

Als das Jahr 1949 begann, war einer der ersten diplomatischen Schritte der Vereinigten Staaten von Amerika die offizielle Anerkennung der Republik Korea als souveränem Staat (1). Gleichzeitig wurde aber auch – gestützt durch den realitätsfernen UN-Bericht zum Wahlprozedere in Südkorea – ein Alleinvertretungsanspruch deklariert, dessen Mandat die USA ihrer installierten Regierung unter Syngman Rhee umgehend übertrugen. Jedem anderen staatlichen Gebilde auf koreanischem Boden als dem der Republik (Süd-)Korea wurde damit die Legitimität seitens der „Wertewächter“ entzogen.

Alleinvertretungsanspruch

Damit einher ging ein politisches Verhalten, welches auch den Deutschen bekannt sein dürfte. Das von den USA betriebene Projekt der jeweiligen Staatsgründung war auch immer das „einzig Richtige“. So ging der Hegemon zur gleichen Zeit beim großen Nachbarn China vor und das gleiche Prozedere wurde mit Gründung des Separatstaates Bundesrepublik Deutschland betrieben. Und in allen Fällen machten die USA ihren enormen Einfluss in den gerade gegründeten Vereinten Nationen geltend, die selbst betriebenen Staatsgründungen auch sofort völkerrechtlich zu legitimieren.

Umgekehrt wurde die Gründung von Völkerrechtssubjekten, die nicht unter Kontrolle der Weltmacht stattfanden, umgehend diffamiert, ja diese zu Feindstaaten erklärt. Nordkorea war von Anfang an solch ein „Feindstaat“ (b1).

Was hatten die Nordkoreaner im Jahre 1948 denn Schlimmes getan?

Sie hatten sich – und zwar auf dem Boden ihrer Heimat – lediglich für ein anderes Staatskonstrukt entschieden, als es die US-Amerikaner für sie vorgesehen hatten. Das war alles. Die UNO hatte auch 1948 nicht das Recht zu entscheiden, welche Wahl wo mit einem Völkerrechtsvotum abzustempeln war. Daher wurde diese Anmaßung von den Nordkoreanern auch zurückgewiesen. Die UN-Wahlbeobachter bekamen keinen Zugang.

Die von den USA gesteuerte politische und mediale Meinungshoheit der damaligen Zeit unterschied sich nicht groß von jener der Gegenwart.

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Die System-Propaganda

Die System-Propaganda

04-08-18 01:27:00,

Die Anfänge des Marktes sind – im Unterschied zum Mythos – mit Krieg, Ausbeutung und Plünderung verbunden und haben ihren Ursprung im antiken Griechenland. Noch bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. spielten dort Münzgeld und Handel keine Rolle. In der Aristokratie war der Handel verpönt, der Reichtum wurde auf den eigenen Ländereien erwirtschaftet und zur Schau gestellt. Die Bauern auf dem Land produzierten für ihren Eigenbedarf und mussten darüber hinaus Steuern in Form von Naturalabgaben zahlen.

Das bedeutete, sie gaben einen Teil ihrer Ernteerträge an den Staat ab und dieser versorgte damit die Beamten in den Städten und die Soldaten. Diese Wirtschaftsform begrenzte auch Zeit und Umfang der Kriege. Es gab kein professionell ausgebildetes stehendes Heer. Die griechischen Armeen bestanden aus Bauern, die zur Aussaat oder Ernte wieder in der Heimat helfen mussten. Außerdem konnte auch keine langfristige Versorgung der Soldaten sichergestellt werden. Nur Plünderungen konnten den Feldzug um einige Tage verlängern, aber grundsätzlich schränkten die beiden genannten Faktoren die Dauer eines Krieges ein. Ein weiterer entscheidender Punkt ist, dass die Soldaten mit Naturalien bezahlt wurden. Diese waren meist durch Plünderung erlangte Güter. Das machte den Krieg nur in ausgewählten Regionen möglich.

Diese Verhältnisse änderten sich, als der Staat im 6. Jahrhundert v. Chr. begann, Münzen aus Silber prägen zu lassen. Das Silber wiederum stammte zum überwiegenden Teil aus den Minen von Laurion, 60 km von Athen entfernt. Dort schufteten Sklaven unter unwürdigsten Bedingungen, oft bis zum Tod. Die aus Silber geprägten Münzen wurden zum alleinigen Zahlungsmittel erklärt, mit dem die Steuern zu entrichten waren. Hierdurch waren die Bauern gezwungen, ihre Ernteüberschüsse auf einem künstlich geschaffenen Markt zu verkaufen, um so an die zur Steuerzahlung benötigten Münzen zu gelangen. Mit den eingenommenen Münzen bezahlte der Staat seine Soldaten, die sich wiederum auf den neu entstandenen Märkten versorgen konnten.

„Dieses Dreieckssystem aus Silber, Sklaverei und Krieg bildete den Kern der ersten Marktwirtschaft.“ (2)

Dieses ausgeklügelte Prinzip entkoppelte die Kriegsführung zeitlich und örtlich von den bisherigen Beschränkungen. Die Kriege konnten ausgeweitet werden, nach den Eroberungen wurden neue Sklaven verschleppt und es entstand eine Spirale aus mehr Krieg, mehr Sklaven, mehr Silber, mehr Münzen, mehr Markt. Dieser sich selbst tragende Komplex war auch die Grundlage für die Schaffung des Großreiches unter Alexander dem Großen (356 v. Chr. – 323 v. Chr.) und für die Expansion des römischen Imperiums.

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#aufstehen – die Sammlungsbewegung geht an den Start. Fragen an Sahra Wagenknecht – www.NachDenkSeiten.de

#aufstehen – die Sammlungsbewegung geht an den Start. Fragen an Sahra Wagenknecht – www.NachDenkSeiten.de

03-08-18 04:59:00,

3. August 2018 um 18:25 Uhr | Verantwortlich:

#aufstehen – die Sammlungsbewegung geht an den Start. Fragen an Sahra Wagenknecht

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Das kritische Tagebuch

Sahra Wagenknecht

Ab morgen (4.8.2018) ist die Internetseite der mit Spannung erwarteten Sammlungsbewegung rund um die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht online. Und einen Namen hat die Bewegung auch: #Aufstehen. Die NachDenkSeiten hatten die Möglichkeit mit Sahra Wagenknecht über die neue Sammlungsbewegung zu sprechen und ihr die wichtigsten Fragen zu #Aufstehen zu stellen.

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Wann wird die Sammlungsbewegung vorgestellt?

Offizieller Start unserer Sammlungsbewegung ist der 4. September. An dem Tag stellen wir die Namen unserer prominenten Gründungsmitglieder und auch den Gründungsaufruf öffentlich vor und werden unsere Ziele vor der Presse erläutern. 

 
Unter welchem Namen?

Wir haben uns für #Aufstehen entschieden. Aufstehen für ein gerechtes und friedliches Land, darum geht es. Unter www.aufstehen.de wird ab morgen (4. August) auch schon eine vorläufige Webseite online gehen. Weil uns täglich Anfragen von Interessenten erreichen, die gern mitmachen möchten, wollen wir ihnen die Möglichkeit geben, sich schon jetzt zu registrieren.

 
Können Sympathisanten und mögliche Unterstützer Teil der Bewegung werden? Gibt es so etwas wie eine Mitgliedschaft?

Jeder, der sich auf unserer Webseite registriert, wird damit Teil der Bewegung. Er wird automatisch sowohl unsere vielfältigen online-Inhalte erhalten als auch über Aktionen vor Ort informiert. Wir hoffen, dass wir sehr viele Mitstreiter gewinnen werden, denn nur dann wird unsere Bewegung ausreichend Druck entfalten können, um die Politik in diesem Land zu verändern. Das ist unser Ziel. 

 
Ist die Bewegung eine Partei? Tritt sie bei Wahlen an? Wie kann man sich das konkret vorstellen? Im Vorfeld wurde ja gelegentlich “La France insoumise“ als Vorbild genannt. Die sind nach unserem deutschen Verständnis aber keine Sammlungsbewegung, sondern eine echte Partei. 

La France Insoumise ist streng genommen keine Partei, aber das französische Wahlrecht erlaubt es, dass Bewegungen zu Wahlen antreten. Das ist in Deutschland anders. Dennoch gründen wir bewusst keine Partei, denn es geht uns zunächst einmal darum,

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Die Griechenland-Nothilfe geht weiter… | KenFM.de

Die Griechenland-Nothilfe geht weiter… | KenFM.de

03-08-18 01:58:00,

Seit 2015 ist KenFM in Griechenland aktiv und unterstützt mit der „Griechenland-Nothilfe“ zahlreiche Hilfsprojekte zur Verbesserung der Lebenslage für die Menschen vor Ort. Eines davon ist „The Smile of the Child“.

„The Smile of the Child“ ist eine Hilfsorganisation in Griechenland, die sich insbesondere um das Wohl von Kindern kümmert. Anlässlich der verheerenden Waldbrände in Athen ist „The Smile of the Child“ an vorderster Front mit vielen Hilfsaktionen dabei.

Die nachfolgenden Bilder zeigen die Hilfsaktion der Organisation „The Smile of the Child“ zugunsten der Überlebenden der verheerenden Brandkatastrophe kürzlich in Athen, Ortsteil Mati. Dabei sind über 80 Menschen umgekommen, mehr als 2.500 Häuser verbrannt, ganz zu schweigen vom verbrannten Wald.

„The Smile of the Child“ ist vom ersten Augenblick an dabei: Medikamente, Nahrung, Decken werden an die Überlebenden verteilt. KenFM unterstützt diese Aktion!

Die Fotos zeigen aktuelle Momente aus der Sammlung, Aufbewahrung und Verteilung der Güter für die Geschädigten.

Auch KenFM unterstützt die Initiative im Rahmen der „Griechenland-Nothilfe“, damit die Männer und Frauen ihre Arbeit weiter machen können und die schwierige Situation in vielen Regionen Griechenlands sich zum Besseren wenden kann.

Unterstützt auch ihr „The Smile of the Child“ und werdet aktiv für die Menschen, für die Kinder Griechenlands.

Hier findet ihr weitere Informationen zum Netzwerk „The Smile of the Child“:
https://www.hamogelo.gr/gr/en/apostoli-orama-aksies/

Das Spendenkonto für die „Griechenland-Nothilfe“ lautet:

Medikamenten-Nothilfe
IBAN: DE80 4306 0967 1134 2196 02
BIC: GENODEM1GLS
GLS Bank

Eure Hilfe wird gebraucht!

DANKE.

Euer KenFM-Team

+++

Hier findet ihr weitere Informationen rund um die KenFM-„Griechenland-Nothilfe“: 

KenFM am Set: Griechenlandnothilfe auf Lesbos

KenFM am Set: Ergebnisse der Griechenlandnothilfe

Griechenland-Nothilfe: Spendenaufruf für ein mobiles Bronchoskop

Griechenland-Nothilfe – Gastroenterologische Abteilung nimmt Betrieb auf

Stand der Griechenland-Nothilfe

Die KenFM-Griechenland-Nothilfe. Eine Reportage von Dirk Pohlmann

KenFM am Set in Griechenland.

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Russland, die Manipulationen und die Medien: Wie sich Facebook, die EU-Kommission und die Ebert-Stiftung ergänzen – www.NachDenkSeiten.de

Russland, die Manipulationen und die Medien: Wie sich Facebook, die EU-Kommission und die Ebert-Stiftung ergänzen – www.NachDenkSeiten.de

03-08-18 01:56:00,

3. August 2018 um 9:00 Uhr | Verantwortlich:

Russland, die Manipulationen und die Medien: Wie sich Facebook, die EU-Kommission und die Ebert-Stiftung ergänzen

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Medienkritik, Strategien der Meinungsmache

In den vergangenen Tagen waren anti-russische Medienkampagnen zu beobachten, die nochmals über das gewohnte Maß hinausgingen – zudem mit verschiedenen Ansätzen und aus verschiedenen Richtungen: Zum einen habe Russland „mutmaßlich“ und „erneut“ versucht, über soziale Netzwerke die Politik in den USA zu manipulieren. Zum anderen hätten die „mutmaßlich russischen“ Computer-Hacker der Gruppe „Sandworm“ „offenbar“ deutsche Medien angreifen wollen. Gleichzeitig schürte die EU-Kommission Ängste vor „Manipulationen“ der Europawahl. Und es erschien ein Text der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, der die anti-russischen Sanktionen verteidigte – was nochmals verdeutlicht, in welche außenpolitische Sackgasse sich die einstige Partei der ausgleichenden Ost-Politik aktuell manövriert. Von Tobias Riegel.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Die europäische Sicherheitskommission der EU fordert dieser Tage mit Verweis auf angebliche ausländische „Einmischungen“ politische Zensur im Internet: „Politische Werbung“ solle „im Netz“ beschränkt werden. Zahlreiche Medien schreiben angebliche Hacker-Angriffe auf den deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk der angeblich russischen Gruppe „Sandworm“ zu. Und das Magazin IPG der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung fordert ein Ende des „Augenzwinkerns Richtung Moskau“ und stellt fest: „Dialog hat Grenzen“.

Konzentrieren will sich dieser Text aber auf das Thema, das in den vergangenen Tagen den größten Raum innerhalb dieser vielstimmigen Kampagne einnahm: Facebook habe gemeinsam mit der „nach eigenen Angaben überparteilichen“ Denkfabrik Atlantic Council Nutzerkonten „analysiert“ und acht Facebook-Seiten, 17 Profile sowie sieben Instagram-Accounts gelöscht, berichtet der „Spiegel“ und viele andere Medien. Zunächst ist anzumerken, dass die Selbstbeschreibung des Atlantic Council als „überparteilich“ mindestens beschönigend ist. Die kritiklose Übernahme dieser Weißwaschung knallharter transatlantischer Lobbyisten durch viele Medien ist kein journalistisches Ruhmesblatt.

Der „Spiegel“ geht ins Detail: Eine der gelöschten Seiten, nämlich das Esoterik-Forum „Mindful Being“, sei von „immerhin 900 anderen Facebook-Nutzern“ verfolgt worden. Zudem hätten insgesamt die Betreiber aller gelöschten Seiten „immerhin“ 11.000 Dollar in Werbung investiert. Angesichts dieser „Ausbeute“ unter den Millionen Facebook-Accounts und der übertrieben breiten Berichterstattung erscheint das Sprichwort von der Mücke,

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Der Facebook-Rekord

Der Facebook-Rekord

03-08-18 01:56:00,

Der Rekord, den Facebook geknackt hat, ist der größte Wertverlust an einem Tag an der Börse (1), knapp 120 Milliarden Dollar, die der Kursverlust von 19 Prozent der Facebook-Aktie zur Folge hatte. Dass die Nutzer-Zahl von Facebook und der Gewinn nicht im erwarteten Maße wachsen, ist Auslöser des Verlusts.

Da Twitter kleiner ist, konnte es den Rekord nicht brechen. Dafür war der Kursverlust größer: 21 Prozent. Auch hier ist der Rückgang der Nutzer-Zahl als Folge der Bereinigung von Fake-Accounts der Grund (2).

Die Verluste belegen, dass auch Facebook und Twitter den Weg vieler sozialer Netze gehen können, wie ihn schon viele andere gegangen sind. Oder erinnert sich noch wer an StudiVZ oder SchülerVZ? Genauso schnell, wie die Nutzer-Zahlen zunehmen, können sie auch wieder sinken, wenn eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird und ein neuer Hype entsteht. Dann können auch Facebook und Twitter schnell unbedeutend werden.

Warum ändert sich der Börsenwert von Twitter und Facebook so heftig, wenn die Nutzer-Zahlen leicht sinken oder nicht wie erwartet zunehmen? Bekanntlich ist es ja nicht das Geschäftsmodell dieser Anwendungen, dem Nutzer ein möglichst komfortables Netz anzubieten, das Modell ist, Nutzerdaten so umfassend wie möglich abzugreifen und über die Werbewirtschaft zu Geld zu machen; das dabei auch für die staatlichen Überwacher interessante Daten anfallen, ist ein nicht unerwünschter Nebeneffekt. Sinkt die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer, hat die geschaltete Werbung weniger Reichweite und ist weniger wert. Dann sind auch Twitter und Facebook weniger wert.

Wenn klar ist, wie dringend Facebook und Twitter die Nutzer brauchen, ist es dann nicht Zeit, diese undemokratischen, weil zentralisierten Netze zu verlassen und mit für das Verschwinden der Datenkraken zu sorgen? Wer meint, soziale Netzwerke unbedingt nutzen zu müssen, kann ja zu einem der dezentralen, werbefreien und unabhängigen Netzwerke wechseln, wie sie hier beschrieben sind. Dies wäre auch ein kleiner Beitrag dazu, das Internet wieder zu dem zu machen, was es einmal sein sollte: Ein Netz für jeden Einzelnen und nicht für die Konzerne.

Natürlich scheint es schwer, seine vielen „Freunde“ zurückzulassen. Ist es aber wirklich so schwer, eine Zeit lang parallel zu arbeiten? Der Rubikon ist das „Magazin für die kritische Masse“, alternative soziale Netzwerke benötigen diese kritische Masse auch, ist sie erreicht, kommt ein schnelles Wachstum in Gang. Rubikon-Leser sollten mit dafür sorgen,

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Die Terrorhelfer

Die Terrorhelfer

03-08-18 01:23:00,

Immerhin wissen wir nun alle, dass Deutschland für 190.000 Euro Helmkameras an die Weißhelme geliefert hat (1), damit diese die „Verbrechen des Assad-Regimes“ dokumentieren können. Hat denn in den Fachabteilungen der Bundesregierung irgendwann ein Irgendjemand jemals die „Früchte dieser Investition“ ausgewertet und sammelt bereits – vertraulich natürlich – aus der Weißhelm-Quelle stammende bis zum Prozess geheime Daten über Fassbomben- und Chemiewaffenangriffe auf Krankenhäuser und Hilfsorganisationen?

Haben Sie, liebe Leser, jemals ein Filmchen oder Fotos dieser Lord-Helmchens gesehen, die in irgendeiner Weise der syrischen Regierung systematische Kriegsverbrechen tatsächlich nachweisen konnten? Wir hören zwar jeden Tag davon – in unseren „Qualitätsmedien“ und regelmäßig von unseren Politikern – nur substanzielles Material, das diese Behauptungen auch belegen kann, bleibt aus.

So viele Helmkameras, so viele – übrigens sämtlich illegale – Medien-Center in Syrien (a1). Und trotzdem kein Material, das man „dem bösen Assad“ anhängen kann. Man kann natürlich trotzdem, indem man ihn einfach weiter verunglimpft, verleumdet und diabolisiert. Wen interessieren denn Beweise? Die Bevölkerung? Der genügen spätestens die – obwohl grottenschlechten – Theaterinszenierungen der Weißhelme à la Douma im April 2018; denken scheinbar die Politiker. Was Helmkameras auf weißen Helmen so leisten? Nur nochmal zur Erinnerung hier eine kleine Bettgeschichte der Weißhelme (b1):

Bild

Ginge es hier nicht um einen blutigen Krieg, in dem die deutsche Regierung verdammt tief drin steckt, könnte man sich – ob des „Beweises“ – glatt wegschmeißen vor Lachen. So aber gefriert einem das Lächeln.

Also, Sie haben nichts Verwertbares zu Gesicht bekommen? Ich auch nicht. Aber herzzerreißende Bilder von unschuldigen kleinen Kindern, die durch die Gegend getragen wurden und herhalten mussten, um nach mehr Krieg gegen das „Assad-Regime“ rufen zu können, die kennen Sie? Ich auch. „Dokumentation einer Rettungsorganisation“ soll also so etwas sein (b2):

Bild

Schauen Sie sich das Foto gut an und überlegen Sie dann, warum diese Kinder ganz sicher nicht gerade zuvor aus den Trümmern eines Hauses gerettet wurden. Es ist wirklich offensichtlich!

„Dennoch ist die Right Livelihood Award Foundation nach wie vor sehr besorgt über das Leben und Wohlergehen jener Weißhelme, die sich noch immer im Südwesten Syriens aufhalten und systematisch für ihre Arbeit zur Dokumentation des Konflikts und zur humanitären Hilfe für die Zivilbevölkerung verfolgt werden“ (2).

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Kaspar Hauser, Hegel und der Westen | threeman.org

Kaspar Hauser, Hegel und der Westen | threeman.org

03-08-18 06:19:00,

Ein Vortrag von Terry Boardman : Kaspar Hauser Festspiele, Ansbach (DE) 7 Aug. 2016

Liebe Anwesende, ich bin sehr froh, hier bei den Festspielen wieder zu sein, und ich danke Herrn Eckart Boehmer herzlich für die Einladung. Ich muss jedoch, wie schon bei früheren Gelegenheiten, mit einer Bitte um Verzeihung beginnen, indem ich meinen Vortrag leider vorlesen muß, weil meine Fähigkeit, in der deutschen Grammatik nicht wirklich gut genug ist für mich so einen Vortrag ohne Noten zu geben. 2004 kam ich zum ersten mal zu diesen Festspielen. Ich kam mit dem Zug aus Prag an. Als ich ankam, war es bereits dunkel. Alles schien geschlossen, und ich hatte keine Unterkunft organisiert. Ich lief vom Bahnhof zum Festspielort, dem Karlsplatz, spät an einem Sonntagabend. Ich befand mich ganz allein auf diesem Platz. Dann kam ein Mann auf mich zu und fragte, ob ich Hilfe benötigte, da ich etwas verloren dastand. Als ich ihm erklärte warum ich nach Ansbach gekommen war, geleitete er mich sofort zu meinem Zielort und stellte mich dem Intendanten der Festspiele, dem Herrn Eckart Boehmer, vor, mit dem er bekannt war. Herr Boehmer bat daraufhin einen Freund, mich für die Nacht bei sich unterzubringen, wo ich schliesslich einige Tage blieb. Seither bin ich mehrmals bei den Festspielen gewesen. Es stellte sich heraus, daß der Herr, der  mich so freundlicherweise zu Herrn Boehmer geleitet hatte, selbst ein grosses Interesse an Kaspar Hauser hatte und dessen Geschichte viele Jahre lang studiert hatte. Er hiess Wilhelm Floride. Er ist dieses Jahr in der Osterwoche in Wien verstorben, und ich möchte ihm diesen Vortrag widmen.

Wenig bekannt ist vielleicht die Tatsache, dass etwa 20 Jahre bevor Kaspar Hauser in die Stadt Nürnberg kam, wo er vom Bürgermeister als „Kind Europas“  ausgerufen wurde, ein noch berühmterer Mann – berühmt im ganzen Deutschland im Jahre 1828 zumindest – in Nürnberg angekommen war, auch er, wie Kaspar Hauser, ein Kind das im deutschen Südwestens geboren worden war. Dies war der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel. 1770 in Stuttgart geboren, hatte er in Tübingen studiert und hatte in Bern, Frankfurt, Jena und Bamberg gelebt und gelehrt, bevor er 1808 nach Nürnberg zog. Hegel wurde dort Rektor des königlichen Gymnasiums. In Vorträgen im Juni 1908 in Nürnberg hat Rudolf Steiner Bezug genommen auf Hegels Ankunft in Nürnberg genau hundert Jahre früher.

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Die strategische Kommunikation der NATO und die Friedensbewegung | KenFM.de

Die strategische Kommunikation der NATO und die Friedensbewegung | KenFM.de

02-08-18 03:29:00,

von Bernhard Trautvetter.

Die US-Army benutzt seit 1998 systematisch die strategische Kommunikation als Methode, die Öffentlichkeit mit Fake-News und deren Wiederholung sowie Vereinfachung und Emotionalisierung für das militärische Denken zu gewinnen. Ich habe dazu in meinem KenFM-Beitrag „Der Humanistische Grundkonsens und die Strategische Kommunikation“ vor ca. einem halben Jahr erste Ausführungen geliefert.

Traditon der Fake-News

Die NATO-Armeen stehen mit ihrer – wie sie selbst sagen – psychologischen Kriegsführung in einer unsäglich langen Tradition der Manipulation von Fakten, um die Öffentlichkeit für ihre Gewalt gefügig zu machen. Dem Ausspruch des preußischen Königs während der 1848er-Revolution „Gegen Demokraten helfen nur Soldaten“ folgte sein rechtswidriger Druck auf die preußischen Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung sie hätten ihr Mandat niederzulegen. Danach schlugen seine Militärs die Märzrevolution gewaltsam nieder. 1918 wurde die nächste Revolution in Deutschland im Blut unter anderem von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ertränkt. Über Jahrzehnte war in bürgerlichen Kreisen die Ansicht vorherrschend, „Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, die revolutionären Massen, die USPD und die KPD, alle unter dem Begriff „Spartakisten“ über einen Kamm geschoren, wollten in Deutschland eine Herrschaft wie (…) später Stalin in Russland errichten.“ (Klaus Gietinger, November 1918, Hamburg 2018, S. 24). Auf diese Propaganda aus dem Spektrum der Mörder und ihres ideologischen Umfeldes baute später die Propaganda der Nazis gegen die von ihnen sogenannten „Novemberverbrecher“ auf, die der vermeintlich ungeschlagenen Deutschen Armee von hinten her den Dolch in den Rücken stießen und so die Schuld an der Niederlage Deutschlands im ersten Weltkrieg für Deutschland hätten. Demgegenüber schrieb General Fritz von Loßberg in seinen Aufzeichnungen vom 6. September 1918 über die oberste Heeresleitung General Ludendorfs: „Er machte die Truppe und ihre Vorgesetzten für die Vorgänge der letzten Zeit verantwortlich, ohne selbst zu bekennen, dass seine eigene verfehlte Führung die Hauptschuld an den Ereignissen trug.“ (1)

Der zweite Weltkrieg begann mit der inszenierten Lüge, die deutsche Wehrmacht schieße am Sender Gleiwitz gegen einen polnischen Angriff zurück. Der Atomschlag gegen Hiroshima wurde mit der Lüge gerechtfertigt, Truman habe den Krieg in Japan verkürzen wollen, um Menschenleben zu retten. Demgegenüber hat er in Hiroshima und Nagasaki den Kalten Krieg eröffnet, insofern als er mit diesen Kriegsverbrechen die Sowjetunion von einer Teilung des Sieges über Japan abhalten wollte,

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Der Fall Magnitski – Meisterstück politischer PR und trauriges Versagen der Medien – www.NachDenkSeiten.de

Der Fall Magnitski – Meisterstück politischer PR und trauriges Versagen der Medien – www.NachDenkSeiten.de

02-08-18 02:08:00,

2. August 2018 um 13:01 Uhr | Verantwortlich:

Der Fall Magnitski – Meisterstück politischer PR und trauriges Versagen der Medien

Veröffentlicht in: Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Lobbyismus und politische Korruption, Medienkritik, Steuerhinterziehung / Steueroasen / Steuerflucht

2009 starb der russische Wirtschaftsprüfer Sergei Magnitski in einem Moskauer Untersuchungsgefängnis. Drei Jahre später schafften es die Betreiber eines dubiosen Hedge-Fonds, durch monumentale Lobbying-Aktivitäten in den USA ein Gesetz namens “Magnitsky Act” durchzudrücken, das als Vorläufer weiterer Anti-Russland-Sanktionen gelten kann. Auch auf europäischer Ebene läuft die Lobby-Maschinerie in Sachen Magnitski auf Hochtouren. Doch was ist in diesem Fall überhaupt wahr? War Magnitski ein Whistleblower, der Verbrechen des russischen Staates aufdecken wollte und deshalb sterben musste, wie es die PR des Hedge-Fonds und Verbündete aus den transatlantischen Think Tanks rund um die ehemalige Grünen-Politikerin Marieluise Beck behaupten? Dies können Sie in jeder Zeitung so nachlesen. Doch es gibt berechtigte Zweifel an dieser Geschichte. Zweifel, denen auch in einem vom ZDF und Arte produzierten Dokumentarfilm nachgegangen wird. Der ist offensichtlich so brisant, dass die Anti-Russland-Lobby rund um Marieluise Beck den Film, der auf Festivals bereits mit Preisen überhäuft wurde, bis heute durch rechtliche Drohungen zurückhalten konnte. All dies sollte man im Hinterkopf behalten; vor allem dann, wenn Beck und Co. mal wieder über die Bedrohung der Pressefreiheit in Russland dozieren. Von Jens Berger.

Der Versuch einer Kurzfassung der Vorgeschichte

Um die sehr komplizierte Thematik ein wenig greifbarer zu machen, lohnt es sich, die Vorkommnisse vor zehn Jahren von der medialen und politischen Aufarbeitung erst einmal zu trennen. Wer war Sergei Magnitski und warum musste er sterben? All dies ist wohl nicht zu beantworten, wenn man die Geschichte nicht mit der eigentlichen Schlüsselperson beim “Fall Magnitski” anfängt – dem britischen Hedge-Fonds-Manager Bill Browder. Der gebürtige US-Amerikaner, der aus Steuergründen die britische Staatsangehörigkeit annahm, gehörte in den “wilden Jahren” der Jelzin-Ära zu den größten ausländischen Finanzspekulanten, die ihren Teil vom gigantischen russischen Kuchen abbekommen wollten. Sein Hedge-Fonds “Hermitage Capital” konnte in der Russischen Föderation binnen weniger Jahre vom Steuerparadies Guernsey über weitere Steuerparadiese, wie die russische Republik Kalmückien, Aktiva von mehr als vier Milliarden US-Dollar ergattern. Hermitage war damit die Nummer Eins auf dem russischen Markt.

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Die Fake-Demokratie

Die Fake-Demokratie

02-08-18 10:56:00,

Mit der Demokratie ist es eine vertrackte Sache. Alle Staatsgewalt, sagt man, geht vom Volke aus. Aber wo geht sie hin? Was genau bedeutet „Herrschaft des Volkes“? Dass alle herrschen? Aber über wen herrschen sie dann? Wiederum über alle, lautet die Antwort, also über sich selbst – ein theoretisches Dilemma, das schon Aristoteles bewusst war. Auch praktisch türmen sich enorme Schwierigkeiten auf. Was Bertolt Brecht über den Kommunismus sagte, das gilt auch für die wörtlich verstandene Demokratie: Sie ist das Einfache, das schwer zu machen ist.

Wie ist die demokratietheoretische Diskussion der letzten hundert Jahre mit dem skizzierten Dilemma umgegangen? Vereinfacht gesagt lautete ihre Parole: Weniger Demokratie wagen! Sie neigte dazu, der politischen Weisheit des Volkes zu misstrauen. Wirkmächtige Autoren wie Gaetano Mosca, Vilfredo Pareto, Robert Michels oder Joseph Schumpeter legten die konzeptionellen Grundlagen dessen, was wir heute als „demokratische Elitenherrschaft“ bezeichnen.

Womit wir auf ein neues Dilemma stoßen. Denn inwiefern kann eine Elitenherrschaft demokratisch sein? Das Argument ihrer Befürworter ist einfach: Das Volk bestimmt in allgemeinen, freien, gleichen und geheimen Wahlen seine Repräsentanten. Und die regieren dann – oder herrschen. Doch die so ausgewählten Eliten handeln nicht völlig losgelöst vom Wahlvolk; sie sind geerdet, rückgekoppelt. Denn schon bald stehen erneut Wahlen an, und die Eliten wollen bestätigt werden. Also wäre es unklug, wenn sie die politischen Präferenzen des Volkes oder großer Bevölkerungsteile ignorierten. Was das Volk will, so die Theorie, fließt ins Regierungshandeln ein, findet zumindest Berücksichtigung. Und wenn nicht, folgt ein Strafgericht des Volkes – und neue Eliten kommen ans Ruder.

Nimmt man Abraham Lincolns berühmte Definition – er beschrieb Demokratie als „government of the people, by the people, for the people“ –, dann ist offenkundig, dass sich die Theorie demokratischer Elitenherrschaft auf den letztgenannten Aspekt konzentriert: für das Volk. Das System beruht auf der „responsiveness“, also der Ansprechbarkeit oder Empfänglichkeit der Regierenden für die Wünsche und Forderungen der Regierten. Der italienische Politikwissenschaftler Giovanni Sartori spricht in diesem Zusammenhang von „Output-Demokratie“, also von einer Demokratie, die dem Volk nützt oder es zufriedenstellt. Und er unterscheidet sie vorteilhaft von der „Input-Demokratie“, die auf immer stärkere Beteiligung beziehungsweise Partizipation des Volkes an den Entscheidungsprozessen setzt (1).

Es ist keineswegs so, dass die Verfechter der Output-Demokratie von ihren Gegnern und Kritikern nicht herausgefordert oder unter Begründungszwang gesetzt worden wären.

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Erschreckende Fakten zum verbotenen Monsanto-Gift PCB

Erschreckende Fakten zum verbotenen Monsanto-Gift PCB

02-08-18 07:59:00,

Massive Belastung: 500 Mal mehr PCB als üblich findet sich im Blut von Yasar Turkan
© SWR

Massive Belastung: 500 Mal mehr PCB als üblich findet sich im Blut von Yasar Turkan


Stefanie Hablützel / 02. Aug 2018 –

Das krebserregende Gift PCB wurde in Deutschland sträflich vergessen, wie eine SWR-Dokumentation an verschiedenen Tatorten zeigt.

Auf erschreckende Weise zeigt der SWR-Dokumentarfilm «Das vergessene Gift. Wie PCB uns alle belastet» auf, «warum PCB auch 30 Jahre nach dem Verbot immer noch eine Gefahr ist, wer ein Interesse daran hat, dass dieser Giftstoff so in Vergessenheit geraten ist und wie wir uns schützen können».

Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind in Deutschland seit 1989 (Schweiz 1986) verboten. Die Industriechemikalie, ein erfolgreiches Produkt des Chemiekonzerns Monsanto, ist krebserregend, reichert sich über die Nahrungskette an, stört den Hormonhaushalt und kann die Fortpflanzung von Mensch und Tier beeinträchtigen. 2004 verpflichteten sich Deutschland und die Schweiz mit dem Inkrafttreten der Stockholmer Konvention, PCB-haltige Materialien bis 2028 zu eliminieren. Doch die Realität sieht anders aus.

Tatort 1: Ein Schulhaus in Ludwigsburg. Staub glitzert im Gegenlicht des Schulzimmers. Die Kamera zoomt auf eine Fugendichtung, während eine Stimme erklärt:

«Versteckt hat sich das Gift in diesen unscheinbaren grauen Fugen. Doch da bleibt es nicht. Es gast kontinuierlich in die Luft der Klassenräume aus, heftet sich an Staubpartikel und wird eingeatmet.»

Die PCB-Konzentration in der Luft der Schulräume beträgt mehr als doppelt soviel, wie die in Ludwigsburg verwendete Richtlinie (Seite 3) als «langfristig tolerabel» bezeichnet (Messung: 700 ng/m3 PCB, langfristig tolerabel: 300 ng/m3).

Gedächtnislücken bei den Behörden

Die Eltern sind empört und fordern Massnahmen. Doch die Behörden zweifeln lieber Grenzwerte an, statt eine Strategie zu diskutieren, wie PCB aus den Schulräumen entfernt werden könnte – in denen notabene das PCB in der Luft bereits vor 20 Jahren festgestellt und dann wieder vergessen wurde, wie der Bürgermeister gegenüber dem SWR-Team einräumen musste.

Vergessen ging das PCB auch beim Gesundheitsamt Ludwigsburg. «Man hätte was machen müssen», räumt heute Leiter Thomas Schönauer ein, um dann sofort zu relativieren. Die deutlich über dem tolerablen Vorsorgewert liegende PCB-Konzentration in den Schulzimmern hätten «keine toxikologische Relevanz»:

«Bei diesen Werten, die hier jetzt gemessen wurden, ist bisher nichts bekannt, das langfristig relevante Schäden entstanden sind.»

Brisant dabei: Doku-Autor Florian Nöthe zitiert eine Analyse (Seite 66) des deutschen Umweltbundesamts aus dem Jahr 2015,

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Die Völkermord-PR | KenFM.de

Die Völkermord-PR | KenFM.de

02-08-18 07:00:00,

Eine milliardenschwere PR-Kampagne bemüht sich um die Vertuschung des Genozids im Jemen.

von Rubikons Weltredaktion.

Die 1,5-Milliarden-Dollar-Kampagne zur Vertuschung des Völkermordes im Jemen.

von Dan Glazebrook.

Hungersnot, Cholera, Diphtherie

„Die Situation im Jemen, heute, in diesem Moment“, erklärte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock im April gegenüber Al Jazeera, „sieht für die dortige Bevölkerung wie die Apokalypse aus.“

Man geht davon aus, dass im letzten Jahr im Jemen 150.000 Menschen verhungert sind – alle zehn Minuten starb ein Kind an Hunger oder vermeidbaren Erkrankungen, alle zwei Minuten geriet ein Kind in den Zustand extremer Mangelernährung. Das Land erlebt die weltweit schlimmste Cholera-Epidemie seit Beginn der Aufzeichnungen – eine Million haben sich bereits angesteckt – und laut Lowcock wird sich auch die neu aufgetretene Diphtherie-Epidemie „wie ein Buschfeuer ausbreiten. (…) Wenn sich die Umstände nicht ändern“, schloss er, „werden wir die furchtbarste humanitäre Katastrophe der letzten 50 Jahre erleben.“

Die Rolle der von Saudi-Arabien angeführten Koalition – Chaos und Vernichtung

Der Grund dafür ist wohlbekannt: die Bombardierung und Blockade des Landes durch die von den Saudis angeführte Koalition – mit der vollen Unterstützung der USA und Großbritanniens – hat mehr als 50 Prozent der Gesundheitsinfrastruktur des Landes zerstört, zielte auf Wasserentsalzungsanlagen, dezimierte Transportrouten und brachte den Import lebenswichtiger Güter zum Erliegen – während die Regierung, statt all diese Strukturen wiederherzustellen, landesweit die Entlohnung der Mehrheit aller Beschäftigten im öffentlichen Dienst eingestellt hat.

Dies hat zur Folge, dass Müll nicht mehr abtransportiert wird, Kläranlagen zusammenbrechen und eine Krise im öffentlichen Gesundheitswesen ausgebrochen ist. Weitere acht Millionen Menschen wurden von sauberem Wasser abgeschnitten, als die von den Saudis angeführte Koalition letzten November alle Ölimporte blockierte, was zur Schließung von Pumpstationen führte. Shane Stevenson, Oxfams Landesdirektor im Jemen, merkte damals an, dass „die Menschen im Jemen schon durch Hunger in die Unterwerfung gezwungen werden – wenn die Blockade nicht bald aufgehoben wird, wird ihnen auch noch das Trinkwasser genommen werden. Millionen von Menschen in einem Land, das bereits die weltweit größte Cholera-Epidemie erlebt und am Rande einer Hungersnot steht, das saubere Wasser wegzunehmen, wäre ein Akt äußerster Barbarei.“

Seitdem haben sich die Dinge weiter verschlimmert.

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„Lippmann wusste, dass Worte und Sprachbilder soziale Realitäten gestalten“ – www.NachDenkSeiten.de

„Lippmann wusste, dass Worte und Sprachbilder soziale Realitäten gestalten“ – www.NachDenkSeiten.de

01-08-18 04:27:00,

1. August 2018 um 13:10 Uhr | Verantwortlich:

„Lippmann wusste, dass Worte und Sprachbilder soziale Realitäten gestalten“

Veröffentlicht in: Interviews, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Strategien der Meinungsmache

„Propaganda und Manipulation hat es immer schon gegeben – auch in einer Demokratie“, sagt Walter Ötsch im Interview mit den NachDenkSeiten. Damit verweist Ötsch, der als Professor für Ökonomie und Kulturgeschichte an der Cusanus Hochschule in Österreich lehrt, nüchtern auf das, worauf die NachDenkSeiten seit langem aufmerksam machen, was aber oft in der Breite der öffentlichen Debatte ausgeblendet wird. Anlass des Interviews mit Ötsch ist die heute erscheinende Neuveröffentlichung eines Buches in deutscher Sprache aus dem Jahr 1922, das bis heute als Standardwerk gilt, wenn es um die Manipulation der öffentlichen Meinung geht. Von Marcus Klöckner.

In dem Buch geht es um die „gelenkte Demokratie“, die der US-amerikanische Journalist und Präsidentenberater Walter Lippmann befürwortete. Ein Interview in zwei Teilen über jenen Mann, der den Begriff von der „Atlantischen Gemeinschaft“ eingeführt und den Begriff „Kalter Krieg“ maßgeblich geprägt hat.

Herr Ötsch, wie real ist Manipulation und Propaganda in der Öffentlichkeit?

Propaganda und Manipulation hat es immer schon gegeben. Jedes Herrschaftssystem bedarf auch einer minimalen Zustimmung der Beherrschten und muss versuchen, ihre „Herzen“ zu gewinnen, indem sie ihr Denken beeinflusst. Papst Gregor XV hat 1622 mit der sacra congregatio de propaganda fide (Kongregation für die Verbreitung des Glaubens) eine Institution für die Missionstätigkeit der katholischen Kirche geschaffen, der Begriff propagare für ausbreiten wurde dabei erstmals auf den Bereich der Kommunikation angewandt. Mit dem Aufkommen der Demokratie und dem allgemeinen Wahlrecht entstand ein neues Problem: wie kann man „die Masse“ so beeinflussen, dass Machtsysteme, wie in der Wirtschaft, im Militär und im Adel oder in Parteienapparaten, am besten unverändert erhalten bleiben?

Welche Gründe gibt es überhaupt dafür, dass Manipulation und Propaganda auch in einer Demokratie so fest verankert sind?

Eine moderne Demokratie lebt von der Spannung unterschiedlicher Machtsysteme: der Macht des Geldes von reichen Personen und bedeutenden Firmen, der Macht politischer Eliten, der Macht einer kritischen Öffentlichkeit oder der Zivilgesellschaft und der Macht politischer Mehrheiten, die sich in Wahlen manifestiert. Insgesamt ein reiches Feld mit vielen Akteuren,

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Die Völkermord-PR

Die Völkermord-PR

01-08-18 09:44:00,

Die 1,5-Milliarden-Kampagne zur Vertuschung des Völkermordes im Jemen
von Dan Glazebrook

„Die Situation im Jemen, heute, in diesem Moment“, erklärte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock im April gegenüber Al Jazeera, „sieht für die dortige Bevölkerung wie die Apokalypse aus.“

Man geht davon aus, dass im letzten Jahr im Jemen 150.000 Menschen verhungert sind – alle zehn Minuten starb ein Kind an Hunger oder vermeidbaren Erkrankungen, alle zwei Minuten geriet ein Kind in den Zustand extremer Mangelernährung. Das Land erlebt die weltweit schlimmste Cholera-Epidemie seit Beginn der Aufzeichnungen – eine Million haben sich bereits angesteckt – und laut Lowcock wird sich auch die neu aufgetretene Diphtherie-Epidemie „wie ein Buschfeuer ausbreiten. (…) Wenn sich die Umstände nicht ändern“, schloss er, „werden wir die furchtbarste humanitäre Katastrophe der letzten 50 Jahre erleben.“

Die Rolle der von Saudi-Arabien angeführten Koalition – Chaos und Vernichtung

Der Grund dafür ist wohlbekannt: die Bombardierung und Blockade des Landes durch die von den Saudis angeführte Koalition – mit der vollen Unterstützung der USA und Großbritanniens – hat mehr als 50 Prozent der Gesundheitsinfrastruktur des Landes zerstört, zielte auf Wasserentsalzungsanlagen, dezimierte Transportrouten und brachte den Import lebenswichtiger Güter zum Erliegen– während die Regierung, statt all diese Strukturen wiederherzustellen, landesweit die Entlohnung der Mehrheit aller Beschäftigten im öffentlichen Dienst eingestellt hat.

Dies hat zur Folge, dass Müll nicht mehr abtransportiert wird, Kläranlagen zusammenbrechen und eine Krise im öffentlichen Gesundheitswesen ausgebrochen ist. Weitere acht Millionen Menschen wurden von sauberem Wasser abgeschnitten, als die von den Saudis angeführte Koalition letzten November alle Ölimporte blockierte, was zur Schließung von Pumpstationen führte. Shane Stevenson, Oxfams Landesdirektor im Jemen, merkte damals an, dass „die Menschen im Jemen schon durch Hunger in die Unterwerfung gezwungen werden – wenn die Blockade nicht bald aufgehoben wird, wird ihnen auch noch das Trinkwasser genommen werden. Millionen von Menschen in einem Land, das bereits die weltweit größte Cholera-Epidemie erlebt und am Rande einer Hungersnot steht, das saubere Wasser wegzunehmen, wäre ein Akt äußerster Barbarei.“

Seitdem haben sich die Dinge weiter verschlimmert. Ende Januar wurden Treibstoffimporte über den wichtigsten Hafen des Landes, Hudaida, noch immer blockiert,

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Lob der Widerstandskraft

Lob der Widerstandskraft

01-08-18 09:44:00,

Wie jede Kolonialgesellschaft hat auch Australien seine Geheimnisse. So liegt die Art und Weise, wie wir mit indigenen Völkern umgehen, zum großen Teil noch immer im Dunkeln. Lange Zeit war der Umstand, dass viele Australier, wie man so sagt, „schlechtes Blut” hatten, ein wohlgehütetes Geheimnis.

„Schlechtes Blut” hieß, dass man Sträflinge unter seinen Vorfahren hatte. Dazu gehörte auch meine Ururgroßmutter Mary Palmer, die 1823 hier ins Female-Factory-Gefängnis gesperrt worden war.

Dem Geschwätz zufolge, das zahlreiche Tanten – zerfressen vom Ehrgeiz, im gutbürgerlichen Milieu Fuß zu fassen – verbreitet hatten, waren Mary Palmer und ihr Ehemann Francis McCarthy ein viktorianisches Ehepaar comme il faut, das es zu einigem Wohlstand gebracht hatte.

In Wahrheit jedoch war Mary das jüngste Mitglied einer Bande wilder junger, größtenteils irischer Frauen, die im Londoner East-End-Stadtteil aktiv war. Die Gang war als „The Ruffians” („Die Rüpel”) bekannt und hielt sich mit Prostitution und Gelegenheitsdiebstahl über Wasser.

Schließlich aber wurden die Ruffians festgenommen, vor Gericht gestellt und gehängt – alle bis auf Mary, die man verschonte, da sie schwanger war.

Mit gerade einmal 16 Jahren wurde sie im Laderaum der Lord Sidmouth in Ketten gelegt und nach New South Wales verschifft, dort sollte sie “den Rest ihres Lebens verbringen“, wie der Richter anordnete.

Die Reise dauerte insgesamt fünf Monate und muss die reinste Hölle an Krankheiten und Verzweiflung gewesen sein. Ich selber weiß, im welchem Zustand Mary damals gewesen sein muss, da ich vor einigen Jahren auf ein außergewöhnliches Ritual der Saint Mary Kathedrale von Sydney aufmerksam wurde.

Jeden Donnerstag verliest dort in der Sakristei eine Nonne das Register der irisch-katholischen Strafgefangenen. Dort aufgeführt ist auch Mary, die als „kaum größer als vier Fuß, ausgemergelt und pockennarbig“ beschrieben wird.

Als Marys Schiff in der Sydney-Cove-Bucht andockte, wollte sie niemand als Dienerin oder Hausmädchen haben. Sie war eine „drittklassige“ Gefangene, noch dazu eine „vom aufbrausenden irischen Schlag“. Ob ihr Neugeborenes die Reise überlebt hat? Ich weiß es nicht.

Also brachten man sie in die Female Factory am Parramatta Fluss, die sich als eine der Einrichtungen auszeichnete, in denen die viktorianischen Strafvollzugsexperten ihre aufregenden neuen Theorien in der Praxis ausprobierten. 1823, dem Jahr von Marys Ankunft, war gerade die Tretmühle eingeführt worden, ein Gerät zur Bestrafung und Folter.

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Gastbeitrag: Warum braucht der Iran die Atombombe? Nicht für Krieg und Abschreckung, sondern für das Fracking! | www.konjunktion.info

Gastbeitrag: Warum braucht der Iran die Atombombe? Nicht für Krieg und Abschreckung, sondern für das Fracking! | www.konjunktion.info

01-08-18 09:39:00,

Gastbeitrag von Enkidu Gilgamesh – Verantwortlich für den Inhalt und dessen Richtigkeit ist alleine der Gastautor. Der Inhalt muss nicht zwingend die Meinung des Betreibers von http://www.konjunktion.info wiederspiegeln. Eventuelle Anfragen, Ansprüche, o.ä. sind direkt an den Gastautor zu stellen. Eine Veröffentlichung auf einer anderen Plattform als http://www.konjunktion.info ist zuvor mit dem Gastautor Enkidu Gilgamesh abzuklären. Urheberrechte usw. liegen allein beim Gastautor Enkidu Gilgamesh.

Um am Fracking-Boom teilnehmen und die Plünderung seiner Reserven verhindern zu können, braucht der Iran den vollständigen Zugang zur Atomtechnologie und den Aufbau einer eigenen zivilen Atomindustrie.
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INHALT

  1. Einführung
  2. Keine Abschreckung durch Atombomben!
  3. Iran braucht auch Erdgas!
  4. Iran braucht die Atomtechnik!
  5. Raub des Wassers!
  6. Nicht-konventionell = Atombombe
  7. Rückschluß

1. Einführung
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Es gibt einen endlosen Streit darüber, ob der Iran eine eigene Atomindustrie aufbauen darf, wobei der Iran als Mitglied des Abkommens zur Nichtverbreitung von Atomwaffen die zivile Nutzung der Nukleartechnik anstrebt. Da jedoch die erforderliche Infrastruktur sowohl militärisch als auch zivil genutzt werden kann, wird vermutet, dass der Iran irgendwann umschalten und zu einer Atommacht aufsteigen will, ob anerkannt oder nicht.
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Die Basis der Atomtechnik sind leistungsfähige Zentrifugen, die Uran-Hexa-Florid Moleküle sortieren und so spaltfähiges Uran-235 für Kernkraftwerke oder Atombomben anreichern können.
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Uran-Anreicherung
https://de.wikipedia.org/wiki/Uran-Anreicherung#Verwendung_des_angereicherten_Urans

Beheizte Gaszentrifuge: 235UF6 hellblau, 238UF6 dunkelblau

Kaskade von Gaszentrifugen zur Urananreicherung

Ich will hier nicht zu viel Details zur Atomtechnik reinpacken, denn die wesentlichen Kenntnisse sind überall frei verfügbar. In diesem Artikel geht es um eine erschütternde Erkenntnis für den Iran..
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2. Keine Abschreckung durch Atombomben!
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Alle Welt weiß, dass der Iran ein nukleares Forschungs- und Entwicklungsprogramm hat und ohne Einmischung der großen Mächte bereits den gesamten industriellen Produktionsprozess für die zivile und militärische Atomtechnik etablieren könnte, aber dies nicht tut und stattdessen um Einigung ersucht.
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Warum entwickelt er nicht weiter, wenn es nur um die militärische Nutzung ginge?
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So wie etwa Israel, Pakistan, Indien oder Nord Korea, könnte der Iran einfach das Gejammer der Weltmächte ignorieren, wenn es nur um atomare Abschreckung ginge. Der Iran verfügt über eine sehr weit entwickelte und standardisierte Raketentechnik und könnte diese auch atomar bestücken.

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„Weißhelme“: Die offizielle Version des Syrien-Kriegs bricht vor unseren Augen zusammen – endlich – www.NachDenkSeiten.de

„Weißhelme“: Die offizielle Version des Syrien-Kriegs bricht vor unseren Augen zusammen – endlich – www.NachDenkSeiten.de

01-08-18 09:38:00,

1. August 2018 um 9:54 Uhr | Verantwortlich:

„Weißhelme“: Die offizielle Version des Syrien-Kriegs bricht vor unseren Augen zusammen – endlich

Veröffentlicht in: Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Medienkritik, Militäreinsätze/Kriege

Über Ursprung und Wirkung der „Weißhelme“ und ähnlich durchschaubarer Konstrukte der Medien-Kampagnen gegen den syrischen Staat kann es kaum noch Zweifel geben. Und so verhält es sich mit der medialen Verklärung des westlich initiierten Angriffskriegs gegen Syriens Regierung mutmaßlich so wie mit dem Feindbildaufbau gegen Russland: Auf weite Teile der Bevölkerung wirkt die auf Gefühlen beruhende Propaganda nicht mehr. Das Eingeständnis, Teil eines sich gerade auflösenden Propaganda-Coups gewesen zu sein, ist von den großen westlichen Medien dennoch nicht zu erwarten. Von Tobias Riegel.

Seit 2011 wurde von westlichen Politikern, Journalisten und Strategen ein in der Mediengeschichte beispielloses virtuelles Konstrukt geschaffen: Der syrische „Volksaufstand“ gegen Präsident Baschar al-Assad, hinter dem sich real ein brutaler Versuch des Regime-Changes aus geopolitischen Motiven verbirgt. Zentrale Akteure waren dabei zum einen mutmaßlich von westlichen Geheimdiensten kreierte und nur scheinbar unabhängige Organisationen wie die nun aufwendig evakuierten „Weißhelme“ oder die „Syrische Stelle für Menschenrechte“. Zum anderen wäre die aufwendige jahrelange Täuschung westlicher Bevölkerungen, auf die diese Propaganda zuerst abzielt, ohne die Mitwirkung von entweder naiven oder willfährigen Journalisten undenkbar.

Insofern ist den Bundestagsabgeordneten der Linkspartei Diether Dehm und Heike Hänsel in fast all jenen Punkten zuzustimmen, die sie kürzlich in ihren Reaktionen auf die „Rettung“ der mutmaßlichen als Sanitäter getarnten Propaganda-Aktivisten von den „Weißhelmen“ ins Feld geführt haben (hier, hier und hier). Dehm etwa fasste den Charakter der westlich geschaffenen Pseudo-NGOs in Syrien im folgenden Satz so knapp wie treffend zusammen: „Die ‚Weißhelme‘ und die ‚Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte‘ mit Büro in London gehören zu den neueren Kreationen imperialistischer Medienpropaganda.“

Schmerzhafte Enttarnung eines Propaganda-Coups

Die von Hänsel und Dehm nach der dubiosen „Rettung“ der „Weißhelme“ vorgebrachte Forderung, Menschen pauschal wegen einer Gruppenzugehörigkeit die Berufung auf das Asylrecht zu verweigern, mag teils missverständlich formuliert gewesen sein, wie auch die NachDenkSeiten thematisiert haben – über Ursprung, Motivation und Wirkung der „Weißhelme“ und ähnlich durchschaubarer Konstrukte kann es aber kaum noch Zweifel geben. Und so verhält es sich mit der Verklärung des westlich initiierten Angriffskriegs gegen Syriens Regierung mutmaßlich so wie mit dem Feindbild-Aufbau gegen Russland: Auf weite Teile der Bevölkerung wirkt die vor allem auf Gefühlen beruhende Syrien-Kampagne mutmaßlich nicht mehr – obwohl sie aus eben jenen Gründen der Abnutzung kontinuierlich in ihrer Intensität gesteigert wurde und wird.

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Die Schweiz ist den Saatgut-Konzernen ausgeliefert

Die Schweiz ist den Saatgut-Konzernen ausgeliefert

01-08-18 09:26:00,

Kurt Marti / 01. Aug 2018 –

Saatgut-Importe verhindern laut Agroscope die Selbstversorgung der Schweiz. Die neue Agroscope-Chefin ist Teil des Problems.

Die Selbstversorgung der Schweiz mit Nahrungsmitteln wäre möglich. Dies folgt aus einer kürzlich veröffentlichten Studie von Agroscope, dem Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung.

Zitat aus der Agroscope-Medienmitteilung vom 19. Juli 2018:

«Die landwirtschaftlichen Flächen der Schweiz könnten die Selbstversorgung der Bevölkerung mit bis zu 2340 kcal pro Einwohner und Tag erlauben – das zeigen Modellrechnungen von Agroscope im Auftrag des Bundesamtes für wirtschaftliche Landesversorgung. Dieser Wert liegt zwar unter dem heutigen Konsum von 3015 kcal, aber oberhalb der meisten Richtwerte der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung.»

Doch das Agroscope-Modell hat einen Haken, wie Stefan Mann, Leiter Sozioökonomie Agroscope, gegenüber der Tagesschau von SRF erklärte:

«Wenn wir bei bestimmten Kulturen, z. B. bei Zuckerrüben, kein Saatgut importiert bekommen, dann haben wir ein Produktionsproblem. Dann reichen die Vorräte nicht mehr lange und in der Schweiz selber stellen wir Zuckerrüben-Saatgut nicht her. Insofern brauchen wir Düngemittel, Saatgut und auch zum Teil Pflanzenschutzmittel aus dem Ausland, um diese Berechnungen, die wir durchgeführt haben, auch umsetzen zu können.»

Aber wie ist es zu dieser Saatgut-Abhängigkeit der Schweiz vom Ausland gekommen und wie gross ist sie? Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer dieser Abhängigkeit? Wo sitzen die politisch Verantwortlichen dieser Abhängigkeit?

Über diese Fragen hat Infosperber unter dem Titel «Die Saatgut-Konzerne diktieren unsern Speisezettel» bereits Anfang 2017 berichtet:

Die Gewinner und Verlierer im Saatgut-Monopoly

«Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern fünf nach zwölf. Die Landwirte müssen den internationalen Saatgut-Multis wie Monsanto die Macht über das Saatgut entreissen und wieder unabhängig werden», forderte der Zürcher Bio-Pionier Martin Ott, Stiftungsrats-Präsident des «Forschungsinstituts für biologischen Landbau» (FiBL) im oben erwähnten Infosperber-Artikel.

Die teilweise hohe Importabhängigkeit der Schweiz beim konventionellen und biologischen Saatgut ist eine direkte Folge der reduzierten Mittel des Bundes für die Pflanzenzüchtung. Von diesem Rückzug des Bundes aus der einst so erfolgreichen Schweizer Saatgut-Züchtung profitierten vor allem die fusionierten, internationalen Saatgutkonzerne Bayer und Monsanto, DuPont und Dow Chemical, Chemchina und Syngenta, die gleichzeitig die internationalen Pestizid-Märkte beherrschen.

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