PRESSEMITTEILUNG: Partei dieBasis – Machtkonzentration im Bund | KenFM.de

17-04-21 11:19:00,

Düsseldorf 15.04.2021 Der Landesvorstand dieBasis NRW fordert den uneingeschränkten Erhalt der föderalen Strukturen in Deutschland und lehnt eine zunehmende Machtkonzentration im Kanzleramt entschieden ab.

Die vollständige Pressemitteilung gibt es hier als PDF zum Download.

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Veröffentlicht am: 17. April 2021

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dieBasis kanzleramt Machtkonzentration Pressemitteilung

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Nazi, Antisemit, Jüdin, Systemling oder Spalter: Hauptsache Feindbild

17-04-21 11:16:00,

Als Deutsche mit migrantischen Wurzeln von den Linken zum „querdenkenden Nazi“ und von den Rechten zum „jüdischen Systemling“ erklärt zu werden, ist eine Erfahrung, die wohl erst seit Corona möglich ist. Eva Rosen, Mitglied der Partei „DieBasis“ durfte im Frühjahr 2021 genau diese Erfahrung machen. Im Interview mit Andrea Drescher geht sie der Frage nach, wie es dazu kam und was man dagegen tun kann.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Heutzutage muss man sich ja klar und eindeutig positionieren, darum vorneweg ein paar Fragen, die ich Dich bitte, mit einem klaren Ja oder Nein zu beantworten. Bist Du Jüdin?

Nein.

Bist Du Zionistin?

Nein.

Bist Du Antisemitin?

Nein.

Hast Du Kontakte nach Israel?

Ja.

Bist Du ein Nazi?

Nein.

Bist Du Faschistin?

Nein.

Bist Du Antifaschistin?

Ja.

Gut, dann wäre das mal geklärt. Kurz zu Deiner Herkunft: Du bist Deutsche mit Migrationshintergrund? Kannst Du das mal erläutern?

Mein Papa ist Grieche und ist vor der rechten Militärdiktatur in Griechenland geflohen. Er kam über Hamburg nach Deutschland, per Schiff als blinder Passagier. Dann ging es weiter nach Frankfurt, weil er dort bereits Verwandte hatte. In Frankfurt lernte er meine Mutter kennen, die gerade im Referendariat für Grundschullehrerin arbeitete.

Mit griechischem Migrationshintergrund bist Du jetzt nicht der klassische Ausländerfeind?

Nein. Das stimmt. Vielleicht sollte ich auch noch erzählen, dass mein Papa aus einer sehr armen Familie stammte. Meine Eltern haben beide viel Wert darauf gelegt, dass jedes Kind, das wir mit nach Hause brachten, bei uns auch eine warme Mahlzeit bekam. Meine Mutter hat mich zum ersten Mal als Sechsjährige mit in ein Flüchtlingsheim genommen. Sie wollte einfach zeigen, dass es nicht selbstverständlich ist, wie wir leben. Sie wollte uns dafür sensibilisieren, was es heißt, nicht vor Krieg fliehen zu müssen. Wir sollten wissen, wie es diesen Menschen geht. Sie war stark durch ihre Arbeit mit Kindern aus Eritrea geprägt.

Welche Beziehung hast Du zu Israel?

Mein Ex-Mann ist Israeli und viele meiner Freunde sind Israelis.

Wo habt ihr euch kennengelernt?

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PRESSEMITTEILUNG Querdenken-711: Versammlungsverbot in Stuttgart | KenFM.de

17-04-21 11:16:00,

Stuttgart/17.04.2021 Nachdem die Versammlungen in Stuttgart und Kempten verboten wurden, haben sich die Anmelden aus Stuttgart für den Gang vor das Bundesverfassungsgericht entschieden. Die Schriftsätze wurden heute morgen eingereicht.

Die vollständige Pressemitteilung gibt es hier zum Nachlesen.

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Veröffentlicht am: 17. April 2021

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Bundesverfassungsgericht Pressemitteilung Querdenken 711 Stuttgart Versammlungsverbot

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Die ermattete Gesellschaft

16-04-21 08:38:00,

Der Verlust von Energie, fehlende Antriebskraft und kollektives Burn-out sind Kennzeichen einer ermatteten Gesellschaft. Hartmut Rosa, Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, beobachtet gesellschaftliche Veränderungen im Zuge der Coronakrise.

Im Gespräch (August 2020) mit Die Furche-Chefredakteurin Doris Helmberger-Fleckl äußert sich Rosa dazu und wirft die Frage auf: Ist es möglich, dass die gesamte Gesellschaft ihre Energie verliert? Dass wir kollektiv ins Burn-out fallen? Empirische Daten lägen dazu noch nicht vor, so der Soziologe. Viele Menschen berichteten, dass sie sich gerade in der Zeit des Lockdowns, wo sie doch eigentlich mehr Zeit zur Verfügung hätten, müde, antriebslos und ermattet fühlten. Zuweilen habe man den Eindruck, dass selbst so alltägliche, körperliche Tätigkeiten wie Treppensteigen schier unmöglich erscheinen.

Selbst im Zuge der ersten Lockerungen nach dem Lockdown, wo Kneipen- oder Vereinsbesuche wieder möglich gewesen wären, zeigte sich, dass viele Menschen dennoch lieber zu Hause blieben — Verlust der Tatkraft aufgrund zunehmender Antriebslosigkeit und eines Mangels an Freude.

„Offensichtlich ist die Energie, die aus sozialem Kontakt und Begegnungen entsteht, gelähmt und stillgelegt worden“, so Rosa.

Er beschäftigt sich in Folge mit diesem Phänomen und stellt die Frage, wie sich zwischen Menschen Energie aufbauen kann und welchen Stellenwert dabei körperlicher Kontakt einnimmt. Die kinetische Energie, die Bewegungsenergie unserer Zeit ist durch Corona extrem gesunken, denn Reisen sind nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich, und unsere Aktionsradien sind deutlich verringert. So sind zum Beispiel über 90 Prozent der weltweiten Flüge ausgefallen, und Bahnreisen wurden durch Kapazitätsbeschränkungen infolge von Abstandsregelungen reduziert.

Professor Rosa nennt es die „massive Verkürzung der Weltreichweite“ — die bislang ja stetig angestiegen war. Gleichsam über Nacht und langfristig wurden unser Bewegungsradius und die damit verbundenen Freiheiten und Möglichkeiten sehr wesentlich eingeschränkt. Mir drängt sich hierbei das Bild eines Unschuldigen auf, der aufgrund eines Fehlurteils im Gefängnis sitzt.

Manche empfinden diese Verlangsamung als wohltuende Entschleunigung eines zuvor hektischen Alltages. Für eine große Anzahl der Menschen ist diese erzwungene Verlangsamung jedoch ein großer Stressfaktor, der sich durch Verlust oder Reduktion des Arbeitsplatzes, Kinderbetreuung unter schwierigen Bedingungen und Pflege von Angehörigen äußert. Zur verlangsamten Zeit kommt der reduzierte Raum. Die Beschränkung auf die eigene Wohnung, den engsten Umkreis, ist besonders für aktive und sehr soziale Menschen problematisch. Andererseits konnten manche Menschen diese Situation auch genießen. Sie sahen die Zeit des Innehaltens und der Langsamkeit als Möglichkeit,

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Ein zweischneidiger Wert

16-04-21 08:35:00,

Burak Erbasi: Herr Wolff, Bitcoin steht aktuell bei einem Rekordhoch von über 61.000 US-Dollar (Stand 14. März 2021) pro Stück. Wie bewerten Sie die weitere Entwicklung des Kryptomarkts vor allem in Bezug auf die steigende Nachfrage aus der klassischen Finanzwelt — steht, angetrieben durch das große institutionelle Kapital, die Massenadaption von Bitcoin beziehungsweise der Blockchain-Technologie bevor, oder haben wir es mit einem vergänglichen Trend und einer Blasenbildung zu tun?

Ernst Wolff: Erst einmal muss man wissen, worum es sich bei Bitcoin überhaupt handelt. Bitcoin ist im Grunde eine Vereinbarung zwischen verschiedenen Menschen, dieses Instrument als Währung zu akzeptieren. Wenn wir uns die Geschichte der Währungen anschauen: Währungen sind entstanden aus dem Tauschhandel, woraus sich allmählich die Edelmetalle als allgemeine Tauschmittel entwickelt haben. Aus den Edelmetallen sind dann die Münzen geworden, daraus sind dann später die Papierwährungen und Digitalwährungen entstanden. Und irgendwann im letzten Jahrhundert sind die Währungen endgültig von festen Werten abgekoppelt worden. Also der Dollar ― die Leitwährung seit 1944 ― ist im Jahre 1971 vom Gold abgekoppelt worden und seitdem haben wir es weltweit mit einem Fiat-Währungssystem zu tun.

Die ganzen klassischen Währungen, wie wir sie jetzt kennen, waren einst durch Gold oder etwas anderes gedeckt. Bitcoin jedoch und all die anderen Kryptowährungen sind die ersten Währungen, die sofort als Fiat-Währung das Licht der Welt erblickt haben. Das heißt konkret: Bitcoin wird von den Menschen entweder akzeptiert oder eben nicht akzeptiert. Inzwischen hat es sich aber durchgesetzt, dass viele Leute Bitcoin als Geld ansehen, und dadurch hat Bitcoin auch eine gewisse Stärke gewonnen.

Allerdings ist Bitcoin auch zu einem Spekulationsobjekt geworden. Ich weiß, dass der Ansatz von Bitcoin mit demokratischen oder gar mit anarchistischen Vorstellungen angedacht war, weil man vorhatte, sich außerhalb des Bankensystems zu bewegen. Man wollte völlig unabhängig vom Bankensystem sein. Das Problem dabei ist jedoch, dass Bitcoin in unserer Gesellschaft existiert — und unsere Gesellschaft hat die Tendenz, alles sofort zum Spekulationsobjekt zu machen; und so ist es nicht verwunderlich, dass schließlich auch Bitcoin zu einem Spekulationsobjekt gemacht wurde.

Man erkennt das an mehreren Punkten; unter anderem daran, dass es bereits klassische Finanzprodukte, wie zum Beispiel Derivate, auf Bitcoin gibt. Aber das große Problem besteht darin, dass die existierenden Bitcoins sehr ungleich verteilt sind — wie alles andere Geld auch. Es ist bekannt, dass 80 Prozent der Bitcoins im Besitz von 20 Prozent der Nutzer sind,

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