Wahlen in Kolumbien – Lässt die Oligarchie die Wahl des potenziellen ersten linken Präsidenten zu? – www.NachDenkSeiten.de

Wahlen in Kolumbien – Lässt die Oligarchie die Wahl des potenziellen ersten linken Präsidenten zu? – www.NachDenkSeiten.de

27-05-18 02:27:00,

Wahlen in Kolumbien – Lässt die Oligarchie die Wahl des potenziellen ersten linken Präsidenten zu?

Veröffentlicht in: Länderberichte, Wahlen

Am Sonntag, dem 27. Mai, wählt nach Venezuela auch Kolumbien einen neuen Präsidenten. Von den rund 49 Millionen Einwohnern des Anden- und Karibik-Staates sollen insgesamt 36 Millionen Wahlberechtigte sich für einen Kandidaten entscheiden, der für die nächsten vier Jahre ihre Anliegen in sensiblen Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Renten, Sicherheit und Umwelt ernstnimmt. Ein Bericht von Frederico Füllgraf.

Vier Kandidaten liegen im Rennen. Nach den von konservativen Medien, einschließlich der spanischen El País verbreiteten Umfragen liegt Iván Duque, Kandidat des konservativen Uribismo, mit angeblich 37 Prozent der Stimmen 10 Punkte vor Gustavo Petro (27 Prozent), gefolgt von Sergio Fajardo (16 Prozent) und Germán Vargas Lleras (11 Prozent). Es ist bereits absehbar, dass Duque nicht die absolute Mehrheit erreichen wird und daher im kommenden Juni gegen Petro zur Stichwahl antreten muss.

Indes steht Petros Wahlbündnis “Colombia Humana” und dessen progressives Reform- und Befriedungsprogramm der kolumbianischen Gesellschaft unter massivem, medial verstärktem Beschuss der örtlichen Oligarchie, angeführt vom ultrakonservativen und mehrfach wegen seiner Involvierung mit Paramilitärs belasteten Ex-Präsidenten Alvaro Uribe. „Kolumbien ist ein Land, das ohne Zweifel die Linke fürchtet. Diese Wahlkampagne dreht sich um die Achse der Angst, dass jemand von der Linken an die Macht kommen könnte, und damit verbunden, dass wir mit Venezuela und dem ‘Castrochavismus’ in Verbindung gebracht werden könnten”, erklärte der Politologe Nicolás Díaz-Cruz (¿Por qué en este país nunca triunfó un candidato de izquierda y podrá Gustavo Petro romper esta tendencia? – Tele13/Chile, 23.Mai 2018).

Der Senator und radikale Gegner des Friedensabkommens mit der FARC, Uribe, erhielt bei den März-Wahlen zur Legislative mehr als 860.000 Stimmen, was ihn zum meistgewählten Politiker in der Geschichte Kolumbiens und seine Partei des sogenannten Demokratischen Zentrums zur stärksten Kraft im Zweikammer-Parlament machte. Die Agenda des Uribismo ist der Ausbau des Sicherheitsstaates, die Nicht-Anerkennung der venezolanischen Regierung und die Intensivierung der Beziehungen zu den USA, die in Kolumbien insgesamt 7 Militär-Stützpunkte besitzen.

Zielscheibe der herbeigedichteten Involvierung mit Venezuela und dem „Castro-Chavismus” ist selbstverständlich der ehemalige Guerillero und erfolgreiche Bürgermeister Bogotás, Gustavo Petro,

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Europas Politiker wollen mit EZB-Geld zu absoluten Herrschern werden

Europas Politiker wollen mit EZB-Geld zu absoluten Herrschern werden

27-05-18 01:58:00,

Euro-Politiker auf dem EU-Gipfel in Brüssel am 22.03.2018 in Brüssel. (Foto: dpa)

Der EU-Gipfel in Brüssel am 22.03.2018 in Brüssel. (Foto: dpa)

Die Sprecher der neuen italienischen Koalition poltern nicht nur gegen Europa, sie haben auch sehr konkrete Ziele. Und diese stellen nicht nur die EU in Frage, sondern entlarven auch die Zauberkunststücke des EZB-Präsidenten Mario Draghi, auf die keine Regierung verzichten will. Schließlich genießen alle Finanzminister den wunderbaren, billigen Geldsegen aus Frankfurt.

  • Aus Rom kommt die Forderung, die Europäische Zentralbank möge dem Land 250 Milliarden Euro an Schulden erlassen.
  • In Rom wird angekündigt, dass das mühsam angehobene Rentenantrittsalter wieder gesenkt wird.

Diese beiden Ziele haben eine Sprengkraft, die ganz Europa gefährdet.

Einen Verlust von 250 Milliarden Euro kann sich die EZB nicht leisten

Sollte die EZB tatsächlich auf 250 Milliarden Euro verzichten, dann wäre die Zentralbank des Euro-Raums pleite und müsste von den Mitgliedsländern gerettet werden. Der Treppenwitz: Die EZB fordert bekanntlich ständig von allen Kommerzbanken und deren Kunden hohe Eigenkapitalpolster, damit diese Krisen überstehen können. Die EZB hat ein Eigenkapital von 7,7 Milliarden Euro und kann auf insgesamt 38,7 Milliarden zurückgreifen. In Rom ist man aber offenbar der Ansicht, dass diese Daten irrelevant sind. Schließlich könne die EZB nach Belieben Geld drucken, also wäre der Verzicht auf 250 Milliarden doch kein Problem.

Mit der italienischen Buffonata rücken die Anleihen-Käufe der EZB insgesamt in den Mittelpunkt des Interesses. Von allen Euro-Staaten hatte die Zentralbank per Ende 2017 1.931 Mrd. übernommen, nachdem derzeit monatlich 30 Mrd. hinzukommen wird man wohl schon die 2.000-Marke überschritten haben. Somit würde der 250-Milliarden-Schnitt, den sich Italien wünscht, schon einen Verlust von 12,50 Prozent ergeben. Sollte Italien der geplante Coup gelingen, werden andere nicht zögern und Gleiches verlangen.

Letztlich finanziert die Geldschwemme aus Frankfurt die Renten

Man muss sich auch fragen, was denn die Euro-Staaten mit den Milliarden machen. Schließlich haben diese Länder schon 10.000 Milliarden Schulden und von diesen hat die EZB die erwähnten 2.000 übernommen. Die größte Belastung der Staatshaushalte ergibt sich aus der Subventionierung der Pensionssysteme, wozu noch die bei Älteren notwendige Stützung der Krankenversorgung und der Pflege kommen. Der Rentenantritt erfolgt im Schnitt im Euro-Raum vor dem 62sten Geburtstag, ebenfalls im Schnitt endet das Leben mit 80, sodass sich eine Pensionsdauer von etwa zwanzig Jahren ergibt. Und daraus folgt eine bemerkenswerte Rechnung:

  • Im Euro-Raum leben 340 Millionen Menschen.

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Tagesdosis 26.5.2018 – Trumps Reform der Bankenregulierung: Ein weiteres Geschenk an die Finanzelite | KenFM.de

Tagesdosis 26.5.2018 – Trumps Reform der Bankenregulierung: Ein weiteres Geschenk an die Finanzelite | KenFM.de

26-05-18 02:00:00,

Tagesdosis 26.5.2018 – Trumps Reform der Bankenregulierung: Ein weiteres Geschenk an die Finanzelite | KenFM.de

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Nationaler Gerichtshof: Rajoys PP hat PP ein System “effizientes System institutioneller Korruption” betrieben

Nationaler Gerichtshof: Rajoys PP hat PP ein System “effizientes System institutioneller Korruption” betrieben

26-05-18 10:32:00,

Die letzten Tage von Mariano Rajoy dürften angebrochen sein. Bild: lamoncloa.gob.es

Die Sozialdemokraten sägen nach dem Urteil des Nationalen Gerichtshofs Rajoy über einen Misstrauensantrag ab, Merkel hat damit lange Jahre eine Korruptionspartei unterstützt

Jetzt hat sogar der Nationale Gerichtshof festgestellt, dass Rajoys PP ein System “effizientes System institutioneller Korruption” betrieben hat, wie es lange bekannt war, auch Merkel. Erstmals wurde in Spanien eine Partei verurteilt, die von den Schmiergeldern als “Nutznießer” profitiert hat. Und deshalb wollen nun auch die Sozialdemokraten (PSOE) Rajoy und seine PP stürzen, die ihn gegen alle Wahlversprechen 2016 an die Macht gebracht hatten.

Nun muss die Partei von Pedro Sánchez der PP die Unterstützung entziehen und hat deshalb am Freitag einen Misstrauensantrag im Madrider Parlament gestellt. Auf einer Pressekonferenz erklärte Sánchez nach einer außerordentlichen Führungssitzung seiner Partei, das Ziel sei, “eine PSOE-Regierung zu bilden”, um “die Würde unser Demokratie” zurückzugewinnen und wieder saubere “Spielregeln” zu haben und Spanien aus dem “Korruptionsschlamm zu holen”. Rajoys Parteikollegen hätten “gedopt” an Wahlen teilgenommen. Tatsächlich hat der Gerichtshof in seinem Urteil festgestellt, dass die PP mindestens seit 1989 eine Schwarzgeldkasse (caja B) führte.

Darüber hat sie sich PP illegal finanziert und konnte ohne Kontrolle auch Schwarzgeld in ihre Wahlkämpfe stecken. Erst nachdem “die Stabilität und die Normalität zurückgewonnen ist, die Institutionen von Institutionen der Korruption gereinigt und Antworten auf die dringenden sozialen Probleme gefunden sind”, will Sánchez dann Neuwahlen ansetzen, setzt er klar eine Duftmarke in Richtung der linken Kräfte. Da für diese Aufgabe wohl nicht einmal die verbleibenden gut zwei Jahre der Legislaturperiode bis 2020 reichen.

Er erteilte dem Ansinnen der rechten Ciudadanos (Bürger) eine klare Absage. Denn die bisherige Stütze von Rajoys PP hat sofortige Neuwahlen gefordert. Die ultranationalistischen Populisten machen sich angesichts ihres Wahlerfolgs in Katalonien – noch ein Rohrkrepierer von Rajoy – Hoffnungen auf einen Wahlsieg. Denn sie wollen die PP auch in Spanien ganz weit rechts ablösen. Dass der Ciudadanos-Chef Albert Rivera nun Rajoy auffordert, zurückzutreten und Neuwahlen anzusetzen, ist schlicht verfassungswidrig. Nach Artikel 115 ist ein Rücktritt unmöglich, wenn ein Misstrauensantrag gestellt wurde. Es ist immer wieder erstaunlich, wie der angebliche Verteidiger der Verfassung sie im Kern missachtet.

Die PSOE hatte lange herumgeeiert und auch Rajoys Repressionspolitik in Katalonien mitgetragen

Genau deshalb hat die PSOE ihren Misstrauensantrag am Freitag noch eilig am Morgen gestellt,

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Transparente Wasserqualität wäre «ein PR-Alptraum»

Transparente Wasserqualität wäre «ein PR-Alptraum»

25-05-18 09:30:00,

Red. / 25. Mai 2018 –

Die Trump-Administration verhindert mit der US-Umweltbehörde das Veröffentlichen einer brisanten Gesundheitsstudie.

Im US-Trinkwasser befinden sich gemäss einer Studie des US-Gesundheitsministeriums gefährliche Mengen toxischer Chemikalien. Den Behörden ist das seit spätestens Ende Januar bekannt. Ein Veröffentlichungstermin für die Studie steht noch immer nicht fest, denn das Weisse Haus und die US-Umweltbehörde EPA versuchen, die Veröffentlichung zu verzögern oder zu verhindern. Sie fürchten hohe Kosten und die Reaktion der Öffentlichkeit, berichtet das US-Magazin Politico.

Das zeigen E-Mails, deren Herausgabe von der Non-Profit-Organisation «Union of Concerned Scientists» über den «Freedom of Information Act» erzwungen wurde. «Die Öffentlichkeit, die Medien und der Kongress werden heftig auf die Zahlen reagieren», schrieb ein nicht namentlich bekannter Angestellter des Weissen Hauses in einer E-Mail, die Ende Januar geforwarded wurde. «Die Auswirkungen auf das Umwelt- und Verteidigungsministerium werden extrem schmerzhaft sein». Die Studie wird als «potenzieller PR-Albtraum» bezeichnet.

Teil einer E-Mail von James Herz, der im OMB (Office of Management and Budget) Umweltfragen beaufsichtigt, an Holly Greaves, CFO der US-Umweltbehörde EPA. (DoD = US-Verteidungsministerium, ATSDR = Agency for Toxic Substances and Disease Registry), Quelle: Union of Concerned Scientists. Ganzer E-Mailverlauf Teil1 und Teil2

Für Scott Pruitt, den derzeitigen Leiter der US-Umweltschutzbehörde, ist das kein angenehmes Szenario. Der republikanische Politiker steht seit seinem Amtsantritt wegen seiner industriefreundlichen Haltung, verschiedener Konflikte mit Wissenschaftlern sowie wegen seines lockeren Umgangs mit Lobbyisten in der Kritik.

Die Fluorchemikalien, um die es geht, sind alte Bekannte

Die Chemikalien PFOA (Perfluoroktansäure) und PFOS (Perfluoroctansulfonsäure), um die es geht, haben schon öfter für Schlagzeilen gesorgt. Bis vor wenigen Jahren wurden sie breit eingesetzt, beispielsweise in wasser-, schmutz- und fettabweisenden Ausrüstungen in Teppichen, Kleidung oder bei der Herstellung von teflonbeschichteten Pfannen. Bereits Anfang der Nullerjahre wurde ihr gesundheitsschädliches Potenzial öffentlich. PFOA und PFOS werden mit verschiedenen Krebsarten, Schilddrüsenerkrankungen und Hormonstörungen in Verbindung gebracht und stehen im Verdacht DNA-Änderungen zu verursachen. Den Herstellern war dies zwar bekannt gewesen, der Öffentlichkeit aber jahrzehntelang verheimlicht worden (Infosperber: «Der Mann, der DuPont das Fürchten lehrte»).

Die EPA hat derzeit einen nicht verbindlichen Grenzwert von 70 ppt (Parts per Trillion) festgelegt. Dieser sei viel zu hoch,

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Vollgeld-Initiative: Jetzt schlagen die Banken mit Werbung zu!

Vollgeld-Initiative: Jetzt schlagen die Banken mit Werbung zu!

25-05-18 07:31:00,

Christian Müller / 18. Mai 2018 –

Galt die Vollgeld-Initiative lange als chancenlos, gewinnt sie jetzt an Zustimmung – weil die Leute sie zu verstehen beginnen.

Ich hätte wohl aufgeschrieen oder aber laut gelacht, wäre ich am Freitag, 11. Mai 2018, im Saal der «Arena» des Schweizer Fernsehens gewesen, als unser Finanzminister, Bundesrat Ueli Maurer, etwa fünf oder auch zehnmal erklärte, er traue den Schweizer Geschäftsbanken in jeder Hinsicht und ebenso sehr wie der Schweizerischen Nationalbank. Ja sogar die Bussen in Milliardenhöhe, die die Banken für ihre Gaunereien bisher zahlen mussten (meist in Form eines Vergleichs, ohne formelle Schuldanerkennung), interpretierte Ueli Maurer in der «Arena» als Beweis dafür, dass ja alles bestens funktioniert.

Die obere Generation kann sich noch gut daran erinnern: Es war Anfang der 1990er Jahre, als die Konjunktur in der Schweiz stotterte und zum Beispiel die Spar- und Leihkasse Thun bankrott ging und Tausende von Kunden grosse Teile ihres privaten und/oder Geschäftsvermögens oder sogar alles verloren haben, zusammen rund 220 Millionen Franken! Das Geld war einfach weg. In der gleichen Zeit hatte sich auch die Solothurner Kantonalbank übernommen und musste mit Steuergeldern saniert und schliesslich privatisiert und verkauft werden. Und auch die Berner Kantonalbank musste in dieser Zeit mit über einer Milliarde Franken aus der Staatskasse saniert werden. Die Banken ihrerseits aber waren steinhart: In der gleichen Zeit mussten Hunderte oder auch Tausende Handwerker ihre Bankdarlehen kurzfristig zurückzahlen – wenn sie denn konnten. Auch der Autor dieser Zeilen musste einen Betriebskredit in Höhe von noch 65’000 Franken innerhalb von drei Monaten (!) zurückzahlen, obwohl er die Zinsen dafür immer korrekt und rechtzeitig bezahlt hatte, nur der Umsatz der kurz zuvor gegründeten Firma war noch nicht so hoch, wie ursprünglich erwartet.

Woran sich sicher alle erinnern: Im Oktober 2008 musste sogar die grösste Bank der Schweiz, die UBS, mit über 60 Milliarden Franken vom Bund und von der Nationalbank vor dem Zusammenbruch gerettet werden, nachdem sie sich in den USA total verspekuliert hatte. So sicher sind die Banken und so darf man ihnen vertrauen! Wer das alles aus der Nähe miterlebt hat, weiss es: Die Sicherheit der Banken ist weitgehend eine Schönwetter-Sicherheit.

Genau hinhören!

Die «Arena» zum Thema Vollgeld war sehens- und hörenswert.

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Die Salisbury Tales und viele offene Fragen

Die Salisbury Tales und viele offene Fragen

25-05-18 07:28:00,

Opfer eines mysteriösen Giftanschlags in Salisbury: Ex-Agent Sergei Skripal und seine Tochter Julia

Helmut Scheben / 23. Mai 2018 –

Sergei Skripal und seine Tochter sind wieder auf den Beinen, aber niemand darf mit ihnen reden. Der Fall wird immer dubioser.

Das Motto des britischen Inlandgeheimdienstes MI5 ist lateinisch und heisst: Regnum defende – Verteidige das Königreich. Gegen was man sich zu verteidigen habe, sagte MI5-Chef Andrew Parker letzte Woche in Berlin seinen europäischen Kollegen: gegen Anschläge aus Russland und gegen Anschläge des Islamischen Staates. Die russische Regierung verbreite «freche Lügen», wenn sie behaupte, sie sei nicht schuld am Anschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Sergei Skripal.

Die Affäre Skripal wird von der Regierung in London weiter am Kochen gehalten. In kleinen Dosen sickern stetig «neue Erkenntnisse» in die Medien. Doch je mehr diese gefüttert werden, umso mehr Widersprüche treten zutage und umso mehr Fragen ergeben sich. Allerdings stellen die grossen westlichen Medien die entscheidenden Fragen nicht. Und sie recherchieren nicht. Und wenn sie recherchieren, dann nur in eine Richtung. Und zwar nach dem Prinzip «im Zweifel gegen Russland».

Das deutsche Wochenblatt «Die Zeit» bringt in seiner Ausgabe vom 18. Mai eine ganze Seite zur Geschichte des Nervengiftes Nowitschok. Dabei wird fokussiert auf die Umstände, wie der Kampfstoff in in den neunziger Jahren in den Besitz des deutschen Bundesnachrichtendienstes gelangte. Die Autoren des Artikels berufen sich auf undurchsichtige anonyme Quellen: «Gespräche mit damals und heute Beteiligten».

Grosses Fazit des Artikels: Russland hat damals die Welt betrogen, weil es behauptete, alle C-Waffen zu vernichten, in Wirklichkeit aber ein geheimes Programm unterhielt, um Nowitschok zu entwickeln, eine Chemikalie, die um ein Vielfaches wirksamer sein soll als das berüchtigte Nervengift VX.

Das mag alles zutreffen oder nicht. Es ist aber unerheblich zur Klärung des Falles. Die einfache Frage, die angestrengt vermieden wird, lautet: Warum sollte der Kreml eine solche Mega-Waffe einsetzen, um einen ehemaligen Doppelagenten zu beseitigen? Sergei Wiktorowitsch Skripal hätte in Salisbury an jeder Strassenecke bei einem einfachen Autounfall ums Leben kommen können. Oder mit der Diagnose Suizid in seiner Wohnung gefunden werden können. Einen Kampfstoff russischer Fabrikation am Tatort zu hinterlassen bedeutet: Die Spur führt nach Moskau. Eine Parole, die langsam zum Running Gag verkommt.

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Mike Pompeo, der „loyale Schoßhund“ des Koch-Imperiums, des Big Oil und des fundamentalistischen „Kulturkampfes“ – www.NachDenkSeiten.de

Mike Pompeo, der „loyale Schoßhund“ des Koch-Imperiums, des Big Oil und des fundamentalistischen „Kulturkampfes“ – www.NachDenkSeiten.de

25-05-18 06:59:00,

Mike Pompeo, der „loyale Schoßhund“ des Koch-Imperiums, des Big Oil und des fundamentalistischen „Kulturkampfes“

Veröffentlicht in: Anti-Islamismus,Sarrazin, Außen- und Sicherheitspolitik, einzelne Politiker, Lobbyorganisationen und interessengebundene Wissenschaft, USA

„Unseren Herrn zu verehren und am gleichen Ort unsere Nation zu feiern, ist nicht nur unser Recht, sondern unsere Pflicht”, predigte Mike Pompeo, republikanischer Kongressabgeordneter aus Kansas, an einem warmen Juni-Sonntag 2015 während einer “God and Country Rally” der Wichita Summit Church. Pompeos Kanzelworte waren ein Gemisch aus Kriegsgeschrei und düsteren Warnungen vor der Gefahr eines radikalen Islam. Von Frederico Füllgraf

Er zitierte ein loderndes, evangelikales Kampfgebet, das ein Pastor namens Joe Wright einst im Abgeordnetenhaus von Kansas in Herzen und Hirne der Landespolitiker hämmerte: „Amerika hatte andere Götter angebetet und es Multikulturalismus genannt. Wir haben die Perversion befürwortet und sie als alternativen Lebensstil bezeichnet!”. Mike und Ehefrau Susan Pompeo, sollte man wissen, sind angesehene, aktive Mitglieder der Evangelisch-Presbyterianischen Kirche in Kansas, in der der ehemalige CIA-Chef und seit März 2018 amtierende US-Außenminister als Diakon dient und in deren Sonntagsschule unterrichtet.

Ein Jahr zuvor beschwor Pompeo dort, „Christen müssen wissen, dass Jesus Christus als unser Retter wirklich die einzige Lösung für unsere Welt ist” und erklärte während einer Kundgebung im Jahr 2015, dass „Politik ein endloser Kampf […] bis zur Ekstase” sei. Er beklagte die angeblichen Bestrebungen der Regierung Barack Obama, „den religiösen Glauben aus unseren Schulen zu jagen” und brach eine Diskussion vom Zaun über die angebliche dschihadistische Bedrohung: „Das Böse ist überall um uns herum!”

Diese Auftritte machten deutlich, so die US-Kolumnistin Michelle Goldberg, dass „Trumps Ernennung Mike Pompeos zum CIA-Chef die Außenpolitik als Vehikel für den Heiligen Krieg sieht” (“This Evil Is All Around Us” – Slate, 12. Januar 2017). Sarah Meyerhoff, Direktorin des internationalen Programms für Klimawandel und Sicherheit der Wilson-Stiftung, nannte Pompeo einen „loyalen Schoßhund“ der radikal-liberalen Denkfabriken und Stiftungen des Koch-Brothers-Imperiums, mit dem der frühere Unternehmer jahrzehntealte Geschäftsverbindungen unterhielt und von dem der spätere republikanische Abgeordnete während seiner Wahlkampagnen großzügig gesponsert wurde. Als Klimawandel-Leugner und Sprecher des „Big Oil“ bedeute der Secretary of State „ein Desaster für den Planeten“, erklärte die Umwelt-Managerin.

Damit nicht genug.

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Dr. Daniele Ganser: Der illegale Krieg gegen Iran 1953 | KenFM.de

Dr. Daniele Ganser: Der illegale Krieg gegen Iran 1953 | KenFM.de

24-05-18 07:03:00,

Dr. Daniele Ganser: Der illegale Krieg gegen Iran 1953 | KenFM.de

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Wie Palästina von der weltpolitischen Landkarte verschwand

Wie Palästina von der weltpolitischen Landkarte verschwand

24-05-18 08:59:00,

Zutrittsverbot der IDF für israelische Bürger zu Za’tara bei Bethlehem, 2016. Foto: Wikipedia / Lizenz: GNU Free Documentation License, Version 1.2

  1. Wie Palästina von der weltpolitischen Landkarte verschwand

  2. Die Hamas will nicht weichen

  3. Der Siedlungsbau


  4. Auf einer Seite lesen

Weil Präsident Abbas älter wird, Israels Regierungschef Netanjahu die Koalition zusammenhalten muss und alle mit Iran zu tun haben, beschäftigt sich niemand mehr mit den Palästinensern

Es ist Montagnachmittag; im Stadtzentrum von Ramallah geht das Leben seine gewohnten Gang. Man kauft ein, man trinkt Kaffee oder Tee oder macht seine Arbeit, wenn man welche hat, denn das ist hier, in den besetzten, den umstrittenen Gebieten, in den Palästinensischen Autonomiegebieten, in Palästina, je nachdem auf welcher Seite man steht, keine Selbstverständlichkeit: Die wirtschaftliche Lage ist miserabel, die politische Situation verwirrend unklar.

In Gaza regiert die Hamas, im Westjordanland die Fatah; es gibt die international anerkannte Regierung von Präsident Mahmud Abbas und eine Art Schattenregierung in Gaza, die vom Hamas-Funktionär Jahya Sinwar geführt wird. Unzählige Male verhandelte man über eine gemeinsame Regierung, unzählige Male einigte man sich und zerstritt sich sofort wieder, während beide Regierungen über die Jahre hinweg ihre eigenen Strukturen, ihre eigenen Rechtssysteme geschaffen haben.

Das Konzept “Palästina” ganz unten auf der Tagesordnung

Seit die Hamas 2007 nach gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften der Ramallah-Regierung die Kontrolle über den Gazastreifen übernommen hatte, geht das nun schon so. Und stets war die Position der internationalen Gemeinschaft die, dass Abbas und seine Regierung die Kontrolle über Gaza zurück gewinnen müssten und außerdem gewaltbereite Kräfte auszuschalten seien, dann werde es auch mit dem Frieden, dem eigenen Staat, klappen; denn, so schallt es auf der internationalen Bühne stets im Chor, zur Zwei-Staaten-Lösung gebe es keine Alternative.

Unfassbar viele Resolutionsentwürfe, Resolutionen und Friedenspläne wurden im Laufe der Jahre entwickelt; zu jedem Aspekt des Nahost-Konflikts, zu jedem Streitpunkt zwischen Israelis und Palästinensern gibt es nicht nur einen, sondern viele mögliche Lösungsvorschläge.

Und dennoch herrscht in diesen Tagen in der palästinensischen Öffentlichkeit eine tiefe Wut,

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Achtung Kultur-Propaganda! Eine neue Serie der Nachdenkseiten – Teil 1: Filme und Feindbilder – www.NachDenkSeiten.de

Achtung Kultur-Propaganda! Eine neue Serie der Nachdenkseiten – Teil 1: Filme und Feindbilder – www.NachDenkSeiten.de

24-05-18 08:59:00,

Achtung Kultur-Propaganda! Eine neue Serie der Nachdenkseiten – Teil 1: Filme und Feindbilder

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Kultur und Kulturpolitik, Medienkritik, Strategien der Meinungsmache

Neoliberale und kriegerische Indoktrination wirkt nicht nur über die großen Nachrichten-Medien auf die Bürger ein – auch in Form von Kultur und Entertainment werden politische Botschaften und Kampagnen unters Volk gebracht. Dieser mehr oder weniger gut getarnten Propaganda-Technik widmen die Nachdenkseiten eine neue, unregelmäßig fortgeführte Serie. Machen Sie mit und schicken Sie uns Beispiele. Wir beginnen mit der Propaganda im Unterhaltungsfilm. Von Tobias Riegel

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Damit Propaganda ihre ganze Wirkung entfalten kann, sollten möglichst viele Lebensbereiche von ihr erfasst werden. Man möchte nicht riskieren, dass die Kampagnen durch seriöse alternative Stimmen angegriffen werden – und seien dies nur vereinzelte „ketzerische“ Äußerungen von Regisseuren oder Autoren. Damit auch diese „Freigeister“ es nicht wagen, sich gegen die dominierende Deutung der Geschehnisse in Stellung zu bringen, sollten neben Politikern und Journalisten auch die Intellektuellen und die Künstler einerseits indoktriniert und eingeschüchtert, andererseits bei Wohlverhalten gefördert und gebucht werden. Peter Handke und der vernichtende Medienumgang mit ihm, nachdem er es gewagt hatte, der offiziellen Version des Jugoslawien-Kriegs zu widersprechen, ist ein Exempel für diese Einschüchterungs-Praxis im Kulturbetrieb. Die Unterzeichner eines „Künstler-Aufrufs“ gegen Putin müssen sich dagegen wegen Medienkampagnen keine Sorgen machen.

Es wäre zudem verschenktes Propaganda-Potenzial, wenn man neben den politischen Inhalten nicht auch noch den Sport („Doping“!) und die Kultur- und Entertainment-Industrie gegen den Feind in Stellung bringen würde – zumal sich diese Bereiche perfekt zur Ablenkung und Emotionalisierung eignen. Ein Blick auf den bemitleidenswerten Zustand des deutschen Kabaretts und auf die Tatsache, dass es erschreckend wenige wahrnehmbare künstlerisch-intellektuelle Stimmen gegen die anti-russische Stimmungsmache oder für allgemeine Friedensinitiativen gibt, zeigt, wie erfolgreich die dominierende Propaganda auch in der Kulturszene wirkt. Kein Wunder: Zunächst die westdeutsche und ab 1989 die gesamtdeutsche Geistes- und Kulturlandschaft war seit 1945 Ziel einer intensiven Beeinflussung vor allem von US-amerikanischer Seite.

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Die spektakulärsten Morde des britischen Geheimdienstes

Die spektakulärsten Morde des britischen Geheimdienstes

23-05-18 06:56:00,

Der Giftanschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal hat im Westen Angst vor Morden ausgelöst, die „russische Agenten“ in anderen Ländern begehen könnten. Aber die Geschichte kennt auch jede Menge Morde, für die ausgerechnet die britischen, und nicht die russischen bzw. sowjetischen, Geheimdienste verantwortlich sind.

Dieses Thema warf die offizielle Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, neulich im staatlichen TV-Sender „Rossija-1“ auf. Nach ihren Worten waren die Briten „schon immer große Meister, wenn es um die Darstellung ihrer Verbrechen als Verbrechen anderer ging“.

Zum ersten Mal hatte sich Sacharowa zu diesem Thema noch im April geäußert – und damit für großes Aufsehen gesorgt. Damals verwies sie darauf, dass sich die Briten möglicherweise mit den Morden am russischen Kaiser Paul I. im Jahr 1801 und an Grigori Rasputin 1916 beteiligt hätten. Diesbezüglich gibt es jedenfalls immer noch viele Gerüchte.

Aber während es wohl kaum Beweise für die Aktivitäten der Geheimdienstler in alten Zeiten gibt, ist es ein offenes Geheimnis, dass im 20. Jahrhundert viele bekannte Schriftsteller, Dichter und Journalisten mit Geheimdiensten zusammenwirkten, beispielsweise William Somerset Maugham, Graham Greene, Ian Fleming, John Le Carre, Frederick Forsyth usw. Und früher hatten auch Jonathan Swift und Daniel Defoe dasselbe getan.

Im Unterschied zum kontinentalen Europa, wo Spionage nie als würdige Aktivität für den traditionellen Adel galt, weil man zu dem Zweck seinen „adligen Geist“ unterdrücken, seinen Ehrenkodex „vergessen“ musste usw., sah man auf der Insel nie etwas Schlimmes darin, andere Länder auszuspähen und eventuell Menschen zu töten, um die eigenen politischen Interessen voranzubringen.

Abgesehen vom tödlichen Unfall von Prinzessin Diana, in dessen Zusammenhang es viele Vermutungen gab, ob er nicht von den Geheimdiensten Ihrer Majestät organisiert worden war, wurde wohl der Mord an Patrice Lumumba, dem ersten Ministerpräsidenten Kongos nach dem Erlangen der Unabhängigkeit dieses Landes von Belgien 1960, zum aufsehenerregendsten Ereignis dieser Art.

Mehr zum Thema: Britische Medien werfen Russland Vergiftung des BP-Ölmagnaten Dudley vor

Zunächst hatte man den Mord an Lumumba den belgischen Militärs und sogar dem König Baudouin vorgeworfen, dessen persönlicher Feind Lumumba angeblich gewesen war, nachdem er während Baudouins Besuch in Kongo das Protokoll verletzt und eine ursprünglich nicht geplante Rede gehalten hatte. Dabei beleidigte er den König und sagte unter anderem: „Wir sind nicht mehr Eure Affen!“ („Nous ne sommes plus vos singes!“).

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Warum Richter und Staatsanwälte in Spanien erneut streiken

Warum Richter und Staatsanwälte in Spanien erneut streiken

23-05-18 05:57:00,

Das Gesetz begleitet von Gerechtigkeit und Recht auf dem Obersten Gericht in Madrid. Bild: Cberbell/CC BY-Sa-3.0

Die Juristen wehren sich gegen die dauernde politische Einmischung in die Justiz sowie fehlende Mittel und treten deshalb zum zweiten Mal in den Ausstand

Es sind zwei Vorgänge an einem spanischen Dienstag, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben und doch eng miteinander verknüpft sind. Auf der einen Seite sind Richter und Staatsanwälte zum zweiten Mal in einen ganztägigen Streik getreten. Nach diversen kürzeren Streiks und Protesten haben sie nun erneut einen ganzen Tag gestreikt. Mit einer Beteiligung von 65,4% nach Angaben ihrer Vereinigungen und 56% nach Angaben des Justizkontrollrats war die Beteiligung hoch.

Erstmals waren sie 2013 in den Ausstand getreten, während sich am gleichen Tag Ministerpräsident Mariano Rajoy im Parlament rechtfertigen musste, da seine Volkspartei (PP) von Korruptionsaffären erschüttert wird. Zudem hatte schon damals die Politik mit massiven Einmischungen und Gesetzesveränderungen einen guten Teil der Justiz gegen sich aufgebracht. Geändert hat sich nichts, es wurde sogar immer schlimmer. Die PP versinkt immer tiefer in Korruptionsskandalen und wird trotz allem von den angeblichen “Korruptionsbekämpfern” der Ciudadanos (Bürger) weiter an der Macht gehalten. Die neoliberalen spanischen Nationalisten hatten eigentlich vor den Wahlen versprochen, Rajoy nicht wieder an die Macht zu bringen.

Und damit sind wir beim mit dem Streik verknüpften zweiten Thema. Denn mit Eduardo Zaplana wurde am Dienstag erneut ein PP-Führer und ehemaliger Regierungssprecher festgenommen. Der ehemalige Arbeitsminister unter der PP-Regierung von José María Aznar ist eine der vielen “Ausnahmen”, wie die zahllosen Fälle in der Korruptionspartei genannt werden. Sie bekommen Uni-Masterabschlüsse geschenkt oder, wie der ehemalige Vizepräsident Rodrigo Rato, ruinieren eine Großbank und bereichern sich dabei. Bis zum Regierungschef Rajoy haben nach Angaben des ehemaligen Schatzmeisters etliche PP-Führer “Zusatzlöhne” in bar – natürlich steuerfrei – erhalten. Die sind aus Schmiergeldern geflossen, für die Unternehmen im Gegenzug an öffentliche Aufträge kamen. Mindestens 20 Jahre soll sich die PP darüber illegal finanziert haben.

Auch Zaplana soll Millionen veruntreut und sich der Geldwäsche schuldig gemacht haben, weshalb er erst einmal inhaftiert wurde und heute in Madrid vernommen wird.

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Was wolle Qualitätsjournalist? – www.NachDenkSeiten.de

Was wolle Qualitätsjournalist? – www.NachDenkSeiten.de

23-05-18 02:09:00,

Was wolle Qualitätsjournalist?

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Länderberichte, Medienkritik, Schulden – Sparen, Wahlen

Leinen los für das Narrenschiff! Mit genau dem gesunden Maß an Überheblichkeit und Engstirnigkeit, für die wir Deutschen ohnehin weit über unsere Grenzen hinaus geliebt werden, versuchten Deutschlands Leitartikler die italienische Regierungsbildung in den letzten Tagen für ihre Qualitätsleser zu deuten. Der passende Sponti-Spruch hieße wohl „Alles Populisten, außer Mutti“. Die größte Sorge gilt dabei offenbar dem Szenario, dass Italien seine „Horror-Schulden“ nicht zurückzahlen mag und damit unseren Euro kaputtmacht. Gemach, Gemach, liebe Kollegen. Zum Einen sollte man klar und deutlich sagen, dass es die neoliberale Politik in Form einer wahnsinnigen Flat-Tax ist, die auch bei der ach so populistischen Rechtspopulisten-Irgendwoindermittepopulisten-Koalition aus Lega und fünf Sternen fröhlich Urständ feiert und tatsächlich auf eine massive Neuverschuldung hindeutet. Zum Anderen fehlt im hohen Klagelied der Edelfedern jedwede Nennung einer Alternative für die Italiener. Dass sie weder den durch und durch korrupten Christdemokraten unter ihrem Bunga-Bunga-Capo Berlusconi, noch den abgewirtschafteten Sozialdemokraten samt dem deutschen Megadarling Matteo Renzi auch nur ein Jota über den Weg trauen, dürfte sich doch schon bis in die Redaktionsstuben herumgesprochen haben. “Was wolle Qualitätsjournalist?” müsste man als in Anlehnung an einen anderen berühmten Italiener fragen? Von Jens Berger

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Lesen Sie dazu bitte auch den Artikel „Der Heilige Geist hat unsere Medien an Pfingsten nicht erreicht“, in dem sich Albrecht Müller bereits gestern über die Italien-Berichterstattung und insbesondere die Verwendung des Begriffs „Populismus“ in den deutschen Medien beschwerte.

Wir wissen es ja – Italien ist verschuldet, maßlos und instabil, wie uns n-tv gestern mal wieder wissen ließ. Ok, in der realen Welt baut Italien seit 2013 seine Staatsschuldenquote artig ab, hat seine Volkswirtschaft dafür auch durch eine viel zu „maßvolle“ Kürzungspolitik beschädigt und brauchte für seine Koalitions- und Regierungsbildung nur halb so lange wie die Deutschen, obgleich unsere Regierungsparteien – zumindest gemessen an italienischen Verhältnissen – putzigerweise kaum Unterschiede vorweisen. Aber wen interessiert schon die reale Welt,

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Bürgerrechtler: Amazon soll sein Gesichtserkennungsprogramm nicht Regierung zur Verfügung stellen

Bürgerrechtler: Amazon soll sein Gesichtserkennungsprogramm nicht Regierung zur Verfügung stellen

23-05-18 09:46:00,

Newsticker

23.05.2018 • 10:58 Uhr

Polizist mit einer Videokamera (Symbolbild)

Die US-amerikanische Bürgerrechtsorganisation ACLU hat den Online-Versandhändler Amazon dazu aufgefordert, sein Gesichtserkennungsprogramm “Rekognition” nicht mehr den US-Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung zu stellen. Die Organisation bezeichnet die Technologie als ein “mächtiges Überwachungssystem” und warnt vor einer “Gefahr für die Demokratie”. Der ACLU zufolge habe Amazon nun offiziell das Überwachungsgeschäft betreten.

In einem offenen Brief erklärt die Bürgerrechtsorganisation, Amazon habe ein “leistungsstarkes und gefährliches Gesichtserkennungssystem” entwickelt und helfe aktiv Regierungen, dieses einzusetzen. Bei dem System handele es sich um ein Produkt, das die Bürgerfreiheiten und -rechte gefährde. Mithilfe von künstlicher Intelligenz kann die Software Menschen identifizieren, verfolgen und bis zu 100 Gesichter auf einer einzigen Aufnahme analysieren. In der Produktbeschreibung wird Rekognition als “einfache und genaue Möglichkeit” bezeichnet, um Menschen zu überwachen.

Mehr zum Thema –  China: Schule überwacht Schülerverhalten im Klassenzimmer mit Kameras und Gesichtserkennungssoftware

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Transkription von KenFM im Gespräch mit: Fariss Wogatzki („Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewusst!“) | KenFM.de

Transkription von KenFM im Gespräch mit: Fariss Wogatzki („Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewusst!“) | KenFM.de

23-05-18 07:08:00,

Am 26. April 2018 wurde im Deutschen Bundestag dem 70. Geburtstag des Staates Israel gedacht und siehe da, ein gemeinsamer Nenner war parteiübergreifend erkennbar. Eine Querfront im Namen der Mahnung.

CDU/CSU, SPD, FDP, Linke und AfD stehen bedingungslos zum Heiligen Land.

Zusammenfassend lässt sich ihre Message so deuten:

Israel ist die einzige Demokratie im Mittleren Osten, umgeben von Barbaren, die es nur dank militärischen Geschicks in Schach zu halten vermag. Das Land wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den Überlebenden des Holocaust buchstäblich aus der Wüste erschaffen.

Man hatte verlassenes Land vorgefunden und es über Jahrzehnte fruchtbar gemacht. Gewalt oder Vertreibung hat es nie gegeben sowie es auch ein palästinensisches Volk nie gegeben hat.

Gott persönlich hat den heutigen Israelis das Land schon vor mehreren tausend Jahren geschenkt und jeder, der etwas anderes behauptet, ist ein Lügner, Nazi oder eben Antisemit.

Für Fariss Wogatzki stellt sich der Mythos um den Staat Israel ein wenig anders dar.

Sein Buch zum Status quo in Palästina will er als Anklage verstanden wissen. Es trägt den eindeutigen Titel: „Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewusst“.

Das Interview KenFM im Gespräch mit: Fariss Wogatzki liegt uns nun als Transkription vor. Das Interview haben wir am 29. April 2018 veröffentlicht.

Hier die Download-Links zu den ersten beiden Teilen der Transkription:

Transkription-KenFM-im-Gespraech-mit-Fariss-Wogatzki (Teil 1)

Transkription-KenFM-im-Gespraech-mit-Fariss-Wogatzki (Teil 2)

Transkription und Adaption durch den Gast und Autor Fariss Wogatzki. https://faresfalastin.wordpress.com

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Veröffentlicht am: 29. Mai 2018

Anzahl Kommentare: 4 Kommentare

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Tagesdosis 22.5.2018 – Die großartigsten Sanktionen der Weltgeschichte | KenFM.de

Tagesdosis 22.5.2018 – Die großartigsten Sanktionen der Weltgeschichte | KenFM.de

22-05-18 07:30:00,

Tagesdosis 22.5.2018 – Die großartigsten Sanktionen der Weltgeschichte | KenFM.de

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Der Heilige Geist hat unsere Medien an Pfingsten nicht erreicht. Sie gaben sich einer Orgie von Manipulationen hin. In den Urteilen über Italien zum Beispiel. – www.NachDenkSeiten.de

Der Heilige Geist hat unsere Medien an Pfingsten nicht erreicht. Sie gaben sich einer Orgie von Manipulationen hin. In den Urteilen über Italien zum Beispiel. – www.NachDenkSeiten.de

22-05-18 07:19:00,

Der Heilige Geist hat unsere Medien an Pfingsten nicht erreicht. Sie gaben sich einer Orgie von Manipulationen hin. In den Urteilen über Italien zum Beispiel.

Veröffentlicht in: Medienkritik, Strategien der Meinungsmache

Sie kennen keine Distanz zum Geschehen, um dann die verschiedenen Vorgänge einmal gelassen und nüchtern und sachlich einzuordnen. So könnte man angesichts der Schwierigkeiten der Regierungsbildung in Italien und angesichts der Erfolglosigkeit der von Berlin und Brüssel empfohlenen Wirtschafts- und Finanzpolitik in den ärmeren Ländern Europas ja auch mal auf die Idee kommen, abzuwarten, was sich in Rom tut. Und man könnte die Vorgänge in Venezuela ja auch mal ohne die gängigen Vorurteile beschreiben. Einmal nur darauf verzichten, die gängigen Etiketten anzukleben. Oder böse ausgedrückt: Immer der gleiche Schaum auf den Lippen, das ist unappetitlich. Albrecht Müller

Zu Italien

Im Heutejournal am Pfingstmontag Abend zum Beispiel:

Da werden die Etiketten Populisten und Rechtspopulisten so gebraucht, als wäre bei den Zuschauern schon eingebläut, was mit diesem Etikett gesagt werden soll. Mag ja sein. Aber irgendwann würde man gerne mal spüren, dass die Redakteure überlegt haben, wie schräg und dumm der ständige Gebrauch des Wortes Populist ist. Vielleicht sollten sich die Damen und Herren mal fragen, wer und was da sonst noch alles in Italien am Regieren war, und wie die Etiketten zu diesen anderen Gruppierungen – zu den Christdemokraten, zu Berlusconi, zu den Sozialisten – passen würden. Die Vertreter der Schwarzen Null, als deren Gralshüter sich die meisten deutschen Medien fühlen und gebärden, waren und sind die größten Populisten. Aus welchen Gründen außer sogenannten populistischen hat der neue deutsche Finanzminister Olaf Scholz sich der schwarzen Null verschrieben? Aus fachlichen und sachlichen Gründen?

Die abgeleitete Formel Rechtspopulist ist ähnlich einfältig. Auch hier müssten sich die diesen Begriff missbrauchenden Medien einmal fragen, was anderes der alte Franz Josef Strauß oder sein Nachfolger als Bundesfinanzminister Schäuble oder der ehemalige Bundespräsident Gauck denn waren: Populisten, Rechtspopulisten – ich kann das Wort – in jeglicher Kombination nicht mehr hören und rege an, wir sollten uns alle mit Trillerpfeifen ausstatten und dann, wenn ein Politiker diese Begriffe gebraucht, dazwischen pfeifen. Im übertragenen Sinne auch bei den Medien.

Im Heutejournal wird gefragt,

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Fukushima: Wohin mit dem radioaktiven Wasser und der kontaminierten Erde?

Fukushima: Wohin mit dem radioaktiven Wasser und der kontaminierten Erde?

22-05-18 06:21:00,

3D-Rekonstruktion des Zustands im Reaktor 3. Bild: Tepco

Über eine Million Tonnen mit Tritium belastetes Wasser und 22 Millionen Kubikmeter Erde müssen entsorgt werden

Jahr für Jahr gab es Meldungen, dass sich die Möglichkeiten erschöpfen, kontaminiertes Wasser und andere radioaktiven Materialien von den havarierten Fukushima-Reaktoren noch weiter zu speichern. Ein Tank, der jeweils 1000 Tonnen aufnehmen kann, reiht sich an den anderen auf dem 230.000 Quadratmeter großen Gelände. Hunderte befinden sich hier, mehr Platz gibt es nicht mehr.

Das Problem ist lange bekannt, Tepco, der Betreiberkonzern des Fukushima-AKWs, würde das Wasser am liebsten ins Meer ablassen. Mehr als eine Million Tonnen mit Tritium belastetes Wasser soll ins Meer abgeleitet werden, hieß es zu Beginn des Jahres. 2018 müsse endliche eine Entscheidung getroffen werden. Obgleich oder weil die Abe-Regierung weiter auf Atomkraft setzt, zögert sie die unpopuläre Entscheidung hinaus. In Japan, aber auch im Ausland würde es einen Aufschrei geben, würde man viele Millionen Tonnen radioaktiv kontaminiertes Wasser ins Meer einleiten.

2011 hat Tepco nach der Katastrophe teilweise dekontaminiertes, aber weiter mit Tritium belastetes Wasser bereits ins Meer eingeleitet. Das wird in allen japanischen Kraftwerken routinegemäß gemacht, aber im Fall von Fukushima, wo sich in drei Reaktoren eine Kernschmelze ereignete, waren die Mengen einfach zu groß, denn es muss das aus den Reaktoren austretende hochradioaktive Kühlwasser, das in diese fortwährend gepumpt werden muss oder über Regen bzw. das Grundwasser eindringt, gereinigt und gespeichert werden.

Täglich handelt es sich angeblich noch um 160, früher war die Rede von bis zu 700 Tonnen kontaminiertes Grund- und Kühlwasser, das zwar von Cäsium und Strontium sowie 60 weiteren radioaktiven Substanzen gereinigt werden kann, aber eben nicht von Tritium. Tepco erklärt, man habe die Speicherung des kontaminierten Wassers von durchschnittlich 490 Kubikmeter Anfang 2016 auf 110 Kubikmeter Anfang 2018 reduziert, beispielsweise durch eine “Frostmauer” in der Erde.

Beschwert hatten sich vor allem die Fischer, aber auch Nachbarstaaten wie China, Russland und Südkorea, als das belastete Wasser ins Meer eingeleitet wurde. Seitdem also wird es aufgefangen und es kommt immer wieder die Forderung, kontaminiertes Wasser ins Meer einzuleiten, weil man eben ans Ende der Kapazitäten stößt und die Belastung durch Tritium so geringfügig sei, dass davon keine Gefahr ausgehe. Das Problem ist,

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DEMOCRACY Beta ist online – Mit ein paar Klicks zum Bundestagsabgeordneten | KenFM.de

DEMOCRACY Beta ist online – Mit ein paar Klicks zum Bundestagsabgeordneten | KenFM.de

22-05-18 06:06:00,

DEMOCRACY Beta ist online – Mit ein paar Klicks zum Bundestagsabgeordneten | KenFM.de

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Todesstrahlen von HAARP: Testen die Amis ihre Klimawaffe wieder?

Todesstrahlen von HAARP: Testen die Amis ihre Klimawaffe wieder?

21-05-18 02:15:00,

Eine gigantische Welle hat 2004 die Küste Südostasiens unter sich begraben und eine halbe Million Menschen in den Tod gerissen. Es gibt Forscher, die bis heute streiten, ob diese Katastrophe wirklich ein Tsunami war. Ohne eine Superwaffe wäre die damalige Katastrophe unmöglich gewesen, ist der russische Militärexperte Juri Bobylow überzeugt.

„Wir haben die Situation unter Beteiligung von Spezialisten für geheime geophysische Waffen analysiert und sind zu überraschenden Ergebnissen gelangt“, sagt der Experte Bobylow. „Alles, was 2004 im Indischen Ozean passierte, ist das Ergebnis von Tests einer radiophysischen und geografischen Superwaffe der USA aus dem HAARP-Programm.“ Über 15 Jahre arbeitete Bobylow in geheimen Forschungseinrichtungen der russischen Rüstungsindustrie. In seinem Buch „Die genetische Bombe. Die Geheimszenarien des Bioterrors“ beschreibt der unabhängige Experte, wie er zu seinen Erkenntnissen gelangt ist.

Offiziell ist HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program) ein Forschungsprogramm zur Erkundung des Magnetfelds und der atmosphärischen Strahlung der Erde mittels Hochfrequenzwellen. Doch im Grunde ist es eine grausame Klimawaffe.

Angefangen hat alles zu Beginn des letzten Jahrhunderts. 1905 erfand der geniale Forscher Nikola Tesla eine Methode zur Übertragung des elektrischen Stroms durch das natürliche Umfeld auf jede beliebige Entfernung. Daraus wurde letztlich der sogenannte Todesstrahl, ein grundlegend neues System zur Übertragung des elektrischen Stroms mit der Möglichkeit, den Strahl auf irgendeinen Punkt auf der Erde zu fokussieren. Teslas Grundlagenwerk wurde in den USA daraufhin lange Zeit geheim gehalten.

Im Wesentlichen funktioniert die neue Technologie folgendermaßen: Oberhalb der Ozonschicht befindet sich die Ionosphäre, eine an elektrisch aufgeladenen Teilchen – den Ionen – überaus reiche Gasschicht. Diese Ionosphäre kann durch leistungsstarke HAARP-Antennen erhitzt werden. Infolge dessen können künstliche Ionenwolken entstehen, die ihrer Form nach optischen Linsen gleichkommen. Diese „Linsen“ können dazu genutzt werden, Tieffrequenzstrahlen zu reflektieren und energiegeladene „Todesstrahlen“ zu bilden, die auf einen vorgegebenen geografischen Punkt gerichtet werden können.

Eine spezielle HAARP-Station ist 1995 in Alaska gebaut worden: 48 Funkmasten standen dort ursprünglich auf einer Fläche von 13 Hektar – 360 solcher 24-Meter-Antennen sind es heute. Mit deren Hilfe wird ein konzentriertes Wellenbündel erzeugt, das wiederum einen bestimmten Bereich der Ionosphäre erhitzt. Eine Struktur aus Plasma und magnetischer Strahlung entsteht – ein Plasmoid.

„Die genetische Bombe“

„Mithilfe gelenkten Plasmoids kann das Wetter beeinflusst werden – tropische Regengüsse erzeugt, Hurrikane, Erdbeben, Tsunamis ausgelöst werden“, sagt der Experte und Buchautor Bobylow.

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Thilo Weichert: „Es geht um das Schüren von Bedrohungsgefühlen“ – www.NachDenkSeiten.de

Thilo Weichert: „Es geht um das Schüren von Bedrohungsgefühlen“ – www.NachDenkSeiten.de

21-05-18 02:12:00,

Thilo Weichert: „Es geht um das Schüren von Bedrohungsgefühlen“

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Überwachung, Erosion der Demokratie, Innere Sicherheit, Interviews

Thilo Weichert

Aufrüstung in Bayern: Der Einsatz von Drohnen, DNA-Analysen zur Erstellung eines „genetischen Phantombilds“, Bodycams und andere weitreichende Befugnisse zur Überwachung der Bürger finden sich in dem gerade vom bayerischen Parlament abgesegneten Polizeiaufgabengesetz (PAG). Thilo Weichert, der langjährige Datenschutzbeauftragte Schleswig-Holsteins, lässt an dem neuen Gesetz kein gutes Haar. Gegenüber den NachDenkSeiten sagt Weichert, die CSU-Politik kenne „keine rechtsstaatlichen Skrupel“. Ein NachDenkSeiten-Interview mit dem Vorstandsmitglied der Deutschen Vereinigung für Datenschutz über die Gefahren, die das PAG mit sich bringt.
Ein Interview von Marcus Klöckner.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

In Bayern hat das Parlament gerade das neue Polizeiaufgabengesetz beschlossen. Die Bezeichnung klingt zunächst erstmal etwas aufgebläht und viele können sich darunter wahrscheinlich nicht so viel vorstellen. Was ist darunter zu verstehen?

Das Polizeiaufgabengesetz, das PAG, regelt nicht nur die Aufgaben, sondern auch die Befugnisse der Polizei in Bayern. Der Freistaat war insofern schon immer sehr freigiebig, doch jetzt gab das Parlament den „Gesetzeshütern“ einen gewaltigen weiteren Schluck aus der „Befugnisflasche“: Ausweitungen bei der Telekommunikationsüberwachung, beim Einsatz von V-Personen und verdeckten Ermittlern, bei der Videoüberwachung. Neu eingeführt werden die Erlaubnis von Bodycams, die automatisierte Video- und Ton-Mustererkennung, die Durchsuchung von Cloud-Speichern, der Staatstrojaner, der Einsatz von Drohnen sowie DNA-Analysen zur Identifizierung und zur Erstellung eines „genetischen Phantombilds“. Nicht zuletzt: Die Befugnis zum Einsatz von militärischen Waffen wie zum Beispiel Handgranaten. Viele der informationellen Befugnisse können schon bei einer „drohenden Gefahr“ zum Einsatz kommen, also wenn die Polizei bloß mutmaßt, eine Gefahr könnte entstehen.

Das klingt ziemlich umfassend. Was passiert da gerade in Bayern?

Wir haben es hier politisch wie rechtlich mit komplexen Vorgängen zu tun.

Nämlich?

Politisch: Die CSU will mit Law-and-Order-Politik für die Landtagswahl im Herbst der AfD das Wasser abgraben und macht deren Politik unter dem Zeichen des christsozialen Kreuzes. Wir leben aber nicht mehr im Bayern der 60er oder der 90er Jahre.

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Anti-Aufklärung? Kriegstechnologie?

Anti-Aufklärung? Kriegstechnologie?

21-05-18 02:06:00,

  1. Anti-Aufklärung? Kriegstechnologie?

  2. Kybernetik und Behaviorismus – eine kurze Spurensuche

  3. Zwei Ordnungen der Kybernetik

  4. Die lückenhafte Spur der Kybernetik in Kultur- und Medienwissenschaften

  5. Filterblasen in Kultur- und Medienwissenschaften – der militärische Bias


  6. Auf einer Seite lesen

Anmerkungen zu blinden Flecken im Narrativ der Kybernetik

Solange etwas ist, ist es nicht das, was es gewesen sein wird.

Martin Walser

“Das Menschenbild des Silicon Valley ist das der Kybernetik, nicht das der Aufklärung”, äußerte der Philosoph Richard David Precht am 16.12.2017 in einem Interview des Magazins Focus anlässlich einer Buchveröffentlichung. Auf die Rückfrage des Interviewers, was das denn bedeute, erläuterte er, dass “die Aufklärung … den Menschen als Individuum” betrachte, sie seinen Wunsch des Gebrauchs der Freiheit respektiere und ihn auffordere, “die eigene Urteilskraft zu schärfen, damit er als mündiger Bürger zur Entwicklung der Gesellschaft beitragen” könne. Allerdings, so führte Precht weiter aus, müsse “dieser Bürger natürlich auch eine Struktur in der Gesellschaft vorfinden, die es ihm ermöglicht, sich mit seinen individuellen Vorstellungen an ihr zu beteiligen.”

Grundlegend anders sei hingegen das Menschenbild der Kybernetik. Es gehe laut Precht davon aus, “dass sich der Mensch seiner Umwelt anpasst”:

Was Lust auslöst, das findet der Mensch gut, und was Unlust auslöst, findet er schlecht. Wenn ich also das Verhalten der Menschen verändern will, dann muss ich – wie bei Tierversuchen im Labor – einfach ihre Umweltbedingungen verändern, indem gezielt andere Lust- bzw. Erfolgsreize gesetzt werden, gewinne ich Einfluss auf das Verhalten der Leute, ohne Rücksicht auf Vorstellungen von individueller Freiheit, Urteilskraft oder Mündigkeit zu nehmen.

Richard David Precht

Der Physiker und Kybernetiker Heinz von Foerster, damals Leiter eines führenden Kybernetik-Instituts, des Biological Computer Lab (BCL) an der University of Illinois, Urbana-Champaign, äußerte sich in seinem Grundsatzreferat “Die Verantwortung des Experten”1 auf der Herbsttagung der American Society for Cybernetics am 19.12.1971 wie folgt:

Der Großteil unserer institutionalisierten Erziehungsbemühungen hat zum Ziel,

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“Stiller Staatsstreich in Spanien”

“Stiller Staatsstreich in Spanien”

21-05-18 09:08:00,

Mariano Rajoy bei der Verkündigung der verordneten Neuwahlen am 3. Oktober 2017. Bild: Gobierno de España

Obwohl im Senat im Herbst beschlossen wurde, dass der Verfassungsartikel 155 automatisch mit einer Regierungsbildung fällt, wollen sich die PP, die PSOE und die Ciudadanos auch darüber hinwegsetzen

Der Ausnahmezustand in Katalonien soll nun weiter aufrecht erhalten bleiben, obwohl Katalonien eine Regierung gebildet hat. Eigentlich hatte die Volkspartei (PP) von Mariano Rajoy mit den Sozialdemokraten (PSOE) und den rechten Ciudadanos (Bürger) im vergangenen Herbst beschlossen, dass der Artikel 155 automatisch mit einer Regierungsbildung in Katalonien aufgehoben werden muss. Doch auch daran will sich in Spanien, das sich mit großen Schritten immer weiter von einer formalen Demokratie entfernt, nun niemand mehr halten, weil es nicht gelungen ist, die Amtseinführung von Quim Torra vergangene Woche zu verhindern.

Er war schon der vierte Kandidat, nachdem die Regierung über viele juristische Tricks durch das ihr hörige Verfassungsgericht verhindert, dass Carles Puigdemont wieder ins Amt gewählt wird. Nun hat sich der spanische Regierungschef Rajoy am Wochenende mit dem Sozialdemokraten Pedro-Sánchez und Albert Rivera abgestimmt, die Ernennung der Minister schlicht nicht im Amtsblatt zu veröffentlichen, womit sie nicht effektiv wird. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass die Zwangsverwaltung über Katalonien aufrechterhalten werden soll.

Man darf vermuten, dass das Abkommen auch eine Regelung zur Verabschiedung des Haushalts umfasst, um nicht mehr von den Stimmen der Baskisch-Nationalistische Partei (PNV) abhängig zu sein. Die PNV hatte stets erklärt, sie werde den Haushalt nicht abnicken, solange der 155 in Kraft ist. Vermutlich erhält Rajoy nun die dafür nötigen Stimmen von den Sozialdemokraten (PSOE). Die blieben sich treu – nicht ihren Wählen -, denn gegen das Wahlversprechen verhalfen sie Rajoy zur Macht, obwohl sie stets versprochen hatten, ihn keinesfalls zu wählen.

Somit hat sich der radikale Ciudadanos-Chef Rivera durchgesetzt, der die ganze Zeit Stimmung gemacht und statt einer Aufhebung des 155 sogar eine Verschärfung gefordert hatte. Er hat dabei besonders die öffentlich-rechtlichen Medien im Blick, über die Spanien die vollständige Kontrolle bekommen solle. Denn erst dann kann dort so manipuliert werden, wie im öffentlich-rechtlichen spanischen Fernsehen, wogegen die spanischen Journalisten seit Wochen auf die Barrikaden gehen.

Torra hat,

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Ukraine Im Informationskrieg: Bekämpfung von Propaganda durch Inhaftierung von Journalisten

Ukraine Im Informationskrieg: Bekämpfung von Propaganda durch Inhaftierung von Journalisten

21-05-18 08:47:00,

Der ukrainisch-russische Journalist Kyrylo Vyshynsky von RIA Novosti Ukraine wird mit der Anklage auf Landesverrat bis Mitte Juli eingesperrt, was im Westen praktisch auf keine Resonanz stieß

Erstaunlich ist, dass die westlichen Medien und auch Organisationen wie Reporter ohne Grenzen weitgehend “übersehen”, wie in der Ukraine der vom Westen organisierte Kampf gegen angebliche Fake News zum logischen Ende getrieben wird. Der Chef der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti Ukraine, Kyrylo Vyshynsky, war, wie auch Telepolis berichtete, letzte Woche vom ukrainischen Geheimdienst SBU festgenommen worden, weil er angeblich subversive Nachrichten verbreitete und die russische Finanzierung zu verschleiern suchte (“Informationskrieg”: Ukraine wirft Leiter von Ria Novosti Ukraine “Landesverrat” vor). Die will er unter der Rubrik “Meinung” veröffentlich haben.

RIA Novosti Ukraine sei nicht offiziell registriert gewesen, Vyshynsky, der die ukrainische und seit 2015 auch die russische Staatsbürgerschaft besitzt, habe zudem Aktivitäten der “Volksrepubliken” im Donbass unterstützt und 2014 subversiv über die Annexierung der Krim berichtet, wofür er die russische Staatsbürgerschaft und einen Orden erhalten habe. Er hatte zuvor für ukrainische Medien und Rossiya berichtet.

Man muss sich nur einmal vorstellen, welchen Aufschrei es geben würde, wenn in Russland Journalisten einer ausländischen Nachrichtenagentur inhaftiert und wegen Landesverrat angeklagt würden, um zu erkennen, wie die von der Nato protegierte Regierung in Kiew von den Regierungen und den meisten Medien gestützt wird. Was in Russland zu Recht kritisiert wird, die Ausschaltung der Opposition, der freien Medien und der freien Meinungsäußerung, wird offenbar in der Ukraine akzeptiert und kaum mit einem Wort erwähnt. Gut möglich, dass es Kiew auch um eine Antwort auf die Verurteilung des ukrainischen Filmemachers Oleg Sentsov geht, der gerade für sich und andere “politische Gefangene” in Russland in den Hungerstreik geht. Vielleicht sollte die Festnahme auch die 3 Tage später erfolgte Bekanntgabe neuer Sanktionen legitimieren.

Der Europarat, vielmehr die Plattform des Europarates für den Schutz von Journalisten, kritisierte immerhin die Festnahme durch Weiterleitung einer Meldung der Europäischen Journalistenföderation und der Internationalen Journalistenföderation und zeigte sich “besorgt über die Auswirkungen, welche die wiederholten Festnahmen von Journalisten auf die Pressefreiheit in der Ukraine haben können”. Man beobachte die Lage aufmerksam. Auch der OSZE-Vertreter für Pressefreiheit, Harlem Désir, äußerte “ernsthafte Besorgnis” über die “Durchsuchung von russischen Medienbüros in Kiew,

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Parallele Realitäten in Venezuela

Parallele Realitäten in Venezuela

21-05-18 08:47:00,

Blick in ein Wahllokal in Caracas. Bild: H. Neuber

Wie sich die Berichterstattung über die Krise und die heutige Wahl in dem südamerikanischen Land von der Lage vor Ort unterscheidet

Auf fassendengroßen Plakaten schaut der Kandidat über die venezolanische Hauptstadt Caracas. “¡Dolarización Ya!” steht unter dem Bild von Henri Falcón, “Dollarisierung jetzt!”

Der ehemalige Vertraute von Hugo Chávez, dem 2013 verstorbenen Ex-Präsidenten und Begründer der Bolivarischen Revolution, trat an diesem Sonntag gegen den Chávez-Nachfolger Nicolás Maduro an. Es war eine Präsidentschaftswahl im Ausnahmezustand: Das Land erlebt eine Hyperinflation mit derzeit über 13.000 Prozent, Hunderttausende haben Venezuela in der Krise verlassen, weite Teile der Bevölkerung sind auf Nothilfen angewiesen.

Zugleich hat die Einflussnahme aus dem Ausland auf die venezolanische Politik mit dem Ziel eines Regime-Change ein bisher nicht gekanntes Ausmaß erreicht. Das bedeutet auch: Egal wer die Wahl heute gewinnt, er wird es nicht nur mit einer der schwersten Krisen in der jüngeren Geschichte des Landes zu tun haben, sondern national und international um Anerkennung kämpfen müssen.

Nach dem vorläufigen Endergebnis gewann Maduro mit 67,7 Prozent, während auf Henri Falcón 21,2 Prozent der Stimmen kamen.

Statt die Gunst der Stunde zu nutzen, ist die Opposition tiefer zerstritten denn je. Während Falcón, ehemaliger Militär, Gouverneur und Bürgermeister, von drei Parteien unterstützt antritt, boykottiert die radikalrechte Opposition die Wahl. Unterstützt werden diese Kräfte von den USA, der Europäischen Union, Kanada und einer Reihe lateinamerikanischer Staaten.

Luis Romero von der 2012 gegründeten Partei Progressive Vorhut (Avanzada Progresista, AP) des Kandidaten Falcón bedauert das. “Unser einziger Ausweg aus dem Problemen des Landes kann nur ein demokratischer Weg sein, der Weg der Wahlen”, sagt er. Den aus dem Ausland unterstützten Weg des Wahlboykotts lehnt er klar ab: “Die radikale Opposition will Venezuela offenbar zugrunde richten, um dann auf den Ruinen des Landes eine neue Regierung zu errichten”, so Romero, dessen Lager einen schweren Stand hat: Viele internationale Medien haben Falcón lange schlichtweg ignoriert.

Propaganda statt Analyse von Problemen

So berichtete die ARD unlängst zur besten Sendezeit, dass die Regierung Maduro “jeden namhaften Gegenkandidaten, jeden politischen Gegner ausgeschaltet hat”. Solche Fake News zeigen ein zentrales Problem im Umgang mit Venezuela: Zahlreiche Journalisten, selbst solche, die sich in der Region auskennen sollten und spanisch sprechen,

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Iran, das Öl und der Dollar – www.NachDenkSeiten.de

Iran, das Öl und der Dollar – www.NachDenkSeiten.de

20-05-18 04:15:00,

Iran, das Öl und der Dollar

Veröffentlicht in: Außen- und Sicherheitspolitik, Finanzen und Währung, Ressourcen, Wirtschaftspolitik und Konjunktur

Seit einigen Wochen kriegen wir von einigen Lesern wieder verstärkt Hinweise auf Artikel, die davon berichten, Iran plane, seine Ölverkäufe künftig nicht mehr in US-Dollar abzurechnen und dies sei für die USA der „wahre“ Kriegsgrund, da eine Abkehr vom „Petrodollar“ die USA in den sicheren Ruin stürzen würde. Diese Geschichte geistert in verschiedenen Variationen nun schon seit 2004 durch das Netz und wird leider immer häufiger auch von redaktionellen Medien kritiklos aufgegriffen. Das ist ärgerlich, da so ein Teil der gerechtfertigten Kritik an der unfairen Außenwirtschaftspolitik der USA auf eine ökonomisch falsche und daher unproduktive Schiene gelenkt wird. Zeit für einen unaufgeregten Blick hinter die Kulissen. Von Jens Berger.

In Nachhinein ist es nicht mehr so einfach, die genaue Herkunft der Geschichte vom „Kriegsgrund Petrodollar“ zu bestimmen. Ungefähr zeitgleich haben um das Jahr 2005 herum die beiden amerikanischen Autoren F. William Engdahl und William R. Clark begonnen, den „wahren“ Grund für den Angriffskrieg der von den USA geführten Koalition gegen Saddam Husseins Irak in einer angeblich von den Irakern geplanten Umstellung der Transaktionswährung ihrer Ölexporte von Dollar auf Euro zu sehen. Diese Aussage war übrigens schon damals schlicht falsch, da Irak aufgrund der internationalen Sanktionen seit 1996 offiziell sein Öl über das „Oil-For-Food-Programm“ der UN und dabei zu großen Teilen ohnehin in Euro verkaufte. Das konnte aber auch nicht verhindern, dass Engdahls „Century of War“ (2004) und besonders Clarks „Petrodollar Warfare“ (2005) zu Bestsellern wurden, die auch heute noch von Autoren aus diesem Spektrum als Quellen genannt werden. Seitdem zieht sich die Geschichte von einem Land, das plant, seine Exporte künftig in Euro (oder neuerdings in der chinesischen Währung Renminbi) abzurechnen, und daher wie Irak bald Opfer eines amerikanischen Angriffskriegs werden soll, wie ein roter Faden durch die Artikelspalten bestimmter Medien. Seit 2006 geht es dabei vor allem um Iran, der angeblich plant, sein Öl künftig nur noch gegen harte Euro zu verkaufen. Nebenbei: Iran stellt bereits seit 2003 für seine europäischen und asiatischen Kunden die Ölrechnungen in Euro aus und seit 2016 akzeptiert man generell keine Dollarzahlungen mehr – Grund dafür sind die US-Sanktionen.

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Der Westen auf die Couch!

Der Westen auf die Couch!

20-05-18 04:11:00,

Der Westen hat eine sadistische Persönlichkeitsstörung
von Andre Vltchek

Man kann schlafen, mit wem man will (vorausgesetzt, die geltende „Etikette“ wird befolgt). Homosexualität und Bisexualität sind erlaubt. Das ist aber auch alles; weiter erstreckt sich die „Freiheit“ normalerweise auch nicht.

Von Widerstand wird nicht nur dringend abgeraten – er wird auch brutal bekämpft. Für das kleinste Vergehen oder den kleinsten Fehler landen Menschen hinter Gittern. In der Folge haben die USA pro Kopf mehr Gefängnisinsassen als jedes andere Land der Welt außer den Seychellen.

Eine weitere Folge ist, dass fast alle Gespräche, vor allem aber der öffentliche Diskurs, von der so genannten „political correctness“ und ihren Varianten bestimmt werden.

Aber zurück zur Kultur der Angst und Bestrafung.

Sehen wir uns die Schlagzeilen westlicher Zeitungen an, zum Beispiel der New York Times vom 12. April 2018: „Bestrafung Syriens könnte diesmal härter ausfallen.“

Wir sind schon so an diese vom Imperium benutzte perverse Sprache gewöhnt, dass wir gar nicht mehr merken, wie verdreht, bizarr und pathologisch sie ist.

Das erinnert an einen sadomasochistischen Trickfilm oder das Stereotyp eines grausamen Englischlehrers, der ein Lineal über die ausgestreckten Hände eines Kindes hält und schreit: „Soll ich?“

Carl Gustav Jung beschrieb die westliche Kultur verschiedentlich als eine „Pathologie“. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg äußerte er sich dementsprechend, sagte aber, dass der Westen in allen Teilen der Welt und über Jahrhunderte hinweg schreckliche Verbrechen begangen habe. Das ist aller Wahrscheinlichkeit nach der Grund dafür, dass die westlichen Mainstream-Psychiater und -Psychologen den egozentrischen und im Großen und Ganzen unpolitischen Sigmund Freud glorifizierten, während sie Carl Gustav Jung ignorierten, wenn nicht gar diffamierten.

Die extreme Form des Sadismus ist ein medizinischer Zustand, eine Krankheit. Und der Westen hat über Jahrhunderte hinweg ganz deutlich verstörende und gefährliche Verhaltensmuster gezeigt.

Sehen wir uns die Definition des Sadismus – oder laut Fachsprache, der Sadistischen Persönlichkeitsstörung (SPS) – an, mit der sowohl die USA als auch Europa ganz leicht diagnostiziert werden könnten.

Es folgt der Ausschnitt einer gebräuchlichen Definition der SPS, die auf medigoo.com und vielen anderen Online–Portalen aufgeführt wird:

„… Die sadistische Persönlichkeitsstörung zeichnet sich durch ein Muster unbegründeter Grausamkeit, Aggression und erniedrigender Verhaltensweisen aus, die auf eine tiefsitzende Verachtung für andere Menschen sowie einen vollkommenen Mangel an Einfühlungsvermögen schließen lassen.

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China: Schule überwacht Schülerverhalten im Klassenzimmer mit Kameras und Gesichtserkennungssoftware

China: Schule überwacht Schülerverhalten im Klassenzimmer mit Kameras und Gesichtserkennungssoftware

18-05-18 07:34:00,

China: Schule überwacht Schülerverhalten im Klassenzimmer mit Kameras und Gesichtserkennungs-Software (Symbolbild)

An einer Oberschule im chinesischen Hangzhou werden Schüler in Klassenzimmern per Kameras und Gesichtserkennung überwacht. Das Programm, das wie ein Big-Brother-Szenario anmutet, unterscheidet Gesichtsausdrücke und sechs Typen des Verhaltens der Schüler.

Alle 30 Sekunden wird in einer Logdatei gespeichert, ob die Schüler glücklich, empört, verärgert, ängstlich oder angewidert dreinschauen und ob sie im Moment lesen, schreiben, sich melden, im Stehen antworten, dem Lehrer zuhören oder sich gegen den Tisch lehnen.

Die vom System gesammelten Informationen werden analysiert und den Lehrern übermittelt, damit diese das Verhalten und den emotionalen Zustand ihrer Schüler besser überwachen können. Außerdem soll das Vorgehen den Pädagogen helfen, ihre Unterrichtsmethoden zu verbessern, so der stellvertretende Rektor der Schule, Zhang Guanchao. Beim Sammeln und Auswerten der Daten durch das sogenannte Intelligente System für Verhaltensmanagement im Klassenzimmer (intelligent classroom behavior management system) sei “vielmehr die ganze Klasse als Individuen im Fokus”, sagte er gegenüber dem Nachrichtenportal Chinaplus.  

Mithilfe derselben Technik werden seit dem letzten Jahr zudem die Zahlungen am Schulkiosk und Bücherentleihungen in der Schulbibliothek abgewickelt sowie die Anwesenheit der Schüler kontrolliert. Gerade die Anwesenheitsprüfung nehme dadurch im Vergleich zu früher lediglich wenige Sekunden ein, sagte der Rektor.

Mehr zum Thema – Stecknadel im Heuhaufen: Verbrecher in riesiger Menschenmenge mithilfe von Gesichtserkennung gefasst

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Jenseits der Propaganda

Jenseits der Propaganda

18-05-18 12:55:00,

Frau Fahlbusch, wie kommt man darauf, ausgerechnet nach Syrien zu reisen?

Ich schreibe an einem Roman, und mein Protagonist hat einen syrischen Background. Ich hielt es gar nicht für möglich, dass man jetzt nach Syrien reisen kann. Im Dezember 2017 erhielt ich einen Newsletter vom Magazin „Zeitpunkt“. Darin wurde auf die Reise hingewiesen, und ich hatte spontan das Gefühl, dass ich teilnehmen sollte, also meldete ich mich an, in der Hoffnung, auf dieser Reise etwas mehr über meine Romanfigur zu erfahren. Was dann auch der Fall war.

Was war das für eine Reisegruppe, wer war der Veranstalter?

Der Reiseveranstalter war der Luzerner Anwalt Vital Burger vom „Freundeskreis Schweiz-Iran“, der schon mehrmals in Syrien war. Einige der anderen Reiseteilnehmer kannten Vital Burger schon, im Gegensatz zu mir. Es waren alles „Privatleute“, welche die Reise aus persönlichem Interesse unternahmen, keine Journalisten, keine Vertreter von Hilfswerken, keine Geschäftsleute. Wir hatten alle den Wunsch, uns selbst ein Bild von dem Land zu machen, von dem wir hier immer nur hören und sehen, dass es in Schutt und Asche liegt. Die meisten Reiseteilnehmer waren Leute im beruflichen Ruhestand, zum größten Teil aus der Schweiz, zwei aus Südtirol und vier aus Deutschland. Die älteste Teilnehmerin war 84 Jahre alt.

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Hatten Sie keine Angst, in ein Kriegsland zu reisen?

Ich persönlich hatte nicht das Gefühl, viel zu riskieren. Allerdings wurde mir etwas mulmig, als im Februar erneut Angriffe aus Israel gemeldet wurden und überall zu lesen war, Syrien sei derzeit der gefährlichste Platz auf Erden. Ein Treffen mit Vital Burger und der Gruppe einige Wochen vor der Reise überzeugte mich davon, dass er gut Bescheid weiß und keine unverantwortlichen Risiken eingeht. Außerdem ist er Helikopterpilot. Das fand ich sehr beruhigend.

Bei mir entstand zu dieser Zeit auch der Eindruck, dass es hierzulande vielleicht gar nicht gewollt ist, dass Europäer oder überhaupt „Westler“ nach Syrien reisen und Dinge sehen, über die hier nicht berichtet wird.

Wie kommt man im Land mit Einheimischen in Kontakt?

Die Einheimischen kamen mit uns in Kontakt. Die Leute dort sind herzlich und gast-freundlich und freuten sich sehr, wieder Touristen im Land zu sehen. Für sie ist es ein Zeichen dafür, dass es aufwärts geht. An manchen Orten waren wir eine richtige Attraktion – offenbar waren wir seit Jahren die erste „offizielle“ Reisegruppe aus Europa,

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Fundstück: The Bitcoin Psyop | www.konjunktion.info

Fundstück: The Bitcoin Psyop | www.konjunktion.info

29-01-18 02:03:00,

Blockchain. Bitcoin, Kryptowährungen. Drei Schlagwörter, die gerne vermengt und synonym verwendet werden. Und doch muss muss sie unabhängig voneinander betrachten, um den derzeitigen Hype und die dahinterliegenden Absichten verstehen zu können.

James Corbett hat dazu ein sehr gutes Video gemacht, dass ich allen nur wärmstens ans Herz legen kann, die verstehen wollen, was wirklich dahinter steckt. Aus seinem Einleitungstext zum Video:

Ja, die Blockchain ist wirklich revolutionär. Ja, Bitcoin ist Tulipmania 2.0. Ja, Kryptowährungen sind ein Nagel im Sarg der Banksterparasiten. Ja, digitale Währung ist ein Werkzeug der totalitären Tyrannen. Nein, diese Aussagen sind nicht widersprüchlich. Aber mach dir keine Sorgen, wenn du denkst, dass sie es sind. Du bist nur ein Opfer von “The Bitcoin Psyop”.

(Yes, the blockchain is truly revolutionary. Yes, bitcoin is Tulipmania 2.0. Yes, cryptocurrency is a nail in the coffin of the bankster parasites. Yes, digital currency is a tool of the totalitarian tyrants. No, these statements are not contradictory. But don’t worry if you think they are. You’re just a victim of “The Bitcoin Psyop.”)

Leider ist das Video aktuell nur auf Englisch verfügbar.

Quelle:
Corbett Report Episode 328 – The Bitcoin Psyop

Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.

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