Die Heuchler nach Hanau. Mit Trauermienen von Kamera zu Kamera | KenFM.de

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24-02-20 07:07:00,

Von Uli Gellerman.

Da bleibt keine Kamera trocken: Kaum ein führender Politiker kann in diesen Tagen die Tränen halten, wenn er von den Opfern des Rassen-Mordes in Hanau spricht. Und flink wird die politische Ursache für die Mörderei der AfD zugeschoben. Dass der deutsche Staat, der seit Jahren von einer Groß-Groko regiert wird, die sich auf CDU-SPD-FDP stützt, im eigenen Apparat die Komplizen der Mörderei sitzen hat, wird vornehm verschwiegen. Kein Wort von den V-Leuten des Verfassungsschutzes, die an der Gründung der NSU-Mörderbande beteiligt waren. Kein Wort von den Schredder-Orgien im Amt zur Vertuschung der Spuren. Kein Wort vom hessischen Ministerpräsidenten Bouffier, der durch das Aussageverbot seiner Beamten und durch Wegsperren der betreffenden Akten nicht nur die Aufklärung der Morde behindert, sondern auch geradezu demonstrativ einen staatlichen Schutzraum für Helfer und Helfershelfer der Rassisten geschaffen hat.

Strafen für Politiker und Beamte, die durch ihr Verhalten munter gegen Amtseide verstießen und den Nazibanden einen rechtsfreien Dunkelraum geschaffen haben, blieben aus: Dieses Wegsehen ist es, was das politische Klima in der Bundesrepublik bis heute prägt. Glaubt man der veröffentlichten Debatte, dann gab es im Land nur den antisemitischen Rassismus. Obwohl es im Jahr 2017 mindestens 950 Angriffe auf Muslime und muslimische Einrichtungen gab, obwohl 2019 jeden zweiten Tag islamfeindliche Angriffe festgestellt wurden, waren die beiden Jahre davon geprägt, dass allüberall „Antisemitismus-Beauftagte“ installiert wurden; Einrichtungen, die weitgehend einer außenpolitischen Umarmung des Apartheid-Staates Israel und nur dem Anschein einer antirassistischen Politik dienten. Immer noch ist der fremdenfeindliche Agitator Sarrazin Mitglied der SPD, und immer noch hat der Bertelsmann-Verlag, der ihm einen opulenten publizistischen Teppich ausgelegt hat, kein Wort des Bedauerns oder gar der Entschuldigung gefunden.

Die gern für die Morde von Hanau ideologisch verantwortlich gemachte AfD möchte sich unter diesen Umständen gut ihre Hände in Unschuldsjauche waschen: Der Mörder von Hanau sei bloß ein Irrer, die Morde hätten mit Politik nichts zu tun, behauptet die AfD-Führung. Als ob sozial und psychisch gestörte Menschen außerhalb des gesellschaftlichen Klimas lebten. Als ob der Dutschke-Attentäter Josef Bachmann, der norwegische Massenmörder Anders Breivik oder der Hanau-Killer ihre Anstöße nicht aus dem allgemeinen sozialen Umfeld bekommen hätten. Und die AfD ist allemal für Stöße dieser Art gut. Vom bekennenden Faschisten und AfD-Funktionär Höcke, der das 1000-jährige Reich beschwört über den AfD-Parteichef Jörg Meuthen, der die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung,

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Gold: Chinas Plan und seine möglichen Folgen | www.konjunktion.info

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24-02-20 06:37:00,

Goldbarren - Bildquelle: Pixabay / hamiltonleen; Pixabay LicenseGoldbarren - Bildquelle: Pixabay / hamiltonleen; Pixabay License

Goldbarren – Bildquelle: Pixabay / hamiltonleen; Pixabay License

Gold. Für die meisten Menschen inzwischen zu einer “Randnotiz” namens Schmuck verkommen. Dabei war und ist Gold von besonderer Bedeutung.

Während und nach dem Zweiten Weltkrieg sammelte jedes große Industrieland so viel physisches Gold wie möglich an. Es stabilisierte die Währungen und signalisierte den anderen Nationen die eigene Souveränität und Unabhängigkeit. Mit dem Ende des Goldstandards in einem illegalen Akt der damaligen US-Regierung unter Nixon im Jahr 1971 begannen die meisten Länder, ihre Reserven zu verkaufen. So sehr, dass 1999 eine Vereinbarung getroffen wurde, um die Menge an Gold zu begrenzen, die die Zentralbanken verkaufen konnten. Heute besitzt die kanadische Zentralbank im Übrigen keine einzige Unze mehr an Gold.

Trotz des Abkommens haben die meisten Länder ihre Goldreserven weiterhin abgebaut.

Global Central Bank Gold Reserves 1990-2008 - Bildquelle: KatusaresearchGlobal Central Bank Gold Reserves 1990-2008 - Bildquelle: Katusaresearch

Global Central Bank Gold Reserves 1990-2008 – Bildquelle: Katusaresearch

Bis vor einigen Jahren, als eine Handvoll Länder ihren Kurs umkehrten. Einige Zentralbanken begannen wieder massiv Gold anzukaufen, und seitdem haben sie nicht mehr damit aufgehört. Im letzten Quartal 2018 kauften die Zentralbanken mehr Gold als in jedem anderen Quartal. Bis zum Jahresende hielten die Zentralbanken zusammen rund 1.064 Milliarden Unzen Gold (das entspricht 33.200 Tonnen). Das ist ungefähr ein Fünftel des jemals abgebauten Goldes. Im ersten Halbjahr 2019 kauften die Zentralbanken 11,97 Millionen Unzen Gold (374 Tonnen). Eine bislang nie gekannte Steigerung. Dies entspricht einem Sechstel der gesamten Goldnachfrage in diesem Zeitraum. Die gesamten Goldkäufe der Zentralbanken für 2019 waren die zweithöchsten in den letzten 50 Jahren (2018 war das Jahr der größten Ankäufe).

Die ungewöhnlichen Verdächtigen bei den Goldkäufen

Russland ist inzwischen zu einem der wichtigsten Goldkäufer der Welt geworden. Dabei sollten wir Moskau in seiner Strategie und Weitsicht nicht unterschätzen – denn Russland gibt nur den Takt vor. Während sich die Welt auf China konzentriert, hat sich Russland im Zentrum des globalen politischen Schachbretts bestens positioniert. Das Interessante an den jüngsten Goldkäufen der verschiedenen Zentralbanken ist, dass die überwiegende Mehrheit dieser beispiellosen Käufe von nur vier Ländern durchgeführt wurden. Unter anderem:

  • Kasachstan, dessen BIP geringer ist als das des US-Bundesstaates Kansas. Kasachstan erhöhte seine Reserven von 75 Tonnen (2,4 Millionen Unzen) im Jahr 2011 auf 375 Tonnen (12 Millionen Unzen) im Jahr 2020 – eine Steigerung um 400%.

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Die Fräuleins mit dem toxischen Genderwahn

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24-02-20 03:39:00,

Die Fräuleins mit dem toxischen Genderwahn

Gender-Fraeuleins-Transgender-Genderina-Genderismus-Genderwahn-Gleichmachung-Kritisches-Netzwerk-CheeseburgerInnen-ChickenburgerInnen-Intersexuelle-IntersexualitaetEigentlich darf man Fräulein nicht mehr sagen. Man darf nicht mal mehr „man“ sagen, sondern man soll sich geschlechtsneutral ausdrücken, so was mit man/frau/divers. Aber darauf ist gepfiffen. Die meisten Leute wollen sich die Sprachverhunzung nicht mehr antun lassen. Keine KrankenschwesterInnen mehr, und was dergleichen noch grassiert. Deshalb also die Rückbesinnung auf Zeiten vor der Correctness-Bevormundung. Im Gegenzug darf man die gendergerechten Sprachpfuscher sinnigerweise als Fräuleins titulieren.

Sprachpfuscherei hin, Sprachverhunzung her, bittesehr.

Allen Verbreitern des Genderwahns gebührt die Anrede Fräulein, egal ob Mann/Frau/Divers.

Und wenn sie MännInnen oder sonstwas unfrauliches sind? Dann mögen sie den Titel des Fräulens als Auszeichnung tragen. War es nicht eine Uni, die nur noch von Professorinnen sprach, ungeachtet von Mann/Frau/Divers? Na bitte. Die ganzen toxischen GenderInnen gelten von nun an als Fräuleins und bescheren uns ein neues Fräulein-Wunder. Endlich mal was Positives aus dieser Richtung. Es geht aufwärts.

Es wird schließlich Zeit einzugreifen, ehe die Gender-Fräuleins auf die Idee kommen, McDonald’s den Prozess zu machen. Weil es HamburgerInnen heißen muss statt Hamburger, CheeseburgerInnen statt Cheeseburger, ChickenburgerInnen statt Chickenburger.

Oder sie versuchen die Schraube noch mehr anzuziehen und definieren einen neuen Grenzwert der toxischen Maskulinität. Und wenn der Grenzwert der toxischen Maskulinität überschritten wird, folgten Zwangsmaßnahmen. Bei der ausgewiesenen Menschenfeindlichkeit der Gender-Fräuleins (Männer sind auch Menschen) könnte das nur was Drakonischens sein, Zwangskastrierung oder so. Aber dem stehen zwei Umstände entgegen:

– Einmal die rot/grün/gender/correcte Tabuisierung aller Arten von Geburtenkontrolle, und dann

– die Tatsache, dass der Grenzwert der toxischen Maskulinität noch nicht definiert ist.

Da kann man behilflich sein; für die Fräuleins tun Kavaliere doch alles. Außerdem muss man ja etwas Verstand zu den ChickenburgerInnen bringen, sprich in den Hühnerhaufen. Nun denn, die Toxizität der Maskulinität wird gemessen in GG (Genderina-Umdrehungen im Grab).

– Genderina = Standard-GenderIn als ReferenzpersonIn gemäß Euronorm,

– mit der Formel GG=U+1, weil maskuline Toxizität erstmal bis zum einfachen Letalen verbraucht wird, soll heißen, erst wenn die Genderina ins Grab gehüpft ist, kann sie mit den Umdrehungen anfangen.

Durch die nach oben offene Skala der Umdrehungszahl wird der Overkill berücksichtigt, der von der toxischen Spermaliga ausgeht, sofern man den Fräuleins glaubt. Der Charme der Formel liegt außerdem darin,

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„Die Tagesschau ist systematisch auf die Weltsicht westlicher Nachrichtenagenturen fixiert“

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24-02-20 03:34:00,

Warum haben viele Medien ein Problem damit, auch Meldungen von nichtwestlichen Agenturen zu veröffentlichen? Woran lässt sich festmachen, dass es in der Tagesschau ein Objektivitätsproblem gibt? Was hat das ARD-Nachrichtenflaggschiff mit Feindbildern und Propaganda zu tun? Maren Müller, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, als Kritiker des öffentlich-rechtlichen Nachrichtenjournalismus bekannt, liefern in ihrem aktuellen Buch über die Tagesschau eine wichtige Lehrstunde in Medienkritik ab. Im ersten Teil eines zweiteiligen Interviews mit den NachDenkSeiten zeigen Bräutigam und Klinkhammer auf, warum sie an der Tagesschau kaum ein gutes Haar lassen. Von Marcus Klöckner.

In Ihrem aktuellen Buch über die Tagesschau kommt sehr oft das Wort „Meinungsmacht“ vor. Mit etwas Naivität lässt sich fragen: Was hat die Tagesschau mit „Meinung“ zu tun? Die Tagesschau ist eine Nachrichtensendung. Dort werden die harten Fakten präsentiert, es wird gesagt, „was ist“. Oder?

 

Volker Bräutigam: Oder eben nicht. Die Tagesschau sendet nachweislich nicht bloß „harte Fakten“ und beschränkt sich nicht nur auf das, „was ist“ . Der Rundfunkstaatsvertrag gibt ihr auch weit mehr auf als die bloße Übermittlung isolierter Fakten. Nachrichtensendungen sollen es dem Zuschauer ermöglichen, sich eine eigene, stimmige Meinung übers Weltgeschehen zu bilden. Das erfordert, die „Fakten“, die „Tatsachen“, nicht einfach aus ihrem Zusammenhang gelöst und quasi nackt zu präsentieren, sondern sie in ihrem Kontext darzustellen. Soweit nötig, auch mit zusätzlichen Erklärungsansätzen.

Da geht das Problem aber schon los. Das, was Fakten und Tatsachen sind, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten.

Volker Bräutigam: Sicher. Weil sich alles und jedes aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten lässt. Dabei ändert es eben sein „Gesicht“. Was der eine als Kunst auffasst, erachtet der andere als Käse. Der seriöse Nachrichtenredakteur weiß, dass ihn gleichbleibend „einseitige“ Betrachtungsweisen zum Tendenzjournalisten, zum Demagogen machen würden. Er muss bei Konflikten Motive und Absichten der Beteiligten berücksichtigen. Er darf sich nicht nur auf eine Quelle beziehen. Er muss seinen Berichtsgegenstand von mehreren Seiten her betrachten, ein rationales Verständnis davon entwickeln, sonst verkommt er zum unsauberen Informationsverkäufer.

Und genau das werfen Sie der Tagesschau vor?

Volker Bräutigam: Ja. Zunächst sollte man sich vor Augen führen, dass der Großteil der Tagesschau-Meldungen nicht von ihr selbst stammt. Sie beruhen vielmehr auf dem Rohmaterial von Nachrichtenagenturen. Die Redaktion ARD-aktuell verarbeitet es lediglich weiter,

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Massiver Kampagnenjournalismus bei der Hamburg-Wahlberichterstattung des ZDF.

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24-02-20 03:31:00,

Wer gestern Abend ab kurz vor 18:00 Uhr die Wahlberichterstattung des ZDF, dann „Heute“ und „Heutejournal“ verfolgt hat, wurde fortwährend mit eindeutigen Absichten der Meinungsindoktrination konfrontiert. Es ging wie immer gegen alles Linke. Gegen die nach Meinung der ZDF-Wahlbeobachterinnen zu linke Bundes-SPD-Führung, für Scholz und für die SPD der Hamburger Art. Das Ganze wurde gewürzt von voreiligen Kommentierungen zum angeblichen Misserfolg der AfD. Albrecht Müller.

Hier zunächst das „Vorl. Ergebnis der Vorabauszählung“, wie es amtlich heißt.

Die genaue Auszählung läuft ab 8:00 Uhr. Danach wird das genaue Ergebnis bekanntgegeben. Dieses hier abgebildete Ergebnis ist also immer noch vorläufig.

Ergebnis vorläufige Auszählung mit Verlusten und Gewinnen:

  • SPD 39 Prozent (- 6,6)
  • CDU 11,2 Prozent (- 4,7)
  • Grüne 24,2 Prozent (+ 11,9)
  • Linke 9,1 Prozent (+ 0,6)
  • FDP 5 Prozent (- 2,4)
  • AfD 5,3 Prozent (- 0,8)

Nun zu den besonderen Leistungen des ZDF am Wahlabend:

  1. Die Hamburger SPD wird durchgehend und ohne Fragezeichen zum Sieger erklärt, obwohl sie nach den Hochrechnungen um die 7 % verloren hatte. Explizit wurde diese Interpretation dann mit dem bekannten Trick erreicht: Das Ergebnis mit früheren Umfragen für die SPD verglichen. Umfragen sahen die SPD wohl mal bei rund 30 %. Verglichen damit sind die 38 %, von denen am frühen Wahlabend die Rede war, in der Tat ein beachtlicher Zuwachs. Tatsächlich beträgt der jetzt vorläufig gemessene Verlust 6,6 Prozentpunkte.
  2. Unentwegt wurde von den ZDF-Größen darauf abgehoben, dass die neue SPD-Bundesparteiführung in Hamburg nicht auftrat und auch nicht eingeladen worden war. Die Absicht war klar: Die als links bezeichneten, obwohl tatsächlich moderaten neuen Vorsitzenden Esken und Walter-Borjans und ihre Empfehlung für die sozialdemokratischere Ausrichtung der SPD sollte offensichtlich diskreditiert werden. Besonders sichtbar wurde das im Gespräch zwischen Frau Schausten und dem vom ZDF angeheuerten Experten, Professor Korte. Da war die Rede davon, es sei am Wahlergebnis sichtbar, dass die SPD gewinnen könne, wenn die „Mitte“ gestärkt werde.

    Empfohlen wurde der Typ „Hamburg-SPD“ einschließlich des früheren Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz.

    ZDF-Chefredakteur Peter Frey wörtlich:

    „Natürlich: In Hamburg ging es heute vor allem um Hamburg, um Umwelt, Verkehr, Wohnen, Bildung. Aber die selbstbewusste Nordmetropole hat auch bundespolitische Signale gesetzt.

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„Nichts ist gut in Deutschland!“

„nichts-ist-gut-in-deutschland!“

24-02-20 03:00:00,

Erinnern Sie sich an das Jahr 1991 als der Karneval ausfiel? Am 16. Januar 1991 hatte eine US-geführte Koalition der Willigen die irakischen Truppen in Kuwait angegriffen, die sich bereits auf dem Rückzug befanden. Mehr als 20.000 Menschen waren damals in Köln der Initiative gegen den Golfkrieg gefolgt und hatten unter dem Motto „Kein Blut für Öl“ gegen den Krieg demonstriert. In Köln und allen anderen Städten wurden die Karnevalsumzüge für Rosenmontag abgesagt.

Nicht so in diesem Jahr. Am Vorabend von „Weiberfastnacht“ waren in Hanau elf Menschen gewaltsam ums Leben gekommen. Neun Menschen wurden von einem Mann erschossen, der – so die Medien – anschließend seine Mutter und sich selbst tötete.

Noch in der Nacht wurden von den Medien Liveschaltungen organisiert. Talkshows, Passantenbefragungen, Sonderberichte folgten rund um die Uhr.

„People of Colour“ seien besorgt um ihre Sicherheit, hieß es in einer Sendung, denn die Toten in Hanau waren – bis auf den vermutlichen Täter und seine Mutter – Deutsche mit Migrationshintergrund. Der Moderator fragt die Gesprächspartnerin: Was haben wir falsch gemacht?

Regierende hielten Kerzen bei Kundgebungen, beschworen den gesellschaftlichen Zusammenhalt und boten die AFD als geistigen Brandstifter an. Ihre eigene Rolle bei der Spaltung der Gesellschaft hatten sie schon hinter sich gelassen.

Die Stadt Hanau mobilisiert die Bevölkerung, um sie zusammenzuhalten. Am nächsten Tag demonstrieren kurdische, tags darauf türkische Vereine, um ihre jeweiligen Communities zusammenzuhalten.

Karneval fiel nicht aus. In Düsseldorf fuhr ein „Toleranzwagen“ von Muslimen, Juden und Christen im Rosenmontagszug, mit Trauerflor versehen.

Der Kölner Rosenmontagszug wurde angeführt vom Kölner Dom, der Tränen vergießt und ein rotes Herz in den Händen hält. Darauf die Inschrift: „Uns Hätz schleiht för Hanau“ – „Unser Herz schlägt für Hanau“. Man wolle ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit setzen, so die Veranstalter: „Karneval ist bunt, nicht braun“.

Es ist nicht nur die geheuchelte Distanz der Regierenden, die uns zornig machen muss. Es ist nicht nur das autoritär-rassistische und menschenverachtende Denken in weiten Teilen Deutschlands, dem wir uns stellen müssen. Wir müssen uns fürchten vor unserer eigenen Kälte und Gleichgültigkeit, mit der wir so weitermachen, als sei alles gut.

„Nichts ist gut in Deutschland!“ könnte man heute in Abwandlung einer Aussage der früheren Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, sagen.

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Die Terror-Macher

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23-02-20 09:41:00,

Ein Kommentator der NZZ schreibt am 22. Februar 2020:

„Der Terror wütet wieder in Deutschland“ (1).

Ebenfalls am 22. Februar schreibt die Tagesschau:

„Einem Medienbericht zufolge befürchten die Sicherheitsbehörden weitere Gewalttaten als Reaktion auf das Attentat von Hanau. SPD und Grüne wollen derweil verpflichtende Psychotests für Waffenbesitzer prüfen” (2).

Die Welt berichtet am 23. Februar:

„60 Prozent der Deutschen sind überzeugt, dass die AfD eine Mitverantwortung für rechtsextremistische Gewalttaten wie die in Hanau trägt. Das ergab eine Umfrage des Instituts Kantar für BILD am SONNTAG” (3).

Im Titel seines 2019 veröffentlichten Buches „Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst. Wie man Manipulationen durchschaut“ bringt NachDenkSeiten-Herausgeber Albrecht Müller es auf den Punkt.

Müller befasst sich mit dem unendlichen Strom an Bullshit, der den Menschen täglich von Politik und Medien serviert wird. Was Müller jedoch nicht erwähnt, ist die dreckige Arbeit der Geheimdienste.

Müllers Appell habe ich seit Jahrzehnten in Fleisch und Blut. Spätestens seit 9/11 — der Mutter aller Lügen — glaube ich nicht nur wenig, sondern nahezu gar nichts mehr von dem, was die Menschheit von den Zentren der Macht und ihren medialen „Regierungsassistenten“ an „Wahrheiten“ präsentiert bekommt.

Ein spannendes Buch hatte Jürgen Elsässer 2008 vorgelegt, als er noch brillanter linker Journalist war und für die Junge Welt schrieb, bevor er endgültig ins rechtsradikale Lager abdriftete: „Terrorziel Europa. Das gefährliche Doppelspiel der Geheimdienste“ (4).

Dort weist er nach, dass die Geheimdienste eigentlich immer ihre Dreckspfoten mit in Terrorplots hatten. Das dürfte sich bis heute nicht geändert haben.

Im 16. Kapitel seines Buches „Das Netz der Gladiatoren. In vielen NATO-Staaten haben die USA während des Kalten Krieges einen unkontrollierbaren Terroruntergrund geschaffen“ befasst sich Elsässer mit der NATO-Geheimstruktur Gladio.

Das letzte Kapitel trägt die Überschrift „Die Putschisten — Deutschland ist auf dem Weg in eine Notstandsdiktatur.“ Dort nimmt er sich die Maximal-Extremisten in der CDU, insbesondere Schäuble vor.

Noch umfassender zu Gladio hat Daniele Ganser gearbeitet, sein Buch trägt den Titel „NATO-Geheimarmeen in Europa. Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung“ (5). Das war vor 12 Jahren.

Was die Hanau-Morde anbelangt:

Ich misstraue, wie viele andere, die sich bereits zum Thema äußerten, der Story, die vor uns ausgebreitet wird,

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Frankreich verbietet giftige Exporte!

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23-02-20 08:05:00,

Frankreich verbietet giftige Exporte!

Urteil des höchsten französischen Gerichts

von Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V.

Am Freitag, 31. Januar 2020, hat das französische Verfassungsgericht die Rechtmäßigkeit eines Exportverbotes für solche Pestizide bestätigt, deren Gebrauch in der EU untersagt ist. Der Conceil constitutionnel wies damit die Klage von BAYER, SYNGENTA und anderen im Interessenverband der französischen Pflanzenschutzindustrie (frz. Union des Industries de la Protection des Plantes, kurz UIPP) organisierten Hersteller gegen das Agrikultur- und Nahrungsmittelgesetz (Egalim) [1] ab.

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Die Konzerne hatten den Conseil angerufen, weil sie die verfassungsmäßig garantierte Freiheit des Unternehmertums durch den ab dem Jahr 2022 geltenden Ausfuhr-Bann eingeschränkt sahen. Das Verfassungsgericht wog diese jedoch gegen die ebenfalls verfassungsmäßig garantierten Rechte auf Gesundheitsschutz und eine intakte Umwelt ab und erklärte den entsprechenden Egalim-Passus daraufhin für rechtmäßig.

Während BAYER & Co. sofort verheerende Folgen für den Wirtschaftsstandort Frankreich heraufbeschworen und mit Abwanderung drohten, begrüßten Umweltrechtler*innen und Aktivist*innen das Urteil. Der Jurist Sébastien Mabile bezeichnete es sogar als „historisch“.

Fuer-den-Profit-gehen-sie-ueber-Leichen-Kritisches-Netzwerk Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) kritisiert die Praxis der doppelten Standards bei der Vermarktung von Pestiziden schon seit Langem und hält den Richter*innen-Spruch für nur konsequent.

„Es ist bei BAYER & Co. Standard, nach einem Verbot hierzulande die betroffenen Gifte in anderen Ländern weiter zu verkaufen, die noch nicht so weit sind. Das zeigt, dass den Konzernen das Leben und die Gesundheit von Menschen vollkommen egal sind. Das Einzige was zählt, sind die Profite.

Jetzt muss Deutschland nachziehen! Auch hier muss den Giftmischern von BAYER & Co. klar verboten werden, ihre innerhalb der EU nicht mehr handelbaren Ackergifte nach Afrika, Asien, Nord- und Südamerika oder sonst wohin zu exportieren“, so CBG-Geschäftsführer Marius Stelzmann.

Allein in Brasilien bietet der Leverkusener Multi zwölf in der Europäischen Union wegen ihres Gefährdungspotenzials verbotene Stoffe an: Carbendazim, Cyclanilid, Ethiprole, Ethoxysulfuron, Fenamidone, Indaziflam, Ioxynil, Oxadiazon, Propineb, Thidiazuron, Thiodicarb und Thiram. Zur Rechtfertigung dieser Praxis erklärt der Global Player lapidar: „Auf der Welt herrschen unterschiedliche gesellschaftliche, wirtschaftliche oder auch klimatische Bedingungen. Daher unterscheiden sich mitunter auch die rechtlichen Rahmenbedingungen.“

Eigentlich müsste der Agro-Riese umgekehrt vorgehen und in den Staaten des Südens ungefährlichere statt gefährlichere Substanzen vertreiben. In diesen Absatz-Gebieten ist nämlich die Analphabet*innen-Rate hoch,

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Die Freude am Ungehorsam | KenFM.de

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23-02-20 04:36:00,

Hoffnungslosigkeit und Ohnmachtsgefühle sind der ideale Nährboden für Neoliberalismus und Krieg. Dem setzt Rubikon ein Mutmach-Special entgegen, das vom 18. bis 22. Februar 2020 erscheint.

Von Elisa Gratias, Jens Lehrich und Jens Wernicke.

„Es ist eine der wichtigsten Strategien psychologischer Kriegsführung, uns unser Recht auf ein schönes und erfülltes Leben auszureden! Leiden gehört zum Menschsein. Ein erfülltes Leben allerdings auch. Es liegt also in unserer Verantwortung, dem Bewusstsein für Leid ein Bewusstsein für die Schönheit des Lebens zur Seite zu stellen“, schreibt Christiane Borowy im Rubikon-Buch „Nur Mut!“.

Ähnlich sieht es auch Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke:

„Wenn wir nicht daran glauben, dass wir es wert sind, gut behandelt und geliebt zu werden, neigen wir dazu, uns den Interessen und Ideologien der Mächtigen zu unterwerfen. Dann geben wir ein ums andere Mal klein bei, wenn man uns den nächsten Krieg oder Maßnahmen gegen unser aller Wohl zu ‚verkaufen‘ sucht — denn die anderen wissen ja, was ‚für uns alle‘ das Beste ist. Die Errichtung einer besseren, menschlicheren Welt beginnt daher stets bei der Wiederentdeckung der eigenen Würde, dem festen Glauben an sie und unsere ureigene Wahrnehmung: Nur, wenn wir uns selbst wertschätzen und unseren Gefühlen trauen, können wir Lüge, Verrat und Missbrauch erkennen und ihnen widerstehen.“

Oder, um es mit Arno Gruen zu sagen:

„Eine bessere Welt ist keine Phantasie eines verlorenen Paradieses. Eine bessere Welt wird sichtbar, wenn der verblendete Gehorsam aufgebrochen wird und sich in echte zwischenmenschliche Empathie verwandelt.“

In diesem Sinne hat jeder einzelne von uns große Macht, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Dazu braucht es den Mut, auch in hoffnungslos erscheinenden Zeiten, auch in einem Umfeld von „Das ist ja schön und gut, aber…“-Sagern die Flamme der Begeisterung für das, was uns wichtig ist, in uns zu entzünden und uns selbst und unserem Umfeld damit Wärme zu spenden.

So gewinnen wir auch den Mut und die Kraft, Ungerechtigkeit mit Wut und Entschlossenheit zu begegnen, anstatt jenen zu glauben, die uns erzählen „Um der Zukunft willen musst Du den Gürtel so eng schnallen, dass Du Deine Miete nicht mehr zu zahlen vermagst und Deine Würde verlierst!“

Mit unserem Buch „Nur Mut!

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STANDPUNKTE • Kasper und Krokodil | KenFM.de

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22-02-20 09:44:00,

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Die Ablehnung des Ergebnisses der thüringischen Ministerpräsidentenwahl durch Berliner Politiker offenbart ein demokratisches Defizit. Das politische System erscheint vielen als manipulierte Puppenbühne. Wieviel parlamentarische Selbstbestimmung, Diskussion und Vielfalt sind erwünscht?

Ein Standpunkt von Paul Schreyer.

Was zur Zeit in Thüringen passiert, scheint zu einer Lehrstunde für das ganze Land zu werden. Wie umgehen mit der mächtiger werdenden Partei von Alexander Gauland, Alice Weidel und Björn Höcke – einem Politiker, der einem Gerichtsurteil zufolge als Faschist bezeichnet werden darf? Viele sind überzeugt, die Partei müsse weiterhin hart und konsequent ausgegrenzt werden. Schließlich handele es sich um Nazis, debattieren sei zwecklos und sogar gefährlich, stattdessen müsse man aufstehen und die Feinde der Demokratie mit aller Kraft bekämpfen.

An dieser Stelle endet die Argumentation meistens. Die Losungen erscheinen vielen Menschen einleuchtend, wirken klar und vor allem gerecht: Wir, die Anständigen, gegen sie, die Rückständigen und Bösen. Keinen Fußbreit den Faschisten! Wir sind mehr! Leider ist dieser vermeintlich gerechte Kampf am Ende vor allem eines: selbstgerecht. Denn wer so argumentiert, der hinterfragt selten die eigene Position, ist auch kaum motiviert, Verständnis für die Gegenseite aufzubringen. Man hat schließlich recht: Die Nazis sind Verbrecher, gemeine, rassistische Massenmörder, die in der Vergangenheit erst durch alliierte Bomben und Panzer gestoppt werden konnten. Nun schicken sie sich an, zurückzukehren – das muss um jeden Preis verhindert werden!

Doch abgesehen von der fragwürdigen Pauschalisierung, alle AfD-Politiker seien Nationalsozialisten: Wie soll der wachsende Einfluss der Partei aus Sicht der Kritiker konkret verhindert werden? Will man nicht bloß alle gewählten AfD-Abgeordneten bekämpfen, sondern auch sämtliche Bürger, die dieser Partei ihre Stimme gegeben haben (in Thüringen waren es zuletzt 23 Prozent)? Wenn ja, mit welchem Ziel soll das geschehen? Dass die AfD-Wähler unter dem Druck der Anderen ihrer Haltung abschwören? Dass sie zukünftig den Mund halten? Oder gleich ganz verschwinden („Nazis raus“)? Wenn ja, wohin? Weg aus Deutschland? Weil „wir“, also die AfD-Kritiker, hierzulande „mehr“ sind? Die Frage sollte erlaubt sein: Wie kann man glauben, mit einer solchen Geisteshaltung die Demokratie zu verteidigen – oder überhaupt irgendetwas Produktives zu erreichen?

Die Einstellung,

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NEIN zu Kriegsmanöver! Stopp Defender 2020 | KenFM.de

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22-02-20 09:42:00,

Nein zu NATO-Kriegsmanövern – ja zu Frieden, Entspannungspolitik und Abrüstung

Wir wenden uns an alle, die sich Sorgen um den Frieden machen!

Geht mit uns auf die Straßen, protestiert dort, wo ihr arbeitet und lebt!

Unterschreibt diesen Aufruf

Aktuelle Termine und Aktionen

Im April und Mai 2020 plant die NATO mit DEFENDER (Verteidiger!) 2020 eines der größten Manöver von Landstreitkräften in Europa seit Ende des Kalten Krieges.

Mit insgesamt 37 000 Soldatinnen und Soldaten aus 16 NATO-Staaten sowie aus Finnland und Georgien wird eine neue Dimension militärischer Aktivitäten erreicht. Bis zu 20 000 US- GIs mit entsprechendem schweren Gerät werden über den Atlantik und anschließend quer durch Europa an die russische Grenze transportiert. Ziel des Manövers ist neben der Zurschaustellung militärischer Überlegenheit die Demonstration einer blitzschnellen Verlegung kampfstarker Großverbände aus den USA an die NATO-Ostflanke.

Überall auf dem Kontinent demonstrieren Menschen gegen die lebensbedrohende Umweltzerstörung und für die Eindämmung des Klimawandels. Während die Jugend ihre Zukunft einfordert, praktiziert der größte Umweltzerstörer und Klimakiller Militär unbeeindruckt seine Rituale. Die Verhinderung dieses überdimensionierten Manövers wäre ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Deutschland wird mit dem neuen Joint Support and Enable Command der NATO in Ulm, den Umschlaghäfen Hamburg, Bremerhaven und Nordenham sowie den Convoy Support Centern in Garlstedt (Niedersachsen), in Burg (Sachsen-Anhalt) und auf dem sächsischen Truppenübungsplatz Oberlausitz südlich von Weißwasser zur Drehscheibe der Transporte.

Operativ zuständig für Transport und Manöver ist das US-Heereskommando Europa in Wiesbaden, geleitet wird es über das EUCOM in Stuttgart. Datenübertragung und ergänzende Lufttransporte erfolgen über die US-Air Base Ramstein. Parallel finden Truppenübungen auf den US-Übungsplätzen in Grafenwöhr und Hohenfels in Bayern statt.

Während der Transporte wird es zu schweren Einschränkungen des Straßen- und Schienenverkehrs entlang der Transportstrecken kommen. Die Bundeswehr hat mit der Deutschen Bahn AG eine Vorfahrtsregel für alle Militärtransporte vereinbart.

Die Größe des Manövers und die Örtlichkeit entlang der russischen Westgrenze stellen eine Provokation gegenüber Russland dar. Das Manöver birgt die Gefahr einer möglichen direkten Konfrontation zwischen militärischen Verbänden von NATO und Russland in sich. Auch der Zeitpunkt wurde nicht zufällig gewählt: 75 Jahre nach der Befreiung Europas vom Faschismus vor allem durch die Rote Armee marschieren wieder deutsche Soldaten an der russischen Grenze auf.

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Tagesdosis 22.2.2020 – Presse-Feigheit 2.0 | KenFM.de

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22-02-20 09:38:00,

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Aktuelles und wegweisendes Urteil des OLG Hamburg zur De-Anonymisierung von Autoren politischer Beiträge und Hetze im Internet wird in den Massenmedien komplett ignoriert.

Ein Kommentar von Christiane Borowy.

„Hass ist ein Gift in unserer Gesellschaft“ zitiert die Tagesschau am 20.02.2020 (1) Angela Merkel nach den Ereignissen in Hanau, bei denen 11 Menschen getötet wurden und das als rechtsextremistisch motiviertes „Massaker“ (2) bezeichnet wird. Während die massenmedialen Blätter in diesen Tagen über rechtsextremen Terror und Hetze in Hanau fabulieren und sich echauffieren, regt sich kein Hauch im Blätterwald in Bezug auf ein Urteil, das Prozess- und Mediengeschichte schreiben könnte.

Frau Merkel hat natürlich vollkommen Recht. Hetze im Internet geht gar nicht. Da sind wir uns alle einig. Sogar das Oberlandesgericht in Hamburg. Es hat in einem entscheidenden Urteil vom 18.2 2020 zugelassen, dass Autoren, die politisch motivierte Beiträge in der Enzyklopädie Wikipedia veröffentlichen de-anonymisiert werden dürfen. Das betrifft etwa 300 Autoren auf Wikipedia, denen es erlaubt ist, kontroverse Beiträge zu kontrollieren, und das unter einem Pseudonym. Den Journalisten Dirk Pohlmann und Markus Fiedler ist es gelungen, die Identität eines der Autoren offenzulegen, der unter dem Namen „Feliks“ Beiträge subjektiv redigiert hat. Das sah so aus, dass er Wikipedia-Einträge zu Biographien von Politikern der Linkspartei redigiert hat, obwohl er selbst Mitglied der Linken ist und sogar mal im Vorstand der bayerischen PDS war. Weiterhin hat er Beiträge gebrandmarkt und verächtlich gemacht, die nicht seiner politischen Haltung zum Nahost-Konflikt entsprachen. (3 kompa)

Nachdem „Feliks“ versucht hat per einstweiliger Verfügung zu erreichen, dass er anonym bleiben kann, hatte im Februar 2019 das Landgericht Hamburg bereits entschieden, dass die Offenlegung zulässig ist, und das Oberlandesgericht Hamburg hat dieses Urteil nun vor wenigen Tagen, am 18.02.2020 bestätigt. Wie der Anwalt der Journalisten schreibt, hat das Oberlandesgericht außerdem die Hürden zur De-Anonymisierung von Autoren, die nachweisbar Interessenkonflikte haben und die sich politisch äußern und abwertend kommentieren, herabgesenkt.

Eine solche Entscheidung hat es im Medienrecht noch nicht gegeben. Es hat jemand im Internet manipuliert und Hetze gegen Andersdenkende betrieben, im Verborgenen. Jetzt gibt es ein Urteil des Oberlandesgerichtes Hamburg,

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Graue Herren chancenlos!

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22-02-20 12:16:00,

Was für ein Theater, weil in der Verfilmung von Tolkiens „Der Hobbit“ ein Drache animiert wurde! In „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, Dennis Gansels Realverfilmung des Kinderbuchklassikers, kommen Dutzende dieser Kreaturen vor. Und — was nicht jeder Fantasy-Film von sich behaupten kann — ein veritabler Halbdrache. Für mich selbst war Jim Knopf prägend. Nicht die Fernsehproduktion der „Augsburger Puppenkiste“ mit ihren ungelenken Marionetten und dem Plastikfolien-Meer. Nicht der Superhit „Eine Insel mit zwei Bergen“ — nein, die Bücher selbst, die mich als Kind in eine faszinierende Welt entführten.

„Ich setzte mich also an meine Schreibmaschine und schrieb: ‚Das Land, in dem Lukas der Lokomotivführer lebte, war nur sehr klein.’ Das war der erste Satz, und ich hatte nicht die geringste Vorstellung, wie der zweite heißen würde. Ich hatte keinerlei Plan zu einer Geschichte und keine Idee.“

So beschrieb Michael Ende den Beginn seiner Arbeit am Buch. Lummerland war der Kindheitsmikrokosmos von so vielen — bis heute. Ende der 50er-Jahre entwickelte Ende die Idee zu seinem ersten Roman. Er war damals Filmkritiker für den Bayerischen Rundfunk und — nicht uninteressant im Hinblick auf den subversiven Humor seiner Werke — Texter für ein politisches Kabarett. Denkt man etwa an das System der „Bonzen“ im stark verfremdeten „China“ des Jim-Knopf-Universums, ein bürokratisches System, in dem es einen Menschen ohne Ausweis „gar nicht gibt“, so ist das beste Satire.

Das wichtigste politische Statement aber war die Hauptfigur selbst. Ein Leser von „Jim Knopf“ wird für jede Abneigung gegen Menschen anderer Hautfarbe nach der Lektüre schlicht kein Verständnis mehr aufbringen. Der Scheinriese „Herr Tur Tur“ — auch ein Diskriminierter und Ausgegrenzter, der in die Wüste fliehen muss, weil er alle Menschen durch seine (scheinbare) Größe erschreckt — ist ein weiterer prägender Held der Geschichte.

Hab keine Angst vor dem Fremden, will seine Geschichte sagen. Je näher er dir kommt, desto mehr schwindet die Angst.

Und als Lukas seinem Schützling Jim erklärt: „Weißt du, in manchen Ländern mögen Leute einen Jungen nicht, nur weil er schwarz ist“, kann der Titelheld nur ungläubig staunen.

Diese engagierte Haltung kam nicht von ungefähr. Vor einigen Jahren veröffentlichte die Journalistin Julia Voss eine innovative Deutung des Romans, die den „Märchenonkel“ Ende in einem ernsthafteren Licht erscheinen ließ. Demnach sei „Jim Knopf“ ein Gegenentwurf zur Rassenideologie der Nazis.

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Der Renten-Schwindel

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22-02-20 12:14:00,

Keine Angst vorm Älterwerden? Leider haben viele Menschen gute Gründe, sich vor dem Alter zu fürchten. Wird die eigene Rente zum Leben reichen oder werde ich meinen Kindern und Enkeln auf der Tasche liegen? Werde ich eine altengerechte Wohnung finden, wenn ich sie brauche? Wer wird mich pflegen, wenn ich einmal darauf angewiesen bin? Werde ich in einem Heim landen, wo unwürdige Zustände herrschen, weil Pflegekräfte keine Zeit für mich haben? Werde ich überhaupt bis zur Rente durchhalten oder schon vorher körperlich kaputt oder seelisch ausgebrannt sein?

Immer mehr Menschen machen sich darüber Sorgen – und dafür tragen die Regierungen der letzten 20 Jahre die Verantwortung. Mit der Agenda 2010, der Etablierung von Niedriglöhnen, der Absenkung des Rentenniveaus und Anhebung des Renteneintrittsalters haben sie massenhafte Altersarmut vorprogrammiert. Dass die gesetzliche Rente derart kaputt gemacht wurde, ist der größte sozialpolitische Skandal der Nachkriegszeit.

Doch statt den Riester-Schwindel zu beenden und die gesetzliche Rente so zu stärken, dass man – wie in Österreich – davon würdig leben kann, droht ein noch größerer Schwindel. So möchte Friedrich Merz von der CDU eine gesetzliche Pflicht zur privaten Altersvorsorge einführen.

Beschäftigte sollen also gezwungen werden, Aktien zu kaufen und ihre Rente – wenn es schlecht läuft – an der Börse zu verzocken. Das ist zwar im Interesse des Finanzinvestors Blackrock, von dem Merz als Aufsichtsrat ein dickes Gehalt einstreicht. Für die Menschen und die Gesellschaft wäre es aber eine Katastrophe.

Statt uns selbst und unsere Gesellschaft noch stärker unberechenbaren Finanzmärkten auszuliefern, müssten diese Märkte stärker reguliert und gezähmt werden. Statt alle zu Aktionären zu machen, müssten auch Kapitaleinkünfte aus den enorm gewachsenen Aktien- und Immobilienvermögen zur Finanzierung der gesetzlichen Rente herangezogen werden!

Die Union macht nicht nur gruselige Vorschläge in der Rentenpolitik. Auch das Ausmaß der Altersarmut wird von ihr kleingeredet. Dass uns massenhaft Altersarmut drohe, hält CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn beispielsweise für „totalen Quatsch“ – schließlich würden nur drei Prozent der über 65-Jährigen soziale Grundsicherung vom Staat beziehen. Dagegen wären fünfmal so viele Kinder von Hartz-IV-Leistungen abhängig.

Ich finde, es nicht nur schäbig, beim Thema Armut bedürftige Kinder gegen bedürftige Alte auszuspielen. Es führt auch in die Irre, aus der Inanspruchnahme der Grundsicherung auf die Bedürftigkeit zu schließen. Viele alte Menschen – Schätzungen zufolge zwischen 40 und 50 Prozent – scheuen den Gang zum Sozialamt,

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Die Übermenschen-Macher

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22-02-20 12:13:00,

„Es ist, als wäre der Mensch plötzlich zum Chefmanager des größten Business überhaupt ernannt worden, dem Business der Evolution (…) Eine gemeinsame Politik ist notwendig, um zu verhindern, dass die gegenwärtige flutartige Populationszunahme all unsere Hoffnungen auf eine bessere Welt zunichtemacht. Die menschliche Spezies kann, wenn sie es wünscht, sich selbst transzendieren — nicht nur sporadisch, ein Individuum hier auf eine Weise, ein Individuum da auf eine andere Weise, sondern in ihrer Ganzheit, als Menschheit. Wir brauchen einen Namen für diesen neuen Glauben.

Vielleicht wird Transhumanismus der Sache gerecht: Mensch bleiben, aber sich selbst transzendieren durch die Realisierung neuer Möglichkeiten von und für seine menschliche Natur. ‚Ich glaube an den Transhumanismus‘: Wenn es einmal genug Menschen gibt, die dies wirklich sagen können, wird die menschliche Spezies an der Schwelle einer neuen Art von Existenz stehen. (…) Sie wird endlich bewusst ihre wahre Bestimmung erfüllen können“ (Julian Huxley, „New Bottles for New Wine“, 1957, 1).

Digitalisierung, Robotisierung, Gentechnologie und technologisches „Enhancement“ des Menschen sind Brennpunkte des gegenwärtigen gesellschaftlichen Diskurses. Dieser Diskurs findet im Rubikon unter anderem in einer „Schöne Neue Welt“ benannten Kolumne einen Ausdruck, vorherrschend hier die Themen Überwachung, digitale Zensur und Künstliche Intelligenz.

Aldous Huxleys dystopischer Zukunftsroman Schöne Neue Welt erschien 1932 und zeichnete das Bild einer totalitären Überwachungsgesellschaft unter der Alpha-Kaste, die ihre Herrschaft unter anderem mittels Brainwash-Konditionierung, künstlich-eugenischer Reproduktion und einer materialistisch-technoiden Pseudoreligion sicherstellt. Weniger berühmt, aber mindestens ebenso einflussreich wie Aldous Huxley, war dessen älterer Bruder, der Biologe Julian Huxley (1887-1975), der als Begründer der Philosophie des Transhumanismus das Weltbild heutiger Techno-Utopisten in vielerlei Hinsichten vorgeprägt hat.

Ausgangspunkt von Julian Huxleys Transhumanismus stellt das Weltbild des evolutionären Humanismus dar. Der evolutionäre Humanismus sieht — als konzeptionelle Fortführung des Darwinismus — die (materialistisch-atheistisch verstandene) Evolution im Zentrum eines neuen Ideensystems, ja gar einer neuen weltweiten Religion. Julian Huxley fasste diese Überzeugung vor gut fünfzig Jahren in folgende Worte:

„Dieses neue Ideensystem, dessen Geburt wir in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts erleben, möchte ich einfach Humanismus nennen, weil es nur auf unserem Verständnis des Menschen und dessen Beziehungen mit dem Rest seiner Umwelt basieren kann. Es muss sich auf den Menschen als (biologischer) Organismus fokussieren, wenn auch einer mit einmaligen Eigenschaften. Es muss rund um die Fakten und Ideen der Evolution aufgebaut sein und die Entdeckung berücksichtigen,

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Die Tore der Wahrnehmung

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22-02-20 12:11:00,

Florenz, Galleria dell’Accademia: Der Kunstwissenschaftler und Hochschullehrer Michael Bockemühl (1943 bis 2009) umrundet mit einer Gruppe von Studierenden die Statue des „David“ von Michelangelo (1). Anstatt der üblichen Dauer von weniger als einer halben Minute, die Museumsbesucher durchschnittlich vor einem Kunstwerk verweilen, sollen die Studierenden ganze drei Stunden vor dieser „bekanntesten Skulptur der Kunstgeschichte“ verbringen (2, 3).

Das Motto der Exkursion lautet: „Sehen lernen“ (4). — Aber muss das Sehen wirklich erst gelernt werden? Scheint nicht vielmehr alles auf den ersten Blick klar zu sein? Hier sieht man einen nackten jungen Mann, den biblischen David, aus Marmor gehauen, mit einer Steinschleuder auf seiner Schulter, bereit, den Kampf gegen Goliath anzutreten.

Für Bockemühl stand fest: Wir müssen das Sehen erst lernen, weil wir mit einem seelischen Panzer durchs Leben gehen, der uns am Wahrnehmen hindert. Dieser Panzer hat sich aufgrund unserer urbanen Lebensweise mit hoher Bevölkerungsdichte und einem Übermaß an Sinnesreizen herausgebildet. Er schützt unser Nervensystem vor Überstimulation und damit vor krankmachendem Stress (5). Aber indem er unsere Sinneswahrnehmungen filtert und einengt, schneidet er uns gleichzeitig auch von der Erfahrung der Welt ab. Denn die Sinne sind die Tore, durch die die Welt zu uns kommt. Sehen lernen hieß für den Wahrnehmungsforscher Bockemühl, den Panzer abzulegen, die Mechanismen und Automatismen zu durchschauen und beiseitezulassen, die uns den Blick auf die Welt verstellen.

So neigen wir beispielsweise dazu, einem Gegenstand vorschnell einen Begriff oder ein Urteil überzustülpen, ohne ihn vorher genau angesehen zu haben. „Ach ja, da steht er ja, der David. Er sieht genauso aus, wie ich ihn aus dem Kunstunterricht kenne. Allerdings hätte ich ihn mir größer vorgestellt.“ — Wenn wir so vorgehen, dann sehen wir nicht viel mehr, als wir vorher schon wussten. Johann Wolfgang von Goethe nannte diese Art des Sehens „Übereilungen eines ungeduldigen Verstandes, der die Phänomene gern los sein möchte und an ihrer Stelle deswegen Bilder, Begriffe, ja oft nur Worte einschiebt“ (6).

Um dem Anschauungsobjekt wirklich gerecht zu werden, müsse man, so Bockemühl, die Wahrnehmung entautomatisieren und den Gegenstand sorgfältig, geduldig und möglichst urteilsfrei betrachten.

Unsere kulturelle Prägung verleitet uns dazu, dem theoretischen Wissen und abstrakten Denken den Vorrang vor der sinnlichen Wahrnehmung zu geben. Daher rührt wohl auch unsere Vorliebe für Begriffe. Denn durch sie lässt sich ein konkretes Geschehen leicht von uns weg auf eine abstrakte Ebene rücken.

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Südamerika: Ein Kontinent steht in Flammen

sudamerika:-ein-kontinent-steht-in-flammen

22-02-20 11:58:00,

Lesezeit: 6 min

22.02.2020 09:07

Das neue Jahrhundert sollte eine Zeit der politischen Stabilität und des wirtschaftlichen Aufschwungs für Südamerika werden. Doch die Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. In vielen Ländern drängen Politiker mit Alleinherrscheranspruch an die Macht, hochverschuldete Staaten stehen vor dem Bankrott, die Reichen werden immer reicher, die Armen ärmer, Demonstranten und Polizei liefern sich blutige Straßenschlachten. Ein ganzer Kontinent ist in Aufruhr – Südamerika brennt!

avtor

Südamerika: Ein Kontinent steht in Flammen

Die indigene Bevölkerung macht etwa 25 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. (Foto: dpa)

Foto: Juan Diego Montenegro

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Erwin Thoma in Berlin | KenFM.de

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21-02-20 06:13:00,

„Häuser wie der Baum – Städte wie der Wald“

Das massive Holzhaus-Bausystem Holz100 – vorgestellt von seinem Erfinder

am: Dienstag, 31.03.2020

Ort: Urania Berlin, Humboldt Saal, An der Urania 17, 10787 Berlin

Beginn: 20:00 Uhr

Tickets gibt es hier.

Erwin Thoma baut wissenschaftlich nachweisbar und glaubhaft die gesündesten Häuser. Dies gelingt vor allem durch Mondholz, mechanisch verdübelt und  schadstofffrei verarbeitet anstelle üblicher, giftiger Verleimungen und Holzschutzmittel. Thoma Häuser sind das Modell für eine abfallfreie Bauwirtschaft nach dem Kreislaufprinzip des Waldes. Zur Zeit ist die Bauwirtschaft der größte Müllverursacher der Welt. „Durch Innovation und Patente bauen wir erstmals energieautarke Holzhäuser oder zumindest Häuser mit sehr wenig Energiebedarf – ohne belastende Dämmstoffe und ohne komplizierte Technik. Thoma Häuser, die sich selbst heizen und kühlen, machen Atomkraftwerke überflüssig. Sie beenden Kriege um das Erdöl.“, so Erwin Thoma.

Der Bau von energieautarken Häusern macht Holz zum Hightech-Baustoff der Zukunft. Aufbauend auf überliefertem Holzwissen entwickelte die Firma Thoma das einzigartige und massive Holzhaus-Bausystem Holz100, das den Weltrekord bei Wärmedämmung hält, sechsfachen Brandschutz und höchste Erdbebensicherheit garantiert. Das Unternehmen wurde als umweltfreundlicher, innovativer und familienfreundlicher Industriebetrieb mehrfach ausgezeichnet.

Aus der Reihe: STADT UND LAND IM WANDEL

Umwelt und Klima verändern sich rasant, wie reagieren wir womit darauf? Welche neuen IDENTITÄTEN ergeben sich zwischen Stadt und Land? „Wenn sich Gesellschaften verändern, verändern sich auch die dazugehörigen Landschaften und Räume. Das Industriezeitalter hat unseren ganzen Kontinent auf den Kopf gestellt. Wieso glauben wir, dass wir an dessen Ende glimpflicher davonkommen?“ (W. Kil)

Ing. Dr. Erwin Thoma ist geistreicher Visionär, genialer Erfinder, tatkräftiger Umweltschützer – sowie Forst- und Betriebswirt, Unternehmer und Autor zahlreicher Bücher. Geboren 1962, aufgewachsen am Großglockner (Österreich), wo ihm Geigenbauer, Holzknechte und Zimmerleute altes Holzwissen vermittelten, was er heute in seiner Holzbaufirma einsetzt, um Häuser aus 100 Prozent Holz zu errichten.

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Veröffentlicht am: 21.

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Im Gespräch: Alexander Unzicker (“Wenn man weiß, wo der Verstand ist, hat der Tag Struktur”) | KenFM.de

im-gesprach:-alexander-unzicker-(“wenn-man-weis,-wo-der-verstand-ist,-hat-der-tag-struktur”)-|-kenfm.de

21-02-20 06:12:00,

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Der berühmte Kabarettist Volker Pispers sagte einst: „Wenn man weiß, wer der Böse ist, hat der Tag Struktur.“ Doch warum benötigen wir in unserer Gesellschaft überhaupt Feindbilder? Könnte es damit zu tun haben, dass uns die Kontrolle über unseren Verstand entglitten ist? Der Physiker Alexander Unzicker jedenfalls hat den Ausspruch Pispers nun um ein paar Worte abgewandelt. Der Titel seines neuen Buches lautet: „Wenn man weiß, wo der Verstand ist, hat der Tag Struktur.“

Zu wissen, wo sich eben dieser Verstand so rumtreibt, ist in der heutigen Zeit jedoch kein leichtes Unterfangen. Denn von allen Seiten wird ein erbarmungsloser Kampf um eine unserer wichtigsten Ressourcen geführt: unsere Aufmerksamkeit. Die dabei über uns hineinbrechende Flut an Informationen behindert unseren Verstand zusehends bei seiner Arbeit.

Folglich ist eine der wichtigsten Aufgaben des modernen Menschen, zu unterscheiden, welche Dinge seine Aufmerksamkeit wirklich verdienen (z. B. die Bedürfnisse der eigenen Kinder) und auf welche Dinge er getrost verzichten kann (z. B. die permanente Aktualisierung des Facebook Newsfeeds). Einfach ist das nicht. Denn viele der Dinge, die um unsere Aufmerksamkeit ringen, wurden gerade so konzipiert, dass sie die Schwächen unseres Geistes gezielt ausnutzen.

In seinem Buch zeigt Alexander Unzicker auf, mit welchen Techniken versucht wird, uns „um den Verstand zu bringen“ und wie wir uns dagegen wehren können, ohne auf die Vorteile des digitalen Zeitalters verzichten zu müssen.

Unzicker spricht von der „unsäglichen Irrelevanz des Aktuellen“ und plädiert für einen gesünderen Umgang mit Medien. Da viele von uns inzwischen regelrecht zu News-Junkies geworden sind, täten wir gut daran, seine Worte ernst zu nehmen.

Inhaltsübersicht:

0:00:53 Alexander Unzicker im Portrait

0:13:23 Das Smartphonezeitalter und seine Folgen

0:27:43 Gesellschaftliche Lagerkämpfe

0:38:32 Die Medien und der Kampf um unsere Aufmerksamkeit

0:55:29 Propaganda, Wissenschaft und Harmoniesucht

1:13:30 Die drei Grundpfeiler: Frieden, Freiheit, Recht

1:27:49 Ein Blick in die Zukunft

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Tacheles #26 ist online | Anti-Spiegel

tacheles-#26-ist-online-|-anti-spiegel

21-02-20 06:08:00,

In der Jubiläumsfolge «Ein Jahr Tacheles» mit Röper und Stein gab es kein beherrschendes Thema, aber viele kleine und vor allem große Aufreger.

Die Entwicklungen in Syrien waren wichtig, weil sich da — überschattet von anderen Meldungen — ein Konflikt zwischen Russland und der Türkei anbahnt.

Außerdem ging es um Foltervorwürfe gegen Russland und die Rolle von Michael Chodorkowski in diesem Fall.

Weitere Themen waren das angeblich so «reiche Deutschland», neue Mini-Atombomben der USA, Geheimdienstskandale (die vielleicht auch keine waren) und die beiden haben in eigener Sache aus dem Nähkästchen geplaudert, denn sie waren vor wenigen Tagen in Spanien und haben zusammen mit anderen Autoren einige Steinzeit-Sendungen aufgezeichnet.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft. Zeige alle Beiträge von Anti-Spiegel

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Huawei: Haben bislang mit 91 Staaten 5G-Verträge abgeschlossen

huawei:-haben-bislang-mit-91-staaten-5g-vertrage-abgeschlossen

21-02-20 06:02:00,

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«Chile despertó!» – Chile ist aufgewacht

«chile-desperto!»-–-chile-ist-aufgewacht

21-02-20 05:58:00,


Gregor Kaufeisen / 21. Feb 2020 –

Seit Oktober brodelt es in Chile. Anhaltende Massenproteste richten sich gegen die soziale Ungleichheit im Land.

Red. Gregor Kaufeisen ist Sozialanthropologe und schreibt gelegentlich als freier Autor für verschiedene Zeitungen. Während zweier Monate beobachtete er die Geschehnisse in Chile vor Ort.

Es ist Freitag in Santiago de Chile. Und wie jeden Freitag seit dem 18. Oktober 2019 strömen nach Feierabend Tausende Menschen Richtung Plaza Italia, Epizentrum der Proteste in Chile und mittlerweile kurzerhand umbenannt in Plaza Dignidad, Platz der Würde. Von Weitem jagen einem Tränengasschwaden das Wasser in die Augen. Doch unbeirrt wandern Tausende Menschen aus allen Richtungen zum zentralen Platz des Unmuts. Zerstörte Busstationen, vollgesprayte und bemalte Wände, verbarrikadierte Schaufenster zeugen von den wochenlangen Protesten, die Chile in einen unruhigen Ausnahmezustand versetzen.

Wachsende Kluft zwischen Arm und Reich

«Estallido social», sozialer Ausbruch, wird die Gesamtheit der Protestbewegung genannt. Auslöser war eine Preiserhöhung der Metro-Tickets um 30 Pesos, rund 4 Rappen. Darauf reagierten Schüler und Studenten mit Blockaden der Metro-Stationen, die der Staat mit harter Polizeirepression zu unterdrücken versuchte. Doch die Preiserhöhung war nur der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Mittlerweile entlädt sich in den Demonstrationen der generelle Unmut gegenüber einem der neoliberalsten Systeme Lateinamerikas.

Fortschritt und ein konsumorientierter Lebensstil eines Teils der Bevölkerung verschleiern die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich. Immer mehr Chileninnen und Chilenen schlittern in die Armut ab. Viele wissen nicht, wie sie den nächsten Monat über die Runden kommen sollen. Gleichzeitig ermöglicht das System der Bevölkerung praktisch keine Partizipation an politischen Entscheidungen. Meldungen über Korruptions- und Kollusionsfälle in der Politik und unter Grosskonzernen schüren zusätzlich die Wut über die politische Klasse und die Wirtschaftselite.

Hinzu kommt: Der rücksichtslose Umgang mit der Natur beschäftigt zunehmend das chilenische Volk. Laut Lorena Donaire, Direktorin der Umweltorganisation Modatima, ist die Sorge um ein immer fragiler werdendes Ökosystem und die damit verbundene Kritik an der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen ein herausstechendes Element der Aufstände.1 Die Privatisierung des Bodens und des Wassers haben Chiles Landwirtschaft in ein exportorientiertes Business verwandelt, welches das traditionelle bäuerliche Leben verdrängt.2 Staudämme und riesige Plantagen prägen vielerorts das Landschaftsbild.

Nicht zuletzt resultiert der soziale Aufstand aus den jahrelangen Bemühungen und Kämpfen verschiedenster basisorientierter Gruppen,

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Weltwirtschaft: Einbruch des BIP in Japan – Ist China das nächste asiatische Land? | www.konjunktion.info

weltwirtschaft:-einbruch-des-bip-in-japan-–-ist-china-das-nachste-asiatische-land?-|-wwwkonjunktion.info

21-02-20 05:54:00,

Schiffscontainer - Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative CommonsSchiffscontainer - Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

Schiffscontainer – Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

Die weltwirtschaftlichen Bedingungen verschlechtern sich in zunehmenden Masse. Wirtschaftswissenschaftler prognostizierten, dass das japanische BIP im vierten Quartal 2019 auf Jahresbasis gesehen um 3,8 Prozent schrumpfen könnte. Die Realität war mit einem Rückgang von 6,3 Prozent dann sogar erheblich schlimmer. Sollte das japanische BIP im ersten Quartal 2020 erneut sinken, dann befindet sich die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt per Definition auch offiziell in einer Rezession. Doch die Aussichten für China sehen sogar noch düsterer aus. Aktuell ist die Wirtschaftstätigkeit in China schwer eingeschränkt, was die globalen Lieferketten langsam in eine Schieflage geraten lässt. Es scheint inzwischen fast sicher zu sein, dass die gesamte Weltwirtschaft im ersten Quartal schrumpfen wird, und dies wird das allererste Mal seit mehr als einem Jahrzehnt der Fall sein.

Obwohl die Experten eine Verschlechterung beim BIP in Japan erwartet hatten, hatte niemand gedacht, dass der Abfall so groß ausfallen würde:

Laut einer vorläufigen Schätzung des am Montag veröffentlichten Kabinettsbüros schrumpfte das japanische Bruttoinlandsprodukt in den drei Monaten bis Dezember gegenüber dem Vorquartal auf Jahresbasis um 6,3 Prozent.

Die befragten Ökonomen hatten einen Rückgang von 3,8 Prozent prognostiziert, was aufgrund der negativen Auswirkungen einer Umsatzsteuererhöhung, einer schwachen globalen Nachfrage und eines Taifuns erwartet worden war.

(Japan’s gross domestic product shrank at an annualized pace of 6.3 percent from the previous quarter in the three months through December, according to a preliminary estimate by the Cabinet Office released Monday.

Economists surveyed had predicted a fall of 3.8 percent, flagging the adverse impact of a sales tax increase, weak global demand and typhoon disruption.)

Zuvorderst wird der im letzten Oktober erfolgten Steuererhöhung in Japan die Schuld für den Einbruch des BIP gegeben. Was sich auch in den Konsumausgaben der Japaner wiederspiegelt:

Die Verbraucherausgaben gingen um 11,1% zurück, nachdem die nationale Umsatzsteuer im Oktober von 8% auf 10% angehoben worden war. Im selben Monat verwüstete der Taifun Hagibis einen großen Teil des Landes.

Die Investitionen gingen um 14,1% zurück und die Exporte gingen aufgrund der Folgen des Handelskrieges zwischen den USA und China um 0,4% zurück.

(Consumer spending fell 11.1% after the national sales tax was raised in October to 10% from 8%.

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Nach der schlimmen Tat von Hanau: Die Spalter rufen zur Einheit auf

nach-der-schlimmen-tat-von-hanau:-die-spalter-rufen-zur-einheit-auf

21-02-20 05:53:00,

Als Reaktionen auf Anschläge und Rechtsruck müssten Sozialpolitik und Strafverfolgung massiv gestärkt werden. Aber diese Investitionen sind teuer. Statt dessen bieten die für Spaltungen verantwortlichen Politiker nun Floskeln von der „Solidarität“ an. Aber die Zeit der warmen Worte ist vorbei – Appelle werden die Gesellschaft nicht zusammenhalten. Von Tobias Riegel.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Podcast: Play in new window | Download

Nach den furchtbaren Taten von Hanau müssen unsere Gedanken bei den Opfern und den Angehörigen sein. Gleichzeitig sollte aber einer Instrumentalisierung des Anschlags entgegengetreten werden. Diese Instrumentalisierung ist aktuell bei jenen zu beobachten, die als Verantwortliche einer unsozialen und staatsfeindlichen Kürzungspolitik auch ein Gutteil der Verantwortung für eine aufgewühlte und verunsicherte gesellschaftliche Stimmung tragen. Es ist auch und vor allem diese Stimmung der Vereinzelung und der Abstiegsängste, die Anschläge von Rechtsterroristen und Psychopathen begünstigen können. Die Hetze von AfD-Personal ist zu bekämpfen. Sie ist jedoch (noch) eher als Symptom denn als Ursache zu beschreiben. Im Vergleich zu diesen verbalen AfD-Ausfällen sind die tiefgreifenden und massenhaften gesellschaftlichen Erschütterungen, die das neoliberale Politik- und Medien-Personal in den letzten Jahrzehnten angerichtet hat, als erheblich dramatischer einzuschätzen.

Kampf gegen Rechts: Moralpredigt statt Investition

Gleichzeitig ist dem selben bestimmenden Politik-Personal eine langjährige Verharmlosung und Verschleppung der rechten Terror-Gefahr anzulasten. Und zusätzlich dazu hat die Kürzungspolitik eben jenes Personals zu einer Schwächung bei Polizei und Justiz geführt. Diese gravierenden Versäumnisse auf sozialpolitischer und strafrechtlicher Ebene sollen nun anscheinend durch eine Extra-Portion Moral verdeckt werden, wie die unten angeführten Zitate führender Politiker zeigen. Der Kampf gegen Rassismus muss auf mehreren Ebenen geführt werden: strafrechtlich, sozialpolitisch – und erst dann moralisch. Die sozialpolitische Seite wurde demontiert, die strafrechtliche durch Kürzungen auch. Übrig bleibt zahlreichen Politikern nun die Moral. Das ist nachvollziehbar: Investitionen in Sozialstaat und Justiz sind teuer – die Moral bekommt man umsonst. Zusätzlich wälzt man dadurch die eigene Verantwortung auf die Bürger ab, die sich angeblich weigern, beim Kampf gegen Rechts „endlich aus der Komfort-Zone herauszukommen“.

Politiker können nicht alle Psychosen und nicht alle einsamen Wölfe verhindern – aber die gesellschaftlich aufgewühlte und verunsicherte Stimmung, die solche Taten begünstigt, die können die Politiker, die die letzten Jahrzehnte geprägt haben, jetzt nicht „einschlägigen Internetseiten“ zuschreiben. Das müssen sie zu einem Gutteil auf die eigene Kappe nehmen – gemeinsam mit den Redakteuren großer Medien,

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Gerichtsentscheid: Russland soll 50 Milliarden Entschädigung zahlen – Wie berichten die russischen Medien? | Anti-Spiegel

gerichtsentscheid:-russland-soll-50-milliarden-entschadigung-zahlen-–-wie-berichten-die-russischen-medien?-|-anti-spiegel

20-02-20 03:46:00,

In den Niederlanden ist ein Urteil gefallen, dass Russland verpflichten soll, den ehemaligen Eigentümern des Öl-Konzerns Yukos 50 Milliarden Entschädigung zu bezahlen. Was sind die Hintergründe und wie wird in Russland berichtet?

Der ehemalige Oligarch Michael Chodorkowski wurde in Russland zu einer Haftstrafe wegen Bestechung, Steuerhinterziehung, Betrug, Geldwäsche und so weiter verurteilt. Sein Öl-Konzern Yukos wurde damals in einem eilig durchgeführten Bieterverfahren zerschlagen und gelangte in der Folge wieder in den Besitz des russischen Staates. Was wie eine Räuberpistole klingt, wurde von Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bestätigt: Das Gericht wies die Beschwerden von Chodorkowski ab und bestätigte das russische Gerichtsurteil. Die Details über die Entscheidung des europäischen Gerichts finden Sie hier.

Dennoch klagen die ehemaligen Aktionäre von Yukos, also Chodorkowski und Konsorten, in den Niederlanden auf Entschädigung. Einen ersten Prozess haben sie verloren, nun hat ein Berufungsgericht ein älteres Urteil bestätigt und Russland verurteilt, die ehemaligen Aktionäre mit 50 Milliarden Dollar zu entschädigen.

Im Spiegel gab es dazu einen kurzen Artikel, der darüber berichtet hat, aber die russische Sicht stark verkürzt dargestellt hat. Offensichtlich sollen die deutschen Leser nicht alles wissen, was Russland dazu zu sagen hat. Im Spiegel stand dazu:

„Das Justizministerium in Moskau kündigte indes an, die niederländische Entscheidung anfechten zu wollen. Russland werde weiter seine „legitimen Interessen“ verteidigen, hieß es. Das Gericht in Den Haag habe die Tatsache ignoriert, dass die früheren Anteilseigner als Investoren keine guten Absichten vertreten hätten, teilte das Ministerium mit. Die Kontrolle von Anteilen am Unternehmen sei damals durch „eine Reihe illegaler Handlungen“ erlangt worden.“

Ich frage mich immer wieder, warum deutsche Medien nicht die komplette Erklärung zitieren, sondern eigene Zusammenfassungen schreiben. Die russische Erklärung lautete:

„Die Kontrolle über die Aktiva des Unternehmens wurde durch eine Reihe illegaler Aktivitäten, einschließlich Verschwörungen und Bestechung von Beamten, erlangt. Während die ehemaligen Mehrheitseigentümern Yukos geführt haben wurden massive Steuerhinterziehungen begangen, Vermögenswerte illegal ins Ausland verschoben, Geld gewaschen und andere illegale Geschäfte gemacht.“

Und es stimmt ja: Die russischen Oligarchen haben ihre Vermögen in den 1990er Jahren alle illegal auf Kosten des russischen Staates zusammengeraubt. Und sie haben praktisch keine Steuern gezahlt.

Als Putin an die Macht kam, konnte er die Privatisierungen nicht einfach rückabwickeln, denn dann hätte er auch alle ausländischen Investoren enteignen müssen,

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Mord ist nicht gleich Mord! | KenFM.de

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20-02-20 03:44:00,

Ein Kommentar von Anna Zollner.

Wenn Person A beschließt Person B zu töten und diese Tat dann begeht, spricht man von Mord. Mord ist ein kriminelles Delikt und wird von der Justiz verfolgt. Wer mordet, landet in der Regel im Gefängnis, verliert also seine Freiheit. Die Idee dahinter setzt auf Abschreckung und soll Selbstjustiz verhindern. Nur der Staat hat das Recht Person A für ein Delikt zu verurteilen und das entsprechende Strafmaß festzulegen.

Damit die Justiz von Mord sprechen kann, muss Vorsatz nachgewiesen werden. Person A muss den Mord geplant haben. Das gilt als besonders kaltblütig und wird höher bestraft, als die Tötung eines Menschen, die im Affekt geschah. Wenn bei einem Streit, einer Schlägerei die Fetzen fliegen und ein Mensch einen anderen dabei derart schwer verletzt, dass die Person stirbt, spricht man in der Regel von Totschlag. Kam dabei eine Waffe zum Einsatz hat das wiederum Einfluss auf das Strafmaß.

Von fahrlässiger Tötung spricht man in der Regel immer dann, wenn Person A Person B quasi ausversehen tötet. Einem Autofahrer, der während der Fahrt eine SMS schreibt und dabei einen Fahrradfahrer übersieht, der später stirbt, wird nicht Mord vorgeworfen. Fahrlässige Tötung in jedem Fall.

Am 3. Januar 2020 geht ein weißer Mann in sein Büro, um einen Mord zu begehen. Das Opfer hat Migrationshintergrund und ist dem Mann seit langem ein Dorn im Auge. Als er beschließt den Ausländer zu ermorden, ist er nicht allein. Er erhält Hilfe von seine Kollegen. Sie haben das Opfer seit langem ausgespäht, wissen wann der Mann, wo ist. Es kommen modernste Waffen zum Einsatz. Die Tat, der Mord, wurde nicht nur eiskalt geplant, sondern man hat vor sich im Anschluss zu der Tat zu bekennen. Öffentlich. Es geht um ein Exempel, das aller Welt zeigen soll: das Recht ist uns egal. Wir morden, wenn es uns passt. Kurz bevor das Opfer, der Mann mit Migrationshintergrund, ermordet wird, warten die Kollegen im Büro auf das Handzeichen ihres Chefs. Noch könnte er beschließen auf die eiskalte Ermordung zu verzichten. Doch er entschließt sich den seit langem gehegten Wunsch umzusetzen. Ein kurzes Handzeichen und aus mehreren Kilometern Höhe lösen sich Hellfire-Raketen, die unter den Flügeln von insgesamt drei Drohnen aus US-Amerikanischer Produktion stammen und den Namen „Sensenmann“ tragen. 

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Fortschritt im Kampf gegen Altersarmut oder Augenwischerei? Die Grundrente ist beschlossen | Anti-Spiegel

fortschritt-im-kampf-gegen-altersarmut-oder-augenwischerei?-die-grundrente-ist-beschlossen-|-anti-spiegel

20-02-20 03:38:00,

Die „gute Nachricht“ der letzten Tage war, dass die Grundrente beschlossen wurde. Was als großer Schritt für arme Rentner verkauft wird, zeigt in Wirklichkeit auf, wie egal der Regierung die Rentner sind.

Was war das für ein medienwirksamer Streit um die Grundrente, den wir monatelang beobachten konnten? Und was für ein unsinniges Ergebnis ist dabei herausgekommen? Anstatt tatsächlich eine Grundrente einzuführen, die jedem Rentner eine Mindestrente garantiert, ohne dass er Grundsicherung beantragen und sich als Bittsteller fühlen muss, wurde ein bürokratisches Monster geschaffen, dass nach völlig unverständlichen Berechnungen den Menschen ungleiche Zuschüsse zuteilt.

Aber das ist nicht einmal das Schlimmste. Nach all dem Hin und Her, das die Parteien um die Grundrente veranstaltet haben, kostet sie den Staat nur eine minimale Summe. Nach Berechnungen der Regierung soll sie 1,5 Milliarden kosten. Und selbst um diese kleine Summe gibt es nun wieder Streit, wie man im Spiegel lesen kann:

„Die Union hat die SPD deshalb aufgefordert, die offenen Fragen zur Finanzierung zu klären. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) müsse „einen Ersatzvorschlag vorlegen“, weil die Finanztransaktionsteuer voraussichtlich nicht rechtzeitig umgesetzt werden könne, sagte der sozialpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Peter Weiß (CDU), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Wir wollen präzise vom Bundesfinanzminister wissen, wo das Geld herkommen soll.“ Weiß sagte: „Wir werden uns die Pläne im parlamentarischen Verfahren noch einmal im Detail anschauen.““

Es wäre zu schön, wenn unsere Politiker beim Geld immer so wachsam wären. Aber während es als unglaublich teuer dargestellt wird, die ärmsten Rentner mit lächerlichen 1,5 Milliarden zu unterstützen und zumindest ein wenig gegen die wachsende Altersarmut zu tun, bekam das Verteidigungsministerium im letzten Jahr gleich 5 Milliarden mehr spendiert. Und niemand hat nach der Finanzierung gefragt. 5 Milliarden für Panzer sind kein Problem, aber 1,5 Milliarden für Rentner, die ihr Leben lang gearbeitet haben, das ist ganz viel Geld. Schizophren!

Wenn es darum geht, den Rüstungskonzernen Aufträge zuzuschieben, ist Geld da. Für einen würdigen Lebensabend für die Menschen hingegen nicht.

Die US-Rüstungskonzerne freuen sich, dass Europa inzwischen der am schnellsten wachsende Markt für sie ist. Die Gelder gehen also nicht einmal an europäische Firmen, die dann wenigstens noch hier Steuern zahlen würden, sie gehen in die USA. Aber anstatt dieses Problem beim Namen zu nennen,

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Solarbranche in der Flaute: Wacker Chemie muss mehr als tausend Stellen streichen

solarbranche-in-der-flaute:-wacker-chemie-muss-mehr-als-tausend-stellen-streichen

20-02-20 03:28:00,

Lesezeit: 1 min

20.02.2020 13:11

Das Chemieunternehmen Wacker muss mehr als 1000 Arbeitsplätze streichen. Grund dafür ist die Krise der deutschen Solarbranche, welche nicht mit den Konkurrenten aus China mithalten kann.

Solarbranche in der Flaute: Wacker Chemie muss mehr als tausend Stellen streichen

Ein Arbeiter montiert eine Solaranlage. (Foto: dpa)

Foto: Peter Endig

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Münchner Chemiekonzern Wacker Chemie will in den nächsten drei Jahren mehr als tausend Arbeitsplätze streichen. Der Löwenanteil – mehr als 80 Prozent – entfalle auf Deutschland, teilte das Familienunternehmen am Donnerstag mit. Dort dürfte damit bis Ende 2022 mehr als jede zwölfte der 10.000 Stellen wegfallen. Gekürzt werden soll vor allem in der Verwaltung, nicht in der Produktion. “Wir bereiten uns sowohl im Geschäft mit Polysilicium als auch in unseren Chemiebereichen auf eine härtere Gangart im Wettbewerb vor”, begründete Vorstandschef Rudolf Staudigl das im Herbst angekündigte Sparprogramm. Weltweit beschäftigt Wacker rund 14.500 Mitarbeiter.

Insgesamt will Wacker Chemie 250 Millionen Euro einsparen, um “die Wettbewerbsfähigkeit von Wacker auch für zukünftige Herausforderungen zu stärken und dauerhaft zu sichern”, wie der Vorstandschef sagte. Die anhaltend düsteren Aussichten für das Geschäft mit Silizium für Solaranlagen hatten Wacker Chemie im vergangenen Jahr mit 630 Millionen Euro in die roten Zahlen gerissen – Deutschlands Produzenten von Solarzellen können preislich nicht mit den Konkurrenten aus China mithalten, wie das Beispiel des inzwischen bankrotten Solarworld zeigte. Aber auch die Silikon-Sparte rund um Schmier- und Dämmstoffe etwa für die Auto- und die Bauindustrie stand unter Druck. Konzernchef Rudolf Staudigl hatte daher bereits ein Sparprogramm in Aussicht gestellt.

Der Konzern schreibt 760 Millionen Euro auf den Wert der Produktionsanlagen im bayerischen Burghausen, im sächsischen Nünchritz und in Charleston in den USA ab. 2018 hatte Wacker noch 260 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet.

Personalchef Christian Hartel will auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Frührente, Altersteilzeitsregelungen und freiwillige Abschiede von Mitarbeitern sollen dabei helfen. “Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Ziele mit guten und fairen Lösungen erreichen können”, sagte Hartel.

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Das Feuerzeichen

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20-02-20 12:26:00,

Über Geld spricht man nicht. Ich will nicht nur über Geld sprechen, sondern auch über die Verbrennung von Geld.

Sprichwörter offenbaren gewöhnlich den gesunden Menschenverstand, die Weisheit eines Volkes. Die Mehrzahl der Sprichwörter über das Geld aber offenbart einen gravierenden Mangel an Weisheit. Diese Sprichwörter zementieren das kapitalistische Weltverständnis und lehren uns die Furcht vor der Freiheit: „Zeit ist Geld“, „Wer den Rappen nicht ehrt, ist des Frankens nicht wert“, „Geld regiert die Welt“. Sogar die Dichter erweisen dem Geld ihren Bückling — Margarete in Goethes Faust beispielsweise sagt: „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles.“ Als ob Geld, Kapital, Rendite und Profit das höchste Ziel menschlichen Strebens seien!

Ich lese hin und wieder an Schulen, Jugendliche sind ein dankbares Publikum. Zuerst stimme ich sie mit Geschichten und Gedichten auf das Geld, seine persönlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen ein. Dann geht’s ans Eingemachte. Ich lasse einen Hundertfrankenschein in der Klasse zirkulieren, lege ihn zerknüllt in ein metallenes Gefäß und zünde ihn an, ich zerstampfe das verbrannte Papier mit einem großen Borstenpinsel, öffne ein Fenster und übergebe die Asche dem Wind. Geld zu verbrennen ist eine pädagogische Maßnahme, ein didaktisches Ritual, das die Jugendlichen verstört — und gewiss zum Denken anregt.

Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird, lautet: „Wäre es denn nicht sinnvoller, mit dem Geld humanitäre oder ökologische Projekte zu unterstützen, statt es zu verbrennen?“ — Eine gute Frage.

Solange wir nach Reichtum streben, wird es Ungerechtigkeit geben, denn Geld- und Grundbesitz sind nur das Symptom eines menschlichen Makels — der Habgier, die zu Zwist, Betrug, Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg führt.

Wer Unrecht vermeiden will, sollte lernen, mit weniger auszukommen. Wer die Ungerechtigkeit überwinden will, muss sich selber überwinden.

Seit mehr als 10.000 Jahren begleiten uns unterschiedliche Formen von Geld. Im alten Ägypten gab es nur Tauschgeschäfte. Die Phönizier zahlten mit schweren Kupferplatten, die frühen Römer und Gallier mit Vieh, die Azteken mit Kakaobohnen, die Afrikaner mit den Gehäusen der Kaurischnecken. König Gyges in Kleinasien erfand die Münzen: Gold- und Silberklümpchen wurden zu Plättchen geformt, ihr Wert aufgeprägt. Nun begannen auch die Perser, Griechen und Römer, eigene Münzen zu prägen. In jener Zeit etablierte sich ein reges Bankensystem. Banknoten wurden im 7. Jahrhundert in China erfunden.

Auf der Suche nach Gold,

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Argentinien stolpert von Bankrott zu Bankrott: Ein Lehrstück für die verheerende Politik des IWF

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20-02-20 12:10:00,

Lesezeit: 7 min

20.02.2020 11:00

Die Dauerkrise in Argentinien kann als Paradebeispiel der neoliberalen und oftmals kontraproduktiven Interventionen des Internationalen Währungsfonds weltweit dienen.

Argentinien stolpert von Bankrott zu Bankrott: Ein Lehrstück für die verheerende Politik des IWF

Eine Vorführung zur Eröffnung der Jugend-Olympiade in Buenos Aires. (Foto: dpa)

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Spanien: Zaghafter Eingriff in Arbeitsmarktreform, Google- und Börsensteuer

spanien:-zaghafter-eingriff-in-arbeitsmarktreform,-google-und-borsensteuer

20-02-20 11:56:00,

Aktienkäufe sollen mit 0,2% besteuert werden, Firmen wie Google mit ganzen 3% und die aggressive Arbeitsmarktreform wird nicht gestrichen, nur zaghaft reformiert

Eigentlich hatten die spanischen Sozialdemokraten (PSOE) in den verschiedenen Wahlkämpfen der vergangenen Jahre immer wieder versprochen, die “extrem aggressive Arbeitsmarktreform” der rechtskonservativen Vorgänger aus dem Jahr 2012 zu streichen, gegen die die Gewerkschaften sogar mit Generalstreiks Sturm gelaufen sind.

Der Koalitionspartner, die Linkskoalition “Unidas Podemos” (Gemeinsam können wir es/UP), hatte stets sogar gefordert, die PSOE-Arbeitsmarktreform zu streichen, mit der schon zu Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise der Kündigungsschutz und andere Rechte massiv beschnitten wurden, wogegen es auch zu Generalstreiks kam.

Vom Schleifen der PSOE-Reform spricht in dieser Regierungskoalition nun aber niemand mehr. Statt die extreme Reform der Vorgänger zu streichen, doktert die neue Regierung nun sehr zaghaft an Teilbereichen herum. Statt die “schädlichsten” Auswirkungen zu beseitigen, wurde am Dienstag nur ein Artikel gestrichen.

Menschen im Krankheitsfall kündigen

Per Dekret wurde der völlig absurde Artikel 52 d) geschleift. Zeitungen, die der Regierungskoalition nahestehen, sprechen wie Eldiario.es aber davon, dass mit der “Demontage der Arbeitsmarktreform” begonnen worden sei.

Eine reale Demontage würde sich wohl kaum auf die Streichung der besonders drastischen Spitze des Eisbergs beschränken. Der 52 d) hatte für Furore gesorgt, da er es bis heute ermöglichte, Beschäftigte zu kündigen, die innerhalb von zwei aufeinander folgenden Monaten an acht Tagen vom Arzt krankgeschrieben wurden.

Die Praxis, Menschen wegen Krankheiten kündigen zu können (sie also krank zum Arbeiten zu zwingen), hatte das Verfassungsgericht im vergangenen Oktober bestätigt. Das wurde mit der “Unternehmensfreiheit” und der “Verteidigung der Produktivität” begründet. Das ist seit gestern nicht mehr möglich, allerdings muss das Dekret noch im Parlament bestätigt werden und unklar ist, was mit anhängigen Verfahren ist.

Unsichere Mehrheiten und Menschenrechte

Angesichts der fragilen Mehrheit, ist nicht sicher, ob die Bestätigung kommt. Der Unsicherheit darüber ist auch die Frage geschuldet, ob man sich nur an die Spitze der Spitze herantraut und warum man nicht sofort tiefer in die Reform eingegriffen hat. Der Streichung des 52 d) dürfte auch die christdemokratische Baskisch-Nationalistische Partei (PNV) zustimmen. Welche weiteren Eingriffe die sehr unternehmerfreundliche PNV mitträgt,

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Privatisierung paradox – Wie aus Post, Telekom und Bahn globale Player wurden, die ihren gesellschaftlichen Auftrag vernachlässigen

privatisierung-paradox-–-wie-aus-post,-telekom-und-bahn-globale-player-wurden,-die-ihren-gesellschaftlichen-auftrag-vernachlassigen

20-02-20 08:42:00,

In Brandenburg schließen die Postfilialen, dafür ist die Deutsche Post DHL heute der einzige Logistikkonzern, der jedes Dorf in Syrien, Libyen und dem Jemen beliefert. In der Eifel reiht sich Funkloch an Funkloch, dafür hat die Deutsche Telekom in den USA bereits im Dezember das erste 5G-Netz mit nationaler Abdeckung in Betrieb genommen. Im Hunsrück werden die Bahnhöfe stillgelegt, dafür baut die Deutsche Bahn in Katar eine Metro. Drei Fälle, ein Phänomen – die privatisierten Staatsbetriebe haben sich mit Milliardeninvestitionen zu globalen Konzernen gemausert und erfüllen im eigenen Land zusehends nicht mehr die Grundversorgung. Und dazwischen gibt es sogar einen Zusammenhang. Von Jens Berger.

Der gelbe Riese ist heute die weltweite Nummer Eins

Die gute alte gelbe Bundespost heißt heute Deutsche Post DHL Group und ist – vor allem dank seiner internationalen Tochter DHL – Kopf an Kopf mit den US-Konzernen FedEx und UPS einer der drei größten Logistikkonzerne der Welt. Alleine DHL liefert pro Jahr rund 1,3 Milliarden Pakete aus und ist nach eigenen Angaben in „über 220 Ländern und Territorien“ aktiv. Zum großen Weltreich der Deutschen Post gehören beispielsweise die indische Frachtfluglinie Blue Dart Aviation, die 54 Mitarbeiter starke Tochterfirma DHL Myanmar, die Frachtplattform Saloodo!, die Kunden aus dem Mittleren Osten und Afrika von Abu Dhabi aus Frachtmöglichkeiten vermittelt, und die australische Tasman Cargo Airlines, die mit einer Boeing einige Südseeinseln mit Luftfracht versorgt. Globaler geht es nicht.

DHL-Lieferwagen in Shenzen/China
Bild: Sorbis/shutterstock.com

Der gelbe Riese ist zwar auf dem Papier ein deutsches Unternehmen, der größte nationale Markt des Logistikkonzerns ist jedoch China. Mit seiner Sparte DHL eCommerce Asia deckt die Deutsche Post hier die komplette Lieferkette für Onlinehändler ab – angefangen bei der Lagerlogistik bis hin zur Paketzustellung in 220 Ländern und dem Retourenmanagement. Die Post-Tochter DHL setzt in der Region Asien/Pazifik pro Jahr rund sechs Milliarden Euro um. In Shanghai hat sie 2012 für 175 Millionen Euro ein neues globales Drehkreuz eröffnet, über das neben den Kreuzen in Hong Kong, Cincinnati und Leipzig der globale Frachtflugverkehr von DHL abgewickelt wird. Auch hier ist die Deutsche Post mit ihrer belgischen Tochter DHL Aviation mit rund 250 Flugzeugen und rund einer halben Milliarde Luftfrachtsendungen pro Jahr die globale Nummer Eins.

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Die Macht um Acht (46) | KenFM.de

die-macht-um-acht-(46)-|-kenfm.de

19-02-20 10:11:00,

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Wieso-weshalb-warum?

Tagesschau ist nicht auf KiTA-Niveau.

Während im Kinderfernsehen der Sesam-Straße tapfer nach dem Wer, Wie, Was und sogar nach dem Warum gefragt wird, schweigt die Tagesschau eisern, wo Fragen dringend geboten wären. Typisches Beispiel ist die Affäre rund um die „Crypto AG“, ein Laden, der von Bundesnachrichtendienst und CIA gekauft und der Siemens AG-gesteuert wurde.  Zwar berichtete die ARD-Nachrichtensendung unter der Überschrift „Ein einmaliger Skandal“ darüber, dass die Geheimdienst-Firma aufgeflogen war, hüllte sich aber sonst in Schweigen. Sogar über die Millionenprofite wurde berichtet, und über die schwarzen Kassen des BND musste die regierungsamtliche Sendung inzwischen berichten, nachdem sie jahrelang von nichts zu wissen schien. Aber die spätestens jetzt notwendigen Fragen wurden nicht gestellt.

Ein Fragenklassiker wäre der nach der Versteuerung des Geldes gewesen, denn nur so könnte man den mafiösen Zu- und Umständen der miesen Abhöraffaire auf die Spur kommen. Doch die Hamburger Redakteure schweigen. „Wer nicht fragt, bleibt dumm“, weiß das Kinderlied zu singen und wer jetzt die Redakteure meint, der kennt nur die halbe Wahrheit. Dumm bleiben sollen vor allem die Zuschauer, die man bisher im Dunkeln über das Drumherum lässt. Das „Wer, Wie, Was“ wird mal wieder nicht recherchiert, denn eine wesentliche Tugend des Journalismus, gute Fragen zur Aufklärung zu stellen, scheint die Hamburger Gurkentruppe nicht zu kennen. Dabei hätte man das Kanzleramt fragen können und müssen; auch die Frage an die Strafjustiz stellen, wann denn jene Verantwortlichen in den Knast gehen, die gemeinsam mit den US-Behörden über Jahrzehnte die Bundesbürger bespitzelt haben.

Statt knallharte Fragen nach der Rolle der Türkei zu stellen, erzählt die Tagesschau über eine sogenannte „Rebellenhochburg“ in Syrien. Hier verstellt bereits das Wording, der Sprachgebrauch, die richtigen Fragen. Denn was da so romantisch „Rebellen“ genannt wird, ist nichts anderes als der Tarnname für Khan al-Assal, Söldner des Emirat Kaukasus oder die islamistische Partei Turkestans. Diese Terrorgruppen gehören zu den Einheiten rund um den syrischen Ort Idlib. In dieser Gegend setzt die türkische Armee zu einer Offensive an und droht mit „Vergeltungsschlägen“. Jetzt wären eigentlich interessante Fragen an das deutsche Außen- und Verteidigungsministerium fällig: Wie ist das deutsche Verhältnis zum NATO-Partner Türkei,

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