Mord an der Wahrheit

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21-12-18 07:57:00,

Die Mainstream-Medien ermorden die Meinungsfreiheit
von Shane Quinn

Anfang 2017 gab die New York Times den folgenden neuen Leitsatz bekannt: „Die Wahrheit ist heute wichtiger als je zuvor.“ Damit hat sie sich ein scheinbar edles, doch möglicherweise strittiges Motto auf die Fahnen geschrieben, wenn man die jüngste Vergangenheit der Zeitung näher betrachtet. Zwei Experten für Völkerrecht, Howard Friel und Richard Falk, haben nach der Irak-Invasion von 2003 ein Buch mit dem Titel „The Record of the Paper: How the New York Times Misreports US Foreign Policy“ veröffentlicht, zu dem bisher kaum Rezensionen erschienen.

Friel und Falk haben sich aufgrund der Bedeutung dieser Zeitung auf die Times konzentriert. Die Autoren heben hervor, dass die Begriffe „Völkerrecht“ und „UN-Charta“ in 70 Times-Leitartikeln zum Irak – im Zeitraum vom 11. September 2001 bis zum 20. März 2003 – kein einziges Mal vorkommen. Die „Wahrheit“ schien nicht besonders „wichtig“ zu sein, denn die Times sah der Zerstörung des Irak stillschweigend zu.

Das auf die amerikanische Öffentlichkeit gerichtete Trommelfeuer der Propaganda war so stark, dass 69 Prozent der Bevölkerung glaubten, Saddam Hussein sei in die Anschläge vom 11. September „persönlich verwickelt“ gewesen. Das ist ein erheblicher Manipulationserfolg. Die Umfrageergebnisse müssen dem irakischen Diktator, einem vergessenen ehemaligen Verbündeten der USA, völlig neu gewesen sein.

Warum Hussein es auf sich nehmen sollte, einen Überraschungsangriff ausgerechnet gegen die USA zu veranlassen, sei dahin gestellt. Vielleicht, falls er einen Todeswunsch gehabt hat, doch spätere Ereignisse zeigten, dass er kein selbstmörderischer Typ war.

Es war nicht allein die Times, die der amerikanischen Bevölkerung den Irakkrieg verkaufte; auch Fernsehsender von Fox News bis CBS und CNN waren überwiegend Kriegsbefürworter. Fox News, im Besitz von Rupert Murdoch – der den illegalen Konflikt nachdrücklich unterstützte –, platzierte dauerhaft eine US-Flagge in der Ecke ihrer Fernsehbilder. Fox-Mitarbeiter wurden verpflichtet, die Invasion als „Operation Iraqi Freedom“ – „Operation für die Freiheit des Irak“ – zu bezeichnen, bei der später hunderttausende Iraker getötet wurden.

Dieses Muster zieht sich auch durch die Berichterstattung zu anderen unrechtmäßigen Interventionen, sichtbar etwa im liberalen Guardian, der die Zerstörung Lybiens im Jahr 2011 befürwortete, mit Leitartikeln, die beschworen „Je schneller Muammar al-Gaddafi fällt,

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Linke Abgeordnete besuchen Julian Assange

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20-12-18 07:50:00,

Bild: H. Hänsel

Erste Visite von Parlamentariern nach langer Isolation. Heike Hänsel und Sevim Dagdelen fordern Freilassung und Schutz für WikiLeaks-Gründer

Zum ersten Mal seit einer fast vollständigen Isolation in der Botschaft von Ecuador in London hat der Publizist und Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, heute Besuch von zwei Parlamentariern bekommen. Heike Hänsel und Sevim Dagdelen, Vizevorsitze der Linksfraktion im Bundestag und Mitglieder im Auswärtigen Ausschuss, sprachen gut eine Stunde lang mit Assange, der sich seit mehr als sechs Jahren in der Botschaft des südamerikanischen Landes befindet.

Die Situation für Assange ist zunehmend schwierig: Nach einem Regierungswechsel in Ecuador im vergangenen Jahr wendet sich der neue Präsident Lenín Moreno offen gegen die Beherbergung des Aktivisten und will ihn so schnell wie möglich loswerden. Nachdem Assange vor wenigen Tagen die Heizung abgedreht bekommen hat und seine Katze aus den Botschaftsräumen entfernt wurde, befürchteten Unterstützer den Rauswurf des Mittvierzigers. Auch der Austausch des Botschaftspersonals und die Ablösung des bisherigen Botschafters schürten diese Bedenken.

“Julian Assange war über acht Monate hinweg in der Botschaft völlig isoliert, ohne Besuche, Internet und Telefon, und diese Isolation ist nur unzureichend gelockert worden”, sagte Hänsel nach dem Besuch heute Mittag. Assanges Grundrecht auf Meinungsfreiheit sei zudem massiv eingeschränkt, da jede öffentliche Äußerung zu einem Ende des politischen Asyls in der Botschaft führen kann. “Wir fordern von der Bundesregierung und der EU, dass sie alle Versuche der US-Regierung, eine extraterritoriale Verfolgung in Europa durchzusetzen, zurückweisen und die politische Verfolgung von Julian Assange durch die US-Behörden nicht zulassen”, so Hänsel in London gegenüber Telepolis.

Die baden-württembergische Abgeordnete und ihre Fraktionskollegin Sevim Dagdelen verlangten von der Bundesregierung, sich für eine internationale Lösung einzusetzen, die es Julian Assange ermöglicht, in einem für ihn sicheren Land Zuflucht zu finden. “Wir fordern die britische Regierung auf, Assange in keinem Fall an die USA auszuliefern”, so Hänsel. Die Bundesregierung könne dem Publizisten auch selbst Asyl anbieten und damit zeigen, dass sie sich für den Schutz von Journalisten und Whistleblowern aktiv einsetzt, sagte sie weiter. In jedem Fall müsse Assange aus der seit sechs Jahren andauernden willkürlichen Internierungssituation, die so auch von den Vereinten Nationen kritisiert wurde, befreit und vor einer Auslieferung an die USA bewahrt werden.

“Julian Assange war sehr erfreut über unseren Besuch”,

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Traurige Bilanz: Rund 2,8 Millionen Tiere bei Tierversuchen benutzt oder getötet

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20-12-18 01:58:00,

Traurige Bilanz: Rund 2,8 Millionen Tiere bei Tierversuchen verwendet oder getötet

Rund 740.000 Tiere sind in Deutschland im vergangenen Jahr für wissenschaftliche Zwecke getötet worden. Weitere etwa zwei Millionen Tiere wurden für wissenschaftliche Tierversuche eingesetzt, wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet. Das Blatt beruft sich auf Zahlen, die die Bundesregierung an die EU-Kommission geschickt hat. Laut Bundeslandwirtschaftsministerium bewegen sich die Werte auf dem Niveau des Jahres 2016.

Am häufigsten setzten Wissenschaftler dem Bericht zufolge Mäuse ein, insgesamt 1,37 Millionen Tiere. Hinzu kamen 255.000 Ratten und 240.000 Fische sowie 3.300 Hunde und 718 Katzen. Deutlich gestiegen ist demnach die Zahl der verwendeten Affen: Sie lag im vergangenen Jahr bei 3.472 Tieren, 2016 waren es noch 2.462.

Die Zeitung zitiert Ministerin Julia Klöckner (CDU) mit den Worten: “Ich will, dass die Zahl der Tierversuche kontinuierlich gesenkt wird. Tiere sind Mitgeschöpfe. Sie verdienen unser Mitgefühl.” Dort wo Experimente an Tieren unerlässlich seien, müsse weiter an Alternativen geforscht werden, diese fördere ihr Ministerium finanziell.

Laut dem Bericht wurden 50 Prozent der Tiere im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Bei 27 Prozent ging es um die Herstellung oder Überprüfung von Medikamenten. Weitere 15 Prozent nutzten die Wissenschaftler unmittelbar zur Erforschung von Krankheiten bei Menschen und Tieren. (dpa)

Mehr zum Thema – Zu viel des Guten: Britisches Labor züchtet versehentlich 180.000 Versuchsmäuse

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Fed: Erneute Zinserhöhung, aber fast niemand spricht über die Bilanzreduzierung | www.konjunktion.info

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20-12-18 01:06:00,

Jerome Powell - Bildquelle: Wikipedia / Federalreserve; Public DomainJerome Powell - Bildquelle: Wikipedia / Federalreserve; Public Domain

Jerome Powell – Bildquelle: Wikipedia / Federalreserve; Public Domain

In den letzten Wochen gab es viele Marktteilnehmer, die davon ausgingen, dass die Fed “einen Schritt zurück machen” könnte und keine weitere Zinserhöhung im Dezember durchführt. Begründet mit der falschen Interpretation einer Aussage, Jerome Powells, dass die Fed mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und Situation in den USA zufrieden sei.

Es sei mir an dieser Stelle gestattet daran zu erinnern, dass ich erstmals Ende 2015 auf diese Politik der schrittweisen Zinserhöhungen der Fed hinwies und dass ich bereits damals schrieb, dass diese solange fortgesetzt werden bis der Aktienmarkt einbricht und dass damit das Ende der “Blase aller Blasen” eingeläutet wird. Mit der erneuten Zinserhöhung hat die Fed meine damalige Vorhersage bestätigt, während ein Großteil der Mainstreamanalysten davon ausging, dass die Fed umfallen wird. Aber dieses Umfallen wird auch in den nächsten Monaten nicht stattfinden. Die Fed wird ihren Zinskurs beibehalten.

Die Fed agiert wie ein Selbstmordattentäter. Das Ziel der Fed ist die Zerstörung des US-Dollars und der US-Wirtschaft. Ich gehe davon aus, dass die Fed die Zinsen im Laufe des Jahres 2019 auf 3% erhöhen wird und es zu keiner Zinsreduzierung kommen wird wie viele Marktteilnehmer erhoffen und erwarten. Dass die Fed mit der Dezemberentscheidung die Zinsen auf ihre “neutrale Rate der Inflation” gesetzt hat, ist ein Vorgang den die Fed seit Jahrzehnten nicht mehr durchgeführt hat. Gerade diese Tatsache sollte uns mehr als zu denken geben. Ebenfalls zu denken geben, muss uns die Entscheidung der Fed die Bilanz ab sofort monatlich um 50 Milliarden US-Dollar (zuvor 30 Milliarden) zurück zu fahren. Ich erachte diese Maßnahme zwischenzeitlich sogar als zerstörerischer und zersetzender als die Zinsschritte. Auch hier müssen wir in den nächsten Wochen genau hinschauen.

Die Fed begründet ihre Zinsentscheidung mit dem Hinweis auf “ihre Fundamentaldaten”, die jedoch auf selbstdefinierten, durchmanipulierten Werten beruhen. Nimmt man aber die ECHTEN (Stichwort Shadowstats.com) Realdaten her, muss auch der letzte unkritische Fed-Befürworter und Optimist erkennen, dass die Fed auch in Zukunft, egal was passiert, die Zinsen erhöhen wird.

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Die Infokrieger im Dienste ihrer Majestät

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20-12-18 01:04:00,

Ein Leak der Hackergruppe Anonymous belegt die Existenz einer momentan im Aufbau befindlichen britischen Organisation, die vom britischen Staat und der NATO finanziert, einen offenen Informationskrieg führt. Offiziell geht es um die Abwehr russischer Desinformationskampagnen. Aktiv wurden die Infokrieger bis jetzt jedoch in Italien, Spanien und im eigenen Land, wo sie einen Schmierenkampagne gegen Jeremy Corbyn starteten. Und auch im engsten Umfeld der Kanzlerin sitzt ein Mann, den die Briten zu ihren Helfern zählen. Von Jens Berger.

Stellen Sie sich vor, es gäbe eine geheime, größtenteils staatlich finanzierte Organisation, die offiziell „Desinformationskampagnen Kremls“ abwehren soll. Stellen Sie sich nun vor, dass diese Organisation sich auch und vor allem gegen progressive Kräfte im eigenen Land richtet und selbst Schmierenkampagnen gegen den Oppositionsführer fährt. Was noch vor wenigen Wochen von Vertretern der Qualitätsmedien als Verschwörungstheorie bezeichnet worden wäre, wurde nun durch ein Leak der Hacker von Anonymous belegt. Das Programm, von dem wir reden, heißt „Integrity Initiative“ und wird von einer Organisation namens „Institute for Statecraft“ betrieben.

Alles nur Kulisse?

Sucht man das Institute for Statecraft in der realen Welt, stößt man auf eine Industrieruine im kleinen schottischen Dorf Gateside. Dies ist zumindest die offizielle Adresse des Instituts, das in Schottland als gemeinnützig anerkannt ist. Kaum zu glauben, dass dort ein strategisches Think Tank mit zahllosen Experten residieren soll, die sich vor allem aus ehemaligen Mitgliedern des militärischen Geheimdienstes ihrer Majestät rekrutieren und vom ehemaligen NATO-Chefberater für Zentral- und Osteuropa Christopher Donnelly geleitet wird. Recherchiert man ein wenig, stößt man jedoch schon schnell auf eine andere – wesentlich eindrucksvollere – AdresseTwo Temple House, der ehemalige Londoner Wohnsitz des US-Milliardärs William Waldorf Astor; eine der wohl teuersten Büroflächen der Welt. Wie eine vorgeblich gemeinnützige schottische Denkfabrik ohne festen Stab dazu kommt, im Herzen Londons ein repräsentatives Büro zu unterhalten, ist – wie so ziemlich alles am Institute for Statecraft – ein Geheimnis.

Nach außen hin gibt sich das Institut als unabhängige, überparteiliche Organisation, deren Interesse vor allem darin besteht, die freien britischen Werte gegen feindliche Einflussnahme zu beschützen. Und der Feind Britanniens sitzt nach Ansicht der Fellows natürlich in Moskau und führt – so die internen Papiere des Instituts – einen Informationskrieg gegen das Empire und den freien Westen.

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Das Bauernopfer

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20-12-18 01:01:00,

Als ich 2004 einmal in einer Fernsehsendung mit zwei „Spiegel”-Redakteuren über 9/11 diskutiert hatte und wir danach bei einem Kaffee noch plauderten, meinten sie, dass sie einiges in meinen Büchern ja auch richtig gut fänden — zuvor in der Sendung hatten sie mir „Verschwörungstheorien” und „schlechte Recherche” vorgeworfen —, nur dass ich ihre Zeitschrift immer als „ehemaliges Nachrichtenmagazin” bezeichne, das würde ihnen überhaupt nicht gefallen. Diese Bezeichnung war mir einmal bei einem Vortrag rausgerutscht, als ich eine Spiegel-Story mit dem Titel „9/11 — Was wirklich geschah” kommentierte, und wie das so ist — wenn das Publikum lacht, nehmen wir den Gag ins Repertoire — zog diese Präzisierung der hochkarätigen Marke „Nachrichtenmagazin” dann als geflügtes Wort seine Kreise. Zu erfahren, dass sich die „Spiegel”-Leute darüber ärgerten, war natürlich erfreulich.

Es war unter anderem auch diese Story — eine im Reportagestil von einem Dutzend Reportern montierte Geschichte der „wirklichen” Ereignisse — und ein Buch, das sie daraus gemacht hatten, was ich 2002 mit dem „Spiegel”-Redakteur Ulrich Fichtner beim „Funkhausgespräch” im WDR-Radio diskutierte. Und weil das Internet, und meine Festplatte, nichts vergisst, habe ich das Transkript der Sendung gerade noch einmal hochgeladen:

Bröckers: Nein, Sie machen es sich zu einfach, weil Sie behaupten dauernd, der SPIEGEL recherchiert ordentlich und versucht, so wahrheitsgemäß wie möglich usw….

Fichtner: Der SPIEGEL tut sein Bestes, das ist das Problem. Der SPIEGEL tut sein Bestes und ich gebe ja zu, dass er keineswegs perfekt ist. Ich gebe zu, dass der SPIEGEL nicht in der Lage war, diese Vorgänge …

Bröckers: Sie haben völlig versagt. Seit dem 11. September findet kein investigativer Journalismus statt bei Ihnen. (Beifall)

Soweit ein kleiner Auszug aus dem langen Gespräch, das Walter van Rossum moderierte — und das mir wieder einfiel, als ich den Artikel von Ulrich Fichtner über die Fake-Reportagen des „Spiegel”-Reporters Claas Relotius las: eine Selbstbezichtigung in eben diesem bescheuerten Reportagestil, mit dem der phantasiereiche Relotius die Redaktionen geleimt hatte. Bisschen sachlich, bisschen menschlich, mit „authentischen” Protagonisten, atmosphärischem Hintergrund, Zitaten, die als Teaser taugen und — ganz wichtig — mit Storys, die zum allgemeinen Spin passen. Das große Entsetzen, wie so etwas die hochmögende Dokumentationsabteilung des „Spiegel” überwinden konnte, kann ich zwar nachvollziehen, aber auch nicht weiter ernst nehmen.

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Ukraine feiert offiziell 110. Geburtstag des Nazi-Kollaborateurs Stepan Bandera

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19-12-18 02:08:00,

Newsticker

19.12.2018 • 12:30 Uhr

Ukraine feiert offiziell 110. Geburtstag des Nazi-Kollaborateurs Stepan Bandera (Archivbild)

Der 110. Jahrestag der Geburt von Stepan Bandera wird in der Ukraine auf staatlicher Ebene gefeiert. Das geht aus einem Beschluss über Gedenkdaten und Jubiläen für das Jahr 2019 hervor, den das ukrainische Parlament angenommen hat. Stepan Bandera, der am 1. Januar 1909 geboren wurde, wird im Dokument als “der führende Akteur und Theoretiker der ukrainischen nationalen Befreiungsbewegung und Leiter der Organisation Ukrainischer Nationalisten” bezeichnet.

Neben Bandera sollen im Jahr 2019 die Geburtstage des Malers Kasimir Malewitsch, des Luftfahrtpioniers Igor Sikorski, des ukrainischen Politikers Symon Petljura und anderen Persönlichkeiten gefeiert werden.

Die staatlichen Feierlichkeiten sehen Münzen und Briefmarkenausgaben mit dem jeweiligen Porträt, Fernseh- und Radiosendungen sowie Bildungskursen über die jeweilige Persönlichkeit vor.

Stepan Banderas Persönlichkeit ist in der Ukraine und international umstritten. Während er im Westen des Landes und auf der staatlichen Ebene als Nationalheld gilt, wird er im Osten der Ukraine, in Russland, Polen und Israel für einen Kriegsverbrecher und einen Nazi-Kollaborateur gehalten.

Mehr zum Thema – “Tod den Moskauern!” 15.000 Radikale marschieren zu Ehren des Hitler-Kollaborateurs Bandera in Kiew

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Statistik als Therapie

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19-12-18 01:58:00,

Wir alle kennen den Effekt: Wenn wir Nachrichten schauen, Zeitung lesen und uns über die Ereignisse in der Welt auf dem Laufenden halten wollen, haben wir den Eindruck, alles wird schlimmer. Als ich vor vier Jahren beschloss, keine Nachrichten mehr zu konsumieren — weder im Internet noch im Fernsehen —, fühlte ich mich ruhiger und gewann mehr Vertrauen in das Leben.

Ich beobachtete mein Umfeld und die Menschen auf der Straße. In meinem Viertel beim Flughafen von Palma de Mallorca direkt am Meer bestimmen Plattenbauten und vereinzelte Villen das Stadtbild. Hier leben Bauarbeiter, Sprachlehrer, Kellner, Millionäre und Drogendealer.

Mein Weltbild hat sich hier verändert. Entspannt. Nachrichten? Interessieren die meisten Leute hier nicht sonderlich. Sie sehen sie zwar in den Fernsehern, die in jeder Bar lautstark mitlaufen, regen sich vielleicht ein wenig auf, diskutieren ab und zu, aber widmen sich dann wieder ihrem Bier.

Ich komme mir hier oft vor wie eine Außerirdische. Wenn ich von meinen Ängsten vor einem drohenden Krieg spreche, schauen mich die Leute an, als hätte ich sie nicht mehr alle und würde alles dramatisieren. Im Austausch mit manchen Rubikon-Lesern oder Verwandten in Deutschland wird mir wiederum gesagt, ich würde versuchen die harte Realität schönzumalen.

Unsere Weltsicht ist noch subjektiver, als wir uns eingestehen möchten. Das fällt vor allem gebildeten Menschen, die immer am selben Ort oder in ähnlichen Verhältnissen leben, nicht so auf. Denn durch die Medien haben sie den Eindruck, Bescheid zu wissen und ein objektives Weltbild zu haben.

Leider ist dies ein großer Irrtum, denn kein Mensch kann ein wirklich objektives Weltbild haben. Wir können uns einem solchen höchstens annähern. Um es mit Nietzsches Worten zu beschreiben:

„Es gibt nur ein perspektivisches Sehen, nur ein perspektivisches ‚Erkennen‘; und je mehr Affekte wir über eine Sache zu Worte kommen lassen, je mehr Augen, verschiedne Augen wir uns für dieselbe Sache einzusetzen wissen, um so vollständiger wird unser ‚Begriff‘ dieser Sache, unsre ‚Objektivität‘ sein“ (1).

Wer Rubikon liest, weiß, dass Mainstream-Medien sehr einseitig berichten. Und auch Rubikon, KenFM und andere vermögen es nicht, alle Perspektiven aufzuzeigen. Sie zeigen eine andere Sichtweise auf die Geschehnisse als der Mainstream, doch auch diese Perspektive lässt den Eindruck entstehen, dass es sehr schlecht um die Menschheit bestellt ist.

Wir gründeten die Mutmach-Redaktion,

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Die Flüchtlings-Macher

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19-12-18 01:53:00,

Der Artikel basiert auf einem Vortrag der Autorin zu diesem Thema am 26. Oktober 2018 im MEZ Berlin.

Immer mehr Afrikaner aus Staaten südlich der Sahara verlassen ihre Heimat. Seit 2010 steigen die Zahlen kontinuierlich. 2017 zählte das US-amerikanische Pew Research Center mehr als eine Million afrikanische Flüchtlinge, die sich seit 2010 auf den Weg nach Europa gemacht haben. Umfragen in sechs Subsahara-Ländern ergaben, dass viele — in Ghana bis zu 75 Prozent — den Wunsch hegen, nach Europa oder in die USA auszuwandern. Bis zu 44 Prozent haben konkrete Migrationspläne (1).

Nach Angaben des afrikanischen Instituts Afrobarometer sind es etwa 35 Prozent der in neun afrikanischen Staaten Befragten, die ihr Land verlassen wollen. Die Mehrzahl von ihnen ist 18 bis 35 Jahre alt, durchschnittlich 25 Prozent haben den höchsten Schulabschluss, gefolgt von 20 Prozent mit dem zweithöchsten Abschluss. Das Hauptmotiv für die meisten der Ausreisewilligen ist es, Arbeit zu finden und der Armut zu entkommen. Das Ziel ist für 47 Prozent ein anderes afrikanisches Land. Von denen, die den Kontinent verlassen wollen, hegen 20 Prozent den Wunsch nach Europa und 19 Prozent in die USA auszuwandern (2).

Alle Studien bestätigen, dass diejenigen die auswandern, nicht zu den Ärmsten gehören. Sie kommen vielmehr aus der Mittelschicht, denn sie benötigen ein Minimum an finanzieller Ausstattung, um auf die Reise gehen zu können — ungefähr 2.000 Euro. In vielen afrikanischen Ländern entspricht diese Summe einem Jahreseinkommen.

Über das dadurch entstehende Problem für die Auswandererländer sagt der US-amerikanische Afrikanist und Autor Stephen Smith:

„Es sind gerade die Leute, die politisch in Afrika etwas verändern könnten, die den Weg ins Exil wählen. Deswegen glaube ich auch, dass die Migrationsströme einen realen Verlust für Afrika bedeuten. Die Auswanderer wären in ihrer Heimat nicht nur ökonomisch wichtig, sondern auch politisch“ (3).

Diesen von Smith beschriebenen „Braindrain“ wird das am 13. Juli 2018 von den Vereinten Nationen vorgelegte „Globale Abkommen zur Förderung der Arbeitsmigration“ noch befördern. Ausgehend von der Überzeugung, dass Migration zur Entwicklung beiträgt und damit die Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung erreicht werden, „wenn sie angemessen gemanagt wird“, wie es im Abkommen heißt, sollen sich die Unterzeichner-Staaten verpflichten, „Wege für reguläre Migration so anzupassen, dass Arbeitsmobilität gefördert wird“.

Der Volkswirt und Wirtschaftsjournalist Norbert Häring zitiert dazu den mexikanischen Entwicklungsökonom,

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Die Terror-Profiteure

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19-12-18 01:52:00,

Die Sicherheitsindustrie existierte vor 1990 kaum. Zwar werden seit Jahrhunderten Zäune und Türschlösser hergestellt, um Wohnungen, Häuser und Unternehmen gegen Diebstahl zu schützen. Die Produzenten bildeten aber nur eine bescheidene Klasse innerhalb der Gesellschaft.

Das hat sich in der Folge von 9/11 drastisch geändert: Die Sicherheitsindustrie erhielt kurz nach diesem Ereignis gewaltigen Aufschwung und entwickelte sich inzwischen zu einem der profitabelsten Industriezweige.

Der Hauptzweck zur Errichtung und Pflege des Feindbildes „islamistischer Terrorismus” ist die Erzeugung von Angst. Um diese Angst zu verringern, erkaufen sich Menschen vermeintliche Sicherheit, sei es in Form von Versicherungen, Sicherheitsanlagen, Waffen oder Sicherheitssoftware. Sie sind auch bereit, behördliche Maßnahmen zu finanzieren, zum Beispiel zur Stärkung der Polizei. In der kapitalistischen Gesellschaft kann Angst leicht in Profit umgemünzt werden. Diese Kausalität hat die Industrie längst erkannt und fast alle großen Konzerne nutzen sie als Mittel zur Steigerung ihres Gewinns.

Laut einer detaillierten Marktanalyse für den Zeitraum von 2017 bis 2022, die rund 2.000 Seiten umfasst, soll der globale Sicherheitsmarkt jährlich um 5,7 Prozent wachsen (1). Für dieses Wachstum werden folgende Einflussfaktoren angeführt:

  • Der Terrorismus in Europa und die Migrationskrise,
  • Die Turbulenzen in der arabischen Welt, die Konflikte im Irak, in Syrien und im Jemen, sowie der sunni-schi‘itische Konflikt,
  • Präsident Donald Trumps Versprechen, hart gegen den islamistischen Terrorismus vorzugehen und in Sicherheitseinrichtungen und Anti-Terror-Maßnahmen zu investieren,
  • Die Zunahme von Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels,
  • Organisiertes Verbrechen,
  • Der unersättliche Investitionsdrang seitens undemokratischer Regierungen wie China und Saudi-Arabien, um ihre Macht zu erhalten
  • Computerverbrechen und Gefahren bezüglich der Computersicherheit.

Es muss hier ergänzt werden, dass nicht die Realität dieser Umstände das Wachstum der Industrie beeinflusst, sondern die allgemeine Wahrnehmung dieser Umstände. Diese Wahrnehmung kann und wird künstlich erzeugt und gepflegt.

Der Bericht analysiert unter anderem die Wachstumsprognose für 24 Produktbereiche der Sicherheitsindustrie. Darunter befinden sich:

  • Die Handhabung riesiger Datenmengen (Big Data),
  • Software zur Videoanalyse,
  • Computersicherheit (Cybersecurity),
  • Informationstechnologie,
  • Biometrik,
  • Notstandskommunikation,
  • Kinetische Hindernisse,
  • Automatische Grenzkontrollen,
  • Elektronische Umzäunung,
  • Das Aufspüren von Eindringlingen,
  • Videoüberwachung,
  • C2/C4ISR Systeme (2),
  • Das Aufspüren chemischer und nuklearer Gefahren,
  • Das Aufspüren von Sprengstoffen,

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Es tut sich was in Ungarn

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19-12-18 09:56:00,

Seit zehn Tagen wird Ungarn von einer Protestwelle überzogen. Auslöser war ein von Viktor Orbán eingebrachtes Gesetzespaket, in dem unter anderem die Überstundenregelung dereguliert werden soll. Es ist anzunehmen, dass die großen deutschen Autobauer, die in Ungarn sehr aktiv sind, hier als Ideengeber fungiert haben und Ungarn künftig auch als Druckmittel gegen ihre deutsche Belegschaft ins Feld führen wollen. Marika Varga[*] von der IG Metall hat die Lage für die NachDenkSeiten aus Gewerkschaftssicht zusammengefasst.

Seit dem 8. Dezember gibt es sowohl in der ungarischen Hauptstadt Budapest als auch in mehreren Provinzstädten täglich Demonstrationen oder Autokorsos. Auslöser der Proteste war ein Gesetzesvorschlag zur Flexibilisierung der Arbeitszeit. Ab Januar 2019 sollen pro Jahr bis zu 400 Überstunden pro Jahr möglich sein. Das Problem: Diese Überstunden sind eigentlich keine Mehrarbeitsstunden mit Zuschlägen mehr, die das Einkommen aufbessern, sondern die durchschnittliche Arbeitszeit muss erst im DREI-JAHRES-Zeitraum erreicht werden. Das Argument der Regierung, die Menschen wollen Überstunden machen, um mehr zu verdienen, wird so ad absurdum geführt. Denn die Bezahlung erfolgt – wenn überhaupt – nach drei Jahren. 

Der eigentliche Hintergrund ist ein anderer: In Ungarn wird kräftig investiert, insbesondere von der deutschen Automobilindustrie. Audi produziert dort seit über 20 Jahren, Daimler seit 2012 – ein zweites Daimlerwerk ist im Bau und BMW hat im Sommer 2018 den Bau eines Werkes in Debrecen angekündigt, Opel betreibt ein Komponentenwerk – um nur die bekanntesten zu nennen. Entsprechend siedeln sich Zulieferer und Dienstleister an.

Ungarn ist auch nicht mehr nur verlängerte Werkbank. Die neuen Werke der deutschen Premiumhersteller sollen technisch auf dem neuesten Stand sein und “Maßstäbe der Digitalisierung” setzen (BMW-Homepage). ThyssenKrupp und Bosch zentralisieren Entwicklungsbereiche in Ungarn. Schon lange haben die Menschen die Nase voll davon, für ein Viertel oder ein Drittel des Lohns zu arbeiten, der im Westen bezahlt wird. Entsprechend werden sie inzwischen auch bei ihren Tarifverhandlungen in den Betrieben immer mutiger und erzielen inzwischen in einzelnen Betrieben Lohnerhöhungen bis zu 20 %. 

Indes wählen viele Menschen seit Jahren einen anderen Weg: Sie verlassen das Land oder pendeln nach Österreich, um dort in der Gastronomie oder in der Landwirtschaft zu arbeiten. Entsprechend herrscht in vielen Bereichen inzwischen ein massiver Mangel an ausgebildeten Arbeitskräften. In einigen Unternehmen der Automobilindustrie hören wir von Fluktuationsraten von bis zu 50 Prozent im Jahr.

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„Aufstehen“ für Anfänger

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19-12-18 09:56:00,

Die Gründung der neuen Sammlungsbewegung „Aufstehen“ war eines der prägenden politischen Ereignisse des Jahres. Erwartungsgemäß hat die Bewegung mit starkem Gegenwind aus der Presselandschaft zu kämpfen. Ein Buch versucht, diesen medialen Verzerrungen eine andere Sicht entgegenzusetzen. Von Tobias Riegel.

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Eines der wichtigsten innenpolitischen Ereignisse dieses Jahres war die Gründung der neuen politischen Sammlungsbewegung „Aufstehen“. Entsprechend heftig waren die Reaktionen auf das Projekt rund um die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Sahra Wagenknecht – im Positiven wie im Negativen. Positiv muss die Resonanz vieler Bürger beschrieben werden, die sich in über 100.000 Anmeldungen niederschlägt.

Dieser starken Reaktion der Bürger steht aber eine entschlossene Medienlandschaft gegenüber, die keine Gelegenheit versäumt, die Bewegung als künstliche und autoritäre Kopfgeburt, als rückwärtsgewandt, „populistisch“ oder als tendenziell „rechts“ zu beschreiben. Die Reaktionen auf das vielversprechende Projekt schwanken also zwischen giftiger Ablehnung durch ehemals „links“ genannte Akteure sowie große und kleine Publikationen einerseits – und möglicherweise übertriebenen Projektionen durch die Anhänger andererseits.

Kader-Schmiede und Personenkult

Die Argumentation der Kritiker ist inkonsistent: So wird „Aufstehen“ einerseits als „von oben“ installiert dargestellt. Gleichzeitig werden aber organisatorische Defizite, die dieser Darstellung als straffer Kader-Schmiede widersprechen, mit großer Häme medial ausgeschlachtet. In diese Kategorie fällt etwa die Berichterstattung über aktuelle Verwirrungen oder mutmaßliche/angebliche Sabotage-Akte rund um die neue Internet-Domain der Bewegung.

Die zentrale Aussage der Bewegungs-Gegner, eine Bewegung könne nicht „von oben“ ins Leben gerufen werden, trifft gleich in mehrfacher Hinsicht nicht zu: Wenn ausreichend mediale Macht verfügbar ist, können selbstverständlich auch virtuelle „Bewegungen“ gegründet werden. Das konnte man an dem für den französischen Präsidenten Emmanuel Macron geschaffenen Medienkonstrukt “En Marche” beobachten.

Prominente in die erste Reihe!

Demgegenüber ist aber offensichtlich, dass „Aufstehen“ eben keine künstliche Medien-Farce wie „En Marche“ ist. Dafür würden “Aufstehen” schon die notwendigen publizistischen Verbündeten fehlen. Im Gegensatz zur europaweiten Werbung durch große Medien für “En Marche” erlebt „Aufstehen” mediale Anfeindung. Diese Bewegung hätte also gar nicht ausreichend Propaganda-Verbündete, um den künstlich-autoritären Charakter zu haben, der ihr unterstellt wird.

Dass bei allen Vorhaben von „Aufstehen“ die klügsten und beliebtesten Köpfe vorne stehen sollten (also vor allem Sahra Wagenknecht),

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Das US-Imperium überzieht die Welt mit Krieg. Absichtlich. Zwei aufschlussreiche Belege.

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19-12-18 09:53:00,

Wesley Clark, Oktober 3, 2007, Commonwealth Club of California, San Francisco, Ca Courtesy od Commonwealth Club of CA – Abschrift der Übersetzung aus einem Video von Youtube.

Redaktionelle Vorbemerkung zum Vortragenden: Wesley Clark ist Vier-Sterne-General a.D. der US-Army. In 1997-2000 war er Oberbefehlshaber der Nato-Streitkräfte in Europa (SACEUR) und befehligte in 1999 im Kosovokrieg. 2004 versuchte Wesley Clark, demokratischer Präsidentschaftskandidat zu werden.

Hier Auszüge aus seiner Rede vom 3. Oktober 2007, gefettet von den NachDenkSeiten:

„Und was am 11. September 2001 geschehen ist- da hatten wir keine (Handlungs-) Strategie dazu, wir hatten keine Einigung der beiden Parteien über die weitere Vorgehensweise, wir hatten die übereinstimmende Sicht der Amerikaner dazu nicht. Stattdessen hatten wir einen politischen Staatsstreich in diesem Land, einen Staatsstreich, einen politischen Staatsstreich. Einige eiskalte, hartgesottene Menschen haben die US- Außenpolitik an sich gerissen und sie haben sich nie die Mühe gegeben, uns darüber zu informieren.

Zehn Tage nach 9/11 war ich im Pentagon unterwegs. (Gemeint ist damit zehn Tage nach dem 11.9.2001, also ungefähr der 21. September 2001, die NDS) Ich konnte der Mutter-Armee nicht fernbleiben. Ich ging dorthin, um Donald Rumsfeld zu sehen, ich hatte für ihn im Weißen Haus in den 1970er Jahren gearbeitet, das alles habe ich in meinem Buch niedergeschrieben. Und ich habe zu ihm gesagt: „Kommen Sie zurecht mit CNN?“ und er sagte: „Ja, ja,ja, alles gut“. Er sagte dann: „Ich denke darüber nach, ich habe Ihr Buch gelesen.“ In diesem Buch wird von der Kosovo-Kampagne erzählt. Er sagte: „Ich wollte Ihnen nur sagen, niemand wird erzählen, wo oder wann wir bombardieren können, niemand.“ Er sagte dann: „Ich überlege mir, das als eine „Schwebende Koalition“ zu bezeichnen, was denken Sie dazu?“ Und ich antwortete: „Nun Sir, danke, dass Sie mein Buch gelesen haben….“ Und er sagte: „Danke, die Zeit ist um, die ich für Sie übrig habe.“ –

Wirklich, so sagte er; dann ging ich die Treppe hinunter und war dabei, das Pentagon zu verlassen und ein Offizier vom „Vereinigten Generalstab“ (Joint Chiefs of Staff) rief mich in sein Büro und sagte zu mir: „Ich möchte Ihnen sagen, Sir, wir beabsichtigen, den Irak anzugreifen.“ Und ich sagte: „Warum?“ Er sagte: „Wir wissen es nicht.“ Ich sagte: „Wollen sie Saddam in Zusammenhang mit 9/11 bringen?“ Er sagte: „Nein.“ Er sagte: „Ich schätze,

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Handelskrieg: “Niemand ist in einer Position, den chinesischen Menschen zu diktieren, was gemacht und was nicht gemacht werden sollte.” | www.konjunktion.info

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19-12-18 09:02:00,

Schiffscontainer - Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative CommonsSchiffscontainer - Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

Schiffscontainer – Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

Der Handelskrieg zwischen den USA und China wird aktuell vor allem rhetorisch geführt und bleibt für mich das perfekte Ablenkungsmanöver, um den Blick der Öffentlichkeit vor den Machenschaften der Notenbanken abzulenken.

So hat jetzt der chinesische Präsident Xi Jinping im Bezug auf die US-Forderungen wissen lassen, dass

niemand in der Lage ist, dem chinesischen Volk [etwas] zu diktieren

(no one is in a position to dictate to the Chinese people.)

Der derzeitige 90-Tages-“Waffenstillstand” wird den Marktteilnehmern als Atempause verkauft und doch wird es meiner Meinung nach am Ende dieser Frist keine Einigung zwischen Peking und Washington geben, weil explizit nicht gewollt. Xi forderte gar, dass sein Land “auf Kurs bleiben (stay on course)” müsse und betonte zudem, dass “niemand in einer Position ist, den chinesischen Menschen zu diktieren, was gemacht und was nicht gemacht werden sollte (no one is in a position to dictate to the Chinese people what should or should not be done)”.

Die Verhaftung der Finanzvorständin von Huawei, Meng Wanzhou, in Kanada wegen der Verletzung der US-Sanktionen gegen den Iran hat die Spannungen weiter erhöht, was mit der Festsetzung zweier Kanadier durch Peking “beantwortet” wurde.

Das Gemeinschaftsprojekt The China Dashboard des Asia Society Policy Institute und der Rhodium Group versucht anhand von 10 Schlüsselkategorien zu prüfen, ob das chinesische Reformprogramm von 2013 greift und umgesetzt wird. Im Zusammenhang mit dem Handelskrieg schreibt The China Dashboard in seinem Herbstbericht 2018:

Die Vereinigten Staaten schließen die Tür für die Aussicht auf einen Kompromiss mit China in Bezug auf Wirtschaftspraktiken und bestehen fortan auf einer entscheidenden Rückkehr zum früheren Geist der Reformen und Öffnung, wie er international verstanden wurde.

Chinas Privatsektor schrumpft zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten – eine außergewöhnliche Entwicklung, die den Hoffnungen, die die Ziele der Wirtschaftsreform 2013 gesetzt hatten, und jahrzehntelangen Gesprächen über den Rückzug des Staates vom Markt widerspricht.

(The United States is closing the door to the prospect of compromise with China over economic practices and henceforth insisting on a decisive return to the earlier spirit of reform and opening as it was understood internationally.

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Russland und China haben die Ionosphäre mit Radiowellen erhitzt

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18-12-18 03:24:00,

Anntennen der amerikanischen Anlage HAARP zur Ionosphären-Forschung. Bild: DoD

Die Experimente dienen vermutlich militärischen Zwecken, China errichtet eine Hochfrequenzanlage wie das amerikanische HAARP am Südchinesischen Meer

Das amerikanische HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program) in Alaska hat immer wieder Misstrauen erregt. Mit der einst militärischen, jetzt zivilen Kurzwellenanlage mit 180 Sendern und einer Leistung von 5,1 Gigawatt wird erkundet, wie mit Radiowellen die Ionosphäre, d.h. die Elektronen und Ionen, ab 60 km über der Erdoberfläche untersucht und beeinflusst werden kann. Verdächtigt wurde, dass mit HAARP, das seit 2014 von der University of Alaska betrieben wird, das Wetter oder gar die Gehirne der Menschen manipuliert werden können. Darüber gibt es zahlreiche Verschwörungstheorien. Militärisch interessant ist die Ionosphäre, weil dort Funkwellen reflektiert werden.

Jetzt berichtet SCMP, dass Russland und China mit Radiowellen einen Teil der Ionosphäre aufgeheizt hätten, um vermutlich eine Technik für eine mögliche militärische Anwendung zu testen. Es seien in diesem Jahr 5 Experimente von Wissenschaftlern beider Länder durchgeführt worden. Beispielsweise sei bei einem Experiment eine großflächige Veränderung in der Höhe von 500 km über der russischen Stadt Vasilsursk auf einem Gebiet von 126.000 Quadratkilometern ausgelöst worden. Dabei seien negativ geladene subatomare Teilchen zehnmal stärker als in der Umgebung angeregt worden. In einem anderen Experiment der 1981 in Betrieb gegangenen russischen Anlage Sura wurde durch das Hochjagen von Elektronen mit bis zu 260 MW über die Mikrowellenantennen angeblich das ionisierte Gas in großer Höhe um 100 Grad Celsius erhitzt.

Russische Anlage Sura. Bild: sura.nirfi.sci-nnov.ru

Gemessen wurde dies in einer russisch-chinesischen Kooperation vom elektromagnetischen Beobachtungssatelliten Zhangheng-1 (CSES), der erst im Februar in eine Umlaufbahn gebracht worden ist und der Signale entdecken kann, die auf ein entstehendes Erdbeben hinweisen. Die Ergebnisse seien “zufriedenstellend” gewesen, heißt es in einem Artikel, der in dem chinesischen Journal Earth and Planetary Physics erschienen ist. Die Feststellung von “Plasmastörungen” am 12. Juni mit einer Reichweite von 20 km in der Nacht sei ein Beleg für den Erfolg künftiger Experimente, weil dies nur von einer schwachen Leistung bewirkt werden konnte. Mit Tagesanbruch verschwand aber die menschengemachte Pertubation schnell und wurde überlagert von den Auswirkungen des Sonnenlichts auf die Ionosphäre.

China will nun,

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Tagesdosis 18.12.2018 – Desinformation in Klumpen | KenFM.de

tagesdosis-18122018-8211-desinformation-in-klumpen-kenfm.de

18-12-18 03:16:00,

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Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Die Welt ist in Gefahr. Russland will die Demokratie zerstören. Russland ist das Böse und Putin ist sein Darth Vader. Aus der Tiefe des Internets kommen immer neue Angriffe. Sagt unsere Regierung, sagen die meisten Politiker, sagen unsere Medien, sagen die Sprecher unserer Verbündeten.

Zum Beispiel der Vizepräsident der EU Kommission und frühere Ministerpräsident Estlands Andrus Ansip: „Wir müssen unsere Demokratien gegen Desinformation schützen. Wir haben Versuche gesehen, in Wahlen und Referenden einzugreifen, und es gibt starke Beweise, dass Russland die Hauptquelle dieser Kampagnen ist“

Der Staatspropagandasender Deutsche Welle weiß:  „Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen jetzt in die Informationsoffensive gehen. Grundlage ist ein Aktionsplan, den die Kommission umsetzen soll. Demnach sollen zunächst die EU-Organe und -Mitgliedsländer miteinander vernetzt werden. Außerdem sollen der Privatsektor (Google, Twitter und Facebook) sowie NATO und G-7 mit ins Boot geholt werden. Das Ziel: Ein engerer Austausch, um schneller und gemeinsam gegen Fake News vorgehen zu können. Es soll ein Frühwarnsystem entstehen, das quasi in Echtzeit vor russischen Desinformationskampagnen warnt.“

Die Zeit, wie die Süddeutsche, die FAZ und die Welt bewährtes Verlautbarungsorgan des Zentralkomitees der Atlantikbrücke, kennt sich aus mit Desinformation – und warnt davor, Zitat: „In ihrem Buch „LikeWar: The Weaponization of Social Media“ schildern die beiden US-Autoren Peter W. Singer und Emerson T. Brooking, wie die sozialen Medien zu einem virtuellen Kriegsgebiet werden konnten. Es kämpfen dort unübersichtlich viele Akteure mit den Mitteln der Propaganda und Desinformation: Gerade Russland hat das vor knapp fünf Jahren im Ukraine-Konflikt gezeigt.“

Russland, so wird uns seit einigen Jahren nicht täglich, sondern minütlich eingehämmert, ist durchtrieben, hinterhältig, bösartig, verlogen und benutzt alles, wirklich alles auf dieser Welt als Waffe, um westliche Demokratien zu bekämpfen. Weaponization heißt das im transatlantischen Neusprech.

Hier ist eine unvollständige Liste der perfiden Weaponization-Kampfstoffe, deren Einsatz gegen die Freiheit wachsame westliche Qualitätsmedien enthüllt haben: Riesenkraken, abnorme Satelliten, Heuchelei, Behinderte, Wikileaks, die US Medien, Postmodernismus, Judo, Popularität, der Brexit, Syrienflüchtlinge, Kultur, Roboterschaben und Humor.

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Gladio 2.0

gladio-2.0

18-12-18 03:13:00,

„Also Jungs, die Nummer mit den Lieferwagen und LKWs haben wir jetzt schon oft genug gebracht, die Zentrale will, das wir das jetzt anders machen.“

„Absolut, noch so eine Nummer wie in Nizza oder Berlin wär wirklich nicht gut. Zu viele Mitwisser, zu viele Unwägbarkeiten. Wir müssen auf den durchgeknallten islamistischen Einzeltäter setzen.“

„Einzeltäter, genau.“

„Das geht in die richtige Richtung, Einzeltäter. Wir arbeiten das jetzt aus.“

„Also wir liefern den Chérif Chekatt ans Messer. Kleine Mistratte mit Riesenlatte …“

— schallendes Gelächter —

„… an die 30 Straftaten oder so, die ganze Klaviatur rauf und runter.“

„Arabischer Name, braune Hautfarbe, hochkriminelles Milieu, hier geboren. Ideale Kombination. Im Knast radikalisierter Gewalttäter. Die machen eh nur Scheiße hier.“

„Superkombi. Wie viele Jahre hat der zu erwarten? Und wie viele haben die dem als Strafnachlass angeboten?“

„Der Kontakt-Mann hat ihm Straffreiheit zugesichert, wenn er das macht, plus 50.000 Dollar on top, neuer Pass und Ticket nach Marokko.“

„Wo jetzt? Straßburg oder Colmar?“

„Straßburg ist festgelegt, Top-Weihnachtsmarkt.“

„Hat Chérif Vorgabe, wie viele er mitnehmen soll?“

„Ja, so 3 oder 4 und 10 Verletzte oder so, dann mission accomplished!“

„Der muss aber ‚Allahu Akbar‘ rufen, und das mehrfach.“

„ ‚Allahu Akbar‘ ist Befehl von oben und damit Teil der Abmachung.“

„Ohne ‚Allahu Akbar‘ läuft gar nichts.“

— alle lachen —

„Wenn der mit seiner Arbeit fertig ist, sofort seinen Namen an die Presse.“

„Ist organisiert, was er dann machen soll?“

„Der soll zur Rue d’Epinal 10 laufen, sich im Garten verstecken. Dann Suche auf Hochtouren. Polizei hat Anweisung nur die Häuser 3, 5 und 7 zu durchsuchen.“

„Geht doch.“

— Gelächter —

„Dort soll Chérif drei Stunden warten, bis die Luft rein ist. Dann hol ich ihn mit dem Taxi ab.“

„Ihr müsst freies Geleit zur Rue de Lazaret 74 sichern. Da sind ihm die 50.000 Dollar, Pass und Ticket versprochen.“

„In der Rue de Lazaret 74 kriegt er von Team X den Finalschuss. Wenn der aber Scheiße bauen sollte und abhaut, erschießen wir einen anderen von der gleichen Sorte.

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Aktienmarkt: Fallende Kurse kurz vor der morgigen Fed-Sitzung – Wie wird die US-Notenbank reagieren? | www.konjunktion.info

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18-12-18 10:00:00,

Federal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan SmithFederal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Federal Reserve – Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Anfang des Jahres prognostizierte ich, dass das Jahr 2018 der Wendepunkt hin zu einem neuen Wirtschaftscrash sein wird:

Dass die US-Staatsverschuldung, die Schulden von Unternehmen und Privatpersonen, alle auf einem Rekordhoch liegen bleibt geflissentlich unerwähnt. Die Aktienhochs beruhen inzwischen vollständig auf den Aktienrückkäufen durch die gelisteten Konzerne selbst. Aktienrückkäufe, die nur durch billige, zum Teil kostenlose Kredite möglich sind. Und wenn die Fed weiter an der Zinsschraube dreht, dann wird die Party krachend enden.

Im September und Oktober verfasste ich mehrere Artikel, dass sich der Einbruch bis Dezember verfestigen und er seine Fortführung im 1. Quartal 2019 erleben wird.

Da die Emerging Markets bereits am Zusammenbrechen sind und die abgesprochene Taktik zwischen den USA und China (aka West und Ost) ins Rollen gebracht wurde, gehe ich davon aus, dass wir noch vor Ende diesen Jahres den Beginn des Absturzes der US-Märkte erleben werden.

Mit dem in Kürze stattfindenden Fed-Dezembertreffen werden wir eine neue Runde an Zinserhöhungen und eine verstärkte Bilanzreduzierung sehen. Obwohl die Hochleistungspresse aktuell davon ausgeht, dass bis Weihnachten nochmals ein “positiver Schub an den Aktienmärkten” stattfinden wird – trotz weiterhin fallender Kurse am gestrigen Montag in den USA -, gehe ich davon aus, dass die Fed auch in diesem Monat wieder die Zinsen anziehen und weitere Zinsschritte für 2019 in Aussicht stellen wird.

Der Dow schloss am Montag deutlich tiefer, da die Anleger vor der Entscheidung der Federal Reserve Ende dieser Woche ein gewisses Risiko eingenommen hatten.

Der Dow Jones Industrial Average verlor 2,10%, der S&P 500 verlor 2,04%, während der Nasdaq Composite um 2,27% fiel.

Angesichts nur noch weniger Tage bis die Federal Reserve ihre Zinssatzentscheidung trifft, zusammen mit Projektionen für eine Reihe von Maßnahmen, einschließlich Zinserhöhungen, flohen die Anleger aus den Aktien, weil sie befürchten, dass die Fed die geldpolitische Straffung überstürzen könnte.

Es wird erwartet, dass das FOMC die Leitzinsen am Mittwoch um 25 Basispunkte auf 2,25% bis 2,5% anheben wird, [die Fed] wird nicht zuletzt von Präsident Donald Trump “allein für den Gedanken weiterer Leitzinserhöhungen” kritisiert,

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Finanzsystem: Fed warnte bereits im Januar und Februar vor den kommenden Marktverwerfungen | www.konjunktion.info

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18-12-18 09:56:00,

Ben Bernanke - Bildquelle: Wikipedia / United States Federal ReserveBen Bernanke - Bildquelle: Wikipedia / United States Federal Reserve

Ben Bernanke – Bildquelle: Wikipedia / United States Federal Reserve

Unsere Welt und unsere Gesellschaft wird überflutet von Informationen. Heute erfährt eine einzelne Personen an einem Tag so viele Neuigkeiten wie ein Mensch im Mittelalter in seinem ganzen Leben. Zwangsläufig müssen unter dieser Informationsflut Dinge untergehen, die für eine tiefgreifende Analyse der Geschehnisse essenziell sind. Seitdem ich diesen Blog betreibe, habe ich mich bemüht so Nahe wie möglich an der Realität zu sein und aus dem Schlagzeilenwahnsinn und Halbwahrheiten diejenigen Informationen herauszufiltern, die einer eingehenderen Betrachtung bedürfen. Wobei anzumerken ist, dass ich hinter dieser Informationsflut, dieser Überfrachtung mit Nichtinformationen eine klare Absicht erkenne, damit sich eben die Menschen nicht mehr auf die wesentlichen Dinge konzentrieren können.

Eine Beobachtung, die ich in all der Zeit gemacht habe, ist, dass die ehemaligen und aktuellen Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve ein “Gespür” für anstehende Ereignisse und Krisen besitzen – oder ist es vielmehr ein Informationsvorsprung? Daher sind für mich Reden, Interviews oder andere öffentlich getätigten Aussagen dieser Personen von großer Bedeutung und Teil meiner Analysen.

Im Sommer und Herbst 2005 erhöhten die beiden Fed-Chefs Alan Greenspan und sein Nachfolger Ben Bernanke schrittweise die Zinsen, um der Immobilienblase die Luft zu entziehen – analog dem aktuellen Vorgehen im Bezug auf die Aktienblase. Beide diskutierten öffentlich die Frage, wie sie Zinserhöhungen durchführen können, um ihr gestecktes Ziel zu erreichen:

Er [Greenspan] und Bernanke haben beide gesagt, es sei unrealistisch, von der Fed zu erwarten, dass sie eine Blase bei den Aktien- oder Immobilienpreisen feststellt, wenn sie sich aufbläht, oder in der Lage sei, sie zum Platzen zu bringen, ohne die Wirtschaft zu stören. Stattdessen sollte die Fed bereit sein, die wirtschaftlichen Folgen einer Blase zu beseitigen.

(He [Greenspan] and Bernanke have both said it is unrealistic to expect the Fed to identify a bubble in stock or real estate prices as it is inflating, or to be able to pop it without hurting the economy. Instead, the Fed should stand ready to mop up the economic aftermath of a bubble.)

Im Zeitraum von zwei Jahren erhöhte die Fed damals die Zinsen von 1% auf 5,25%:

Fed Zinsen Historie - Bildquelle: knowyouradversary.comFed Zinsen Historie - Bildquelle: knowyouradversary.com

Fed Zinsen Historie – Bildquelle: knowyouradversary.com

Die Folge waren explodierende Kreditbelastungen und letztlich die Zerstörung des US-Immobilienmarktes.

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Social Credit-System: Gestern China, heute Venezuela – morgen der Rest der Welt? | www.konjunktion.info

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18-12-18 07:51:00,

Als ich den ersten Artikel über das chinesische Sesame Credit-System (heute Social Credit) verfasste, schrieb man den 23.Dezember 2015. Ich schloß den damaligen Eintrag NWO: Der beste Weg der staatlichen Überwachung ist die Selbstkontrolle mit den Worten:

Einige Dinge mögen in diesem System des “Sesame Credit” erst in einigen Jahren vollständig implementiert sein und daher mag es seine wahre Effektivität noch verbergen können, aber es wird durch den Charakter der Selbstzensur und Selbstüberwachung das effektivste Instrument der Eliten sein, um ihre Stellung bewahren und ihre Vorstellung einer neuen Ordnung umsetzen zu können.

Und eines dürfte klar sein: es ist nur eine Frage der Zeit bis auch hier bei uns dieser feuchte Traum der Überwachungsjunkies und selbsternannten Eliten diskutiert und dann eingeführt wird.

Die staatlichen Begehrlichkeiten – auch in Europa – ein ähnliches System zu implementieren sind heute für jeden sichtbar, der es nur sehen will. Auch der Westen will lieber heute als morgen ein “Social Credit”-Bewertungssystem nach chinesischem Muster einführen, um jeden Bürger zu taxieren. Während Peking das Zieljahr 2020 ausgegeben hat, scheint eine “staatliche Bewertung des Verhalten eines Bürgers” in anderen Ländern noch in ferner Zukunft zu liegen. Aber ist es wirklich so, dass man nur in China ein System aktiv umsetzt, dass das Verhalten eines Menschen, das Befolgen von Regeln, das Abnicken staatlicher Propaganda, das kritiklose Dasein als “guter Bürger”, dass all das nur ein Traum der Kommunistischen Partei Chinas ist? Dass nur Peking das “Fehlverhalten seiner schlechten Bürger” (Besuch systemkritischer Websiten, gesellschaftliches politisches Engagement jenseits des Politwillens der Regierung, selbst das “Kennen von Menschen” mit einem niedrigen Social Credit-Wert) bestrafen will? Dass nur das Riesenreich Menschen ausschließen will, wenn diese nicht dem “entsprechen”, wie die Regierung ihre Bürger “haben will”, und sie bzw. ihre Kinder via Studienverbot an öffentlichen Universitäten, Arbeitsverbot in bestimmten Branchen, usw. entrechtet?

Sicherlich kann sich jeder vorstellen, dass dieses System weltweit von Regierungen beobachtet und als positiv empfunden wird. Mit Venezuela hat sich nun ein weiteres Land daran gemacht, sein sozialistisches Paradies mittels einer neuen Identifikationskarte umzusetzen, mit deren Hilfe man die Bürger und ihre Aktivitäten nachverfolgen und eine Datenbank befüllen kann.

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Akademische Freiheit und politischer Druck | KenFM.de

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17-12-18 05:21:00,

Sind die Universitäten noch die Brutstätten von Dissens, für Querdenker und Veränderungen der Gesellschaft?

von Jochen Mitschka.

Immer mehr Menschen, die an Universitäten als Dozenten oder Studenten arbeiten, beschweren sich hinter vorgehaltener Hand über zunehmenden Druck von unterschiedlichen Seiten, gegen ergebnisoffene Diskussionen und Denkfreiheit. In Deutschland sind es einerseits Gruppen wie die Antideutschen, die auch gerne mal handgreiflich werden, aber natürlich gibt es auch subtilere Formen der Zensur und Gedankenformung. Zweifellos gab es solche Tendenzen schon immer. Aber insbesondere seit die Universitäten zunehmend unter finanziellen Druck geraten, wird von einem gemeinsamen Druck durch Politik und Geldgeber aus der Wirtschaft berichtet. Wie die Situation in Australien aussieht, einem Land, das angeblich in Kürze dem Beispiel der USA folgen soll und völkerrechtswidrig Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen will, beschreibt Tim Anderson in einem Papier, in dem er sich gegen die eigene Suspendierung wehrt.

Tim Anderson bestätigt in seinem Artikel, was schon Stephen Cohen über die USA und ihre Benutzung des Krieges und Kriegsdrohungen erklärte:

„Wir, die oppositionellen Akademiker, haben keinerlei effektive Unterstützung in der US-Regierung, dem Kongress, den politischen Parteien, Think-Tanks oder wichtigen Universitäten. Dies hat es bisher in der amerikanischen Politik noch nicht gegeben. Es gibt keinen Diskurs, keine Debatte, und dies bedeutet ein Versagen der amerikanischen Demokratie.“ (Heise)

Die folgende Geschichte ist auch ein Beispiel, wie große Medien nicht nur die Öffentlichkeit und Politik, sondern auch die Wissenschaft beeinflussen, und das mit falschen oder in die Irre führenden Tatsachenberichten, oder irreführenden Interpretationen, die als Fakten dargestellt werden.

Wie Stephen Garton über das Ziel hinaus schoss: Intellektuelle Freiheit an der Universität von Sydney.

Durch den Versuch, mich wegen Anti-Kriegs-Erklärungen zu relegieren, hat der Kanzler der Universität von Sydney, Stephen Garton, die Debatte um das Recht auf freie Meinungsäußerung erweitert und die auf dem Campus um sich greifenden Ängste vertieft. Da das Hauptkriterium für seinenen Angriff auf mich meine öffentlichen Kommentare waren, die er als „beleidigend“ ansah, werden wahrscheinlich noch mehr Studenten und Mitarbeiter zögern, bevor sie ihre Stimme in kontroversen Themen erheben.

Am 4. Dezember suspendierte mich Stephen Garton von meiner Position als Senior Dozent und erteilte mir Hausverbot für die Universität,

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Die vergessene Egalité. Gleichheit ist ein wichtiger Wert.

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17-12-18 04:54:00,

Die Bewegung der Gelben Westen erinnert daran, dass in unseren Gesellschaften insgesamt ein wichtiger Wert aus der öffentlichen Diskussion und aus der praktischen Politik hinauskomplimentiert worden ist. Was hat es nicht alles für Verrenkungen gegeben, um ja nicht bekennen zu müssen: die Gleichheit aller Menschen ist ein wichtiger Wert. Es wurde von “Chancengleichheit” und von “mehr sozialer Gerechtigkeit” philosophiert. Von den Werten der französischen Revolution “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit” – Liberté, Égalité, Fraternité – blieb gerade mal noch die Freiheit übrig. Wir sollten jetzt die Chance nutzen, den Gedanken substantieller Gleichheit aller Menschen wieder hoffähig zu machen. Albrecht Müller.

In der praktischen Politik spielt Gleichheit keine Rolle. Im Gegenteil. In vielfältiger Weise wurde dafür gesorgt, dass Vermögen, Einkommen und als Konsequenz auch die Chancen skandalös ungleich verteilt sind.

Die Umverteilung nach oben hat viele Facetten und prägt die Wirklichkeit. Zur Erinnerung:

  • Ein Teil hat feste Arbeitsverhältnisse und einen sicheren Arbeitsplatz. Andere, junge Leute und Ältere über 50 hangeln sich von einem befristeten Vertrag oder gar von einer Leiharbeit zur nächsten. Damit sind die Chancen im Leben grundlegend verschieden verteilt, übrigens auch die Chance, Partnerschaft und Familie planen zu können.
  • Wer hat, dem wird gegeben. Oder “der Teufel macht immer auf den größeren Haufen”. Wer Vermögen hat, kann warten, kann sich die besten Chancen aussuchen.
  • Wer viel Vermögen hat, bekommt auch in diesen Zeiten mithilfe von Vermögensberatern und großen Kapitalsammelstellen immer noch zwischen fünf und 15 % Rendite. Wer wenig Angespartes hat, geht mit einem Nominalzins von null und damit mit Wertverlust nach Hause.
  • Wir lassen heute Monopolrenten und Oligopolrenten zu. Ohne mit der Wimper zu zucken. Die großen Unternehmen wie Amazon, Facebook, Microsoft, und viele mehr profitieren von mangelndem Wettbewerb. Man muss nicht einmal Befürworter des Wertes Gleichheit sein, um dagegen anzugehen. Bekennender Marktwirtschaftler mit der Einsicht, dass Wettbewerb geschützt und geschaffen werden muss, zu sein, würde reichen.
  • Heute erreichen die Besitzer von Immobilien wegen Knappheit und wegen der mangelnden Anlegemöglichkeit der kleinen Sparguthaben zu einem realen positiven Zinssatz besondere Monopolrenten. Ein ständiger Fluss der Vermögensumverteilung.
  • Die Vermögenssteuer ist abgeschafft worden. Die Gewerbekapitalsteuer ist abgeschafft worden. Gewinne beim Verkauf von Unternehmen und Unternehmensteilen sind zum 1.1.2002 steuerfrei gestellt worden. Dies alles fördert die Vermögenden und belastet die Besitzlosen.

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Persönliche Daten – für NSA, Facebook, Google und Regierungen wertvoller als Gold

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17-12-18 02:51:00,

62 Millionen Deutsche nützen das Internet täglich und sind durchschnittlich 2,5 Stunden im Internet. Dabei hinterlassen sie jede Menge Datenspuren, die nicht nur für Konzerne, sondern auch für die Geheimdienste und Regierungen interessant sind.

Um die Jahrtausendwende wurden weltweit 100 GB pro Sekunde produziert, heute sind es bereits 50 000 GB pro Sekunde. Damit wächst die Datennutzung vier Mal schneller als die Wirtschaft. Schon längst sind diese Daten und die damit verbundene gezielte Werbung zu einem Bombengeschäft geworden, mit dem vor allem die US-Giganten Milliarden erzielen.

Die fünf wertvollsten Unternehmen sind Datenunternehmen

©
AFP 2018 / Filippo Monteforte

Aktuell sind

Apple

,

Alphabet (Google)

,

Microsoft

,

Amazon

und

Facebook

die fünf wertvollsten Unternehmen der Welt. Diese US-Konzerne verdienen ihr Geld mit dem Sammeln von Daten, und die ursprünglichen Geschäftszweige geraten immer mehr in den Hintergrund. Fünf Euro verdient etwa Facebook pro Nutzerkonto pro Monat. Bei fast 2 Milliarden täglichen Facebook-Nutzern sind das immerhin 10 Milliarden Euro pro Monat. Auch Google generiert 80 Prozent seines Umsatzes mit Werbung und verdient wie Facebook bei jedem Klick auf eine Werbeanzeige. Nicht nur die oben genannten IT-Unternehmen haben längst die Bedeutung von gezielter Werbung erkannt. So kauften etwa die US-Softwarekonzerne Adobe und IBM Firmen, die auf Cloudes (virtueller Speicher im Internet) spezialisiert sind, für insgesamt 40 Milliarden Dollar ein. Auch die IT-Riesen Apple, Microsoft und Amazon sind schon jahrelang im Cloude-Geschäft aktiv und verdienen mit der Auswertung der von den Nutzern gespeicherten Daten Milliarden.

Wissen ist Macht

©
REUTERS / Edgar Su/File Photo

Wissen ist Macht ist eine uralte Erkenntnis, die im Internet-Zeitalter eine neue Brisanz bekommen hat. Wissen im 21. Jahrhundert ist vor allem Wissen über Personen und deren Verhalten, damit der Markt konkret auf deren Bedürfnisse reagieren kann. Während Geheimdienste durch mühsame Arbeit jahrelang Informationen sammeln, geben Internetnutzer diese freiwillig an Google und Co. weiter. Der Werbespezialist Günther Makro meint dazu: „Mit wem wir befreundet sind, wie wir unsere Freizeit gestalten, bei wem wir was einkaufen, wohin wir reisen, wo wir Kaffee trinken. Das sind massenhaft Daten, die bei kluger Verarbeitung ein riesiges ökonomisches Potenzial bergen.“ Google und Facebook schwimmen in einem Datenmeer.

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Medien, Moral, Macht

medien-moral-macht

17-12-18 01:39:00,

»Moralische Werte sind nicht Zweck, sondern Mittel der Machtpolitik.«, erklärte Nicholas J. Spykman – einer der wichtigsten US-Geo­stra­tegen des 20. Jahrhunderts – in seinem Buch America’s Strategy in World Politics: The United States and the Balance of Power von 1942.

Deshalb ist, wann immer geopolitische Akteure und die ihnen zugehörigen Medien moralische Werte als Begründung für ihr Handeln anführen, besondere Skepsis geboten.

Dies gilt etwa dann, wenn ein UNO-Bericht (verfasst unter Aufsicht eines US-Diplomaten und eines ehemaligen NATO-Funktionärs) der syrischen Regierung Giftgasangriffe vorwirft.

Oder dann, wenn die britische Regierung der russischen (mit vielen Folien, dafür ohne Belege) einen Giftmordversuch anlastet.

Auch dann, wenn das World Economic Forum die (ökonomisch nützliche) Migration fördern möchte.

Sicherlich dann, wenn angeblich russische Wahlhacker von der Firma Crowdstrike identifiziert werden (deren Gründer Mitglied des Atlantic Council ist, und deren Präsident Cyber-Experte unter FBI-Direktor Mueller war, der nun die Russland-Untersuchung leitet).

Aber selbst dann, wenn der angebliche Schuldige der saudische Kronprinz sein soll (der sich für Waffensysteme aus Russland und Wirtschaftskooperation mit China interessiert).

Medien und Moral – meist ein machtvoller Mix.

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Zum Council on Foreign Relations

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17-12-18 01:39:00,

Professor Stephen F. Cohen, einer der führenden Russland-Experten der USA und von 1978 bis 2018 selbst Mitglied im Council on Foreign Relations (CFR), sprach in einem Interview mit The Nation über die Bedeutung des CFR für die Gestaltung und Darstellung der US-Weltpolitik. Cohen verließ den CFR 2018 aufgrund dessen zunehmend konfrontativer Strategievorgaben bezüglich Russland.

»The importance of the CFR is not easily exaggerated. As its activities, history, self-proclamations, and Wikipedia entry make clear, it is not an ordinary “think tank.” Founded nearly a century ago, headquartered lavishly in New York City with a branch in Washington, with almost 5,000 current carefully selected members and considerable annual revenue, its aura, exceedingly influential journal Foreign Affairs, and elite members have long made the CFR America’s single most important non-governmental foreign-policy organization — certainly for politicians, business executives, media leaders, academics, and others involved in the shaping of US foreign policy. Almost all of them aspire to CFR membership or its imprimatur [approval] in one way or another. () For decades, the CFR’s primary functional role has been, through its journal, website, featured events, and multiple weekly membership sessions, to define the accepted, legitimate, orthodox parameters of discussion about US foreign policy and related issues. () So the CFR really is what the Sowjets used to call the very top-level of the Nomenclatura.«

Übersetzung:

»Die Bedeutung des CFR ist nicht leicht zu übertreiben. Wie seine Aktivitäten, seine Geschichte, seine Erklärungen und sein Eintrag in der Wikipedia verdeutlichen, ist es kein gewöhnlicher „Think Tank“. Gegründet vor fast einem Jahrhundert, mit Hauptsitz in New York City und einer Niederlassung in Washington, mit derzeit fast 5.000 sorgfältig ausgewählten Mitgliedern und beträchtlichen jährlichen Einnahmen, haben die Aura, die äußerst einflussreiche Zeitschrift Foreign Affairs und die Elite-Mitglieder den CFR längst zur wichtigsten nichtstaatlichen außenpolitischen Organisation der USA gemacht – sicherlich für Politiker, Geschäftsleute, Medienvertreter, Akademiker und andere, die an der Gestaltung der US-Außenpolitik beteiligt sind. Fast alle von ihnen streben auf die eine oder andere Weise eine Mitgliedschaft oder die Zustimmung des CFR an. () Seit Jahrzehnten besteht die wichtigste funktionale Rolle des CFR darin, durch seine Zeitschrift, seine Website, seine exklusiven Veranstaltungen und seine zahlreichen Mitgliedersitzungen die akzeptierten, legitimen und orthodoxen Parameter der Diskussion über die US-Außenpolitik und damit zusammenhängende Fragen zu definieren.

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Solidarität: Je suis un Gilet Jaune. Je suis francaise. | www.konjunktion.info

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17-12-18 01:27:00,

Je suis Charlie - Bildquelle: Wikipedia / Joachim Roncin, Charlie Hebdo; CC0 1.0 Verzicht auf das CopyrightJe suis Charlie - Bildquelle: Wikipedia / Joachim Roncin, Charlie Hebdo; CC0 1.0 Verzicht auf das Copyright

Je suis Charlie – Bildquelle: Wikipedia / Joachim Roncin, Charlie Hebdo; CC0 1.0 Verzicht auf das Copyright

Als bereits wenige Stunden nach dem Anschlag am 7. Januar 2015 auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo die Welt mit schwarzen Plakaten überschwemmt wurde, auf denen die drei Worte Je suis Charlie (Ich bin Charlie) zu lesen war, die medial schneller aufgegriffen wurden als die Druckerpressen im Normalfall angeworfen werden können, fragten sich viele kritische Menschen wie außergewöhnlich schnell eine solche Propagandaaktion gestartet werden konnte. Innerhalb weniger Stunden war ein Logo kreiert, war die Hochleistungspresse auf diese Parole eingeschworen und in halb Paris trugen Menschen diese großflächigen Plakate vor sich her. Alles Dinge, die ohne eine ausgeklügelte Logistik und einer hinten anstehenden Organisation in der Kürze der Zeit eigentlich nicht realisierbar sind.

Jetzt da halb Frankreich wieder auf den Füßen ist und dabei symbolisch eine Gelbe Weste “hochhält”, um gegen die Politik des Investmentbankers Emmanuel Macron zu protestieren und sich Luft ob der allgemeinen Umverteilung von unten nach oben zu machen, schweigt sich unsere Hochleistungspresse mit Solidaritätsbekundungen einmal mehr aus. Diesmal sehen wir keine Zeitungsannoncen oder Bilder im Fernsehen mit dem Schriftzug Je suis un Gilet Jaune. Keine beleuchteten Häuserfassaden mit diesem Schriftzug. Keine Verbrüderung mit der französischen Volksseele.

Stattdessen beschwichtigende Worte und zunehmend der Versuch die Gelben Westen als Radikale, Gewalttäter und – natürlich – Neonazis zu diffamieren. Dass die Gewalt wohl zu einem großen Teil auf Agent Provocateurs zurückgehen dürfte, scheint in den Köpfen und in der Realität unserer Redaktionsstubenauffüller keine Option zu sein. Warum auch? Schließlich beiße ich nicht die Hand, die mich füttert.

Oder ist die Angst vor einer differenzierteren Berichterstattung inzwischen so groß, weil man weiß, dass auch in Deutschland nur noch der berühmte letzte Tropfen vonnöten ist, bevor es auch hier zu einer Bewegung wie die der Gilets Jaunes kommt? Leider ist es dem Deutschen nicht eigen, sich per Protest und Demonstration zu äußern. Leider zieht es der Deutsche vor, sich in sein stilles Kämmerlein zu verkriechen und gegen jeden und alles zu schimpfen anstatt seinen Protest friedlich (!!) auf die Straße zu tragen. Die jahrzehntelange Re-education hat hier wohl ganze Arbeit geleistet und die sowieso bereits niedrige Bereitschaft zur friedlichen (!!) Demonstration noch weiter geschwächt.

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„Hier die farblosen Farben der privilegierten Welt, … und auf der anderen Seite das schrille Kreischgelb …

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17-12-18 10:32:00,

… derjenigen, denen selbst eine moderate Benzinpreiserhöhung so sehr in die Kasse schlägt, dass sie das ganze Land in ein Chaos mit nicht absehbaren Konsequenzen stürzen.“ Dieser Satz stammt aus einem FAZ-Artikel. Die NDS-Leserin Dagmar Brandt machte darauf aufmerksam. Ihre Einführung: „Wer im Zentralorgan für kluge (Wirtschafts)Köpfe einen Wirtschaftsartikel mit Tiefgang lesen möchte, sollte im FAZ-Feuilleton nachschauen. Dort kann man – gewissermaßen versteckt – überraschend Unbotmäßiges finden. Zum Beispiel diesen Artikel zur gegenwärtigen Lage in Frankreich“. Lesenswert. Albrecht Müller.
 

Die Kernaussagen (ohne feuilletonistische Girlanden), so D.B., lauten: 

” (……) Was gerade mit Frankreich und Europa passiert, lässt sich in diesen Tagen, in denen Zehntausende von Gelbwesten das Zentrum von Paris stürmen, die weißen Fassaden der zugenagelten Luxusläden mit Parolen überziehen, die schwarzen Luxuskleinwagen davor in Brand setzen und die schwarze Wand der Polizisten und der Wasserwerfer mit signalgelben Farbbeuteln bewerfen und so zum Teil ihrer Sichtbarwerdungsmaschine machen, wie an einem Farbdiagramm ablesen: Hier die farblosen Farben der privilegierten Welt, das Beige und Grau und Schwarz, das die Schaufenster von Chanel, die Einrichtungshäuser und Luxusautos, den Stil von Karl Lagerfeld, die Welt der Globalisierungsgewinner dominiert – und auf der anderen Seite das schrille Kreischgelb derjenigen, denen selbst eine moderate Benzinpreiserhöhung so sehr in die Kasse schlägt, dass sie das ganze Land in ein Chaos mit nicht absehbaren Konsequenzen stürzen.

(….)

Der Provinz wird das Letzte genommen

(….)

Anruf bei Sébastien Marot, einem der wichtigsten französischen Urbanismusforscher und Theoretiker der Permakultur: Was ist da los? Antwort: Erst mal sei das natürlich auch ein Konflikt Stadt–Land, Frankreich sei seit Jahrzehnten von der „Rurbanisation“ geprägt; Menschen, die sich die Städte nicht mehr leisten können, ziehen aufs Land, wo aber keine Arbeit ist, weswegen sie mit dem Auto zu ihrem schlecht bezahlten Job pendeln müssen; er sei eigentlich für eine Steuer auf Verbrennungsmotoren, sagt Marot, „aber man muss sehen, dass man den in der Province isolierten, abgedrängten Leuten so das Letzte nimmt, womit sie noch am beruflichen und sozialen Leben teilnehmen können, die bagnoles, ihre alten Karren“. 

Aber den Franzosen gehe es gar nicht so schlecht, heißt es immer wieder, die Sozialquote sei in Frankreich am höchsten, das Land sei von den vielen Hilfen geradezu gelähmt. Wie wenig diese Verallgemeinerung mit der Lage der Leute zu tun hat,

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Gastbeitrag: Der grausame Schwindel mit dem Feinstaub Teil 6: Warum wird die Anwendung des Pinatubo-Effekts übersehen? | www.konjunktion.info

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17-12-18 10:30:00,

Gastbeitrag von Enkidu Gilgamesh – Verantwortlich für den Inhalt und dessen Richtigkeit ist alleine der Gastautor. Der Inhalt muss nicht zwingend die Meinung des Betreibers von www.konjunktion.info wiederspiegeln. Eventuelle Anfragen, Ansprüche, o.ä. sind direkt an den Gastautor zu stellen. Eine Veröffentlichung auf einer anderen Plattform als www.konjunktion.info ist zuvor mit dem Gastautor Enkidu Gilgamesh abzuklären. Urheberrechte usw. liegen allein beim Gastautor Enkidu Gilgamesh.

Anmerkung www.konjunktion.info: In sieben Teilartikeln wird das Thema Feinstaub von unserem Gastautor Enkidu Gilgamesh beleuchtet werden. Teil 1 startete mit den ersten beiden Inhaltspunkten “Was ist eine absurde Korrelation?” und “Feinstaub und Smog am Himmel”Teil 2 befasst sich mit den Inhaltspunkten “Absurdität des Wassers aus der Eiszeit” und “Methodik der geistigen Blendung”Teil 3 beleuchtete die Inhaltspunkte “Die Absurdität der falschen Alternativen” und “‘Nachhaltigkeit’ durch Geoengineering”. In Teil 4 wurde die “deutsche Rolle” intensiver analysiert. Teil 5 beschäftigte sich mit der “deutschen Sicht” dieses Themenkomplexes. In Teil 6 wird auf den Pinatubo-Effekt detaillierter eingegangen. Der Teil 7 folgt in den nächsten Tagen.

INHALT

  1. Was ist eine absurde Korrelation?
  2. Feinstaub und Smog am Himmel!
  3. Absurdität des Wassers aus der Eiszeit!
  4. Methodik der geistigen Blendung!
  5. Die Absurdität der falschen Alternative!
  6. “Nachhaltigkeit” durch Geoengineering!
  7. Der deutsche Wahn zum Untergang!
  8. Die Deutschen gegen Deutschland und die Welt!
  9. Der Weg der deutschen Befreiung durch Entledigung der Grünen Pest!
  10. Warum wird die Anwendung des Pinatubo-Effekts übersehen?
  11. Die Beglückung von Wüstenpiraten mit Wasser?
  12. Die offene Verkündung der Verstaubung des Himmels!

10. Warum wird die Anwendung des Pinatubo-Effekts übersehen?

Da die Klimakontrolle mit pseudowissenschaftlicher Gehirnwäsche vermarktet wird, lohnt es sich, eine vermeintliche Fackel der Wissenschafts-Medien unter die Lupe zu nehmen.

Das Spektrum-Magazin entlarvt sich als Pressititute und Lügenmäulchen der Klima-Mafia.

Wie stark dämpfen Vulkane die Erderwärmung?
von Daniel Lingenhöhl
https://www.spektrum.de/news/wie-stark-daempfen-vulkane-die-erderwaermung/1326938

Seit 1998 stiegen die mittleren Erdtemperaturen verglichen mit den Jahrzehnten zuvor nur noch schwach an. Vulkane könnten einen Teil der “Pause” verursacht haben.

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Gelbwesten: Macron ließ Städte blockieren, doch Proteste gehen weiter!

gelbwesten-macron-lies-stadte-blockieren-doch-proteste-gehen-weiter

17-12-18 09:28:00,

Gelbwestendemo Thomas Bresson [CC BY 4.0]; Macron EU2017EE Estonian Presidency [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons; Bildkomposition von Info-DIREKT

In Frankreich fand gestern der fünfte Akt der Gelbwestenproteste statt. Diesmal ließ Macron die Einfahrten in die Großstädte blockieren, um den Protesten den Zahn zu ziehen. Trotz widriger Umstände setzten die Gelbwesten ihre Proteste fort. 

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Von Alexander Markovics

Macron ließ Zufahrten in Großstädte blockieren und legte Metrolinien lahm

Diesmal ging Macron besonders gefinkelt vor. Um den Protesten den Zahn zu ziehen ließ er in mehreren französischen Großstädten, darunter Paris, Zufahrten von Polizei und Gendarmerie blockieren, der Ubahnverkehr wurde in der Hauptstadt und anderen Städten eingestellt.

Nur 66.000 Teilnehmer – Fake-News aus dem Hause Macron?

Laut dem französischen Innenministerium waren diesmal nur 66.000 Demonstranten in ganz Frankreich unterwegs. Französische und westeuropäische Medien sprachen daher verzerrend von einem „Sieg Macrons“ über die Gelbwesten. Zahlreiche unabhängige Medien sprechen in diesem Zusammenhang von „Fake-News“ und verweisen auf die große Mobilisierung der Gelbwesten auch in kleineren Städten.

#France: Strong mobilization of the #GiletsJaunes in #Avignon for #ActeV

The Macron government specializes in “fake news” with its grotesque numbers every day#YellowVests #FrenchProtests pic.twitter.com/rgWTzL391P

— Compact News (@NewsCompact) December 16, 2018

Gelbwesten fordern Rücktritt Macrons und verpflichtende Volksabstimmungen

Entgegen der Darstellungen in westlichen Medien geht es den Gelbwesten nicht nur um Benzinpreise und soziale Maßnahmen. Sie fordern darüber hinaus die Absetzung des als abgehoben und dem Volk entfremdeten Präsidenten Macron. Auch die Forderung nach verpflichtenden Volksabstimmungen zeigt, dass die Gelbwesten die Macht der korrupten Politeliten und Parteien brechen wollen. Stattdessen treten sie für Direkte Demokratie und mehr Mitbestimmung durch das Volk ein.

Mit nacktem Busen gegen Macron – auch Künstlergruppen mischen sich in Proteste ein

Neben den regulären Demonstranten mischten sich diesmal auch zunehmend linke Gruppen unter die Proteste. Ein Künstlerkollektiv um die Künstlerin Déborah de Robertis stellte sich mit entblößter Brust vor der französischen Polizei auf. Dabei verkleideten sie sich als Marianne,

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Die unheilige Familie Trump

17-12-18 09:19:00,

Geschenke von Mördern und Mordgehilfen

Autor: U. Gellermann

Datum: 17. Dezember 2018

Unerbittlich kommt Weihnachten näher. Während die Christenheit Geschenke verpackt, rüsten sich in den Straßen Jerusalems palästinensische Marschkapellen: Sie werden bald wieder mit Trommeln und Dudelsäcken die Weihnachtsprozession in Jerusalem begleiten. Wer Zimtsterne oder Spekulatius erwartet, der kann sich in den nächsten Tagen auf dem Weihnachtsbasar in der deutsch-lutherischen Erlöserkirche in Jerusalems Altstadt bedienen. „Heilig Abend“ wird im Heiligen Land gleich drei Mal gefeiert, am 24. Dezember, am 6. Januar bei den orthodoxen Christen und dann am 18. Januar schließlich bei den Armeniern.

Australiens Premier Morrison knallt in diesen Tagen ein besonderes Geschenk auf den Gabentisch: Australien erkennt West-Jerusalem als Hauptstadt Israels an. Seit Präsident Donald Trump die Verlegung der US-Vertretung in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem im vergangenen Dezember beschlossen hat, mehrt sich die Zahl der Follower. Jede weitere internationale Anerkennung des israelischen Anspruchs auf Jerusalem verschärft die ohnehin angespannte Konfliktlage zwischen Israel und den Palästinensern.

Seit 1947 sollte die UN-Resolution 181 gelten, die Jerusalem unter internationale Treuhandschaft stellen wollte. Als Hauptstadt für jeweils einen jüdischen und einen arabischen Staat auf dem britischen Mandatsgebiet Palästina. Bis heute beanspruchen Israel und die Palästinenser den historischen Ort als ihre Hauptstadt. Wer hier einseitig eine der streitenden Parteien begünstigt, der legt einen Brandsatz auf den Gabentisch. Einer der wichtigsten Attentäter auf das bisschen Frieden, das in dieser Gegend nur in den Atempausen der Kämpfe existiert, ist Jared Kushner. Der Trump-Schwiegersohn ist der Sonderbeauftragte des Präsidenten für den Nahen Osten. Der junge, schwer reiche Immobilien-Dealer gilt als treibende Kraft bei den Israel-First-Plänen Trumps.

Kurz bevor Kushner seinen Schwiegervater bei dessen ersten Präsidentenbesuch in Israel begleitete, konnte seine Immobilienfirma eine 30-Millionen-Dollar-Investition von “Menora Mivtachim” verzeichnen – einem Versicherer und eine der größten Finanzinstitutionen Israels. Über die Kushner-Familienstiftung, die Charles und Seryl Kushner Foundation, fließen seit Jahren Zehntausende Dollar an Organisationen und Institutionen in jüdischen Siedlungen im Westjordanland. An jene Siedler, die sich als aggressive Kämpfer gegen die palästinensische Bevölkerung hervortun. Zwischen 2011 und 2013 spendete die Familienstiftung auch noch insgesamt 315.000 Dollar an die Friends of the IDF – eine US-amerikanische Organisation, die Geldmittel für die israelische Armee sammelt.

Geld fließt in viele Richtungen. Wohl deshalb hatten die Saudis einen dicken roten Teppich ausgerollt, als Jared Kushner mit Ehefrau Ivanka im Mai 2017 seinen guten Freund Mohammed bin Salman,

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Eine Grand Jury einberufen, um über das Vorhandensein von Sprengstoff im WTC am 11. September zu entscheiden

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17-12-18 09:09:00,

Ein Rechtsanwaltskomitee für eine Untersuchung des 11. September (Lawyers Committee for 9/11 Inquiry) ist in New York im Februar 2018 entstanden. Im April hat es eine 52 Seiten lange Petition mit 57 Beweisstücken beim Staatsanwalt des Süd-Distrikt von New York eingereicht. Am Ende der vorgeschriebenen Frist von sechs Monaten hat dieser eine Grand Jury ernannt, um die Beschwerde zu prüfen.

Bis jetzt stellt der Rechtsanwalt-Ausschuss die Busch-Version der Anschläge vom 11. September 2001 nicht in Frage. Er äußerte sich nicht über den Einschlag der beiden Flugzeuge, die zwei der drei Gebäude zerstört haben. Er konzentriert sich ausschließlich auf das Vorhandensein von Sprengstoffen in den Türmen WTC1, WTC2 und WTC7. Er stellt fest, dass die Rolle, die sie an diesem Tag gespielt haben, ein Bundes-Verbrechen darstellt, das bis jetzt gerichtlich nicht verfolgt wurde.

In der Vergangenheit ist Staatsanwalt Geoffrey S. Berman während zwei Jahren der Partner von Rudy Giuliani, Bürgermeister von New York zum Zeitpunkt des Sachverhalts gewesen. Herr Giuliani hatte seine Mitbürger aufgerufen, damit sie die von Linien-Flugzeugen getroffenen Türme WTC1 und WTC2 evakuieren, da seiner Meinung nach ein Risiko bestand, dass die Türme einstürzen könnten. Jedoch waren die Gebäude gebaut worden, um viel heftigeren Erschütterungen standzuhalten.

Die Grand Jury sollte im Jahr 2019 angehört werden. Es wird das erste Mal sein, 18 Jahre nach den Verbrechen, dass ein ziviles (und nicht militärisches) amerikanisches Gericht sich auf einen Aspekt der Anschläge vom 11.September konzentrieren wird.

Übersetzung
Horst Frohlich

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Wissenschaftler aus Österreich schaffen erstes abhörsicheres Quantennetzwerk mit vier Teilnehmern

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16-12-18 05:19:00,

Wissenschaftler aus Österreich schaffen erstes abhörsicheres Quantennetzwerk mit vier Teilnehmern (Symbolbild)

Österreichische Forscher haben nach eigenen Angaben einen entscheidenden Schritt zur abhörsicheren Kommunikation im Internet erreicht. Dem Team gelang es erstmals, vier Teilnehmer in einem Netzwerk mit Quantenverschlüsselung so zu verbinden, dass jeder mit jedem abhörsicher kommunizieren konnte.

Die Wissenschaftler um Rupert Ursin vom Wiener Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften stellten ihre Netzwerkarchitektur im britischen Fachblatt Nature vor. Da sich die Zahl der Teilnehmer einfach erweitern lasse, könne das Verfahren einer breiten Anwendung der sogenannten Quantenkryptographie im Internet den Weg ebnen, meinten die Forscher.

Bisher ließen sich nach Angaben der Forscher meist jedoch nur zwei Teilnehmer mit einer garantiert abhörsicheren Leitung verbinden. Weitere Verbindungen seien kompliziert, fehleranfällig und mit Kommunikationseinschränkungen behaftet. Das Team versorgte nun vier Teilnehmer aus einer zentralen Quelle mit verschränkten Photonen, so dass alle vier miteinander kryptographische Schlüssel erzeugen und für eine abhörsichere Kommunikation verwenden konnten.

Mehr zum Thema – Auf dem Weg zur Quantenkryptografie: China schickt neuen “abhörsicheren” Satelliten ins All

Die Quantenkryptographie verspricht eine aus physikalischen Gründen abhörsichere Kommunikation. Dafür nutzt sie ein Phänomen der Quantenphysik, nach deren Regeln zwei Teilchen einen gemeinsamen Zustand bilden können, auch wenn sie anschließend über weite Entfernungen getrennt werden. In diesem Zustand der Verschränkung sind die Eigenschaften der beiden individuellen Teilchen unbestimmt. Wird dann bei einem der beiden Teilchen eine Eigenschaft wie beispielsweise die Schwingungsrichtung gemessen, nimmt das andere Teilchen augenblicklich eine korrespondierende Eigenschaft an, und die Verschränkung endet. Auf diese Weise ist es möglich, abhörsicher Schlüssel bei Sender und Empfänger zu erzeugen. Da zu diesem Zweck nur einzelne Lichtteilchen ausgetauscht werden, kann der Schlüssel nicht abgefangen werden – denn nach den Gesetzen der Quantenphysik ist es unmöglich, den Quantenzustand eines einzelnen Lichtteilchens ohne Fehler zu kopieren. (dpa)

Mehr zum Thema – Unmöglichkeit der Matrix wissenschaftlich bewiesen

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