Gastbeitrag: In Deutschland wird der Untergrund seit 1961 “unkonventionell” mit Atombomben gefrackt! Teil 3: Strahlende Fracking-Gefahr aus der Tiefe! | www.konjunktion.info

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28-01-19 09:08:00,

Gastbeitrag von Enkidu Gilgamesh – Verantwortlich für den Inhalt und dessen Richtigkeit ist alleine der Gastautor. Der Inhalt muss nicht zwingend die Meinung des Betreibers von www.konjunktion.info wiederspiegeln. Eventuelle Anfragen, Ansprüche, o.ä. sind direkt an den Gastautor zu stellen. Eine Veröffentlichung auf einer anderen Plattform als www.konjunktion.info ist zuvor mit dem Gastautor Enkidu Gilgamesh abzuklären. Urheberrechte usw. liegen allein beim Gastautor Enkidu Gilgamesh.

Anmerkung www.konjunktion.info: Unser Gastautor Enkidu Gilgamesh widmet sich in seiner neuen Artikelreihe dem Thema des “unkonventionellen Fracking” in Deutschland. Ein bislang meines Wissens nach unbeleuchtetes Themenfeld, das sicherlich in dieser Form zu vielen Diskussionen führen wird. Teil 1 startete mit dem “dreckigen ‘Geheimnis’ des Fracking”. In Teil 2 beleuchtete der Autor das Themenfeld “Radon und seine bösen Töchter”. Teil 3 beschäftigt kritisch mit einem Artikel der Wirtschaftswoche.

INHALT

  1. Das dreckige Geheimnis des Fracking ist die Atombombe
  2. Radioaktiver Zerfall durch Atomsprengungen
  3. Kritische Zitierung eines Artikels der Wirtschaftswoche
  4. Kritische Zitierung eines Artikels der GFZ
  5. Evidenz von Krebs durch Fracking
  6. Evidenz von Radioaktivität durch Fracking
  7. Untertage-Vergasung und Verflüssigung von Kohle
  8. Der geschlossene Kohlenstoffkreislauf
  9. Weitere Quellen zur Recherche

3. Kritische Zitierung eines Artikels der Wirtschaftswoche

Nun möchte ich aus einem Artikel der Wirtschaftwoche zitieren, der recht informativ anfängt und am Ende seine manipulative Intention verrät. Die Zitate sind in Kursivschrift und mit Anführungszeichen umrahmt. Zwischen den zitierten Absätzen füge ich meine Hinweise und Erläuterungen ein. Auch die Zitate aus anderen eingefügten Quellen befinden sich in mit Anführungszeichen umrahmter Kursivschrift.

Fracking – die unabsehbare Gefahr aus der Tiefe
von Meike Lorenzen 08. Januar 2013
https://www.wiwo.de/technologie/umwelt/schiefergas-foerderung-fracking-die-unabsehbare-gefahr-aus-der-tiefe/7603738-all.html

Hier ist die Realität, die niemand ignorieren sollte. Diese “Techniken” sind gar nicht so neu, wie suggeriert wird. Im weiteren Verlauf wird dies deutlicher.

Die Energieversorgung der Deutschen steht vor einer radikalen Umwälzung. Neben Wind- und Solarenergie sollen auch die guten alten Bohrkräne wieder vermehrt zum Einsatz kommen. Denn neue Techniken erschließen bislang unerreichbare Gasquellen in der Tiefe. Die Fördermethoden rufen Kritiker auf den Plan.

EXXON ist nicht nur in Deutschland eines der Hauptakteuere im Bereich Fracking.

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Globalisierung 4.0

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27-01-19 02:01:00,

Bild: World Economic Forum / Benedikt Von Loebell/CC BY-NC-2.0

Das Weltwirtschaftsforum zwischen Diskussion über unsere technologische Zukunft und der immer unerträglicher werdenden Eitelkeit einer stumpfen globalen Finanzelite

“Alle Jahre wieder” könnte die Devise des Events lauten, der jedes Jahr Ende Januar in dem beschaulichen Schweizerischen Alpendörfchen Davos stattfindet. Da versammeln sich 3000 Menschen, darunter zahlreiche Personen in hohen Positionen in Wirtschaft, Politik, Kultur und akademischer Forschung und diskutieren über den Zustand der Welt.

Die Mottos dieser Veranstaltungen könnten hehrer nicht klingen: “Eine gemeinsame Zukunft in einer zerrissenen Welt” (2018), “Empfängliche und verantwortliche Führung” (2017), “Die vierte industrielle Revolution meistern” (2016), oder auch (besonders schön) “Die Neugestaltung der Welt: Folgerungen für die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft” (2014) und “Den Zustand der Welt verbessern: Umdenken, neu designen, erneuern” (2010). Man könnte meinen, hier seien echte Weltverbesserer am Werk.

Dieses Jahr lautet das Motto “Globalisierung 4.0: Gestaltung einer globalen Architektur im Zeitalter der vierten industriellen Revolution”. Man erkennt schon am Titel: Es geht um den technologischen Wandel und wie er die Gesellschaft umgestaltet. Man kann dem Veranstalter zugutehalten, dass er damit genau das zentrale Thema gefunden hat, das die Welt und unsere Gesellschaft erschüttert: die Auswirkungen einer technologischen Entwicklung, die immer schneller verläuft und den Menschen schier den Atem raubt.

So war 2018 Jahr erneut ein Jahr bahnbrechender wissenschaftlicher und technologischer Durchbrüche: Zum Beispiel in der Zellbiologie, wo Forscher nun live beobachten können, wie sich Zellen, auch Embryonalzellen, durch die Aktivität einzelner Gene zu Geweben zusammenfinden, oder beim Einsatz des CRISPR-Geneditierungsverfahrens zur Genmanipulation an ungeborenen Embryos, mit neuen 3D-Druck-Technologien, immer ausgereifteren Algorithmen der Künstlichen Intelligenz, dem Bau eines 72-Qubit Quantencomputers durch Google und vielen anderen Entwicklungen, in denen sich zukünftige Supertechnologien manifestieren.

Den Sinn und Zweck der Veranstaltung beschreibt die diesjährige Einladung wie folgt: “In einer Welt, die sich in einer Zeit des transformierenden Wandels hauptsächlich mit Krisenmanagement beschäftigt, wollen wir in einem Moment des transformativen Wandels den Geist von Davos nutzen, um die Zukunft konstruktiv und kollaborativ zu gestalten.” Noch so eine tolle Absichtserklärung. Doch spätestens hier lässt uns etwas zögern, dies auch wirklich für bare Münze zu nehmen.

Wenn der “Geist von Davos”, wie hier suggeriert, die Macht besitzt, “die Zukunft konstruktiv und kollaborativ zu gestalten”,

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Gelbwesten: An der Grenze

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27-01-19 01:19:00,

Archivbild, 8.Dezember 2018. Bild: Olivier Ortelpa. Lizenz: CC-BY 2.0

“Acte XI”: Offizielle Teilnehmerzahlen markieren einen Rückgang. Die schwere Verletzung einer bekannten Persönlichkeit, die sich für Pazifismus einsetzte, allem Anschein nach durch Polizeigewalt steigert die Empörung

So leicht lassen sich die “Figuren der alten Welt” (Eric Drouet) nicht von der Macht entfernen. Die Bewegung der Gilet jaunes stößt an Grenzen, nun kommt es darauf an, mit welchen Einfällen sie die Regierung aufs Neue aus der Balance bringen kann, um politische Legitimation für weitergehende Forderungen zu haben. Dass die Zeit für Präsident Macron abgelaufen ist, wie es die Proteste postulieren, dient im Augenblick vor allem der Autosuggestion. Realistisch ist es nicht.

Landesweit 69.000 Teilnehmer am gestrigen “Act XI” der Gilet jaunes, dem elften Protestsamstag in Folge, zählte das französische Innenministerium. Das sind weniger als am Wochenende zuvor, wo die Regierung von 84.000 Teilnehmern gesprochen hatte. Es gibt aber auch ganz andere Zahlen. Wie stets gibt das Syndicat France Police – Policiers en Colère eine weitaus höhere Schätzung, nämlich 330.000, für den gestrigen Samstag, 19 Uhr 30, bekannt.

Zu überprüfen ist das schwerlich. Wer hat schon die Übersicht, um zu ermitteln, wie viele Personen in Gelben Westen sich an Orten in ganz Frankreich getroffen haben? Das sei nicht leicht, heißt es in einer Leser-Zuschrift an Le Monde, weil sich die Demonstranten auch immer wieder die Gelben Westen ausziehen würden.

Die Zeitung antwortet mit dem Verweis darauf, dass man sich an die Angaben des Innenministeriums halte, weil damit doch immerhin eine Vergleichsreihe gegeben sei, die bis zum ersten Protestsamstag am 17. November vergangenen Jahres zurückreiche, und weil sie sich auf Zahlen der jeweiligen Präfekturen gründen. Allerdings ist es wohl auch naiv anzunehmen, dass die Präfekturen völlig korrekt arbeiten. Es steht einiges auf dem Spiel. Die Legitimation in der Demokratie hat viel damit zu tun, wer die größere Zahl hinter sich weiß. Macron verweist auf seine Wähler, die Gilet jaunes auf ihre Unterstützer, die sie mobilisieren können.

Auch wenn aus den Reihen der Organisatoren andere Zahlen kommen, die Mobilisierung gestern wird den Gelben Westen keine zusätzliche politische Wucht eingebracht haben. Das Projekt eines Protestes, der in der Nacht fortgesetzt wird,

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Umsturz in Venezuela: Opposition plant Privatisierung von Staatsbetrieben

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26-01-19 09:26:00,

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Notizen und Hinweise

notizen-und-hinweise

26-01-19 03:55:00,

Kommentierte Notizen und Hinweise zum Thema Medien, Propaganda und Geopolitik.

  • Venezuela: Ein klassisches Szenario L. Ausgang ungewiss.
  • Angelina Jolie (CFR): Besucht nach Tripolis und Raqqa nun das NATO-Hauptquartier.
  • »Newsguard«: Neu vorinstalliert im mobilen Edge-Browser. Beide CEOs und vier von sieben Beiräten sind CFR-Mitglieder (darunter ein ehemaliger CIA- und NSA-Direktor). Welche »News« da wohl »beschützt« werden sollen?
  • Presserat: »Agenturmeldungen bedürfen keiner Überprüfung« (Wo kämen wir da auch hin?)
  • Wikipedia: Eine Wikipedia-Fußnote zum deutschen Chef der »Integrity Initiative«? Nicht erlaubt, da keine »reputable Quelle« über seine Mitarbeit berichtet hat. (Manchmal ist eben auch die Realität nicht reputabel genug.) Cf. Die Wikipedia-Analyse; cf. Die Integrity-Initiative.
  • Republik: Der Textchef kommt vom deutschen (Soros-finanzierten) Facebook-Zensor Correctiv; NATO-kritische Medien verbreiten ihmgemäß »Verschwörungstheorien«. (Republik?)
  • RT Deutsch: »Kein journalistisches Informationsmedium«, sagt der DJV-Vorsitzende. Das ist medien­stra­tegisch gesprochen korrekt; die Reduzierung auf angebliche »Fake News« verkennt jedoch die Komplexität moderner russischer Propaganda. (Nebenbei gefragt: Wie journalistisch sind NZZ & Co., wenn es um Geopolitik geht? Cf. Die NZZ-Studie.)
  • Youtube: Auf YT nach kontroversen Themen suchen? Wenn da bloß diese Blacklist nicht wäre.
  • Magnitsky: Regisseur Nekrasov im Interview: »Und meine Erfahrungen beim Versuch, den Film im Westen zu veröffentlichen, haben mich wirklich erschreckt. Es gibt eine sehr effiziente Zensur, still und leise, aber wirksam und konsequent.« (Zum Film: The Magnitsky Act)
  • Kashoggie: »Did Kashoggie Really Die?« Basierend auf den Vor-Ort-Recherchen der FBI-Whistle­blowerin Sibel Edmonds, die von einer »PsyOp« spricht, um MBS unter Druck zu setzen.
  • Human Rights Watch: »Menschenrechte und Meinungsmache« (Hinweis: Der HRW-Direktor ist langjähriges CFR-Mitglied und ipso facto Teil der transatlantischen Informationsmatrix.)
  • Saläre von US TV-Moderatoren: $69 Millionen für Megyn Kelly (Warum Bankdirektor werden?)
  • Pharma: US-Regierungsexperte für Impfschäden warnte 2007 vor Autismus-Risiko, wurde sogleich entlassen. Mit erhellenden Statements von Kongress­abgeordneten zum Einfluss der Pharma.

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Tagesdosis 26.1.2019 – Macrons Alptraum – Gelbwesten-Proteste in den ehemaligen Kolonien | KenFM.de

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26-01-19 03:05:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Die anhaltenden Proteste der Gelbwesten in Frankreich dürften dem französischen Präsidenten Macron bereits schlaflose Nächte bereiten. Das für ihn schlimmste Alptraum-Szenario aber dürfte sich dann entfalten, wenn diese Proteste auf die ehemaligen afrikanischen Kolonien seines Landes überspringen sollten.

Obwohl sie offiziell in den sechziger Jahren in die Unabhängigkeit entlassen wurden, konnten sich diese Länder nie aus der Umklammerung ihrer ehemaligen Kolonialherren lösen und dienen der französischen Finanz- und Industrieelite mit ihren Rohstoffen (insbesondere Erdöl, Erdgas und Mineralien) und ihren ultra-billigen Arbeitskräften nach wie vor als wichtige und – wie im Fall des Urans für die Atomindustrie – unverzichtbare Einnahmequelle.

Der Unterschied zwischen der Kolonialära und der Gegenwart besteht einzig und allein in der Art der Unterdrückung. Wurde früher fast ausschließlich militärische Gewalt angewandt, so ist es heute vor allem die unsichtbare Macht des Geldes, mit der die Ex-Kolonien in Abhängigkeit und der überwiegende Teil ihrer Bevölkerung in Armut gehalten werden.

Hier der Hintergrund:

Im Dezember 1945 wurde im Rahmen der Ratifizierung des Bretton-Woods-Abkommens in fast allen französischen Kolonien Afrikas, den „Colonies Françaises d‘Afrique“, der CFA-Franc eingeführt. Bis heute ist er in folgenden 14 Staaten Landeswährung: Benin, Burkina Faso, Guinea-Bissau, Elfenbeinküste, Mali, Niger, Senegal, Togo, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Kongo, Äquatorialguinea und Gabun.

Bis 1998 war der CFA-Franc zu einem festen Wechselkurs an den französischen Franc gebunden, seitdem ist er starr an den Euro gekoppelt. Die Mitgliedsländer der CFA-Franc-Währungszone, die rund zwei Drittel ihres Außenhandels mit Ländern der Euro-Zone abschließen, sind außerdem verpflichtet, mindestens 50 Prozent ihrer Devisenreserven und ihr gesamtes Gold bei der EZB zu hinterlegen.

Da die CFA-Franc-Länder keinen Zugriff auf diese Reserven haben, können sie den Wechselkurs ihrer Währung nicht eigenständig ändern und sind bei Geldknappheit auf Kredite angewiesen.

Der von Frankreich mit dem CFA-Franc eingeführte freie Kapitalverkehr hat dazu geführt, dass französische Konzerne wie zum Beispiel der Energieriese Total ihre Gewinne ungehindert abziehen und in die Heimat transferieren können. Auch die Gründung zweier CFA-Franc-Zentralbanken in Kamerun und Senegal in den sechziger Jahren hat an der Abhängigkeit der Ex-Kolonien nichts geändert,

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Der Aufstieg des Karrieristen zum Geburtshelfer Bolsonaros

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26-01-19 11:49:00,

Ein Dossier zu Sérgio Moro – Teil 1. Mit der Amtseinführung Präsident Jair Bolsonaros am vergangenen 1. Januar übernahm im größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas und der neuntgrößten Volkswirtschaft der Welt eine rechtsextremistische Regierung die politische Macht. Grob umrissen sind die rechtsradikalisierten Polizei- und Streitkräfte mit evangelikal-fundamentalistischen Sekten die tragenden Machtsäulen des neuen Regimes. Von Frederico Füllgraf.

Die beachtliche Anzahl hochrangiger Uniformierter im zerschlagenen Staatsapparat Bolsonaros signalisiert daher ein einmaliges Phänomen seit Ende der Militärdiktatur (1964-1985): nach der 2014 begonnenen Aushöhlung des Rechtsstaats nun seine Re-Militarisierung. Ein Drittel der 22 Ministerien und Sondersekretariate – vom Präsidialamt über das Energie-, bis hin zu den Verteidigungs- und Medienressorts – wird bereits seit Jahresbeginn von Generälen befehligt.

Einer von ihnen ist General Guilherme Theophilo. Doch er empfängt seine Anweisungen von einem Zivilisten: Sérgio Moro, bis vor wenigen Wochen zuständiger Ermittlungsrichter im südbrasilianischen Curitiba für die weltweit medial ausgeschlachtete brasilianische Sondereinsatzgruppe zur angeblichen Korruptionsbekämpfung, bekannt als “Operação Lava Jato“ (Unternehmen Autowaschanlage). Moro wurde von Bolsonaro zum Justizminister ernannt und schließt mit seiner Amtsübernahme einen zweiten abgründigen Kreis, nämlich das Zusammenspiel von rechtsradikal unterwanderter Justiz mit dem Oberkommando der brasilianischen Streitkräfte hin zum autoritären Staat.

Wie jedoch verträgt sich Moros Zusage mit seiner wiederholten Zusicherung, er werde „niemals in die Politik einsteigen“? War Moros Nominierung ein politisches Geschäft, oder krasser gefragt, etwa ein Obolus für seine wiederholten Eingriffe in die Präsidentschaftskampagne zur Begünstigung von Bolsonaros Wahlsieg?

Mit einführender Entschuldigung für den Textumfang verfolgt diese weit über den Tagesjournalismus hinausreichende, passagenweise herbe, jedoch faktenreiche Recherche den Zweck, neugierige sowie argwöhnische Leser und investigative Journalisten mit einem zusammenfassenden „Nachschlagewerk“ über eine der Schlüsselfiguren des autoritären Staates unter Führung Jair Bolsonaros, jedoch auch über den neutypischen Agenten politischer Destabilisierung im Dienste der USA zu versorgen.

Der Aufstieg eines Karrieristen

Seit 2014 erfreute sich der brasilianische Provinzrichter unbestrittenermaßen wachsender einheimischer und internationaler Popularität. In der Google-Suchmaschine übersteigt sein Name mit spektakulären 38 Millionen Linkverweisen bereits mehr als die Hälfte der 70-Millionen-Popularitätsrankings Wladimir Putins und Donald Trumps.

Der 46-jährige Jurist Sérgio Fernando Moro wuchs in den südbrasilianischen Städten Maringá und Ponta Grossa als Sohn des Geographielehrers Dalton Áureo Moro und seiner Ehefrau auf. Die Moros zählten zu den Oriundi, jene seit Mitte des 19.

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Russland zur Vermittlung zwischen legitimer Regierung Maduros und der Opposition bereit

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26-01-19 11:45:00,

Newsticker

25.01.2019 • 18:50 Uhr

Russland zur Vermittlung zwischen legitimer Regierung Maduros und der Opposition bereit

Russland ist bereit, im Konflikt zwischen der legitimen Regierung Venezuelas unter Präsident Nicolás Maduro und der Opposition zu vermitteln. Alexander Schtschetinin, Leiter der Lateinamerika-Abteilung des russischen Auswärtigen Amtes, gab am Freitag bekannt, man sei zu solchen Bemühungen bereit, falls das Angebot auf Nachfrage treffe.

Zuvor hatte bereits der russische Außenminister Sergei Lawrow die Bereitschaft Russlands zur Zusammenarbeit mit allen politischen Kräften verkündet, die eine verantwortungsvolle Herangehensweise an den Tag legen. Daran – und an die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen den Konfliktparteien in Venezuela – erinnerte auch Schtschetinin. “Wir sind bereit, mit internationalen Spielern zusammenzuarbeiten und unsere Autorität dafür einsetzen, dass ein solcher Dialog zum Laufen gebracht wird”, erklärte der Diplomat gegenüber RIA Nowosti.

Mehr zum Thema – US-Botschaft fordert eigene Staatsbürger auf Venezuela zu verlassen

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Unbeliebt — na und?

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26-01-19 10:18:00,

Was denken die anderen über mich? Wie sehen sie mich? Werde ich von ihnen akzeptiert? Kaum etwas beschäftigt uns mehr als der Blick der anderen auf uns. Viele von uns mühen sich ein Leben lang — bewusst oder unbewusst —, den Erwartungen von Vater und Mutter (nicht) zu entsprechen. Viele geben Vermögen dafür aus, um für andere attraktiv zu sein, und verrenken sich auf schmerzhafte Weise, um geschätzt, gemocht, geliebt zu werden.

Wer kann von sich behaupten, frei davon zu sein, andere beeindrucken zu wollen? Die werden Augen machen, wenn ich so frisch und braungebrannt aus dem Urlaub zurückkomme/weniger wiege/mit dem neuen Wagen vorfahre. Unsere Wirtschaft nährt sich zu einem beachtlichen Teil davon, dass wir in Kleidung, Kosmetik und alle möglichen Prestigeartikel investieren, weil wir glauben, nur so vor den anderen bestehen zu können. Und wenn dann unsere Investitionen nicht dafür ausreichen, dass man uns achtet und liebt, dann soll man uns wenigstens fürchten oder hassen.

Was wir auch unternehmen: Wir suchen die Verbindung zu anderen. Wir sind nun einmal Gemeinschaftswesen. In der Isolation gehen wir ein. Wir brauchen die anderen wie die Luft zum Atmen. Mit unserem Eintritt in die Welt lernen wir, denen zu gefallen, die uns aufziehen und versorgen. Es ist für uns überlebenswichtig, von unserer Familie, unserem Clan angenommen zu werden. Später lernen wir, uns Respekt und Anerkennung in aushäusigen Gruppen zu schaffen und wenn es an die Partnerwahl geht, leben wir eine Weile nur noch dafür, den wohlwollenden Blick des anderen anzuziehen.

Auch mir liegt daran, von anderen gemocht und geschätzt zu werden. Ich tue viel dafür, dass man in mir einen freundlichen, attraktiven, aufgeschlossenen, klugen, sensiblen, verantwortungsbewussten, liebevollen, kritischen, fleißigen, großzügigen, humorvollen, hilfsbereiten Menschen sieht. Doch meiner Bewerbung für den Posten einer Heiligen wurde nicht Folge geleistet.

Im besten Falle werde ich gelobt. Dann habe ich Angst, beim nächsten Mal zu enttäuschen und nicht mehr gemocht zu werden. Je mehr jemand bewundert wird, desto mehr hat er auch zu verlieren. Ganz schlimm ist es, wenn ich kritisiert werde. Ich fühle mich ungeliebt und aus der Bahn geworfen. Das Unerträglichste jedoch ist, auf Gleichgültigkeit zu stoßen. Da bin ich es nicht einmal mehr wert, dass man sich über mich Gedanken macht.

Als Ping-Pong-Ball zwischen den oft nur vermuteten Wertungen der anderen geht es mir nicht gut.

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Berlin geißelt Maduro – Willy Wimmer: „Keine eigenständige Politik“ – EXKLUSIV

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26-01-19 10:01:00,

Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro wird von westlichen Mächten weiterhin unter Druck gesetzt. Auch die Bundesregierung schließt sich diesen an und erwägt die Anerkennung des selbsternanntem Präsidenten Juan Guaidó. Empört darüber zeigt sich Staatssekretär a.D. Willy Wimmer (CDU). Maduro kennt er höchstpersönlich.

Venezuelas Regierungschef Nicolás Maduro beanspruche für sich die Macht auf Grundlage von Wahlen, „die internationalen, demokratischen Standards nicht ansatzweise entsprechen“,  sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Er könne daher nicht der legitime Führer Venezuelas sein. Die Bundesregierung spreche sich somit für die Anerkennung von Juan Guaidó als Interimspräsidenten aus, „sofern es nicht umgehend zu freien und fairen Wahlen kommt“.

Herr Wimmer, die Lage in Caracas ist weiterhin angespannt. Der Abgeordnete Juan Guaidó hatte sich gestern selbst zum Übergangsstaatschef erklärt und Maduro die Legitimation abgesprochen. Wie schätzen Sie die Lage in Venezuela ein?

Wir haben es mit einem Machtkampf der Luxusklasse zu tun. Und zwar mit einem Machtkampf um den ganzen Kontinent. Als Brasilien Mitglied der BRICS-Staaten wurde, war absehbar, dass es zu einer globalpolitischen Auseinandersetzung kommen würde zwischen den Vereinigten Staaten und den sogenannten BRICS-Staaten. Das hat sich auch in Brasilien ausgetobt. Wir brauchen uns den Präsidenten anzusehen, dann wissen wir, wie dieser Machtkampf ausgegangen ist. Das ist in Venezuela nicht anders.

©
REUTERS / Miraflores Palace / Handout

Der zweite Punkt: Man muss mit aller Nüchternheit sehen, dass es sich um einen innerstaatlichen Machtkampf handelt, zwischen den ehemaligen spanischen Eliten, die auch den wohlhabenden Teil der Bevölkerung stellen, und der Masse der Bevölkerung — den sogenannten indigenen Leuten. Wenn man die Uhr um zehn Jahre zurückdreht und auf den legendären venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez blickt, dann muss man sehen, dass es ihm gelungen ist, die indigene Bevölkerung an die Wahlurnen zu bringen und am Schicksal ihres Landes beteiligen zu lassen. Und das ist etwas, was die anderen Staaten um Venezuela herum derzeit als bedrohlich ansehen, denn da regieren die spanischen Eliten weiter. Und das sehen wir auch bei denen weiter, die sofort erklärt haben, dass der neue Mann ihr Mann sei.

Das Dritte, was man da sehen muss: Wir haben es mit einer Auseinandersetzung mit den Republikanern und den Demokraten aus Amerika in Venezuela zu tun. Traditionell ist Venezuela der Hinterhof der Demokraten. Das sehen wir im Agieren von Jimmy Carter über mehr als zehn Jahre.

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Kooperation macht stark

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26-01-19 09:51:00,

Auf meinem Schreibtisch liegt die aktuelle Ausgabe der französischen Zeitung „Fakir“. Sie trägt den Titel „L’Entraide — l’autre loi de la jungle, la vraie loi de la société“: Gegenseitige Hilfe — das andere Gesetz des Dschungels, das wahre Gesetz der Gesellschaft. Im dazugehörigen Artikel erklärt Pablo Servigne, ein französischer Forscher und Agrarwissenschaftler, dass der russische Prinz Pjotr Alexejewitsch Kropotkin von Darwins Hauptwerk „Über die Entstehung der Arten“ begeistert war und den Luxus am Hof hinter sich ließ, um in Sibirien eigene Forschungen zu betreiben. Und jetzt wird es interessant, denn er beobachtete beinahe das Gegenteil der verbreiteten Theorie von Darwin:

„Wer überlebt? Nicht die stärksten Tiere oder Pflanzen, sondern diejenigen, die am meisten zusammenarbeiten. Darwin machte seine Beobachtungen in tropischen Gefilden, wo Überfluss vorherrscht, Überfluss an Wärme, Licht. Da, wo das Lebendige seine Energie für Kriege, für Konkurrenz verschwenden kann. In feindlichen Gefilden, in der Kälte Sibiriens, darf man keine Energie verschwenden, man muss zusammenarbeiten, um zu überleben“ (1).

Pablo Servigne führt aus, dass auch Darwin selbst ähnliche Beobachtungen bei den Bienen machte, von denen sich einzelne bei Gefahr opfern, um die Gruppe zu retten, und deren Spezies mit diesem Altruismus seit Millionen Jahren überlebt. Also ergänzte Darwin seine Theorie und folgerte:

„‚Es besteht kein Zweifel, dass die Stämme, die viele Mitglieder besitzen, die stets bereit sind, anderen zu helfen und sich für das Gemeinwohl zu opfern, über die anderen Stämme siegen. Und darin besteht die natürliche Auslese.‘ Es geht also um natürliche Auslese auf Ebene der Gruppe (und nicht des Individuums), es ist der Zusammenhalt in der Gruppe, die Kooperation, die es ermöglichen, besser zu überleben als die anderen“ (1).

Auch der deutsche Förster und Autor Peter Wohlleben wird in diesem Artikel erwähnt. Er widmet sein Leben dem Schutz alter Buchenwälder und bezeichnet die Vernetzung der Bäume untereinander als „Wood Wide Web“. Auf seiner Website lese ich:

„Erstaunliche Dinge geschehen im Wald: Bäume, die miteinander kommunizieren. Bäume, die ihren Nachwuchs, aber auch alte und kranke Nachbarn liebevoll umsorgen und pflegen“ (1).

Während in unserer Gesellschaft immer wieder die Konkurrenz als Naturgesetz für das Überleben hochgehalten und Darwins Forschungen für die Untermauerung dieses Prinzips missbraucht werden,

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Giftige Hinterlassenschaft

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26-01-19 09:49:00,

von Pat Elder

Perfluoroctansulfonsäure oder PFOS und Perfluoroctansäure oder PFOA sind in den Löschschäumen enthalten, die US-Soldaten benutzen, wenn sie auf US-Militärbasen rund um die Welt das Löschen von Flugzeugbränden üben. Wenn zugelassen wird, dass diese giftigen Chemikalien im Boden versickern, vergiften sie das Grundwasser und verursachen eine der schlimmsten Grundwasserverseuchungen in der Geschichte der Menschheit.

Bild

US-Marineinfanteristen bei einer Löschübung auf der Air Station Chery Point in North Carolina

Wenn Sie das bezweifeln, sollten Sie zuerst „PFOS, PFAO, Military Bases“ googeln, bevor Sie diesen Artikel weiterlesen, und machen Sie sich darauf gefasst, dass Sie Schlimmes erfahren werden.

Die Überprüfung des Wassers in Tausenden von Brunnen auf und rund um US-Militärbasen auf der ganzen Welt hat ergeben, dass sie gesundheitsschädliche Mengen von PFOS und PFOA enthalten. Mit diesen Chemikalien verseuchtes Trinkwasser verursacht Unfruchtbarkeit, schwere Schwangerschaftsprobleme und Fehlgeburten. Sie verderben die Muttermilch und rufen bei damit gestillten Babys Übelkeit hervor. PFOS und PFOA sind die Ursache für Leberschäden, Nierenkrebs und die Erhöhung des Cholesterinspiegels; sie vermindern die Wirkung von Impfstoffen, erhöhen die Gefahr von Schilddrüsenerkrankungen und rufen bei Männern Hodenkrebs, verringertes Peniswachstum und verminderte Spermienproduktion hervor.

Obwohl das Pentagon die katastrophalen Auswirkungen von PFOS und PFOA auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt seit 1974 kennt, werden bis heute Löschschäume verwendet, die beide Schadstoffe enthalten.

Schon 2001 war den US-Streitkräften das bedrohliche Ausmaß des Problems bekannt. Man wusste, dass der weltweit auf US-Militärbasen verwendete Löschschaum Bäche und die aus dem Grundwasser gespeisten Brunnen der Anwohner vergiftet. Weil man aber auch wusste, dass durch die Verbreitung der vorliegenden Erkenntnisse sehr hohe Entschädigungskosten entstehen würden, beschloss man, zu schweigen und den Schaum einfach weiter zu verwenden – ohne sich darum zu kümmern, ob Soldaten auf den Basen oder Anwohner dadurch erkrankten.

Jetzt muss der Preis dafür bezahlt werden, weil die Verseuchung des Grundwassers den Fortbestand der US-Militärbasen im In- und Ausland gefährdet.

Wenn Sie glauben, dass ich übertreibe, haben Sie wahrscheinlich nicht gegoogelt, was ich weiter vorn empfohlen habe.

Die einschlägigen Informationen sind in den letzten Monaten geradezu explodiert.

Lesen Sie zum Beispiel auch den brillanten Report von Tara Copp in der Military Times, die bei Gannet News erscheint.

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Der selbstgerechte Aggressor

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26-01-19 09:49:00,

Seit dem Waffenstillstandsvertrag von 1973 — mit dem eine Pufferzone auf den Golanhöhen eingerichtet wurde — hat Syrien Israel nicht angegriffen. Syrien hat aber auch seine Forderung nach Rückgabe der von Israel 1967 besetzten und 1981 annektierten Golanhöhen nicht aufgegeben. Das entspricht dem Völkerrecht. Israel behauptet, es solle angegriffen werden, wenn nicht von Syrien, dann von der Hisbollah oder vom Iran, die sich mit Syrien in den Kriegsjahren verbündet haben. „Rise and kill first“ rechtfertigt eine Politik von Mord, Angriffen, Zerstörungen, Besatzung, Repression als Selbstverteidigung. Aggressiv und straffrei.

„Die letzte Nacht war richtig hart“, meint Joseph B., der mit seiner Familie in der Altstadt von Damaskus lebt. „Aber mach‘ Dir keine Sorgen, wir Syrer sind nicht so leicht unterzukriegen.“

„Die letzte Nacht“, das waren die frühen Morgenstunden des 21. Januar 2019, als in und um Damaskus der Himmel von Explosionen und einem zerstörerischen Schauspiel erfüllt war. Zwischen 2:00 und 3:00 Uhr morgens feuerte die israelische Luftwaffe und Artillerie Raketen und Marschflugkörper (Cruise Missile) auf Syrien ab. Erst in der Nacht zuvor hatte die israelische Luftwaffe ebenfalls versucht, Syrien anzugreifen, 7 Raketen wurden von der syrischen Luftabwehr zerstört.

In der Nacht zum 21. Januar wurden mehr als 30 der israelischen Raketen abgefangen. Das bizarre Feuerwerk spielte sich über den Köpfen der Menschen ab, die jäh aus ihrem Schlaf gerissen wurden. Sie konnten die israelischen Raketen beobachten, wie sie über ihren Häusern dahinschwebten, auf dem Weg zu einem einprogrammierten Ziel. Dann wurden sie vom syrischen Abwehrfeuer zerstört. Doch auch gigantische Explosionen waren am Horizont zu sehen, Zeichen eines Einschlags, gefolgt von tiefem Grollen.

„Es war beängstigend“, meint Rami M., der Angriffe und Abwehr über seinem Haus verfolgte. „Überall habe ich die Raketen gesehen“, berichtet der Telekommunikationstechniker. „Über uns und überall um uns herum. Es war ein sehr großer Angriff.“

Das russische Verteidigungsministerium gab an, dass vier syrische Soldaten getötet und sechs weitere verletzt worden seien. Der Flughafen wurde beschädigt. Syrien habe mehr als 30 der Raketen abgefangen.

Stolz bekannte sich am Tag darauf der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu dazu. Die Angriffe entsprächen der israelischen Politik“, sagte er. Israel werde „die iranische Verankerung in Syrien“ angreifen und „jedem schaden, der versucht uns zu schaden“.

Man habe auf einen iranischen Angriff reagiert, erläuterte der Sprecher der Israelischen Streitkräfte,

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Fake- und Ablenkungs-News | KenFM.de

fake-und-ablenkungs-news-kenfm.de

25-01-19 05:58:00,

von Bernhard Trautvetter.

Die Nachrichtenwelt ist gespickt vom Nachrichtenmanagement.

Die Herrschenden nennen das Freie Presse, obwohl vor allem die Mainstream-Medien bis zu einem gewissen Umfang davon abhängig sind, dass Anzeigenkunden bezahlen. Darin liegt keine Abhängigkeit, das ist nun einmal der Markt. Die Journalisten werden schon wissen, wie weit sie gehen dürfen, können oder müssen.

Die Nato hat die Kraft des Nachrichtenmanagements auf ihrer Essener Konferenz 2015 erkannt, die sie Strategische Kommunikation nannte. Man schrieb im Vorbereitungsmanuskript: „Handlungen, Worte und Bilder senden Botschaften an eine globale Öffentlichkeit. Insofern ist es unser Ziel, Top-Experten von der politischen, akademischen, militärischen und Medialen Sphäre zusammenzubringen, um gemeinsam eine bestmögliche Herangehensweise zu gestalten, stimmige und überzeugend aufgebaute Narrative, Themen und Botschaften zu entwickeln, die ultimativ zur Abschreckung, Unteilbarkeit der Sicherheit und zur Handlungsfreiheit der Nato beitragen.“ (1)

Die Medienarbeit der Nato zur Manipulation der Weltöffentlichkeit hat ihre Entsprechungen in den anderen Bereichen der Macht-Politik der Herrschenden. (2) Die Funktion, die Mächtige der Beeinflussung der Öffentlichkeit durch steuernde Kommunikation zuweisen, ist vorrangig die Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Ordnung, in deren Rahmen sie in die Position der Macht in Politik, Wirtschaft, Militär und Medienwelt gewonnen haben. Nach Upton Sinclair ist es schwierig, von jemandem ein kritisches Bewusstsein zu erwarten, wenn sein Gehalt davon abhängt, dass er keins hat. (3)

Dies ist die Folie, die der kritische Zeitgenosse, die kritische Zeitgenossin braucht, um sich kein X für ein U verkaufen zu lassen. Das Primäre ist, dass der Kapitalismus als Begriff zu meiden ist. ‚Marktwirtschaft‘ ist besser, noch besser kann ’soziale ‚ oder gleich ‚freie Marktwirtschaft‘ sein. ‚Freie Gesellschaft‘ ist auch gut.

Der Westen ist dann gleich viel besser dran, als alle anderen. Der Begriff ‚Westliche Werte‘ ist auch gerne gesehen. Im Militärischen ist es ‚Sicherheit‘, ‚chirurgische Schläge‘, ‚Mission‘,… . In der Unsozialpolitik ist es ‚Standortvorteil‘, wenn man die Investitionsbedingungen attraktiv halten will, also die Löhne tief, Umweltschutz am besten auch – Klimaschutz nützt nur den Chinesen, die unsere Produktion verteuern wollen, indem sie das Märchen von der Erderwärmung verbreiten -, Steuerhinterziehung ist ‚Steuerflucht in Oasen‘ wie die Cayman Islands oder wenigstens die Schweiz oder Lichtenstein… Massenentlassungen sind ‚Freisetzungen‘,… Die immensen Militärausgaben liegen daran, dass Russland mit zugegeben 14 mal weniger Rüstungsausgaben den Westen dazu zwingt,

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ISIS tötet US-Soldaten (Teil 2) | KenFM.de

isis-totet-us-soldaten-teil-2-kenfm.de

25-01-19 02:05:00,

von Jochen Mitschka.

Verschwörungstheorien

Jene, die Thesen als Verschwörungstheorien wegfegen, erkennen das klassische Vorgehen eines Kriminalrechercheurs nicht an, der zunächst nach dem Motiv fragt und wem die Tat nutzt (Cui bono). Eine solche Nachfrage wird heute als „rechtsesotherisch“ verleumdet, denn sie stört oft, wenn Thesen als Verschwörungstheorien einfach von der Diskussion ausgeschlossen werden sollen. Am 17. Januar veröffentlichte KenFM einen Artikel (17), in dem ein tödlicher Anschlag in Syrien gegen die dortigen Besatzungstruppen der USA, aus einem anderen Blickwinkel als dem der Massenmedien, betrachtet wurde. Ich behauptete nicht, dass es sich um einen False-Flag der Kurden handelte, sondern wies nur darauf hin, dass eine solche Möglichkeit auf Grund der Erfahrungen in der Vergangenheit zumindest in Betracht gezogen werden sollte. Nun sind neue Fakten aufgetaucht, die ebenfalls nicht in den Massenmedien erwähnt werden, und die noch mehr Grund zum Nachdenken geben.

In einem Twitter-Thread ab Nr. 139 (1) sammelte Filomena Rocha interessante Details, die weitgehend unbekannt sein dürften. Bevor Rocha darauf eingeht, warum sie von einem False Flag ausgeht, definiert sie, welche Gruppen für einen solchen in Frage kämen. Sie nennt die Kurden, die USA, genauer gesagt Teile der CIA, und Israel. In dem gleichen Tweet zeigt sie ein Video, das den genauen Moment des Anschlags zeigt. Es ist unbekannt, wie sie in den Besitz der Aufnahme gelangte.

Im Tweet Nr. 140 schreibt sie dann: „Wenn Sie das Video genau betrachten, werden Sie sehen, dass die Bombe nicht außerhalb des Cafés explodierte, sondern in seinem Inneren. Schauen Sie auf die Menschen, die dort vorbei gehen und dann zu Boden fallen, als die Bombe explodiert. Sie stehen dann auf und gehen weg. Wenn die Bombe vor dem Café gewesen wäre, wären diese Menschen jetzt tot.“(2).

Zur Untermauerung ihrer These zeigt sie in Tweet 154, dass Fahrzeuge, die vor dem Café bzw. Restaurant geparkt hatten, nur wenige Beschädigungen aufwiesen. (7)

Im nächsten Tweet berichtet sie, dass Zeugen vor Ort einen grauen S-92-Hubschrauber sahen, der die Opfer evakuierte. Es handelte sich ihren Angaben zufolge um einen ähnlichen Hubschrauber, wie früher schon in Gebieten beobachtet worden waren, in denen die US-geführte Koalition operiert – was nicht besonders verdächtig erscheinen muss.

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Die “internationale Solidarität” reicht heute von rechtsradikalen Präsidenten bis zur Sozialdemokratie

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25-01-19 01:55:00,

Zurzeit sind wir Zeuge erstaunlicher Vorgänge: In Venezuela ernennt sich ein vergleichsweise junger, gut aussehender Mann aus dem rechtskonservativen Bereich zum Präsidenten. Unmittelbar darauf wird er von den USA und in ihrer Nachfolge von einem Bündel von Staaten einschließlich der rechtsregierten Staaten Lateinamerikas anerkannt. Auch der deutsche Außenminister (SPD), die Europäische Union und Vertreter der Union, der Grünen und der FDP applaudieren. Dagegen versammeln sich zugunsten des zuletzt gewählten Präsidenten Maduro ein paar Staaten Lateinamerikas sowie Russland und China. Ich will einen Einordnungsversuch machen. Albrecht Müller.

Venezuela ist in keiner guten Verfassung. Das mag am Präsidenten liegen. Es liegt auch an der im Lande herrschenden Konfrontation und den Sanktionen von außen. Aber nicht nur. Unabhängig davon ist festzuhalten, dass dieses Land wie auch Kuba und demnächst vielleicht wieder Mexiko auf der Abschussliste von rechtskonservativen Kräften, von Neoliberalen und der von den USA bestimmten westlichen Welt steht. Diese Länder und Völker sind auf der Abschussliste, weil sie den Versuch gemacht haben oder machen, bei ihrer Politik auf die breiten Massen und auch auf die Unterschicht Rücksicht zu nehmen. Diese Länder haben auch die von den Neoliberalen geforderten Privatisierungen und Deregulierungen nicht mitgemacht. Am deutlichsten wird die Rücksichtnahme auf die Interessen der unteren Hälfte der Gesellschaft in Kuba sichtbar. Dort ist mit der öffentlichen medizinischen Versorgung und breiten Bildungsangeboten der Versuch gemacht worden, die Benachteiligten zu fördern.

Auch in früheren Zeiten gab es ökonomische, politische und militärische Interventionen der USA in den Ländern Lateinamerikas. Aber es gab zugleich Solidarität mit den sozialistischen Bewegungen dieser Länder: Tausende haben sich alleine in Deutschland um Nicaragua gekümmert, andere um Kuba. Es gab Politiker in Europa, herausragend schwedische Sozialdemokraten mit Olof Palme und Pierre Schori und andere Vertreter der Sozialistischen Internationale einschließlich Willy Brandts und Bruno Kreiskys, die die dortige Linke unterstützten – jedenfalls ihren “Abschuss” nicht förderten und begrüßten. Der Sturz Allendes in Chile und die Machtübernahme durch General Pinochet wurde zumindest von der linken Hälfte unserer Gesellschaft bedauert und nicht beklatscht.

Das ist heute ganz anders. Heute reicht das Bündnis von Trump über den rechtsradikalen Präsidenten Brasiliens Bolsonaro bis zu Merkel, Macron und eben Heiko Maas und Cem Özdemir. Sie alle sind Unterstützer eines Regimechanges, notfalls verbunden mit Bürgerkrieg, mit militärischer Intervention und mit Blutvergießen. Sie akzeptieren nicht, dass es Sache der Venezolaner ist,

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Bund und Länder einigen sich bei Flüchtlingsbürgen

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25-01-19 01:52:00,

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Stoltenberg in Davos: Nato-Partner der USA wollen Verteidigungsausgaben weiter steigern

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25-01-19 11:41:00,

Newsticker

24.01.2019 • 19:28 Uhr

Stoltenberg in Davos: Nato-Partner der USA wollen Verteidigungsausgaben weiter steigern (Symbolbild)

Die Nato-Partner der USA wollen ihre Verteidigungsausgaben weiter steigern. Nach den jüngsten Zahlen werden sich die zusätzlichen Ausgaben bis Ende kommenden Jahres auf rund 100 Milliarden US-Dollar belaufen, wie Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos an ankündigte. Bis Ende 2024 soll das Plus sogar 350 Milliarden US-Dollar betragen – berechnet auf Grundlage der Verteidigungsausgaben im Jahr 2016.

Ob diese Planzahlen US-Präsident Donald Trump ausreichen werden, gilt als unsicher. Er beklagt seit langem eine unfaire Lastenteilung im Militärbündnis und attackiert vor allem Deutschland wegen seiner vergleichsweise niedrigen Ausgabenquote von nur 1,24 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die USA lagen zuletzt bei einem Wert von 3,5 Prozent.

Bei einem Nato-Gipfeltreffen im vergangenen Sommer in Brüssel hatte Trump sogar einen Austritt der USA aus dem Bündnis nicht ausgeschlossen, sollten nicht alle Bündnispartner sofort zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung ausgeben. (dpa)

Mehr zum Thema – Trump über mangelnde Beliebtheit im Ausland: “Europa ist mir egal!”

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EU kämpft für Geheimhaltung der Archive der EZB

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25-01-19 11:34:00,

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US-Kongress will Nato-Austritt durch Donald Trump verhindern

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25-01-19 11:24:00,

US-Außenminister Mike Pompeo und Donald Trump auf dem Nato-Gipfel in Brüssel im Juli 2018. Bild: state.gov

Mit großer Mehrheit aus beiden Parteien wurde der Nato Support Act im Repräsentantenhaus verabschiedet, der Senat hat noch nicht abgestimmt

Donald Trump hat sich seit seiner anfänglichen Kritik an der Nato und Drohungen, wenn die Nato-Partner nicht schnell deutlich mehr für Verteidigung ausgeben, aus ihr auszusteigen, zwischenzeitlich öffentlich zurückgehalten hat. Nach Aussagen von Mitarbeitern des Weißen Hauses soll er aber 2018 des Öfteren privat von einem Rückzug gesprochen haben. Die Skepsis gegenüber der Nato sei, so mutmaßt die New York Times, eine Grundüberzeugung Trumps. Kritiker vermuten, Trump könne sich damit Russland annähern, das Treffen Trumps mit Putin im Juli des letzten Jahres in Finnland hat Verdacht erregt.

Ein Ausstieg aus dem Bündnis wird vom ehemaligen Nato-Kommandeur Stavridis als “geopolitischer Fehler epischen Ausmaßes” gegeißelt, schon die Diskussion darüber sei ein “Jahrhundertgeschenk für Putin”. Andere sagen wie Michèle A. Flournoy, Pentagon-Staatssekretärin unter Obama, damit würde man Wladimir Putin “den wildesten Erfolg, von dem er träumen kann”, bescheren.

Die transatlantisch gesinnten Demokraten und Teil der republikanischen Abgeordneten im Repräsentantenhaus haben nach dem NYT-Bericht sicherheitshalber am Dienstag ein Gesetz verabschiedet, das Donald Trump davon abhalten soll, die USA aus der Nato zu holen. Mit einer großen Mehrheit von 357 zu 22 wurde der NATO Support Act angenommen. 22 republikanische Abgeordneten stimmten dagegen, 28 enthielten sich, ebenso 26 demokratische Abgeordnete.

Der Kongress kann den Präsidenten nicht daran hindern, den Austritt zu erklären, aber mit dem Gesetz wurde die Verwendung aller Mittel für einen Ausstieg aus der Nato gesperrt. Der Präsident wird aufgefordert, in der Nato zu bleiben, es sei Politik der USA, ein gutes Verhältnis zur Nato zu wahren, auch alle indirekten Rückzüge aus der Nato zurückzuweisen, die Verpflichtungen zu erfüllen, mindestens 2 Prozent des BIP für Rüstung aufzuwenden, und, das scheint besonders wichtig zu sein, “die robuste Finanzierung der European Deterrence Initiative (EDI) zu unterstützen, die die Fähigkeit der USA und ihrer Verbündeten erhöht, die russische Aggression abzuschrecken und sich gegen sie zu verteidigen”. Die unter Obama mit einer Milliarde begonnene EDI ist unter Trump deutlich angestiegen auf jetzt 6,5 Milliarden US-Dollar.

Eingereicht hatte den Gesetzesvorschlag letzte Woche der kalifornische Abgeordnete Jimmy Panetta.

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„Wunderbarer Zufall“: Britische Militärmedizinerin war Skripals Ersthelferin

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25-01-19 10:59:00,

Die russische Botschaft in London sowie die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, Maria Sacharowa, haben sich zu Medienberichten geäußert, wonach die Oberschwester der britischen Armee Alison McCourt und ihre 16 Jahre alte Tochter Abigail den in Salisbary vergifteten Sergej und Julia Skripal Erste Hilfe leisteten.

Am vergangenen Samstag hatte der britische Radiosender Spire FM mit Sitz in Salisbury mitgeteilt, dass die 16 Jahre alte Abigail McCourt und ihre Mutter Alison die ersten Personen waren, die Sergej und Julia Skripal am Tag ihrer Vergiftung Erste Hilfe geleistet hatten.

„Local Hero Award“ für Tochter von Oberschwester der britischen Armee

Die junge Frau, die eine Erst-Helfer-Ausbildung machte, entdeckte demnach als Erste die

Skripals

. Bei Sergej Skripal vermutete Abigail zunächst einen Herzinfarkt. Julia soll ohne Atmung gewesen sein. Abigail alarmierte sofort ihre Mutter, ihr zu Hilfe zu kommen. Beide leisteten dann Erste Hilfe bis zur Ankunft der Rettungskräfte.

Die Details dieser Geschichte wurden nun publik gemacht, nachdem die Mutter Alison McCourt, die Oberst beim Queen Alexandra´s Royal Army Nursing Corps (Krankenpflegeabteilung der britischen Armee) ist und seit 1. Februar 2018 die Position des leitenden Pflegeoffiziers (Chief Nursing Officer) innehat, beschlossen hatte, ihre Tochter für die Aufzeichnung „Local Hero Awards“ zu nominieren und über ihren Einsatz am 4. März 2018 zu erzählen:

„Als qualifizierte Krankenschwester war es für mich eine ziemlich routinemäßige Situation, aber meine Tochter war fantastisch. Ihre prompten Handlungen und die Art und Weise, wie sie mir half, Julia Skripal wiederzubeleben, haben eine große Rolle bei der folgenden Genesung der beiden Opfer gespielt“, wird Alison McCourt vom Radiosender zitiert.

Portal findet Diskrepanz

Das Portal Moon of Alabama verwies in einem Beitrag vom 19. Januar auf eine Diskrepanz zwischen dem Artikel auf der Homepage des Radiosenders Spire FM und der Erzählung von Alison McCourt in einem ebenfalls von dem Sender veröffentlichten Video. Beim Klicken öffnet sich das Video jedoch nicht, weil es offensichtlich gelöscht wurde. Das Portal schreibt, dass in dem Artikel des Radiosenders nur Abigail McCourt und ihre Mutter erwähnt werden. Aber im Video soll die Mutter von „Abigail und dem Rest unserer Familie“ gesprochen haben, die als erste am Vorfallort eintrafen. Sie erwähnte demnach auch weiter „Abigail“ und „uns“ und wieder „Abigail“ und „den Rest von uns“,

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Im Westen Londons nicht Neues – Julian Assange und seine Unterstützer geben nicht auf

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25-01-19 09:57:00,

Bei Julian Assange ist dies wohl gezwungenermaßen der Fall. Denn seine Aussichten beim Verlassen seiner jetzigen Unterkunft wären nicht rosig. Mehr dazu später. Bei seinen Sympathisanten scheint es, neben den humanitären Gründen, der Überzeugung geschuldet, dass mit den Symbolen Assange und Wikileaks die Presse- und Meinungsfreiheit steht und fällt. Vergangene Woche habe ich mich nochmals auf den Weg ins Noch-EU-Land Großbritannien gemacht, um mich etwas eingehender umzusehen und mit dem berühmten Mann/Frau von der Straße zu sprechen. Von Moritz Müller.

Bei unserer Ankunft an der ecuadorianischen Botschaft, die vom für diese Jahreszeit typischen Schmuddelwetter begleitet wurde, empfing uns die Mahnwache, die sich nun schon seit Juli 2012 an drei Tagen in der Woche dort versammelt. Manchmal sind es zwei Personen, diesmal waren es 8 und in den Anfangstagen von Julian Assanges Botschaftsasyl waren es auch bedeutend mehr. Hier einige der Akteure, leider nur in der Landessprache. Leider lässt über die Zeit das Interesse an gewissen Situationen nach, vor allem, wenn nach außen sichtbar nichts Dramatisches passiert.

Das dürfte sich für Julian Assange in der Botschaft anders anfühlen, denn er ist dort seit dem Regierungswechsel in Ecuador weitestgehend isoliert. Er hat seine Katze in gute Hände gegeben, damit sie ihm nicht weggenommen wird. Anstatt eines Bettes hat er nur noch eine Yogamatte, und auch die Heizung läuft nur sporadisch. Bis vor kurzem war der kleine Küchenbereich noch ohne Kamera, doch auch hier wird Julian Assange nun von seinen Gastgebern beobachtet. Diese Kameras passen natürlich gut zur Umgebung im Zentrum von London, aber die restliche menschenunwürdige Behandlung in einem Land, das sich als eine der ältesten Demokratien der Welt sieht, ist eigentlich vollkommen unverständlich.

Dass Julian Assange sich überhaupt noch dort aufhalten muss, obwohl ein UN- Gremium vor nun drei Jahren zu seinen Gunsten entschied, ist schwer zu fassen. Besonders, nachdem die Untersuchungen gegen ihn in Schweden im Jahre 2017 zum zweiten Mal eingestellt wurden.

Man kann hier leider sehen, wie gut eine Schmutzkampagne funktioniert. Bei vielen, die sich nicht eingehend mit dieser Geschichte befasst haben, sind diffuse negative Assoziationen zu Wikileaks und Assange vorhanden. Deshalb an dieser Stelle die vielen Verweise, damit sich die Leser vielleicht selbst ein Bild machen können.

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Israel, lizenziert zum Töten, von Manlio Dinucci

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25-01-19 09:56:00,

Während des siebenjährigen Krieges gegen Syrien intervenierte Israel kontinuierlich im Geheimen und unterstützte die Dschihadisten durch Luftlandesupport bei ihren Versuchen, die Republik zu stürzen. Seit Ende 2018 hat Tel-Aviv seine Taktik geändert und setzt nun umfangreiche Bombenangriffe fort, die es nicht mehr verbergen muss. Das Ziel ist, iranische Ziele zu erreichen, mit der stillschweigenden Zustimmung Russlands. Diese iranischen Ziele scheinen jedoch nicht mehr als anekdotenhaft zu sein. Gleichzeitig führt Israel, nachdem es eine Vereinbarung mit den Führern der Hamas getroffen hat, die es über Katar öffentlich finanziert, weiterhin seinen Krieg gegen die Zivilbevölkerung von Gaza.

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„Mit seiner völlig unerwarteten Aktion hat Israel Angriffe auf militärische Ziele in Syrien offiziallisiert und die syrischen Behörden davor gewarnt, Rache an Israel zu üben“ – so berichteten die italienischen Medien über den gestrigen Angriff Israels in Syrien mit Marschflugkörpern und intelligenten Bomben. „Dies ist eine Botschaft an die Russen, die zusammen mit dem Iran das Überleben der Machtstruktur Assads ermöglichen“, kommentierte der Corriere della Sera.

Niemand stellt das „Recht“ Israels in Frage, einen souveränen Staat anzugreifen, um die Regierung durchzusetzen, die dieser haben soll, nach acht Jahren, während deren die USA, die NATO und die Golfmonarchien versuchten, ihn mit Israel zu zerstören, wie sie es 2011 mit dem Staat Libyen taten.

Niemand ist empört darüber, dass diese israelischen Luftangriffe am Samstag und Montag Dutzende von Menschenleben forderten, darunter mindestens vier Kinder, sowie schwere Schäden am internationalen Flughafen Damaskus verursacht haben. Andererseits wurde viel darüber gesprochen, dass das Skigebiet des Mount Hermon (das vollständig von Israel mit den Golanhöhen besetzt war) einen Tag lang wohlweislich geschlossen geblieben war, was den Feriengästen großen Unmut bereitete.

Niemand scheint über die Tatsache besorgt zu sein, dass die Intensivierung der israelischen Angriffe in Syrien unter dem Vorwand, dass sie als Startrampe für iranische Raketen genutzt werden, mit den Vorbereitungen für einen groß angelegten Krieg gegen den Iran begonnen hat, der mit dem Pentagon geplant ist und dessen Auswirkungen katastrophal wären.

Die Entscheidung der USA, sich aus dem iranischen Atomabkommen zurückzuziehen – ein Abkommen, das von Israel als „Kapitulation des Westens an die vom Iran angeführte Achse des Bösen“ definiert wurde – hat eine äußerst gefährliche Situation ausgelöst, nicht nur für den Großraum Nah-Ost. Israel, die einzige Atommacht im Nahen Osten –

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Die Schatten-Regierung

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25-01-19 09:52:00,

Vor zwanzig Jahren erheiterte Ulrich Beck seine Zuhörer in der Paulskirche mit einer Scherzfrage: Was würde geschehen, wenn die EU eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union beantragen würde? Das eindeutige Ergebnis: Der Antrag würde abgelehnt. Und zwar mit der Begründung, die EU erfülle nicht die Demokratie-Kriterien, die die Europäische Union von ihren Mitgliedern verlange.

Der Vortragende blieb bei dieser Feststellung aber nicht stehen. Er entwickelte eigene Ideen zur Behebung des Demokratie-Defizits, sogar Widerborstiges wie den „schöpferischen Ungehorsam” einer europäischen Bürgergesellschaft. Seitdem sind Stimmen dieser Art selten geworden.

Becks Kollegen heute, in der Politikwissenschaft wie im benachbarten Staatsrecht, begnügen sich fast alle mit einer nicht einmal mehr resignativen Feststellung:

Für die modernen, grenzüberschreitenden Probleme sei die repräsentative Demokratie keine Lösung mehr und der Nationalstaat ein Auslaufmodell.

Globale Probleme verlangten globale Lösungen, und die müsse man heute ganz anders herstellen: in informellen Gruppen, flexibel reaktionsfähig, ohne bürokratische Hemmnisse, ohne rechtliche Behinderungen, ohne parlamentarische Nachfragen, kurz: ein transnationales Regieren ohne Parlament.

Gleich zu Beginn sollten hier kurz mögliche Missverständnisse vermieden werden. Es wird hier nicht um Lobbyismus gehen.

Es geht auch nicht um immer wieder vermutete heimliche „Weltregierungen”. Wir sprechen hier also nicht von irgendwelchen Geheimgesellschaften, nicht von den Bilderbergern, nicht von Freimaurern, auch nicht vom Vatikan, diesen Lieblingen aller Verschwörungstheoretiker. Auch nicht von internationalen Industriestandards oder -normen (wie sie heute in der ISO vereinbart werden).

Wer sind nun aber die Akteure, um die es hier gehen soll?

Nehmen wir als Beispiel aus der Wirtschaft die Pharmaindustrie. Vor knapp 30 Jahren hatte die EU, mit dem stolzen Wind des Gemeinsamen Marktes in den Segeln, den Gedanken, etwas Ähnliches müsste sich doch auch global einrichten lassen, wenigstens im Pharmabereich.

Die drei mächtigsten Spitzenverbände der Pharmaindustrie kommen aus Japan, der EU und den USA. Auf Betreiben der EU setzten sich also sechs Akteure zusammen, und zwar die Pharmaverbände der drei genannten Regionen und dazu die jeweiligen staatlichen Regulierungsbehörden. Sie gaben dem Treffen auch einen Namen: International Conference on Harmonisation of Technical Requirements for Registration of Pharmaceuticals for Human Use; der zu lange Name wurde sofort in ICH abgekürzt.

Eine genauere Organisation, eine Satzung oder gar eine Rechtsform erhielt das lockere Treffen nicht; es gab lediglich ein Sekretariat (es liegt in der Hand des Weltpharmaverbands IFPMA) und die Vereinbarung,

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Bullshit-Jobs

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25-01-19 09:51:00,

Im Jahr 1930 sagte John Maynard Keynes voraus, dass zum Ende des Jahrhunderts der technologische Fortschritt es Ländern wie Großbritannien oder den Vereinigten Staaten ermöglichen würde, eine 15-Stunden-Woche einzuführen. Es gibt viele Gründe, dies als zutreffend anzunehmen. Aus technologischer Sicht sind wir dazu imstande. Und doch ist es nie eingetroffen. Stattdessen wurden technische Möglichkeiten genutzt, um Wege zu finden, uns alle noch mehr arbeiten zu lassen.

Um das zu erreichen, mussten Arbeitsplätze geschaffen werden, die tatsächlich überflüssig sind.

Riesige Massen von Menschen, in Europa und Nordamerika im Besonderen, verbringen ihr gesamtes Berufsleben beim Verrichten von Tätigkeiten, die sie insgeheim als nicht notwendig einschätzen. Der moralische und seelische Schaden, der durch diese Situation entsteht, ist beträchtlich.

Es ist eine sich über unsere kollektive Seele ziehende Narbe. Dennoch spricht so gut wie niemand darüber. Warum traf Keynes versprochene Utopie — selbst in den 60er Jahren noch eifrig erwartet — nie ein? Die Standardantwort darauf ist, er bedachte nicht den massiven Anstieg des Konsumverhaltens.

Wir bekamen die Wahl zwischen weniger Stunden oder mehr Spielzeugen und Vergnügungen, wir haben uns kollektiv für das Letztere entschieden. Das bietet uns zwar eine nette Geschichte mit moralischer Botschaft, aber selbst ein kurzer Moment der Reflexion zeigt, es kann so nicht sein.

Ja, seit den 20er Jahren haben wir die Schaffung einer endlosen Vielfalt neuer Arbeitsplätze und Branchen erlebt, aber nur sehr wenige haben etwas mit der Produktion und dem Vertrieb von Sushi, iPhones oder ausgefallenen Sneakers zu tun. Also, um was für Arbeitsstellen handelt es sich genau?

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht, in dem die Beschäftigung in den USA zwischen 1910 und 2000 verglichen wird, vermittelt uns ein klares Bild (und ich merke an, ziemlich genauso ist es im Vereinigten Königreich).

Im Verlauf des letzten Jahrhunderts ging die Zahl der Arbeiter, die als Hausangestellte, in der Industrie oder in der Landwirtschaft beschäftigt waren, drastisch zurück. Die Zahl der „Fachleute, Manager, Sachbearbeiter, Vertriebs- und Service-Angestellten“ verdreifachte sich, sie wuchs „von einem Viertel auf drei Viertel der gesamten Beschäftigungsverhältnisse“. Mit anderen Worten, produktive Stellen wurden, so wie vorausgesagt, größtenteils durch Automatisierung wegrationalisiert (selbst wenn man Produktionsmitarbeiter weltweit mitzählt, mit einbezogen die schuftenden Massen in Indien und China, machen solche Mitarbeiter bei Weitem nicht so hohe Anteile der Weltbevölkerung aus, wie es einmal war).

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USA: Angst vor chinesischen Schienenfahrzeugen

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24-01-19 03:45:00,

Chicago kauft bei dem chineischen Hersteller CSR Sifang America JV von CRRC 400 Schienenfahrzeuge. Bild: Chicago Transit Authority

Die wegen ihres Preises beliebten Schienenfahrzeuge und Busse aus China könnten zum Lauschen dienen, in den USA boomt die Rüstungsindustrie, einen Hersteller für Schienenfahrzeuge gibt es nicht mehr

Anfang Januar erschien ein Artikel in der Washington Post, der warnte, dass chinesische Wagen für Metro, das U-Bahn-System von Washington, D.C., verwanzt sein könnten. Möglich wäre es, dass die Überwachungskameras Bilder nach China schicken oder Gespräche von versteckten Mikrofonen aufgenommen würden. Und dann könnten vielleicht durch eine Sicherheitslücke, die in China in die Steuerungssoftware hineingeraten ist, ausländische Geheimdienste oder Terroristen den Zug hacken und einen Unfall verursachen.

Was die eigenen Geheimdienste vermutlich auch machen oder anstreben, wie aus den Snowden-Leaks deutlich wurde, wird vor allem gegenüber China seit Jahren immer wieder als Bedrohung geschildert, also dass chinesische Geheimdienste in Software chinesischer Geräte Hintertüren einbauen könnten, um zur Spionage Daten abzusaugen oder im Bedarfsfall Hard- und Software zu manipulieren. Der Staat könne, so die Argumentation, Tech-Firmen zwingen, Informationen zu übergeben oder Zugang zu Kommunikationsdaten und Techniken zu schaffen.

Das ist der angebliche Grund, warum die USA, Australien und Neuseeland die Nutzung von Huawei-Technik für den Aufbau des 5g-Netzes verboten haben, Großbritannien als weiteres Five-Eyes-Land könnte ebenso wie Kanada folgen, das wegen der Festsetzung der Huawei-Finanzchefin und Tochter des Konzerngründers Meng Wanzhou aufgrund eines US-Auslieferungsantrags in Konflikt mit China steht. Auch in der EU gibt man sich besorgt, im deutschen Innenministerium hat man sich noch nicht entschieden.

Beweise wurden für den Verdacht wurden bislang nicht geliefert, das Pentagon hat bereits 2017 den Kauf und die Verwendung von chinesischen DJI-Drohnen und letztes Jahr den von ZTE- und Huawei-Smartphones verboten. Es geht dabei neben Vorsicht, auch immer um Marktmacht und Abhängigkeit von ausländischen Anbietern. Während die USA zum Ausbau des 5G-Mobilfunkstandards auf Huawei-Technik vermutlich verzichten können, auf Huaweis Smartphones ebenso, der Konzern hat letztes Jahr Apple als größten Smartphone-Hersteller überholt, ist das bei Schienenfahrzeugen anders. Kongress, Pentagon und Experten würden die Sicherheitsbedenken gegenüber den chinesischen U-Bahn-Wagen ernst nehmen, weswegen auch Metro zwar weiter solche im Wert von über einer Milliarde US-Dollar kaufen will, aber in dem Vertrag Cybersicherheitsmaßnahmen stellen will.

Im Hintergrund steht wie im Fall von Huawei die Sorge,

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Übersetzung der Liste der von der französischen Polizei ruinierten Menschen

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24-01-19 02:33:00,

Gestern haben die NachDenkSeiten in dem Beitrag “Mit brutaler Gewalt wird der Klassenkampf von oben gewonnen. Das ist absehbar.” auf eine Bilanz der Auseinandersetzung mit den Gelbwesten und auf die Fotos von über 100 Verletzten aufmerksam gemacht. Dort gab es eine ausführliche Liste der 109 Verletzten mit Altersangabe, Namen und Art der Verletzung. Marco Wenzel hat diese Liste übersetzt. Wir geben sie unten wieder. Vorweg noch ein paar kurze Anmerkungen. Albrecht Müller.

Erstens: In den Auseinandersetzungen in Frankreich gab es auch Verletzte unter den Polizisten. Das bedauern die NachDenkSeiten genauso wie die Verletzungen bei den Gelbwesten und anderen Personen. Die Verletzungen der Demonstranten sind jedoch so brutal und erkennbar als Abschreckung angelegt, dass wir es für unsere Pflicht halten, darauf besonders aufmerksam zu machen. Das gilt auch deshalb, weil die deutschen Medien davon kaum Notiz nehmen. Entsprechend wenig ist in der allgemeinen Öffentlichkeit Deutschlands angekommen. Ich habe gestern bei einer Geburtstagsrunde in Karlsruhe den Test gemacht: Keine einzige Person wusste etwas von dieser Brutalität. Und dies in unmittelbarer Nachbarschaft zu Frankreich. Dass in Aachen ein neuer Freundschaftsvertrag mit Frankreich abgeschlossen worden ist, war hingegen bekannt, nicht jedoch die Gewalt bei der innenpolitischen Auseinandersetzung des französischen Präsidenten mit einem Teil seines Volkes.

Zweitens: Die Bundesregierung will die Vorgänge in Frankreich nicht beurteilen und nicht bewerten. So Regierungssprecher Seibert in einer Pressekonferenz. Siehe hier. Die Äußerung von Seibert wie auch die des Sprechers des Bundesinnenministeriums sollte man sich für ähnliche Fälle im Umgang mit anderen Ländern archivieren. Seibert: “Ich beurteile oder bewerte das gar nicht, wie es üblich ist zwischen befreundeten Nationen.”. Der Sprecher des Bundesinnenministers meinte: “Wir kommentieren grundsätzlich nicht die Maßnahmen anderer Staaten”.

Da sind wir aber mal gespannt.

Drittens: Wenn wir über diese schrecklichen Vorgänge berichten, dann wahrlich nicht der Sensation willen, sondern um das öffentlichen Schweigen zu durchbrechen.

Deshalb die Anregung: Geben Sie den Artikel von gestern und diesen von heute weiter.

Der Einfachheit halber werden wir die jetzt folgende Übersetzung auch noch an den gestrigen Artikel anhängen.

Übersetzung der Vorläufigen Aufzählung der Verletzten bei den Demonstrationen von November-Dezember 2018

4. Januar 2019

Wir ziehen hier eine, wenn auch nicht erschöpfende,

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Der „Aachener Vertrag“: Militarismus oder „Emanzipation“?

der-aachener-vertrag-militarismus-oder-emanzipation

24-01-19 02:11:00,

Der deutsch-französische Vertrag von Aachen legt ein bedenkliches Gewicht auf das Militärische und provoziert Fragen: Werden deutsch-französische Kriegseinsätze dadurch wahrscheinlicher? Gerät Deutschland in den Strudel von Frankreichs Kolonialpolitik? Was wäre in Zeiten der sich auflösenden Bündnisse die Alternative zu europäischer Aufrüstung? Ist eine Emanzipation von NATO und USA ohne EU-Armee möglich? Von Tobias Riegel.

Der gerade in Aachen unterzeichnete deutsch-französische Vertrag ist ein fragwürdiges Dokument: Er wird dominiert von einer Fixierung auf das Militärische. Er verknüpft unlauter Floskeln von der „Völkerverständigung“ mit Aufrüstung. Er setzt „Verantwortung“ mit militärischer Einmischung gleich. Und er wird militaristischen Kreisen in Deutschland Argumentationshilfe leisten, um mit den im Vergleich zügellosen Militär-Interventionen Frankreichs gleichzuziehen. Aber die Debatte provoziert auch „ketzerische“ Fragen: Ist eine EU-Armee prinzipiell zu verteufeln – oder ist sie Vorbedingung für eine Emanzipation von NATO und USA? Der Wortlaut des Vertrages findet sich hier.

Aufrüstung statt Banken-Union

Als Ablenkung vom militaristischen Charakter des Vertrags dienen den Verfechtern des Dokuments aktuell die häufigen medialen Bezüge auf den Élysée-Vertrag von 1963, auch wenn diese sehr irreführend sind. Die LINKE-Politikerin Sevim Dagdelen betont etwa auf „Telepolis“:

„Denn das Kernstück des Vertragswerks sind die Aufrüstung im Rahmen einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik und eine Stärkung der jeweiligen Rüstungsindustrie.“

Der Vertragstext lese sich wie ein gemeinsamer „Militarismus à la carte“.

Dass der Vertrag bis auf schöne Worte und einer Betonung des Militärischen wenig Substanz enthält, verdeutlicht auch die „Junge Welt“, die schreibt, dass „die Vorschläge für die Stabilisierung der Euro-Zone“ im Vertragstext „auf Merkel’sches Maß geschrumpft“ seien:

„Weder wird es einen Finanzminister für die Euro-Zone noch ein substantielles eigenes Budget noch ein Euro-Zonen-Parlament geben. Und auch die Vollendung der Bankenunion ist an stabilitätspolitische Bedingungen aus dem Katechismus der Bundesbank geknüpft.“

Es ist schwer zu bestreiten, dass das Dokument Militäreinsätze Deutschlands schneller möglich machen wird als bisher. So wollen beide Länder laut Vertrag eine gemeinsame „strategische Kultur“ entwickeln, vor allem mit Blick auf gemeinsame militärische Einsätze, wie das „Handelsblatt“ schreibt:

„Das Neue daran: Die Bundesregierung will künftig zuerst mit Frankreich voranschreiten, und dann die anderen Europäer einbinden. Bisher hatte Berlin stets nur solche Projekte vorantreiben wollen, bei denen alle Europäer mitgehen.“

Das alte Lied: „Militärische Einmischung“ wird mit „Verantwortung“ unterfüttert

Verteidigt wird der Vertrag stellvertretend für viele große Medien etwa von der „Zeit“,

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Geopolitik und Pädokriminalität

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24-01-19 10:41:00,

Januar 2019

Der folgende Beitrag bietet eine Übersicht und Referenzen zum Themenkomplex der organisierten Pädokriminalität im Kontext von Geopolitik, Elitenmanagement, und westlichem Mediensystem.

Hinweis: Keine aktive Leseempfehlung; nur gedacht für Personen, die sich ohnehin mit dieser Themati­k befassen (möchten). Nicht geeignet für minderjährige oder sensible Personen.

Geostrategische Machtstrukturen erfordern effektive Führungsinstrumente. Eines der wirkungs­vollsten Führungs­instrumente ist seit jeher die Erpressung, und die ultimative Form der Erpressung beruht insbesondere in westlichen Ländern auf der Involvierung in Pädokriminalität.

Diverse Untersuchungsverfahren und Opferaussagen sowie zahlreiche sabotierte Ermittlungen und ermordete Zeugen deuten auf eine potentiell einflussreiche Rolle pädokrimineller machtpolitischer Elitennetzwerke in Europa und den USA hin.

Im Falle Italiens ist beispielsweise dokumentiert, dass der italienische Militärgeheim­dienst SIFAR im Auftrag der CIA über 150.000 Dossiers zu »irregulärem (v.a. sexuellem) Verhalten« erstellte und damit die gesellschaftliche Elite Italiens während Jahrzehnten erpressen und kontrollieren konnte.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwiefern pädokriminelle Elitennetzwerke eine zentrale transatlantische Führungsstruktur seit dem 2. Weltkrieg gebildet haben, zumal inzwischen diverse personelle Berührungspunkte zu Politik, Militär und Geheimdiensten belegt sind.

Etablierte transatlantische Medien berichten – von Ausnahmefällen abgesehen (s.u.) – kaum zeitnah und investigativ über diese Thematik. Dabei ist zu bedenken, dass diese Medien zumeist in dieselben geopolitischen Machtstrukturen eingebunden sind wie die fraglichen Akteure selbst.

So war ein von belgischen Zeugen identifizierter Pädokrimineller unter anderem Vizepräsident der Europäischen Kommission sowie Vorsitzender und später Ehrenpräsident der Bilderberg-Konferenz, zu der die transatlantische Elite aus Politik, Wirtschaft, Militär und Medien geladen ist.

In vielen Fällen waren Kinderheime oder Kinderhilfswerke direkt oder indirekt in die pädokriminellen Netzwerke eingebunden; in anderen Fällen wurden die Kinder aus Problemfamilien rekrutiert oder durch Entführungen beschafft. Manche dieser Kinder wurden letztlich ermordet.

Während aus gesellschaftlicher Sicht integre und vorbildliche Persönlichkeiten als Elitenvertreter wünschenswert sind, sind aus machtpolitischer Sicht im Gegenteil erpressbare und korrumpierbare Personen gefragt. Hieraus ergibt sich ein grundlegender Widerspruch mit weitreichenden Folgen.

1. Belgien/Europa

Einer der bekanntesten Fälle von organisierter Pädokriminalität ist der Fall Dutroux der 1980er und 1990er Jahre. Bei diesem Fall geht es indes weniger um Dutroux selbst (der hauptsächlich als »Lieferant« fungiert haben dürfte), als vielmehr darum, dass sowohl Dutroux als auch diverse Zeugen ein pädokriminelles Netzwerk beschrieben,

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Die Verbannung der Wahrheit

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24-01-19 10:31:00,

Der Investigativreporter Seymour Hersh beschreibt in seinen Memoiren mit dem Titel „Reporter“ einen Moment, in dem er als junger Journalist zufällig mithörte, wie ein Chicagoer Polizist den Mord an einem Afroamerikaner zugab. Der ermordete Mann war von der Polizei fälschlicherweise als Verdächtiger bei einem Überfall dargestellt worden, der erschossen worden sei, als er versucht habe, seiner Verhaftung zu entgehen. In verzweifelter Hektik rief Hersh seinen Redakteur an, um zu fragen, was er tun solle.

„Der Redakteur hielt mich dazu an, nichts zu tun“, schreibt er. „Es stünde mein Wort gegen das all der beteiligten Polizisten, und sie würden mich alle der Lüge bezichtigen. Die Botschaft war klar: Ich hatte keine Story. Doch natürlich hatte ich eine.“ Er beschreibt sich selbst als „voller Verzweiflung angesichts meiner Schwäche und der Schwäche eines Berufsstandes, der mit Kompromissen und Selbstzensur so leichtfertig umging“.

Hersh, der beste Investigativreporter seiner Generation, deckte das Chemiewaffenprogramm des US-Militärs auf, das tausende Soldaten und Freiwillige, darunter Pazifisten der Siebenten-Tags-Adventisten, als menschliche Versuchskaninchen benutzte, um die Auswirkungen biologischer Agenzien wie Tularämie, Gelbfieber, Rifttalfieber und der Pest zu messen.

Er brachte die Geschichte des Massakers von Mỹ Lai ans Licht. Er enthüllte die Abhöraktion Henry Kissingers gegen seine engsten Unterstützer im Nationalen Sicherheitsrat (NSC) sowie gegen Journalisten, die Finanzierunggewalttätiger extremistischer Gruppen durch die CIA zum Sturz des chilenischen Präsidenten Salvador Allende, das Ausspionieren einheimischer Regimekritiker in den USA durch die CIA, die sadistischen Foltermethoden amerikanischer Soldaten und beauftragten Personals im irakischen Abu-Ghraib-Gefängnis, und die Lügen der Obama-Regierung bezüglich des Überfallkommandos, das Osama bin Laden tötete.

Doch er beginnt seine Memoiren mit dem — jedem Reporter vertrauten — aufrichtigen Geständnis, dass es von den Mächtigen verübte Verbrechen und Ereignisse gibt, über die man nie schreibt, jedenfalls nicht, wenn man seinen Job behalten will. In seinem Buch beklagt er unter anderem seine Entscheidung, einem Bericht nicht nachzugehen, den er erhalten hatte und der Präsident Richard Nixon beschuldigte, seine Frau Pat geschlagen zu haben, sodass sie in einer Notaufnahme in Kalifornien landete.

Reporter, die gemeinsam mit Militäreinheiten in den Irak und nach Afghanistan reisen, werden regelmäßig Zeugen von Gräueltaten und oft auch von Kriegsverbrechen, die das US-Militär verübt, doch sie wissen, dass ihr Zugang von ihrem Schweigen abhängt. Diese geheime Übereinkunft zwischen der Presse und den Mächtigen ist ein grundlegender Bestandteil des Journalismus,

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Facebook und Instagram entziehen Maduro den „blauen Haken“

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24-01-19 09:59:00,

Politik

10:19 24.01.2019(aktualisiert 11:28 24.01.2019) Zum Kurzlink

Die sozialen Netzwerke Instagram und Facebook haben bei den Profilen des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro die blauen Verifizierung-Haken entfernt. Dafür tauchte in Instagram der blaue Haken neben dem Namen des Oppositionellen Juan Guaido auf, der sich am Mittwoch zum Präsidenten erklärt hatte.

Damit unterstützen die sozialen Netzwerke die Linie der US-Regierung, die zuvor Guaido als Übergangspräsidenten anerkannt hatten. Maduro bezeichnete das US-Vorgehen als „Imperialismus“ und Putsch-Versuch.

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REUTERS / Luisa Gonzalez

Der Präsident der entmachteten Nationalversammlung von Venezuela (Asamblea Nacional), Juan Guaido, hatte sich am Mittwoch während der Proteste im Land zum Staatschef des Landes erklärt. Kurz darauf erklärte US-Präsident Donald Trump, dass er Guaido offiziell als Übergangspräsidenten Venezuelas anerkenne. Das venezolanische Volk habe das „illegitime Maduro-Regime“ genug ertragen müssen.

Maduro kündigte daraufhin den kompletten Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu den USA an und gab US-Diplomaten 72 Stunden Zeit, um das Land zu verlassen.

Nach den USA erkannten Kanada, Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Guatemala, Honduras, Panama, Paraguay und Peru Guaido als Übergangspräsidenten an.

Dagegen betrachten Russland, Mexiko, Bolivien, Kuba und die Türkei Maduro weiterhin als legitimen Staatschef Venezuelas.

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Staatsstreich in Venezuela?

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24-01-19 08:59:00,

Angefeuert durch die US-Regierung veranstaltete die Opposition gestern einen Aufmarsch zum sofortigen Sturz des Präsidenten Nicolás Maduro. Der Oppositionspolitiker Juan Guaidó ernannte sich selbst zum Übergangspräsidenten. Die USA und die rechtsgerichteten Regierungen Süd- und Mittelamerikas erkannten Guaidó bereits an. Frederico Füllgraf berichtet für die NachDenkSeiten von den aktuellen Geschehnissen in Venezuela und zeichnet die Eskalationen der letzten Wochen nach, die zu dieser Zuspitzung führten.

Seit den gewalttätigen Protesten im Juli 2017 ist es der zerstrittenen venezolanischen Opposition in den letzten eineinhalb Jahren nicht gelungen, ihre Basis gegen die Regierung Nicolás Maduro zu mobilisieren. Am 23. Januar gelang ihr der Durchbruch. Hunderttausende von Menschen folgten dem Aufruf des erst am 5. Januar neugewählten Vorstands der oppositionellen Nationalversammlung folgte. Es kam zu einer regelrechten Belagerung der Innenstadt von Caracas, sowie zu Demonstrationen in verschiedenen Bundesstaaten. Die Menge protestierte, in den rot-grün-gelben Farben der Nationalflagge, oder in weiße T-Shirts gekleidet, gegen das wirtschaftliches Chaos und den Zusammenbruch der staatlichen Sozialversorgung. Ihre zentrale Forderung war jedoch der sofortige Rücktritt des gerade erst vereidigten Präsidenten Nicolás Maduro.

Der hatte zusammen mit der regierenden Partei PSUV bereits Tage zuvor zu einer Gegendemonstration aufgerufen, die sich im Verlauf des Tages vor dem Regierungspalast Miraflores konzentrierte, wo der Präsident eine lange Ansprache hielt, in der er neue Sozialprogramme und den Bruch der diplomatischen Beziehungen zu den USA ankündigte und zur Einheit und Alarmbereitschaft der Streitkräfte aufrief. Den am 23. Januar gefeierten 61. Jahrestag vom Ende der Diktatur General Marcos Pérez Jiménez beanspruchten Regierung und Opposition jede für sich, als exklusive „Erben der Demokratie“.

Zweifelllos beging Venezuela das neue Jahr unter Hochspannung.

Chronik der Eskalation im Januar

Am 5. Januar vereidigt die von der Opposition dominierte, vom Obersten Gerichtshof Venezuelas jedoch seit 2016 entmachtete und nicht anerkannte, Nationalversammlung (AN), Juan Guaidó zum Parlamentspräsidenten. Guaidó ist Fraktionsvorsitzender der Partei Voluntad Popular des unter Hausarrest stehenden rechtsradikalen Leopoldo López. Während seiner Ansprache bezeichnete der bisher unauffällige 35-jährige Guaidó Präsident Nicolás Maduro als einen „Usurpator“.

Am 10. Januar leistet der mit 68 Prozent der Stimmen im Mai 2018 wiedergewählte Präsident Nicolás Maduro seinen zweiten Amtseid als Regierungschef Venezuelas.

Am 11. Januar beruft die Nationalversammlung eine öffentliche Volksbefragung (Cabildo) im Zentrum von Caracas ein, auf der Guaidó das Militär dazu aufruft,

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Neuer Oxfam-Bericht 2018: 26 Menschen besitzen soviel 3,8 Milliarden – Ungleichgewicht nimmt weiter zu | www.konjunktion.info

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24-01-19 08:26:00,

US-Dollar - Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay LicenseUS-Dollar - Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay License

US-Dollar – Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay License

Laut des neuesten Oxfam-Berichts zur globalen Einkommensungleichheit Public good or private wealth? besitzen inzwischen nur noch 26 Menschen das Äquivalent dessen, was 3,8 Milliarden der Ärmsten auf der Welt ihr Eigenen nennen können. Währen die Reichen immer reicher werden, müssen die Ärmsten mit immer weniger auskommen. Heute hat fast die Hälfte der weltweiten Bevölkerung weniger als 5,50 US-Dollar pro Tag zur Verfügung, um ihr Leben zu bestreiten. Allein 795 Millionen Menschen haben nicht einmal genug zu essen.

Auch in den Industrienationen geht die Schere zwischen Fleißig und Reich immer weiter auseinander. Beispielsweise ist die aktuelle Spreizung in den USA so groß wie zuletzt in den 1920ern, bei einer halben Millionen Obdachlosen.

Diese Ungleichheit, dieses Ungleichgewicht ist eine tickende, soziale Zeitbombe, die irgendwann explodieren muss.

Oxfam schreibt in seinem aktuellen Bericht, dass die weltweiten Milliardäre im Jahr 2018 um 12% reicher geworden sind. Gleichzeitig hat die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung 11% ihres Vermögens verloren.

Oxfam berichtete, dass sich der Reichtum von mehr als 2.200 Milliardären auf der ganzen Welt im Jahr 2018 um 900 Milliarden Dollar erhöht habe – oder 2,5 Milliarden Dollar pro Tag. Dem Vermögenszuwachs um 12% bei den Reichen stand der Vermögensverlust der ärmsten Hälfte der Weltbevölkerung um 11% gegenüber.

Der Bericht schloss daraus, dass die Zahl der Milliardäre, die so viel Reichtum wie die Hälfte der Weltbevölkerung besaßen, von 43 im Jahr 2017 auf 26 im letzten Jahr sank. 2016 waren es 61.

(Oxfam said the wealth of more than 2,200 billionaires across the globe had increased by $900bn in 2018 – or $2.5bn a day. The 12% increase in the wealth of the very richest contrasted with a fall of 11% in the wealth of the poorest half of the world’s population.

As a result, the report concluded, the number of billionaires owning as much wealth as half the world’s population fell from 43 in 2017 to 26 last year. In 2016 the number was 61.)

Oxfam-Bericht 2018

(Download PDF)

Die Vermögen konzentrieren sich immer mehr in den Händen weniger,

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