DER FREIE FALL mit: Michaela Axt-Gadermann (Thema: “Darmgesundheit”) | KenFM.de

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23-01-20 06:35:00,

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Darmgesundheit! Das klingt vielleicht öde oder sehr speziell, tatsächlich aber ist dieses Thema für wirklich jeden Menschen – ob krank oder gesund – extrem relevant.

Denn besonders in unserer sogenannten „zivilisierten“ westlichen Welt nimmt unser Darm immer mehr Schaden – mit weitreichenden Folgen. 

Und auch die Verbindung zwischen unserem Darm und unserem Gehirn ist erst seit wenigen Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. 

Wie eng diese Verbindung ist und welche Rolle den Darmkeimen und Darmbakterien dabei zukommt, diese und weitere Fragen werden in der 4. Ausgabe des Formats „Der Freie Fall“ mit der Dermatologin und Mikrobiom-Expertin Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann besprochen.

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Veröffentlicht am: 23. Januar 2020

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Tagesdosis 23.1.2020 – Clearview AI. George Orwell würde herzhaft lachen | KenFM.de

tagesdosis-2312020-–-clearview-ai-george-orwell-wurde-herzhaft-lachen-|-kenfm.de

23-01-20 01:19:00,

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Seeing is IDʼing

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Am 18. Januar veröffentlichte die New York Times einen Artikel, der die letzten Tage für einige Aufmerksamkeit sorgte (1). Der Beitrag handelt von einem Start-Up, welches einen regen Handel mit dem betreiben möchte, was Milliarden Menschen in ihrer Freizeit unbekümmert offerieren. Daten, in diesem Falle Bilder, Porträtfotos. Diese leicht zu bestückende Schatztruhe, heutzutage Festplatte, wird nun in Zusammenhang mit der entsprechend dazu entwickelten App dem Markt feilgeboten. Diesmal handelt es sich jedoch nicht um Blödsinns-Trallala a la Snapchat oder TikTok, es geht etwaig um das Ende der Fröhlichkeit.

Immer wieder – Daten sind das neue Öl. Einnahmequellen für findige, technisch versierte Bürger. Das Unternehmen Clearview AI aus den USA sammelte laut dem Artikel in den letzten Jahren an die drei Milliarden öffentlich zugängliche Bilddateien. Das bedeutet, es liegt zumindest dahingehend keinerlei krimineller Ansatz vor, die Bilder unrechtmäßig, durch illegalen Zutritt zu Nutzerkonten, erworben zu haben.

Nein, es waren solche Bilder, die täglich völlig unbedacht, etwaig mit dezentem Restbewußtsein auf den bekannten Social-Media-Plattformen der dahingehend interessierten Menschheit offeriert werden. Die Firma Clearview AI entwickelte ergänzend eine Gesichtserkennungstechnologie, die wie folgt funktioniert.

Eine Firma, Institution oder Behörde macht ein Foto von einer Person oder nutzt das Standbild einer Überwachungskamera, lädt es zur App hoch und bekommt umgehend öffentliche Fotos dieser Person zusammen mit den passenden Links zu den Orten, an denen diese Fotos erschienen sind zu sehen. So findig, so fragwürdig. Nun wird es diese App nicht in bekannten Stores zum Download geben.

Nein, der Erfinder Mr. Ton-That, ein australischer Techniker lebend in den USA, soll sein Produkt bevorzugt Strafverfolgungsbehörden angeboten haben. Und es ist nicht nur die Strafverfolgung. Clearview AI hat seine App auch an mindestens einer Handvoll Unternehmen für Sicherheitszwecke lizenziert. Diese Tatsache befeuert die aktuelle Diskussion, hinsichtlich der Frage – darf er das, also seine Datensammlung in Verbindung seiner „innovativen“ Idee einem entsprechenden Markt veräußern?

Laut dem Artikel verweigert das Unternehmen bisher eine Liste zu veröffentlichen, welche Institutionen sein Produkt schon erworben haben,

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Afrin zwei Jahre nach türkischer Besatzung

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23-01-20 12:54:00,

Türkische Armee bei der “Operation Friedenszweig”, Bild: Twitter

  1. Afrin zwei Jahre nach türkischer Besatzung

  2. Dschihadisten feiern die Belegung der Häuser mit Freudenschüssen


  3. Auf einer Seite lesen

Die Lage der Bevölkerung katastrophal. Indessen macht Erdogan erneut klar, dass er weitere Gebiete annektieren wird. Der Siedlungsbau in den jüngst besetzten Gebieten beginnt

Zwei Jahre nach der völkerrechtswidrigen Besatzung der Region Afrin im Nordwesten von Syrien ist die Lage der Bevölkerung katastrophal. Von der einst florierenden, friedlichen Region ist kaum noch etwas übrig. Die Mehrheit der Bevölkerung ist in die benachbarte Scheba-Region geflohen. Dort warten die ca. 300.000 Geflüchteten unter verheerenden Bedingungen in Flüchtlingscamps auf die Befreiung Afrins von den Türken und ihrer dschihadistischen Söldner und auf die Rückkehr in ihre Heimatregion.

Die verbliebene Rest-Bevölkerung wehrt sich nach wie vor gegen die türkische Besatzung. Die Türkei beginnt mit dem Siedlungsbau in den annektierten Gebieten und will dort sunnitisch-muslimische Syrer aus der Türkei ansiedeln. Der Westen schweigt nach wie vor zum Bruch des Völkerrechts und verschließt die Augen vor den Menschenrechtsverletzungen, die dort seit zwei Jahren täglich begangen werden.

Immerhin kürzt die EU nun als kleines Warnsignal die sogenannten “Vorbeitrittshilfen” für die Türkei. Mit den Vorbeitrittshilfen sollte die Türkei in notwendigen Reformen für den EU-Beitritt unterstützt werden. Im laufenden Jahr 2020 soll die Türkei nur noch ein Viertel der ursprünglich vorgesehenen Mittel erhalten. Insgesamt erhält die Türkei in diesem Jahr aber trotzdem noch 168 Millionen Euro. Begründet wird die Kürzung unter anderem mit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Nordsyrien.

Das ist immerhin ein kleines Warnsignal an Erdogan. Angesichts des zunehmend islamistischen Kurses Erdogans darf man die Frage nach dem generellen Sinn der Vortrittsbeihilfen für die Türkei stellen. Das Land ist von einem EU-Beitritt weiter entfernt denn je.

Zwei Jahre türkische Besatzung in Afrin – und kein Ende in Sicht

Am 20. Januar 2018 begann die Invasion des türkischen Staates in Afrin, und schon im März war die gesamte Region besetzt. Die Türkei setzte damals schon deutsche Waffen wie Leopard 2 Panzer gegen die Bevölkerung ein. Da Russland den Luftraum für türkische Kampfflugzeuge freigab,

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Das Ende der europäischen Herrschaft

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23-01-20 11:57:00,

Jedes Ende ist immer zugleich ein neuer Anfang. Welcher Art von Anfang bleibt notwendigerweise eine Frage des Werdens, der Unvorhersehbarkeit, die sich im Gang eines jeden Prozesses entfaltet und entsteht. Aktuell erkenne ich die Reifebedingungen der nächsten globalen wirtschaftlichen Krise und infolgedessen eine Tendenz zum Sturz Europas in einen chaotisch sozialen Abgrund.

Die Gesetzlichkeit jeder Tendenz ist aber keineswegs Schicksal. Umso wichtiger erscheint die Rolle der Kritik, um jede in Gang gesetzte Bewegung bewusst ändern zu können. Dieser Artikel versucht, eine der Sphären dieses Prozesses aufzudecken: den Mangel an politisch-ökonomischer Souveränität und dadurch das Fehlen eines emanzipatorischen Projekts, um zugleich neue Möglichkeiten/Wege zu fördern und fordern.

Der Niedergang der jahrhundertelangen europäischen Weltherrschaft zeichnete sich bereits im Ersten Weltkrieg ab und endete mit dem vollständigen Verfall der Kolonialsysteme infolge des Zweiten Weltkriegs. Aber das war erst der Anfang des Endes. Dieser Prozess vollzog sich allmählich, und nun wird er meines Erachtens mit dem eminenten Niedergang des US-amerikanischen Imperiums vollendet. War die wirtschaftliche und politische Dominanz Europas definitiv 1945 zu Ende, schien die Welt kulturell ein für alle Mal europäisch geprägt zu sein, aber das ist heute nur noch ein historisches Phänomen.

Historisch hat es seit Karl dem Großen kein alleiniges europaweites Großreich mehr gegeben. Europäische Mächte sahen sich im Mittelalter veranlasst, außerhalb des Kontinents ihre Einflusssphäre zu erweitern. Mit der eher zufälligen Entdeckung Amerikas und dessen Eroberung entstanden die ersten Imperien in Übersee — Spanien und Portugal bildeten riesige Kolonialreiche. Auch England, Frankreich und die Niederlande begannen mit dem Aufbau eigener Kolonien und Handelsnetzwerke in Amerika und Asien. Infolge dieser gigantischen Zugewinne kam die welthistorische Überlegenheit Europas und dann seit dem späten 18. Jahrhundert die europäische Weltherrschaft in Amerika, Asien und Afrika zustande.

Ermöglicht hatte diese Entwicklung, in Richtung Weltherrschaft zu streben, der Merkantilismus, die vorherrschende Wirtschaftspolitik des Frühkapitalismus vom 16. bis 18. Jahrhunderts. Sein allumfassender Anspruch nach Dominanz bezeichnete keinen machiavellistischen Plan einiger Individuen, sondern er war durch einen Prozess entstanden, durch den die Wirtschaft eine qualitativ neue, führende und überwiegende Rolle in den zwischenmenschlichen Verhältnissen übernahm, selbst wenn sie keine höhere Hierarchie über andere extra-ökonomischen Sphären des gesellschaftlichen Seins hatte (und hat).

Diesen neuen ontologischen Prozess des Menschen – Thema meiner Doktorarbeit – werde ich für die interessierten Leser in einem künftigen Artikel zusammenfassen.

Mit der Entfaltung des Imperialismus Ende des 19.

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Informelle Selbstverteidigung im Netz

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23-01-20 11:55:00,

In den ersten beiden Artikeln dieser Reihe habe ich Snowdens Werdegang und seine Beweggründe dargestellt. In diesem dritten und abschließenden Artikel werde ich auf seine Empfehlungen eingehen, wie wir uns individuell gegen Massenüberwachung wehren können.

Zunächst sollten wir uns klar darüber werden, was wir überhaupt erreichen wollen. Was bedeutet der Schutz unserer Privatsphäre im Internet? Ich schlage vor, dass wir darunter verstehen, so weitreichend wie möglich anonym zu bleiben. Ich würde noch einen Schritt weitergehen und von Datensparsamkeit sprechen, also der Idee, dass möglichst wenig Daten über meine Aktivitäten im Internet entstehen, gesammelt und gespeichert werden.

Denn selbst wenn diese Daten anonym gesammelt würden, also nicht mit mir als Person verknüpft wären, bliebe das Problem, dass — soziologisch betrachtet — noch immer die gleiche Datenflut zur Möglichkeit der Manipulierbarkeit und Überwachung der Bevölkerung bliebe. Außerdem lässt sich theoretisch eine ausreichend komplexe Menge an Daten wieder der Person zuordnen, von der sie ausgeht (1).

„Möglichst wenig Daten über meine Aktivitäten“ hieße im Grenzfall: gar keine. Dieses Ideal werden wir — wie sich zeigen wird — nicht erreichen können, aber es lohnt sich trotzdem, es zur Orientierung vor Augen zu behalten.

Die meisten Regierungen und Unternehmen verfolgen jedoch — systemisch bedingt — das genau gegenteilige Ideal, wenn man denn von einem Ideal sprechen möchte. Sie profitieren im Allgemeinen von möglichst wenig Anonymität und geringer Datensparsamkeit der Bürger — als Wähler und Untertanen — respektive Kunden — als Konsumenten und Fans.

Das Geschäftsmodell vieler großer Internetfirmen basiert geradezu auf Datenreichtum (2).

Nur dadurch können sie viele ihrer Dienstleistungen kostenlos anbieten, was viele Nutzer für einen großen Vorteil des Internetzeitalters halten — ob zu Recht oder Unrecht, sei dahingestellt, weil die Frage äußerst komplex ist.

Das bedeutet, dass wir mit unserem Ideal von Anonymität und Datensparsamkeit gegen die Interessen derjenigen Entitäten vorgehen, die meines Erachtens am meisten Einfluss und Macht in unseren Gesellschaften haben.

Dadurch wird die Angelegenheit nicht gerade erleichtert, aber andererseits bietet sich uns hier eine hervorragende Gelegenheit, unsere Entschlossenheit zu erproben.

Snowden zufolge gibt es Grund zur Hoffnung. Wenn genug Menschen sich nicht damit begnügten, das Problem zur Kenntnis zu nehmen, aber in Passivität zu verharren, ließe sich aktiv daran arbeiten,

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Andreas Temme – mehr NSU-Netzwerk als Verfassungsschutz?

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23-01-20 11:02:00,

Andreas Temme – V-Mann-Führer eines Neonazis, der zum NSU-Netzwerk gehörte, ein Geheimdienstmitarbeiter, der dabei war, als Halit Yozgat in seinem Internetcafé in Kassel 2006 ermordet wurde – wird bis heute von sehr vielen Medien als „Mann am falschen Ort und zur falschen Zeit“ skizziert und als tragische Figur in Schutz genommen. Diese Darstellung ist irreführend und eine öffentliche Untersuchung der Verbindungen Temmes ist überfällig. Von Wolf Wetzel.

Seit dem Mord an Walter Lübcke 2019 taucht Andreas Temme immer wieder auf – wieder am falschen Ort, zur falschen Zeit? Die drei bereits erschienenen Texte zum Mordfall Kassel 2006 finden sich hier:

Ein aktueller Artikel über Andreas Temme könnte mit einem fiktiven Dialog beginnen – folgendermaßen würde es wohl klingen, wenn sich ein informierter und ein weniger informierter Bürger über die Vorgänge austauschen würden:

„Kennst Du Jürgen S.?“

„Nein, sollte ich?“

„Jürgen S. ist ein langjähriger Freund von Andreas Temme. Sie waren zusammen als Sportschützen unterwegs und im selben Rockerclub aktiv.“

„Na ja, das ist ja noch nicht verboten, oder?“

„Das ist aber noch nicht alles: Jürgen S. war Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma. Der Geldtransporter wurde in unmittelbarer Nähe zweier NSU-Mordtaten registriert, einmal in Nürnberg am 9. Juni 2005, als Ismail Yasar ermordet wurde und das zweite Mal in München, sechs Tage später, als Theodoros Boulgarides erschossen wurde.“

„Moment einmal, woher weiß man das jetzt auf einmal?“

„Der erste Teil der Frage ist leicht zu beantworten: Das Diensthandy von Jürgen S. war fest mit dem Geldtransporter verbunden und dieses hat sich jeweils in eine Funkzelle nahe der Tatorte eingeloggt. Aufgrund einer Funkzellenabfrage sind diese Daten ins Schleppnetz geraten. Der zweite Teil deiner Frage bleibt im Dunklen. Das geht aus den Ermittlungsakten hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) ‚vorliegen‘. Normalerweise bekommt man keine Ermittlungsakten zu Gesicht, nur wenn es irgendwelche ‚Beteiligten‘ wollen, wenn Du verstehst, was ich meine.“

„Zugangsberechtigte,

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Atomwaffenstreit: Nord-Korea kündigt Gespräche auf – Trumps Einigung damit gescheitert | www.konjunktion.info

atomwaffenstreit:-nord-korea-kundigt-gesprache-auf-–-trumps-einigung-damit-gescheitert-|-wwwkonjunktion.info

23-01-20 09:45:00,

Nord-Korea - Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay LicenseNord-Korea - Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay License

Nord-Korea – Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay License

Wie ich in meinem Artikel Nord-Korea: Warum die Friedensgespräche scheitern werden – Syrien und der Iran als Fallbeispiele vom Mai 2018 vorhergesagt habe, dienten die Gespräche mit Nord-Korea und eine angebliche Einigung im Atomwaffenstreit der reinen Ablenkung und waren von Anfang an eine reine Farce – gewollt und gesteuert durch die Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE). Die angeblich angedachte Einigung beruhte auf der Behauptung, dass Nord-Korea vollumfänglich seine Atomwaffen aufgibt, was von Anfang an eine absurde Vorstellung war. Nord-Korea wird aber NIEMALS seine Nuklearwaffen abgeben, daher waren die Gespräche von Start weg zum Scheitern verurteilt. Das ist auch mit ein Grund, warum ich davon ausgehe, dass zudem der “Phase 1-Deal” mit China bzgl. des Handelskrieges nicht erfolgreich sein wird, weil er auf Voraussetzungen beruht, die China ebenfalls nie erfüllen wird bzw. erfüllen will.

Aus irgendeinem Grund wollen die IGE und ihre Marionette Trump, dass diese Pulverfässer weiter unter “Spannung gehalten werden”. Ich denke, dass Trump schneller die Unterstützung der echten konservativen Kräften verliert als die IGE erwartet haben, weil er von vielen alternativen Kritikern “entzaubert” wurde. Deshalb haben sich die IGE im Verlauf des vergangenen Jahres entschieden, von ihrer Zeitachse abzuweichen, um einen letzten Versuch zu unternehmen, Konservative erneut hinter Trump zu vereinen. Aber ich denke, dass dieser Plan gescheitert ist. Die IGE könnten einen Krieg gegen den Iran, Nord-Korea oder irgend ein anderes Land beginnen – und es würde keinen Unterschied mehr machen. Die meisten kritischen Geister haben ein Grundverständnis des Ganzen aufgebaut und sie sollten sich nicht dazu hinreißen lassen, verfassungswidrige oder illegale Maßnahmen zu unterstützen, selbst wenn sie auf Befehl eines US-Präsidenten erfolgen, der vorgibt, auf der Seite der Systemkritiker zu sein …

Nordkorea teilte am Dienstag mit, es sei nicht mehr an die Verpflichtung gebunden, Atom- und Raketentests einzustellen, und machte die Nichteinhaltung der Frist zum Jahresende für Atomgespräche und “brutale und unmenschliche” US-Sanktionen durch die USA dafür verantwortlich.

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un setzte Ende Dezember eine Frist für die Denuklearisierungsgespräche mit den Vereinigten Staaten und dem nationalen Sicherheitsberater des Weißen Hauses, Robert O’Brien, fest, und sagte damals,

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Greta Thunberg als Projektionsfläche

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23-01-20 09:38:00,

Screenshot aus dem WTF-YouTube-Video

Die Berichterstattung über ihre Rede beschränkt sich auf ideologische Spiegelfechterei und alberne Belanglosigkeiten. An Fakten scheinen Journalisten wenig Interesse zu haben

Es sieht so aus, als ob sich von links bis rechts jeder, aber auch wirklich jeder an dieser so handlichen wie albernen Dichotomie Greta Thunberg versus Donald Trump abarbeiten muss. Der eine erklärt sie zu zwei übertreibenden Polen einer Debatte, beide gleichermaßen Extremisten, wo doch jeder gute Bürger weiß, dass die Wahrheit stets in der Mitte liegt. Und der andere wirft einem 17-jährigen Mädchen vor, “Hofnärrin” des Weltwirtschaftsforums zu sein, “den reaktionären Grundkonsens der Grünen” zu “recyceln”, die Herrschaft der Wissenschaft anzustreben und nicht genug Kapitalismus-Kritik zu üben.

Es ist ja auch wirklich immer wieder so schön bequem, die alten, abgenutzten Schablonen hervor zu kramen und ein bisschen historisches Halbwissen unterzumischen. (Besonders schön: Der Vergleich der heutigen Jugendbewegung mit der Sozialdemokratie Ende des 19. Jahrhunderts.) Dann braucht man nicht so genau nachlesen oder hinhören, dann muss man nicht versuchen zu verstehen, was die junge Schwedin in Davos wirklich gesagt hat.

Für die Medien hatte sie dort aus den Schweizer Bergen vor allem einen Botschaft: Berichtet über die Zahlen! Berichtet über die Zahlen, die ich euch schon mehrfach aus dem letzten IPCC-Bericht vorgelesen habe und es auch heute wieder mache.

420 Milliarden Tonnen Kohlendioxid mit Stand vom 1. Januar 2018 kann die Menschheit noch emittieren. Aktualisiert sind das nur noch knapp 340 Milliarden Tonnen. Wenn diese Menge überschritten wird, haben wir eine 66prozentige Chance, dass die Erwärmung nicht auf 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau beschränkt werden kann.

Das Brisante an diesen Zahlen – und auch darauf weisen Thunberg und viele andere junge Menschen immer wieder hin: Es werden derzeit gut 40 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr in die Luft geblasen. Im derzeitigen Tempo ist also die Latte in acht Jahren endgültig gerissen, was nicht heißt, dass danach alles egal ist, sondern dass es immer schlimmer werden wird. Mit jeder weiteren Tonne CO2.

Ein bisschen Emissionen reduzieren reicht also nicht, auch das hat Thunberg den versammelten Krawattenträgern in Davos ein mal mehr ins Stammbuch geschrieben.

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STANDPUNKTE • Friedensfreunde in der Falle – zur Absage der Münchner Friedenskonferenz | KenFM.de

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22-01-20 09:19:00,

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Ein Standpunkt von Dagmar Henn.

Marian Offman ist ein Stadtrat alter Schule. In seinem Fachgebiet, der Sozialpolitik, ist er engagiert, offen dafür, neue Probleme wahrzunehmen, bereit, mit allen zu reden, auch wenn ihm seine Nähe zum Haus- und Grundbesitzerverband gelegentlich in die Quere kommt. Er hat entscheidend mit dazu beigetragen, dass München mit der neuen Synagoge ein echtes architektonisches Juwel gewann. Es wäre an vielen Stellen ein echter Verlust gewesen, hätte er den Stadtrat verlassen müssen, nachdem ihn sein CSU-Ortsverband nicht mehr aufstellte; er wechselte zur SPD und wird vermutlich weiter erhalten bleiben.

Als Kommunalpolitiker mit jahrzehntelanger Erfahrung in der an Intrigen nicht gerade armen Münchner CSU ist er natürlich mit allen Wassern gewaschen, was nicht unbedingt zum Nachteil sein muss – auch für positive Ziele wird in der Politik getrickst, so läuft dieses Gewerbe nun einmal. Manchmal aber nutzt er diese Fähigkeiten für seine dunklere Seite, oder lässt sie nutzen. Seine dunklere Seite heisst NATO, und sie kommt regelmäßig zum Februar zum Vorschein, wenn die Stadt sich in Anhänger der NATO-Sicherheitskonferenz (SIKO) und ihre Gegner teilt.

2012 hatte Offman zusammen mit einem weiteren CSU-Stadtrat eine Anfrage gestellt (1), die sich gegen eine Ausstellung zur Geschichte der NATO richtete, die begleitend zur SIKO 2013 stattfinden sollte. Die Formulierung, die NATO sei ‚der militärische Arm der reichsten und mächtigsten Staaten und ihrer transnationalen Konzerne‘ nannte Offman darin eine ‚unglaubliche Verhöhnung‚ und Diffamierung der NATO. Ziel der damaligen Anfrage war, die Nutzung des von der Stadt unterstützen Eine-Welt-Hauses für die Friedenskonferenz, die die alljährliche Demonstration begleitet, unmöglich zu machen. ‚Der Text und die Ausstellung wurden in Kooperation mit dem Trägerkreis des Eine-Welt-Hauses verfasst. Ist angesichts dieser Formulierungen der Trägerkreis als Partner der Landeshauptstadt weiterhin zu akzeptieren?‚ Die Stadtverwaltung verteidigte in ihrer Antwort die Meinungsfreiheit (2), die gerade in öffentlichen Räumen einen hohen Wert habe, weshalb auch Positionen gegen die NATO dort möglich sein müssten.

Die Proteste gegen die SIKO haben eine lange Tradition. Dieses Jahr sollte bereits die achtzehnte Friedenskonferenz stattfinden.

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UN-Menschenrechtsrat stärkt Rechte von Klimaflüchtlingen

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22-01-20 09:18:00,

Eine Anerkennung des Klimawandels als Fluchtursache galt lange als notwendig. Die Vereinten Nationen wagen nun den ersten Schritt

Der Klimawandel bringt neue politische Subjekte hervor. Dazu gehören nicht nur junge Aktivisten aus reichen Ländern, die um Mitsprache kämpfen, sondern vor allem Familien des globalen Südens, die gezwungen sind ihre Heimat zu verlassen: Ob Dürre, Ernteausfälle, Brände und steigende Meeresspiegel, der menschengemachte Klimawandel wird in den kommenden Jahrzehnten Millionen von Klimamigranten hervorbringen (vgl. Weltthema Migration: Wo stehen wir?), doch als asylkonforme Fluchtursache wurde der Klimawandel bisher nicht anerkannt.

Die UN-Menschenrechtskommission OHCHR stärkt nun den Asylanspruch von Klimamigranten. Am Montag erklärte das OHCHR, dass Länder keine Personen ausweisen dürfen, deren Leben im Heimatland aufgrund von Auswirkungen des Klimawandels in Gefahr ist. Zu vom Klimawandel verursachten Bedrohungen des Lebens gehören plötzliche Ereignisse, wie starke Stürme und Überschwemmungen, als auch langfristige Prozesse, wie Anstieg des Meeresspiegels, Versalzung des Grundwassers und Landverschlechterung, so der Ausschuss.

Der Ausschuss stellte auch klar, dass Personen, die einen Asylstatus beantragen, nicht den Nachweis erbringen müssen, dass sie unmittelbar geschädigt werden, wenn sie in ihr Land zurückkehren.

“Das Urteil besagt, dass wenn aufgrund des Klimawandels, aufgrund des Klimanotstandes, eine unmittelbare Gefahr für das Leben besteht, und wenn man in ein anderes Land flieht, dann sollte man nicht zurückgeschickt werden”, sagte Filippo Grandi, Hoher Kommisar der Flüchtlingshilfe der Vereinten Nationen, auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos der Nachrichtenagentur Reuters. “Der Grund ist, dass man damit sein Leben gefährden würde – genau wie aufgrund eines Krieges oder einer Verfolgung”, sagte Grandi.

“Wir müssen auf eine große Zahl an Menschen vorbereitet sein, die sich gegen ihren Willen bewegen”, sagte Grandi. “Ich würde es nicht wagen, über bestimmte Zahlen zu sprechen, es ist zu spekulativ, aber wir reden hier sicherlich über Millionen.” Mögliche Ursachen, die die globalen Migrationsbewegungen verstärken, seien Waldbrände wie in Australien, der Anstieg des Meeresspiegels auf tief liegenden Inseln, die Zerstörung von Ernten und Vieh in Afrika südlich der Sahara und Überschwemmungen weltweit, nicht zuletzt in Teilen der Industrieländer.

Flüchtlingsbewegungen und das umfassendere Problem der Bevölkerungsmigration seien eine globale Herausforderung, die sich nicht auf wenige Länder beschränken lässt, so Grandi.

Kiribati ist schwer bedroht vom Anstieg der Meeresspiegel

Dem Urteil des Menschenrechtsausschusses voran gegangen, war eine Klage gegen Neuseeland.

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Sei Du selbst, alle anderen sind schon vergeben | KenFM.de

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22-01-20 09:17:00,

Von Dirk C. Fleck.

Kaum zu glauben, aber wahr: es gibt ein Leben außerhalb des geopolitischen Ränkespiels, dem die alternativen Medien so gerne analytisch auf den Grund gehen. Dabei braucht es über den riesigen Misthaufen, den das Gier-System permanent produziert, weder weitere Informationen noch Aufklärung – wir wissen doch, nach welchen Gesetzen das menschen- und naturverachtende System funktioniert. Aber nein, wir schalten lieber in den Empörungsmodus, anstatt an uns selbst zu arbeiten, was dringend notwendig wäre, da der dreckige Informationsfluss unsere Köpfe immer mehr zu vergiften droht.

Waschen wir uns den Schmutz von der Seele, den wir in dieser ruhig gestellten, totalüberwachten Gesellschaft angesammelt haben. Machen wir uns wieder klar, dass wir hier nur zu Gast sind, dass es Millionen von Parallelwelten auf diesem Globus gibt, sowohl in der Tier- als auch in der Pflanzenwelt. Und dass jede dieser Welten in einem eigenen Gefühlskosmos lebt und mit einem ureigenen Kommunikationssystem ausgestattet ist. Entwickeln wir Respekt für unsere Mitbewohner auf der Erde. Öffnen wir unsere Herzen für das Mysterium der Schöpfung, von dem die Betreiber des seelenlosen Killer-Systems nicht die geringste Ahnung haben. Verschwenden wir unsere Energien nicht in einem aussichtslosen Kampf gegen sie, in dem Gewalt die einzige Option zu sein scheint. Auf diese Weise werden wir nie gewinnen. Oscar Wilde hatte einen wunderbaren Rat parat: „Sei Du selbst! Alle anderen sind schon vergeben.“ Sehen wir also zu, dass wir authentisch und wahrhaftig bleiben, das ist die einzige Chance, die Gesellschaft von Grund auf zu verändern. Eine andere haben wir nicht.

Da fällt mir ein, was Sean Penn, dieser US-amerikanische Schauspieler, Filmregisseur und Drehbuchautor, in einem Interview gesagt hat, es erklärt unsere willfährige Gesellschaft recht gut: „Wissen Sie, was ich glaube? Dass wir in eine Welt hineingeboren wurden, in der sich niemand mehr die Zeit nimmt, der zu werden, der er ist – und all diese Menschen, die nicht sie selbst sind, verletzen die wenigen Menschen, die sich diese Zeit nehmen.“

Wer sich jedoch diese Zeit nimmt, wer also aus der Norm tritt, der ist nicht länger manipulierbar. Wir haben ja nur uns selbst. Wir sind das einzige Medium, das uns die Welt erklärt, unsere Sinne und unser Herz sind es,

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Die Macht um Acht (44) | KenFM.de

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22-01-20 09:07:00,

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Applaus! Applaus! Applaus!

Millionen Zuschauer manipuliert.

Neulich in der Tagesschau: 12,3 Millionen Menschen, verkündet das öffentlich-rechtliche Meldungs-Instrument voll Stolz, hätten an einem einzigen Tag die Nachrichtensendung konsumiert. Armes Deutschland. Denn was die Tagesschau-Redaktion unter „Nachrichten“ versteht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen allzu häufig als mangelhaft recherchiert, ungeprüfte Weitergabe von Meldungen der regierungsamtlichen „Deutschen Presseagentur“ oder schlichte Propaganda.

Typisch mangelhaft recherchiert ist diese Meldung: „Abgestürztes Flugzeug – Iran räumt unbeabsichtigten Abschuss ein“. Vergessen, verdrängt, nicht erwähnt: Am 3. Juli 1988 wurde ein Linienflug der Iran Air von Teheran nach Dubai abgeschossen. Von einem Kriegsschiff der USA wurden zwei Flugabwehrraketen vom Typ SM-2 auf die zivile Maschine abgefeuert. 290 Menschen an Bord wurden getötet. Diese Information hätte deutlich gemacht, dass die USA schon seit Jahren einen unerklärten Krieg gegen den Iran führen. Der damalige Präsident der USA und ihr damaliger Oberbefehlshaber, George H. W. Bush, verteidigte sein Militär vor den Vereinten Nationen, indem er sagte, dass es ein Zwischenfall in Kriegszeiten gewesen sei; die Besatzung an Bord der USS Vincennes habe der vorliegenden Situation angemessen gehandelt. Er lehnte es ab, sich im Namen der Vereinigten Staaten für den Abschuss zu entschuldigen.

Ein Beispiel für die einfache Weitergabe einer DPA-Meldung verbirgt sich hinter dieser Überschrift: „Von der Leyens Handy Daten offenbar unwiederbringlich gelöscht“. So weit, so richtig. Aber das ist natürlich kein Journalismus. Der finge damit an, dass die Tagesschau-Redaktion nachfragen würde, wer denn auf welche Anweisung hin die Daten gelöscht hat und diese Fragen dem betreffenden Regierungsbeamten vor einer Kamera stellen müsste. Macht die angebliche Nachrichtensendung aber nicht. Sie bleibt bei dem stehen, was bereits alle Welt weiß: Irgendjemand hat irgendwie Handy-Daten der von der Leyen gelöscht. Das machen sie bereits bei Schülerzeitungen besser.

Jetzt zur brutalen Propaganda: Da darf Birgit Schmeitzner vom Bayerischen Rundfunk in der Tagesschau erzählen, dass das NATO-Manöver „Defender 2020“ richtig und notwendig sei. Denn, so die Schmeitzner weiter, die militärische Groß-Mobilisierung sei „richtig und notwendig. Auch, weil es das klare Signal an Russland sendet: Im Fall der Fälle wäre die NATO bereit“.

WARUM mag uns die Dame nicht sagen.

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Tagesdosis 22.1.2020 – Rassismus mit einem großen C | KenFM.de

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22-01-20 01:43:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Ich habe bestimmt keine Rassen-, Standes- oder religiöse Vorurteile. Es genügt für mich, zu wissen, jemand ist ein Mensch – schlimmer kann er nicht sein. – Mark Twain

Wir erinnern uns. US-Präsident Donald Trump wies die Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimani an. Donald Trump in einer Übersetzung dazu: „Dann ganz plötzlich bumm! Natürlich war das eine völkerrechtswidrige Handlung und natürlich war dies keine einfache Tötung. Es war ein Mord. Aber darüber sind sich die meisten Menschen nicht gewahr, weil ja die große Politik tagtäglich ihre Lumpereien offen zur Schau stellt und das Machtpolitik oder Geostrategie genannt wird.“

Jetzt hat doch tatsächlich in Hamburg eine islamische Gemeinde in einer Moschee es gewagt, um diesen iranischen General zu trauern. Was für eine terroristische Unverschämtheit! Das war dann zu viel für den christlichen Spitzenkandidaten Marcus Weinberg von der Christlichen Deutschen Union, denn dieser will nun die Islamverträge kündigen, zusammen übrigens mit der FDP (1), den Flinken Deutschen Privatisierern. Wir erinnern uns noch einmal: Soleimani wurde gezielt ermordet, nicht einfach nur getötet. Die Grausamkeit und Verlogenheit der Worte, werden ja aus den Handlungen in Kriegen herausgenommen, sodass ein jeder, dem man sein mitfühlendes System aus seinem Herzen herausgeraspelt hat- nennt sich Erziehung und Bildung- dies alles gar nicht erst mitbekommt, was da wirklich geschieht. Wahrscheinlich ist der Hamburger Spitzenkandidat ein Herztoter, ein Gefühlszombie, wie es so unfassbar viele heutige Christen sind. Ist eine Trauer und die Totengebete, das sich einfühlen können in die Familie Soleimanis, nicht ein christliches Gebot? Und wer dagegen vorgeht, begeht der nicht ein Sakrileg? Na ja, sind ja Muslime, Halblinge für solche Typen wie diesen CDU-Spitzenzombiekandidaten. 

Herr Weinberg, war es nicht Ihre Kanzlerin (meine ist es definitiv nicht!), die die Grenzen fallen ließ und zahlreiche Muslime mit den Worten in dieses Land einlud: Wir schaffen das? Wären Sie ein AfD-Spitzenkandidat, so wäre die Antifa schon längst zu Ihnen gekommen und alle Welt wüsste über ihren Rassismus Bescheid. Man hätte Ihnen einen Holocaust-Gedächtnis-Kunstgegenstand durch ihr Fenster geworfen, damit Sie sich all dessen gewahr werden könnten,

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Politischer Spagat

politischer-spagat

22-01-20 01:39:00,

Die konservative christdemokratische Partido Popular (PP) und die sozialdemokratische PSOE (Partido Socialista Obrero Español) prägten seit dem Ende der Franco-Diktatur und den ersten freien demokratischen Wahlen 1978 die Politik Spaniens. Damit ist es vorbei. Das Zweiparteiensystem, bipartidismo genannt, gehört der Vergangenheit an. Die PSOE und das Linksbündnis von Unidas Podemos (UP) bilden eine Koalitionsregierung.

Für beide Akteure war es allerdings ein schwer erkämpfter Sieg, den sie weitaus billiger hätten haben können. Der Preis, den sie dafür zahlen mussten, ist nicht nur der erlittene Stimmenverlust bei den vorgezogenen Neuwahlen im November 2019. Schwerer wiegt der Wahlerfolg der neofranquistischen ultrarechten Partei Vox unter ihrem Chef Santiago Abascal Conde.

Wer die Debatten zur Wahl von Pedro Sánchez im spanischen Parlament verfolgte, der konnte hören und sehen, dass Spanien ein innerlich zerrissenes Land ist. Das nach außen mühsam vermittelte Bild von Einheit kann getrost als Mythos ad acta gelegt werden.

Die sprachlich-ethnischen Unterschiede, die nicht aufgearbeiteten Verbrechen während des Franco-Regimes, der Terror der baskischen Untergrundorganisation ETA und des Staates, der Neoliberalismus und die mit diesem verbundene signifikante soziale Schieflage und die unzähligen Korruptionsskandale (1), in die Vertreter der bisherigen Regierungen und deren Parteien verwickelt waren oder sind, haben kreuz und quer durch die Gesellschaft tiefe Gräben gezogen.

Die neue linksgerichtete Regierung unter Ministerpräsident Sánchez steht vor einer Herkulesaufgabe, die — wenn überhaupt — nicht kurzfristig zu bewältigen sein wird. Von Anfang an wird die Regierung aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Richtungen unter Beschuss stehen und muss gleichzeitig einem immensen Druck aus den eigenen Reihen standhalten.

Im Vorfeld der Neuwahlen hatten sich Vertreter von Banken, Energieunternehmen und Medienkonzernen vehement gegen eine Koalitionsregierung unter Beteiligung des Linksbündnis Unidas Podemos ausgesprochen. Mit Begriffen wie Kommunismus, Enteignung, Anarchie oder Venezuela, Kuba, Chávez und Castro wurde den Linken Fanale des Weltuntergangs zugeschrieben.

In Zusammenhang mit der Art der Parteienfinanzierung wurde Podemos sogar mit dem Iran in Verbindung gebracht. Dabei hatte das Bündnis schon mehrmals vor Gericht bewiesen, dass es sich ausschließlich durch Spenden und Mikrokrediten von Mitgliedern und Sympathisanten finanziert. Das hat den Vorteil, dass sich die Partei — zumindest finanziell — nicht von Wirtschaft und Kapital unter Druck setzen lässt.

Die Vertreter der Vox dagegen, die in den Sitzungen des Parlaments Gift und Galle in Richtung Podemos und PSOE versprühten,

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Im Gespräch: Lisa Hoppel (“Internationalistischer Nationalismus”) | KenFM.de

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22-01-20 09:02:00,

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Berlin, Winter 1885. Auf der „Kongo-Konferenz“ – initiiert von Reichskanzler Otto von Bismarck – wird über das Schicksal Afrikas bestimmt. Natürlich ohne Afrikaner. Auf dem Reißbrett werden per Lineal willkürlich Grenzen gezogen. Rücksicht auf zuvor natürlich gewachsene soziale Strukturen nimmt man keine. Warum auch? Die Konferenz soll schließlich nicht den Auftakt einer gemeinsamen Entwicklungszusammenarbeit markieren, sondern den der kolonialen Eroberung Afrikas.

Heute, über 130 Jahre nach dem Ende der Konferenz, wirken die damaligen Entscheidungen noch immer nach. Die afrikanischen Staaten wurden – zumindest formell – zwar mittlerweile in die Unabhängigkeit entlassen, doch bis dahin war es ein langer und wie der Algerien-Krieg von 1954 bis 1962 gezeigt hat, auch oftmals gewaltsamer Weg.

Besonders bemerkenswert am panafrikanischen Befreiungskampf war, dass die unterdrückten Völker des schwarzen Kontinentes sich dabei oftmals gerade jenes Instrumentes bedienten, welches ihnen von den Kolonialherren erst aufoktroyiert wurde: dem Nationalstaat. Ein internationalistischer Nationalismus entstand, der in den verschiedenen Teilen Afrikas ganz unterschiedliche Ausprägungen annahm.

Lisa Hoppel, Wiener Globalhistorikerin, hat dieses Phänomen wissenschaftlich untersucht. In ihrem Buch „Internationalistischer Nationalismus: Lehren aus dem panafrikanischen Befreiungskampf“ zeigt sie anhand der Beispiele von Algerien und Ghana auf, wie unterschiedlich der Kampf für das Recht auf Selbstbestimmung ausgetragen wurde und welche Rolle den Nationalstaaten in diesem Kontext zukam. Eines wird dabei schnell klar: Nationalismus kann nicht schwarz-weiß gedacht werden. Vielmehr ist er ein zweischneidiges Schwert, das sowohl gewaltsam-ideologische als auch emanzipatorische Potenziale in sich vereint. Darüber und über die Rückschlüsse, die sich daraus für die Gegenwart und die Zukunft ziehen lassen, hat sich KenFM mit der sympathischen, jungen Österreicherin in einer neuen Ausgabe von Im Gespräch unterhalten.

Inhaltsübersicht:

0:01:23 Nation und Staat

0:11:30 Nationalismus, Internationalismus und der Weg zur Selbstbestimmung

0:19:53 Dritte Welt, blockfreie Staaten und der Kampf gegen den (Neo-)Kolonialismus

0:48:16 Ghana und Algerien – Zwei unterschiedliche Wege in die Unabhängigkeit

1:13:29 Formelle Unabhängigkeit und reelle Unabhängigkeit

1:26:12 Panafrikanismus und Nationalismus heute

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Putin vs. Polen: Streit um die Geschichte

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22-01-20 08:39:00,

Über die Unfähigkeit, überkommene Geschichtsdeutungen/Narrative zu hinterfragen

Geschichtliche Vorgänge ohne Sympathie oder Antipathie objektiv zu erfassen und zu schildern ist nicht leicht, insbesondere dann, wenn die Ereignisse noch nicht lange zurückliegen und das eigene Land in ungünstiger Weise darin verwickelt ist. Patriotische Gefühle drängen dann dazu, die eigene Rolle günstiger darzustellen, als es der Wirklichkeit entspricht. Vor kurzem zeigte sich, nicht zum ersten Mal, dass die Politiker Polens besonders leicht dieser Gefahr erliegen und auch vor Geschichtsfälschungen nicht zurückschrecken. Wolfgang Effenberger stellt dazu einiges klar.

Ein Gastbeitrag von Wolfgang Effenberger

Unter dem Modewort Narrativ ist eine sinnstiftende Erzählung der Geschichte eines Nationalstaates oder Kulturraums zu verstehen, die die gemeinsamen Werte und Emotionen transportiert. Durch veränderte Bedingungen – zum Teil hervorgerufen durch die Veröffentlichung von bisher nicht zugänglichen Dokumenten – unterliegen diese „Erzählungen“ einem zeitlichen Wandel, der aber dank eines äußert starken Beharrungsvermögens sich nur unter Protest und sehr langsam vollzieht.

Diesen Vorgang erleben wir gerade anlässlich der Äußerungen des Russischen Präsidenten Putin zur neueren Geschichte.
Gleich dreimal hintereinander hat er die historische Rolle Polens vor dem Zweiten Weltkrieg zum Thema gemacht: auf der großen Jahrespressekonferenz am 19. Dezember 2019, bei einem Treffen der von Russland geführten Eurasischen Staatengemeinschaft am 20. Dezember 2019 und bei einer Sitzung der Spitze des russischen Verteidigungsministeriums am 24. Dezember 2019.

Putin meinte Polen daran erinnern zu müssen, dass es das Münchner Abkommen, mit dem Großbritannien, Frankreich und Italien seinerzeit akzeptierten, dass Hitlerdeutschland die nach Versailles zur Tschechoslowakei geschlagenen deutschsprachigen Sudetengebiete für sich beanspruchte, dazu genutzt habe, selbst einen Teil der Tschechoslowakei zu besetzen.1 Das kann von niemandem geleugnet werden. Nach dem Münchner Abkommen vom 30. September 1938 besetzte die deutsche Wehrmacht das Sudetengebiet, während polnische Truppen im Einvernehmen mit Berlin das polnischsprachige Teschener Land okkupierten – daraus wurde dann der polnische Landkreis Cieszyn. Dass Polen dieses Gebiet nach dem 1. September 1939 wieder abgenommen wurde, kann die völkerrechtswidrige Annexion nicht aufheben. Aus dieser deutsch-polnischen „Waffenbrüderschaft“ Anfang Oktober 1938 leitet Putin eine polnische Mitschuld am 2. Weltkrieg ab.

Damit löste er Wellen der Empörung aus. Seither liefern sich Russland und Polen einen Krieg der Worte, und Polens Premier Mateusz Morawiecki warf Putin sogar vor, in Bezug auf Polen „mehrfach gelogen“ zu haben. Reflexartig berichteten fast alle westlichen Medien darüber, dass Stalin und Hitler im September 1939 Polen unter sich aufgeteilt haben.

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Das Gewaltmonopol der USA. Drohungen, Erpressung, Sanktionen. Ein Kommentar von Wolfgang Bittner

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22-01-20 08:34:00,

Die gegenwärtige deutsche Politik ist kaum mehr zu ertragen, rational nachzuvollziehen schon gar nicht. Gerade „verwarnen“ Deutschland, Frankreich und Großbritannien den Iran wegen der Nichteinhaltung des Atomabkommens.[1] Aber wenn deswegen jemand verwarnt werden müsste, dann wären es die USA, die das Atomabkommen einseitig gekündigt und damit den Bau einer iranischen Atombombe heraufbeschworen haben. Stattdessen wurde auf Druck der US-Regierung ein Schlichtungsverfahren eingeleitet, das von vornherein zum Scheitern verurteilt ist und zwangsläufig zu einer Verschärfung der Sanktionen im Sinne der USA führen wird.

Wie bekannt wurde, drohten die USA damit, Zölle auf europäische Autos zu erheben (im Gespräch waren 25 Prozent), wenn die Europäer nicht spuren würden.[2] Die Erpressung zeigte umgehend Wirkung: Am 14. Januar verkündete der deutsche Außenminister Heiko Maas zusammen mit seinem französischen und dem britischen Kollegen die Auslösung des Schlichtungsmechanismus‘ – ein „strategischer Fehler“, wie der iranische Außenminister Javad Zarif erklärte. Denn der Iran ist nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen und den gescheiterten Verhandlungen über eine Aufhebung der laufenden Sanktionen nicht mehr bereit, die ursprünglich vereinbarten Verpflichtungen zu erfüllen.

Der Spiegel zitierte dazu den FDP-Außenpolitiker Bijan Djir-Sarai, der die Ansicht vertrat: „Gleichgültig, was im Hintergrund abgelaufen ist, zeigt der Vorgang, wie dramatisch schlecht die Beziehungen zwischen den USA und Deutschland sind.“ Der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour sprach von „Erpressbarkeit“ der Bundesregierung „auf offener Bühne“. Daraufhin kam ein Dementi des Bundesaußenministers: Die Entscheidung zur Auslösung des Schlichtungsverfahrens sei bereits vor der Sanktionsdrohung der USA getroffen worden.[3] „Wenig glaubhaft“, erklärte Djir-Sarai. Noch weniger glaubhaft ist Maas‘ beschwichtigende Einlassung, man wolle das Atomabkommen in letzter Minute noch retten, doch mit der Einleitung des Schlichtungsverfahrens kann es endgültig als aufgelöst gelten.

Drohungen, Erpressung und Sanktionen, nicht nur gegen Länder wie Iran, Russland, Syrien oder Venezuela, sondern auch gegen „Bündnispartner“ wie Deutschland. So haben die USA den Weiterbau von Nord Stream 2 erst einmal verhindert, indem sie die beteiligten Firmen mit Sanktionen bedrohen. Dazu wurde sogar ein Gesetz erlassen, das rückwirkende Strafmaßnahmen vorsieht.[4]

Ein Skandal sondergleichen, ein unglaublicher Eingriff in die inneren Angelegenheiten Deutschlands und ein Beispiel für mangelnde Souveränität sowie auch hier für die Durchsetzung von US-Interessen mit brachialer Gewalt. Angeblich begibt sich Deutschland durch die mit Nord Stream 2 beabsichtigten Gaslieferungen in eine Energieabhängigkeit von Russland.

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Coronavirus: Erster Fall jetzt auch in den USA | www.konjunktion.info

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22-01-20 08:34:00,

Virus - Bildquelle: Pixabay / Monoar; Pixabay LicenseVirus - Bildquelle: Pixabay / Monoar; Pixabay License

Virus – Bildquelle: Pixabay / Monoar; Pixabay License

Die Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) haben am Dienstag den ersten US-amerikanischen Fall eines neuen Coronavirus bestätigt, an dem sechs Menschen in China starben.

Die Beamten der CDC und des Staates Washington sagten, der Mann in den Dreißigern sei im Providence Regional Medical Center in Everett in gutem Zustand. Die Symptome zeigten sich am Sonntag und die Diagnose wurde am Montag bestätigt.

Nancy Messonnier, Direktorin des Nationalen Zentrums für Immunisierung und Atemwegserkrankungen, bezeichnete die Nachricht als “besorgniserregend”, insbesondere angesichts der Berichte, dass sich das Virus von Person zu Person verbreitet hat.

“Die Bestätigung der Ausbreitung von Mensch zu Mensch in Asien erhöht mit Sicherheit unsere Besorgnis”, sagte Messonnier.

Die CDC, die in der vergangenen Woche verstärkte Vorsorgeuntersuchungen an Flughäfen in San Francisco, New York und Los Angeles durchführte, sagte, Atlanta und Chicago würden in die Liste aufgenommen. Alle Reisen von Wuhan, China – wo der Ausbruch begann – in die USA werden zu diesen Flughäfen umgeleitet.

(The Centers for Disease Control and Prevention on Tuesday confirmed the first U.S. case of a new coronavirus that has killed six people in China.

The CDC and Washington state officials said the man, in his 30s, was in good condition at Providence Regional Medical Center in Everett. The symptoms presented Sunday, and the diagnosis was confirmed Monday.

Nancy Messonnier, director of the National Center for Immunization and Respiratory Diseases, called the news “concerning,” particularly in light of reports that the virus has begun to spread from person to person.

“The confirmation of human-to-human spread in Asia certainly increases our concern,” Messonnier said.

The CDC, which began enhanced health screenings last week at airports in San Francisco, New York and Los Angeles, said Atlanta and Chicago would be added to the list. All traveling from Wuhan, China – where the outbreak began – to the USA are rerouted to these airports.)

Aktuell ist es schwierig einzuschätzen, wie ernsthaft diese Gefahr des Coronavirus wirklich ist bzw.

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Der Schachzug

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21-01-20 12:45:00,

Das „System Putin“ war — und ist — ein äußerst labiles; dies darf nicht vergessen werden. Putin muss seinen bevorstehenden Abgang, nach gut zwanzig Jahren an der Spitze des russischen Staates, klug und vorausschauend einleiten, wenn er das Erreichte nicht gefährden will.

Das Erreichte, das ist die Stabilisierung der nach dem Ende der Sowjetunion gänzlich zerrütteten Staatlichkeit Russlands. Möglich wurde die Stabilisierung auf Basis des von Putin geschaffenen Konsenses von Kräften, die bei seinem Antritt als Präsident im Jahr 2000 noch extrem auseinander trieben.

Bestandteile des Konsenses waren im Wesentlichen:

  • die nach den wilden Jahren der Privatisierung wieder an die soziale Verantwortlichkeit herangeführten Oligarchen,
  • die Stütze der Regierung durch „Silowiki“, Geheimdienste und Militär,
  • die Unterordnung der Regionalfürsten unter das Zentrum.

Putin schaffte es, das Land in dieser Konstellation ruhig zu halten, solange die Erinnerung an die chaotischen Jahre des Zusammenbruchs die Bevölkerung noch gefangen hielt. Inzwischen sind die Jahre des Wiederaufbaus vorbei, sind junge Kräfte nachgewachsen, die auf Ablösung der autoritären Strukturen und auf Teilhabe an der Macht sowie an den Reichtümern des Landes drängen.

Vor diesem Hintergrund kündigt Putin eine Verfassungsreform an, die dem Parlament und dem Föderationsrat mehr Einfluss einräumen soll. Zusammen mit dem Auswechseln der Regierung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Präsidialstruktur und der Aufwertung des bisher kaum in Erscheinung getretenen und über allen anderen Strukturen schwebenden Staatsrates erscheint dies als der Versuch, den Konsens der zurückliegenden Jahre über die Klippe der kommenden Wachablösung hinaus zu steuern.

Die Annahme, der Rücktritt der Regierung, in Sonderheit des Ministerpräsidenten Dmitri Medwedews, geschähe vor allem zur Ablenkung von aktuellen sozialen und wirtschaftlichen Problemen, scheint naheliegend, greift aber in dieser Gewichtung mit Sicherheit zu kurz. Im Vordergrund der Vorschläge Putins steht zweifellos die Vorsorge für die Aufrechterhaltung der langfristigen Stabilität des Landes. Da ist Medwedews Abgang gewissermaßen ein Kollateralschaden, zumal er in den Nationalen Sicherheitsrat an der Seite Putins hochgelobt wird.

Vermieden werden müssen aus Putins Sicht zwei mögliche Extreme. Das eine Extrem bestünde in der Ablösung Putins durch einen Nachfolger aus den Reihen der „Silowiki“, der sich außenpolitisch aus der Rolle Russlands als Krisenmanager zurückzöge und innenpolitisch den labilen Konsens, insbesondere mit der nach sozialen Reformen und wirtschaftlicher Verbesserung verlangenden Bevölkerung, aufkündigte. Das andere wäre eine Schwächung des Zentrums,

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Superimperialistische Globalisierung

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21-01-20 12:44:00,

Die Globalisierung verlief mehr oder weniger parallel zur Entstehung des Kapitalismus, denn der Globalismus ist im Kapitalverhältnis angelegt. Auf den ersten Blick erscheint jedoch die Globalisierung als eine neue Erscheinung, seit die grenzüberschreitende Bewegung des Kapitals mit den durch den Nationalstaat hervorgerufenen Schranken kollidiert. Die umfassende, strukturell sich entfaltende Globalisierung beginnt tatsächlich bereits in den Nachkriegsjahren, also im nationalistisch-imperialistischen Zeitalter im Rahmen der Keynesianischen Kapitalakkumulation und unter ganz neuen Rahmenbedingungen: sozial abgesicherte Arbeitsmärkte, beinahe Vollbeschäftigung, steigende Löhnen, geregelte Kapitalmärkte, niedrige Staatsverschuldung, hohe Spitzensteuersätze, prosperierender Sozialstaat und starke Gewerkschaften.

Doch seit Mitte der 1970er Jahre stieß das Keynesianische Modell des auf Kredit finanzierten Wachstums an seine ökologischen Schranken. Seitdem findet die Globalisierung unter jenen neuen Bedingungen statt, die zusammengenommen Merkmale eines Systemwechsels innerhalb des Kapitalismus darstellen: den Wechsel vom Keynesianischen zum finanzgetriebenen Kapitalismus.

Die Merkmale des neuen Systems, die seit Mitte der 1970er Jahren in allen kapitalistischen Staaten mit unterschiedlicher Tendenz empirisch nachgewiesen werden können und die man als das sozio-ökonomische Fundament des neuen finanzmarktkapitalistischen Systems bezeichnen kann, sind: eine bis dato nicht gekannte Einkommensungleichheit, rasant steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Löhne, sinkende Binnenkaufkraft und dramatisch geschwächte Gewerkschaften. Seitdem stieg vor allem auch das globale Handelsvolumen des Finanzsektors von 5 auf 160 Prozent des globalen BIPs.

Die Aufblähung des Finanzsektors resultierte aus der Umleitung überschüssiger und aufgrund sinkender Löhne und Binnenkaufkraft hervorgerufener Gewinne in den Finanzsektor — ein Vorgang, der bis heute andauert und zur treibenden Kraft des Finanzmarktkapitalismus geworden ist. Fortan dominierte der Finanzsektor die Realwirtschaft (1). Agenturen des neuen durch das Finanzkapital dominierten Systems sind mächtige Vermögensverwalter oder Finanzkonzerne, die — wie vor allem der Black Rock — in den letzten Dekaden des 20. Jahrhunderts wie Pilze aus dem Boden geschossen sind (2).

Der Kapitalismus ist seiner inneren Logik nach ein gleichgewichtiges System. Dafür sorgen die ihm immanenten Krisen. Die These von der strukturellen Überproduktion/Überakkumulation von Lenin und Rosa Luxemburg, die auch heute das Gros der orthodoxen Linken vertritt, ist meines Erachtens ein großes und folgenreiches Missverständnis. Unter den Bedingungen von Vollbeschäftigung und annähernd gleichen Machtverhältnissen auf dem Arbeitsmarkt entsteht in der Regel keine dauerhafte Überproduktion. Jene real existierende Überproduktion ist in Wirklichkeit das Resultat asymmetrischer Machtverhältnisse und der Verschiebung der Kräfteverhältnisse zugunsten des Kapitals, die in der Regel unter den Bedingungen der Massenarbeitslosigkeit entstehen.

In der Tat verdankt der gegenwärtig dominierende Finanzmarktkapitalismus seine Entstehung der neuen Massenarbeitslosigkeit in den letzten Dekaden und den damit einhergehenden veränderten Kräfteverhältnissen zu Lasten des Faktors Arbeit.

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Der aktuelle Umgang mit Libyen, dem Irak und dem Iran zeigt, wie wichtig es ist, die Manipulationsmethode, eine Geschichte verkürzt zu erzählen, im Kopf zu behalten.

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20-01-20 04:59:00,

Bei der öffentlichen Debatte zur Libyen-Konferenz in Berlin wie auch in der Debatte um die Hinrichtung des iranischen Generals Soleimani in Bagdad und in den Überlegungen, ob der Westen der Bitte des irakischen Parlaments nachkommen will, die Streitkräfte aus dem Irak abzuziehen, immer können wir und müssen wir feststellen, dass die Vorgeschichten nicht zur Sprache kommen – obwohl sie zur Beurteilung wichtig sind. Auf diesen Mangel möchte ich Sie aufmerksam machen. Wir sollten unsere Urteile und Bewertungen nicht treffen, ohne wenigstens ein bisschen zurück zu denken. Im folgenden beispielhaft für Irak und Libyen. Albrecht Müller.

Irak

Ein paar Rückerinnerungen: Der Westen unterstützte den Irak beim sogenannten ersten Golfkrieg 1980-1988 gegen den Iran, einem Krieg, in dem chemische Waffen eingesetzt wurden und über 1 Million Menschen umkamen. Hier ist eine Information dazu, von der Bundeszentrale für politische Bildung.

Dann begann 1990 der zweite Golfkrieg. Die USA intervenierten jetzt zusammen mit einer Kriegs-Koalition. An diesem Krieg waren wir auch in Deutschland beteiligt. Ich kann mich noch gut an das Brummen der schweren Bomber erinnern, die von den US Flughäfen um Kaiserslautern herum kommend über die Südpfalz in Richtung Naher Osten flogen.

Im Jahre 2003 erfand der US Präsident George W. Bush und seine Berater die Massenvernichtungsmittel, mit denen Saddam Hussein die Region und die Welt angeblich bedrohten. Der dritte Golfkrieg begann. Siehe dazu hier. Angela Merkel war für diesen Krieg und warf dem damaligen Bundeskanzler Schröder vor, uns zu Unrecht nicht zu beteiligen. Das war schon toll, aber noch toller ist eigentlich, dass die USA nach wie vor auf ihre Militärbasen in Deutschland zurückgreifen konnten und wir deshalb an diesem Krieg auch beteiligt waren.

Dieser Krieg war ein wichtiger Katalysator und Grundlage dafür, dass der islamische Staat und andere sogenannte Terrororganisationen entstanden. Siehe dazu hier.

Der Zusammenhang zwischen im Irak geführten Kriegen und dem Entstehen von Terrororganisationen wird auch von einem hohen Geheimdienstfunktionär der USA geteilt. Siehe den Dialog im Spiegel hier:

Ex-US-Geheimdienstchef über den IS

“Wir waren zu dumm”

SPIEGEL ONLINE: Den IS gäbe es nicht, wenn die Amerikaner nicht 2003 in Bagdad eingefallen wären. Bedauern Sie…

Flynn: …ja, absolut…

SPIEGEL ONLINE: …den Irakkrieg?

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Hospizarbeit: Wo die Würde des Menschen gelebt wird

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20-01-20 04:49:00,

Hospizarbeit:

Wo die Würde des Menschen gelebt wird

“Heilen manchmal, lindern oft, trösten immer”

Es war Montagmorgen um 10:30 Uhr. Ruhig und abgeschieden liegt ein unscheinbarer moderner Bungalow direkt am Rande des Botanischen Gartens und in unmittelbarer Nähe des städtischen Klinikums. Direkt vor der Einrichtung befinden sich die Parkplätze für die Besucher des palliativ-stationären Hospiz. Die Eingangspforte öffnet sich automatisch. Man wird von einer sehr netten Empfangsdame begrüßt. Sie ist eine von mehreren Ehrenamtlern hier.

Es riecht überhaupt nicht nach Krankenhaus und überhaupt strahlt die Einrichtung sehr viel Ruhe aus. Keine hektisch umher schwirrenden Krankenschwestern und Ärzte, nur das leise Surren eines Staubsaugers, der tagtäglich von einer Reinemachekraft bewegt wird. Mittlerweile kennt man sich und grüßt. Seit drei Wochen komme ich täglich mit meiner Mutter hierher, um meinen Vater zu besuchen, der einer der zehn Bewohner dieser Einrichtung ist. Es wird seine letzte Station in seiner Lebenslaufbahn sein. Im September 2019 kam die traurige und erschütternde Diagnose: Krebs. Unheilbar.

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Wir gehen den hellen Gang entlang und halten an der Tür des Zimmers mit der Nr. 3. Am Türknauf ist ein blaues Hinweisschild aufgehangen, wie man es aus Hotelzimmern kennt. Auf dem Schild erkennt man das Bergmannzeichen, Schlägel und Bergeisen. Darunter das Vereinswappen des Bundesligaclubs FC Schalke 04. „Nur Zutritt für Schalker“ steht auf der Vorderseite. Auf der Rückseite ist „Bitte nicht stören. Träume vom S04“ aufgedruckt. Ich muss schmunzeln und wundere mich über dieses Schild. Von mir oder meiner Mutter ist es nicht. Es muss eine der Nachtschwestern mitgebracht und aufgehangen haben.

Wir treten in ein sehr geräumiges taghell erleuchtetes Zimmer in moderner geschmackvollen Ausstattung. Der Flachbild-TV läuft. Mein Vater muss also da sein und in seinem Krankenbett liegen. Das ist nicht unbedingt selbstverständlich, denn an diesem Ort wird im hier und jetzt gelebt. Nicht nur weil der Tod der ständige Begleiter innerhalb dieses Hauses ist, sondern weil hier die Launen und Wünsche der Gäste ausnahmslos respektiert und erfüllt werden. Es kam schon mal vor das mein Vater an die frische Luft wollte und wir fanden ihn dann ein paar Augenblicke später im Innenhof wieder. Ein Pfleger hatte ihn in seinem Rollstuhl unter einen Sonnenschirm gefahren. Heute ist es allerdings nicht so. Ihm geht es nicht sonderlich gut, dennoch ringt er sich ein Lächeln ab,

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Die Sackgasse private Altersvorsorge wird immer deutlicher

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20-01-20 01:01:00,

In seiner Neujahrsansprache verkündete BaFin-Chef Felix Hufeld Beunruhigendes. „Um manche Lebensversicherer und Pensionskassen“ stehe es nach den Worten des obersten deutschen Finanzaufsehers „nicht gut“. Dieses Urteil ist kaum überraschend, hat die fortwährende Niedrigzinsphase doch das Geschäftsmodell dieser Altersvorsorgemodelle obsolet gemacht. Die versprochenen Renditen sind mittlerweile Vergangenheit. Doch anstatt daraus den logischen Schluss zu ziehen und die gesetzliche Rente zu stärken, braut sich über die EU-Ebene bereits eine „Reform“ zusammen, die genau in die falsche Richtung geht und Millionen Menschen in die Altersarmut treiben könnte. Von Jens Berger.

Rund ein Drittel der 137 von der BaFin beaufsichtigten deutschen Pensionskassen befindet sich aktuell „unter erweiterter Aufsicht“ der BaFin, da sie „mittelfristig Probleme bekommen könnten, die Zusagen der Betriebsrentner“ zu bedienen, so Hufeld. Drei Anbietern wurde von der BaFin sogar bereits das Neukundengeschäft untersagt. Diese Anbieter, darunter die „Deutsche Steuerberater Versicherung“ und die Pensionskasse der katholischen „Caritas“ werden bereits abgewickelt. Für die Versicherten hat dies die bittere Konsequenz, dass die versprochenen Betriebsrenten gekürzt werden. Ein solches Szenario könnte auch Kunden klassischer Kapitallebensversicherungen drohen. 12 Lebensversicherer sind zur Zeit nur dank Übergangshilfen ausreichend solvent, um die Auszahlung der garantierten Leistungen abzuwickeln. 66 der 84 Versicherer müssen vom Gesetzgeber eingeräumte „Bilanzierungshilfen“ nutzen, um die vorgeschriebenen Kapitalanforderungen zu erreichen. Die klassische private Altersvorsorge ist in Schieflage geraten und das ist nicht sonderlich überraschend.

Ein Modell, das nicht mehr funktioniert

Klassische Kapitallebensversicherungen und Pensionskassen funktionieren nach einem recht simplen Modell. Die monatlichen Beiträge der Kunden werden zum größten Teil in festverzinsliche Anleihen mit oberster Bonität im gleichen Währungsraum angelegt. Dem Kunden wird ein Garantiezins versprochen und im Alter wird dann der verzinste Kapitalstock, also das eingezahlte Geld, in monatlichen Raten ausgezahlt. Abgezogen werden die üppigen Provisionen und Gebühren der Anbieter und wenn der tatsächlich erzielte Zins höher als der Garantiezins war, gibt es im besten Fall noch eine Überschussbeteiligung. Früher war dies – bei allen grundsätzlichen Nachteilen einer privaten Altersvorsorge – ein vergleichsweise sicheres Geschäft.

Von 1986 bis 1994 betrug der Garantiezins beispielsweise 3,5%. Der durchschnittliche Zinssatz für inländische Anleihen mit hoher Bonität – meist sind dies Bundesanleihen oder Anleihen der öffentlichen Hand – also die Umlaufrendite, schwankte in dieser Zeit jedoch zwischen 5,5% und 9,0%.

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Zahl der Minderjährigen in der Bundeswehr bleibt hoch

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19-01-20 05:17:00,

Zahl der Minderjährigen in der Bundeswehr bleibt hoch

Trotz scharfer Kritik rekrudiert die BW auch weiterhin unter 18-Jährige.

von Kampagne „Unter 18 nie!

Kein Werben fürs Sterben, Bundeswehr, Bundeswehrnachwuchs, Bundeswehrwerbung, Minderjährige, Rekruten, Rekrutenanwerbung, Rekrutengewinnung, Rekrutierung, Rekrutierungsalter, Rekrutierungsmaßnahmen, Unter 18 nie!, Unsere Kampagne „Unter 18 nie!“ kritisiert die noch immer hohe Zahl von Minderjährigen in der Bundeswehr. „Die Bundesregierung sollte endlich die Rekrutierung minderjähriger Mädchen und Jungen als Soldaten stoppen – wie es über 150 Länder weltweit schon getan haben. Denn eine Armee ist kein Platz für Kinder und Jugendliche“, betont Ralf Willinger von der Trägerorganisation terre des hommes.

„Unter 18 nie!“ bezieht sich auf neueste Zahlen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Deutschen Bundestag. Demnach wurden von Januar bis November 2019 insgesamt 1534 Minderjährige von der Bundeswehr neu eingestellt – 974 davon als Freiwilligen Wehrdienst-Leistende und 560 als Soldaten auf Zeit. Damit ist die Zahl zwar im Vergleich zum Vorjahr etwas gesunken, bleibt aber weiter auf einem skandalös hohen Niveau.

669 der Soldatinnen und Soldaten waren sogar nach Ablauf ihrer Probezeit beziehungsweise ihres Widerrufsrechts noch nicht volljährig. Laut Bundesregierung waren 288 der minderjährigen eingestellten Rekruten im vergangenen Jahr Mädchen. Seit Aussetzung der Wehrpflicht haben über 13.000 Minderjährige ihren Dienst bei der Bundeswehr angetreten.

Die Kampagne verweist auf die UN-Kinderrechtskonvention, die die Rekrutierung von Minderjährigen verbietet, sowie auf den UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes und die Kinderkommission des Bundestags, die Deutschland wiederholt empfohlen haben, das Rekrutierungsalter auf 18 Jahre anzuheben.

„Auch in der Bundeswehr kommt es immer wieder zu schweren Verletzungen der Kinderrechte wie Unfällen bei militärischen Übungen, sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen. Statt Minderjährige solchen Gefahren auszusetzen, sollte die Bundesregierung sie davor schützen, wie es die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verlangt“, fordert Willinger.

Die Kampagne „Unter 18 nie! Keine Minderjährigen bei der Bundeswehr“ wird getragen von einem breiten Bündnis verschiedener Organisationen und Zusammenschlüsse aus den Bereichen der Friedensinitiativen, der Kirchen und der Gewerkschaften. Sie fordert die Anhebung des Rekrutierungsalters für den Militärdienst auf 18 Jahre sowie ein Verbot jeglicher Bundeswehrwerbung bei Minderjährigen.

Kampagne „Unter 18 nie! https://unter18nie.de/ .

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Wer wir sind – was uns wichtig ist

Bundeswehr_Soldaten_sind_Moerder_Bundeswehrsoldaten_Auslandseinsetze_Militarisierung_Aufruestung_NATO_Kriegstreiber_Kritisches_NetzwerkDie Kampagne „Unter 18 nie! Keine Minderjährigen bei der Bundeswehr“ wird getragen von einem breiten Bündnis verschiedener Organisationen und Zusammenschlüsse aus den Bereichen der Friedensinitiativen,

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Wie der Mensch korrumpiert wird

wie-der-mensch-korrumpiert-wird

19-01-20 01:34:00,

  1. Wie der Mensch korrumpiert wird

  2. Der Korrumpierungseffekt

  3. Benutzte Literatur


  4. Auf einer Seite lesen

In der kapitalistischen Gesellschaft wird häufig auf die falsche Art der Motivation gesetzt. Dies hat verheerende Folgen

Nicht nur in Erziehung und Schule ist eine zentrale Grundfrage, was den Menschen motiviert. Auch in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Was motiviert den Menschen zum sozial verträglichen, zum altruistischen Verhalten? Was zum Lernen und zur Arbeit?

Gemeinhin wird zwischen zwei Formen der Motivation unterschieden: intrinsischer und extrinsischer. So sind Menschen intrinsisch motiviert, wenn sie beispielsweise ein Buch lesen, weil sie hieran ein Interesse verspüren oder einfach Lust darauf haben. Lesen sie hingegen das Buch, weil der Lehrer es verlangt, eine Strafe droht oder eine kleine Belohnung für die Lektüre winkt, so sind sie extrinsisch motiviert.

Allgegenwart extrinsischer Motivation

Es ist augenscheinlich, dass derzeit die allgemeine Überzeugung herrscht, dass der Mensch am besten und erfolgreichsten extrinsisch motiviert wird. In der Schule wird für Noten in der nächsten Prüfung gelernt und ein mögliches Sitzenbleiben dient als stete Abschreckung. (Eine weitere Motivation: 40 Prozent der Schüler erhalten Geld für gute Schulnoten und ein knappes Viertel der Kinder bekommt die Mithilfe im Haushalt ausgezahlt).

In der Berufswelt wird die Arbeit durch das Gehalt bezahlt und mit einer möglichen Gehaltserhöhung oder durch Boni und Beförderung zusätzlich motiviert. Und nicht zuletzt basiert auch die Sozialpolitik auf der Überzeugung, dass der Mensch am besten extrinsisch motiviert werden kann. Mit Zuckerbrot und Peitsche. Entsprechend lautet das Motto: Fördern und Fordern.

Geld wirkt

Geld spielt im Kapitalismus die zentrale Rolle des Motivators. Oder, um es mit den Worten des Sozialwissenschaftlers Meinhard Miegel zu sagen: “Das kapitalistische Belohnungs- und Bestrafungssystem (ist) von bestechender Schlichtheit.”

Tatsächlich spricht Geld direkt das sogenannte Belohnungszentrum des Gehirns direkt an. Je größer die Summe, die in Aussicht steht, desto stärker der Ausstoß an Dopamin, dem Neurotransmitter, der auch gerne mit dem vielsagenden Namen “Glücksbotenstoff” bezeichnet wird.

Geld ist die extrinsische Motivation par excellence. Und es scheint zu funktionieren: Es reicht sogar bereits aus,

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Venezuela nach dem gescheiterten Regime Change

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19-01-20 12:46:00,

Involvierung in Korruption und inszeniertem Parlaments-Skandal Juan Guaidós geplanter Anschlag auf Telesur. Am vergangenen 5. Januar, dem ersten Sonntag des neuen Jahres, war die Nationalversammlung Venezuelas die Bühne einer Handlung, die sich, als Komödie begonnen, rasch als Farce entpuppte. Ein Bericht von Frederico Füllgraf.

Ziel der Farce ist bekanntlich, die Zuschauer zum Lachen zu bringen. Ihr zentrales Stilmittel ist der großzügige Umgang mit Verstößen gegen Gesetz, Ethik und die Wahrheit, und sie zeigt Menschen als eitle, gerissene, jedoch auch als irrationale und käufliche Protagonisten. Die Konstruktion des Farce-Spiels hat das Happy End zum Ziel. Erfreut es das Publikum, so bleibt meistens die Redlichkeit auf der Strecke. Mit anderen Worten: Der Protagonist entkommt meistens auf listigen Umwegen, selbst dann, wenn er sich kriminell betätigt hat.

Die Zaunsprung-Inszenierung

Juan Guaidó versuchte einen dieser „Umwege“ zu nehmen, jener bis Ende Januar 2019 unscheinbare Abgeordnete der rechtsradikalen Partei Voluntad Popular („Volkswille“), der sich selbst zum Präsidenten Venezuelas ernannte. Mit einem vor den Kameras des venezolanischen Senders Radio Caracol inszenierten, aber kalkuliert verhinderten Sprung über den Gitterzaun der Nationalversammlung wollte Guaidó der Weltöffentlichkeit glaubhaft machen, er sei von Polizei und Militär der „Maduro-Diktatur“ am Betreten und an der Leitung des Parlaments gehindert worden. In Wahrheit hatte sich Guaidó Minuten zuvor geweigert, den Parlamentssitz zu betreten.

Der Zwischenfall trug sich folgendermaßen zu. Das Militär hatte einen sogenannten „Sicherheitsgürtel“ um das Parlament gelegt und die Bolivarische Nationalgarde drei Kontrollposten am Eingang aufgestellt, an denen die Personalien der Abgeordneten überprüft wurden. Die Sitzung zur Wahl des alljährlich neu amtierenden Parlamentspräsidenten war für 11 Uhr morgens angesetzt, doch Juan Guaidó erschien erst gegen 1 Uhr nachmittags in Begleitung einer 11-köpfigen Delegation, angeführt von den Abgeordneten Dinorah Figuera und Gilberto Sojo. Bei Überprüfung der Namensliste wollte die Polizei Letztgenannten nicht durchlassen. Der Grund war Guaidó selbstverständlich bekannt. Im Jahr 2016 hatte der Oberste Gerichtshof (TSJ) die parlamentarische Immunität Sojos sowie der Abgeordneten Renzo Prieto und Rosmit Mantilla aufgehoben, die 2014 wegen Korruption und anderen Vorwürfen verhaftet worden waren und seitdem nicht mehr als Parlamentarier amtieren durften.

Als nun der Polizeibeamte nach telefonischer Rücksprache erklärte, Sojo solle bitte zur Seite treten, doch Guaidó und die ihn begleitenden Abgeordneten dürften weitergehen, bestand Guaidó auf Sojos Durchlass. Als der Beamte erklärte, dafür gebe es keine Erlaubnis,

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Israels Singularität

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19-01-20 10:29:00,

Identitäten gibt es viele. Singularität nur einmal. Ich kenne zwei: … – und Israel

Wann ist Kritik sogar an Israel erlaubt? Die offizielle Antwort darauf ist: Solange diese Kritik keine Israel-singuläre ist, d.h. keine, die nur gegen Israel vorgebracht wird. Mit anderen Worten: Universalisierbare Kritik ist auch gegenüber Israel erlaubt.

Diese Münze gehört zum argumentativen Kern des derzeitigen “Antisemitismus”-Diskurses. Und offensichtlich wird dieses Zahlungsmittel bisher auch von allen Seiten akzeptiert. Höchste Zeit also, dieses Mittel etwas näher zu betrachten. Ich will im Folgenden zeigen: Auch diese Münze ist mitunter Falschgeld.

Zur Erinnerung: Der für den ganzen Bereich Israelbezogener Antisemitismus wichtigste Satz der zu Recht zunehmend umstrittenen “IHRA- Arbeitsdefinition Antisemitismus”1 ist dieser (zunächst auf English, weil nur dieser Text der verbindliche sein soll):

However, criticism of Israel similar to that leveled against any other country cannot be regarded as antisemitic.

Hingegen kann eine Kritik an Israel, wie sie ähnlich auch gegen irgend ein anderes Land vorgebracht wird, nicht als antisemitisch betrachtet werden.

Meine Übersetzung

Und es war diese nicht singuläre und so auch nicht verbotene, vielmehr somit erlaubte Israel-Kritik, die man, wie von mir in “Genau wann ist Israelkritik antisemitisch?” getan, auch als universalisierbare Kritik bezeichnen könnte.

Alles klar? Und damit also: IHRA locuta, causa finita? Auf Deutsch: Die Arbeitsdefinition der IHRA sagt so-und-so. Also Debatte beendet?

Nun, das hätten wohl einige gerne. Ich nicht.

Daher noch einmal: Was heißt eine “Israel-singuläre Kritik” bzw. eben eine “nicht-universalisierbare Israel-Kritik” denn genau? Mit dieser Frage hatte mein letzter Beitrag (a.a.O.) geschlossen. Während dieser Beitrag jetzt mit eben dieser Frage beginnt. Zunächst etwas allgemeiner; und dann in der Tat wieder mit starkem Israel-Bezug.

Universalisierbare Kritik

Allgemein: Dass eine universalisierbare Kritik erlaubt sein soll, das hört sich nicht nur gut an: Es trifft auch genau den Kern dessen, weshalb wir allesamt das Insistieren auf der Universalisierbarkeit von Werten und Normen so toll finden: Denn deren Universalisierbarkeit besagt letztlich2 nichts anderes, als dass sie begründbar sind. Und wer will denn schon eine Kritik verbieten, für die sich gute Gründe vorbringen lassen?

Ja, es geht sogar noch schöner: Das Gründe-Vorbringen-Sprachspiel gilt zu Recht als die Heimat menschlicher (also sozial verankerter) Rationalität.

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Indien: Weiter rudern in der Kloake

indien:-weiter-rudern-in-der-kloake

19-01-20 09:34:00,

Der Adyar River und die anderen beiden Flüsse Chennais, bestehen zu dieser Jahreszeit fast nur aus Abwässern. Foto: Gilbert Kolonko

  1. Indien: Weiter rudern in der Kloake

  2. Es gibt Lösungen


  3. Auf einer Seite lesen

Im südindischen Chennai wird schon eine effiziente Lösung praktiziert, um Indiens Wasserkrise zu beenden. Lieber wird aber in fragwürdige Großprojekte investiert, während sich die Abwasserflüsse und Kloakenseen ausbreiten

Vor mir dichtes, grünes Gras, so weit das Auge sehen möchte. Dazu weist ein Schild der Naturschutzbehörde von Tamil Nadu darauf hin, kein Plastik in die hiesigen Pallikanarai-Feuchtgebiete zu werfen. Doch schon die Nase sagt, dass hier etwas stinkt.

Ein Blick nach links zeigt einen Abwasserkanal, der eine schwarze Brühe in die Feuchtgebiete leitet. Die weißen Punkte in der Ferne sind auch keine Spot Bill Ducks, die laut Schild der Naturschutzbehörde im Gras versteckt sein sollen, sondern Hochhäuser und Fabrikgebäude. Direkt hinter mir rast eine Blechlawine auf der vierspurigen Tambaram Main Road in den nächsten Stau der 10-Millionen-Einwohner-Metropole.

Vier Kilometer weiter Richtung Stadtmitte liegt der Velachery Lake. Ein Ring von Häusern um den See deutet an, warum seine Fläche von 107 Hektar auf 20 geschrumpft ist. Noch immer könnte er mit Millionen Litern von Süßwasser eine Quelle für Trinkwasser sein, doch ein Abwasserkanal leitet seine stinkende Brühe in den See.

Leere Wasserspeicher

Die Feuchtgebiete von Chennai erstreckten sich früher über 200 Quadratkilometer. Bis 1980 schrumpften sie moderat und hatten noch eine Fläche von 186,3 km². Heute weisen sie nur noch 15 Prozent ihrer einstigen Größe auf, wie eine Studie des CareEarth Trust aufzeigt. Hauptgründe sind der Boom von IT-Unternehmen im Süden von Chennai und allgemein das Wachstum des Immobilienmarktes.

“Seit mehr als zwei Jahrzehnten weisen Wissenschaftler und Umweltschützer daraufhin, dass Chennai auf eine Wasserkatastrophe zurast”, sagt Dr. Avilash Roul vom Indian Institute of Technology (IIT) aus Chennai. “Doch es brauchte erst das schwere Hochwasser im Jahr 2015, damit die Verantwortlichen aufwachten.” Früher hätten die Feuchtgebiete mit ihren Seen und Zuläufen einen großen Teil des Wassers aufgenommen und so die Flutschäden gelindert.

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Tagesdosis 18.1.2020 – Bundesregierung schenkt US-Wirtschaft deutsche Gasterminals | KenFM.de

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18-01-20 03:21:00,

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Ein Kommentar von Karl Bernd Esser.

Deutschland schenkt Trump in diesem Jahr drei neue Liquefied Natural Gas-Terminals (LNG-Anlagen). Vor dem Hintergrund eskalierender Spannungen über die russisch-deutsche Gaspipeline Nord Stream 2 wollen Deutschland und die USA die industrielle Zusammenarbeit bei Flüssigerdgas (LNG) stärken. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich bereits 2018 für den Bau von LNG-Anlagen aus. 

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) lud Vertreter der US-Regierung und der LNG-Industrie im Februar letzten Jahres zu einer Investoren-Konferenz (1) nach Berlin ein, wo er die Bedeutung der transatlantischen Partnerschaft hervorhob. An der Konferenz haben der US-amerikanische Vize-Energieminister Dan Brouillette und der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur Fatih Birol teilgenommen (2). Teilnehmer waren darüber hinaus deutsche und US-amerikanische Unternehmen aus den Bereichen Gasförderung, Gashandel sowie LNG-Infrastruktur sowie Verbände, darunter der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und die beiden US-amerikanischen LNG-Verbände Center for Liquefied Natural Gas (CLNG) und LNG Allies. Minister Altmaier sagte damals, die deutsche Gasnachfrage werde mit dem Ausstieg aus Kohle und Kernenergie steigen, und äußerte sich optimistisch, dass Deutschland bald seine ersten beiden Terminals für den Import von LNG bauen werde. Diese würden die Infrastruktur liefern, die US-Unternehmen benötigen, um LNG nach Deutschland zu verkaufen. Der stellvertretende US-Energieminister Dan Brouillette erklärte, sein Land werde „ein transparenter, wettbewerbsfähiger und zuverlässiger LNG-Lieferant“ sein, und begrüßte ein kürzlich abgeschlossenes EU-Abkommen zur Regulierung von Nord Stream 2. Deutschland und die USA haben die ersten Schritte unternommen, um ihre jüngsten Meinungsverschiedenheiten über die umstrittene Nord Stream 2-Gaspipeline zu überwinden.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier betonte auf dieser Konferenz die deutsch-amerikanische Freundschaft. „Ich habe mich immer für eine enge Freundschaft zwischen Deutschland und den USA eingesetzt, und ich glaube, dies liegt in unseren beiden nationalen Sicherheitsinteressen“, sagte er und nannte LNG „einen wichtigen Punkt der Zusammenarbeit“ zwischen den Ländern. In der Vergangenheit wurden europaweit LNG-Importterminals eingerichtet, nicht jedoch in Deutschland. „Das ist in unseren Augen ein Problem“, sagte Altmaier und fügte hinzu, dass er „optimistisch“ sei, dass „mindestens zwei“ der drei inländischen LNG-Terminalprojekte, die derzeit für Norddeutschland geprüft werden,

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Vom Dämon der Anmut, der Kühnheit und unserer „verschweinzten“ Wirklichkeit | KenFM.de

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18-01-20 03:11:00,

Von Dirk C. Fleck

Vor dreißig Jahren fiel mir ein Buch in die Hände, dessen Titel mich auf Anhieb faszinierte. Er lautete: „Unfug des Lebens und des Sterbens“. Den Autor Prentice Mulford kannte ich damals nicht, inzwischen ist er mir durch andere hinzu gekaufte Werke wohl vertraut. Mulford (1834 -1891) war ein US-amerikanischer Journalist, Philosoph und Schriftsteller. Er starb in einem Segelboot treibend vor Long Island.

Die österreichische Schriftstellerin Bertha Diener (1874 – 1948), besser bekannt unter ihrem Pseudonym Sir Galahad, schrieb über Mulford: „Er ist ein Heiliger, ein Durchschiffer spiritueller Ozeane. Seine Weisheit wuchert wild wie ein Dornbusch. Nie wird ihm eine Erkenntnis aus zweiter Hand. Wollte unser Herr Jesus Christus ihn in eine längere Offenbarung verwickeln, er würde vielleicht höflich, jedenfalls entschieden ablehnen und zöge es vor, sich seine Informationen vom lieben Gott direkt zu holen.“

Bertha Diener hat die Schriften Mulfords übersetzt. Sie wurde sein größter Fan. Tatsächlich ist es kaum möglich, sich der unbekümmerten, humorvollen und gleichzeitig radikalen Gedankenwelt dieses Mannes zu entziehen, dessen deutschstämmige Eltern ein Hotel in Sag Harbor besaßen, zu dem ihr Sohn unterwegs war, als er starb. Der Fischer Verlag schrieb 1977 einleitend über das in seinem Hause verlegte Buch „Unfug des Lebens und des Sterbens“: „Haben wir es noch nötig zu sterben? Oder sterben wir nur, weil wir glauben, dass wir es müssen? Sollten wir nicht lieber leben lernen – denn richtig leben wird sterben überflüssig machen. Durch eine Vielzahl köstlicher Essays zieht sich wie ein roter Faden diese Aufforderung: doch von unserem Kleinmut und unserer geistigen Enge zu lassen und uns statt dessen aufzuschwingen zu der Freiheit und der Macht des Bewusstseins, das wir in Wirklichkeit sind“.

Die Macht des Bewusstseins. Eine ungeheure Kraft. Unser Geist, so Prentice Mulford, hat die wunderbare Fähigkeit, dieses Leben, diese Kraft an sich zu ziehen. Und was er einmal an sich gezogen hat, bleibt ihm in alle Ewigkeit. Leider ist die europäische Kultur von dem Gedanken geprägt, dass Kraft dazu da ist, für oder gegen etwas angewendet zu werden. Das ist falsch. Kraft zu haben bedeutet, voll und ganz gegenwärtig zu sein.

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M-PATHIE – Zu Gast heute: Ruediger Dahlke – “Die Wirklichkeit ist ganz anders” | KenFM.de

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18-01-20 12:00:00,

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Dr. Ruediger Dahlke ist Pionier, vielleicht sogar der Pionier der alternativen ganzheitlichen Heilmethoden in der BRD. Dahlke spricht hier von der Komplementärmedizin, womit gemeint ist, dass die Schulmedizin nicht alle Heilmethoden erfasst und alle heilenden Methoden komplementär zur Schulmedizin gedacht werden könnten. Dahlke lehrt genau eine solche Medizin. Er schrieb zahlreiche Bestseller zu diesen Methoden und Möglichkeiten, sich selbst gesund zu erhalten.

Sein ganz persönliches Steckenpferd ist die gesundheitliche Vorbeugung: Was kann jeder tun, damit er gesund bleibt? Dazu zählt bei Dahlke auch das, was man besser unterbleiben lassen sollte, denn Gesundheit vs. Erkrankung ist auch all das, was wir tun oder eben nicht tun, was wir essen und was wir lieber nicht essen sollten.

In diesem Gespräch geht Dr. Ruediger Dahlke auch in seine Vergangenheit und zeigt eine kleine Rückschau seiner Erfahrungen auf. Er erzählt von zahlreichen Studien und wissenschaftlichen Nachweisen, die wir alle berücksichtigen können, um so lange wie möglich gesund und vital zu bleiben. Natürlich nimmt sich der Mainstream und die Medien nicht diesen Studien an, da offensichtlich die Pharmaindustrie nicht an einer vollständigen Gesundung der Menschen interessiert ist.

23 Prozent aller Gifte, die der Mensch aufnimmt, nimmt er über Tierproteine auf. Wenn man sich das wirklich bewusstmacht, würde jeder intelligente Mensch auf Fleisch und Milchprodukte beispielsweise gänzlich verzichten. Dahlke brachte für einen solchen Ernährungsstil eine neue Wortschöpfung in die vegetarisch-vegane Szene hinein: Peacefood. Zusammen mit seinem Fastenprogramm könnten wir eine Vielzahl von Krankheiten, die unser Immunsystem anfällig machen können, vorbeugen und unsere Vitalität steigern.

Weitere Informationen über Dr. Ruediger Dahlke hier: https://www.dahlke.at

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Veröffentlicht am: 17.

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Klimanotstand in der Weltgesellschaft

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18-01-20 11:59:00,

  1. Klimanotstand in der Weltgesellschaft

  2. Lithium und die “Verkehrswende” der EU

  3. “Pachamama wird nie wieder zurückkommen”


  4. Auf einer Seite lesen

Weil die Europäer in der Klimapolitik ihre imperiale Lebensweise retten wollen, werden auf anderen Kontinenten Ökosysteme und nachhaltige Kulturen geopfert

Im Herbst 1973 erschien in deutschen Medien eine Serie ganzseitiger Anzeigen mit fettgedruckten Botschaften in großen Lettern: “Das Auto schafft mehr Probleme als es löst”, und “Das Auto formt die Gesellschaft, kann sein, dass es sie vernichtet”. Dahinter steckte keine radikale Umweltinitiative, sondern der italienische Autohersteller Fiat. Er machte Werbung für seine sparsamen Kleinwagen, indem er an eine damals sehr verbreitete konsumkritische Haltung anknüpfte.

Kritik an der Konsumgesellschaft war in den Jugendbewegungen der 70er Jahre, die auf den 68er-Aufbruch folgten, eine Grundhaltung, die auch in die Breite der Gesellschaft ausstrahlte. Man distanzierte sich vom “Konsumterror” und von einem Leben als “Konsumidiot”. Intellektuelle wie Pier Paolo Pasolini oder Ivan Illich kritisierten den aufkommenden Konsumismus als Zerstörung von Individualität und Selbstbestimmung. “Es ist klar, dass überflüssige Güter das Leben überflüssig machen”, konstatierte Pasolini in seinen “Freibeuterschriften”. Im Konsumismus sah er eine “neue Form des Totalitarismus”, eine “Diktatur des Konsums, die Körper und Köpfe gleichschaltet”.

Damals war die Anzahl der Autos auf den Straßen noch ziemlich überschaubar. Niemand flog übers Wochenende in eine europäische Hauptstadt, um dort auf Partys zu gehen. Und kaum jemand kam auf die Idee, sich alle paar Wochen neue Klamotten kaufen zu müssen. Konsumkritik mündete nicht in moralisierenden Aufrufen zum Verzicht. Im Gegenteil, ihr Grundtenor war die Suche nach dem guten, schönen und selbstbestimmten Leben, jenseits der Zwänge von entfremdeter Arbeit und vorgegebenen Konsummustern.

Sie bildete das Fundament für Aufbrüche zu neuen Lebensformen. Man zog aufs Land, begann ökologisch anzubauen, gründete Theatergruppen, töpferte, besetzte alte Häuser, die abgerissen werden sollten und experimentierte mit gemeinschaftlichen Formen des Arbeitens und Lebens. Nebenbei entstanden die Fundamente für das, was wir heute an ökologischer Wirtschaft und Infrastruktur haben: Ökologische Landwirtschaft, Bioläden, Umweltorganisationen, wissenschaftliche Institute, grüne Parteien.

Tanz auf dem Vulkan

Auf der großen Madrider Demonstration anlässlich der Weltklimakonferenz im Dezember konstatierte Greta Thunberg nüchtern: “Wir streiken seit mehr als einem Jahr,

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Schweizer Friedensprojekt: „Wenn Menschen zusammen am Tisch sitzen, bekriegen Sie sich nicht“

schweizer-friedensprojekt:-„wenn-menschen-zusammen-am-tisch-sitzen,-bekriegen-sie-sich-nicht“

18-01-20 11:12:00,

Dieser Einsatz für ein friedliches Miteinander geht durch den Magen: Der Schweizer Koch David Höner hat ein Friedensprojekt auf die Beine gestellt, bei dem Konflikt- und Kriegsparteien wieder zusammengeführt werden sollen – beim gemeinsamen Essen an einem Tisch. Darüber hinaus schafft das Vorhaben vor Ort bleibende Betriebe und Initiativen zur Ausbildung. „Cuisine sans frontières“, also: „Küche ohne Grenzen“ heißt das Projekt. Seine ehrenamtlichen Mitarbeiter gehen in die gefährlichen Regionen unserer Welt und machen so auch „Politik“. Warum dem so ist und was es mit dem Friedensprojekt noch auf sich hat, davon erzählt Höner im NachDenkSeiten-Interview. Von Marcus Klöckner.

Kochen geht für Sie über das hinaus, was man vielleicht im Allgemeinen darunter versteht, oder?

Kochen, essen, trinken, Gastfreundschaft, das sind Bestandteile unseres sozialen Lebens. Essen und Trinken ist sozialer Kit. Und da sind wir dann auch ganz nahe bei der Politik.

Sie sagen, „Kochen ist Politik“. Wann haben Sie das entdeckt?

2003 habe ich eine Reportage in Kolumbien über die Kokainbekämpfung gemacht. Dabei kam ich in ein Bürgerkriegsgebiet, wo sämtliche zivile Strukturen zusammengebrochen waren. Dort gab auch keinen Zusammenhalt mehr zwischen den Leuten. Sie hatten Angst voreinander und sind sich aus dem Weg gegangen. Viele blieben einfach in ihren Häusern, es gab keinen Ort, an dem sie sich treffen konnten. Diese Beobachtungen haben mich zu der Frage bewogen: Warum kann man hier an diesem Ort keine Kneipe, ein Restaurant installieren, so wie bei uns zu Hause? Ein Ort, wo man zusammenkommt, wo man über Probleme redet, diskutiert usw. Solch ein Ort der Begegnung ist immens wichtig – gerade auch in Regionen, wo Feindschaft herrscht. Ich habe mich weiter gefragt: Wie kann ich dazu beitragen, dass hier wieder eine soziale Struktur entsteht?

Und so entstand dann Cuisine sans frontières?

Ja, aber wie bei allen solchen Projekten, braucht man Anlaufzeit, man braucht Leute, die mitziehen.

Was genau machen Sie jetzt mit ihrer Organisation?

Wir gehen in die Konflikt- und Kriegsregionen und bauen dort Betriebe auf. Restaurants, aber auch Handwerksbetriebe, die mit Nahrung zu tun haben, wie beispielsweise eine Bäckerei.

Also ein Stück Entwicklungshilfe.

Ja, nur gehen wir anders vor als die Entwicklungshilfe, wie man sie normalerweise beobachten kann.

Was heißt das?

Viele Schritte,

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