Bürokratische Massenvernichtungswaffen

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22-08-19 09:35:00,

  1. Bürokratische Massenvernichtungswaffen

  2. Diktatoren reagieren auf Sanktionen mit noch mehr Repressionen


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Wirtschaftssanktionen gelten westlichen Politkern als friedliche Alternative zum Krieg. Doch für die Betroffenen sind die Embargos nicht weniger tödlich als Bomben

Es war im Winter 433/432 v. Chr. als der Tod über die Bewohner Megaras kam. Keine feindlichen Heere standen vor den Toren, keine Belagerungswaffen schleiften die Mauern der griechischen Stadt. Stattdessen reichte eine Verordnung des Athener Staatsmannes Perikles, um die Katastrophe einzuleiten.

Dieser hatte die Händler der abtrünnigen Nachbarstadt von den Märkten seines Reiches verbannt, die Häfen des mächtigen Attischen Seebundes für Kaufleute Megaras geschlossen. Die Folgen waren verheerend: Die Wirtschaft Megaras brach zusammen. Vom “langsamen Verhungern” der Megarer schriebt der griechische Dramatiker Aristophanes.

Perikles’ “Dekret von Megara” gilt heute als erstes Wirtschaftsembargo der europäischen Geschichte. Über die tatsächlichen Ursachen und Folgen gibt es bei Historikern aufgrund knapper Quellenlage zwar auch heute noch keine Einigkeit, doch sicher ist: Über 2.400 Jahre später sind wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen nach attischem Vorbild so populär wie nie.

Kaum eine Woche vergeht, ohne dass Politiker unliebsame Herrscher mittels Sanktionen zur Ordnung rufen wollen. Ein beschlagnahmter Tanker am Golf, Gasbohrungen der Türkei nahe Zyperns, Polizeigewalt in Honkong, ein russisches Pipeline-Projekt, ein zu billiger Chinesischer Yuan, amerikanischen Waffenlieferung an Taiwan … Das sind einige der Ereignisse, die allein im vergangenen Monat, Politiker dazu veranlassten, wirtschaftliche Strafmaßnahmen zu fordern oder zu verhängen.

Was früher einer Kriegserklärung gleichkam, gilt heute als friedliches Mittel der Diplomatie

Während Historiker auch noch nach über 2.400 Jahren über die Folgen von Perikles’ Dekret diskutieren, fällt es bei der Geschwindigkeit heutiger Handelsbeschränkungen schwer, überhaupt den Überblick zu behalten. Über 30 Staaten stehen derzeit allein auf der Sanktionsliste der Europäischen Union.

Ganze 8.000 einzelne Strafmaßnahmen haben die USA derzeit verhängt, 2000 allein in den letzten vier Jahren. Über 150 Mal hat der UN-Sicherheitsrat in den letzten zehn Jahren wirtschaftliche Restriktionen beschlossen. Zum Vergleich: Von 1990 bis 1999 gab es insgesamt nur fünf solcher Beschlüsse.

Und noch etwas hat sich in den vergangenen Jahrzehnten geändert: Kam die Blockade von Handelswegen und Häfen in der Geschichte oftmals einer Kriegserklärung gleich,

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Die Welt als Wettbewerbsarena

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22-08-19 09:11:00,

Wenn es um Leistungswettbewerb geht, erkennen wir Amerikaner normalerweise nur zwei zulässige Ansichten an: engagierte Befürwortung und eingeschränkte Befürwortung.

Die erste Ansicht besagt, dass es umso besser ist, je gründlicher wir unsere Kinder (und uns selbst) mit dem Konkurrenzkampf vertraut machen. Wettbewerb formt den Charakter und erzeugt Spitzenleistung. Die zweite Haltung gibt zu, dass es unsere Gesellschaft übertrieben hat mit dem Bedürfnis, die Nummer eins sein zu wollen, und dass wir unsere Kinder zu hart antreiben und zu sehr bedrängen, Gewinner zu werden — besteht aber darauf, dass Wettbewerb gesund und unterhaltsam sein kann, wenn wir es nicht übertreiben.

Ich vertrat die zweite Ansicht. Aber nachdem ich diese Thematik mehrere Jahre untersucht hatte, indem ich mir Forschungsarbeiten aus Psychologie, Soziologie, Biologie, Pädagogik und anderen Bereichen angeschaut hatte, kam ich zu der Überzeugung, dass keine der beiden Ansichten korrekt ist. Konkurrenz ist grundsätzlich keine gute Idee, aber es ist nicht nur so, dass wir es übertreiben oder falsch anwenden. Das Problem liegt bei der Konkurrenz an sich. Das richtige Maß an Wettstreit für unsere Kinder ist, überhaupt keinen Wettstreit zu haben, und der Ausdruck „gesunder Wettbewerb“ ist schon ein Widerspruch an sich.

Das mag sich extrem, wenn nicht sogar unamerikanisch anhören. Aber einige Dinge sind eben nicht nur schlecht, wenn man sie bis zum Exzess betreibt; manche Dinge sind von Natur aus destruktiv. Konkurrenz, was schlicht bedeutet, dass eine Person nur dann gewinnen kann, wenn eine andere verliert, ist eines dieser Dinge. Sie ist immer unnötig und unangebracht, egal ob in der Schule, beim Spiel oder zu Hause.

Denken Sie einen Moment über die Zielsetzungen nach, die Sie für Ihre Kinder haben. Aller Wahrscheinlichkeit nach möchten Sie, dass sie ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln und sich als grundsätzlich gute Menschen betrachten. Sie möchten, dass Ihre Kinder erfolgreich werden, dass sie die Spitzenleistung erzielen, zu der sie fähig sind. Sie wünschen sich liebevolle und unterstützende Beziehungen für sie. Und Sie möchten, dass sie das Leben genießen.

Das sind alles gute Ziele. Aber um diese zu erreichen, bedarf es keiner Konkurrenz — tatsächlich untergräbt sie sie.

Die meisten Menschen verlieren in konkurrierenden Zusammentreffen, und es ist offensichtlich, warum das zu Selbstzweifeln führt. Aber auch ein Sieg stärkt nicht die Persönlichkeit; es lässt ein Kind sich lediglich für eine Weile hämisch freuen.

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Die Macht um Acht (33) | KenFM.de

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21-08-19 08:07:00,

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Im Griff der Stiftungen!

Die Tagesschau erfüllt Ideologie-Aufträge.

Folgte man der gesetzlichen Basis des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks, den Staatsverträgen, dann sind die Sender und auch die ARD-Tagesschau zu journalistischer Objektivität verpflichtet. Nachrichten sollten sie senden. Aber immer wieder produzieren Autoren der Tagesschau Meinungen, Tendenz-Meldungen oder pure Ideologie. Ein typisches Beispiel dafür ist eine Meldung, die mit „Die „Wahrheit“ aus russischer Sicht“ überschrieben ist. Wenn die wenig eleganten Journalisten der Tagesschau das Wort „Wahrheit“ in Anführungszeichen setzen, dann soll das ironisch sein, soll die „Wahrheit“ in Zweifel ziehen. Wer nach der Überschrift eine Nachricht erwartet, der stösst auf pure Meinung: „Das Kreml-treue russische Fernsehen verfolgt ein klares Ziel: Dem Zuschauer soll suggeriert werden, dass die Demonstrationen inhaltslos sind und oppositionelle Protestierer nichts weiter sind als Chaoten.“ Von Nachricht keine Spur, stattdessen Behauptung.

Kein Wunder. Der Autor dieser angeblichen Nachricht, Oliver Soos, aus dem ARD-Studio Moskau, ist nicht nur Mitarbeiter der Tagesschau. Er gehört auch einem dubiosen „Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung“ an. Im Netzwerk finden sich die Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD), die Heinrich-Böll-Stiftung (GRÜNE), die Robert Bosch Stiftung, das Open Society Institute des Spekulanten George Soros und das Institut für Auslandsbeziehungen der BMW-Stiftung Herbert Quandt. Alles pure Ideologie-Institute. Alles Läden, die ihre eigenen Interessen vertreten, aber nicht die der Tagesschau-Zuschauer.

Oliver Soos versucht in seinem Beitrag nachzuweisen, dass im russischen Fernsehen über Protest-Aktionen falsch, ungenau oder eingefärbt berichtet wird. Das hat eine gewisse Komik. Denn wer in Deutschland schon mal an Protest-Aktionen beteiligt war und sich anschließend die Tagesschau angeschaut hat, der wird seine Aktion entweder gar nicht finden oder nicht wiedererkennen. Wenn die ARD Protestaktionen überhaupt wahrnimmt, dann berichtet sie am liebsten über „Ausschreitungen“ am Rande der Aktionen und übernimmt gern Teilnehmerzahlen der Polizei. Dass Aktivisten von Friedensdemonstrationen zum Beispiel mal selbst zu Wort kommen, ist eher selten.

Der Freund der Stiftungen, Oliver Soos, garniert seine Meldung mit „ausländische Medien“, die „kritisieren, dass Menschen festgenommen werden“. Wer jetzt endlich klassische Nachrichten erwartet, wer jetzt hofft zu erfahren, welche Medien denn was genau gemeldet haben, wird enttäuscht. Denn Soos tut nur so, als fertige er Nachrichten. In Wahrheit produziert er Meinung.

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Tagesdosis 21.8.2019 – Happy Birthday Skolstrejk för Klimatet | KenFM.de

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21-08-19 02:32:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Am 20. August ist Greta Thunberg zum ersten Mal für mehr Klimaschutz der Schule ferngeblieben und hat dadurch für mehr Klimaschutz protestiert. Herzlichen Glückwunsch dafür!

Als ich im Alter der heutigen Jugend war, wurde allerorten darüber berichtet, dass der Wald aussterben wird, dass die Fluorchlorkohlenwasserstoffe, das FCKW, die Ozonschicht des Planeten immer weiter auffressen wird, dass durch den Grundwasserverbrauch Wasserknappheit droht, dass uns eine neue Eiszeit bevorstünde und dass der Golfstrom umkippen wird. Das war vor über 35 Jahren. 

Die Tagesschau ließ gestern durch Johanna Wahl einen Artikel schreiben, eine Erfolgsgeschichte – mit offenem Ende: Ein Jahr Klimaproteste, der den Weg der jungen Greta Thunberg Revue passieren ließ. Greta Thunberg ist davon überzeugt, dass dieser ganze Planet untergehen wird, dass wir einen noch nie da gewesenen Klimawandel erleben werden, wenn wir nicht auf das Emittieren des CO2 verzichten würden. Ihre Bewegung, die Fridays-for-Future-Bewegung hat hierzulande zu gut 600 Gruppen geführt, die für ein besseres Klima und eine bessere Zukunft regelmäßig auf die Straßen gehen, um dafür zu demonstrieren. 

Mittlerweile befürworten Politiker, Zeitschriften, Wissenschaftler und ein großer Teil der Gesellschaft diese Bewegung und sie sind vehement dazu entschlossen, freiwillig dafür zu zahlen. Die CO2-Steuer soll kommen und wird kommen. Böse Zungen trennen den Zufall dieser in die hunderte von Milliarden Euros sprudelnden Gelder von der Bewegung und meinen, diese Steuer soll dafür missbraucht werden, die Militärausgaben zu erhöhen, damit der Forderung des US-Präsidenten Trump an Deutschlands Rüstungsausgaben Folge geleistet wird. Man schwänzt seit gut einem Jahr die Schule oder streikt für den Klimaschutz. Eine ganze Generation ist vom Untergang des Planeten infiziert worden. Und so schreibt die Autorin auf Tagesschau.de das alles zur Erfolgsgeschichte einer ganzen Generation Greta um, die bis zum Papst vorgedrungen ist, einer Ehrendoktorwürde und einer Friedensnobelpreis-Nominierung. Beeindruckend, möchte man meinen, denn die Zeitschriften und Fernsehanstalten schreiben diese einjährige Bilanz Gretas einem Alleingang zu. Wer schon einmal in Bewegungen engagiert war, die sich dem Wohl und Wehe der Menschheit widmeten, der weiß aus eigener Erfahrung, dass das gar nicht sein kann.

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Geheime Kontakte USA-Venezuela

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21-08-19 02:19:00,

Die Präsidenten Donald Trump und Nicolas Maduro haben beide am 20. August 2019 die Existenz von Kontakten auf hohem Niveau zwischen den Vereinigten Staaten und Venezuela bestätigt.

Die Presseagentur Associated Press hatte angedeutet, dass der Präsident der verfassunggebenden Versammlung, Diosdado Cabello, in die USA gefahren sei um dort zu verhandeln. Diese Nachricht erschien so aus der Luft gegriffen, da Washington ihn des Drogenhandels beschuldigt und einen Haftbefehl gegen ihn ausgestellt hat. Ihre Formulierung gab zu denken, dass die Nummer 2 der regierenden Partei ein doppeltes Spiel gegen Präsident Maduro spiele, um sich selbst zu retten.

Indem er diese seltsame Nachricht als “Lüge” und als “Manipulation” bezeichnete, widerlegte Diosdado Cabello die Associated Press teilweise und erklärte, dass, was er tut, unter den drei folgenden Bedingungen geschehe:
- die Erlaubnis des Verfassungspräsidenten Nicolas Maduro zu haben;
- nicht über sein persönliches Schicksal zu sprechen, sondern die beiden Staaten zu engagieren;
- und auf venezolanischem Boden zu bleiben.

Ein erstes Treffen hätte im Juli in Caracas stattgefunden. Diese Kontakte sind von den Regierung-Opposition-Verhandlungen auf Barbados getrennt.

Übersetzung
Horst Frohlich

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Dissonanzen in den Instanzen: Ist da was faul im Hause Österreich?

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21-08-19 10:47:00,

Dissonanzen in den Instanzen

Versuch die Scharmützel im österreichischen Staatsapparat zu deuten

von Franz Schandl

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Ist da was faul im Hause Österreich? Und wenn ja, was? Nicht, dass wir gleich von Krise reden wollen, schon gar nicht von einer Staatskrise. Indes häufen sich doch die Phänomene, die nahelegen, dass es nicht mehr so läuft wie es die letzten Jahrzehnte gelaufen ist. Was da neuerdings abgeht und primär unter der Rubrik Skandal und Korruption verhandelt wird, sind nicht mehr kleine Ausrutscher sondern gröbere Entgleisungen. Die Staatsapparate wirken nervös. Sie vermitteln nicht Sicherheit, sondern transportieren Unsicherheit. An zwei Beispielen soll das illustriert und analysiert werden.

Franz-Schandl-Streifzuege-Transformation-Kritisches-Netzwerk-Oesterreich-Andreas-Khol-Brigitte-Bierlein-BVT-Causa-Eurofighter-Christian-Pilnacek-Clemens-Jabloner-Herbert-Kickl Unsere Geschichte ließe sich auch ganz vordergründig erzählen: Als eine Recherche von Intrigen, Übergriffen, Verdächtigungen, Affären und Verschwörungen. Als Kampf um Einflussnahme im Staatsapparat, wo Legalität und Illegalität des öfteren verschwimmen. Abgesehen davon, dass darüber intensiv berichtet wird, interessieren uns die Geschehnisse hier nur als Folie. Details ermüden mehr als sie klären. Hier werden also keine Einzelheiten verhandelt, der Blick ist einer vom Elfenbeinturm, nicht einer aus den Niederungen der Scharmützel. Man muss aufpassen, dass man vor lauter Sümpfen nicht die Landschaft insgesamt aus den Augen verliert.

► Verstörend und verwirrend

Begonnen hat das alles Anfang 2018. Das erste Aufsehen erregende Ereignis waren die Ermittlungen gegen das „Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung“ (BVT). Dieses ist Teil des Innenministeriums. „Der höchste Beamte des Innenministeriums marschiert direkt zur Staatsanwältin, übergibt ihr ein Paket mit anonymen Vorwürfen gegen BVT-Beamte, liefert ihr die passenden Zeugen dazu, dann gibt es eine Razzia, bei der massenweise Daten beschlagnahmt werden, die gar nichts mit dem Fall zu tun haben“, fasste der Standard treffend zusammen.

Am 29. Februar 2018 kam es tatsächlich zu einer Hausdurchsuchung in den Räumlichkeiten des Verfassungsschutzes. Durchgeführt wurde die Razzia von einer Polizeieinheit gegen Straßenkriminalität(!), angeblich weil diese keine Berührungspunkte mit dem Verfassungsschutz aufweist. Die Polizisten sollen dabei bewaffnet und mit Sturmmasken aufgetreten sein. Man stelle sich das ganz drastisch vor: Da hetzt der Minister einer Abteilung seines Ministeriums ein Polizeikommando auf den Hals. Unter dem freiheitlichen Innenminister Herbert Kickl perlustrierte ein freiheitlicher Einsatzleiter den von der ÖVP dominierten Verfassungsschutz. Mitglieder desselben wurden eingeschüchtert und bedroht. Der Leiterin des Extremismusreferats legte man nahe,

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Venezuela: Guaido lässt mal wieder die Maske fallen und zeigt seine wahren Absichten | Anti-Spiegel

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21-08-19 10:20:00,

Aus Venezuela gibt es schon lange kaum Nachrichten in den Medien, es ist ruhig um den Putschversuch geworden, der dort seit Januar läuft. Heute gab es jedoch eine kuriose und entlarvende Meldung, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Ich habe schon lange nicht mehr über Venezuela geschrieben, obwohl das Thema in den russischen Medien immer noch präsent ist. Aber die Meldungen sind jede für sich meist nicht wirklich erwähnenswert. Nachdem die ersten großen Stromausfälle noch ein Thema in Deutschland waren, wurde später über die fielen folgenden Stromausfälle nicht mehr berichtet. Zu offensichtlich wäre dem deutschen Leser wahrscheinlich vor Augen geführt worden, dass diese plötzliche Häufung nicht an der Misswirtschaft der Regierung liegen kann, sondern dass sie die Folge von Cyberattacken der USA sind.

Auch neue Sanktionen der USA waren nicht wirklich interessant, obwohl die USA versuchen, sämtliche Auslandsvermögen der Regierung und auch ihren internationalen Zahlungsverkehr einzufrieren. Aber auch das ist nicht neu, es gab eben nur immer mal wieder neue Details.

Das sind in Kombination interessante Meldungen, aber wenn jede Meldung einzeln kommt und danach wochenlang nichts, dann ist jede einzelne Meldung eben auch nicht unbedingt berichtenswert, denn da ich keine Redaktion habe, sondern alleine arbeite, muss ich manchmal auch Themen bei Seite lassen, weil es genug andere, interessantere Themen gibt.

Heute jedoch kam eine Meldung, die auch keinen großen Nachrichtenwert hat, aber unglaublich entlarvend ist. Am 15. August haben Russland und Venezuela einen Vertrag über gegenseitige Flottenbesuche geschlossen. Sie wollen sich gegenseitig besuchen kommen. Das ist eigentlich nichts besonderes, sondern weitgehend normale Praxis.

Allerdings muss man sich in Erinnerung rufen, dass der Putschist Guaido sich im Januar mit massiver Rückendeckung der USA zum „Übergangspräsidenten“ erklärt hat, nachdem Russland und Venezuela über einen möglichen russischen Stützpunkt in dem Land verhandelt haben und im Dezember 2018 zwei russische strategische Bomber Venezuela einen Freundschaftsbesuch abgestattet haben.

Da hörte der Spaß für die USA auf und sie haben den Putschversuch losgetreten. Und wenn wir uns an den Verlauf der ersten Wochen und Monate erinnern, so lag damals die unverholene Drohung der USA in der Luft, notfalls in Venezuela einzumarschieren und Guaido mit Gewalt an die Macht zu bringen.

Bei der Gelegenheit zeigte Guaido sein wahres Gesicht, denn er teilte mit,

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Er tickt wie sie: Ein deutscher Fernsehstar tritt gegen Mobbing an

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21-08-19 09:52:00,

Ein ehemaliger deutscher Action-Star macht in den USA Schlagzeilen. Und dies vollkommen zu Recht, denn Carsten Stahl war einst selbst Mobbing-Opfer und kämpft heute als „Jugendflüsterer“ einen bewundernswerten Kampf gegen das Mobbing. Nun hat er es geschafft, dass sein wertvolles und erfolgreiches Engagement sogar in der New York Times vorgestellt wurde. Josefa Zimmermann hat den Artikel von Melissa Eddy für die Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten ins Deutsche übersetzt. Weitere Informationen zu Stahls Initiative „Stoppt Mobbing“ finden Sie auf deren Internetseite.

Es war weder sein Ruhm als TV-Actionheld noch sein praller Bizeps, der es Carsten Stahl ermöglichte, eine Sporthalle voller schnatternder Grundschüler zum Schweigen zu bringen. Es war seine eigene, zutiefst berührende Geschichte. Stahl begann seine Präsentation in breitestem Berliner Dialekt, der Sprache der Gosse, indem er die Schüler ermutigte, sich gegenseitig die schlimmsten Schimpfwörter zuzuschreien, die sie auf dem Schulhof benutzen. Mit jeder Beleidigung und jeder Obszönität brachen die im Halbkreis eng auf Bänken zusammengedrängten Fünft- und Sechstklässler mehr in Lachen aus.

Als der 46-jährige Vater von zwei Kindern und frühere Chef einer Straßengang den Kindern vom dem 10-jährigen Jungen erzählte, der monatelang Beleidigungen erduldete, aus denen Bedrohungen und Schläge wurden und die damit endeten, dass eine Gruppe von Mobbern auf ihn urinierte, während er in einer bitter kalten Nacht in Berlin in einer fast zwei Meter tiefen Grube lag, fast an seinem Blut erstickte und nur noch sterben wollte.

Während Carsten Stahl sprach, verbarg ein Junge im grünen T-Shirt sein Gesicht in seinen Händen und ein Mädchen mit langem Pferdeschwanz unterdrückte ihre Tränen. Aber Stahl, der diese Geschichte schon vor mehr als 50 000 Schülern in ganz Deutschland erzählt hatte, machte weiter, mit fester Stimme und stechendem Blick brachte er die Geschichte zu ihrem wohl einstudierten Höhepunkt.

„Der zehnjährige Junge war ich!“ schrie er heraus.

„Ich höre jetzt niemand lachen“, sagte Stahl, während er ein paar Schritte näher an die Schüler der Elbtal-Grundschule in Bad Wilsnack, gut 100 km nordwestlich von Berlin, herantrat. „Mobbing ist kein Spaß. Mobbing tötet Menschen.“

In Deutschland ist eines von drei Kindern in irgendeiner Form von Mobbing betroffen, entweder verbal, körperlich oder durch Missachtung, so berichtet eine Studie der Bertelsmann-Stiftung.

Für Stahl war diese Studie nicht nötig,

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Wir sind Frieden

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21-08-19 09:22:00,

Andrea Drescher: Du bist über die Medienpsychologie in die Friedensbewegung gekommen?

Madeleine Munique: Ja. In der Ausbildung lernt man die Methoden der Werbung, die beim Design — über Ton, Farbe, Licht et cetera — eingesetzt werden. So wird die Farbe Grün mit Bio und Fairtrade assoziiert – der Grund, warum eine Fastfood-Kette ihr Logo farblich entsprechend geändert hat. Unterbewusste Manipulation findet ständig statt. Darum kläre ich über Manipulationsmethoden auf.

Wie tust du das?

Ich schrieb beispielsweise Medienanalysen über manipulative Artikel zur Ukrainekrise und dem Nahen Osten. Immerhin müssen Profiteure von Krieg ständig neue Methoden entwickeln, um die Menschen von diesen zu überzeugen. Kriege sollen uns als unumgänglich verkauft werden. Verkauft, weil es sich bei Kriegen krankerweise um ein Geschäftsmodell des Militärisch-Industriellen Komplexes handelt.

Die „Brutkastenlüge” ist nur ein Beispiel für die gezielte Manipulation hin zum Kriegseinsatz. Hierbei werden grausame Bilder in falschem Kontext gezeigt und mit bewussten Lügen wird großes Leid entfacht. Auch sprachliche Stilmittel spielen eine wichtige Rolle. Über diese Methoden und Stilmittel kläre ich auf.

Zudem begleite ich bundesweit unterschiedlichste Projekte und Menschen. Am 16. Juni 2018 (das Interview wurde bereits vorher geführt, Anmerkung der Redaktion) findet beispielsweise in Nürnberg eine Demo zum Thema „Freier Impfentscheid” statt, bei der ich organisatorisch helfe. Ich habe mir ein wirklich gutes Umfeld geschaffen, um gezielt ganzheitliche Informationen zu teilen. Mein Hauptthema ist inzwischen aber das Erkennen und Auflösen von Ängsten geworden.

Angst als Hauptthema, wie meinst du das?

Als Mensch habe ich erkannt, dass Angst die Ursache für sämtliches Leid in der Welt ist. Sie verursacht Angriff, Flucht oder gar Stillstand. Angst löst Wut, Gewalt, Neid, Hass und Krieg aus. Aus Angst die öffentliche Anerkennung, den Arbeitsplatz oder die finanzielle Grundlage zu verlieren, schweigt der Mensch gedemütigt, statt zivilen, friedlichen Widerstand zu leisten. Unser aktuelles System basiert auf Angst und wird durch unsere Ängste erhalten. Selbst die sogenannten Eliten haben große Verlustängste, da sie sich nur über Materielles oder künstliche Zahlen definieren können.

Man sagt: „Wo ein Wille, da ein Weg”. Doch der Wille zum Frieden allein reicht nicht aus, wenn die Ursachen für Krieg nicht verstanden sind. Nur wenn die Ursache einer Krankheit bekannt ist, kann diese ganzheitlich Heilung erfahren. Leider werden aber noch viel zu oft Symptome bekämpft und Ursachen teils bewusst vernachlässigt.

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Der Erfolg der russischen Diplomatie im Nahen Osten, von Thierry Meyssan

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21-08-19 09:03:00,

Die politischen Änderungen, die den Nahen Osten seit zwei Monaten verwandeln, sind nicht das Ergebnis der Vernichtung der Protagonisten, sondern die Entwicklung der iranischen, türkischen und emiratischen Standpunkte. Dort, wo die militärische Macht der USA gescheitert ist, war die russische diplomatische Feinheit erfolgreich. Mit der Verweigerung, zu den Verbrechen der Einen und der Anderen Stellung zu nehmen, gelingt es Moskau die Region langsam zu befrieden.

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Seit fünf Jahre intensiviert Russland seine Bemühungen, das Völkerrecht im Nahen Osten wiederherzustellen. Es stützte sich vor allem auf den Iran und die Türkei, obwohl es deren Denkweise nicht teilt. Die ersten Ergebnisse dieser geduldigen diplomatischen Übung lassen neue Trennungslinien innerhalb mehrerer Konflikte Gestalt annehmen.

Neue Kräfteverhältnisse und ein neues Gleichgewicht richten sich im Niltal, in der Levante und auf der arabischen Halbinsel unauffällig ein. Die Situation im Persischen Golf hat sich stattdessen festgefahren. Diese umfangreiche und koordinierte Änderung betrifft verschiedene Konflikte, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Sie ist das Ergebnis der geduldigen und diskreten russischen Diplomatie [1] und, in manchen Fällen, des relativen guten Willens der USA.

Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten will Russland seine Weltanschauung anderen nicht aufdrängen. Es geht stattdessen von der Kultur seiner Gesprächspartner aus, die es dann im Kontakt durch kleine Anstöße ändert.

Rückgang der kurdischen Dschihadisten und Söldner in Syrien

Alles hat am 3. Juli begonnen: einer der fünf Gründer der PKK, Cemil Bayik, schrieb einen Gastbeitrag in der Washington Post, indem er die Türkei auffordert, Verhandlungen zur Aufhebung der Isolationshaft seines berühmtesten Gefangenen, Abdullah Öcalan [2], zu beginnen. Die Gefängnisbesuche des Führers der kurdischen Separatisten der Türkei, die seit vier Jahren verboten waren, wurden plötzlich wieder erlaubt.

Zur gleichen Zeit wurden die Kämpfe in der durch Al-Qaida im Norden von Syrien besetzten Zone, der Provinz Idlib, wieder aufgenommen. Dieses islamische Emirat hat keine zentrale Regierung, sondern eine Vielzahl von Distrikten, die verschiedenen kämpfenden Gruppen zugeteilt sind. Die Bevölkerung wird von europäischen “NGOs” ernährt, die mit den Geheimdiensten dieser Länder arbeiten und die Anwesenheit der türkischen Armee hält die Dschihadisten davon ab, zu versuchen, den Rest Syriens zu erobern. Da diese Situation nicht eingestanden werden kann, wird das islamische Emirat Idlib von der NATO-hörigen Presse als ein friedlicher Unterschlupf für die “moderaten Gegner der Assad-Diktatur”

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„Macht euch die Kinder untertan!“

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21-08-19 08:51:00,

von Johannes Mölkenberg

Es scheint wie mit der Mode zu sein: Jeder Trend wiederholt sich in gewissen Zeitabständen, so muss man seit einiger Zeit auch befürchten, dass die Schwarze Pädagogik wiederbelebt wird. Anzeichen dafür sind Stammtischparolen, die nach härterem Durchgreifen schreien, das reflexhaften Mantra „Grenzen setzen“ und die Platzierungen in der Spiegel-Bestsellerliste, in der Bücher immer häufiger auf den vorderen Plätzen landen, deren Titel bereits Kinder als potenzielle Tyrannen oder Eltern, die gut mit ihren Kindern umgehen, als Helicoptereltern verunglimpfen.

Gewettert wird gegen Kuschelpädagogik, Attachment Parenting (Bindungserziehung) und mit einem Dokumentarfilm, der sich unter dem Titel „Elternschule“ als Erziehungsratgeber zu erkennen gibt, sollen rechtslastige Erziehungsmethoden und ein hierarchisches Familienmodell wieder mehrheitsfähig gemacht werden (1).

Nach der Publizistin Barbara Rutschky, die den Begriff prägte, ist die Schwarze Pädagogik eine Folge der Aufklärung. Auch die Erziehung im Allgemeinen ist erst ein Phänomen der Neuzeit. Das mag im ersten Moment irritieren, verbinden wir doch das Zeitalter der Aufklärung mit Verstand und Fortschritt, einer Abkehr von Aberglauben und betrachten es als Wegbereiter für eine Demokratisierung der Gesellschaft und der Befreiung des Individuums.

Die einsetzende Technisierung und Industrialisierung der Gesellschaft ließ es erstmals denkbar erscheinen, die biblische Forderung „Macht Euch die Erde (also die Natur) untertan“ wahr werden zu lassen. Der von Darwin populär gemachte Begriff „The Survival of the fittest“ verstärkte in der falschen Übersetzung als „Das Überleben des Stärkeren“ die Sicht auf die Natur als einen vom Menschen zu beherrschenden Gegner, denn als ein Hort der nährenden Geborgenheit.

So ging man seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert auch davon aus, dass Kinder erst durch eine bewusste und zielgerichtete Erziehung, genauer einer Geistes- und Gewissensformung, zu einem moralisch erwachsenen Menschen gemacht werden müssten. Man versuchte also die unterstellte animalische Natur des Kindes zu zähmen, indem man es beherrschte, wie man die Natur beherrschen wollte und ihm seinen Eigenwillen nahm, um diesen durch eine moralische Instanz, eine Art gesellschaftlich sanktioniertes Über-Ich, zu ersetzen. Die klassischen Stilmittel, die man dazu verwendete, waren: Strafe und Belohnung (2), Liebesentzug, die Verweigerung von Grundbedürfnissen, Abhärtung, Kontrolle und Machtausübung sowie Demütigung und Beschämung und alle weiteren Mittel, mit denen man das Kind manipulierte konnte.

Auch die Kirche trug mit ihrer Lehre von der Erbsünde, also der sündhaften Natur des Menschen, nicht unmaßgeblich dazu bei, eine Legitimationsgrundlage für die Einschüchterung und Manipulation von Kindern bis hin zur Erniedrigung mit emotionaler und körperlicher Gewalt zu schaffen.

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Zur vermeintlichen Unabhängigkeit Afghanistans

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21-08-19 07:14:00,

Am 19.8.2019 jährte sich der Tag der Unabhängigkeit Afghanistans zum 100. Mal. Vor allem die afghanische Regierung in Kabul, die ohne US-Unterstützung wohl innerhalb einer Woche zusammenbrechen würde, propagiert dieses Jubiläum ganz groß. Doch abgesehen von allen Abhängigkeiten ist dieser Tag, ähnlich wie in vielen anderen postkolonialen Staaten in der Region, eine große Farce. Von Emran Feroz.

Ganze drei Mal hat das britische Imperium versucht, Afghanistan unter seine Kontrolle zu bringen. Dies hätte eigentlich eine Lehre für all jene sein müssen, die danach ins Land einmarschierten, sprich, Russen und Amerikaner. Doch wer meint, dass die britischen Invasoren damals einfach über den Khyber-Pass nach Afghanistan gingen und dort von einer homogenen Masse von afghanischen Rebellen zurückgedrängt wurden, liegt falsch. Stattdessen ließ sich auch während der sogenannten anglo-afghanischen Kriege im 19. sowie im 20. Jahrhundert eine Situation wiederfinden, die der heutigen nicht unähnlich ist. Es gab Zentralregierungen in Kabul, meist angeführt von brutalen Männern, die ihren Bruder, Onkel oder Vetter entmachtet hatten und von ausländischen Akteuren unterstützt wurden, während die ländlichen Gebiete von Aufständischen kontrolliert wurden, die heute als Freiheitskämpfer besungen werden. Zentral waren auch damals die geopolitischen Verhältnisse. So wurde etwa das sogenannte Great Game zwischen Großbritannien und Russland in der Region auf Kosten der afghanischen Bevölkerung ausgetragen.

Jene Afghanen, die die Briten bekämpften, betrachteten sich – genauso wie die Taliban heute oder die Rebellen, die die Rote Armee und ihre afghanischen Verbündeten in den 1980ern bekämpften – als Mudschaheddin, sprich, als Krieger, die für Gott und Vaterland kämpfen. Selbst der Rassist, Massenmörder und Großkolonialist Winston Churchill meinte zur damaligen Zeit nach einem Afghanistan-Besuch, dass die Krone an dieser Front wohl keine Chance haben dürfte – aufgrund der berühmt-berüchtigten bärtigen Kämpfer. Spiegel Online erinnerte vor einigen Jahren etwas plump und orientalistisch daran und schrieb von Churchill und den “Ur-Taliban”.

Dennoch lässt sich Folgendes tatsächlich nicht leugnen: Würden jene afghanischen Freiheitskämpfer in der heutigen Zeit verweilen, so würden sie wohl von Drohnen und CIA-Spezialeinheiten gejagt werden oder in der Folterhölle von Guantanamo schmoren. All diese Dinge sind nämlich weiterhin mit Afghanistan verbunden, während die Unabhängigkeit, die heute nur noch eine vermeintliche ist und mit der Realität der letzten vierzig Jahre nichts zu tun hat, gefeiert wird.

Von all dem will die afghanische Regierung, die den diesjährigen Jahrestag zur afghanischen Unabhängigkeit groß zelebriert und propagiert,

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US-Raketentest bekräftigt russische Vorwürfe

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20-08-19 07:58:00,

US-Raketentest am 18. August 2019. Bild: US-Verteidigungsministerium/gemeinfrei

Die Startvorrichtung MK-41 für den Offensiv-Marschflugkörper Tomahawk ist in Rumänien einsatzbereit und wird in Polen nächstes Jahr in Betrieb gehen

Die Aufkündigung des INF-Vertrages wurde “mit einer Selbstverständlichkeit Russland in die Schuhe geschoben”. Auf Grundlage dieser “Gewissheit” wurden umfassende Rüstungsmaßnahmen gefordert. Dieser Konsens, der von vielen großen Medien hierzulande geteilt wird, bot neuen Kalten Kriegern die Gelegenheit, die russische Aggression in Osteuropa herauszustellen und auf Verstärkung der Nato zu drängen.

“Auch die Entwicklung landgestützter nuklearer Mittelstreckenwaffen sollte man nicht von vornherein ausschließen”, äußert sich beispielweise Heinrich Brauß und Joachim Krause – nachzulesen war dies Anfang August an dieser Stelle in einem Artikel von Jürgen Wagner zum Ende des INF-Vertrags und das neue Wettrüsten.

Am vergangenen Sonntagnachmittag Ortszeit haben die USA, wie erst später bekannt wurde, einen Raketen-Test in San Nicolas Island, Kalifornien durchgeführt, der, wie es das US-Verteidigungsministerium berichtet, erfolgreich verlief. “Die getestete Rakete verließ die mobile Boden-Raketenstartvorrichtung (missile launcher) und traf sein Ziel nach mehr als 500 Kilometern Flug genau.” (Video des Raketenstarts hier).

Über den Typ der “konventionellen cruise missile” wird im Bericht des Pentagon nichts gesagt. Auf Nachfrage des US-Fachmagazins Defense News erklärte der Pentagon-Sprecher Lt. Col. Robert Carver, dass es sich um eine vom Rüstungsunternehmen Raytheon hergestellte Variante eines Tomahawk-Marschflugkörpers handelt.

“Interessant ist die MK-41-Startvorrichtung”

Experten hatten allerdings besonders die Startvorrichtung im Auge: “Interessant ist die MK-41-Startvorrichtung. Russland sagte jahrelang, dass die MK-41, die in Europa stationiert sind, Tomahawks abfeuern können und daher den INF-Vertrag verletzen. Die USA stritten dies ab. Nun 16 Tage, nachdem der INF-Vertrag beendet wurde, machen die USA was? Sie schicken eine Tomahawk-Raketen über eine MK-41-Bodenstartanlage los.” (Matt Korda, Wissenschaftler, Spezialgebiet nukleare Abschreckung und Abrüstung).

Der erwähnte Pentagon-Sprecher Carver bestätigt, dass die Startvorrichtung beim Test am Sonntag tatsächlich MK 41 war, aber das Testgerät sei nicht dasselbe wie das Raketenabwehrsystem Aegis Ashore, das in Rumänien einsatzbereit sei und in Polen noch “under construction” (der Standort in Polen soll 2020 in Betrieb gehen). Das Aegis Ashore-System sei nämlich “rein auf Verteidigung ausgerichtet”,

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Was die Medien sonst noch verschweigen: Journalisten streiken für bessere Arbeitsbedingungen | Anti-Spiegel

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20-08-19 07:56:00,

Wir lesen in den Medien immer wieder über Arbeitskämpfe und Streiks. Aber ist Ihnen aufgefallen, dass die Journalisten anscheinend nie streiken? Das stimmt natürlich nicht, das Problem ist, dass die Medien bei diesen Arbeitskämpfen die Arbeitgeber sind und deshalb berichten sie einfach nicht darüber. Also tue ich es.

Heute habe ich im Spiegel einen Artikel gefunden, der sich mit einem Phänomen bei WDR beschäftigt hat. Beim Morgenmagazin ging plötzlich während der Sendung das Licht aus:

„Als „Tagesschau“-Sprecher Jan Hofer nach den 8.30-Uhr-Nachrichten ins WDR-Studio nach Köln schaltete, saß das „Morgenmagazin“-Moderatorenteam Anna Planken und Sven Lorig plötzlich im Dunkeln. „Sie dürfen sich nicht wundern, aber in Köln wird wieder gestreikt“, klärte Lorig die Zuschauer auf. Und Planken fügte hinzu: „Und deswegen zeigen wir Ihnen jetzt eine aufgezeichnete halbe Stunde.““

Was man beim Spiegel nicht lesen konnte war, dass das ein geschickter Trick der Streikenden war, um überhaupt einmal in den Medien erwähnt zu werden. Eine Live-Sendung zu stören, lässt sich nur schwer verheimlichen, also gibt es dazu hier und da kurze und sachliche Artikel. Ansonsten berichten die Medien aber nicht über ihren eigenen Arbeitskampf.

Und das liegt sicher nicht daran, dass die Journalisten nicht berichten wollen, sondern daran, dass ihre Arbeitgeber diese Artikel nicht veröffentlicht sehen wollen. In der Medienbranche herrscht schon lange eine schwere Krise. Die Auflagen der Print-Medien gehen zurück und sind auf dem historisch niedrigsten Stand der Geschichte. Es gab schon in so ziemlich allen Redaktionen eine oder mehrere Kündigungswellen.

In der Folge wächst der Druck auf die verbliebenen Journalisten. Sie müssen das schreiben, was die Chefredakteure und die Medienunternehmen sehen wollen. Wer zu kritisch ist, der muss befürchten, seinen Job zu verlieren. Und als arbeitsloser Journalist hat man ein echtes Problem, denn einen neuen Job zu finden ist fast aussichtslos. Man muss dann als „freier Journalist“ hoffen, dass einem irgendjemand ab und zu mal einen Artikel abkauft. Und auch dabei gilt natürlich: Was nicht in die gewünschte Linie passt, wird von keiner Redaktion gekauft und erst recht nicht veröffentlicht.

Wie schwer es ist, als freier Journalist auch nur seine Rechnungen zu bezahlen, weiß ich aus eigener Erfahrung. Man hat die Wahl, von der Hand in den Mund zu leben (wenn überhaupt), oder man verkauft seine Freiheit und schreibt,

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Wie Smartphone die Funktionsproduktivität des Gehirns beeinflusst – Studie

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20-08-19 02:14:00,

Die Nutzung von Handys zum Ablenken von der Aufgabenlösung hilft laut Forschern dem Gehirn nicht, sich „neu zu starten“, sondern führt im Gegenteil zu einer größeren Erschöpfung der intellektuellen Ressourcen. Darüber schreibt das Fachportal „EurekAlert!“.

Zu einem solchen Schluss sind Forscher von der Rutgers University in den USA nach einem Experiment gekommen, an dem 414 Studenten teilgenommen haben. Sie stellten Anagramme aus zwanzig Buchstabensets zusammen – zehn vor und zehn nach einer Erholungspause.

Während der Ruhepause mussten die Teilnehmer einen Test erledigen – drei Einkäufe machen, im Budgetrahmen bleiben und danach ihre Wahl begründen. Die Teilnehmer unterschiedlicher Gruppen erfüllten die Aufgabe per Smartphone, per Laptop oder auf dem Papier. In der Kontrollgruppe gab es keine Ruhepause.

Samsung präsentiert neue Galaxy-Smartphones

©
AP Photo / Mary Altaffer

Die Ergebnisse des Experiments zeigten, dass jene Teilnehmer, die Smartphones zur Testerfüllung nutzten, um 19 Prozent mehr Zeit gebraucht hätten als die anderen. Dabei habe sich ihr Resultat schlechter als das von den anderen erwiesen – sie hätten um 22 Prozent weniger Aufgaben als die Vertreter der anderen Gruppen gelöst.

Die Forscher vermuten, dass es für die Konzentration der Aufmerksamkeit des Nutzers auf andere Probleme schädlich sei, wenn man sich durch das Telefon ablenken lasse.

„Smartphones können einen derartigen Effekt ausüben, weil selbst ein Blick auf den Bildschirm den Menschen dazu verleitet, Messages zu prüfen, mit Menschen zu kommunizieren oder die Informationen ständig aufzufrischen. Im Fall mit anderen Gadgets – mit Laptops oder Home-Computern – ist dies weniger auffällig“, betonte Terri Kurtzberg, eine Mitautorin der Studie.

ek/mt/sna

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König Donald der Maulheld. Grönland wird an die USA verkauft

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20-08-19 01:31:00,

König Donald der Maulheld

Grönland wird an die USA verkauft

Donald Trump will Grönland kaufen. Ein vorgeblich autonomes Gebiet des dänischen Staates. Noch ist das dänische Staatsoberhaupt, Königin Margrethe II., zugleich auch oberstes Haupt der Grönländer. Aber lange vorher war Olaf der Dreiste (engl.: Olof the Brash) schon mal Chef der Dänen und Grönländer, warum sollte es nicht bald Donald der Maulheld sein? Der Mann, der den Nordkoreanern schon sagte, wo es langgeht und der auch den Chinesen zeigt, wie kurz sein Geduldsfaden ist. Ein US-Präsident, der in der klassischen Tradition des US-Imperiums steht, einer Machtzusammenballung, die gern klaut – Arizona, Kalifornien, Nevada, Utah sowie Teile von Colorado, New Mexico und Wyoming von Mexico zum Beispiel – aber im Notfall auch kauft. Wenn es billiger ist, als Krieg zu führen.

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Eilfertig haben die höfischen deutschen Medien die Ansprüche von König Donald erklärt: “Grund für (Donalds) Begehrlichkeiten bietet die 2.180.000 Quadratkilometer große Insel im Nordatlantik auch heute reichlich. Mit dem Klimawandel und dem Schmelzen des Eises geht es um neue Schifffahrtsrouten, den Zugang zu Rohstoffen wie Öl – und auch um die Kontrolle des Nordpols“, weiß der SPIEGEL zu deuten. Die BILD-Zeitung ahnt in boulevardesker Voraussicht: “WIRD GRÖNLAND BALD TRUMPLAND?” Und ihre angeblich seriöse Schwester aus demselben Verlagshaus, DIE WELT, schnurrt am Fuß des Präsidenten-Throns: “Davon abgesehen, dass Grönland strategisch wichtig ist und über viele Bodenschätze verfügt, haben die USA große Teile ihres Landes gekauft. Zuletzt Alaska von Russland, was sich ebenfalls strategisch als Coup erwies.” Man beachte das traumatisch-feuchte “ebenfalls“.

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Die dänischen Streitkräfte stehen faktisch schon unter US-Kommando, gehört Dänemark doch seit 1949 als Gründungsmitglied der NATO an. Und die glorreichen dänischen Streitkräfte waren die ersten und einzigen, die während des Kalten Krieges – zusammen mit der westdeutschen Bundeswehr – Teile der jeweiligen Streitkräfte unter einem gemeinsamen multinationalen Hauptquartier der Alliierten Landstreitkräfte als Korpsstab der NATO zusammenfassten. Diese Preisgabe der nationalen Souveränität führte die dänische Armee stracks 2002 nach Afghanistan mit bis zu 750 Soldaten – und im Rahmen der Koalition der Willigen – auch in den Irakkrieg. Um sieben Soldaten und 300 Millionen Euro ärmer zog man sich im Oktober 2003 nicht ganz so glorreich aus dem Irak wieder zurück.

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Die devoten deutschen Medien denken mit,

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Tagesdosis 20.8.2019 – „Das ist ein gutes Zeichen“ – Deutsche Soldaten fahren bald kostenlos mit der Deutschen Bahn | KenFM.de

tagesdosis-2082019-–-„das-ist-ein-gutes-zeichen“-–-deutsche-soldaten-fahren-bald-kostenlos-mit-der-deutschen-bahn-|-kenfm.de

20-08-19 10:56:00,

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Ein Kommentar von Christiane Borowy.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben“, heißt es sprichwörtlich. Geht es nach der deutschen Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer kann man ab Januar 2020 als Reisender der Deutschen Bahn vermehrt Bundeswehrsoldaten als Reisegenossen erleben, denn diese werden in Zukunft kostenlos im Fern- und Regionalverkehr fahren dürfen. „Die Bundeswehr wird damit sichtbarer in unserer Gesellschaft. Das ist ein gutes Zeichen“, findet Kramp-Karrenbauer. Das kann man auch anders sehen – und sich lieber an die Gründung der UNO 1945 und damit an die Schrecken und Leiden zweier Weltkriege erinnern. 

Jetzt nochmal ganz von vorne: Seit wann ist es ein gutes Zeichen, wenn deutsche Soldaten in der Gesellschaft sichtbarer sind? Wie kommt es, dass keiner die Begeisterung von Kramp-Karrenbauer gebremst und sie blitzartig beispielsweise auf die Gründung der UNO am 26. Juni 1945 aufmerksam gemacht hat? War da kein Freund zugegen, der die Verteidigungsministerin mal vertrauensvoll auf die Seite hätte nehmen und ihr ins Ohr flüstern können: „Haben Sie vergessen, Frau Kramp-Karrenbauer: Die Sache mit den zwei Weltkriegen, und das mit dem Krieg von deutschem Boden ausgehend, und so weiter. Da kommt es vielleicht nicht gut, die Präsenz von Soldaten in der Gesellschaft zu preisen.“ 

„Nie wieder Krieg!“ war die prägende Parole vom „Friedensbund der Kriegsteilnehmer“, der 1919 von deutschen Soldaten gegründet wurde und der eine Friedenserziehung in den Schulen einführen und die Armeen auflösen wollte (1). Das wäre ja vielleicht ein Leistungsausweis gewesen, der diese Soldaten zur freien Fahrt in der Deutschen Bahn berechtigt hätte. 

Doch was ist ungefähr hundert Jahre später der Leistungsausweis dafür, dass Soldaten kostenlos Bahn fahren dürfen und das auch noch ein Grund zum Feiern sein soll? Für was soll das ein gutes Zeichen sein?

Frau Kramp-Karrenbauer wurde von niemandem in oben beschriebener Weise auf die Seite genommen, bevor sie am 17. August 2019 „Grünes Licht“ (2) für olivgrün in der Deutschen Bahn gegeben hat. Es gab vielmehr jemanden,

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Der Friedensstillstand

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20-08-19 10:08:00,

Hunderte waren auf dem Festivalgelände und dem Campingplatz bei der Freilichtbühne Friesack. Viele bekannte Gesichter der Friedensbewegung waren dabei, unterhielten sich, lachten gemeinsam und lauschten den Vorträgen, besuchten die Workshops und feierten zur Livemusik. Das Festival erinnerte an ein Klassentreffen. Und genau das ist das Problem. Die Friedensbewegung ist eine winzige Blase, in der die immer gleichen Menschen zu den immer gleichen Veranstaltungen kommen, ihre — zu oft — identischen Meinungen austauschen, dann wieder nach Hause fahren und sich vormachen, etwas erreicht zu haben.

Natürlich, das ein oder andere neue Gesicht war dabei, und jeder Mensch, der von der Friedensbewegung erreicht wird, ist ein Gewinn. Doch das allein genügt nicht. Denn die Bewegung ist eher ein Stillstand. Viel wird geredet und geschrieben, appelliert an die Menschen oder die Politik. Doch wird sie gehört? Rüsten NATO, EU, China, Russland oder die USA ab? Werden Atomwaffen verschrottet aufgrund der Appelle der Friedensbewegung? Werden weniger Waffen exportiert, weniger Kriege geführt?

Die Friedensbewegung sitzt in ihrer eigenen, kleinen Blase und scheint nicht fähig zu sein, sich real existierenden Bewegungen anschließen oder sich mit Aktivisten anderer Bereiche verbünden zu können. Denn während auf dem Pax Terra Musica noch darüber gestritten wurde, ob der Klimawandel überhaupt existiere oder Greta Thunberg eine Marionette der Reichen und Mächtigen zur Etablierung einer neuen Weltordnung sei, ist die Klimagerechtigkeitsbewegung gerade dabei, einen länderübergreifenden Aufstand zu proben und setzt sich auch ansonsten mehr mit Taten als mit Worten für ihre Ziele ein.

Ein breiten Bündnis von linken Organisationen kämpft zudem mit der Aktion „Rheinmetall entwaffnen“ gegen Rüstungsexporte und setzt damit ein Zeichen für den Frieden, das von der Gesellschaft nicht ignoriert werden kann. Davon war jedoch auf dem Pax Terra Musica nichts zu sehen oder zu hören.

Muss man auf jedem Klimacamp Vorsicht walten lassen, mit wem man worüber spricht, da sich gerne Zivilpolizisten einschleichen, war diese Befürchtung auf dem Pax Terra Musica vollkommen überflüssig — zu unbedeutend scheint die Bewegung zu sein.

Ein Hoffnungsschimmer war das Treffen der Alternativen Medien, in dem es darum gehen sollte, enger miteinander zu kooperieren, um eine breite Gegenöffentlichkeit aufzubauen. Wohin sich das entwickelt, werden wir in den nächsten Monaten sehen.

Im Großen und Ganzen scheinen die Menschen der Friedensbewegung sich in ihren Themen einig zu sein.

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“Lupenreiner Antisemitismus”

“lupenreiner-antisemitismus”

20-08-19 09:37:00,

  1. “Lupenreiner Antisemitismus”

  2. Selbstzensur bei der Deutschen Welle


  3. Auf einer Seite lesen

Wie nach einer Intervention der Bild-Zeitung zuerst das Auswärtige Amt einknickte und dann die Deutsche Welle sich selbst zensierte

Der Streit um den Iran bleibt einer der brisantesten Konflikte der Weltpolitik. Vordergründig geht es um Atomwaffen, Terrorismus und Menschenrechte, hintergründig um Öl und regionale Vorherrschaft. Israel und die USA agieren als die großen Gegenspieler des Iran, Deutschland laviert unentschlossen in der Mitte. Die folgende Geschichte, die sich vor diesem Hintergrund abgespielt hat, kann als Lehrstück in politischer PR gelten, als Fallbeispiel für leere Behauptungen, die Wirkung entfalten, da kaum jemand wagt, sie zu hinterfragen.

Alles begann Anfang des Jahres, als die Regierungen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens gemeinsam eine Clearingstelle gründeten mit dem Zweck, europäischen Firmen weiterhin Geschäfte mit dem Iran zu ermöglichen. Auslöser war das im November 2018 erneut in Kraft getretene US-Embargo. Aufgrund der Sanktionen Washingtons sind Finanztransaktionen mit dem Iran derzeit so gut wie unmöglich. Der weltweite Zahlungsdienstleister SWIFT, der den privaten Banken gehört, hatte unmittelbar nach dem amerikanischen Sanktionsbeschluss den Iran “vom Netz” genommen, wie es hieß. Laut SWIFT-Chef war das unvermeidbar: “Sonst können wir die Kunden in den USA nicht halten.”

Die neue europäische Clearingstelle INSTEX soll nun einen Tauschhandel ohne Geldflüsse ermöglichen – ein zaghafter Versuch, unabhängiger von den USA zu werden. Das Projekt kommt allerdings nur schleppend in Gang. Immerhin wurde Ende Juni verkündet, man habe die ersten Transaktionen abgewickelt, im Juli meldete zudem Russland Interesse an einem Beitritt an, was die Europäer prinzipiell begrüßten.

Anfang August wurde schließlich ein neuer Chef vorgestellt. Bernd Erbel, 71 Jahre, Karrierediplomat, sowie ausgewiesener Kenner der Region, übernahm die Leitung von INSTEX. Erbel, der von 2009 bis zu seiner Pensionierung 2013 als deutscher Botschafter in Teheran amtierte, wurde in der Presse als “der Mann, der die Geldströme zwischen Europa und Iran neu verteilt”, angekündigt. Doch schon wenige Tage später, am 8. August intervenierte erst die “WerteInitiative” eine politisch gut vernetzte Berliner Lobbygruppe, die sich für Israel einsetzt,

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Vorwahlen in Argentinien – Zusammenbruch des Macrismus und die Rückkehr der Peronisten an die Macht

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20-08-19 08:03:00,

Seit Wochen von Meinungsforschungs-Agenturen und konservativen Medien als „klares Patt“ suggeriert, bestätigte umgekehrt der spektakuläre Ausgang der argentinischen Vorwahlen vom Sonntag, den 11. August, den Verweis der NachDenkSeiten vom vergangenen 5. August auf seriöse Erhebungen der Wählerpräferenzen in Argentinien. Der Wahlsieg der peronistischen Frente de Todos (Die Front Aller) ihres Präsidentschaftskandidaten, des Juristen Alberto Fernández, sowie der Mehrheit der peronistischen Anwärter um die 23 Gouverneursämter – von denen die Partei Cambiemos (Machen wir´s anders) des bis kommenden Oktober amtierenden Präsidenten Mauricio Macri lediglich zwei Provinzen ergatterte – war zu erwarten. Von Frederico Füllgraf.

Anders ausgedrückt: Dass Macri Verluste einstecken würde, war seit Monaten sozusagen eine „Chronik des angekündigten Desasters“. Dass er jedoch der Formel Alberto Fernández/Cristina Fernández de Kirchner mit mehr als 15 Prozentpunkten (47,7 zu 32,0 Prozent) unterliegen würde, das wagten selbst pro-peronistische Meinungsforscher nicht vorauszusagen. Hält sich der gegenwärtige Trend konstant, könnten Fernández & Fernández die Präsidentschaftswahl vom kommenden 27. Oktober bereits im ersten Wahlgang entscheiden.

Dass die sogenannten „offenen, gleichzeitigen und obligatorischen Primärwahlen (PASO)“ zwei Monate vor der entscheidenden Wahl bereits eine Art „Generalabrechnung“ mit dem Macrismus und seiner ruinösen Wirtschafts- und Sozialpolitik signalisieren, macht die selten hohe Wahlbeteiligung deutlich: Sie betrug 75 Prozent der 33.841.837 Wahlberechtigten.

Spektakulär auch der Sieg des jungen ehemaligen Wirtschaftsministers von Macris Vorgängerin Cristina Kirchner, Axel Kicillof, der die zur Wiederwahl angetretene und höchst umstrittene Gouverneurin der Provinz Buenos Aires, María Eugenia Vidal, mit beeindruckenden 49 Prozent gegen 32 Prozent der Stimmen schlug und damit die Rückgewinnung der Mehrheit der 23 Landesprovinzen durch die Peronisten und ihren Schlachtruf „Volveremos – wir kehren zurück!“ einläutete.

„Rache der Märkte“

Kaum war jedoch das Wahlergebnis bekannt, schoss der Dollar-Wechselkurs von 46 auf 57,30 Pesos in nie dagewesene, stratosphärische Höhen. „Das Wahlergebnis war ein rotes Tuch für die Märkte. Die Wetten der letzten Woche mit argentinischen Anleihen und Aktien erwiesen sich als schlechte Idee für Investmentfonds. Am Montag wurde ein Verlust von bis zu 60 Prozent für inländische Vermögenswerte an Devisen berechnet. Argentiniens Ausfallversicherung verdoppelte ihren Wert, der Rückgang der Anleihen in Fremdwährung überstieg 30 Prozent und das sogenannte Länderrisiko der in den USA beheimateten Ratingagenturen erreichte mit 1.467 Punkten den höchsten Stand der vergangenen 10 Jahre.

In den Supermärkten griff die Preistreiberei um sich und Wirtschaftsexperten beeilten sich,

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Finanzsystem: Das plötzliche mediale Auftauchen der Rezession | www.konjunktion.info

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20-08-19 07:56:00,

Plötzlich, fast aus dem Nichts kommend, finden wir in der Hochleistungspresse das bislang tunlichst vermeidete Wort Rezession. Ein kurzer Blick auf die Suchergebnisse diverser Suchmaschinen zeigt ein einheitliches Bild, das sich seit ein paar Tagen verfestigt:

Suchergebnisse Rezession - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Google NewsSuchergebnisse Rezession - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Google News

Suchergebnisse Rezession – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Google News

Fast möchte man erleichtert aufschreien und sagen: Endlich! Dass sich die Weltwirtschaft nicht erst seit gestern oder vorgestern merklich “abgekühlt” hat, habe ich in diesem Blog seit Monaten geschrieben und immer wieder darauf hingewiesen, dass wir uns nicht in einer “neuen Rezession” befinden, sondern noch inmitten der 2008 durch die Finanzkrise ausgelösten. Mehrfach warnte ich bereits davor, dass wir uns ab dem Augenblick ernsthafte Sorgen machten sollten, wenn das Thema Rezession seinen Weg in die Berichterstattung des Mainstreams findet – was nun wohl der Fall ist. Nicht nur, dass mit der Inszenierung namens Handelskrieges zwischen China und den USA das Beet für eine Schuldzuweisung an Trump und seinen konservativen Kräften bereitet wurde; nein, auch die Hochleistungspresse bedient jetzt das von mir so oft erwähnte Narrativ, dass Trump mit seiner Gesamtpolitik und seiner Wirtschaftsauffassung der Hauptverantwortliche für diese Rezession sei, die natürlich nicht nur die USA, sondern die gesamte Welt treffen wird.

Die regelrechte Explosion vor allem im englischsprachigen Raum von “Rezessionsartikeln” zeigt aus meiner Sicht, dass wir es mit einer versteckten Agenda zu tun haben. Einem Drehbuch, dem die Hochleistungspresse willentlich folgt.

Suchergebnisse Recession - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Google NewsSuchergebnisse Recession - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Google News

Suchergebnisse Recession – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Google News

Viele der Artikel wurden durch ein wichtiges Ereignis “ausgelöst”:

Die Zinsstrukturkurve warnt vor einer Rezession.

Die Spreizung zwischen den 2-Jahres- und 10-Jahres-Renditen der USA am Mittwoch war zum ersten Mal seit 2007 negativ. Eine solche Entwicklung war vor jeder US-Rezession der letzten 50 Jahre zu verzeichnen, mitunter mit einem Vorsprung von bis zu 24 Monaten .

(The yield curve is blaring a recession warning.

The spread between the U.S. 2-year and 10-year yields on Wednesday turned negative for the first time since 2007. Such a development has occurred ahead of each and every U.S. recession of the last 50 years, sometimes leading by as much as 24 months.)

Ein Thema, das ich ebenfalls schon mehrfach im Blog aufgegriffen habe.

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Die Gesichtslosigkeit des heutigen SPD bekommt ein Gesicht: Olaf Scholz

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19-08-19 07:40:00,

Olaf Scholz hat sich gemeldet. Er kandidiert zum Vorsitz. Er ist der Prototyp der Profillosigkeit. Er ist auch Partner und Pate des Niedergangs – als Generalsekretär der SPD von 2002 bis 2004, als Bundesminister für Arbeit und Soziales von 2007-2009. Als Vizekanzler und Bundesfinanzminister von 2017 bis heute. Haben Sie irgendeine markante positive Tat oder Äußerung von ihm in diesen letzten zwei Jahren als Vize von Kanzlerin Merkel in Erinnerung? Oder von früher? Albrecht Müller.

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Scholz hat das mitgemacht, was die SPD runtergezogen hat: Hartz IV und die Agenda 2010 (damals Generalsekretär), die Zerstörung der Leistungsfähigkeit der Gesetzlichen Rente, den Krieg gegen Rest-Jugoslawien, die US- und NATO-Hörigkeit, die Huldigung der Schwarzen Null und die damit verbundene Demütigung und Schädigung einiger Völker Südeuropas und zugleich unseres Landes durch Verlotternlassen der Infrastruktur.

Von Scholz würde ich nicht erwarten können, dass er die notwendigen programmatischen Schritte formuliert und geht; ich nenne nur die wichtigsten:

  1. Bedauern und Korrektur von Agenda 2010 und Hartz IV
  2. Besinnung auf die große sozialdemokratische Leistung, die Konfrontation in Europa abgebaut zu haben, Besinnung auf Willy Brandts „Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein“ – im Umgang mit den Franzosen, mit den Polen, mit den Tschechen, mit den Griechen, mit den Italienern usw. und auch mit den Russen. Wir brauchen keine Abschreckung wie im vergangenen Kalten Krieg. Wir brauchen Zusammenarbeit.
  3. Lösung aus der tödlich werdenden Umklammerung durch die USA und NATO. Keinerlei Beteiligung an den Kriegen des Westens. Wenn die USA Truppen aus Deutschland abziehen wollen, dann begrüßen statt zu bedauern. Widerspruch gegen die Nutzung des deutschen Ramstein für die tödlichen Drohneneinsätze der USA. Widerspruch auch gegen die Politik der Sanktionen statt Folgsamkeit.
  4. Welcher Geist soll unsere Gesellschaft prägen? Egoismus oder Solidarität? Von Scholz können wir leider nicht erwarten, dass er den Ideologen des Neoliberalismus Paroli bietet.
  5. Wiederaufbau der Leistungsfähigkeit der Gesetzlichen Rente. Konzentration aller Mittel auf dieses Ziel und damit verbunden vorausschauende Entscheidungen gegen Altersarmut.
  6. Ökologische Wende, alles tun, was bei der Korrektur der Klimaveränderung hilft.
  7. Wende in der Verkehrspolitik,

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Taiwan: Trump genehmigt Verkauf von F-16-Kampfflugzeugen – Die nächste Provokation Pekings | www.konjunktion.info

taiwan:-trump-genehmigt-verkauf-von-f-16-kampfflugzeugen-–-die-nachste-provokation-pekings-|-wwwkonjunktion.info

19-08-19 07:39:00,

Donald Trump-Schein - Bildquelle: Pixabay / Mediamodifier; CC0 Creative CommonsDonald Trump-Schein - Bildquelle: Pixabay / Mediamodifier; CC0 Creative Commons

Donald Trump-Schein – Bildquelle: Pixabay / Mediamodifier; CC0 Creative Commons

Dieser Tage hat Donald Trump dem Verkauf von F-16-Jets an Taiwan zugestimmt. Damit zeigt sich einmal mehr von wem Trump gesteuert wird und wem er eigentlich dient. Taiwan ist ein weiteres Pulverfass, das von den Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) bei Bedarf eingesetzt werden kann, um die Spannungen zwischen China und den USA noch mehr zu steigern und um sicherzustellen, dass der Handelskrieg weitergeführt werden kann. Bis zu seinem bitteren Ende.

Und dieses bittere Ende wird aus meiner Sicht der unausweichliche Abverkauf des US-Dollars durch Peking sein, was den Status des US-Dollars als Weltreservewährung unterminieren wird. Das einzig weitere Szenario, das einen noch größeren Konflikt in der Region heraufbeschwören kann, ist das “Wiederauflebenlassen der Kriegsszenarien mit Nord-Korea”.

Präsident Trump hat beschlossen, einen größeren Verkauf neuer F-16-Kampfflugzeuge an Taiwan zu genehmigen, um die militärische Verteidigung der Insel angesichts der zahlreichen Spannungen mit China erheblich zu verbessern.

“Diese Kampfflugzeuge sind von entscheidender Bedeutung für die Verbesserung der Fähigkeit Taiwans, seinen souveränen Luftraum zu verteidigen, der von der Volksrepublik China zunehmend unter Druck gesetzt wird”, sagte der Vorsitzende der Außenbeziehungen des Senats, James Risch, ein Republikaner aus Idaho, am Freitag.

Die Regierung gab den Abgeordneten am Donnerstag eine Vorschau auf die Entscheidung und startete mit einem informellen Überprüfungszeitraum, der in der Regel 30 Tage in Anspruch nimmt. Dieser Prozess könnte beschleunigt werden, da die politischen Entscheidungsträger in den USA angesichts des Handelskrieges und der massiven Reaktion Pekings auf die demokratiefreundlichen Proteste in Hongkong zunehmend frustriert sind.

“Wenn Trump bereit ist, eine dritte Front gegen China zu eröffnen, wird er von hier oben keinen Widerstand erfahren”, sagte ein mit dem Prozess vertrauter Kongressassistent dem Washington Examiner. “Die Chinesen sind so weit von der Linie entfernt, dass es einen parteiübergreifenden Konsens über die Notwendigkeit eines Zurückdrängens [Chinas] gibt.”

Es wird erwartet, dass der Vertrag bis zu 66 der neuesten F-16V-Kampfflugzeuge abdeckt, die rund 8 Milliarden US-Dollar kosten. Das Außenministerium lehnte es ab, spezifische Informationen zu diesem Waffenpaket zu geben und verwies auf die Politik, solche Vereinbarungen bis zum Abschluss des informellen Überprüfungsprozesses nicht zu kommentieren,

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Freie Fahrt für die Bundeswehr

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19-08-19 07:34:00,

Ab nächstem Jahr dürfen Bundeswehrsoldaten die Deutsche Bahn für private und dienstliche Fahrten kostenfrei nutzen. Was umweltpolitisch sicher sinnvoll ist, stellt verkehrspolitisch ein mehr als fragwürdiges Manöver dar. Die Kosten für die Freifahrtscheine der Soldaten wird nämlich zum größten Teil die Bahn selbst übernehmen müssen. Dieses Geld fehlt an anderen Stellen und wird über kurz oder lang über erhöhte Ticketpreise von den Kunden der Bahn wieder hereingeholt. So zahlt der Bürger ein Projekt, das offenkundig vor allem als PR-Kampagne für die CDU-Vorsitzende und neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer lanciert wurde. Von Jens Berger.

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Als es in Deutschland noch die allgemeine Wehrpflicht gab, durften Wehrdienstleistende am Wochenende kostenlos mit der Bahn zwischen der Kaserne und ihrem Heimatort pendeln. Die Kosten dafür musste das Verteidigungsministerium aus seinem Wehretat übernehmen – 2010 immerhin 43 Millionen Euro. Das ab kommendem Jahr geltende Freifahrangebot für Soldaten stellt die alte Regelung deutlich in den Schatten – es gilt nämlich ausnahmslos für alle Soldaten und nicht nur für „Heimfahrten“, sondern für sämtliche dienstlichen und privaten Fahrten innerhalb des gesamten Netzes*. Da sollte der Verdacht ja naheliegen, dass das Verteidigungsministerium für diesen Service für seine Mitarbeiter tief in die Taschen greifen musste. Doch weit gefehlt. Für das große Paket zahlt das Verteidigungsministerium nur lächerliche vier Millionen Euro pro Jahr an die Bahn – das sind 22 Euro pro Bundeswehrsoldat.

Um diese Zahl greifbarer zu machen, lohnt sich ein Blick auf die Kosten, die andere Unternehmen für ihre Mitarbeiter für vergleichbare Dienstleistungen aufbringen müssen. Die BahnCard 100 für Geschäftskunden, die durchaus mit der kommenden „Bundeswehrnetzkarte“ vergleichbar ist, kostet 4.395 Euro pro Jahr. Man kann zwar davon ausgehen, dass die Bahn großen Firmenkunden auch großzügige Rabatte einräumt. Die sagenhafte Schieflage wird dies jedoch auch nicht großartig mindern können: Die Differenz zwischen den 22 Euro der Bundeswehr und den 4.395 Euro für normale Firmenkunden beträgt fast das 200-fache!

Ein schlechter Deal

Wie sehr die Bahn bei diesem Deal übervorteilt wurde, lassen die vorliegenden Zwischenberichte aus Verhandlungskreisen erahnen. Dort hieß es, dass die Bahn ursprünglich mindestens 38 Millionen Euro pro Jahr veranschlagte, nur um die laufenden Kosten zu bewältigen.

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Wer hat noch nicht, wer will noch mal | KenFM.de

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19-08-19 06:47:00,

Wir erinnern uns, ja? Ja.

Olaf Scholz – ein Bilderberger
12. Februar 2018 um 8:56 Ein Artikel von Marcus Klöckner | Verantwortlicher: Redaktion

Olaf Scholz, der Hamburger Bürgermeister, soll bald Bundesfinanzminister und Vizekanzler werden. Seine Teilnahme an der Bilderberg-Konferenz 2010 in Sitges, Spanien, findet in der Berichterstattung der Medien keine Wahrnehmung. Eingeladen zu der handverlesenen Zusammenkunft wurde der Politiker laut eigenen Aussagen von Vertretern der Wochenzeitung DIE ZEIT. Ein möglicher Vizekanzler, der an einer „vordemokratischen Veranstaltung“ teilgenommen hat? Die SPD scheint das nicht zu kümmern. Ein Beitrag von Marcus Klöckner.

Was ist von einem demokratischen Politiker zu halten, der sich gemeinsam mit anderen Eliten und Machteliten für drei Tage in ein Luxushotel zurückzieht, um hinter verschlossenen Türen, ganz ohne Öffentlichkeit, über zentrale politische und gesellschaftliche Themen zu konferieren?

Olaf Scholz ist einer jener deutschen Politiker, die sich nicht davor gescheut haben, an einem Elite-Treffen teilzunehmen, das aus demokratischer Sicht als hochproblematisch betrachtet werden kann.

Die Bilderberg-Konferenz, also jene exklusive Zusammenkunft von Weltenlenkern, die seit 1954 einmal im Jahr stattfindet, war Jahrzehnte nicht einmal gestandenen Professoren der Politikwissenschaft oder politischen Journalisten ein Begriff. Noch bis vor etwa 10 Jahren war die Reaktion auf die Frage nach den Bilderberg-Treffen meistens: Achselzucken.
(…)
Mit dieser Frage wird das Problem offensichtlich: Transparenz und Offenheit sind das Lebenselixier der Demokratie. Mehr oder weniger geheime Treffen fernab der Öffentlichkeit können der Demokratie großen Schaden zufügen. Auch wenn bei den Bilderberg-Konferenzen, wie es heißt, keine Beschlüsse gefasst werden, so bedarf es schon reichlich Naivität um anzunehmen, dass führende Persönlichkeiten dieser Welt, die allesamt über einen ziemlich vollen Terminkalender verfügen, drei Tage ihrer wertvollen Zeit opfern, um ein kleinwenig am Rande „zu plaudern“.

Die Bilderberg-Konferenzen sind, wie viele andere ähnlich gelagerte Elitenzirkel auch, ein klarer Hinweis darauf, dass es Konsensschmieden der Mächtigen gibt, die außerhalb der demokratischen Strukturen existieren. Bilderberg verweist darauf, dass sich die Mächtigen dieser Welt in überschaubaren Runden treffen und Weltpolitik besprechen. Der Soziologe Rudolf Stumberger sprach 2010 in Sachen Bilderberg gegenüber dem Deutschlandfunk von „Tendenzen der Re-Feudalisierung.“ Damit meinte er, „dass neben den offiziellen Strukturen, neben den demokratischen Strukturen, … die inoffiziellen Strukturen zunehmend wieder an Gewicht gewinnen.“ So ist es.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=42376

Und hier noch:

„Die Herrschaft über die Wirklichkeit hat die Polizei“
06.

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Wenn Moralismus das Recht ersetzt, beginnt der Totalitarismus

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19-08-19 07:18:00,

Die Politiker der herrschenden Parteien blasen allseits zum Kampf gegen Hass und Hetze. Dieses negative moralische Verhalten wird kriminalisiert und in die Nähe der Strafbarkeit gerückt, wobei bewusst die Grenzen zu konkreten strafbaren Handlungen im Nebel gehalten werden, um Angst zu erzeugen und die Menschen zum Schweigen zu bringen. Moralisierung tritt an die Stelle des Rechts. Nicht nur strafbare Handlungen, sondern vor allem ein bestimmtes moralisches Verhalten, Gesinnungen und letztlich politische Einstellungen werden verfolgt – Kennzeichen des Totalitarismus.

Wie immer werden die Politiker von den Mainstreammedien kräftig unterstützt. So verbreiteten sie z.B. unisono am 6.6.2019 einen dpa-Text mit der Meldung: „Polizei geht mit Großeinsatz gegen Hass im Internet vor“. „Bild“ verfasste die Überschrift „Bundesweite Razzia gegen Internet-Hetzer“ und fügte hinzu: „Den Tätern drohen bis zu 5 Jahre Haft“.

Dann heißt es z.B. in der Berliner Morgenpost: „Mit einer großangelegten Aktion in 13 Bundesländern ist die Polizei gegen mutmaßliche Verfasser von Hasskommentaren im Internet vorgegangen. In 38 Fällen seien dabei Wohnungen durchsucht und Verdächtige vernommen worden, teilte das Bundeskriminalamt in Wiesbaden mit.“ 1

Es ist also zunächst nur von Hasskommentaren (Hate Speech) die Rede. Und es wird suggeriert, wer Hass verbreite, dem komme die Polizei ins Haus, und es drohten ihm hohe Gefängnisstrafen. Erst im zweiten Absatz steht: „Den Betroffenen werde unter anderem vorgeworfen, im Internet zu Straftaten aufgerufen und antisemitische Beleidigungen verbreitet zu haben. Für solche Taten drohten bis zu fünf Jahre Haft. … In mehreren Fällen wird wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt.“
Also jetzt geht es konkret um Straftaten, aber „unter anderem“, also doch auch um Hass? Es bleibt bewusst in der Schwebe.

Doch viele Zeitungen brachten ein dpa-Bild mit „Postings aus sozialen Netzwerken bei einer Aktion gegen Hass im Internet in Berlin“. Und welche Postings sind da überwiegend zu sehen: „Refugees not welcome!!!“Gute Heimreise!!!“,Kein Einwanderungsland!!! Grenzen dicht! Sofort!!!“,Schluss mit Überfremdung.“
Das sind Meinungsäußerungen, politische Haltungen, aus denen noch nicht einmal zwingend Hass herausgelesen werden kann. Sie sind nicht strafbar, ebenso wenig wie der Hass. Das Gegenteil aber soll in der ganzen Aufmachung suggeriert werden.

Staatliche Behörden machen es ebenso. Seit 2018 gehört z.B.

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Brustkrebs – Eine Krankheit von Karrierefrauen? | KenFM.de

brustkrebs-–-eine-krankheit-von-karrierefrauen?-|-kenfm.de

19-08-19 06:42:00,

Auszug aus dem Roman „Alle Wünsche werden erfüllt“ von Renate Schoof, erschienen im Verlag zeitgeist.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Derzeit erkrankt eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens daran – so die Deutsche Krebshilfe. Die Aussage der alleinerziehenden Mutter Raphaela: „Bemerkenswert finde ich, dass in der DDR seltener Frauen an Brustkrebs erkrankten“, löst in Renate Schoofs Roman „Alle Wünsche werden erfüllt“ eine hitzige Debatte aus. Beim Frühstück in der Rehaklinik geht es um mögliche Ursachen für Krebs, um eine krankmachende Gesellschaft, in der kanzerogene Stoffe zum Alltag gehören und um den missbrauchten Begriff „Eigenverantwortung“.

Am Samstagmorgen kommt Josephin nicht zum Frühstück. „Ich glaube, sie hat Besuch“, erklärt Amelie den leeren Platz und träumt beim Essen aus dem Fenster, beteiligt sich nicht am Gespräch, obwohl das Thema sie interessiert. Udo wirft die Frage auf, warum gerade in Industriegesellschaften bei immer mehr Frauen Brustkrebs diagnostiziert wird.

„Bemerkenswert finde ich, dass in der DDR weitaus seltener Frauen an Brustkrebs erkrankten“, sagt Raphaela. „Das ist statistisch nachgewiesen.“ Weil Udo sie erstaunt anschaut, erklärt sie: „Jung ein Kind zu bekommen und es lange zu stillen, soll die Mutter davor schützen. Und bei uns war es üblich, früh eine Familie zu gründen. Meine Mutter zum Beispiel heiratete mit neunzehn, kurz vor der Geburt meiner Schwester. Drei Jahre später kam mein Bruder zur Welt, und als ich ein Jahr vor dem Mauerfall geboren wurde, hatte meine Mutter gerade ihren siebenundzwanzigsten Geburtstag gefeiert.“ Nach einem kurzen Lachen, das wehmütig klingt, sagt sie: „Ohne die Wende hätte ich sicherlich auch noch jüngere Geschwister.“

„Frühe Mutterschaft und langes Stillen sind in der Tat die besten Vorbeugemaßnahmen“, pflichtet Udo ihr bei. „Darüber habe ich gelesen. Solche Mütter werden dafür belohnt, dass sie die Rolle annehmen, die ihnen die Natur zugedacht hat. Wenn eine denkt, sie kann erst mal Karriere machen, erhöht sie ihr Risiko. Auch bei kinderlosen Frauen …“

Raphaela unterbricht ihn: „Welche denkende Frau traut sich denn heute noch, früh Mutter zu werden? In der DDR war das kein Problem, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine Selbstverständlichkeit“, stellt sie klar. „Während der Babypausen von jeweils einem Jahr behielt meine Mutter ihren Arbeitsplatz,

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«Monsanto» betrieb Schmutzkampagnen gegen Kritiker

«monsanto»-betrieb-schmutzkampagnen-gegen-kritiker

18-08-19 06:48:00,

Roundup von Monsanto/Bayer AG ist das bekannteste Herbizid mit dem Wirkstoff Glyphosat.
© cc

Roundup von Monsanto/Bayer AG ist das bekannteste Herbizid mit dem Wirkstoff Glyphosat.

Tobias Tscherrig / 18. Aug 2019 –

Der Konzern «Monsanto» betrieb ein «Fusion Center» mit dem Ziel, Journalisten und Kritiker gezielt zu diskreditieren.

Der Saatgutkonzern «Monsanto», der 2018 von der «Bayer AG» übernommen wurde und unter anderem Herbizide auf der Basis des umstrittenen Wirkstoffs Glyphosat herstellt, kommt nicht aus den schlechten Schlagzeilen. Kürzlich wurde publik, dass der Konzern ein sogenanntes «Intelligence Fusion Center» betrieb, um Journalisten und Kritiker gezielt zu diskreditieren. Der Name des Centers scheint Programm: Er wird manchmal von Geheimdiensten und Sicherheitsbehörden verwendet, die unter demselben Namen zur Bekämpfung einer oder mehrerer Bedrohungen dauerhaft zusammenarbeiten.

Die Enthüllungen, über die die britische Tageszeitung «The Guardian» berichtet hatte, stammen aus internen Dokumenten, die in einem Verfahren als Beweismaterial gelten. Sie zeigen, dass der milliardenschwere Konzern viel Zeit, Geld und Personal aufbrachte, um unliebsame Journalistinnen und Journalisten zum Schweigen zu bringen. «Monsanto» soll auch den Technologiekonzern «Google» bezahlt haben, um unliebsame Suchergebnisse zu unterdrücken.

«Monsanto» hat aber nicht nur gegen Journalistinnen und Journalisten Massnahmen ergriffen. Zu den Zielen gehörten zum Beispiel auch der Musiker Neil Young, der als überzeugter Gegner von gen-modifizierter Nahrung gilt.

Das «Intelligence Fusion Center» soll vor allem zwischen 2015 und 2017 tätig gewesen sein.

Mehrgleisige, gezielte Strategien

«The Guardian» hat die Dokumente über das «Intelligence Fusion Center» von «Monsanto» untersucht und ist dabei auf ausgefeilte Strategien zur Vermeidung von Kritik und zur Diskreditierung von Kritikerinnen und Kritiker gestossen:

  • Die Reuters-Journalistin Carey Gillam recherchiert seit längerem über den Unkrautvernichter «Roundup» und über seine Verbindungen zu Krebserkrankungen. Ihre Recherchen veröffentlichte sie 2017 im Buch «Whitewash: The Story of a Weed Killer, Cancer, and the Corruption of Science». Bereits vor der Veröffentlichung des Buches habe «Monsanto» 23 Aktionen geplant, um das Buch und seine Verfasserin zu diskreditieren. So seien zum Beispiel Argumentarien publiziert worden, die es Drittpersonen erlauben sollten, das Buch zu kritisieren. Ausserdem habe «Monsanto» eine Anleitung zu Handen von Industrie- und Bauernkunden veröffentlicht, die veranschaulichte, wie negative Rezensionen verfasst werden.
  • Gemäss «The Guardian» soll «Monsanto» den Technologiekonzern «Google» bezahlt haben,

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Putin zwischen Trump und Xi Jinping

putin-zwischen-trump-und-xi-jinping

18-08-19 06:48:00,

Putin zwischen Trump und Xi Jinping

Gedanken anlässlich des liberalen Aufbruchs in Moskau

Kai_Ehlers_Russland_Russlandforscher_russische_Foederation_Kritisches_Netzwerk_Moskau_Russophobie_Antirussismus_Venezuela

Die gegenwärtigen Unruhen in Moskau lassen eine Frage aufkommen, die über die aktuellen Ereignisse hinauszuführen geeignet ist: Welche Rolle spielt Russland in der Ablösung des Liberalismus, d.h., des in die Krise gekommenen westlich dominierten Weltbildes?

In der westlichen Presse erscheint es so, als würden mit der gewaltsamen Zurückweisung nach freiem Zugang zu den Moskauer Regionalwahlen jegliche freiheitlichen Regungen in Russland unterdrückt. Wladimir Putins kürzlich gegenüber Redakteuren der „Financial  Times“ geäußerte Kritik an der „liberalen Idee“ und seine gleichzeitige verstärkte Hinwendung nach China hat dieser Sicht reichlich Nahrung gegeben.

Eine genauere Betrachtung lässt allerdings eine andere, wenn auch paradoxe Perspektive erkennen. In Ihr tritt Putin als Konservator eben dieser weltweit in die Krise geratenen liberalen Ordnung hervor, ja, er mahnt auf nationalen und internationalen Foren sogar deren Einhaltung an. Mit Blick auf das Inland spiegelt sich das selbst in dem oben genannten Gespräch mit der „Financial Times“ [1], in dem er sich ungeachtet seiner generellen Kritik am Liberalismus für liberale Freiheiten auch in Russland ausspricht, wenn ihre Wahrnehmung nicht zum Schaden für die Gemeinschaft führe.  

Die aktuellen Moskauer Proteste erscheinen vor diesem Hintergrund eher als hilfloses Aufbegehren gegen diese widersprüchliche Realität einer, vor allem von jungen Leuten als repressiv erlebten Toleranz im heutigen Moskau, als ein Aufbegehren, das zwar berechtigt, verständlich und mutig ist, das allerdings gesellschaftsverändernde Kraft erst wird entfalten können, wenn es die Grenzen, die dem Liberalismus heute allgemein und im Besonderen im nachsowjetischen Russland gesetzt sind, erkennt und in seinen Protest einbezieht.

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► Gewagte Thesen?

Diese Feststellungen klingen gewagt, drängen sich aber bei einem über die aktuellen Vorkommnisse hinausgehenden Blick auf die nachsowjetischen Bedingungen, die im globalen Rahmen wie auch in Russland selbst heute wirken, als unabweisbar auf.

Liberale Ideen, genauer gesagt, Versprechungen des Liberalismus tragen für die große Mehrheit der russischen Bevölkerung nach den Erfahrungen, die sie im Verlauf des Systemwandels mit dem Import westlicher Werte machen musste, nicht mehr. Zu tief war die geistige und soziale Erniedrigung, in die man sich gestürzt fand. Ideologen wie Alexander Dugin [2] konnten vor diesem Hintergrund schon lange ihre Botschaft verkünden, dass die drei großen „Ismen“ des letzten Jahrhunderts,

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“Alternativen” und “ziviler Ungehorsam” gegen G7-Gipfel

“alternativen”-und-“ziviler-ungehorsam”-gegen-g7-gipfel

18-08-19 06:12:00,

“G7-Gipfel weder hier noch sonstwo”. Foto: Ralf Streck

  1. “Alternativen” und “ziviler Ungehorsam” gegen G7-Gipfel

  2. “Stimmung in Frankreich ist nach den Gelbwesten-Protesten sehr aufgeladen”


  3. Auf einer Seite lesen

Im baskischen Biarritz lädt der französische Präsident Macron zum Gipfel ein, doch es wird auch im Vorfeld einen Gegengipfel geben und es wird massiver Protest erwartet

Schon bevor ab Montag im Baskenland mehrere tausend Besucher erwartet werden, die sich in einem Protest-Camp in der Kleinstadt Hendaye direkt an der französisch-spanischen Grenze treffen, kündigen Polizeikontrollen und lange Staus im Grenzgebiet schon jetzt an, zu welch grandiosem Chaos es mitten in der Rückreisewelle an diesem Nadelöhr kommen kann.

Ab Montag werden die Teilnehmer des Gegengipfels eintrudeln, denn vom 21. bis 23. August wird beiderseits der Grenze vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen debattiert. Der G7-Gipfel wird, begleitet von zahlreichen Protesten, am 24. bis 26. August im Seebad Biarritz stattfinden.

Dem Gipfel und dem Gegengipfel gehen schon Proteste und Repression voraus. Am Donnerstag blockierten Aktivisten für eine Stunde den Zugang zum Hotel du Palais, wo diverse Vorbereitungstreffen für den G7 stattfanden, was allerdings von der Polizei geduldet wurde. Daneben hat Frankreich schon mit Maßnahmen gegen Teilnehmer des Gegengipfels und der Proteste begonnen, wie an dieser Stelle berichtet wurde: G7 wirft mit Schnellabschiebung von Frankreich nach Deutschland Schatten voraus.

Man versucht offensichtlich G7-Gegner schon im Vorfeld abzufangen. Betroffen war Luc, ein freier Mitarbeiter von Radio Dreyeckland in Freiburg, der sogar schon gut zwei Wochen vor dem G7 in Dijon festgenommen und nach 24 Stunden in aller Eile nach Deutschland abgeschoben wurde. Der Telepolis-Bericht hat für einigen Wirbel in Deutschland und Frankreich gesorgt und in der Folge haben auch andere Medien wie der Spiegel oder France Info über den skandalösen Vorgang berichtet.

Tatsächlich war das Vorgehen auf Verwaltungsebene illegal, womit Frankreich gleich im ersten Verfahren am gestrigen Freitag mit seiner Androhung einer dreijährigen Freiheitsstrafe vor dem zuständigen Gericht in Paris gescheitert ist. Vertreten von seiner Anwältin Muriel Ruef wurde Luc zudem eine Entschädigung von 1.000 Euro zugesprochen.

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KenFM-Tipp! Schule macht Kinder krank! – Kindheitsforscher Michael Hüter im Gespräch | KenFM.de

kenfm-tipp!-schule-macht-kinder-krank!-–-kindheitsforscher-michael-huter-im-gesprach-|-kenfm.de

18-08-19 05:55:00,

Pünktlich zum Schulanfang, der bereits in einigen Bundesländern erfolgt ist, hat sich Margarita Bityutski von RT Deutsch in der Sendung „Der Fehlende Part“ mit dem Kindheitsforscher, Historiker und Gesellschaftskritiker Michael Hüter unterhalten.

In seinem Buch „Kindheit 6.7“ beschreibt er die tiefe Krise, in der sich das gesamte Schulsystem befindet, und erläutert, wie unsere Gesellschaft die geistige Gesundheit der Kinder zerstört.

Michael Hüter plädiert für ein menschenwürdiges Aufwachsen von Kindern, für eine neue Wertschätzung der Familie und für vollständige Bildungsfreiheit. Ein Gespräch, das nicht nur Eltern, sondern all diejenigen interessieren sollte, denen die Zukunft der Menschheit am Herzen liegt.

Das Interview erschien zuerst bei „Der Fehlende Part“ auf RT Deutsch am 09.08.2019: Schule macht Kinder krank! – Kindheitsforscher Michael Hüter im Gespräch

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Veröffentlicht am: 18. August 2019

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Hassrede im Internet – zweierlei Ma(as)ß | #27 Wikihausen | KenFM.de

hassrede-im-internet-–-zweierlei-ma(as)s-|-#27-wikihausen-|-kenfm.de

17-08-19 08:53:00,

Ein Beitrag von Wikihausen.

Groteskes und Postfaktisches aus der Wikipedia präsentiert von Dirk Pohlmann und Markus Fiedler.

Ein Netzwerk der Antideutschen (oder auch Transatlantifa) durchzieht das Internet. Sie ziehen eine Spur der Hassrede hinter sich her. Da werden grausame Witze über die terroristischen Bombenangriffe auf Dresden im 2. Weltkrieg und dem damit verbundenen Massenmord gemacht. Wenn Blindgänger von Fliegerbomben teilexplodieren, macht man darüber auch gerne Witze, egal, ob da Leute verletzt werden. Eine Linkenpolitikerin freut sich über Filme, in denen Deutsche sterben müssen und viele Geschmacklosigkeiten mehr. Seltsamer Weise können diejenigen, die solche kranke Gedanken äußern, weiter ihren Job verrichten. Man lädt sie gerne zu Radiosendungen und Interviews ein. Keiner maßregelt sie, sie werden nicht unehrenhaft entlassen.
Wehe aber, wenn jemand etwas am transatlantischen Bündnis herumzukritisieren hat, wie z.B. der Kabarettist Uwe Steimle. Der erntet einen Sturm der Entrüstung und zwar von genau den Leuten, bei denen anderswo Moral ganz klein geschrieben wird.
Und die Spur dieser Saubermänner reicht natürlich bis in die Wikipedia.

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Dieser Beitrag erschien am 03.08.2019 bei Wikihausen.

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KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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Veröffentlicht am: 17. August 2019

Anzahl Kommentare: 3 Kommentare

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Tagesdosis 17.8.2019 – Woodstock und die Staatsterroristen | KenFM.de

tagesdosis-1782019-–-woodstock-und-die-staatsterroristen-|-kenfm.de

17-08-19 08:43:00,

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Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Woodstock, Woodstock überall. Nach Fünfzig Jahren wittern so manche spießige Geschichtsrevisionisten die Chance, alles rund um die 1968er Generation endgültig in die Schmuddelecke zu zerren. Oder am liebsten ganz aus dem kollektiven Gedächtnis zu tilgen.

Da ging ja alles drunter und drüber, heißt es jetzt. Das sei eine einzige Katastrophe gewesen. Und diese Müllberge! Heuchler, diese Hippies! Die heilige Greta vom Thumb-Berg hätte denen aber die Leviten gelesen! Ja, sogar frauenverachtend seien sie gewesen, jene Blumenkinder. Fehlt nur noch, dass die Woodstock-Besucher als antiamerikanisch und vielleicht gar auch noch als antisemitisch eingestuft werden. Auf der nach oben hin offenen Verblödungsskala ist einfach alles möglich.

Und der Kopf der englischen Sauf- und Raufcombo The Who, Pete Townshend, der mit dem gitarrenverbrauchenden Rotorschlagarm für die derben Akkorde, findet in der Frankfurter Rundschau, dass alles an Woodstock schlicht Scheiße war. Stimmt. Er und seine Holzfällerkollegen von The Who haben tatsächlich in Woodstock ein Konzert gegeben. Und da kam auch Politaktivist Abbie Hoffmann von der Yippie-Partei auf die Bühne, und wollte während des Konzertes auf das skandalöse Horrorurteil gegen den Vorsitzenden der White Panther Partei, John Sinclair (zehn Jahre verschärften Knast für zwei Joints), aufmerksam machen. Rambo Townshend hat Abbie einfach vermöbelt. Zwei Welten, die einander nicht verstehen. Biertrinker Townsend über Woodstock herziehen zu lassen – das ist, als wenn man einen Schlachtermeister bitten würde, Gourmet-Kritiken über ein Vegetarier-Restaurant zu schreiben.

Warum kamen denn überhaupt eine halbe Million Leute, vom 15. bis 18. August 1969, zum Festival nach Woodstock, obwohl nur fünfzigtausend Besucher erwartet wurden? Es wären ja noch viel mehr gekommen, wenn nicht schon alle Zufahrtwege im Bundesstaat New York hoffnungslos verstopft gewesen wären. Warum? Das kann man nicht verstehen, wenn man nicht ausreichend heranzoomt, was in den Sechziger Jahren in den USA wirklich los war.

Schon mal vorweg: Woodstock war eine gigantische politische Demonstration für eine Welt im Frieden. Für eine Welt ohne Rassendiskriminierung. Und: nach all dem grässlichen Terror, mit dem Vertreter eines besseren Amerikas mit blauen Bohnen aus dem Weg gepustet wurden: nach all den Massakern gegen friedvolle Demonstranten,

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