Im Würgegriff

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11-04-19 07:28:00,

von Medea Benjamin

Jüngst durften wir auf einer Delegationsreise in den Iran die iranische Gastfreundschaft aus erster Hand erleben. Iraner sind besonders begeistert, wenn sie US-Amerikaner treffen — wir haben aber leider erfahren, dass die Politik unserer Regierung genau den Menschen schadet, die unsere Freunde sein wollen.

Als unsere 28-köpfige Delegation durch das Land reiste — auf unseren Jacken stand auf englisch und persisch „Friede mit dem Iran“ —, waren wir stets von Menschen umringt, die ihr Englisch erproben und mit uns sprechen wollten, vom Schulkind bis zum Ladenbesitzer. Als sie hörten, dass wir aus den USA kamen, begannen ihre Augen zu leuchten. Wir posierten ununterbrochen für Fotos und tauschten Instagram-Accounts aus. Man bot uns ständig süßen Tee an und überschüttete uns mit mehr Geschenken, als in unsere Koffer passten.

Wir hörten immer wieder den Refrain „US-Amerikaner gut, Trump böse“. Wir trafen aber auch ein paar Trump-Unterstützer. An einem Straßenladen außerhalb Teherans stellten wir mit Entsetzen fest, dass hier sämtliche Bücher von Donald Trump auf persisch verkauft wurden. Ein Buchkäufer sagte, Trump sei gut, weil er dafür sorge, dass man die schrecklichen Kleriker, die das Land regierten, los werde. Die meisten Menschen jedoch, ob sie nun ihre Regierung mochten oder ablehnten, beklagten sich darüber, dass die US-Politik nicht die Regierung oder die Reichen träfe, sondern die Mittelklasse und die Armen.

Im Mai 2018 kündigte Präsident Trump einseitig das Nuklearabkommen mit dem Iran und verhängte daraufhin drakonische Sanktionen, die nicht nur US-Unternehmen untersagen, Geschäfte im Iran abzuwickeln, sondern alle ausländischen Unternehmen und Banken bedrohen, die Handel mit dem Iran betreiben. Die Sanktionen schränken auch Irans Möglichkeiten empfindlich ein, seine Haupteinnahmequelle, das Erdöl, zu verkaufen.

Durch die US-Sanktionen sowie durch Misswirtschaft und Korruption ist der Wert des Rial gefallen und hat die Preise für Gebrauchsgüter in Schwindel erregende Höhen steigen lassen. Einer unserer Führer erzählte uns:

„Unsere Ersparnisse auf der Bank sind weg, die Mieten steigen monatlich und die Preise für Lebensmittel täglich, während die Löhne größtenteils gleich bleiben.“ Bei einem Stand am Straßenrand, neben der Grabstätte von Kyros dem Großen, erzählte uns die Frau eines Teeverkäufers, wie dramatisch sich der Lebensstandard der Familie im letzten Jahr verschlechtert habe. „Früher konnten wir uns ein Auto leisten, heute ist nicht mal mehr ein Kühlschrank drin“,

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Alles nur zum „Schutz“ von Luftraum: Nato fliegt Atombomber im Baltikum

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10-04-19 09:17:00,

Rund um die Uhr 365 Tage im Jahr sind Luftstreitkräfte der Nato im Baltikum aktiv. Direkt an Russlands Grenze. Und das seit 15 Jahren. „Air Policing Baltikum“ heißt der Dauereinsatz, den das Bündnis im März 2004 beschlossen hat – zum „Schutz des Luftraums“. Das muss man aber bezweifeln, sieht man, welche Flugzeuge die Nato ins Baltikum schickt.

Häufig ist zu hören, „Air Policing Baltikum“ sei eine Polizeimission, die nur dazu diene, den Luftverkehr im Ostseeraum zu überwachen und zu sichern. Eine irreführende Erklärung. Vielmehr ist der Dauereinsatz der Nato im Baltikum eine echte Kampfmission mit längerfristigen Zielen, schreibt das Portal „Swesda“.

Beschlossen wurde der Luftwaffeneinsatz vom Nordatlantischen Rat am 17. März 2004 – mit einer Begründung, die laut dem Portal mehr verwirrt als erklärt. Okay, der Luftraum der baltischen Staaten soll beschützt werden. Aber wer hat den Luftraum bedroht? Oder ist da je einer eingedrungen?

Zwei Wochen nach dem Beschluss kamen die ersten Nato-Flugzeuge nach Lettland, Litauen und Estland. Rund die Hälfte aller Allianzmitglieder stellt seither Abfangjäger, Jagdbomber, Aufklärungs- und Tankflugzeuge für das „Air Policing Baltikum“ bereit. Koordiniert wird die Mission vom Combined Air Operations Centre im nordrheinwestfälischen Uedem.

Russlands Präsident Wladimir Putin beim internationalen Arktis-Forum in St. Petersburg

©
Sputnik / Ramil Sitdikow

Stationiert werden die Maschinen auf Rotationsbasis unmittelbar in den baltischen Ländern, auf den Flugplätzen im lettischen Lielvārde, im litauischen Šiauliai und im estnischen Ämari. Nach dem Beitritt der baltischen Staaten zum nordatlantischen Militärbündnis sind diese Stützpunkte gründlich überarbeitet worden – so gründlich, dass sie heute sogar die großen strategischen Bomber der US Air Force aufnehmen können: die В-1В, В-52Н und В-2А.

Für Russlands nationale Sicherheit ist das nicht die einzige Gefahr. Bedrohlich ist auch der Umstand, dass nicht nur der Himmel über den drei baltischen Staaten zum „Zuständigkeitsbereich“ der Nato-Flieger zählt, sondern auch Lufträume über der Ostsee, die direkt an russische Gebiete grenzen – an Kaliningrad und das Gebiet Leningrad.

Das Wichtigste aber: Auch die drei Atommächte der Nato – USA, Großbritannien und Frankreich – entsenden Flugzeuge ins Baltikum im Rahmen der „Air Policing“. Flugzeuge mit einem Doppelzweck, schreibt das Portal: solche, die mit konventionellen Waffen und mit nuklearen Bomben bestückt werden können.

Andere Sputnik-Artikel: Russlandfeindliche Aussagen des Präsidenten Lettlands haben keinen Grund — ExperteAndere Sputnik-Artikel: Brief an Putin: Bataillone,

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David Malpass gewählter Präsident der Weltbank

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10-04-19 12:22:00,

Der US-Amerikaner David Malpass wurde für fünf Jahre zum Präsident der Weltbank gewählt. Als ehemaliger Wirtschaftsberater der Reagan- und Bush Senior-Verwaltungen dürfte er die Entwicklungskredite von nur in echten Schwierigkeiten befindlichen Staaten erneuern. Viele Länder, die einst als “Entwicklungsländer” klassifiziert wurden, profitieren noch immer von den Vorteilen der Bank, obwohl ihre Wirtschaft blühend wurde.

Die Weltbank ist ein Organ der Vereinten Nationen, die traditionell von einem US-Amerikaner geleitet wird. Sie wurde von Robert McNamara (April 1968 – Juni 1981), dem Architekten des Vietnam-Krieges oder von Paul Wolfowitz (1. Juni 2005 – 30. Juni 2007), dem Theoretiker der Entwicklungshemmung der Europäischen Union, geleitet.

David Malpass ersetzt den US-Amerikaner Jim Yong Kim und seinen provisorischen Nachfolger, die Bulgarin, Kristalina Gueorguieva, (ehemalige Kommissarin des EU-Haushalts, dann Direktorin der Weltbank) die von ihrem Amt zurückgetreten ist, um sich dem privaten Sektor zu widmen.

Übersetzung
Horst Frohlich

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London hat bewusst den Dschihad durch ein kriminelles Netzwerk finanzieren lassen

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10-04-19 12:19:00,

Laut der Sunday Times [1] ließen die britischen Verwaltungen ein kriminelles Netzwerk acht Milliarden Pfund zur Finanzierung des Dschihad unterschlagen, ohne einzugreifen.

Die Sunday Times behauptet, dass der MI5 über diese Aktivitäten nicht informiert wurde, aber sagt nicht, wer die Finanziers des Dschihad geschützt hat.

Diese Information bestätigt die Untersuchung von Thierry Meyssan über die Unterstützung der Muslim-Bruderschaft und des islamischen Terrorismus seit einem halben Jahrhundert durch die Krone [2].

Die Wochenzeitschrift erwähnt durch die Zollverwaltung beobachtete Überweisungen zu Al-Kaida, sowie Verbindungen mit den Tätern der London-Attentate vom 7. Juli 2005. Ein Beamter versichert sogar, während des Krieges gegen den Irak einen der Leiter des Netzwerks im Gespräch mit Premierminister Tony Blair gesehen zu haben.

Übersetzung
Horst Frohlich

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Wie IT-Giganten neben den Inhalten auch die Netz-Infrastruktur kontrollieren wollen

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10-04-19 12:12:00,

Google, Facebook und Co investieren Milliarden Dollar in Untersee-Kabel und andere Aspekte der Infrastruktur des Internets. Am Ende der Entwicklung könnten sie neben den Inhalten auch die Technik kontrollieren. Eine US-Senatorin forderte jüngst, die Firmen zu zerschlagen. Ganz aktuell bittet Frankreich die US-Konzerne mit einer neuen Steuer zur Kasse – Deutschland verzichtet darauf. Von Tobias Riegel.

Der IT-Konzern Google verdient Milliarden Dollar mit den Services seiner Cloud-Plattform. Jetzt will die Firma diese Mittel nutzen, um das Internet selbst zu kaufen – oder zumindest die Unterwasserkabel, die das technische Rückgrat des Internet bilden. Vor dieser Entwicklung warnt aktuell unter anderem der IT-Experte Tyler Cooper. Gleichzeitig fordert etwa die US-Senatorin Elizabeth Warren, die Technik-Firmen zu „zerschlagen“. In Europa wiederum haben sich nun einige Länder entschlossen, eine überfällige Digitalsteuer einzuführen – Deutschland ist nicht darunter.

Im Februar hatte Google angekündigt, eine neue Unterwasserleitung von Kalifornien nach Chile voranzutreiben. Dieses „Curie-Kabel“ würde laut Cooper das erste private interkontinentale Kabel sein, das jemals von einem großen Nicht-Telekommunikationsunternehmen gebaut würde. Demnach hat Google neben interkontinentalen Verbindungen auch bereits eine Reihe intra-kontinentaler Kabel eigenständig finanziert, es sei eines der ersten Unternehmen gewesen, das eine vollständig private Unterwasser-Linie gebaut habe. In deutschen Medien werden diese „gigantischen Bauprojekte“ der IT-Firmen etwa hier thematisiert.

Inhalte sind nicht genug: Google und Co. greifen nach dem technischen Rückgrat

Google steht nicht allein mit diesen Ambitionen, neben weiten Teilen der Inhalte des Internets auch dessen technisches Fundament kontrollieren zu können. In der Vergangenheit waren die Kabel laut Cooper im Besitz von Gruppen privater Unternehmen – meist Telekommunikationsanbieter. Aber 2016 begann ein massiver Boom für Unterwasser-Kabel – und vor allem seitdem heißen die Käufer Facebook, Microsoft und Amazon.

Diese Firmen scheinen alle die Bestrebungen von Google nach einer Vorherrschaft auf dem Meeresgrund zu teilen. Kein Wunder: Faseroptische Unterwasserkabel durchziehen weltweit den Meeresboden und transportieren laut Experten 95 bis 99 Prozent der internationalen Daten über Bündel von Glasfaserkabeln. Insgesamt sind heute mehr als 700.000 Meilen von Unterwasserkabeln im Einsatz, so Cooper. Und Google sei dabei, eine alarmierende Anzahl von ihnen zu besitzen: Sollte das Curie-Kabel fertiggestellt werden, würde Google international 10.433 Meilen Unterwasserkabel besitzen. Die Gesamtzahl erhöhe sich auf über 63.000 Meilen, wenn jene Kabel mit einbezogen würden, die Google im Konsortium mit Facebook,

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Wie Moskau das Vertrauen in den Westen verlor

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10-04-19 12:09:00,

Boris Jelzin (Mitte) brauchte Geld, Bill Clinton wollte Nato nach Osten erweitern
© flikr

Boris Jelzin (Mitte) brauchte Geld, Bill Clinton wollte Nato nach Osten erweitern

Roman Berger / 10. Apr 2019 –

Oppositionspolitiker Alexander Lukin: Der Westen zahlt einen hohen Preis für sein widersprüchliches Verhalten gegenüber Russland.

Die Beziehungen zwischen Russland, Westeuropa und den USA befinden sich seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion auf einem Tiefpunkt. Wer aber ist dafür verantwortlich, dass Russland seine anfänglich prowestliche respektive amerikafreundliche in eine feindliche Haltung geändert hat? Diese Frage stellt sich der prominente russische Oppositionspolitiker Alexander Lukin in der US-amerikanischen Zeitschrift «The National Interest» (1)

Lukin war Botschafter der Russischen Föderation in Washington (1992 bis 1993) und erlebte den Beginn der Präsidentschaft von Bill Clinton vor Ort. Der US-Präsident unterstützte den damaligen russischen Präsidenten Boris Jelzin. Sein Ziel war es, das wichtige postsowjetische Russland zu einer pro-amerikanischen Nation zu machen.

Angst vor einer «roten» Machtübernahme

Die russischen Präsidentschaftswahlen von 1996 spielten eine entscheidende Rolle. Boris Jelzin musste sich einer Wiederwahl stellen. Sein Gegenkandidat war der Chef der Kommunistischen Partei, Gennady Sjuganow. Jelzins Berater warnten darum führende westliche Politiker vor einer «roten» Machtübernahme in Moskau. Jelzin bat Clinton, den Internationalen Währungsfonds zu überzeugen, Russland einen Kredit von 10 Milliarden Dollar zu gewähren. Natürlich erklärte sich Clinton dazu bereit.

Denn so konnte Jelzin kurz vor den Präsidentschaftswahlen überfällige Gehälter und Renten zahlen und damit sein angeschlagenes Image verbessern. Gleichzeitig verstand Clinton aber auch, dass er mit der Unterstützung Jelzins sich in Russlands Innenpolitik einmischte. Das haben bisher als geheim eingestufte Aufzeichnungen von Treffen und Telefongesprächen zwischen den Präsidenten Boris Jelzin und Bill Clinton bestätigt (2). (Infosperber berichtete: «Brisante Russland-Dokumente veröffentlicht».)

Jelzin war ebenfalls gegen die Nato-Osterweiterung

Aus den Aufzeichnungen der Clinton Library ist auch zu entnehmen, wie Präsident Jelzin die von Clinton unterstützte Nato-Osterweiterung entschieden abgelehnt hatte. Jelzin war jedoch von westlicher Finanzhilfe abhängig und konnte sich darum nicht durchsetzen.

Nach Ansicht Lukins vertraten Jelzin und Putin zur Nato-Osterweiterung die gleiche Position. Putin jedoch sei es gelungen, Russland von den USA und dem Westen weniger abhängig zu machen. Fest steht: Clinton konnte Russlands Sicherheitsbedürfnisse ignorieren. Das tat der US-Präsident, als er befahl, Jugoslawien zu bombardieren – trotz Jelzins scharfem Protest,

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Brexit: Steht ein inszenierter Crash bevor?

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10-04-19 07:23:00,

Nur noch wenige Tage trennen uns vom 12. April, für den einmal mehr Großbritanniens Austritt aus der Europäischen Union vorgesehen ist – Ein Kommentar

Ob es dazu kommt, kann niemand voraussagen. Die britische Premierministerin May hat Brüssel in der vergangenen Woche um einen erneuten Aufschub bis zum 30. Juni gebeten. EU-Ratspräsident Donald Tusk hat sogar einen weiteren Aufschub um ein Jahr vorgeschlagen.

In beiden Fällen müsste Großbritannien allerdings an der Wahl zum Europäischen Parlament am 26. Mai dieses Jahres teilnehmen. Das jedoch dürfte den 17,4 Millionen Briten, die im Referendum am 23. Juni 2016 für einen Brexit gestimmt haben, kaum gefallen und könnte ihre Wut nach 2 ¾ Jahren vergeblichen Wartens möglicherweise überkochen lassen.

Auf diesen Fall bereitet sich zurzeit die britische Polizei vor. Sie gab vor wenigen Tagen bekannt, dass für den Fall von Unruhen im Land 10.000 Polizisten bereit stehen, die innerhalb von 24 Stunden einsatzbereit wären.

Wovon zurzeit niemand spricht, ist die historische Möglichkeit, die ein solches Szenario der globalen Finanzelite eröffnen würde – und zwar aus folgenden Gründen:

Nachdem die Zentralbanken ihre Geldpolitik im vergangenen Jahr gestrafft haben, ist es im Dezember zu den größten Börseneinbrüchen seit 70 Jahren gekommen. Um den Abwärtstrend zu stoppen, haben die wichtigsten Zentralbanken, allen voran die FED und die EZB, umgehend reagiert und eine Rückkehr zur lockeren Geldpolitik angekündigt.

Das hat die Märkte nicht nur beruhigt, sondern zum besten Börsenstart seit Jahren und einer bis heute anhaltenden monatelangen Rallye geführt. Diese aber bringt die alten Probleme wieder mit sich: Die Blasen wachsen weiter und drohen zu platzen. Und nicht nur das: Wegen der Niedrigzinsen ist die Verschuldung gegenüber 2007/2008 stark gestiegen, so dass die Risiken im System heute höher sind als vor zehn Jahren. Ein Crash hätte also wesentlich schlimmere Folgen.

Deshalb dürfte sich die globale Finanzelite zurzeit nichts mehr wünschen, als den Druck aus den Märkten zu nehmen und von sich selbst abzulenken. Hierbei wird ihr wohl kaum die historische Chance entgehen, die ein Aufflammen von Brexit-Unruhen bieten würde – nämlich selbst einen Crash zu inszenieren, davon zu profitieren und der Öffentlichkeit mit den Brexit-Befürwortern auch noch einen Sündenbock für die entstehenden Verwerfungen zu präsentieren.

Hedgefonds und Großbanken müssten zu diesem Zweck nur ihre Marktmacht ausnutzen,

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Geldsystem: Warum sich die Banken hinter der sozialistischen “Modernen Geldtheorie” versammeln | www.konjunktion.info

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10-04-19 07:21:00,

Wall Street - Bildquelle: Pixabay / alessandrodandrea; Pixabay LicenseWall Street - Bildquelle: Pixabay / alessandrodandrea; Pixabay License

Wall Street – Bildquelle: Pixabay / alessandrodandrea; Pixabay License

Nicht nur in den USA, sondern gerade in Europa und insbesondere in Deutschland kommen sozialistische Ideen wieder vermehrt in Mode. Sei es die Enteignung von großen Mietwohnungsgesellschaften, während die selbst gemachten Ursachen von überteuerten Mieten und Nebenkosten durch die Politik keine Rolle spielen; oder sei es die Forderung nach Billioneninvestitionen im Zuge des “Green New Deal” in den USA. Alle diese Gruppierungen und Forderer sind der Meinung, dass der Stadt mehr tun müsste: mehr regulieren, mehr steuern, mehr bestimmen, mehr subventionieren, mehr…

Wie all das bezahlt werden soll, bleibt geflissentlich unbeantwortet. Laut der US-Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez – also genau jene von George Soros unterstützten Politikerin zu der ich im August letzten Jahres schrieb:

Ich denke, wir sollen uns den Namen Alexandria Ocasio-Cortez merken. Er wird in der nahen Zukunft auch in Deutschland als neue Hoffnungsträgerin der Demokraten fallen…

– ist die Antwort darauf: die Modern Monetary Theory (Moderne Geldtheorie, MMT).

Die New York Times beschreibt die MMT als ein “Paket exzentrischer Ideen (package of eccentric ideas)” und zitiert die “Befürworter der MMT”, dass “die Defizite zu gering sind, und die USA im Wesentlichen Geld drucken können, um ihre Schulden abzuzahlen (deficits are too small, and that the U.S. can essentially print money to pay off its debt)”.

Richtig gelesen. Die “Verfechter der Modernen Geldtheorie” glauben, dass sich der Staat noch mehr verschulden sollte als er es bislang bereits getan hat. Auf die USA übertragen bedeutet das eine Ausweitung der jährlichen Neuverschuldung von bereits jetzt ca. 1 Billiarde US-Dollar.

Auch hier scheint nicht zu interessieren, wer denn diese neuen Schulden aufkaufen soll, wenn eine Rückzahlung nicht vorgesehen ist und stattdessen in den nächst höheren Gang der Gelddruckpresse geschaltet werden wird. Logik scheint im Kontext der MMT nicht relevant zu sein. Und die Geschichte wohl auch nicht.

Hyperinflation und zusammenbrechende Währungen sind das unausweichliche Ergebnis einer solchen Geldpolitik. Laut des oben erwähnten New York Times-Artikels (Modern Monetary Theory Finds an Embrace in an Unexpected Place: Wall Street [Moderne Geldtheorie findet an einem unerwarteten Ort eine Bestätigung: an der Wall Street]) finden die Wall Street Banken gefallen an dieser “Idee”.

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Ruanda: Was geschah wirklich?

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10-04-19 07:19:00,

Vor 25 Jahren ereignete sich der Völkermord in Ruanda. Doch was geschah damals wirklich?

Gemäß offizieller Darstellung schossen die Hutu das Flugzeug ihres eigenen Präsidenten ab, ermordeten daraufhin bis zu eine Million Menschen – darunter zahlreiche Hutu –, bis sie schließlich von den Tutsi-Truppen der RPF unter Paul Kagame gestoppt wurden, der seither als demokratischer Präsident regiert. US-Präsident Bill Clinton entschuldigte sich später für die Nicht-Intervention der USA und zeichnete Kagame als herausragenden Staatsmann aus.

Gemäß inoffizieller Darstellung schoss die US-unterstützte RPF-Miliz das Flugzeug des ruandischen Präsidenten ab (sogenannter Enthauptungsschlag), marschierte sodann aus dem benachbarten Uganda ein und ermordete dabei bis zu eine Million Menschen und vertrieb weitere zwei Millionen; Kagame regiert seither quasi-diktatorisch im Sinne der USA, mit deren Rückendeckung er 1996 zusätzlich in den rohstoffreichen Kongo einmarschierte und den über sieben Jahre dauernden Kongokrieg mit weiteren circa 5 Millionen Toten auslöste.

Wer sich für die erste Version interessiert, schaut den Kinofilm Hotel Rwanda (2004) – gemäß dem American Film Institute einer der einhundert inspirierendsten Filme aller Zeiten – oder konsultiert den umfangreichen und von Wikipedia als exzellent ausgezeichneten Wikipedia-Artikel.

Wer sich für die zweite Version interessiert, schaut die BBC-Doku Rwanda’s Untold Story (2014), sowie das Interview des deutschen Journalisten Billy Six mit Christopher Black (2017), dem Verteidigungsanwalt am Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda und für das ehemalige Jugoslawien. Seine Gegenspielerin in beiden Fällen war Chefanklägerin Carla del Ponte.

»What the world believes, and what actually happened, are quite different.«
Professor Allan C. Stam in Rwanda’s Untold Story

Literatur

Publiziert: April 2019

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Die Perfektions-Suggestion

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10-04-19 07:12:00,

Die Frage, was Realität ist, füllt ganze Werke — nicht nur der bedeutenden Philosophen. Sie kann nie und nimmer in einem kurzen Artikel wie diesem durchdekliniert werden. Daher wollen wir uns auf wenige, ganz simple Prämissen einigen. Erstens: Unsere Wahrnehmung wird von unserer Umgebung beeinflusst. Zweitens: In der westlichen Welt besonders — und in der Zivilisation im Allgemeinen — sind Medien fester und omnipräsenter Bestandteil unserer Umgebung. Drittens: Alles ist ein Medium (McLuhan)!

Der Begriff der Medien muss für das Verständnis wesentlich weiter gefasst werden, als das im Allgemeinen üblich ist. Medien sind weitaus mehr als nur ein Radio- oder Fernsehgerät, der Computer, das Smartphone oder die Zeitung. So ziemlich alles ist ein Medium. Jede Verpackung, jedes Kleidungsstück mit einer Aufschrift, der Werbegeschenk-Kugelschreiber auf dem Schreibtisch, Gebrauchsanweisungen, Hausfassaden und auch Verkehrsschilder.

Mit diesen Annahmen im Hinterkopf wenden wir uns der Problematik dieses Artikels zu: Die nicht-existente, aber von uns allen als mehr oder minder real wahrgenommene perfekte Welt der Werbung und der visuellen Alltagskommunikation. Ein Phänomen, das vor allem auf Instagram in Erscheinung tritt, lässt sich in unserem gesamten Alltag wiederentdecken.

Permanent wird, ohne dass wir es merken, um uns herum eine perfekte Parallel-Realität kreiert. Seien es Werbeplakate oder -spots, die Landschaftsaufnahmen in der Gemüseabteilung der Discounter, die einen vermeintlich regionalen Anbau des Gemüses implizieren sollen, Fachzeitschriften oder Behörden-Broschüren.

Überall um uns herum scheint die Welt perfekt und ein lebensfroher Ort zu sein. Doch irgendwie gelingt es uns nicht, darin unsere eigene Realität zu wiedererkennen. Wir sind häufig müde, wir sind oft total gestresst. In unserem Privatleben fehlen uns die Glücksmomente, die bei den überglücklichen Menschen aus der Werbung augenscheinlich zur Normalität gehören. Allerdings halten die sich auch stets an den schönsten Orten auf.

Selbst die unscheinbarsten Orte werden als Paradies inszeniert. Haben Sie schon mal etwas von den Kleinstädten Sömmerda, Löfflingen, Iphofen oder Olching gehört? Vermutlich nicht. Diese Orte verbindet — wie viele weitere auch –, dass sie trotz ihrer Unscheinbarkeit über einen Imagefilm verfügen. Auf all diesen Imagefilmen präsentieren sich die jeweiligen Orte, wie nicht anders zu erwarten, ausschließlich von ihrer Schokoladenseite. Durch Detailaufnahmen, die das (schöne) Bildfeld einrahmen und vom „hässlichen“ Äußeren abtrennen.

Und bei Drohnenaufnahmen, die den Blick für das Detail verlieren lassen und die unschönen Aspekte aussparen.

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Abgewirtschaftet

abgewirtschaftet

10-04-19 07:11:00,

von Alan MacLeod

Derzeit (der Artikel stammt vom 5. April, Anmerkung der Übersetzerin) findet in Washington ein Treffen der North Atlantic Treaty Organization, also der NATO, statt, um den 70. Geburtstag des Militärbündnisses zu feiern. Der Anlass ist jedoch alles andere als festlich. Aktuell haben NATO-Vertreter China und nicht Russland als ihren Hauptfeind ausgemacht. Damit signalisieren sie eine neue militärische Aufrüstung gegen den bevölkerungsreichsten Staat der Welt. „China wird ‚das’ Thema des 21. Jahrhunderts, und zwar auf beiden Seiten des Atlantiks“, konstatierte der deutsche Außenminister Heiko Maas.

Dass die Aufmerksamkeit nunmehr auf China gelenkt wird, ist die Fortsetzung der etablierten Außenpolitik der USA. 2011 verkündete Präsident Barack Obama mit der „Hinwendung nach Asien“, was die Stationierung von nahezu zwei Dritteln der US-Marine-Truppen in diese Region bis zum Jahr 2020 beinhaltete sowie den Ausbau der Militärpräsenz mit nunmehr mehr als 400 US-Militärbasen — vom Mittleren Osten und Afghanistan, bis nach Australien, Guam und Japan –, die China umschließen.

Letztes Jahr verurteilte US-Vizepräsident Mike Pence China für dessen „Großmachtstreben und seine Aggression“ im Südchinesischen Meer, ein Kommentar, der diejenigen beunruhigen dürfte, denen die Entschlüsselung Orwellschen Politik-Sprechs geläufig ist. Was noch Unheil verheißender klang: Präsident Donald Trump verlangte, dass die europäischen NATO-Mitglieder im Bündnis „ihren Beitrag leisten“, eine Formulierung, die auf neue Aufrüstung hinausläuft. Es war berichtet worden, dass Trump erwog, sich aus der NATO zurückzuziehen. Nach dem Gipfel in dieser Woche scheint sich diese Möglichkeit jedoch verflüchtigt zu haben, der quecksilbrig agierende Präsident hat seine Aufmerksamkeit anderen Dingen zugewandt.

Die NATO wurde offiziell am 4. April 1949 gegründet und war ursprünglich ein Zusammenschluss von 12 nordamerikanischen und westeuropäischen Staaten. Bis zum Jahr 1989 hatte sich das Bündnis etwas erweitert und umfasste nunmehr auch Griechenland, die Türkei, West-Deutschland und Spanien. Sein erklärter Zweck: der Möglichkeit einer sowjetischen Invasion in Europa zu begegnen.

Die UdSSR löste sich 1991 auf, was bedeutete, dass nun keine sowjetische Bedrohung mehr existierte. Statt sich jedoch nun ihrerseits aufzulösen, weitete sich die NATO drastisch aus, sowohl ihrer Größe nach als auch bezüglich ihrer Reichweite. Diese Entwicklung stand in völligem Widerspruch zu dem Versprechen, das westliche Politiker dem sowjetischen Regierungschef Michail Gorbachtschow gegeben hatten. US-Außenminister James Baker hatte ihm versichert, dass die NATO sich „keinen Inch nach Osten“ ausbreiten würde, sollte die UdSSR die deutsche Wiedervereinigung zulassen.

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Richard Gage: 9/11 Truth and Justice | KenFM.de

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09-04-19 06:00:00,

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Most of us know by now that there were three towers that collapsed on September 11th 2001. Three towers, two planes. What sounds strange to any primary pupil, is still referred to as „the official version“ which equals „the truth“, at least in the eyes of our governments and their mouthpiece – the mass media. Anyone questioning this kind of truth, sees himself bombarded with accusations of being a conspiracy theorist, who has watched too many dubious YouTube videos from crazy people that have lost their mind.

Well, one thing is for sure: The guy you will see in this video clearly hasn’t lost his mind, although he would have had every reason for it. His name is Richard Gage and he is an architect from San Francisco, California. With all the experience that he has gathered along his career path, he came to the conclusion that the official story, which we are being told, simply must be wrong. Soon after realizing this, he saw that he wasn’t the only one in his field thinking this way and founded the organization „Architects and Engineers for 9/11 Truth“. Over the years, more than 3.000 professionals joined the organization, which is calling for new investigations in the case of 9/11.

In November 2018, 17 years after the attacks, Gage gave a speech in Basel, Switzerland. In it, he tackled the question whether the collapses of the three World Trade Center towers show any features of a controlled demolition. KenFM has filmed the presentation and with it not only Gage’s answer to this question, but also those of thousands of trained experts from all around the globe.

Summery:

0:06:01 WTC 7 falls, „primarily due to fires“

0:14:38 Experts‘ opinion and foreknowlegde

0:19:33 The Twin Towers

0:34:51 Missing concrete

0:37:13 Heat at the base

0:46:12 Thermite

0:50:41 Suspicious dust

+++

Viele Menschen wissen inzwischen, dass am 11.

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Russische Experten: CO2-Ausstöße lassen sich ohne Wirtschaftsschaden stabilisieren

russische-experten-co2-ausstose-lassen-sich-ohne-wirtschaftsschaden-stabilisieren

09-04-19 01:38:00,

Wirtschaft

12:23 09.04.2019(aktualisiert 13:53 09.04.2019)

Zum Kurzlink

Experten der Russischen Akademie der Volkswirtschaft und des Staatsdienstes haben die Dynamik der globalen CO2-Ausstöße und ihren Einfluss auf die Weltwirtschaft analysiert. Die Ergebnisse ihrer Studie sind im Fachmagazin „Ekonomitscheskaja Politika“ („Wirtschaftspolitik“) veröffentlicht.

Im Jahr 2017 war das Pariser Klimaabkommen in Kraft getreten, das die Umsetzung der UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel zum Ziel hat, damit der Anstieg der globalen Temperatur unter zwei Grad Celsius bleibt. Zwar wurden in dem Dokument keine konkreten Verpflichtungen der Länder zum CO2-Ausstoß verankert, aber doch lässt sich in dieser Zeit eine gewisse Stabilisierung auf diesem Gebiet beobachten.

Angela Merkel (CDU) – Ein zu langer Abschied

©
REUTERS / Annegret Hilse

Die Experten des Instituts für angewandte Wirtschaftsforschungen und des „Klima und Energie“-Programms des World Wide Fund For Nature (WWF) haben sich mit den Gründen dieser Stabilisierung befasst und festgestellt, dass sie sich auf den allmählichen Ersatz der Kohle durch Gas sowie auf den Übergang zu alternativen Energiequellen und zur Atomenergie in China und den USA zurückführen lasse.

Lukrative Senkung der CO2-Ausstöße

Vor allem haben die Forscher geschlussfolgert, dass die Stabilisierung bzw. Senkung der Ausstöße von Treibhausgasen auch ohne Schaden für die Wirtschaft möglich ist.

Sie verwiesen auf das so genannte „Decoupling“ – auf die Trennung des Wirtschaftswachstums und der Dynamik der CO2-Emissionen, auch wenn eine gewisse Korrelation zwischen ihnen noch eine längere Zeit zu beobachten sein wird. „Offensichtlich ist auch, dass ein solches ‚Decoupling‘ in Entwicklungsländern noch lange kein Thema sein wird“, sagte ein Experte.

Die Autoren der Studie verwiesen auch darauf, dass China zu einem neuen Entwicklungsmodell übergegangen sei, das keinen wesentlichen Anstieg der CO2-Emission verlange.

Gleichzeitig besteht eine große Gefahr, dass solche Emissionen in Afrika (südlich der Sahara) wachsen werden, nämlich wegen der Industrialisierung dieser Region und eines Anstiegs der Bevölkerungszahl.

Russlands „Energie-Strategie bis 2035“ sieht ein BIP-Wachstum um 80 Prozent bei einem Anstieg der Stromproduktion vor (optimistisches Szenario). Der Brennstoffverbrauch würde dann aber nur um 13 bis 16 Prozent zulegen. Das wäre auch eine Art „Decoupling“.

Nötige Maßnahmen

Den Wissenschaftlern zufolge müsste eine ganze Reihe von Maßnahmen getroffen werden, damit die Energieeffizienz der Wirtschaft bei gleichzeitiger Senkung der Treibhausgasausstöße erhöht wird.

Kohlendioxidemissionen (Symbolbild)

©
AP Photo / Martin Meissner

„Aktuell werden die Kosten der Solar- und Windenergie immer geringer – international können sie sogar billiger als die für die Elektroenergie sein,

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Tagesdosis 9.4.2019 – 5G, der BND und die Medien | KenFM.de

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09-04-19 12:48:00,

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Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Geheimdienste und Medien haben, zumindest in einem bestimmten Bereich, identische Aufgaben. Beide sollen Nachrichten sammeln, analysieren und an ihre Auftraggeber weitergeben, damit zielgerichtet gehandelt werden kann. Sie sollen Einzelereignisse aufzeichnen, ohne sich in den Einzelheiten zu verlieren, sie sollen die Wirklichkeit verdichten, Wesentliches von Unwesentlichem trennen, Zusammenhänge ermitteln und vermitteln. Ihre Aufgabe ähnelt der eines Kartographen. Eine Landkarte soll einen Überblick liefern. Eine Landkarte, die alles genau abbildet, wäre genauso kompliziert wie die Wirklichkeit, sie wäre eine Fotografie in Originalgröße und damit als Orientierungshilfe wertlos. Eine gute Karte zeigt nur die wesentlichen Informationen, sie dampft die immense Vielfalt der Realität zu einem Stück bedruckten Papier ein, mit dem man sich zurechtfinden und sein Ziel erreichen kann.

Der Unterschied zwischen Medien und Geheimdiensten ist der Adressat ihrer Arbeit. Geheimdienste sind Werkzeuge von Regierungen, die ihre Macht erhalten oder ausweiten wollen. Ihre Nachrichtenauswahl ist richtig, wenn sie alle Faktoren im Blick behält, die systemrelevant sind und die es der zweiten großen Abteilung des Geheimdienstes neben „Intelligence“, nämlich „Operations“ ermöglicht, die richtigen Leute zu töten oder zu fördern, zu denunzieren oder in Machtpositionen zu bringen, Regierungen zu stürzen, Wirtschaftsordnungen zum Einsturz bringen oder zu unterstützen. Je weniger die Wahrheit kennen, und den wahren Zweck der Datenanalyse, um so besser. 

Für alle Menschen außerhalb der Regierung oder Elite, die den Geheimdienst nutzt, gilt die „Champignon-Regel“: „Halte sie im Dunkeln und füttere sie mit Bullshit.“ Denn Wissen ist Macht.

Für Otto Normalstaatsbürger gibt es eine andere Art von Intelligence. Die Medien haben den Staatsbürger als Adressat ihrer „Intelligence“, sie sollen ihn, zumindest wird das so behauptet, wahrheitsgemäß informieren, damit er sich in der Wirklichkeit zurechtfindet. 

Man könnte sich fragen, ob das so stimmt, und warum der Staat so viel Wert darauf legt, dass der Staatsbürger informiert wird, wenn er doch nur alle 4 Jahre einmal Macht ausüben kann: bei der Stimmabgabe an der Wahlurne. Und das war es dann auch. Wenn er seine Stimme abgegeben hat, im Wortsinn, hat er keine mehr. 

Eigentlich ist es doch egal,

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Der Twitter-Chaot

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09-04-19 12:30:00,

Erklärung seiner Exzellenz Baschar al-Jaafari, Ständiger Vertreter Syriens bei den Vereinten Nationen:

In einer eklatanten Verletzung des Völkerrechts, der UN-Charta sowie der grundlegendsten Werte und des Ethos der internationalen Beziehungen twitterte US-Präsident Donald Trump (…) am 21. März 2019 unter vollständiger Missachtung der internationalen Gemeinschaft, des UN-Sicherheitsrates und der Resolutionen dieses Sicherheitsrates, die jahrzehntelang tragende Säulen internationaler Rechtmäßigkeit waren.

Die Regierung der Syrischen Arabischen Republik verurteilt diese unverantwortliche Aussage zum Rechtsstatus des besetzten syrischen Golan aufs Entschiedenste. Dieser Rechtsstatus wurde durch mehrere entsprechende Resolutionen der Generalversammlung und durch Resolution 497 des Sicherheitsrates von 1981, in der Israel als, ich zitiere, „Besatzungsmacht“ bezeichnet wird, anerkannt. Weiter wird dort erklärt, dass Israels Versuch, die besetzten syrischen Golanhöhen seinen Gesetzen, seiner Rechtsprechung und seiner Verwaltung zu unterstellen, null und nichtig und ohne völkerrechtliche Wirkung ist.

Präsident Trumps Erklärung bestätigt aufs Neue die blinde Parteilichkeit der USA gegenüber der israelischen Besetzung sowie ihre unbegrenzte Unterstützung des aggressiven Verhaltens Israels. Ganz deutlich spiegelt sie die Verachtung der USA für internationale Rechtmäßigkeit wie auch die eklatante Verletzung der UN-Resolutionen wider — hier vor allem die Resolution 497 des Sicherheitsrates von 1981. Sie wurde einstimmig von den Mitgliedern des Sicherheitsrates angenommen, selbst von den Vereinigten Staaten — aber das waren damals andere Vereinigte Staaten.

Wir bekräftigen, dass die US-Administration weder ein Recht noch ein Mandat besitzt, über das Schicksal des besetzten syrischen Golan zu entscheiden und dass jegliche Anerkennung oder Handlung, die die Souveränität der Syrischen Arabischen Republik über ihr besetztes Gebiet verletzt, ein Akt der Aggression, eine Provokation, eine widerrechtliche Handlung ist. Sie stellt ein Versagen von Seiten der USA dar, ihren Verpflichtungen im Sinne der Bestimmungen der Charta und der Prinzipien des Völkerrechtes als permanentes Mitglied des Sicherheitsrates sowie als Gastgeberland der UN nachzukommen.

Deswegen haben die USA das Vertrauen verwirkt, ihrer Verantwortung als permanentes Mitglied des Sicherheitsrates gerecht zu werden. Die Erklärung des US-Präsidenten und seiner Regierungsmitglieder zu den besetzten Golanhöhen sowie Besuche von Individuen, die beanspruchen, das US-amerikanische Volk zu repräsentieren, werden nichts an der Tatsache ändern, dass die syrischen Golanhöhen arabisch-syrisches Territorium sind und auch bleiben werden — und dass das syrische Volk entschlossener denn je ist, mit allen Mitteln diesen kostbaren Teil syrischen Territoriums zu befreien und die Souveränität darüber wieder zu gewinnen.

Diese Methoden und Handlungen der US-Administration sind nichts als ein Rezept für Kriege und Eskalationen — und das zu einer Zeit,

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Die rote Fahne

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09-04-19 12:22:00,

Wie entwickelt sich die Wirtschaft? Das interessiert fast alle, ganz besonders die professionellen Anleger. Die Börsianer haben Dutzende von Indikatoren entwickelt, die mehr oder weniger zuverlässige Prognosen ermöglichen. Einer ragt dabei heraus. Er hat in den letzten 50 Jahren zuverlässig jede Rezession angekündigt und lag kein einziges Mal falsch: das Verhältnis der Erträge zwischen dreimonatigen und zehnjährigen US-Staatspapieren.

Liegt der Ertrag der Treasury-Bills, US-Staatsanleihen mit dreimonatiger Laufzeit, über demjenigen der zehnjährigen Treasury-Bonds, hat sich jeweils eine Rezession entwickelt, und dies ist seit Freitag, dem 22. März 2019, erstmals seit 13 Jahren wieder der Fall (CNBC). Die letzten sogenannten Inversionen ereigneten sich 1989, 2000 und 2006, jeweils gefolgt von zunehmend heftigeren Wirtschaftskrisen.

Normalerweise liegen die Zinsen für die kurzfristigen — und daher weniger risikobehafteten — Papiere tiefer. Jetzt ahnen die Börsianer, dass etwas im Busch ist und preisen ihre Erwartungen ein. Die Risiken in näherer Zukunft liegen offenbar höher als die in der ferneren.

Wie die Politik und die Zentralbanken als wichtigste Player in diesem Spiel mit dieser Situation umgehen, ist offen. Die Antwort auf die Rezession der frühen 1990er Jahre lag in einer gigantischen Deregulierung unter Präsident Bill Clinton — unter anderem mit der Aufhebung des Trennbankensystems —, die ihrerseits zur Dotcom-Blase führte. Als diese im Jahr 2000 platzte, halfen die Kriege gegen den Terror, gegen Afghanistan und den Irak sowie erleichterte Massenkredite für ärmere Hausbesitzer der Wirtschaft aus der Talsohle. Als auch diese Blase 2008 in der sogenannten Finanzkrise platzte, begannen die Zentralbanken im großen Stil, Aktien sowie Staats- und Firmenanleihen zu kaufen, was vorher tabu war.

Von dieser Blase aus billigem Geld der Zentralbanken lebten die Börsen in den letzten zehn Jahren ganz ausgezeichnet. Viele meinen, die Zentralbanken hätten mit Zinsen um die Null Prozent ihr Pulver nun verschossen und könnten einen größeren Knall nicht mehr verhindern. Aber sicher ist das nicht. Seit der Kündigung der geldpolitischen Nachkriegsordnung von Bretten Woods, mit dem Gold-gebundenen Dollar als Leitwährung durch Präsident Nixon 1971 haben die Leute an den geldpolitischen Machthebeln noch immer ein Kaninchen aus dem Hut gezaubert, mit dem das Spiel eine Runde weiter lief.

Wenn ich im Finanzolymp säße und den Glauben an die Götter des Geldes sichern müsste, würde ich dosierten Zwang ausüben und die Zinsen merklich unter Null drücken, mit verschärfter Kontrolle die Profite den Mega-Multis zuleiten und die Welt mit ein bisschen Säbelrasseln gefügig machen.

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Finanzsystem: Die neue Weltreservewährung | www.konjunktion.info

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09-04-19 05:53:00,

US-Dollar - Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay LicenseUS-Dollar - Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay License

US-Dollar – Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay License

Imperien entstehen und zerfallen. Und in dessen Folge entstehen und zerfallen Weltreservewährungen und internationale Zahlungsströme, die sich dieser Weltreservewährungen bedienen.

Auch die Zeit des US-amerikanischen Imperiums neigt sich unaufhaltsam seinem Ende zu – und damit auch die Zeit des US-Dollars als Weltreservewährung. Ein Fakt, der immer offensichtlicher wird, wenn auch die Hochleistungspresse immer noch versucht diesen zu vertuschen.

Wichtig bei diesem Prozess ist zu verstehen, dass die Weltreservewährung US-Dollar nicht einfach so verschwinden wird. Er wird ersetzt/ausgetauscht werden. Wenn aber der US-Dollar diesen Status verliert, was wird an seiner Stelle treten? Finden wir gar eine Antwort auf diese Frage in unserer Hochleistungspresse?

In einem Bloomberg-Artikel mit dem Titel Russia Is Dumping U.S. Dollars to Hoard Gold (Russland kauft den US-Dollar ab, um Gold zu horten) wird das bestätigt, was Beobachter am Goldmarkt seit mehr als einem Jahr beschreiben: Russland verkauft in rauen Mengen seine US-Dollar, um damit seine Goldbestände auszubauen. Warum sich Putin und Russland vom US-Dollar ab- und dem Edelmetall zuwenden, ist sicherlich nicht allzu schwer zu beantworten. Neben den Sanktionen Washingtons gegen Moskau heißt es für den Kremlin: Diversifikation. Putin sagt zu alldem:

Wir geben dem US-Dollar nicht den Laufpass. Der US-Dollar gibt uns den Laufpass.

(We aren’t ditching the dollar, the dollar is ditching us.)

Das Ersetzen des US-Dollars durch Gold ist eine logische Konsequenz auf die Politik der USA. Seit Jahrhunderten ist Gold die einzig echte Weltreservewährung. Es gibt viele Spekulationen und Ideen, wie die nächste Weltreservewährung nach dem US-Dollar aussehen wird. Wird sie aber am Ende einen Goldanteil oder eine Goldunterlegung beinhalten? Liegt darin auch der Grund, warum in der letzten Zeit die größten Abverkäufer des US-Dollars (Russland, China, Indien) gleichzeitig die größten Aufkäufer von Gold sind?

Eigentlich wäre es für Peking und Moskau ein Leichtes, die Geschäfte in den eigenen Währungen durchzuführen – insbesondere wenn man damit das SWIFT-System umgehen kann, das unter der Herrschaft der USA steht.

Letzteres bringt uns zur nächsten Sichtweise und einem Artikel von RT: Russian banks join Chinese alternative to SWIFT payment system (Russlands Banken schließen sich der chinesischen SWIFT-Alternative an):

Die russische Notenbank hat vor Kurzem bestätigt,

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Noam Chomsky zur aktuellen Lage von Demokratie & Menschenrechten | KenFM.de

noam-chomsky-zur-aktuellen-lage-von-demokratie-amp-menschenrechten-kenfm.de

08-04-19 01:43:00,

Ein Beitrag von acTVism Munich

In diesem von Forces of Renewal Southeast Asia (FORSEA) produzierten und von acTVism Munich ins Deutsche übersetzten und synchronisierten Video spricht Prof. Noam Chomsky über die aktuelle Lage von Demokratie und Menschenrechten weltweit. Chomsky spricht auch eine Reihe von Themen an, darunter die Revolution in den Vereinigten Staaten im 18. Jahrhundert und die Ausarbeitung ihrer Verfassung, den Aufstieg der extremistischen Rechten in Europa heute und die globale Flüchtlingskrise in den westlichen Staaten.

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Dieser Beitrag erschien am 04.04.2019 bei acTVism Munich.

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Veröffentlicht am: 8. April 2019

Anzahl Kommentare: noch keine

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Der lange Arm der CIA: Libyen-Krieg will nicht enden

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08-04-19 01:42:00,

Kommentare

10:46 08.04.2019(aktualisiert 11:08 08.04.2019)

Zum Kurzlink

Es ist ein zynischer Witz: Ausgerechnet die G-7-Staaten fordern „ein Ende der Eskalation in Libyen“. Unter den G-7-Staaten sind genau jene Länder, die sich 2011 in die libyschen Bürgerproteste auf der Seite der Gaddafi-Gegner eingemischt hatten. Mit dem Ziel, den Präsidenten Muammar al-Gaddafi zu stürzen.

Schnell wurde der Mann in den westlichen Medien zum Diktator erklärt, schnell wurden Ziele wie Freiheit und Demokratie proklamiert, und noch schneller griffen die USA, Großbritannien und Frankreich am 19. März 2011 mit einer Luft- und Seeblockade in die internen Auseinandersetzungen in Libyen ein. Rund 50.000 Tote und ein paar Jahr später dauert der Krieg immer noch an.

Der Oberbefehlshaber der Libyschen Nationalarmee Chalifa Haftar (Archivbild)

©
AFP 2019 / Abdullah Doma

Schon damals spielte der Auslandsgeheimdienst der USA, die CIA, mit seiner Handpuppe General Chalifa Haftar, eine herausragende Rolle: Der einstige Offizier der Libyschen Armee setzte sich 1987 mit Hilfe der CIA in die Vereinigten Staaten ab, sagte sich von Gaddafi los, wurde amerikanischer Staatsbürger und arbeitete einige Jahre lang für die CIA. Haftar ist inzwischen ein mächtiger Warlord und ein Gegner von Fajis as-Sarradsch, der eine angeblich international anerkannte Regierung in Tripolis leitet. As-Sarradschs Regierung wird von Milizen aus Misrata sowie von den Muslimbrüdern und der Türkei und Katar unterstützt. Die alte Anti-Gaddafi-Koalition ist zur Zeit also auf der Seite einer Regierung, die eher islamistisch orientiert ist. Wie weit mit dieser Verbindung das alte, vorgebliche Ziel westlicher Freiheit und Demokratie zu erreichen ist, mag keiner beantworten.

Andere Sputnik-Artikel: Libyen: Regierungsarmee beginnt Gegenoffensive gegen Haftar-TruppenAndere Sputnik-Artikel: Libyen: Regierung schickt Bomber gegen vorrückende Haftar-Armee

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Tagesdosis 8.4.2019 – Brexit als Auslöser für inszenierten Crash? | KenFM.de

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08-04-19 01:35:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Am 23. Juni 2016 ließ der britische Premier David Cameron die britische Bevölkerung in einem Referendum darüber entscheiden, ob Großbritannien in der EU verbleiben oder sie verlassen sollte. 

Cameron hoffte offensichtlich darauf, dass ein klarer Sieg der EU-Befürworter seine eigene Pro-EU-Position gegenüber der nationalistischen UKIP (United Kingdom Independence Partei) und der zunehmenden Opposition innerhalb der Konservativen Partei stärken würde. 

Doch es kam anders als erwartet. Eine klare Mehrheit von 17,4 Millionen Briten stimmte für einen Austritt aus der EU. Die internationale Politik und die globale Finanzelite reagierten schockiert, denn ein ungeordneter Brexit hätte die City of London und damit das gesamte globale Finanzgefüge existentiell bedroht. 

Um ihn zu verhindern, wurde Cameron umgehend durch Innenministerin Theresa May ersetzt, die ebenfalls zu den Brexit-Gegnern zählt. May hat Großbritanniens Austritt aus der EU bis heute durch eine politische Hinhalte- und Verzögerungstaktik verhindert und der Finanzelite so die Möglichkeit verschafft, sich im Hintergrund auf alle Eventualitäten vorzubereiten. 

Am vergangenen Freitag hat May nun ein weiteres Manöver gestartet, um dem Brexit zu entgehen: Sie hat Brüssel um einen erneuten Aufschub bis zum 30. Juni gebeten. EU-Ratspräsident Donald Tusk hat daraufhin sogar einen weiteren Aufschub um ein Jahr ins Gespräch gebracht.

Beide Vorschläge treffen allerdings auf erheblichen Widerstand: Zum einen müssten ihnen alle 27 EU-Staaten zustimmen, was als fraglich gilt. Zum anderen müsste Großbritannien sich an der Europawahl am 26. Mai dieses Jahres beteiligen.

Das wiederum dürften die 17,4 Millionen Briten, die für den Brexit gestimmt haben und die seit zweidreiviertel Jahren auf seine Umsetzung warten, kaum widerspruchslos hinnehmen. Die Polizei des Landes bereitet sich jedenfalls auf diesen Fall vor: Nach Angaben der Londoner Polizei stehen derzeit 10.000 Polizisten bereit, die bei Unruhen innerhalb von 24 Stunden eingreifen können.

Die gesamte Situation scheint völlig verfahren, eröffnet der globalen Finanzelite aber möglicherweise eine historisch einmalige Gelegenheit. Hier der Hintergrund: 

Nach den Einbrüchen an den Finanzmärkten im Dezember haben die Zentralbanken ihre in der jüngeren Vergangenheit eingeleitete straffere Geldpolitik aufgegeben,

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Wir rutschen in Richtung Krieg, auch weil ehedem kritische Medien beim Feindbildaufbau mitmachen und die kritische Intelligenz ausfällt

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08-04-19 01:29:00,

In den letzten Tagen gab es dafür zwei bezeichnende Ereignisse: ein unerträglicher Spiegel-Titel, der offensichtlich zum Zwecke des Feindbildaufbaus gegen Russland geschrieben worden ist. Siehe hier. Putin steuere die AfD , also der Böse (Putin) fördert das Böse (AfD) schlechthin, so die Botschaft. So etwas lasen wir früher bei „Bild“ oder der „Welt“ oder im „Bayernkurier“. – Die Spiegel-Redaktion würde einen derart hetzerischen Artikel nicht schreiben, wenn sie nicht wüsste, dass ihre Leser mehrheitlich so etwas glauben und weitersagen. So ist es wohl. Das kritische Bürgertum ist verschwunden, hat keinen Biss mehr und keinen Mut mehr, kritisch zu hinterfragen. Das zweite Medienereignis: am vergangenen Donnerstag kündigte Claus Kleber im Heute Journal an, die Russen seien in Estland einmarschiert und die NATO greife ein. Siehe hier. Es gab ein paar böse Kommentare beim ZDF. Kleber und das ZDF können sich aber darauf verlassen, dass die kritischen Medien umgedreht und das kritische Bürgertum geschrumpft ist. Auch die NachDenkSeiten bekommen zu spüren, dass manche Leser eine allzu kritische Gangart nicht mehr schätzen. Darüber haben wir gelegentlich schon einmal berichtet. Der NachDenkSeiten-Leser H. Sauer hat die Lage am 5.4. in acht Zeilen zusammengefasst. Albrecht Müller

„Ich bin jetzt 80 Jahre alt. Mein großes Interesse gilt dem Frieden. Da ich als Kind den Krieg in Hamburg miterlebt habe, ist dies mir besonders wichtig. Mein Vater, der eingezogen wurde, ist in Russland verschollen. Es ist mir wichtiger als Klima usw. Besonders bedauerlich finde ich, dass alle meine Freunde, welche durch Tagesschau und Abendblatt aber besonders durch Spiegel und Süddeutsche und Taz blind gemacht werden, über mich nur noch spotten, wenn ich Nachdenkseiten nur erwähne. Dabei waren sie vor 50 Jahren 1981 in Bonn … H Sauer“

Häufig mache ich leider die gleiche Erfahrung. Auch Menschen, die hochintelligent und prinzipiell kritisch sind und nachdenklich, gehen zunehmend der Feindbildpropaganda auf den Leim. Oder sie sind einfach müde geworden und in ihrem Milieu ist man auch müde geworden oder steht unter Einfluss der massiven Propaganda. Das ist, wie im Interview mit Ulrich Teusch besprochen, der Propagandakrieg vor dem Krieg.

Der letzte zitierte Satz von H. Sauer enthält einen Hinweis auf die Demonstration im Bonner Hofgarten im Jahre 1981. Damals, am 10. Oktober 1981, demonstrierten dort etwa 300.000 Menschen. Sie demonstrierten unter dem Motto „Gegen die atomare Bedrohung gemeinsam vorgehen“ und damit gegen den NATO-Doppelbeschluss.

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Lieferwagen aus Deutschland bringt … Migranten

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08-04-19 01:25:00,

Panorama

15:09 08.04.2019(aktualisiert 15:51 08.04.2019)

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In einem US-Militärstützpunkt in Belgien ist ein aus Deutschland kommender Lkw eingetroffen, in dem sich irakische Migranten verborgen hielten.

Wie das belgische Internet-Portal RTL Info berichtet, hat sich der Vorfall am Freitag auf dem US-Militärflugplatz Chièvres in der Provinz Hennegau  ereignet. Das Fahrzeug brachte US-amerikanische Waren zum Luftwaffenstützpunkt. Die „blinden Passagiere“ – fünf Männer, eine Frau und zwei Kinder — wurden vom Fahrer erst beim Ausladen der Güter entdeckt.

Weitere Sputnik-Artikel: Ex-Reagan-Berater: „Kein Grund, Europa weiter mit US-Soldaten zu besetzen“Weitere Sputnik-Artikel: „Quasi Hoheitsgebiet Deutschlands“? Trittins Äußerung zu Ramstein Air Base verwirrt

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US-Wirtschaft: Weiter einbrechende Einzelhandelsumsätze | www.konjunktion.info

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08-04-19 07:10:00,

Schiffscontainer - Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative CommonsSchiffscontainer - Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

Schiffscontainer – Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

Die im letzten Quartal 2018 begonnene Phase des wirtschaftlichen Zusammenbruchs nimmt jetzt Fahrt auf. Die Frage ist, wann wird die Hochleistungspresse endlich diesen als solchen bezeichnen?

Wahrscheinlich erst, wenn die Federal Reserve und andere Notenbanken dies tun. Momentan macht die US-Medienlandschaft noch das kalte Wetter für die schlechten Zahlen im US-Einzelhandel für Februar verantwortlich (obwohl der Einzelhandel bereits monatelang vor dem Kälteeinbruch zu kämpfen hatte), und die Fed behauptet, dass die Wirtschaft “auf Widerstand auflaufe”, aber dennoch “robust” bleibt.

Die Fed muss diese Form der Rhetorik wählen, da sie plant, an ihrem “Vermögenswerteabverkauf” (aka Bilanzrückführung) bis Ende September hinein festzuhalten. Sie wird der Öffentlichkeit nicht sagen, dass das System instabil ist, bis es zu spät ist…

“Die vom US Census Bureau berichteten Einzelhandelsumsätze im Februar lagen unter den Erwartungen und gingen um 0,2% von den im Januar nach oben korrigierten Verkaufszahlen zurück, wobei Baumaterialien, Elektronik und Lebensmittel den größten Rückgang verzeichneten, da der Immobilienmarkt aufweicht und ein Preisdruck auf den Elektronik- und Lebensmitteleinzelhandel lastet”, antwortete der Vizepräsident von Moody’s Investors Service, Mickey Chadha, in Kommentaren, die an Retail Dive übermittelt wurden.

Der Bericht “dient als weiterer Datenpunkt dafür, dass die Erwartungen für das erste Quartal trotz leichter Vergleichbarkeit, starkem Beschäftigungs-/Lohnwachstum und niedrigeren Gaspreisen gehalten werden sollten”, schreiben die Analysten von Wells Fargo, angeführt von Senior Analyst Zachary Fadem, in Kommentaren an Retail Dive. Tim Quinlan, Senior Economist bei Wells Fargo, schrieb in seinen eigenen Kommentaren an Retail Dive: “[I]n den letzten 15 Jahren haben wir nicht erlebt, dass die annualisierte 3-Monats-Rate außerhalb der Rezession so weit in den negativen Bereich gerückt ist”. Später fügt er hinzu: “Wir erwarten eine Verlangsamung des Wachstums des privaten Konsums, wenn der Geschäftszyklus im Jahr voranschreitet.”

(“February retail sales as reported by the U.S. Census Bureau were below expectations and declined 0.2% from the upwardly revised January sales number with building materials, electronics and groceries showing biggest declines as the softness in the housing market and pricing pressure on electronics and food retailers continues,” Moody’s Investors Service Vice President Mickey Chadha said in comments emailed to Retail Dive.

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Weltweite Banken-Skandale ohne Aufklärung

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07-04-19 07:12:00,

Es gibt noch immer ungeklärte Transaktionen im Bankenwesen weltweit. (Foto: dpa)

Es gibt noch immer ungeklärte Transaktionen im Bankenwesen weltweit. (Foto: dpa)

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Krieg unter der Flagge der Vereinten Nationen | KenFM.de

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07-04-19 07:09:00,

von Peter Frey.

Der Krieg, den die USA und ihre Verbündeten mit dem Mandat und unter dem Namen der Vereinten Nationen in Korea führten, wurde von den beteiligten Staaten, Opferzahlen und Zerstörungen aus gesehen nur von beiden Weltkriegen übertroffen. Als – trotz begonnener Waffenstillstands-Verhandlungen – der Bombenkrieg gegen Nordkorea forciert wurde, hatte die UNO längst das Gesicht einer Organisation der Völker verloren.

Wenn wir, was die UNO im Korea-Krieg betrifft, von Scheitern sprechen, ist das natürlich auf eine Sicht bezogen, die damit einen ethischen Anspruch an das Wirken der Weltorganisation verbindet. Anders sieht es aus, wenn wir die Machtperspektive einnehmen, jene Perspektive welche die tatsächlichen Macher der Vereinten Nationen ihr eigen nennen. Das gilt auch für den Verlauf und die Unterbrechung des Korea-Krieges. Ja, tatsächlich ist der Krieg in Korea auch Jahrzehnte nach den blutigen Ereignissen nicht beendet, sondern – durch einen Waffenstillstand – nur unterbrochen.

Im Juli 1951 – nachdem sich der Frontverlauf in Nähe des 38. Breitengrades zunehmend zementierte, begannen Verhandlungen über einen Waffenstillstand zwischen Nordkorea und China auf der einen sowie den Vereinten Nationen und Südkorea auf der anderen Seite. Über zwei lange Jahre sollten sich diese Verhandlungen hinziehen. Während die Kämpfe am Boden in einem Stellungskrieg mündeten, forcierten die USA ihren Luftkrieg gegen Nordkorea. Dieser Krieg aus der Luft fokussierte sich auf die systematische Zerstörung der gesamten Infrastruktur des Landes.

Fortführung des totalen Krieges

Die „Polizeiaktion“ – heute würde sie vielleicht auch „humanitäre Intervention der Weltgemeinschaft“ genannt werden – war, nochmals sei daran erinnert, in Wirklichkeit nichts anderes als ein totaler Krieg.

Totaler Krieg ist in keiner Weise eine Übertreibung. Auf der Halbinsel Korea sind wahrscheinlich drei Millionen von insgesamt viereinhalb Millionen Kriegstoten Zivilisten gewesen. Ein Großteil davon fiel dem Luftkrieg der USA zum Opfer. Das sind Dimensionen, die sogar über den Luftkrieg der Alliierten gegen Deutschland im Zweiten Weltkrieg hinausgehen. Je nach Quelle starben im Deutschen Reich zwischen 1939 und 1945 zwischen 400.000 und einer Million Menschen bei den Bombardements von Royal Air Force (RAF) und US Air Force (USAF).

Der Begriff des totalen Krieges ist auch keine propagandistische Floskel, denn er wurde selbst von den Entscheidern in Washington zur Beschreibung ihrer Pläne genutzt.

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STANDPUNKTE • Durchbruch zum Editieren des menschlichen Genoms? | KenFM.de

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07-04-19 07:07:00,

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Von Dr. Lars Jaeger

Im vergangenen November bestimmte die Geburt der ersten mit CRISPR genmanipulierten Babys in China die internationalen Schlagzeilen. Inzwischen gibt es einen weiteren, bisher kaum beachteten, für die Menschheit aber gewaltigen Schritt in der Forschung, der sich durchaus in eine unheimliche Richtung entwickeln könnte. Das neue, noch mächtigere CRISPR-Tool CasX ist da.

Anders als noch vor zwei Jahren assoziieren heute nicht mehr viele Menschen mit dem Begriff „CRISPR“ so etwas wie einen Müsliriegel. Auch wenn wenige wissen, dass sich dahinter der schwierig verständliche Fachbegriff „clustered regularly interspaced short palindromic repeats“ verbirgt, was zunächst nichts anderes beschreibt als bestimmte Abschnitte sich wiederholender DNA-Stücke im Erbgut von Bakterien, so muss nicht mehr erklärt werden, dass es sich dabei auch um ein mächtiges Tool für das Editieren von Genen  verbirgt. besser: handelt

Was vor wenigen Jahren noch ein kaum Aufmerksamkeit erregendes Randgebiet der Bakteriophagen-Forschung war und nur einen sehr kleinen Zirkel von hoch spezialisierten Biologen bewegte, hat sich längst zu einem der bedeutendsten wissenschaftlichen und technologischen Durchbrüche dieses Jahrhunderts entwickelt, mit einem gewaltigen revolutionären Potential für Anwendungen in Medizin und Humangenetik. Und unlängst hat die neue Gentechnologie einmal mehr gezeigt, dass sie noch für einige weitere Überraschungen gut ist.

Eingriffe in die DNA

Die Entdeckung von CRISPR geht auf die Erforschung von Phagen in den 1980er Jahren zurück. Phagen sind Viren, die Bakterien anfallen. Einmal mit ihnen infiziert, ist es den Bakterien möglich, Teile der viralen Fremd-DNA in ihre eigene DNA zu integrieren, und zwar in Form wiederkehrender kurzer Palindrome, die von anderen Sequenzen unterbrochen wurden (ein Palindrom ist eine Zeichensequenz, die sich von vorne genauso liest wie von hinten, wie beispielsweise der Name „Anna“). Den Namen „CRISPR“ schlugen die Phagenforscher Francisco Mojica und Ruud Jansen im Jahr 2001 vor, als sie nach weiteren unterbrochenen palindromischen Wiederholungen in Gensequenzen suchten, wie sie bei zahlreichen Phagen bereits entdeckt worden waren.

Der eingegliederte DNA-Teil dient den Bakterien zur Wiedererkennung: Sobald sie Viren mit dieser DNA erneut angreifen, identifizieren die Bakterienzellen diese DNA und können so Strategien zum Schutz entwickeln.

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Frankreich-Protest verebbt: Seither kleinste Gelbwesten-Demo

frankreich-protest-verebbt-seither-kleinste-gelbwesten-demo

07-04-19 07:00:00,

Panorama

15:59 07.04.2019(aktualisiert 16:02 07.04.2019)

Zum Kurzlink

Seit Beginn der Protestbewegung der „Gelbwesten“ in Frankreich im November 2018 ist ihre Aktion am Samstag die zahlenmäßig kleinste gewesen. Landesweit nahmen 22.300 Menschen, in Paris 3.500, an Demonstrationen teil. Das berichten lokale Medien unter Verweis auf das französische Innenministerium.

Wie es heißt, hätten noch am vergangenen Samstag landesweit 33.700 Menschen, darunter 4.000 Menschen in Paris, demonstriert.

Gelbwesten-Proteste in Paris (Archivbild)

©
Sputnik / Irina Kalaschnikowa

Seit dem 17. November 2018 dauern in Frankreich Großdemonstrationen an. Die landesweiten Proteste richten sich gegen die Wirtschaftspolitik der französischen Regierung, darunter gegen die Erhöhung der Steuern auf Diesel und Benzin. Als Erkennungszeichen tragen die Demonstranten gelbe Signalwesten.

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Netanyahu will Westbank annektieren

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07-04-19 08:44:00,

Christian Müller

Christian Müller / 06. Apr 2019 –

Wie vorausgesagt, jetzt bereits angekündigt: die Annexion des Westjordanlandes durch Israel.

Erich Gysling hat es vor knapp zwei Wochen auf Infosperber klar vorausgesagt: Nachdem Donald Trump die Souveränität Israels über die von Israel besetzten Golanhöhen anerkannt hat, wird der nächste Schritt Israels unter Premier Netanyahu die formelle Annexion des von Israel besetzten Westjordanlandes sein.

Heute Abend um 20.30 Uhr MEZ meldete die israelische Tageszeitung Haaretz, Netanyahu habe heute Samstag Abend auf «Channel 12» angekündigt, auch das Westjordanland zu annektieren, falls er am 9. April wiedergewählt werde.

Quod erat expectandum.

  • Hier zur Meldung von Haaretz.
  • Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

    Keine.

    Weiterführende Informationen

    Netanyahu kündigt Annektierung der Westbank an (NZZ online)

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    Jugendliche zum Klima III: Konkurrenz hilft auch ökologisch

    jugendliche-zum-klima-iii-konkurrenz-hilft-auch-okologisch

    07-04-19 08:44:00,

    Warmes Klima lässt Gletscher schmelzen: Je früher wir handeln, desto geringer wird das Problem.
    © C. Liebentriff

    Warmes Klima lässt Gletscher schmelzen: Je früher wir handeln, desto geringer wird das Problem.


    Gian Lüchinger / 06. Apr 2019 –

    Wer ökologisch mit gutem Beispiel vorangeht, zieht andere mit. Das gilt sowohl privat als auch für Staaten.

    Red./hpg. Die freitäglichen Streiks sorgen dafür, dass sich die Medien wieder stärker mit dem alten Thema Klimawandel beschäftigen. Dabei kommen vor allem Journalisten (wie der Schreibende) oder Leserbrief-Verfasserinnen zu Wort. Was aber denken und wie handeln Klimastreikende selber, die mit dem Slogan «Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut», und mit der Forderung «Null CO2-Emissionen ab 2030» auf die Strasse gehen?

    Heute Samstag, 6. April, finden in der Schweiz weitere Klimademonstrationen statt, zu denen neben Schülerinnen und Studenten ausdrücklich auch Eltern eingeladen sind. Im Vorfeld dazu veröffentlichen wir die Gedanken von drei Jugendlichen, die Teil des «Kollektivs Klimastreik Ostschweiz» sind. Nach Moritz Rohner am Donnerstag und Anna Miotto gestern Freitag folgt heute die Stellungnahme von Gian Lüchinger; Lüchinger ist 17 jährig und besucht die Kantonsschule am Burggraben in St. Gallen:*

    “Mir ist unsere Zukunft und die Zukunft der Erde und ihrer Lebewesen sehr wichtig. Den meisten Menschen ist das Klima ebenfalls nicht egal und sie sagen «Wooow!» oder «Krass!», wenn sie Bilder der Eismassen vor 50 Jahren im Vergleich zu heute sehen. Zehn Minuten später leben sie jedoch ihr komfortables Leben weiter. Am Abend essen sie ein Rindskotelett aus Uruguay, zwei Wochen später gönnen sie sich schöne Ferien in der Karibik und geniessen ihr Leben.

    Wenn man sie darauf anspricht, weshalb sie nichts für den Klimaschutz tun, schieben sie die Schuld gerne anderen zu. Zum Beispiel den Nachbarn, deren Autos noch viel mehr Benzin verbrauchen und die vier und nicht nur zwei Mal pro Jahr in die Ferien fliegen. Man argumentiert auch gerne damit, dass die Schweiz sowieso nur einen kleinen Teil der weltweiten Emissionen ausstösst und man selbst darum nur für einen winzigen Teil der Emissionen verantwortlich ist.

    Es schmerzt zu handeln, und ich kann verstehen, dass es einen reizt, zum Beispiel häufig in die Ferien zu fliegen. Aber trotzdem finde ich es egoistisch und unfair, keine Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen.

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    Der Selbstmord

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    07-04-19 08:20:00,

    Die kategorische Aussage des Mueller-Reports, es gäbe keine Verschwörung Donald Trumps und seines Wahlkampfteams mit Russland, beendet eine der beschämendsten Phasen des modernen amerikanischen Journalismus — eine Phase, die dem geistlosen Anfeuern des Irakkrieges durch einen Großteil der Presse gleichkommt. Weiterhin beschädigt sie — womöglich fatal — die Glaubwürdigkeit einer Presse, die unerschütterlich den größten Teil des Landes hat unsichtbar werden lassen und die wenig mehr darstellt als ein Aufgebot von tratschenden Höflingen der Eliten.

    „‚Aus der Untersuchung lässt sich nicht schließen, dass Mitglieder des Trump-Wahlkampfteams sich mit der russischen Regierung bei ihren Aktivitäten zur Beeinflussung der Wahl verschworen oder abgestimmt hätten‘“, heißt es im Bericht des Sonderermittlers Robert Mueller, wie als direktes Zitat in einem offiziellen Brief des US-Justizministers William Barr zu lesen ist.

    Bei den Vorwürfen, Russland habe sich die Präsidentschaftswahl von 2016 zu Eigen gemacht, Wladimir Putin besäße geheime „Pinkel-Aufnahmen“, auf denen sich Trump in einem Moskauer Hotel mit Prostituierten vergnügt, oder dem Vorwurf, Trump sei seit langem ein „Kreml-Spion“ — wiederholt von Reportern, die ich in der Vergangenheit bewunderte — handelt es sich um eine ebenso schädliche Hetze wie bei den niederträchtigen Spottrufen und rassistischen Reden, die aus dem Weißen Haus kommen.

    Die Presse wiederholte derartige Behauptungen ununterbrochen, während sie sowohl die sich ausbreitende soziale Ungleichheit und das Leid eines Landes, in dem die Hälfte der Bevölkerung in Armut lebt, als auch den Zusammenbruch unserer demokratischen Institutionen ignorierte. Diese Fakten — nicht die russische Einmischung — trieben aufgebrachte amerikanische Wähler dazu, einen Demagogen zu wählen, der zumindest die Eliten schlechtredet, auch jene in der Presse, die die Wähler verraten haben.

    Die Anschuldigung, Trump sei ein Werkzeug Russlands gewesen, ist unterhaltsam. Sie bringt Werbeeinnahmen in Milliardenhöhe. Sie erlaubt es der Presse, sich als Moralapostel darzustellen.

    Doch innerhalb der letzten drei Jahre hat diese Besessenheit einen Großteil der von dieser Regierung tatsächlich begangenen Verbrechen sowie die von den meisten Amerikanern erduldete Realität getilgt.

    Die Mainstream-Presse, die im Besitz jener Unternehmen ist, die den demokratischen Staat ausgelöscht haben, die die Öffentlichkeit ausnehmen und das für uns überlebenswichtige Ökosystem zerstören, zieht ihre Arbeitgeber nicht zur Rechenschaft. Das leere Gerede über Russland — auch in der New York Times — enthüllt das Versagen der US-Medien. Die Sender MSNBC und CNN, die Journalismus schon vor langer Zeit zugunsten von Unterhaltung aufgegeben haben,

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    GILETS JAUNES: Die Verletzten, die verstören (Les blessés qui dérangent) | KenFM.de

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    07-04-19 07:51:00,

    ! HINWEIS: Das Videomaterial enthält schockierende Bilder, die auf sensible Menschen verstörend wirken können !

    In der aktuellen Ausgabe der Macht um Acht erläutert Uli Gellermann am Beispiel der Tagesschau die verzerrende Darstellung der Ereignisse um die Proteste der Gelbwesten in Frankreich.

    Ja, die Gewalt, bei den samstäglichen Ereignissen quer durch unser Nachbarland, wird von beiden Seiten ausgeübt. Die Zeitung Die Welt meinte am 16.03.2019 ihre Leser so über die Proteste informieren zu müssen:

    Zitat: Während der 18. Gelbwesten-Proteste in Paris kommt es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei. Ein Mannschaftswagen der Polizei wurde angegriffen, Demonstranten errichteten Barrikaden. Ein Wohnhaus geht in Flammen auf – das Feuer wurde vorsätzlich gelegt. Anarchie im Zentrum von Paris: Der Proteste der „Gelbwesten“-Bewegung sind am Samstag in massive Gewalt ausgeartet. Randalierer plünderten auf dem Prachtboulevard Champs-Elysées Geschäfte und setzten sie in Brand. Sie errichteten brennende Barrikaden und zündeten eine Bankfiliale an. (1)

    Zum Ende des Artikels heißt es:

    Zitat: Die Demonstranten werfen der Polizei übertriebene Gewaltanwendung vor. Anfang Februar beschloss die Nationalversammlung ein „Anti-Randalierer-Gesetz“, Anfang März stimmte auch der französische Senat zu. Durch die Novelle wurden Demonstrationsverbote deutlich erleichtert. Präfekten können ohne richterliche Grundlage Demonstrationsverbote gegen all jene aussprechen, „die eine besonders schwere Gefahr für die öffentliche Ordnung“ darstellen. Bei Zuwiderhandlung drohen den Demonstranten sechs Monate Haft und eine Geldstrafe von 7500 Euro (1).

    Es stellt sich jedoch die Frage der Verhältnismäßigkeit, ob der martialischen Ausrüstung der Staatsgewalt, der unglaublichen Brutalität der Polizisten gegenüber den Bürgern. Der Radikalität der verdeckten Ermittler und Agents Provocateur.

    Weit über 2000 Menschen erlitten zum Teil schwerwiegendste Verletzungen, die ihr weiteres Leben nachhaltig veränderten.

    Am 27. Februar 2019 veröffentlichte die französische Seite Le Vent Se Leve ein Video, in dem am Ende explizit aufgefordert wird es zu teilen. Der Welt zu zeigen, was zumindest über deutsche Staatsmedien den Zuschauern größtenteils vorenthalten wird. Es sind Gespräche mit den Opfern, die einen fassungslos machen. Es sind Bilder die verstörend wirken (werden) für Menschen, die das Wort Gewalt nur in Verbindung mit Demonstranten bringen.

    Unabhängig ihrer Biografie, wird Ulrike Meinhof hinsichtlich dieser Thematik wie folgt zitiert:

    Ich halte die Straße keineswegs für ein ganz besonders geeignetes Mittel,

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    KenFM präsentiert: Geld | KenFM.de

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    07-04-19 07:47:00,

    Ein Film von Gaby Weber.

    Vermögensverwalter wie BlackRock sind keine Heuschrecken sondern jeder für sich ein Tyrannosaurus Rex. Sie sind nach der letzten Finanzkrise 2007 entstanden und gelten weder als Banken noch als Hedgefonds, und werden praktisch nicht reguliert. Man nennt sie Schattenbanken. Sie verfügen über unvorstellbar viel Geld – aus allen möglichen Quellen – und kaufen sich bei Banken, Fondsgesellschaften und in der Industrie ein. Weiß man schon in Europa wenig über ihre Machenschaften, so sind sie in Argentinien gänzlich unbekannt. Dort geht es ihnen um das, was auf der Erdoberfläche wächst und unter der Erdoberfläche schlummert. Das Land ist ein Versuchslabor.

    Erst im Mai 2018 haben BlackRock und Templeton die argentinische Regierung vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrt, kein Akt der barmherzigen Nächstenliebe. Eher ein Dankeschön für das Dekret Nummer 29, worin die Regierung versprochen hat – im Falle einer erneuten Zahlungsunfähigkeit – gegen die Pfändung der Naturvorkommen keinen Einspruch einzulegen. BlackRock und Co. verwalten die Einlagen von Pensionskassen, die Schätze der Milliardäre und die Gewinne der Konzerne. Bei diesem Geld weiß man immerhin, das es seinen Anfang in der realen Wirtschaft hatte. Aber sie verwalten auch Geld, das aus dem Cyberspace kommt, das am Computer entstanden ist, ohne Zutun einer Zentralbank. Es geht um Zahlen mit sehr vielen Nullen, die an elektronischen Handelsplätzen mit Derivaten entstanden sind, also mit Würfeln auf Aktienindices, Zinsverläufe und Kurse.

    Derivat-Geschäfte führten 1995 die britische Barings Bank in den Bankrott. Ein junger Broker hatte auf den japanischen Nikkei gewettet und Pech gehabt. Der positive Effekt war, dass die Öffentlichkeit zum ersten Mal von diesem Buchgeld der Finanzjongleure erfuhr. Heute ist das „Finanzchaos“ des Kasino-Kapitalismus gefährlicher denn je. Neue Kryptowährungen wie der Bitcoin haben die Situation noch unübersichtlicher gemacht. Aber das Thema ist in der Versenkung gelandet. In Europa haben sich BlackRock und Co. bei fast allen Aktiengesellschaften eingekauft. Brüssel und Berlin haben tatenlos zugeschaut. Wie soll man das nennen? Blauäugigkeit? Dummheit? Während deutsche Unternehmen mit US-Firmen auf dem Weltmarkt konkurrieren, kontrollieren die Vermögensverwalter aus den USA fast alle DAX-Konzerne und mischen sich in deren Geschäftspolitik ein. Bei der Deutschen Bank hält BlackRock knapp 5 Prozent, unterhalb der Meldepflicht. Die Aktie der Bank ist tief gefallen. Die Bundesregierung schaute tatenlos zu,

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    Gelbwesten: Der Protest verlässt die Straße

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    07-04-19 06:49:00,

    Archivbild der Gilets-jaunes-Demonstration in Rouen am 5. Januar 2019. Foto: Daniel Briot/CC0

    Acte 21 zeigt Konstanz, aber auch deutlich weniger Mobilisierung. Der Widerstand gegen Macron verlagert sich auf die Wahl zum EU-Parlament

    Sie sind noch da, aber es sind bedeutend weniger. Beim Acte 21, dem immerhin 21. Protestsamstag der Gelbwesten in Folge, war die große Puste raus. An keinem der Samstage zuvor wurden so wenig Gilets jaunes auf den Straßen in Frankreich wie 6. April. Nach Zahlen des Innenministeriums waren es 22.300 gegenüber 33.700 in der Woche zuvor.

    Die Angaben des Innenministeriums werden vom Protestlager stets als aus politischen Gründen untertrieben angefochten, denen eigene Zählungen gegenübergestellt werden. Diesmal sind es “mindestens 73. 420 Demonstranten” in der Schätzung von Le Nombre Jaune (Die gelbe Zahl). Wie immer liegt die Schätzung des Syndicat France Police – Policiers en colère mit 110.000 noch darüber.

    Aber auch die beiden inoffiziellen Schätzungen zeigen einen Rückgang der Mobilisierung gegenüber dem letzten Samstag und den Actes zuvor (wobei das Syndicat der wütenden Polizisten den 23. März mit 90.000 zahlenmäßig als bisher schwächsten Protesttag registriert).

    Das Image

    In der größeren Berichterstattung, auch in Deutschland, bekommt der gestrige Protestsamstag die Prägung So wenige “Gelbwesten” wie nie zuvor. Teilnehmer, die einen anderen Blick auf die Dynamik und Vielfalt der Proteste haben als Nachrichtenagenturen und andere Außenstehende, werden wahrscheinlich auch gestern z.B. in der ansehnlich großen Demonstration mehrerer Tausend in Rouen, wohin gestern speziell aufgerufen wurde, und in den Demonstrationszügen in Paris ziemlich viel Leben entdeckt haben.

    Tot ist die Bewegung nicht, aber die Regierung hat sie, was die öffentliche Wucht anbelangt, in den Griff bekommen. Das liegt, wie schon mehrmals angesprochen, daran, dass es gelungen ist, ein Bild der Gilets jaunes zu zeichnen, das stark von der Gewalt bestimmt ist und von Tendenzen, wie vorneweg der Antisemitismus, die die Proteste nicht aus ihrem Image entfernen konnte.

    Der Protestbewegung, die sich in den samstäglichen actes zeigte, konnte sich dagegen nicht scharf genug abgrenzen; zumal, wie es sich zeigte, Gewalt von einigen auch als akzeptables Mittel empfunden wurde,

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