DNA-Plattform MyHeritage bestätigt: Hacker kopiert Daten von über 92 Millionen Konten

DNA-Plattform MyHeritage bestätigt: Hacker kopiert Daten von über 92 Millionen Konten

06-06-18 08:57:00,

Newsticker

6.06.2018 • 15:49 Uhr

DNA-Plattform MyHeritage bestätigt: Hacker kopiert Daten von 92 Millionen Kontos (Symbolbild)

Der DNA-Dienst My Heritage hat bestätigt, dass die Nutzerdaten von rund 92 Millionen Konten unberechtigt kopiert worden waren. Betroffen sind Nutzer, die sich vor dem 26. Oktober 2017 auf der Plattform angemeldet haben. Wie die Plattform versicherte, seien DNA-Daten und Familienbäume von dem Hack nicht betroffen.

Die Datenpanne ist einem Sicherheitsforscher aufgefallen, der auf einem privaten Server außerhalb von MyHeritage auf die Datei namens “myheritage” stieß. Das Unternehmen bestätigte daraufhin, dass die Informationen über 92.283.889 Kontos auf einen privaten Server gelangten und gehashte Kundenpasswörter sowie die dazugehörigen E-Mail-Adressen enthielten. Wie es dem Firmenblog zu entnehmen ist, sollen alle Nutzerkennwörter demnächst verfallen und müssten neu gesetzt werden.  

Mehr zum Thema – DNA-Test hilft Polizei, Doppelmörder nach 30 Jahren zu finden

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Kritischer Journalismus in der ZEIT: Frau Merkel, wieviele SMS verschicken Sie am Tag? – www.NachDenkSeiten.de

Kritischer Journalismus in der ZEIT: Frau Merkel, wieviele SMS verschicken Sie am Tag? – www.NachDenkSeiten.de

06-06-18 11:09:00,

Kritischer Journalismus in der ZEIT: Frau Merkel, wieviele SMS verschicken Sie am Tag?

Veröffentlicht in: einzelne Politiker, Medienkritik, Strategien der Meinungsmache

Stellen Journalisten die wirklich wichtigen, zwingend notwendigen Fragen an Politiker? Mitunter ja. Oft leider nicht. DIE ZEIT hat in einem Beitrag unter der Überschrift „Jetzt mal ehrlich, Frau Merkel“ 25 Fragen an die Bundeskanzlerin formuliert. Wer sich die Fragen anschaut, sieht schnell: Hier spiegelt sich in verdichteter Form der kritikwürdige Zustand des Journalismus unserer Zeit wider. Die wirklich kritische Perspektive ist eine Seltenheit. Fokussiert wird auf Nebensächlichkeiten und persönliche Befindlichkeiten.
Ein Beitrag von Marcus Klöckner.

Seit geraumer Zeit erleben wir in vielen westlichen Demokratien ein enormes Spannungsverhältnis zwischen „den Eliten“ bzw. Politikern und „den Bürgern“. Immer wieder besagt die Diagnose, dass es einen Bruch zwischen „denen da oben“ und „denen da unten“ gibt.

Der Bruch zwischen politischen Eliten und den Bürgern hat auch sehr viel damit zu tun, dass Journalisten großer Medien kritische Fragen, die aus der Bevölkerung kommen, nicht, zu selten oder mit zu wenig Nachdruck stellen.

Geradezu mustergültig zeigt sich anhand von Fragen, die die Redaktion der ZEIT (auch online erschienen) ausgearbeitet hat und die an Angela Merkel adressiert sind, dass der Journalismus unserer Zeit große Probleme damit hat, die Kommunikation von „unten“, aus der Bevölkerung aufzunehmen und an die Politik heranzutragen.

Anlass für die Fragen der Wochenzeitung ist eine 60-minütige Fragerunde, der sich Angela Merkel am heutigen Mittwoch im Parlament stellen muss. Die Redaktion der ZEIT schließt sich also der Fragerunde an und stellt in einem Artikel 25 eigene Fragen an Merkel.
Unter der Überschrift: „Jetzt mal ehrlich, Frau Merkel“, versehen mit der Unterzeile: „Was wir schon immer von der Kanzlerin wissen wollten“, finden sich die Fragen.
Bevor wir auf diese genauer eingehen, an Sie liebe Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten die Bitte: Überlegen Sie sich selbst einmal, welche Fragen Sie Angela Merkel stellen würden, wenn Sie die Möglichkeit dazu hätten. Und dann bitte vergleichen Sie Ihre Fragen mit den nun folgenden.

  1. Wieso verdienen Ostdeutsche und Frauen immer noch weniger als Westdeutsche und Männer?
  2. Sie haben im Wahlkampf versprochen,

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Ukrainische «Wahrheiten»

Ukrainische «Wahrheiten»

06-06-18 08:59:00,

Christian Müller

Christian Müller / 06. Jun 2018 –

Die Ukraine zu verstehen ist nicht einfach. Selbst ein Blick in die «Ukrainskaia Prawda» verursacht eher Kopfweh.

Die «Wahrheit» heisst auf Russisch und Ukrainisch «Prawda». Manche erinnern sich noch an die «Prawda», die grosse und allwissende Zeitung in der Sowjetunion.

In der Ukraine gibt es noch immer – oder vielmehr wieder – eine «Prawda», eine «Wahrheit», die «Ukrainskaia Prawda», die «Ukrainische Wahrheit», eben. Es ist eine Internet-Zeitung, die 2000 gegründet wurde und dem Vernehmen nach zu den drei meistgelesenen Publikationen in der Ukraine gehört.

Dank der Übersetzung von Yvonne Ott und der Publikation auf der deutschsprachigen Plattform Ukraine-Nachrichten haben wir die Chance, auch auf deutsch zu lesen, mit welch kruden Ideen und absurden Vergleichen in der Ukraine gegenwärtig Stimmung gegen alles Vergangene, Fremde, ja sogar gegen die eigene Bevölkerung – weil zu wenig begeisterungsfähig für das Neue – gemacht wird. Michail Dubinjanskij, ein regelmässiger Kolumnist der Ukrainskaia Prawda, wünscht sich eine Ukraine nach dem Vorbild von Israel und nennt den gewünschten neuen ukrainischen Staat deshalb «Israel 2.0». Er selbst gehört nach eigener Aussage zu einer idealistischen Minderheit, deren grösster Feind die phlegmatische, spiessbürgerliche Mehrheit des Landes ist. Um die Ziele dieser seiner idealistischen Minderheit zu erreichen, ruft er konkret nach dem Zwang des Staates, ohne den es nicht vorwärts gehen kann.

Europäische Werte? Ein Land, das in die EU kommen soll?

Hier der Artikel von Michail Dubinjanskij in der Übersetzung von Yvonne Ott:

Israel 2.0

«Am 14. Mai 1948 tauchte der israelische Staat auf der Weltkarte auf. Ein einzigartiges Land, dessen Bürger zugleich als Vorkämpfer, Architekten und Krieger agierten. Siebzig Jahre später ist dieses Land für viele von uns eine Quelle der Inspiration und ein Nachahmungsbeispiel. Wenn wir von einer Transformation der Ukraine in ein neues Israel 2.0 träumen wollen, müssen wir geeignete Analogien finden.

Die patriotischen Ukrainer sind dabei mit den opferbereiten Zionisten, die ihren Staat von Grund auf neu aufgebaut haben, vergleichbar. Das benachbarte Russland – mit den feindseligen arabischen Ländern. Die prorussische fünfte Kolonne – mit den palästinensischen Arabern. Aber mit wem sind die Millionen von gewöhnlichen ukrainischen Bürgern vergleichbar?

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Elitezirkel: Bilderberg-Konferenz in Turin – www.NachDenkSeiten.de

Elitezirkel: Bilderberg-Konferenz in Turin – www.NachDenkSeiten.de

06-06-18 08:49:00,

Elitezirkel: Bilderberg-Konferenz in Turin

Veröffentlicht in: Erosion der Demokratie, Lobbyorganisationen und interessengebundene Wissenschaft, Strategien der Meinungsmache

Vom 7. bis 10. Juni kommen Eliten und Machteliten der westlichen Welt zu einem exklusiven Treffen zusammen, um über die großen politischen Themen zu reden – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Bilderberg-Konferenz, so der Name des Zirkels, gehört zu den hochkarätigsten Treffen der Mächtigen auf diesem Planeten. Dieses Mal treffen sich die „Bilderberger“, wie man die gut 130 Teilnehmer der Konferenzen nennt, im italienischen Turin. Das geht aus einer knappen Veröffentlichung auf der seit 2010 existierenden Internetseite der Gruppe hervor. Mit dabei: Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), EU-Politiker Günther Oettinger (CDU) und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Ein Beitrag von Marcus Klöckner.

Die „Zukunft der Arbeit“, „Populismus in Europa“, „Russland“ und „künstliche Intelligenz“ sind vier von 12 Themen, die in diesem Jahr auf der Agenda der diskreten Bilderberg-Konferenz stehen. Die Themen und die aktuelle Teilnehmerliste finden sich auf der Internetseite des Elitezirkels, der seit 1954 existiert und seinen Namen von dem niederländischen Hotel de Bilderberg hat, wo die erste Zusammenkunft stattgefunden hat.

Seit dieser Zeit treffen sich die Bilderberger zu ihrer abgeschotteten Konferenz an jährlich wechselnden Orten jeweils in einem komplett gemieteten Hotel – mit eigenem und staatlichem Sicherheitspersonal.

Über viele Jahrzehnte war die Gruppe der Öffentlichkeit nahezu unbekannt. Laut Selbstbeschreibung des Elitezirkels ging es Bilderberg zunächst darum, in der Nachkriegszeit ein Forum zu schaffen, das Vertretern der Länder Europas und Nord-Amerikas die Gelegenheit zu einem ungezwungenen Austausch ermöglichen sollte. An Öffentlichkeit, an Berichterstattung, bestand kein Interesse. Die Bilderberger – auch das geht aus der Selbstbeschreibung der Gruppe hervor – halten sich bei dem Treffen an die so genannten Chatham House Rules, das heißt: Was bei dem Treffen von den Teilnehmern gesagt wird, darf zwar von ihnen auch verwendet werden. Allerdings: Die Identität der Sprecher darf nicht offenbart werden. An der Bilderberg-Konferenz 2018 nehmen in diesem Jahr unter anderem teil: Ursula von der Leyen (Bundesverteidigungsministerin), Günther Oettinger (EU-Kommissar für Haushalt und Personal), Jens Stoltenberg (NATO-Generalsekretär), Mathias Döpfner (Vorstandsvorsitzender Axel Springer AG), Charles Michel (Premierminister Belgien), Kyriakos Mitsotakis (Vorsitzender der griechischen Partei Nea Demokratia,

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DSGVO: Handwerker verlieren den Überblick über Datenschutz

DSGVO: Handwerker verlieren den Überblick über Datenschutz

06-06-18 07:29:00,

Die neuen Datenschutz-Bestimmungen der DSGVO sind äußerst bürokratisch. (Foto: dpa)

Die DSGVO ist äußerst bürokratisch. (Foto: dpa)

Die Datenschutz-Grundverordnung der EU sorgt überall in Deutschland für Verunsicherung – beispielsweise im Schwalm-Eder-Kreis (nördliches Hessen), wie die Kasseler HNA berichtet.

Viele Handwerksbetriebe wüssten nicht, ob sie einen Datenschutzbeauftragten ernennen müssen oder nicht, berichtet Jürgen Altenhof, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Zwar sei die gesetzliche Regelung auf den ersten Blick offenkundig: Wenn mehr als zehn Betriebsangehörige ständig mit Daten zu tun haben, muss ein Datenschutzbeauftragter ernannt werden. Doch bei genauerem Hinsehen sei die Sache gar nicht mehr so klar: Schließlich sei die Bedeutung von „ständig“ Auslegungssache – im Endeffekt bedürfe es jedes Mal einer Einzelprüfung. In diesem Zusammenhang könnten viele, vor allem kleinere Betriebe ohne eigene Rechtsabteilung, in naher Zukunft Post von einer Abmahn-Kanzlei bekommen, so die Befürchtung des stellvertretenden Geschäftsführers der Kreishandwerkerschaft, Wolfgang Scholz.

Auch die Kommunen üben an der Verordnung Kritik – wie etwa die Stadtverwaltung von Schwalmstadt, die einen riesigen Dokumentationsaufwand beklagt. Verunsichert sind auch die Vereine. Ihre Vertreter „tappen im Dunkeln“ und fragten sich ständig, ob sie schon einen Fehler gemacht hätten, so Hans Heinrich Neumann, der neu ernannte Datenschutzbeauftragte des Sportkreises Schwalm-Eder. Wie hoch mögliche Geldstrafen bei Verstößen gegen die Verordnung ausfallen würden, wisse allerdings niemand, sagt der Justiziar des Landessportbundes Hessen, Sebastian Klein. Auch Experten seien überfragt.

Der deutschstämmige Investor und Paypal-Mitgründer Peter Thiel hat lautstark über die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) geschimpft. Das sei die „Chinesische Mauer von Europa“, sagte Thiel am Dienstag auf einer Veranstaltung in Berlin. Im Silicon Valley habe jeder gedacht: „Das können sie nicht machen.“ Auf Deutsch könne man auch sagen: „Das ist ein ganz dummes Eigentor.“ In erster Linie würden europäische Start-ups bestraft, kritisierte Thiel, der zu den frühesten Facebook-Investoren gehört. Die DSGVO sei es eine „protektionistische“ Maßnahme gegen die großen US-Konzerne.

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Top-Banker: Blockchain wird globaler Standard für Banken

Top-Banker: Blockchain wird globaler Standard für Banken

06-06-18 07:22:00,

Auch die Kryptowährung Bitcoin basiert auf der Blockchain-Technologie. (Foto: dpa)

Auch die Kryptowährung Bitcoin basiert auf der Blockchain-Technologie. (Foto: dpa)

Ab sofort bieten wir unseren Lesern exklusiv einen neuen Service an:
den täglichen Blockchain-Monitor. Dieser Monitor bietet eine Übersicht über die relevantesten aktuellen Entwicklungen um die Blockchain-Technologie aus aller Welt. Der Service ist einzigartig, weil er aus hunderten ausgewählten Quellen von China und Russland über Japan und Südkorea bis hin zu den USA und Europa alle relevanten News zu Entwicklungen rund um Blockchain erfasst und die wichtigsten Punkte in Kurzform zusammenfasst.

Hier finden Sie das Archiv der täglichen Ausgaben des Blockchain-Monitors.

Der Blockchain-Monitor wird nach einer kurzen Einführungszeit nur für Abonnenten zu lesen sein: Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, werden Sie von uns benachrichtigt und können dann ein Abo auswählen: Hier können Sie entscheiden, ob Sie monatlich oder jährlich (Preisvorteil!) abonnieren wollen.

 

TOP-Meldung

Banken-CEOs: Blockchain wird in 5 Jahren zum weltweiten Standard für Banken

  • Ralph Hamers, CEO der ING Group, sagte in einem Interview mit CNBC auf der Fintech-Konferenz „Money 2020“ in Amsterdam, dass die Banken ihre eigenen Lösungen entwickeln.
  • „Wenn die fünf führenden sechs globalen Banken sich darauf festlegen und sich auf einen Standard einigen würden, könnte man diesen Standard dem Globus aufzwingen“, sagte Hamers.
  • Der CEO der spanischen Bankengruppe BBVA, Carlos Torres Vila, sagte, dass Hamers Schätzung von fünf oder sechs Jahren, um die Blockchain-Technologie als globalen Standard zu etablieren, korrekt ist.
  • BBVA hat mit dem spanischen Technologieunternehmen Indra zusammengearbeitet, um das erste globale Firmenkreditprojekt unter Verwendung der Blockchain-Technologie zu entwickeln.

 

Weitere Meldungen

DHL kündigt Partnerschaft mit globaler Blockchain-Handelsfinanzierungs-Plattform an

  • Becky Taylor, Vice President Commercial bei DHL Supply Chain UK und Irland, sprach darüber, wie das Unternehmen durch Digitalisierung „effizientere Netzwerke“ schaffen möchte, darunter Möglichkeiten, „Produkte serialisieren, um in der Lage zu sein, dieses Produkt durch sein Leben zu tracken“.
  • Taylor kündigte dann die Partnerschaft an, indem sie sagte, dass DHL allein „diese Arten von Finanzierungsraten nicht erreichen kann, um einen attraktiven Preis [für die Kunden] zu schaffen, also begannen wir mit Trade IX zu arbeiten“.
  • Die TIX-Plattform von TradeIX wird es DHL ermöglichen,

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Tagesdosis 5.6.2018 – Böcke zu Gärtnern! Wikipedia als Desinformationskanal | KenFM.de

Tagesdosis 5.6.2018 – Böcke zu Gärtnern! Wikipedia als Desinformationskanal | KenFM.de

05-06-18 03:18:00,

Tagesdosis 5.6.2018 – Böcke zu Gärtnern! Wikipedia als Desinformationskanal | KenFM.de

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Italien hat kein Schulden-, sondern ein Wachstumsproblem – www.NachDenkSeiten.de

Italien hat kein Schulden-, sondern ein Wachstumsproblem – www.NachDenkSeiten.de

05-06-18 09:50:00,

Italien hat kein Schulden-, sondern ein Wachstumsproblem

Veröffentlicht in: Denkfehler Wirtschaftsdebatte, Euro und Eurokrise, Finanzen und Währung, Schulden – Sparen

Jens Berger

In einem Punkt scheinen sich die deutsche Politik und die deutschen Medien einig zu sein, wenn es um Italien geht: Die Italiener leben über ihre Kosten, sparen nicht genug und der Euro kann nur dann überleben, wenn Italiens Regierung brav und vorbildlich ihre Schulden abbaut. Interessanterweise sind all diese Aussagen ökonomisch falsch. Seit Beginn der Eurokrise ist Italien vielmehr in eine realwirtschaftliche Abwärtsspirale geraten: Die Wirtschaft schrumpft, dadurch steigt die Staatsschuldenquote, dadurch „muss“ die Regierung die Ausgaben kürzen und die Neuverschuldung herunterfahren und so bekommt auch die Wirtschaft keine Chance, sich zu regenerieren. So lange diejenigen, die in Berlin und Brüssel die Regeln bestimmen, diesen eigentlich simplen Zusammenhang nicht verstehen, wird die Eurokrise nie ein Ende finden. Von Jens Berger.

Schon als der Euro 1999 eingeführt wurde, hatte Italien hinter Belgien mit 110% die zweithöchste Staatsschuldenquote der Eurozone. Die vergleichsweise hohen Staatsschulden Italiens seien – so hört man oft – eine Folge des finanzpolitischen Schlendrians der 1980-er Jahre. Davon ist jedoch nur der Teil mit den 1980-ern richtig, mit einem Schlendrian hat dies aber nichts zu tun. Bis Mitte der 1980-er lagen die italienischen Staatsausgaben – gemessen am Bruttoinlandsprodukt – sogar teils deutlich unter dem Durchschnitt der damaligen EU. Italien nahm zwar – wie alle EU-Staaten – regelmäßig hohe Schulden auf, diese waren damals jedoch naturgemäß in der eigenen Währung notiert und die italienische Lira wies eine vergleichsweise hohe Inflationsrate auf und wertete von Jahr zu Jahr innerhalb des Europäischen Währungssystems gegenüber harten Währungen wie der D-Mark ab. Bekam man 1970 noch 6,50 D-Mark für 1.000 Lira, waren es 1985 nur noch 1,50 D-Mark. Oder um es anders zu formulieren: Wenn ein Deutscher dem italienischen Staat 1970 zehn Millionen Lira geliehen hat, musste er dafür 65.000 D-Mark umtauschen, bekam 1985 für diese Schuldverschreibung jedoch aufgrund der massiven Aufwertung der D-Mark und Abwertung der Lira nur 15.000 D-Mark – freilich ohne Zinsen – zurück. Bei Inflationsraten, die in den 1970-ern und frühen 1980-ern stets über 10% und oft sogar über 20% pro Jahr lagen,

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Banken-Rettung: Milliarden-Verlust für britische Steuerzahler

Banken-Rettung: Milliarden-Verlust für britische Steuerzahler

05-06-18 09:39:00,

Eine Filiale der Royal Bank of Scotland. (Foto: dpa)

Eine Filiale der Royal Bank of Scotland. (Foto: dpa)

Die britische Regierung hat sich wie angekündigt von 7,7 Prozent ihrer Anteile an der Royal Bank of Scotland getrennt, bei der sie in der Finanzkrise eingestiegen war. Bei dem Verkauf für 2,5 Milliarden Pfund (rund drei Milliarden Euro) an institutionelle Investoren machte der Staat einen Verlust von rund zwei Milliarden Pfund. Verkauft wurden die Aktien für 271 Pence je Anteilsschein, wie die Regierung am Dienstag in London mitteilte. Berechnungen der Analysten von CMC Markets zufolge müsste der Verkaufpreis bei rund 600 Pence liegen, damit das Finanzministerium kein Minus macht.

Nach der Transaktion liegen noch 62 Prozent der Anteile beim Staat. Finanzminister Philip Hammond erklärte in London, der Abverkauf sei ein wichtiger Schritt in Richtung einer vollständigen Privatisierung des Instituts. Weitere Schritte sollen in den nächsten Jahren erfolgen. Die RBS war vor der Krise von 2008 eine der größten Banken der Welt, musste aber dann mit Steuergeld in einem Volumen von rund 45,5 Milliarden Pfund aufgefangen werden. 2017 erzielte das Geldhaus erstmals seit einem Jahrzehnt wieder einen Jahresgewinn.

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Wenn Banken plötzlich grundehrlich sind

Wenn Banken plötzlich grundehrlich sind

05-06-18 09:00:00,

Christian Müller / 05. Jun 2018 –

Die meisten Banken bieten sich als Dienstleister an – was immer sie dann auch machen. Die eine Bank sagt es deutsch und deutlich.

«Die meisten von uns verdienen ihr Geld mit eigener Arbeit. Bei Kapitalanlagen arbeitet Ihr Geld für Sie, es vermehrt sich und ermöglicht Ihnen, ein Vermögen aufzubauen.»

Noch einmal:

«Die meisten von uns verdienen ihr Geld mit eigener Arbeit. Bei Kapitalanlagen arbeitet Ihr Geld für Sie, es vermehrt sich und ermöglicht Ihnen, ein Vermögen aufzubauen.»

Die Bank, die nicht nur so denkt, sondern dies auch so sagt und schreibt, verdient einen Award. Die zwei kurzen Sätze erklären perfekt, wie der Kapitalismus funktioniert.

1. «Die meisten von uns verdienen ihr Geld mit eigener Arbeit.» Ja, so ist es. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung, ob in Europa oder anderswo, braucht Geld, um zu leben, und verdient dieses ihr notwendige Geld mit eigener Arbeit, als Landwirt, als Handwerker, als Lehrerin, als Arzt, wie auch immer. Das war so in der Vergangenheit und ist so auch heute noch.

2. «Bei Kapitalanlagen arbeitet Ihr Geld für Sie, es vermehrt sich und ermöglicht Ihnen, ein Vermögen aufzubauen.» Ist man privilegiert und hat Kapital, muss man nicht mehr arbeiten. Dann «arbeitet» das Kapital. Das Kapital «arbeitet» sogar deutlich effizienter als wir Arbeitenden, denn das Geld «vermehrt sich» und man kann damit sogar ein Vermögen aufbauen.

3. Die beiden Sätze implizieren, dass wer es einmal zu Kapital – oder eben «Vermögen» – geschafft hat, profitiert von der automatischen Spirale nach oben: Das (neue) Kapital muss nur wieder angelegt werden und es vermehrt sich erneut und schafft weiteres «Vermögen».

4. Und so weiter.

5. Da «die meisten» arbeiten, also die Mehrheit, ist es definitionsgemäss also die Minderheit, die davon lebt, dass ihr Geld «arbeitet» beziehungsweise sich automatisch vermehrt.

Kann man das kapitalistische System einfacher erklären?

Trotzdem bleiben ein paar Fragen

Zumindest eine Frage bleibt bei dieser kurzen Beschreibung des kapitalistischen Systems, wie es im Westen, heute aber auch in Russland und im «kommunistischen» China genauso funktioniert, ungestellt und vor allem unbeantwortet: Woher kommt das «Geld», das sich da von selber vermehrt?

Es gibt drei Möglichkeiten:

1.

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Ex-PACE-Chef entlarvt Soros: So kommandiert der US-Milliardär die Europäer herum

Ex-PACE-Chef entlarvt Soros: So kommandiert der US-Milliardär die Europäer herum

04-06-18 02:53:00,

Der Ex-Präsident der PACE Pedro Agramunt wird der Korruption beschuldigt. Um seinen Ruf zu retten, hat er eine eigene Ermittlung vorgenommen und herausgefunden, dass es in den europäischen Gremien ein ganzes Netzwerk von Organisationen gibt, die vom US-Milliardär George Soros kontrolliert werden. Darüber spricht Agramunt in einem Sputnik-Interview.

NGO als Lobbyist

Im Oktober 2017 musste Agramunt als PACE-Präsident zurücktreten, und zwar nach einem Skandal um seine Syrien-Reise. Ein halbes Jahr zuvor hatte er gemeinsam mit russischen Abgeordneten und mit Parlamentariern aus Belgien, Italien, Serbien und Tschechien den russischen Fliegerstützpunkt im syrischen Hmeimim besucht und sich mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad getroffen. Außer dieser „prorussischen Aktion“ wurde er der Korruption beschuldigt. Nach seinem Rücktritt wollte Agramut herausfinden, welche Kräfte hinter den Personen und Organisationen stehen, die diese politische Kampagne gegen ihn initiiert hatten. Die Ergebnisse seiner Ermittlung waren überraschend.

So war gegen ihn beispielsweise die so genannte European Stability Initiative (ESI) losgegangen, an deren Spitze Gerald Knaus steht. Dieses Zentrum veröffentlichte einen Bericht, in dem Agramunt beschuldigt wurde, und auf diesen Bericht griff später die zuständige Europarats-Kommission zurück. ESI positioniert sich als übliche Nichtregierungsorganisation, ist aber in Wahrheit nach Angaben der Rechtsanwälte Agramunts „eine lobbyistische Struktur, die in die Datenbank der Lobbyisten der EU-Kommission und des EU-Parlaments eingetragen wurde“.

Als PACE-Präsident hatte Agramunt unter anderem dafür gekämpft, die Aktivitäten aller lobbyistischen Strukturen maximal transparent zu machen. Nach seinen Worten wollte er „die aktiven Lobbyisten in der PACE zwingen, sich zu Wort zu melden“. Und dass einer der wichtigsten Kläger ausgerechnet eine lobbyistische Organisation ist, ist zumindest merkwürdig. Jedenfalls ruft ihre Objektivität Fragen hervor.

Theorie der „drei Handschläge“

Alles wird noch interessanter, wenn man sich genauer anschaut, wer eigentlich der ECI-Direktor ist. Es stellte sich nämlich heraus, dass Gerald Knaus enge Kontakte mit einem gewissen Nicholas Whyte pflegt, der an der Spitze der Organisation Independent Diplomacy steht, zu deren Zielen „die Internationalisierung der Unabhängigkeitsbewegung“ in Katalonien gehört. Und gerade an sie wandte sich die katalanische Regierung, als ihr Kampf um die Unabhängigkeit der autonomen Gemeinschaft seinen Höhepunkt erreichte.

Mehr zum Thema: „Stop-Soros“: Uno schaltet sich in Streit um US-Milliardär in Ungarn ein

Pedro Agramunt ist Mitglied der spanischen Volkspartei und damit ein konsequenter Verfechter der Integrität des Landes und ein Gegner des katalanischen Separatismus.

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Zwei Wege zum gleichen Ziel: Russland

Zwei Wege zum gleichen Ziel: Russland

04-06-18 08:32:00,

Christian Müller / 04. Jun 2018 –

Fall Skripal und Fall MH17: Mit ganz unterschiedlicher Taktik wird strategisch das gleiche Ziel verfolgt: Russland ist schuldig.

Am 25. Mai 2018 ging die Meldung durch die Weltpresse, dass es nun sozusagen klar sei, dass die über der Ostukraine abgeschossene Verkehrsmaschine der Malaysian Airlines MH17 von russischen Militärs abgeschossen worden sei. Ob die NZZ in der Schweiz oder die Financial Times in UK oder wo auch immer, viele haben diese Meldung gebracht, auch wenn nicht wirklich etwas Neues zu vermelden war.

Viele Leserinnen und Leser haben das sicher gesehen, zumindest überflogen, und sich, mit einiger Wahrscheinlichkeit, dabei gedacht: Klar, hat man ja schon immer vermutet. Dass der malaysische Verkehrsminister Anthony Loke nur fünf Tage später gegenüber Channel NewsAsia sagte, es gebe keine glaubhafte Bestätigung, dass Russland hinter dem Abschuss stecke, wurde in den Medien schon gar nicht mehr erwähnt, und dies, obwohl Malaysia als «Heimatland» der Malaysian Airlines direkt an den Untersuchungen zum Abschuss der MH17 beteiligt ist.

Genauer Hinsehen lohnt sich

Der Fall Skripal ist sicher noch in bester Erinnerung. Da wird auf einen Doppelagenten ein Mordanschlag verübt, im Agenten- und Doppelagenten-Milieu an sich nichts Weltbewegendes. Das eingesetzte Nervengift war in der Sowjetunion entwickelt worden, ist in diversen Dosen und Varianten allerdings auch in anderen Ländern vorhanden, aber allein schon die Frage «Wer kann am Verschwinden dieses Mannes mit seiner Tochter ein Interesse haben?» führte innerhalb von nur wenigen Stunden zur Antwort: Das kann nur Russland sein. Die Folge: Weltweit haben über 25 Länder zusammen über 150 russische Diplomaten des Landes verwiesen, eine sogenannt «solidarische» Aktion, um Russland zu zeigen, wer da Herr auf diesem Planeten ist.

Merke: Man fragte im Fall Skripal nur danach, wer an diesem Mordanschlag Interesse gehabt haben könnte – um bereits eine verbindliche Antwort zu finden! Die konkreten Untersuchungen sind noch immer nicht abgeschlossen, es liegen noch immer keine Beweise vor.

Ein ganz anderer Fall: der Abschuss der MH17

Ganz anders verlief der Fall der abgeschossenen malaysischen Verkehrsmaschine MH17 mit 300 Toten, darunter 80 Kinder. Die Frage, wer an diesem Abschuss ein Interesse gehabt haben könnte, wurde nie gestellt! Die Untersuchung lief von Anfang an nur in die eine Richtung: aufgrund der technischen Befunde zu beweisen,

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Bericht über Lobbyismus: Wie die Datenindustrie die EU bearbeitet

Bericht über Lobbyismus: Wie die Datenindustrie die EU bearbeitet

04-06-18 07:53:00,

Ein heute erschienener Bericht des Corporate Europe Obersavtory (CEO) kartographiert die Landschaft einer der heftigsten Lobbyschlachten, die die EU je erlebt hat. Wir haben uns den Report für Euch angeschaut und die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Das politische Ringen um die ePrivacy-Reform befindet sich in einer entscheidenden Phase. Um Nutzern die Wahl zu lassen, ob ihr Kommunikations- und Surfverhalten für Werbezwecke aufgezeichnet und analysiert wird oder nicht, hätte die ePrivacy-Verordnung eigentlich ergänzend zu ihrer großen Schwester, der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), ab dem 25. Mai gelten sollen. Doch nachdem die EU-Kommission im Januar 2017 einen Verordnungsvorschlag veröffentlicht hat und das Europäische Parlament (EP) sich im Oktober 2017 positioniert hat, ruht der Gesetzgebungsprozess momentan. Damit die finalen Trilog-Verhandlungen beginnen können, muss sich der Ministerrat der EU-Mitgliedstaaten (EU28) auf eine Position einigen.

Dass die Menschen in der EU besseren Schutz ihrer Kommunikationsdaten wollen, zeigen eine Konsultation und Umfragen der EU-Kommission. Doch es geht um ein Milliardengeschäft. Schon im vergangenen Jahr, kurz vor der Abstimmung im Parlament, hatte Corporate Europe über das intensive Lobbying berichtet. Der Druck ist seitdem sogar noch größer geworden. „99% der Lobby-Aktivitäten kommen von der Industrie“, zitiert CEO den Mitarbeiter einer Ständigen Vertretung eines Mitgliedstaates.

Auf Grundlage von Interviews mit Vertretern der EU28 analysiert Corporate Europe die Tätigkeit der Lobbygruppen von drei entscheidenden Industriezweigen: Werbeindustrie und Presseverleger, Datenkonzerne wie Google und Facebook und Telekommunikationsanbieter wie Telekom und Telefónica. Mit offenen Briefen am laufenden Band, einseitigen Auftragsstudien, Formulierungshilfen und Hinterzimmergesprächen. Ein Blick auf die letzten Texte der Ratspräsidentschaft zeigen, wie effektiv die aggressive Lobby-Schlacht der Industrie in den entscheidenden Punkten der ePrivacy-Reform tatsächlich ist. Aufgrund der enormen Verzögerung könnte das Vorhaben sogar gänzlich scheitern, denn in weniger als einem Jahr werden die Karten mit der Wahl des Parlaments neu gemischt.

Die Macht von Presseverlegern und Werbeindustrie

In der Lobby-Schlacht um die ePrivacy-Verordnung haben viele Mythen die Debatte vernebelt. Dazu haben Presseverleger und Werbeindustrie in gemeinsamer Sache maßgeblich beigetragen, laut CEO sind ihre Lobbygruppen mit Abstand am aktivsten. Auch geht aus dem Bericht hervor,

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Wie kann man sich vor Manipulation und Meinungsmache schützen? Fortsetzung – www.NachDenkSeiten.de

Wie kann man sich vor Manipulation und Meinungsmache schützen? Fortsetzung – www.NachDenkSeiten.de

04-06-18 07:50:00,

Wie kann man sich vor Manipulation und Meinungsmache schützen? Fortsetzung

Veröffentlicht in: Aufbau Gegenöffentlichkeit, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Strategien der Meinungsmache

Albrecht Müller

Am 26. Juni 2015 erschien auf den NachDenkSeiten ein Artikel mit der oben wiederholten Frage: wie kann man sich vor Manipulation schützen? Das ist ein zentrales Anliegen der NachDenkSeiten. Die Kenntnis von Methoden der Manipulation zum Beispiel und von Fällen der Manipulation soll Ihnen helfen, von sich aus und rechtzeitig zu durchschauen, wie wir unentwegt manipuliert werden. Den damaligen Beitrag wiederholen wir im Anhang. Wir werden demnächst eine geordnete Sammlung der vielfältigen Methoden der Manipulation präsentieren. Heute folgt zunächst einmal aus aktuellem Anlass hier die Information zu zwei zurzeit unentwegt gebrauchten Methoden der Manipulation. Albrecht Müller.

Erstens: Der unentwegte Gebrauch von Worten, die mit einer Wertung, meist mit einer Abwertung versehen sind, jedenfalls Urteile transportieren sollen.

Bestes Beispiel ist der Gebrauch des Worten „Populist.“ In den Sendungen des ZDF und der ARD über die Regierungsbildung in Italien wurde in den letzten Tagen dieser Begriff unentwegte gebraucht. Ohne Gänsefüßchen, ohne Hinterfragung. Durch die Wiederholung wird dieser wertende Gebrauch dann zur Selbstverständlichkeit und zugleich quasi mit einem Verbot kritischer Einwände und Hinterfragungen belegt.

Nur zwei Beispiele:

Die Manipulationen sind gang und gäbe. Man muss sich fragen, ob sich die Journalisten, die dafür mit Namen und Gesicht Pate stehen, nicht schämen. Kenner der NachDenkSeiten werden sich nicht wundern, wenn ich an dieser Stelle anmerke, dass der Gebrauch des Wortes Gleichschaltung keine Übertreibung ist.

Zweitens: In der Addition von Viertel-Wahrheiten und Unwahrheiten werden diese zu einer „wahren“ Botschaft.

Die gezielt geplante und transportierte Botschaft lautet: die Russen sind böse, sie sind expansiv, ihnen ist alles zuzutrauen. Dazu werden unentwegt und vermischt eine Reihe von Geschichten erzählt: die Russen haben MH 17 abgeschossen, die Russen haben die Krim annektiert und damit den neuen Ost-West-Konflikt vom Zaun gebrochen; ihre Freunde haben auf dem Maidan Freiheitskämpfer erschossen; die Russen haben mit dem Krieg in Syrien begonnen; die Russen haben in Großbritannien ihren Landsmann und Doppelagenten plus Tochter vergiften wollen; die Russen haben einen Gegner Putins und Journalisten in Kiew umgebracht; Trump Putin Erdogan,

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Nato drängt auf Beitritt von Georgien zur Osterweiterung

03-06-18 07:18:00,

Erstes Treffen des Nato-Rats am 9. Mai im neuen Nato-Hauptquartier. Bild: Nato

Vor dem Nato-Gipfel im Juli gibt es “kreative” Vorschläge, wie sich das bewerkstelligen ließe, ohne wegen der abtrünnigen Provinzen durch Artikel 5 in einen Krieg mit Russland gezogen zu werden

Gerade erst wurde bekannt, dass die Nato zwar keine neue Eingreiftruppe gegen die “russische Bedrohung”, aber auf Drängen der USA eine höhere Bereitschaft vorhandener Truppen aufbauen will (Aufrüstung ohne Entrüstung. Schnell soll damit die bestehende “Nato-Speerspitze”, also die Very High Readiness Joint Task Force (VJTF), die Nato Response Force (NRF) und die enhanced Forward Presence (eFP), im Konfliktfall durch weitere Truppen verstärkt werden.

Die Rede ist von zusätzlich 30.000 Soldaten oder 30 Bataillonen, 30 Flugzeugstaffeln (360 Flugzeuge) und 30 Schiffe, die in 30 Tagen einsatzbereit sein sollen. Deutschland soll für diese Bereitschaftstruppe eine besondere Verantwortung übernehmen. Dazu kommen Gerüchte, dass das Pentagon überlegt, Raketenabwehrsysteme des Typs THAAD nach Deutschland zu verlegen, was erneut eine Eskalation des Konflikts mit Russland bedeuten würde (Provozierte Eskalation: Kommt das US-Raketenabwehrsystem THAAD nach Deutschland?).

Es nähert sich der nächste Nato-Gipfel, der am 11. und 12. Juli im neuen Hauptquartier in Brüssel stattfindet. Die Erwartungen sind groß, dass dort nach der Eskalation des Konflikts mit Russland und mit dem Iran und den Problemen mit der Türkei sowie den Belastungen der transatlantischen Beziehungen Richtungsentscheidungen getroffen werden. Wieder zur Diskussion steht auch die Fortsetzung der Nato-Erweiterung, die mit dem Ukraine-Konflikt vorübergehend zu einem Stillstand gekommen ist. Das Ziel aber ist weiterhin, den Ring um Russland weiter zu schließen und die verbliebenen Länder im Osten in die Nato zu integrieren.

“Die Türen stehen offen”

Die Nato erklärt, vorgeblich interessenlos, die Tür stehe für weitere europäische Länder offen, sich der Nato anzuschließen. Immerhin hat sich die Nato mehr als verdoppelt. Von ursprünglich 12 Mitgliedsländern ist die Nato immer weiter nach Osten gerückt und hat jetzt 29 Mitglieder. Offen ist man gegenüber den Beitrittswünschen von Bosnien und Herzegowina, Georgien, Mazedonien und der Ukraine. Montenegro war das letzte Land, das 2017 der Nato beigetreten ist. Offen sind auch mögliche Beitritte von Schweden und Finnland, Irland, Serbien und Moldawien. Ein Beitritt Serbiens und Moldawiens würden Russlands geostrategischen Interessen zutiefst widerlaufen, vor allem aber wäre dies so bei Georgien und der Ukraine.

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Nato drängt auf Beitritt von Georgien zur Osterweiterung

Nato drängt auf Beitritt von Georgien zur Osterweiterung

03-06-18 07:18:00,

Erstes Treffen des Nato-Rats am 9. Mai im neuen Nato-Hauptquartier. Bild: Nato

Vor dem Nato-Gipfel im Juli gibt es “kreative” Vorschläge, wie sich das bewerkstelligen ließe, ohne wegen der abtrünnigen Provinzen durch Artikel 5 in einen Krieg mit Russland gezogen zu werden

Gerade erst wurde bekannt, dass die Nato zwar keine neue Eingreiftruppe gegen die “russische Bedrohung”, aber auf Drängen der USA eine höhere Bereitschaft vorhandener Truppen aufbauen will (Aufrüstung ohne Entrüstung. Schnell soll damit die bestehende “Nato-Speerspitze”, also die Very High Readiness Joint Task Force (VJTF), die Nato Response Force (NRF) und die enhanced Forward Presence (eFP), im Konfliktfall durch weitere Truppen verstärkt werden.

Die Rede ist von zusätzlich 30.000 Soldaten oder 30 Bataillonen, 30 Flugzeugstaffeln (360 Flugzeuge) und 30 Schiffe, die in 30 Tagen einsatzbereit sein sollen. Deutschland soll für diese Bereitschaftstruppe eine besondere Verantwortung übernehmen. Dazu kommen Gerüchte, dass das Pentagon überlegt, Raketenabwehrsysteme des Typs THAAD nach Deutschland zu verlegen, was erneut eine Eskalation des Konflikts mit Russland bedeuten würde (Provozierte Eskalation: Kommt das US-Raketenabwehrsystem THAAD nach Deutschland?).

Es nähert sich der nächste Nato-Gipfel, der am 11. und 12. Juli im neuen Hauptquartier in Brüssel stattfindet. Die Erwartungen sind groß, dass dort nach der Eskalation des Konflikts mit Russland und mit dem Iran und den Problemen mit der Türkei sowie den Belastungen der transatlantischen Beziehungen Richtungsentscheidungen getroffen werden. Wieder zur Diskussion steht auch die Fortsetzung der Nato-Erweiterung, die mit dem Ukraine-Konflikt vorübergehend zu einem Stillstand gekommen ist. Das Ziel aber ist weiterhin, den Ring um Russland weiter zu schließen und die verbliebenen Länder im Osten in die Nato zu integrieren.

“Die Türen stehen offen”

Die Nato erklärt, vorgeblich interessenlos, die Tür stehe für weitere europäische Länder offen, sich der Nato anzuschließen. Immerhin hat sich die Nato mehr als verdoppelt. Von ursprünglich 12 Mitgliedsländern ist die Nato immer weiter nach Osten gerückt und hat jetzt 29 Mitglieder. Offen ist man gegenüber den Beitrittswünschen von Bosnien und Herzegowina, Georgien, Mazedonien und der Ukraine. Montenegro war das letzte Land, das 2017 der Nato beigetreten ist. Offen sind auch mögliche Beitritte von Schweden und Finnland, Irland, Serbien und Moldawien. Ein Beitritt Serbiens und Moldawiens würden Russlands geostrategischen Interessen zutiefst widerlaufen, vor allem aber wäre dies so bei Georgien und der Ukraine.

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Aufrüstung ohne Entrüstung

Aufrüstung ohne Entrüstung

02-06-18 01:57:00,

Nato will einen Bereitschafts-Pool von 30.000 Soldaten einrichten – Presse-Aufschrei bleibt aus

Die Springerpresse ist mal wieder gut informiert: Wegen möglicher Provokationen aus Russland soll die Nato einen neuen Bereitschafts-Pool von 30.000 Soldaten aufbauen – mit “führender Rolle” für Deutschland. Die Nato will nach Informationen der Welt am Sonntag für den Fall eines Angriffs aus Russland ihre Reaktionsfähigkeit verbessern und weiter aufrüsten.

Die unkritische Übernahme dieser Information durch andere Medien wirft zwei Fragen auf:

1. Welche andere Funktion als die Bewahrung vor Moskaus Horden hatte die Nato nach Meinung von Qualitätsjournalisten denn so in den letzten sechs Jahrzehnten gehabt

2. Halten Qualitätsjournalisten einen „Angriff von Russland für wahrscheinlich?

3. Welchen Abschreckungswert messen Qualitätsjournalisten westlichen Streitkräften in einem konventionellen Krieg bei?

Dann wollen wir mal den Kollegen etwas unter die Arme greifen:

Zu 1: Welche Funktion hatte die Nato?

Die erste Frage ließe sich wohlwollend noch dahin beantworten, dass eine Sekundärfunktion der Nato darin zu sehen sein könnte, die Mitglieder wenigstens vom Krieg führen gegen einander abzuhalten. Die historische Primärfunktion der Nato war allerdings weniger die „Verteidigung“, vielmehr hatten die Gründerväter der Nato im Pentagon die Absicht, die Sowjetunion möglichst bald anzugreifen. So vertraten es offen Strategen wie Air Force-Chef Curtis LeMay und Nato-Chef Lyman Louis Lemnitzer.

Dem Plan stand zeitweise die Regierung Kennedy im Wege, dann wiederum das inzwischen erzielte nukleare Gleichgewicht. Als Trump-Vorläufer Reagan davon träumte, als Feldherr des Dritten Weltkriegs in die Geschichte einzugehen, hätte man es 1983 beinahe geschafft, den Planeten versehentlich zu nuklearisieren (Um Haaresbreite). Hauptfunktion der Nato ist gegenwärtig wohl eher der Selbsterhalt.

Zu 2: Wird Russland angreifen?

Nö. Warum sollten sie denn? Russland verkauft uns Gas und seine Töchter, umgekehrt importiert man deutsche Autos und Viagra. Die Russen haben definitiv Besseres zu tun, als Westeuropa zu überrennen und sich so die Probleme von 741 Millionen Westeuropäern wie deren Massenarbeitslosigkeit einzuhandeln, sowie Spinner aus dem Prenzlauer Berg.

Das Desinteresse an einem Einmarsch ist schon ein bisschen länger so. Hätten die Russen in den 1950er Jahren tatsächlich Angriffspläne gehabt, wären sie auf Nachschublinien durch die DDR angewiesen gewesen, die bei der russischen Armee traditionell auf der Schiene verliefen.

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Alzheimer ist heilbar

Alzheimer ist heilbar

02-06-18 01:00:00,

Alzheimer ist kein Schicksal, das Menschen im Alter mit höchster Wahrscheinlichkeit ereilt, sondern eine vermeidbare Zivilisationskrankheit. Das sagt Dr. Michael Nehls, Autor der zwei Sachbuch-Verkaufsschlager „Alzheimer ist heilbar“ und „Die Alzheimer-Lüge“. Michael Kiesewetter hat mit ihm über die Heilbarkeit der Volkskrankheit gesprochen.

Laut Michael Nehls steht das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, im Zusammenhang mit ungesunden Lebensweisen. Er beschreibt Alzheimer als Mangelerkrankung – vor allem bei Mangel an Wertschätzung, nicht mehr gebraucht, nicht mehr gefragt zu werden und für niemanden eine Bedeutung zu haben.

„Schon heute liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihr Leben mit der Alzheimer-Krankheit beenden werden, bei 50 bis 90 Prozent, je nach Ihrem Lebensalter und Geschlecht. Sie können aber jetzt schon entscheiden, ob Sie nur auf zukünftige Medikamente hoffen oder – natürlich nur, wenn nötig – etwas an Ihrem Lebenswandel ändern und damit die Alzheimer-Lüge als solche überführen wollen, zumindest für sich selbst. Wenn Sie aber nichts tun und einfach abwarten, dann wird mit einiger Wahrscheinlichkeit folgen, was folgen muss: die zweite Phase des Krankheitsprozesses.“

Nehls vergleicht die Krankheit mit der Altersdiabetes, bei der es infolge von Fehlernährung zum Versagen der insulinbildenden Zellen in der Pankreas kommt. Im Sputnik-Interview mit Michael Kiesewetter erläutert der Arzt und Molekulargenetiker die Möglichkeiten, Alzheimer vorzubeugen und sogar zu heilen.

Das Interview mit Dr. Michael Nehls:

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Tagesdosis 2.6.2018 – Operation Hoffnung für Asien und die Welt | KenFM.de

Tagesdosis 2.6.2018 – Operation Hoffnung für Asien und die Welt | KenFM.de

02-06-18 12:40:00,

Tagesdosis 2.6.2018 – Operation Hoffnung für Asien und die Welt | KenFM.de

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Ein journalistischer Gau – www.NachDenkSeiten.de

Ein journalistischer Gau – www.NachDenkSeiten.de

02-06-18 11:10:00,

Ein journalistischer Gau

Veröffentlicht in: Innere Sicherheit, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Medienkritik

Der russische Journalist Arkadi Babtschenko ist tot. Der russische Journalist Arkadi Babtschenko ist nicht tot. Der russische Journalist Arkadi Babtschenko ist… ja was eigentlich? Wer sich als Mediennutzer auf die Berichterstattung zum angeblichen Mord an Babtschenko in den vergangenen Tagen verlassen hat, war verlassen. Der Umgang von Journalisten mit dem Fall Babtschenko ist ein Lehrstück, das zeigt: Große, reputierte Medien liefern eine Berichterstattung ab, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat. Diese Feststellung ist weitreichend. Sie zeigt: Mediennutzer müssen alles, was Medien berichten, kritisch hinterfragen. Eine Analyse von Marcus Klöckner.

Als die „Nachricht“ (Desinformation?) vom angeblichen Mord an dem russischen Journalisten Arkadi Babtschenko in das Mediensystem eingespeist wurde, passierte, worauf man hätte wetten können: Journalistische Distanz? Zurückhaltung? Kritische Recherchen? Fehlanzeige. Stattdessen war eine Berichterstattung zu beobachten, die mustergültig aufzeigt, wie Medien in der Lage sind, fiktionale Wirklichkeiten zu konstruieren und diese dem Mediennutzer als Realität zu verkaufen. Und, noch schlimmer: Die erschaffene fiktionale Wirklichkeit dient dann als Basis, auf der die konstruierte Wirklichkeit weiter aufgebaut wird.

Da hat, zum Beispiel, der Deutsche Journalisten Verband (DJV) gleich den Boykott der Weltmeisterschaft in Russland gefordert und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ließ es sich nicht nehmen, „die Tat“ bei einem Besuch in der Ukraine zu verurteilen – worüber Medien dann natürlich entsprechend berichtet haben (in der Berichterstattung ist Steinmeier dann „erschüttert“, „verurteilt scharf“ und „fordert Aufklärung“).

Aber greifen wir nicht vor. Wir werden im weiteren Verlauf der Analyse noch im Detail auf die Berichterstattung eingehen. Zunächst zu etwas Grundlegendem. Frage: Waren Sie schon einmal in Paris auf dem Eiffelturm? Wenn Nein – die Frage: Gibt es den Eiffelturm tatsächlich? Steht der Eiffelturm tatsächlich in Paris? Wie beantworten Sie diese Fragen? Vermutlich mit: Ja, natürlich. Aber wie kommen Sie zu der Aussage? Wenn Sie doch noch nie in Paris waren, noch nie den Eiffelturm mit eigenen Augen gesehen haben, wie können Sie sagen, dass der Eiffelturm in Paris tatsächlich existiert? Wissen Sie, ob der Eiffelturm in Paris steht? Oder glauben Sie zu wissen, dass dem so ist?

Natürlich: Wer noch nie in Paris war, nie den Eiffelturm mit eigenen Augen gesehen hat,

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DSGVO: Ausländische Regierungen dürfen weiter Daten sammeln

DSGVO: Ausländische Regierungen dürfen weiter Daten sammeln

02-06-18 06:45:00,

Die DSGVO wurde im zahlreichen EU-Staaten eingeführt. (Grafik: Stratfor)

Die DSGVO wurde im zahlreichen EU-Staaten eingeführt. (Grafik: Stratfor)

Seitdem die europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) am 25. Mai in Kraft getreten ist, müssen europäische und nicht-europäische Unternehmen, Organisationen und Institutionen, die ihre Produkte und Dienstleistungen auf in Europa lebende Menschen ausrichten, mit hohen Bußgeldern rechnen.

Die DSGVO besteht aus einer Reihe strenger Regeln, die den Bürgern der Europäischen Union (EU) die Kontrolle über ihre persönlich identifizierbaren Informationen (PII) ermöglichen. Diese Vorschriften haben bei vielen Unternehmen Befürchtungen ausgelöst, dass ihnen Bußgelder von bis zu vier Prozent ihres jährlichen, weltweiten Umsatzes oder 20 Millionen Euro drohen, falls sie die Einhaltung der DSGVO nicht gewährleisten können.

Doch eine wichtige Frage ist, ob die DSGVO in qualitativer und quantitativer Weise auch für US-amerikanische Behörden gilt?

Der Sprecher des Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (BFDI), Dirk Hensel, sagte den Deutschen Wirtschaftsnachrichten: „Wenn eine US-Regierungsbehörde nicht den europäischen Markt mit Gütern und Dienstleistungen anvisiert, dann müsste sie sich nicht an die DSGVO halten. Doch ich denke nicht, dass derartige Fälle oft auftreten werden.” Auf Nachfrage, ob der DSGVO auch die Aktivitäten von US-Sicherheitsbehörden in Europa umfasst, antwortete Hensel: „Der DSGVO umfasst weder die Aktivitäten von europäischen noch US-amerikanischen Sicherheitsbehörden oder Regierungsbehörden in der EU. Das gilt auch für die Sicherheitsbehörden von anderen Drittstaaten”.

Demnach dürfen ausländische Regierungen, Strafverfolgungsbehörden wie etwas das FBI und Geheimdienste weiter ohne Einschränkungen Daten erheben, weitergeben und nach Belieben bearbeiten.

Auch technisch ist das mittlerweile höchstgerichtlich geklärt: IT-Dienstleister müssen alle Daten an den BND weitergeben, der diese Daten dann wiederum an andere Dienste weitergeben kann. 

Wenn beispielsweise die Tourismusabteilung eines US-Bundesstaates eine Werbekampagne startet, um die in Deutschland lebenden Einwohner für eine Reise zu begeistern, würden nach Angaben von Hensel alle PII-Daten, die der betroffene US-Bundesstaat über diese deutschen Bürger sammelt, unter die DSGVO fallen.

Wenn jedoch die jeweilige Tourismusabteilung des betroffenen US-Bundesstaats ein PR-Unternehmen beauftragt, die potenziellen Touristen in Deutschland und in der EU zu erreichen, muss das PR-Unternehmen sich an die DSGVO halten.

Anya Burgess, Sprecherin des britischen Datenschutzbeauftragten, sagte dem Technologiemagazin Government Technology, dass die DSGVO nur dann gilt, wenn Personen, die das Produkt oder die Dienstleistung erhalten, in Europa leben.

Demnach gilt die DSGVO nicht, wenn eine US-Regierungsbehörde PII-Daten über einen Bürger Europas erfasst,

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Provozierte Eskalation: Kommt das US-Raketenabwehrsystem THAAD nach Deutschland?

Provozierte Eskalation: Kommt das US-Raketenabwehrsystem THAAD nach Deutschland?

02-06-18 06:39:00,

Raketenabwehr in Rumänien. Bild: DoD

Angeblich überlegt das Pentagon zusätzlich zum Aegis-System in Rumänien und Polen das THAAD-System nach Deutschland zu verlegen, das dem auch gar nicht widersprechen könnte

Reuters berichtet über Diskussionen im Pentagon, das Raketenabwehrsystem Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) in Deutschland zusätzlich zu dem bereits im rumänischen Deveselu installierten und seit 2016 einsatzbereiten Aegis-Raketenabwehrsystem mit Abfangraketen des Typs SM-3 IB und dem weiteren im polnischen Redzikowo, das noch in diesem Jahr einsatzbereit sein sollte, aber das nun aufgrund technischer Probleme erst 2020 sein wird.. Der Entschluss der Bush-Regierung mit dem Austritt aus dem ABM-Abkommen im Jahr 2002 das amerikanische Raketenabwehrschild an der Grenze zu Russland zu installieren, war ein entscheidender Grund für die Eskalation zwischen Russland und Nato.

Washington und die Nato haben zwar immer wieder beteuert, das Raketenabwehrsystem richte sich nicht gegen Russland, sondern ausschließlich gegen Nordkorea und Iran. Doch das konnte man in Moskau nachvollziehbar nicht wirklich glauben – und in Rumänien und Polen sieht man es natürlich als Schutz vor Russland. Barack Obama hatte 2009 kurzzeitig nach Amtsantritt mit einer Annäherung an Russland versucht, den Ausbau des Raketenabwehrsystems in Osteuropa zu verhindern oder hinauszuzögern (Katzenjammer in Warschau und Prag), kippte aber bald wieder um.

THAAD-Test. Bild: DoD

Bekannt ist, dass Russland auch auf eine Installation des THAAD ähnlich reagieren würde. Deutlich wurde dies, als die USA noch nach einer Entscheidung unter Barack Obama sich entschlossen hatten, ein THAAD-System nach Südkorea zu verlegen. Zwar ist das THAAD-System mit einer Reichweite von 200 km noch nicht im Ernstfall getestet worden, aber Russland und China hatten pikiert reagiert, weil die X-Band-Radarstationenvon Südkorea aus weit nach Russland und China hineinsehen. Man darf also erwarten, dass die Verlegung eines THAAD-Systems nach Deutschland Moskau beunruhigen und zu einem Wettrüsten provozieren würfte.

Angeblich wird eine solche Verlegung deswegen erwogen, weil die USA aus dem Iran-Atomabkommen ausgestiegen sind und man jetzt damit rechnet, dass der Iran die Reichweite seiner Raketen ausbaut und/oder wieder beginnen könnte, sein abgebrochenes Atomwaffenprogramm fortzusetzen. Das Pentagon gibt also vor, damit die europäische Luft- und Raketenabwehr gegen den Iran zu stärken,

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Tagesdosis 1.6.2018 – Es gab keine „Annexion“ der Krim | KenFM.de

Tagesdosis 1.6.2018 – Es gab keine „Annexion“ der Krim | KenFM.de

01-06-18 11:26:00,

Tagesdosis 1.6.2018 – Es gab keine „Annexion“ der Krim | KenFM.de

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Einkreisen und absäbeln: Nato simuliert Sturmangriff auf russische Exklave

Einkreisen und absäbeln: Nato simuliert Sturmangriff auf russische Exklave

01-06-18 11:07:00,

Zeitungen

12:00 01.06.2018(aktualisiert 12:11 01.06.2018) Zum Kurzlink

Ein gerade mal 50 Kilometer langer Landstrich trennt das russische Kaliningrad vom Gebiet der befreundeten Republik Belarus: der sogenannte Suwalki-Korridor. Und der hat einen enormen strategischen Wert, wie die Vorbereitungen der Nato auf das baldige Großmanöver in der Region belegen.

Litauen, Lettland und Estland behaupten seit Jahren, Russland werde den Suwalki-Korridor im Kriegsfall besetzen, um die baltischen Staaten von anderen Nato-Ländern abzuschneiden. Mit dieser angeblichen Bedrohung begründet die nordatlantische Allianz massive Militärmanöver, die sie seit Jahren regelmäßig in der Region abhält. Ein weiteres Manöver in der baltischen Region beginnt am kommenden Sonntag – Codename: „Saber Strike“ (Säbelschlag). Dann trainieren rund 18.000 Soldaten aus 19 Nato-Staaten einen Monat lang in Polen, Litauen, Lettland und Estland. Die führende Rolle übernehmen dabei US-amerikanische Truppenverbände.

Offiziere des 2. US-Kavallerieregiments – eines Verbands, der dauerhaft in der Bundesrepublik stationiert ist – haben auf ihrem offiziellen Twitter-Account ein Foto veröffentlicht, welches die Ziele des anstehenden Manövers klar erkennen lässt: Auf einer topografischen Landkarte sind Truppenbewegungen um Kaliningrad abgebildet – ein Szenario zur Einkesselung und Einnahme des russischen Gebiets.

„Das beginnende massive Nato-Manöver ist eine Provokation, denn es findet statt, während Russland die Fußball-WM ausrichtet“, sagt der Militärexperte, Generalleutnant Juri Netkatschew. Laut westlichen Medien würden circa 3.000 US-Soldaten samt 1.500 Ketten- und Radfahrzeugen aus der Bundesrepublik nach Litauen und Lettland verlegt. Das US-Militär werde in den litauischen und lettischen Städten entlang der Verlegeroute Technikschauen veranstalten, teilte Litauens Verteidigungsministerium mit.

Dass US-amerikanische Militäreinheiten unweit der russischen Grenze stationiert sind, ist inzwischen zu einem Dauerzustand geworden – obwohl dies gegen alle Vereinbarungen zwischen Russland und der Nato verstößt. Das „Saber Strike“-Manöver etwa findet seit 2010 regelmäßig im Baltikum statt. Diesmal verlegt das Pentagon zusätzlich zum US-Kavallerieregiment zwei Panzerbrigaden in die Region. Sie lösen vergleichbare, in Polen stationierte US-amerikanische Einheiten ab. Diese Ablösung läuft unter dem Codenamen „Atlantic Resolve“ und ist offensichtlich Teil des „Säbelschlags“.

Aber: Den anrückenden Kräften würde das Gebiet Kaliningrad im Falle eines Konflikts nicht schutzlos gegenüberstehen. „Die Flugabwehr der Baltischen Flotte wird in diesem Jahr mit mehreren S-400-Systemen verstärkt. Neue Technik bekommen auch die Bodentruppen. Sie werden mit den neuesten taktischen Raketensystemen Iskander-M ausgerüstet. Und die Marineflieger erhalten die neuesten Mehrzweckjäger Su-30SM“,

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Angeblicher Journalistenmord in der Ukraine | KenFM.de

Angeblicher Journalistenmord in der Ukraine | KenFM.de

01-06-18 07:19:00,

Angeblicher Journalistenmord in der Ukraine | KenFM.de

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Fall Babtschenko: Die Bürger genießen im Zeitalter der Inszenierung keinen Medienschutz – www.NachDenkSeiten.de

Fall Babtschenko: Die Bürger genießen im Zeitalter der Inszenierung keinen Medienschutz – www.NachDenkSeiten.de

01-06-18 07:03:00,

Fall Babtschenko: Die Bürger genießen im Zeitalter der Inszenierung keinen Medienschutz

Veröffentlicht in: Das kritische Tagebuch

Wenn die Vortäuschung des Mordes an dem russischen Journalisten Arkadi Babtschenko eine Übung in Medienkompetenz war, dann sind viele deutsche Redakteure durchgefallen – besonders der Berufsverband DJV hat sich erneut als journalistisch unseriöse und besonders forsche antirussische Stimme hervorgetan. Spätestens nach der Episode Babtschenko sollte klar sein: Ein medialer Schutz vor politischen Kampagnen und so aufwendigen wie durchschaubaren Inszenierungen existiert nicht. Die Bürger sind in dieser Hinsicht auf sich allein gestellt und müssen sich dementsprechend mit Medienkompetenz wappnen. Von Tobias Riegel.

Die Vorgänge um den in der Ukraine zunächst als ermordet gemeldeten und wenig später Pressekonferenzen gebenden russischen Journalisten Arkadi Babtschenko waren nicht nur wahrhaft erstaunlich. Sie waren auch eine öffentliche Übung in Medienkompetenz für deutsche Redakteure. Dabei sind sie krachend gescheitert, und zwar gleich doppelt: Nicht nur wurde der angebliche Mord am „Kreml-Kritiker“ umgehend und mehr oder weniger offensiv dem russischen Staat angelastet. Zusätzlich wird nun nach Babtschenkos „Auferstehung“ die dubiose Version der Geschehnisse, die der ukrainische Geheimdienst verbreitet, teils kritiklos, teils mit unverhohlener Bewunderung ob des „filmreifen Coups“ als real anerkannt. Es mischen sich aber auch, das ist positiv und bemerkenswert, selbst bei der „Bild“-Zeitung Zweifel und Vorsicht darunter. In all dem offenbart der Deutsche Journalistenverband (DJV) eine besonders skandalöse und naive Berufsauffassung.

Die Bürger wurden in jüngster Vergangenheit Ziel von aufwendigen, kaum kaschierten und in ihrem Charakter irreal schillernden Inszenierungen – der Fall Babtschenko reiht sich dort ein. Journalisten müssten sich diesem Phänomen eigentlich durch einen Lernprozess anpassen und Skepsis und Geduld entwickeln, wenn sie ihrer anmaßenden Selbstdefinition, Schutzschild für die Bürger zu sein, gerecht werden wollten. Zumal sie das eigene Hereinfallen auf Inszenierungen nicht als bewusste Unterstützung von politischen Kampagnen darstellen, sondern als Verkettung von „bedauerlichen Fehlern“.

Doch es ist mittlerweile zweitrangig, ob das mediale Versagen bei der Analyse von dubiosen Kampagnen individuelle Unfähigkeit ist oder eine konzertierte Aktion: Für die Bürger bleibt die Erkenntnis, dass sie von den großen deutschen Medien keinen Schutz vor geopolitischer Manipulation mehr erwarten können – sie werden schnöde im Stich gelassen. Das hehre Selbstverständnis der großen Medien mag sich schon lange als hohle Phrase offenbart haben – da viele Medien aber weiterhin lautstark auf ihre Rolle als angebliche Aufklärer pochen,

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MH17-Abschuss: Malaysias Regierung entlastet Russland

MH17-Abschuss: Malaysias Regierung entlastet Russland

31-05-18 05:18:00,

Politik

18:14 31.05.2018(aktualisiert 22:58 31.05.2018) Zum Kurzlink

Knapp vier Jahre nach dem Abschuss einer malaysischen Passagiermaschine über der Ost-Ukraine (Flug MH17) hat die Regierung Malaysias, das gemeinsam mit anderen Staaten zu der Katastrophe mit fast 300 Toten ermittelt, die Vorwürfe des Westens gegen Russland als nicht nachweisbar eingestuft.

„Es gibt keine stichfesten Beweise, die Russland überführen“, sagte der malaysische Verkehrsminister Anthony Loke dem Portal ChannelNews Asia. „Man kann nicht einfach mit dem Finger auf Russland zeigen.“

Damit widersprach Loke der Mutmaßung des internationalen Ermittlungsteams JIT, laut der die Boden-Luft-Rakete Buk, mit der die Boeing am 17. Juli 2014 vom Himmel geholt worden war, aus Russland stammen soll.

Laut Loke hat JIT vorerst keine Beweise, die Erkenntnisse der Ermittler reichten nicht, um Russland zu überführen. Mit Blick auf Russland betonte der Minister, dass „alle weiteren Aktionen auf schlüssigen Beweisen basieren werden“.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 im damals umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der von Amsterdam nach Kuala Lumpur fliegenden Verkehrsmaschine, darunter 85 Kinder, kamen ums Leben.

MH17-Abschuss: Kreml weist Beschuldigungen kategorisch zurück

In der Region lieferten sich die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner heftige Gefechte. Die Regierung in Kiew und die Milizen werfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben. Weil die meisten Opfer Niederländer waren, übernahmen die Niederlande die Leitung der Untersuchung. Doch noch vor Beginn der Ermittlungen hatten viele Kiewer und westliche Politiker die ostukrainischen Volksmilizen schon für den mutmaßlichen Abschuss verantwortlich gemacht und Russland eine Verwicklung vorgeworfen.

Nach Erkenntnissen des internationalen Ermittlungsteams JIT (Niederlande, Australien, Ukraine, Belgien, Malaysia), die seit 2014 zu der Katastrophe ermitteln, wurde die Maschine mit einer Boden-Luft-Rakete der Baureihe Buk abgeschossen.

Das JIT veröffentlichte unlängst einen neuen Bericht, laut dem die Rakete aus einem von den Volksmilizen kontrollierten Gebiet abgefeuert wurde. Dorthin soll sie
aus Russland gebracht worden sein. Diese Angaben widersprechen jedoch den
Ergebnissen von mehr als 100 Feldexperimenten des Buk-Herstellers Almaz-Antey, der im Rahmen eigener Untersuchungen sogar ein abgemustertes Flugzeug mit einer Rakete zerstört hat.

Der Rüstungskonzern warf den Ermittlern vor, wichtige technische Daten der Rakete ignoriert und ihre Schlussfolgerung an eine bereits vorgefertigte Meinung angepasst zu haben.

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„Ihren konkreten Arbeits- und Lebensbedingungen, ihren Sorgen und Nöten, wird keine Beachtung geschenkt“ – www.NachDenkSeiten.de

„Ihren konkreten Arbeits- und Lebensbedingungen, ihren Sorgen und Nöten, wird keine Beachtung geschenkt“ – www.NachDenkSeiten.de

31-05-18 12:12:00,

„Ihren konkreten Arbeits- und Lebensbedingungen, ihren Sorgen und Nöten, wird keine Beachtung geschenkt“

Veröffentlicht in: AfD, Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik, Gewerkschaften, Interviews, Rechte Gefahr

Rechte Umtriebe werden auch in Betrieben und Gewerkschaften sichtbar. Darauf macht Dieter Sauer im Interview mit den NachDenkSeiten aufmerksam. Sauer, der am Münchner Institut für Sozialwissenschaft forscht, hat sich in einer Untersuchung unter anderem damit auseinandergesetzt, wie sich der Einfluss von rechts in der Arbeitswelt bemerkbar macht und er wollte wissen, was die Ursachen für die Attraktivität rechten Gedankenguts in den Betrieben sind. Im Interview sagt Sauer, dass die Enttäuschung der Arbeitnehmer über die Politik „als ein Einfallstor für den Rechtspopulismus gesehen werden“ muss. Ein Interview von Marcus Klöckner.

Herr Sauer, was haben Gewerkschaften mit rechten Aufrührern zu tun?

Ganz einfach: Sie werden damit konfrontiert in den Betrieben, bei den aktuellen Betriebsratswahlen und in der eigenen Organisation. Allerdings sind „rechte Aufrührer“ nicht das große Problem, denn davon gibt es bislang nur wenige und dagegen vorzugehen ist relativ einfach – vor allem dann wenn sie als Gegner der Gewerkschaften auftreten. Schwieriger ist es, mit Rechten umzugehen, die sich nicht extrem äußern, die als Gewerkschafter agieren, schwer als Rechte zu erkennen sind und oft „unter der Decke der betrieblichen Öffentlichkeit“ aktiv werden.

Wie zeigt sich das denn konkret? Was haben Sie herausgefunden?

Während der Rechtspopulismus auf der politischen Bühne organisiert und lautstark auftritt, kommt er im Betrieb eher auf leisen Sohlen daher. Er hat nicht den Charakter einer offensiven Propaganda oder einer organisierten Bewegung. Nicht spektakuläre Aktionen, sondern eher ein verdecktes und subversives Vorgehen sind für den Auftritt des Rechtspopulismus in den Betrieben gegenwärtig kennzeichnend.

Sie haben mehrmals den Begriff „Rechtspopulismus“ verwendet und er ist auch im Titel Ihres Buches zu finden. Albrecht Müller, der Herausgeber der NachDenkSeiten, hat sich kritisch mit dem Begriff auseinandergesetzt und hat folgenden Vorschlag:

„Streichen wir das Wort Populismus aus unserem Sprachgebrauch. Es ist zu ungenau. Es dient vor allem der Diffamierung und im Umkehrschluss der Reinwaschung.“

Der Begriff bringt durchaus seine Probleme mit sich. Wie sehen Sie das?

Gegen die Kennzeichnung der neuen Rechten als »rechtspopulistisch« gibt es verschiedene Einwände.

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Tagesdosis 31.5.2018 – Fußball WM 2018: Beckenbauer, Putin, Gazprom, Skripal, Babtschenko | KenFM.de

Tagesdosis 31.5.2018 – Fußball WM 2018: Beckenbauer, Putin, Gazprom, Skripal, Babtschenko | KenFM.de

31-05-18 12:08:00,

Tagesdosis 31.5.2018 – Fußball WM 2018: Beckenbauer, Putin, Gazprom, Skripal, Babtschenko | KenFM.de

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Der digitale Mensch

Der digitale Mensch

31-05-18 12:05:00,

Als der Religionshistoriker Gershom Scholem, Inhaber des Lehrstuhl zur Erforschung jüdischer Mystik an der Universität Jerusalem 1965 hörte, dass im Weizmann-Institut für Wissenschaften im israelischen Rehovot ein hochkomplexer neuer Großrechner in Betrieb genommen werden sollte, schlug er vor, diesen „Golem I“ zu nennen. Scholem, 1897 in Berlin geboren, gilt als Wiederentdecker der Kabbala, jener mystischen, meist mündlich weitergegebenen jüdischen Geheimlehre. Mit der Geschichte vom Golem, des ersten Roboters der Neuzeit, den der legendäre Prager Rabbi Löw zur Abwehr antisemitischer Zeitgenossen aus einem Klumpen Ton geformt haben soll, war Scholem aus Mitteleuropa vertraut.

ALES FING IN PRAG AN…

Um vier Uhr morgens (nach jüdischem Kalender des 20. Adar 5340, nach christlichem des 17. März 1580) verließen, so die Legende, drei Prager, Rabbi Löw, sein Schwiegersohn und ein Schüler die hunderttürmige Stadt. Ihr Ziel: Eine Lehmgrube an der Moldau.

Im Nebel des Morgengrauens formten sie mit ihren Fingern (lat. digites) aus dem feuchtem Flusslehm eine drei Ellen hohe menschliche Figur. Einen digitalen Menschen also. Ganz, wie es in den Schriften stand, befahl Rabbi Löw seinem Schwiegersohn, siebenmal um den Lehm-Cyborg herumzugehen und dabei eine bestimmte Formel (tzirufim) aufzusagen. Die Tonfigur begann zu glühen. Nun umschritt Rabbi Löws Schüler die Figur siebenmal: Der Golem (hebräisch für “dumm”, ”ungeformt”) wurde feucht und dampfte, es wuchsen ihm Haare und Fingernägel. Als letzter schritt der Rabbi selbst siebenmal um den Golem herum. Gemeinsam stellten sich die drei Beteiligten zu Füßen des Golem auf und sprachen den Satz aus der Schöpfungsgeschichte: „Und Gott blies ihm den lebendigen Atem in die Nase, und der Mensch erwachte zum Leben.“ Da öffneten sich die Augen des Golem.

Rabbi Löw befahl dem nackten Lehmroboter, sich aufzurichten. Die drei Männer zogen ihm das mitgebrachte Gewand eines Schammes (eines Synagogendieners) an. Rabbi Löw gab dem Golem den Namen Joseph nach dem talmudischen Joseph Scheda, der halb Mensch gewesen sei und dem Rabbi in vielen Bedrängnissen beigestanden haben soll.

DER ERSTE KÜNSTLICHE ARBEITER

In der Stube des Rabbi saß der Golem stets leblos in der Ecke. In Betrieb genommen wurde er erst durch Rituale aus dem „Sefer Jezirah“, dem Buch der Formung, des ältesten schriftlich überlieferten Werks der Kabbala. Um den Golem einzuschalten, musste ihm Rabbi Löw einen Zettel mit dem „Schem“, dem Namen Gottes, unter die Zunge legen. Heute würden wir wohl “Application” zu diesem Zettel sagen.

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KenFM im Gespräch mit: Christoph Pfluger (“Stop Fake-Money”) | KenFM.de

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30-05-18 06:23:00,

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EU-Milliarden für Agrar-Konzerne, kleine Bauern gehen leer aus – Kontrast.at

EU-Milliarden für Agrar-Konzerne, kleine Bauern gehen leer aus – Kontrast.at

30-05-18 03:39:00,

EU-Milliarden für Agrar-Konzerne, kleine Bauern gehen leer aus – Kontrast.at

Kontrast.at

Landwirtschafts-Förderungen

Foto: Unsplash/Clark Young

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George Soros: Während der Multimilliardär gegen europäische Aktien wettet, versinkt Italien im politischen Chaos | www.konjunktion.info

George Soros: Während der Multimilliardär gegen europäische Aktien wettet, versinkt Italien im politischen Chaos | www.konjunktion.info

30-05-18 03:35:00,

George Soros - Bildquelle: Wikipedia / Copyright by World Economic Forum. swiss-image.ch/Photo by Sebastian Derungs

George Soros – Bildquelle: Wikipedia / Copyright by World Economic Forum. swiss-image.ch/Photo by Sebastian Derungs

George Soros, selbsternannter Philanthrop und selbstloser NGO-Unterstützer *Ironie aus*, warnt vor einer bevorstehenden Krise des Finanzsystems und vor einer existenzbedrohenden Gefahr für die Europäische Union aufgrund der Lage in Italien. Gleichzeitig shortet er an zahlreichen europäischen Börsen zahlreiche Aktien:

Sein Family Office hält etwa 256 Millionen Dollar an offengelegten Wetten gegen europäische Unternehmen, eine Wette, die Hedge-Fonds üblicherweise nutzen, um von Kursrückgängen zu profitieren, so die von Bloomberg zusammengetragenen Daten.

(His family office has about $256 million in disclosed wagers against European companies, a bet hedge funds usually put on to benefit from declines to share prices, according to data compiled by Bloomberg.)

Soros sieht in den “politischen Unruhen” in Italien Ansteckungsgefahren für die globalen Märkte. Zudem zählen für ihn die geplante Beendigung des Nuklearabkommes mit dem Iran durch die USA und das schwieriger gewordene Verhältnis zischen den USA und Europa zu den Ursachen der aktuellen Verwerfungen:

Soros zählte die geplante Beendigung des Nuklearabkommens mit dem Iran durch die USA und die sogenannte “Zerstörung” der transatlantischen Allianz zwischen Amerika und der EU als Ursache der Verwerfungen.

Angesichts der bevorstehenden Wahlen in Italien sorgte die Befürchtung, dass verstärkt populistische Parteien das Land aus dem Euro herauslösen könnten, am Dienstag für eine weltweite Fluchtbewegung und eine Flucht in Sicherheit. US-Aktien-Futures fielen neben europäischen Aktien und dem Euro, während US-Staatsanleihen neben dem US-Dollar und Yen stiegen.

( Soros counted the planned U.S. termination of the nuclear deal with Iran and what he called the “destruction” of the trans-Atlantic alliance between America and the EU among sources of dislocation.

As Italy approaches another election, concern that strengthened populist parties could take the country out of the euro sparked risk-off moves and a flight to safety worldwide on Tuesday. U.S. stock futures dropped alongside European equities and the euro, while Treasuries advanced with the dollar and yen.)

Dabei war es nur eine Frage der Zeit, bis eine weitere “populistische Regierung” innerhalb der Europäischen Union die Macht an sich ziehen wird bzw.

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