Bürgerrechtler: Amazon soll sein Gesichtserkennungsprogramm nicht Regierung zur Verfügung stellen

Bürgerrechtler: Amazon soll sein Gesichtserkennungsprogramm nicht Regierung zur Verfügung stellen

23-05-18 09:46:00,

Newsticker

23.05.2018 • 10:58 Uhr

Polizist mit einer Videokamera (Symbolbild)

Die US-amerikanische Bürgerrechtsorganisation ACLU hat den Online-Versandhändler Amazon dazu aufgefordert, sein Gesichtserkennungsprogramm “Rekognition” nicht mehr den US-Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung zu stellen. Die Organisation bezeichnet die Technologie als ein “mächtiges Überwachungssystem” und warnt vor einer “Gefahr für die Demokratie”. Der ACLU zufolge habe Amazon nun offiziell das Überwachungsgeschäft betreten.

In einem offenen Brief erklärt die Bürgerrechtsorganisation, Amazon habe ein “leistungsstarkes und gefährliches Gesichtserkennungssystem” entwickelt und helfe aktiv Regierungen, dieses einzusetzen. Bei dem System handele es sich um ein Produkt, das die Bürgerfreiheiten und -rechte gefährde. Mithilfe von künstlicher Intelligenz kann die Software Menschen identifizieren, verfolgen und bis zu 100 Gesichter auf einer einzigen Aufnahme analysieren. In der Produktbeschreibung wird Rekognition als “einfache und genaue Möglichkeit” bezeichnet, um Menschen zu überwachen.

Mehr zum Thema –  China: Schule überwacht Schülerverhalten im Klassenzimmer mit Kameras und Gesichtserkennungssoftware

 » Lees verder

Transkription von KenFM im Gespräch mit: Fariss Wogatzki („Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewusst!“) | KenFM.de

Transkription von KenFM im Gespräch mit: Fariss Wogatzki („Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewusst!“) | KenFM.de

23-05-18 07:08:00,

Am 26. April 2018 wurde im Deutschen Bundestag dem 70. Geburtstag des Staates Israel gedacht und siehe da, ein gemeinsamer Nenner war parteiübergreifend erkennbar. Eine Querfront im Namen der Mahnung.

CDU/CSU, SPD, FDP, Linke und AfD stehen bedingungslos zum Heiligen Land.

Zusammenfassend lässt sich ihre Message so deuten:

Israel ist die einzige Demokratie im Mittleren Osten, umgeben von Barbaren, die es nur dank militärischen Geschicks in Schach zu halten vermag. Das Land wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den Überlebenden des Holocaust buchstäblich aus der Wüste erschaffen.

Man hatte verlassenes Land vorgefunden und es über Jahrzehnte fruchtbar gemacht. Gewalt oder Vertreibung hat es nie gegeben sowie es auch ein palästinensisches Volk nie gegeben hat.

Gott persönlich hat den heutigen Israelis das Land schon vor mehreren tausend Jahren geschenkt und jeder, der etwas anderes behauptet, ist ein Lügner, Nazi oder eben Antisemit.

Für Fariss Wogatzki stellt sich der Mythos um den Staat Israel ein wenig anders dar.

Sein Buch zum Status quo in Palästina will er als Anklage verstanden wissen. Es trägt den eindeutigen Titel: „Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewusst“.

Das Interview KenFM im Gespräch mit: Fariss Wogatzki liegt uns nun als Transkription vor. Das Interview haben wir am 29. April 2018 veröffentlicht.

Hier die Download-Links zu den ersten beiden Teilen der Transkription:

Transkription-KenFM-im-Gespraech-mit-Fariss-Wogatzki (Teil 1)

Transkription-KenFM-im-Gespraech-mit-Fariss-Wogatzki (Teil 2)

Transkription und Adaption durch den Gast und Autor Fariss Wogatzki. https://faresfalastin.wordpress.com

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

Veröffentlicht am: 29. Mai 2018

Anzahl Kommentare: 4 Kommentare

 » Lees verder

Tagesdosis 22.5.2018 – Die großartigsten Sanktionen der Weltgeschichte | KenFM.de

Tagesdosis 22.5.2018 – Die großartigsten Sanktionen der Weltgeschichte | KenFM.de

22-05-18 07:30:00,

Tagesdosis 22.5.2018 – Die großartigsten Sanktionen der Weltgeschichte | KenFM.de

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden.
mehr dazuO.K.

X

Wenn Du unsere Arbeit schätzt, sie „konsumierst“ und kontinuierlich verfolgst, wird sie Dir auch etwas wert sein. Wir sind auf Dich als User angewiesen. Unterstütze KenFM regelmäßig durch einen Dauerauftrag!

 » Lees verder

Der Heilige Geist hat unsere Medien an Pfingsten nicht erreicht. Sie gaben sich einer Orgie von Manipulationen hin. In den Urteilen über Italien zum Beispiel. – www.NachDenkSeiten.de

Der Heilige Geist hat unsere Medien an Pfingsten nicht erreicht. Sie gaben sich einer Orgie von Manipulationen hin. In den Urteilen über Italien zum Beispiel. – www.NachDenkSeiten.de

22-05-18 07:19:00,

Der Heilige Geist hat unsere Medien an Pfingsten nicht erreicht. Sie gaben sich einer Orgie von Manipulationen hin. In den Urteilen über Italien zum Beispiel.

Veröffentlicht in: Medienkritik, Strategien der Meinungsmache

Sie kennen keine Distanz zum Geschehen, um dann die verschiedenen Vorgänge einmal gelassen und nüchtern und sachlich einzuordnen. So könnte man angesichts der Schwierigkeiten der Regierungsbildung in Italien und angesichts der Erfolglosigkeit der von Berlin und Brüssel empfohlenen Wirtschafts- und Finanzpolitik in den ärmeren Ländern Europas ja auch mal auf die Idee kommen, abzuwarten, was sich in Rom tut. Und man könnte die Vorgänge in Venezuela ja auch mal ohne die gängigen Vorurteile beschreiben. Einmal nur darauf verzichten, die gängigen Etiketten anzukleben. Oder böse ausgedrückt: Immer der gleiche Schaum auf den Lippen, das ist unappetitlich. Albrecht Müller

Zu Italien

Im Heutejournal am Pfingstmontag Abend zum Beispiel:

Da werden die Etiketten Populisten und Rechtspopulisten so gebraucht, als wäre bei den Zuschauern schon eingebläut, was mit diesem Etikett gesagt werden soll. Mag ja sein. Aber irgendwann würde man gerne mal spüren, dass die Redakteure überlegt haben, wie schräg und dumm der ständige Gebrauch des Wortes Populist ist. Vielleicht sollten sich die Damen und Herren mal fragen, wer und was da sonst noch alles in Italien am Regieren war, und wie die Etiketten zu diesen anderen Gruppierungen – zu den Christdemokraten, zu Berlusconi, zu den Sozialisten – passen würden. Die Vertreter der Schwarzen Null, als deren Gralshüter sich die meisten deutschen Medien fühlen und gebärden, waren und sind die größten Populisten. Aus welchen Gründen außer sogenannten populistischen hat der neue deutsche Finanzminister Olaf Scholz sich der schwarzen Null verschrieben? Aus fachlichen und sachlichen Gründen?

Die abgeleitete Formel Rechtspopulist ist ähnlich einfältig. Auch hier müssten sich die diesen Begriff missbrauchenden Medien einmal fragen, was anderes der alte Franz Josef Strauß oder sein Nachfolger als Bundesfinanzminister Schäuble oder der ehemalige Bundespräsident Gauck denn waren: Populisten, Rechtspopulisten – ich kann das Wort – in jeglicher Kombination nicht mehr hören und rege an, wir sollten uns alle mit Trillerpfeifen ausstatten und dann, wenn ein Politiker diese Begriffe gebraucht, dazwischen pfeifen. Im übertragenen Sinne auch bei den Medien.

Im Heutejournal wird gefragt,

 » Lees verder

Fukushima: Wohin mit dem radioaktiven Wasser und der kontaminierten Erde?

Fukushima: Wohin mit dem radioaktiven Wasser und der kontaminierten Erde?

22-05-18 06:21:00,

3D-Rekonstruktion des Zustands im Reaktor 3. Bild: Tepco

Über eine Million Tonnen mit Tritium belastetes Wasser und 22 Millionen Kubikmeter Erde müssen entsorgt werden

Jahr für Jahr gab es Meldungen, dass sich die Möglichkeiten erschöpfen, kontaminiertes Wasser und andere radioaktiven Materialien von den havarierten Fukushima-Reaktoren noch weiter zu speichern. Ein Tank, der jeweils 1000 Tonnen aufnehmen kann, reiht sich an den anderen auf dem 230.000 Quadratmeter großen Gelände. Hunderte befinden sich hier, mehr Platz gibt es nicht mehr.

Das Problem ist lange bekannt, Tepco, der Betreiberkonzern des Fukushima-AKWs, würde das Wasser am liebsten ins Meer ablassen. Mehr als eine Million Tonnen mit Tritium belastetes Wasser soll ins Meer abgeleitet werden, hieß es zu Beginn des Jahres. 2018 müsse endliche eine Entscheidung getroffen werden. Obgleich oder weil die Abe-Regierung weiter auf Atomkraft setzt, zögert sie die unpopuläre Entscheidung hinaus. In Japan, aber auch im Ausland würde es einen Aufschrei geben, würde man viele Millionen Tonnen radioaktiv kontaminiertes Wasser ins Meer einleiten.

2011 hat Tepco nach der Katastrophe teilweise dekontaminiertes, aber weiter mit Tritium belastetes Wasser bereits ins Meer eingeleitet. Das wird in allen japanischen Kraftwerken routinegemäß gemacht, aber im Fall von Fukushima, wo sich in drei Reaktoren eine Kernschmelze ereignete, waren die Mengen einfach zu groß, denn es muss das aus den Reaktoren austretende hochradioaktive Kühlwasser, das in diese fortwährend gepumpt werden muss oder über Regen bzw. das Grundwasser eindringt, gereinigt und gespeichert werden.

Täglich handelt es sich angeblich noch um 160, früher war die Rede von bis zu 700 Tonnen kontaminiertes Grund- und Kühlwasser, das zwar von Cäsium und Strontium sowie 60 weiteren radioaktiven Substanzen gereinigt werden kann, aber eben nicht von Tritium. Tepco erklärt, man habe die Speicherung des kontaminierten Wassers von durchschnittlich 490 Kubikmeter Anfang 2016 auf 110 Kubikmeter Anfang 2018 reduziert, beispielsweise durch eine “Frostmauer” in der Erde.

Beschwert hatten sich vor allem die Fischer, aber auch Nachbarstaaten wie China, Russland und Südkorea, als das belastete Wasser ins Meer eingeleitet wurde. Seitdem also wird es aufgefangen und es kommt immer wieder die Forderung, kontaminiertes Wasser ins Meer einzuleiten, weil man eben ans Ende der Kapazitäten stößt und die Belastung durch Tritium so geringfügig sei, dass davon keine Gefahr ausgehe. Das Problem ist,

 » Lees verder