Dominanz großer Tech-Monopole verhindern: UN-Bericht drängt auf stärkere Kontrolle von KI-Systemen

Dominanz großer Tech-Monopole verhindern: UN-Bericht drängt auf stärkere Kontrolle von KI-Systemen

24-10-18 08:37:00,

Algorithmische Entscheidungssysteme können Menschenrechte verletzen. Tech-Firmen und Regierungen nehmen durch von Künstlicher Intelligenz (KI) gelenkte Systeme potentiell Einfluss auf die Freiheit der Meinungsbildung und der Meinungsäußerung, sowie auf Privatsphäre und den Schutz von Menschen vor Diskriminierung. Zu dem Schluss kommt ein Bericht des UN-Sonderbeauftragten für den Schutz der Meinungsfreiheit, des US-Jurist David Kaye. Der Bericht empfiehlt Staaten und Firmen die stärkere Kontrolle von KI-Systemen.


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David KayeDavid Kaye CC-BY 2.0 Maina Kiai

Kayes wichtigste Empfehlung an die Staaten lautet, die großen Tech-Monopole zu regulieren. Die Konzentration von KI-Expertise und Macht in der Hand weniger dominanter Firmen müsse verhindert werden, schreibt der UN-Experte. Er fordert weiters, durch Regulierung die barrierefreie Nutzung von Diensten und Technologien über Anbietergrenzen hinweg durchzusetzen (Stichwort: Interoperabilität). Die Staaten sollten zudem Netzneutralität und Geräte-Neutralität rechtlich durchsetzen.

UN-Generalsekretär António Guterres legte den Bericht Ende August den Mitgliedstaaten vor. Das Thema ist brandaktuell: Immer mehr Industriestaaten beschließen derzeit KI-Strategien – damit sind meist vor allem Investitionen zur Förderung der Technologie-Entwicklung gemeint. Deutschland will dabei bald nachfolgen. Die Datenethikkommission empfahl der Bundesregierung zuletzt bereits, sie solle sich bei ihren Plänen stärker an Grundwerten orientieren. Denn bisher stehen beim Thema KI meist Wirtschaftsinteressen im Vordergrund. Auch müssten algorithmische Entscheidungsverfahren in der öffentlichen Verwaltung eindeutig und für jeden nachvollziehbar sein, forderten zuletzt die Informationsfreiheits-Beauftragten von Bund und Ländern.

Warnung vor verflochtenen Machtinteressen

Der UN-Bericht warnt angesichts einer immer stärker KI-gestützten Öffentlichkeit, unter anderem bei Suchmaschinen oder Sozialen Medien, vor dem potentiell übermächtigen Einfluss von wenigen auf die Meinungsbildung. „Beispielsweise sind es eine Handvoll Technologiefirmen, die eine überwältigende Mehrzahl der Online-Suchabfragen verbuchen“, schreibt Kaye. Die Monopolverhältnisse bei Suchmaschinen gäben etwa einzelnen Firmen die Macht darüber, Nutzern ihre Suchergebnisse als relevante Information zu einem bestimmten Thema oder sogar als objektive Präsentation der Fakten erscheinen zu lassen. Zugleich seien die Kriterien für die Auswahl absolut intransparent.

Für die Entwicklung von KI-Systemen braucht es große Datenmengen und langfristige Investitionen. Darum dominiere bei der Entwicklung wohl der private Sektor, schreibt Kaye. Das führe jedoch zur Abhängigkeit des Staates von dessen Technologie. Es steige das Risiko,

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Wenn Sie wissen wollen, warum die SPD auch noch bei 5 % ankommen kann, lesen Sie diesen Artikel zu den NATO-Manövern – www.NachDenkSeiten.de

Wenn Sie wissen wollen, warum die SPD auch noch bei 5 % ankommen kann, lesen Sie diesen Artikel zu den NATO-Manövern – www.NachDenkSeiten.de

24-10-18 08:03:00,

24. Oktober 2018 um 9:35 Uhr | Verantwortlich:

Wenn Sie wissen wollen, warum die SPD auch noch bei 5 % ankommen kann, lesen Sie diesen Artikel zu den NATO-Manövern

Veröffentlicht in: Außen- und Sicherheitspolitik, SPD, Strategien der Meinungsmache

Hier verteidigt der Sicherheits- und Verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Fritz Felgentreu die morgen beginnenden Manöver der NATO in Norwegen. Argumente und Sprache sind aufschlussreich. Das ist ein Rückfall in die Zeit des Kalten Krieges. Hantiert wird mit militärischer Abschreckung statt mit Vertrauensbildung. Keinerlei Differenzierung auch bei der Bewertung des Konflikts Russlands mit der Ukraine und der Abstimmung auf der Krim. „Annexion“ – das ist es. Albrecht Müller.

Lesen Sie zum Einstieg den letzten Absatz des Artikels im vorwärts:

„Die Kritik, das Manöver richte sich einseitig gegen Russland, greift zu kurz. Seit Bestehen der NATO hat es immer große Manöver gegeben – weil sie für den Erhalt der Fähigkeit zur Bündnisverteidigung zwingend notwendig sind. In den Jahren der sogenannten „Friedensdividende“ glaubte man, darauf verzichten zu können. Logistische Fähigkeiten wurden vernachlässigt, die Streitkräfte der Mitgliedsländer reduziert. Seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim kann sich die NATO das nicht mehr leisten. Sie benötigt jetzt auch wieder Panzer, Geschütze und Transportmöglichkeiten. Verglichen mit den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts sind die Zahlen allerdings nach wie vor überschaubar. Und der Umfang von „Trident Juncture“ relativiert sich deutlich, wenn wir es mit dem letzten russischen Großmanöver „Wostok“ aus dem August und September dieses Jahres vergleichen: Dort waren über 200.000 Soldatinnen und Soldaten aus Russland, China und der Mongolei am Start.“

Typisch, wie hier die Geschichte verkürzt erzählt wird: Sie beginnt mit der „Annexion der Krim“. Was vorher war, die Ausdehnung der NATO bis an die russische Grenze, der Putsch in der Ukraine und die Kriege des Westens von Afrika bis Afghanistan werden einfach geschlabbert.

Wenn man wie ich Anfang der Siebzigerjahre zur Absicherung der Entspannungspolitik durch die Wählerinnen und Wähler beigetragen hat, dann kann man sich über diese Selbstmordstrategie angeblicher Sozialdemokraten nur wundern. Der in der Bundestagsfraktion der SPD Zuständige – ein Altphilologe aus Berlin – ist da angekommen, wo die Junge Union in den fünfziger Jahren stand: Beim Militär, bei der Abschreckung, beim Konfrontationsaufbau.

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Mazedonien wird eine US-artige

Mazedonien wird eine US-artige

24-10-18 07:39:00,

Das mazedonische Parlament hat mit qualifizierter Mehrheit das Prinzip einer Verfassungsänderung angenommen, welche die Änderung des Namens der Republik und den Beitritt zur NATO und der Europäischen Union genehmigt.

Am 14. Juli 2018 organisierte die Regierung von Zoran Zaev einen nationalen Feiertag anlässlich der Eröffnung der Verhandlungen für eine Mitgliedschaft in der NATO. Aber die Mazedonier boykottierten die 14 Gratis-Konzerte des Landes. Kein einziges konnte stattfinden.

Am 30. September weigerten sich zwei Drittel der Mazedonier, die von dem Premier-Minister Zoran Zaev und seinem griechischen Amtskollegen, Alexis Tsipras ausgehandelte Änderung des Namens der Republik zu unterstützen.

Dann beschlossen Washington und Brüssel das Parlament zu verwenden, um dem Volk zu widersprechen.

Eine Korruptions-Operation wurde unternommen unter der Leitung von den US-Botschaftern in Skopje, Jess L. Baily (der den Eintritt der Türkei in den Krieg gegen Libyen und Syrien überwachte) und in Athen, Geoffrey R. Pyatt (der den Staatsstreich 2014 in der Ukraine und die Spaltung der orthodoxen Kirche im Jahr 2018 organisierte). Das State Department entsandte seinen Direktor für den Balkan, Matthew Palmer, vor Ort.

Die Klagen gegen acht Oppositions-Mitglieder wurden plötzlich fallen gelassen und diejenigen, die im Gefängnis waren, wurden freigelassen. 250.000 Dollar wurden in Bargeld vom “Agenten Tesla” jedem überreicht, damit er seine Stimme ändert. Was sie auch getan haben. Als Verräter des Vaterlandes betrachtet, wurden sie daher von ihrer politischen Partei ausgeschlossen.

Der US-Botschafter Baily und der Vize-Außenminister waren in den Räumlichkeiten des Parlaments während der Debatte und der Abstimmung anwesend.

Am Ende der Abstimmung kündigte der Innenminister an, dass jedem der Parlamentarier, der für die Änderung des Namens und die Mitgliedschaft in der NATO und der EU gestimmt hatte, ein Leibwächter gewährt würde.

Während Mazedonien somit in das “Demokratie-Lager” (SIC!) umwechselt, hat der griechische Minister für auswärtige Angelegenheiten, Nikos Kotzias, seinen Rücktritt eingereicht.

Übersetzung
Horst Frohlich

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John Bolton: “Legt euch nicht mit den amerikanischen Wahlen an.” – Oder die Pflege des falschen Ost-West-Paradigmas | www.konjunktion.info

John Bolton: “Legt euch nicht mit den amerikanischen Wahlen an.” – Oder die Pflege des falschen Ost-West-Paradigmas | www.konjunktion.info

24-10-18 07:33:00,

Donald Trump polarisiert wie kaum ein US-Präsident zuvor. Viele neigen dazu ihn als Idioten und “Trumpeltier” hinzustellen. Andere dagegen sehen in ihm denjenigen, der den “Sumpf austrocknet”. Beides ist aus meiner Sicht – wie ich schon in zahlreichen Artikeln aufgezeigt habe – falsch.

Nicht Trump ist derjenige, der die US-Politik bestimmt. Nicht Trump ist derjenige, der im Weißen Haus das Sagen hat. Nachfolgender Ausschnitt aus einem Reuters-Artikel belegt wunderbar, wer die Macht in Washington wirklich inne hat:

John Bolton - Bildquelle: Wikipedia / Gage Skidmore; Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 generischJohn Bolton - Bildquelle: Wikipedia / Gage Skidmore; Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 generisch

John Bolton – Bildquelle: Wikipedia / Gage Skidmore; Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 generisch

Der amerikanische Sicherheitsberater John Bolton sagte am Dienstag, die russische Einmischung in die US-Wahlen habe in Moskau eingeholt und dem Kreml eine Lektion erteilt: “Leg euch nicht mit den amerikanischen Wahlen an.”

Während eines Besuchs in Moskau sagte Bolton, es gebe keine Beweise, dass die Einmischungen – die Russland bestritten hat – das Ergebnis der Präsidentschaftswahl 2016 wesentlich beeinflusst haben, aber dass es Misstrauen gegenüber Russland geschaffen hat.

US-Geheimdienste sagen, Russland habe eine Kampagne von Hacking und Propaganda bzgl. der 2016-Umfragen durchgeführt, um Disharmonie zu säen, die Demokratische Nominierte Hillary Clinton zu diskreditieren und die Unterstützung für den Republikaner Donald Trump zu erhöhen.

(U.S. national security adviser John Bolton said on Tuesday that Russian meddling in U.S. elections had backfired on Moscow, providing a lesson to the Kremlin: “Don’t mess with American elections.”

Speaking during a visit to Moscow, Bolton said there was no evidence that the meddling – which Russia has denied – materially affected the outcome of the 2016 presidential election, but that it did create mistrust toward Russia.

U.S. intelligence agencies say Russia carried out a campaign of hacking and propaganda targeting the 2016 poll in an attempt to sow discord, discredit Democratic nominee Hillary Clinton and boost support for Republican Donald Trump.)

Trotz der Tatsache, die selbst Bolton bestätigt, dass die Vorwürfe gegen Russland bislang ohne Beweis blieben, ist das transportierte Hacker-Narrativ den Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) im aktuellen republikanischen Weißen Haus sogar noch nützlicher als zu Zeiten des demokratischen US-Präsidenten Obama.

Trump wird von den IGE wie der sprichwörtliche kleine Hund an der Leine herum geführt.

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US-Airforce gibt über 300.000 Dollar für neue Kaffeetassen aus, anstatt sie selbst zu reparieren

US-Airforce gibt über 300.000 Dollar für neue Kaffeetassen aus, anstatt sie selbst zu reparieren

23-10-18 03:47:00,

US Air Force gibt über 300.000 Dollar für neue Kaffeetassen aus, anstatt sie selbst zu reparieren (Symbolbild)

Die US-amerikanischen Luftstreitkräfte US Air Force sollen über die Zeitperiode von 2016 bis 2018 ganze 326.000 US-Dollar für neue Spezialkaffeebecher ausgegeben haben. Dies berichtet “USA Today” unter Berufung auf die Antwort der Leiterin der Air Force, Heather Wilson, auf eine Anfrage aus dem US-Senat.

Seit drei Jahren hat das US-Militär 391 solcher Kaffeebecher gekauft, die immer wieder im Einsatz kaputt gehen. Diese Becher können Flüssigkeiten an Bord von Luftbetankungsflugzeugen im Flug aufwärmen, haben aber zerbrechliche Henkel, was dazu führte, dass die Militärangehörigen sie oft abbrachen. Eine einzige Tasse kostete im Jahr 2016 693 US-Dollar, und der Preis verdoppelte sich in diesem Jahr auf 1,280 US-Dollar. Dabei hätte man sie leicht reparieren können, anstatt sie komplett zu ersetzen. Auch Heather Wilson betonte, dass man einfach von einem 3D-Drucker Gebrauch hätte machen können, um die zerbrochenen Teile zu ersetzen, was deutlich weniger (ca 0,50 US-Dollar) kosten würde.

Mehr zum Thema – Rechnungshof moniert Geldverschwendung bei der Bundeswehr 

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Das Tauziehen um Gaza

Das Tauziehen um Gaza

23-10-18 01:41:00,

Niemand will für die Entwicklung in Gaza verantwortlich sein
von Jonathan Cook

Einem Bericht der Weltbank zufolge rückt der lange gefürchtete Moment in Gaza immer näher. Nach zehnjähriger israelischer Blockade und einer Reihe groß angelegter militärischer Angriffe befindet sich die Wirtschaft der kleinen Küstenenklave im „freien Fall“.

Auf einer Konferenz internationaler Geberländer in New York, die zeitgleich mit dem Jahrestreffen der UN-Generalversammlung stattfand, zeichnete die Weltbank ein alarmierendes Bild der Krise in Gaza. Die Arbeitslosigkeit erreicht nun fast 70 Prozent und die Wirtschaft schrumpft immer schneller.

Die Not in der Westbank ist noch nicht ganz so groß, viel jedoch fehlt nicht. Die Länder, die an dem Ad Hoc Liaison Committee teilnahmen, erfuhren, dass Gazas Zusammenbruch den gesamten palästinensischen Bankensektor mit in die Tiefe reißen könnte.

Als Reaktion darauf schnürte Europa hastig ein 40 Millionen US-Dollar schweres Hilfspaket. Es soll den Zugang zu Strom und Trinkwasser verbessern, wird also hauptsächlich Gazas humanitäre Krise bekämpfen, nicht jedoch die wirtschaftliche.

Niemand bezweifelt die unvermeidlichen negativen Konsequenzen der wirtschaftlichen und humanitären Krise in Gaza. Die vier Akteure des Quartetts, die den Auftrag haben, die Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern zu beaufsichtigen — die USA, Russland, die EU und die UN — gaben eine Erklärung mit der Warnung ab, es sei entscheidend, eine „weitere Eskalation“ in Gaza zu verhindern.

Das israelische Militär teilt diese Bedenken. Es berichtet vom wachsenden Unmut unter den zwei Millionen Einwohnern der Enklave und geht davon aus, dass die Hamas in eine Konfrontation gezwungen wird, um sich aus der Zwangsjacke in Form der Blockade zu befreien.

In den letzten Wochen nahmen die Proteste entlang Gazas Einfassungszäunen nach der ruhigeren Sommerphase wieder an Fahrt auf. Am Freitag (28. September, Anmerkung der Übersetzerin) wurden sieben palästinensische Demonstranten, darunter zwei Kinder, von israelischen Scharfschützen ermordet und Hunderte verletzt.

Dennoch scheint der politische Wille, die Situation zu verbessern, so kümmerlich wie eh und je. Niemand ist bereit, für die Zeitbombe Gaza wirklich Verantwortung zu übernehmen.

Ganz im Gegenteil — die wichtigen Parteien, die wirklich eine Veränderung herbeiführen könnten, scheinen es auf eine weitere Verschlechterung der Situation anzulegen.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu ignoriert die wiederholten Warnungen seines eigenen Militärs bezüglich einer drohenden Explosion der Situation.

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Es gibt sie noch, die, die helfen

Es gibt sie noch, die, die helfen

23-10-18 01:38:00,

Christian Müller

Christian Müller / 23. Okt 2018 –

Während weltweit von superreichen Saudis die Rede ist, soll gelebte Nächstenliebe nicht ganz vergessen werden.

Man weiss es: Gemäss dem sogenannten «Dubliner Übereinkommen» müssen Asylsuchende – sprich: Flüchtlinge – in dem Land ihr Asylrecht beantragen, in dem sie Europa zuerst betreten haben (oder eben in dem Teilnehmer-Land des «Dubliner Übereinkommens», in das sie zuerst eingereist sind). Eine skandalöse Vereinbarung! Ist es fair oder gar gerecht, wenn nach diesen Bestimmungen ärmste Länder, im konkreten Fall vor allem Griechenland, aber auch relativ arme Länder wie Italien, Spanien und Malta, die direkt Betroffenen sind, während Länder wie das reiche Deutschland oder die reiche Schweiz kaum zur Kasse gebeten werden, weil sie geografisch nicht am Einwanderungsweg der Flüchtlinge liegen? Welcher Flüchtling landet schon mit einem unbezahlbaren Airline-Ticket in Frankfurt am Main oder in Zürich?

Statt dass das «Echo der Zeit» von Radio SRF diese Thematik zum wiederholten Mal von einem sogenannten Experten beleuchtet, hat es am Montagabend – und dies erfreulicherweise nicht zum ersten Mal – das Problem direkt vor Ort in Griechenland veranschaulicht. Die griechische Journalistin Rodothea Seralidou besuchte für Radio SRF auf der Insel Lesbos, auf der die meisten über Griechenland einwandernden Flüchtlinge zuerst ankommen, nicht nur das total überlastete Aufnahme-Camp, sondern auch eine Taverne, deren Wirtsleute sich privat und sehr direkt für die Flüchtlinge engagieren: Sie offerieren ihnen unter dem Motto «Für einen Tag daheim» ein Essen an einem ordentlichen Tisch und dies ebenso köstlich wie sonst anderen Gästen. Man kann diese Sendung hier nachhören, es lohnt sich.

Da der Bedarf an direkter Unterstützung der Flüchtlinge sich aber schnell in ein Ausmass entwickelte, das wirtschaftlich zu tragen sich das Wirtepaar Nikos und Katharina ausserstande sah, gründeten die beiden einen Verein: «Home for a day» – und auch ihre Taverne heisst jetzt «home».

Wer dieser Sendung im «Echo der Zeit» gut zuhörte und anschliessend im Internet nachschaute, wie man diese Wirtsleute finanziell unterstützen könnte, hat’s geschafft – zumindest ich selber habe die entsprechende Website gefunden: Home for a Day, ein «Daheim für einen Tag». Und dort habe ich auch ein Bankkonto gefunden, auf das man eine Spende einzahlen kann:

Nikos and KatharinaEparchiaki Odos Therma Kolpou Geras-Plomariou,

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100 Jahre Ende des Ersten Weltkrieges. Über das Gemetzel der weißen Herren. – www.NachDenkSeiten.de

100 Jahre Ende des Ersten Weltkrieges. Über das Gemetzel der weißen Herren. – www.NachDenkSeiten.de

23-10-18 01:30:00,

23. Oktober 2018 um 13:44 Uhr | Verantwortlich:

100 Jahre Ende des Ersten Weltkrieges. Über das Gemetzel der weißen Herren.

Veröffentlicht in: Das kritische Tagebuch

In der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Lettre International“ berichtet der Kulturwissenschaftler Franz Maciejewski über das „Schlachten im Ersten Weltkrieg“ und die politischen Spätfolgen. Hier eine Zusammenfassung des Essays. Von Heiko Flottau.

Im „Großen Krieg der weißen Männer“ (so nannte Arnold Zweig den Ersten Weltkrieg) wurden keine Schlachten geschlagen, in denen eine Armee den Sieg davon trug, Territorien eroberte und den Krieg zu einem schnellen Ende brachte. Im Gegenteil. In dem von Historikern etwas verharmlosend als „Stellungskrieg“ charakterisierten Geschehen wurden, zumindest an der Westfront, Menschen und Tiere über Jahre regelrecht abgeschlachtet, ohne daß ein Ende dieses Gemetzels sichtbar gewesen wäre, das den Krieg zu einem frühen Ende geführt hätte. Dieses eigentlich unvorstellbare Szenario beschreibt, einhundert Jahre nach der von Historikern als „Urkatastrophe des 20.Jahrhunderts“ bezeichneten Krieges der Kulturwissenschaftler Franz Maciejewski in der Herbstausgabe der europäischen Kulturzeitschrift „Lettre International“.[1]

In der Geschichte industriellen Tötens sei der Erste Weltkrieg die „zweite große Attacke auf das Leben“ gewesen, schreibt der Autor; eine Generation zuvor „wurde in den Union Stockyards, den Schlachthöfen von Chicago, die mechanisierte Massentötung im Stundentakt erstmals in Szene gesetzt, am Vieh“. In den Schützengräben des Ersten Weltkrieges , „Pferche und Unterstände der anderen Art, wiederholte sich das Gemetzel am Menschen. In Ypern, vor Verdun oder an der Somme wurden keine Schlachten geschlagen, es wurde geschlachtet“, schreibt der Autor. Nachdem die weißen Herren jahrhundertelang die Völker in den von ihnen eroberten Ländern, Kolonien genannt, ausgebeutet, erniedrigt und vielfach getötet hatten, „fielen die Herren der weißen, der westlichen Zivilisation nun mit gleicher Brutalität übereinander her – nicht ohne zynische Zwangsrekrutierung von Mitstreitern aus dem Reservoir eben jener unterworfenen Völker“.

„Die Kriegsherren des Westens dezimierten ganze Jahrgänge junger Franzosen, Engländer und Deutscher um ein geschätztes Drittel (was der Ausrottungsrate der Pest im Mittelalter entsprach). So setzten sie in vier langen Jahren, Widerholungstäter allesamt, die Überlebensfähigkeit ihrer Nationen aufs Spiel. Aber nicht nur das; sie wüteten ebenso gnadenlos gegen Tiere und Pflanzen, setzten Mensch und Natur mythischen Gewalten aus. … Auf jeden toten Soldaten kamen vier, fünf tote Pferde. … Sie starben qualvoll. Ich habe nie zuvor ein Pferd stöhnen gehört,

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Filmvorführung “Im inneren Kreis” Heute, 19.30 Uhr (Berlin)

Filmvorführung “Im inneren Kreis” Heute, 19.30 Uhr (Berlin)

23-10-18 01:28:00,

Verdeckte Ermittler, die eingeschleust in Zielgruppen jahrelang intime Beziehungen aufbauen und für die ausspionierten Personen zu Freunden und Lebenspartnern werden. Was einen an die Stasi erinnert, wurde 2014 für überwachte Menschen der linken Szene Hamburgs und in der „Roten Flora“ zur Realität.


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Unter dem Decknamen „Iris P.“ bewegte sich eine verdeckte Ermittlerin in den linken Kreisen Hamburgs, baute dort Freundschaften auf und flog schließlich auf. Wenig später wurden zwei weitere verdeckte Ermittlerinnen enttarnt. Wie fühlt dieser Verrat für die ausspionierten Einzelpersonen an? Welche Folgen hat diese Form der Überwachung für unsere Gesellschaft?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Dokumentarfilm „Im inneren Kreis“, in dem die Protagonisten persönlich und eindrucksvoll ihre Erfahrungen aus unterschiedlichen Perspektiven teilen. Nicht nur die Überwachten aus Hamburg und Heidelberg, auch die politischen und juristischen Fadenzieher werden in dem Film porträtiert. Der Film wird heute Abend um 19.30 Uhr von der Naturfreundejugend Berlin gezeigt. Die Filmemacher geben im Anschluss die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch.

  • Wann? 19.30 Uhr – 21.30 Uhr
  • Wo? Laden der Naturfreundejugend Berlin
  • Wo genau? Weichselstraße 13, 12045 Berlin

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Die Medienherrschaft

Die Medienherrschaft

23-10-18 12:24:00,

Da keine Spezifizierung erfolgte, wurden in dem Beitrag allgemein „alternative Medien“ im Internet ins Visier genommen. Ihr Ziel sei es „Geld zu verdienen“ oder „mit Falschinformationen politische Debatten zu beeinflussen, um gezielt Personen oder Staaten oder Institutionen zu schaden“, wie ein Kommunikationswissenschaftler und Experte der Stiftung „Neue Verantwortung“, mit Sitz in Berlin unterstellt. Beispiele wurden nicht genannt, die diese Thesen belegten.

Betrachtet man diese angeblich „unabhängige Denkfabrik“, erhält ihre angebliche „Unabhängigkeit“ ein „Geschmäckle“. Dank der auf der Webseite offen gelegten Finanzierung ist zu erfahren, dass die 2008 gegründete Stiftung „Neue Verantwortung“ zu 70 Prozent von Stiftungen und öffentlichen Institutionen und zu 30 Prozent von Unternehmen finanziert wird. Zu den 70 Prozent tragen unter anderem das Auswärtige Amt mit 8 Prozent, die Bertelsmann Stiftung mit 4 Prozent, die Open Society Stiftung mit 7 Prozent und die Robert Bosch Stiftung mit 10 Prozent bei. Der größte Geldgeber in dieser Kategorie ist mit 19 Prozent der Omidyar Network Fund des eBay-Gründers Pierre Omidyar.

Der Billionär Omidyar verteilt sein Geld in alle Richtungen. 2014 gab er die Anschubfinanzierung für die alternative Informationsplattform „The Intercept“. Deren Gründer sind die drei exzellenten Journalisten und Filmemacher Glenn Greenwald, Laura Poitras und Jeremy Scahill. Greenwald und Poitras erhielten für ihre Dokumentation „Citizenfour“ 2015 den Oscar. Der Film dokumentiert die Flucht und das Wissen von Edward Snowden, dem ehemaligen Mitarbeiter der National Security Agency (NSA). In ihrer kurzen Dankesrede bei der Preisverleihung sagte Laura Poitras:

„Was Edward Snowden öffentlich gemacht hat, ist nicht nur eine Bedrohung für unsere Privatsphäre, sondern für unsere Demokratie. Wenn die wichtigsten Entscheidungen, die uns betreffen, im Geheimen getroffen werden, verlieren wir unsere Möglichkeit, die Mächte zu überprüfen, die die Kontrolle ausüben.“

Jeremy Scahill war als Reporter für „Democracy Now“ in Belgrad während des Jugoslawienkrieges. Er war in Bagdad vor und während des Angriffs der US-Koalition 2003. Scahill sorgte mit seiner Jahre langen Recherche für die Verurteilung von Angestellten der privaten Sicherheitsfirma Blackwater, die im Irak Dutzende Zivilisten getötet hatten. Und er legte die mörderische Linie des Weißen Hauses unter Barack Obama offen, der gezielte Tötungen mit Drohnen zum Bestandteil US-amerikanischer Militäroffensiven machte (2). Zu seinem Film „Schmutzige Kriege“, der auf dem Buch mit dem gleichnamigen Titel basiert,

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Das 9/11-Märchen

Das 9/11-Märchen

23-10-18 12:23:00,

Im Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg gegen Mounir El Motassadeq im Jahr 2005 werden seine Freunde, Mohamed Atta, Marwan Alshehhi und Ziad Jarrah — mutmaßliche Todespiloten des 11. September 2001 — als strenggläubige Muslime bezeichnet. Diese Bezeichnung läuft wie ein roter Faden durch das ganze Urteil. Im Urteil insgesamt sechzehn Mal behauptet, dass Atta und seine Freunde hofften, als Märtyrer zu sterben, um ins Paradies zu gelangen.

Das Gericht ging davon aus, dass Atta, Alshehhi und Jarrah derart von ihrem Glauben überzeugt waren und gerade wegen dieses Glaubens Angriffe gegen Juden und Amerikaner verüben wollten. Sie würden also religiösen Pflichten gehorchen und während eines solchen Angriffs als Märtyrer sterben, denen das Paradies zusteht.

Auch die 9/11 Untersuchungskommission der US-Regierung ging davon aus, dass 19 mutmaßliche Terroristen die Anschläge des 11. September aus fanatisch-religiöser Überzeugung begangen hätten. Der Abschlussbericht der Kommission enthält das Wort Islam und dessen Varianten wie Islamisten, Islamismus, Muslime mehrere hundert Mal. Der Name Atta kommt nicht weniger als 293 Mal in diesem Abschlussbericht vor. Doch bezüglich der religiösen Überzeugungen von Mohamed Atta, Marwan Alshehhi und Ziad Jarrah steht erstaunlicherweise nur ein einziger allgemeiner Satz im Bericht:

„Aus Folge des Einflusses von Zammar oder durch andere Anregungen entschlossen sich Atta, Binalshibh, Shehhi und Jarrah ihre extremistischen Überzeugungen in die Tat umzusetzen. Gegen Ende des Jahres 1999 waren sie bereit, ihr Studentenleben in Deutschland zugunsten des gewalttätigen Jihad aufzugeben. Diese letzte Phase ihrer Entwicklung in Richtung eines umfassenden islamistischen Extremismus blieb von ihrer Umgebung nicht gänzlich unbemerkt.“

Dass Atta, Alshehhi und Jarrah in den USA wie Amerikaner gekleidet waren, ihren Bart abrasiert und Moscheen gemieden hatten — wie mehrmals berichtet — könnte man zwar als Tarnung auslegen. Aber wie steht es mit ihrem angeblichen Drang, sich abends in Bars aufzuhalten, Alkohol zu trinken und sich mit Prostituierten herumzutreiben? So ein Verhalten ist keine Voraussetzung dafür, in der amerikanischen Gesellschaft Fuß zu fassen. Und welchen Reiz sollte Las Vegas, die Stadt der Sünde, auf fanatische Muslime ausüben, wo sie einige Mal hinreisten?

Dass die Kommission dieses un-islamische Verhalten nicht in ihrem Schlussbericht erwähnt, könnte darauf hindeuten, dass solche Informationen die öffentliche Legende über fanatische Islamisten erschüttert hätten. Diese Informationen wurden auch nicht im Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg gegen Mounir El Motassadeq erwähnt, obwohl sie zur Entlastung des Beschuldigten hätten angeführt werden sollen.

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Rechts vor Links – wohin treibt die Republik? – www.NachDenkSeiten.de

Rechts vor Links – wohin treibt die Republik? – www.NachDenkSeiten.de

23-10-18 09:53:00,

23. Oktober 2018 um 10:30 Uhr | Verantwortlich:

Rechts vor Links – wohin treibt die Republik?

Veröffentlicht in: Aufbau Gegenöffentlichkeit, Rechte Gefahr, Strategien der Meinungsmache, Veranstaltungshinweise / Veranstaltungen

Am 11. Oktober diskutierten Christoph Butterwegge, Rainer Mausfeld, Peter Zudeick und Jens Berger auf dem Buchmessenfest der taz und des Westend Verlags über die politische Entwicklung in diesem Lande. Seit gestern ist auch das Video der Veranstaltung online.

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Universität Delft: Quantentechnik für ein sicheres Internet

Universität Delft: Quantentechnik für ein sicheres Internet

23-10-18 09:29:00,

Vergleich der Rechenkraft eines herkömmlichen und eines Quantencomputers. (Foto: IBM Research)

Vergleich der Rechenkraft eines herkömmlichen und eines Quantencomputers. (Foto: IBM Research)

Forscher der Technischen Universität Delft in den Niederlanden wollen mit Hilfe von Quantencomputern ein sicheres Internet schaffen. Dadurch, dass die Informationen beim Quanten-Internet in Form von sogenannten Qubits – das Pendant zu Bits bei klassischen Computern – weitergegeben werden, sind sie vor unerlaubten Zugriffen absolut sicher. Das aus rund 30 Wissenschaftlern – in erster Linie Computer-Spezialisten und Physikern – bestehende Team glaubt, dass bereits in fünf Jahren die ersten Erkenntnisse vorliegen, die zur Schaffung des Quanten-Internets notwendig sind.

Um Quantencomputer gibt es derzeit einen regelrechten Hype, vor allem in den USA. Im Weißen Haus fand im September ein Quantum-Gipfel statt, an dem hochrangige Regierungsmitglieder – unter anderem des Pentagons –  sowie Vertreter der Industrie teilnahmen. Derzeit berät der Kongress über eine Fördersumme in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar, mit der die Quantentechnik innerhalb der nächsten zehn Jahre gefördert werden soll.

Auch die Privatwirtschaft beschäftigt sich eingehend mit Quantentechnik. Der CEO von Microsoft, Satya Nadella, bezeichnet sie als eine der drei wichtigen Technologien, die die Zukunft seines Unternehmens bestimmen werden (die beiden anderen sind Künstliche Intelligenz sowie Gemischte Realität). IBM hat ein Projekt unter dem Motto „The future is quantum“ gestartet. Und Google und die NASA haben sich zusammengetan, um zu erforschen, inwiefern Quantencomputer bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen von Nutzen sein können.

Weitere Meldungen aus dem Tech-Report der DWN finden Sie hier.

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Forscher entdecken zum ersten Mal Mikroplastik im Menschen

Forscher entdecken zum ersten Mal Mikroplastik im Menschen

23-10-18 07:21:00,

Forscher entdecken zum ersten Mal Mikroplastik im Menschen (Symbolbild)

Österreichische Forscher haben nach eigenen Angaben erstmals Mikroplastik in Stuhlproben von Menschen nachgewiesen. Wie die Medizinische Universität Wien und das österreichische Umweltbundesamt am Dienstag mitteilten, wurden die Kunststoffpartikel in den Proben von allen acht Teilnehmern einer Pilotstudie gefunden.

Die Probanden im Alter zwischen 33 und 65 Jahren, die auf verschiedenen Kontinenten leben, führten demnach eine Woche lang ein Ernährungstagebuch und gaben anschließend die Probe ab. Alle Teilnehmer nahmen in dieser Zeit in Plastik verpackte Lebensmittel oder Getränke aus PET-Flaschen zu sich. Die Mehrzahl von ihnen aß auch Fisch oder Meeresfrüchte, niemand ernährte sich ausschließlich vegetarisch.

“In unserem Labor konnten wir neun verschiedene Kunststoffarten in der Größe von 50 bis 500 Mikrometer nachweisen”, erklärte Bettina Liebmann, Expertin für Mikroplastik-Analysen im Umweltbundesamt. Am häufigsten fanden sich Polypropylen (PP) und Polyethylenterephthalat (PET) in den Proben. Ein Zusammenhang zwischen dem Ernährungsverhalten und einer Belastung mit Mikroplastik konnten die Wissenschaftler aufgrund der kleinen Probandengruppe nicht herstellen. (dpa)

Mehr zum Thema – Müll ist überall: Greenpeace findet Mikroplastik und Kunststoffe in der Antarktis

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Eliten-Forscher: Eine kleine Gruppe bringt die Demokratie in Gefahr

Eliten-Forscher: Eine kleine Gruppe bringt die Demokratie in Gefahr

22-10-18 06:31:00,

Sie sitzen in den obersten Etagen der Wirtschaft und sind eng mit Regierung und Medien verzahnt. Rund 4.000 Menschen in Deutschland und 1.000 in Österreich zählt der Soziologe Michael Hartmann zur „Elite“. Sie selbst stammen aus großbürgerlichen Familien und haben es wieder in Top-Positionen geschafft. Und jedes Jahr trennt sie noch mehr vom Rest der Gesellschaft: Die soziale Ungleichheit nimmt zu und bleibt für die Elite eine abstrakte Diskussion – denn sie wissen nicht, wie normale Menschen leben und kennen niemanden, der von existenziellen Sorgen geplagt ist. Trotz ihrer Abgehobenheit treffen sie Entscheidungen, die uns alle betreffen, wie uns Hartmann im Interview erklärt. 

Kontrast:  Elite ist ein häufig verwendeter Begriff, was bedeutet Elite für Sie? 

Hartmann: Die Elite ist sehr klein. In Deutschland spricht man immer ungefähr von 4.000 Personen, in Österreich wahrscheinlich von nur 1.000. Das obere Bürgertum ist das Rekrutierungsfeld der Eliten. Das Merkmal der Eliten ist, dass sie durch ihr Amt oder ihr Eigentum gesellschaftliche Entwicklungen maßgeblich beeinflussen können. Zum Bürgertum gehört etwa auch ein gutverdienender Arzt, aber der hat nicht unbedingt gesellschaftlichen Einfluss. Dafür muss man schon in hohen politischen Ämtern, Justiz- oder Verwaltungspositionen oder eben in hohen Positionen in der Wirtschaft sitzen.

Kontrast:  Wer gehört konkret zur Elite? 

Hartmann: In der Wirtschaft die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte, in den Medien die Chefredakteure und Herausgeber. In der Politik sind das Regierungsmitglieder, Landespolitiker, hohe Verwaltungsbeamte wie Staatssekretäre oder Abteilungsleiter in Ministerien. In der Justiz sind es im Wesentlichen die Bundesrichter und Verfassungsrichter. Grob gesagt 40% aus der Wirtschaft, 40% im Staat und dann noch ein kleiner buntgemischter Rest.

Die Elite begreift nicht, wie normale Menschen leben

Kontrast:  Sie widmen sich dem Thema Eliten seit den 1970er Jahren – sind die heutigen Eliten abgehobener als früher? 

Hartmann: Die Wirtschaftselite war immer sehr exklusiv. Vier von fünf stammen aus den oberen 4% der Bevölkerung. In der politischen Elite war das lange nicht der Fall. Da stammten bis in die 90er Jahre zu gut zwei Drittel aus der breiten Bevölkerung. Das hat sich im letzten Jahrzehnt umgekehrt.

Das heißt: Es stammen auf einmal auch zwei Drittel der politischen Elite aus dem Großbürgertum. Die Verbindungen zwischen der Polit- und Wirtschaftselite sind viel enger geworden. Ob sie es wollen oder nicht, aber es wird für die Elite dadurch zunehmend schwerer zu begreifen,

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Idlib: Weltfremde Dschihadisten suchen einen Ausweg

Idlib: Weltfremde Dschihadisten suchen einen Ausweg

22-10-18 05:55:00,

Mitglieder der Miliz Hai’at Tahrir al-Sham (HTS) in Hama. Foto (2017): Qasioun News Agency / CC BY 3.0

Die Frist für den Abzug aus Idlib ist für Hay’at Tahrir asch-Scham abgelaufen. Russlands Führung zeigt Geduld

Die Türkei hat im syrischen Idlib die gleiche Aufgabenstellung wie zuvor die USA in Aleppo: Sie soll die Dschihadisten – hauptsächlich der Miliz Ha’at Tahrir asch-Scham, früher al-Nusra-Front, sowie der Milizen Hurras al-Din, der Islamischen Turkistan Partei, Ansar al-Islam u.a., von den übrigen Milizen trennen.

Im russisch-türkischen Abkommen von Sotchi Ende September wurde ein Ultimatum für den Abzug der “Terroristen und Radikalen” festgelegt, es war der 15.Oktober. Seither hat sich allerdings – zumindest vordergründig – nichts Entscheidendes getan. Es wurden zwar, wie etwa al-Monitor berichtet etwa 1.000 Kämpfer abgezogen, aber das ist nur ein sehr kleiner Teil der Dschihadisten, deren Stärke die Publikation mit etwa 15.000 Mann angibt (es gibt andere, höhere Schätzungen).

Trotzdem verhält sich der Partner des Abkommens ruhig. Sagte der russische Außenminister Lawrow kürzlich noch, dass ein oder zwei Tage Verzögerung keine Rolle spielen würden, so bekräftigte Präsident Putin, nachdem die ein, zwei Tage vergangen waren, am Freitag die geduldige Haltung. Am Rande einer Konferenz bedankte er sich bei der Türkei. Man sehe, dass die Partner arbeiten, um die Vereinbarung zu erfüllen.

Die demilitarisierte Zone werde aufgebaut. Zwar seien nicht alle schwere Waffen abgezogen worden – der Stichtag hierfür war der 10. Oktober und manche Milizen haben ihr schweres Gerät nur versteckt, aber nicht wirklich abgezogen – und es hätten auch nicht alle Kämpfer das Territorium verlassen, aber die türkischen Partner würden alles tun, um ihren Verpflichtungen nachzukommen.

Ein Treffen in Istanbul mit Deutschland und Frankreich

Gut möglich, dass anderes im Vordergrund steht. Für den 27. Oktober ist ein Treffen in Istanbul angesetzt, an dem Vertreter Russlands, der Türkei, Deutschlands und Frankreichs teilnehmen sollen. Es geht laut Bloomberg um den Waffenstillstand in Idlib, den politischen Prozess und die Finanzierung des Wiederaufbaus Syriens. Bekanntlich drängt Russland darauf, dass sich die EU-Länder finanziell beteiligen.

Dabei spielt das Szenario eine wichtige Rolle, dass eine Offensive der syrischen Armee und ihrer Verbündeten in der Region Idlib, wo nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 1,5 Millionen und drei Millionen Menschen leben sollen,

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EU vergibt neues Mobilfunk-Netz für vernetzte Autos

EU vergibt neues Mobilfunk-Netz für vernetzte Autos

22-10-18 12:03:00,

5G. (Foto: dpa)

Die Europäische Kommission hat sich gegen 5G und für WIFI entschieden. (Foto: dpa)

Die Europäische Kommission hat sich entschlossen, WIFI den Vorzug gegenüber dem 5G-Netz zu geben. Das meldet „Channel NewsAsia“.

Im November will die Kommission erste Gesetzesvorschläge vorlegen, die den Gebrauch von WIFI bei vernetzten Autos regeln. Die Vorschläge werden anschließend dem EU-Parlament und den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten zur Prüfung vorgelegt. Anfang 2019 sollen sie zur Ratifizierung ans Parlament gehen.

Die Entscheidung war nicht zu einem so frühen Zeitpunkt erwartet worden. Sie geht nicht zuletzt auf wirtschaftlichen Überlegungen zurück. Die EU-Regierung will einheitliche Regeln für vernetzte Autos schaffen, damit Autokäufer und Auto-Versicherungen eine verlässliche Grundlage für ihre Kaufentscheidung beziehungsweise für die Abfassung von Policen haben.

Die Entscheidung der Kommission bedeutet einen Sieg für VW, Renault und eine Reihe von Stakeholdern aus dem Technologie-Bereich, beispielsweise dem niederländischen System-Anbieter NXP. Sie hatten sich für WIFI ausgesprochen. Daimler und Ford sowie die Deutsche Telekom, Huwaei, Samsung, Intel und einige weitere Unternehmen hatten sich für das 5G-Netz starkgemacht. Es verfügt über mehr Anwendungsmöglichkeiten in Bereichen wie Unterhaltung, Verkehrsdaten und Navigation. WIFI dagegen ist dagegen besser für Situationen geeignet, in denen vorausfahrende Objekte erkannt und Unfälle vermieden  werden sollen.

Die Entscheidung der EU könnte zu zukünftigen Konflikten mit China und den USA führen, die beide das 5G-Netz favorisieren.

Weitere Meldungen aus dem Tech-Report der DWN finden Sie hier.

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Fukushima: AKW-Abbau als Jobmaschine

Fukushima: AKW-Abbau als Jobmaschine

22-10-18 09:23:00,

Fukushima 2 bzw. Fukushima Daini. Bild: Tepco

Auch Fukushima 2 soll nun abgebaut werden, ein Prozess, der Jahrzehnte dauern wird und verloren gegangene Arbeitsplätze ersetzt. In Fukushima 1 gibt es weiter Probleme

Weiterhin ist nicht klar, was im havarierten AKW Fukushima 1 mit den fast 900.000 Tonnen an kontaminiertem Grund- und Kühlwasser geschehen soll, die in Tanks auf dem Gelände gesammelt sind. Betreiber TEPCO würde das Wasser am liebsten im Meer entsorgen. Kürzlich aber stellte sich heraus, dass es neben Tritium auch Jod 129 mit einer Halbwertszeit von über 15 Millionen Jahren sowie mit Ruthenium 106 und Technetium belastet ist. Überdies hat Tepco trotz des Filterns weiterhin Cäsium und Strontium im Wasser gefunden, was erst im September bekannt gegeben wurde.

80 Prozent sind so stark kontaminiert, dass sie erst noch einmal gefiltert werden müssten, um ins Meer abgelassen zu werden. 160.000 Tonnen überschreiten die Grenzwerte für ein Ablassen in die Umwelt um das 10 bis 100-Fache, 65.000 Tonnen gleich um das 20.000-Fache, musste Tepco kürzlich einräumen. Ob man zuvor falsche Angaben gemacht oder nur nicht richtig gemessen hat, ist nicht klar. Bis vor kurzem hatte Tepco argumentiert, das Wasser sei nur noch mit Tritium belastet, das für die Umwelt unbedenklich sei.

Foto vom Inneren des Sicherheitsbehälters des Reaktors 2, in dem sich eine Kernschmelze ereignete, von Fukushima 1. Bild: Tepco

Wie vor allem das Material aus den drei Reaktoren, in denen sich eine Kernschmelze ereignet, entfernt werden soll, ist ebenso unklar wie die Endlagerung des übrigen Materials. Bis 2020 könnten insgesamt 1,4 Millionen Tonnen belastetes Wasser auf dem AKW-Gelände gelagert werden, dann wäre endgültig Schluss und es muss ein Ausweg gefunden werden. Und weil das AKW mit den Reaktorgebäuden, den Tanks und den 1500 Brennstäben in Kühlbecken weiterhin durch Tsunami gefährdet ist, soll nun eine weitere Schutzmauer errichtet werden.

Noch für lange Zeit ist so gesichert, dass für den Schutz und den Abbau des AKW eine große Anzahl von Arbeitsplätzen vorhanden sein wird. Das ließ Fukushima 1 ein wichtiger Arbeitgeber in den beiden nahegelegenen Städten Okuma und Futaba und in der Region bleiben, was das AKW auch schon vor der Katastrophe war. Und weil das so ist,

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Für eine bessere, gesündere Zukunft! | KenFM.de

Für eine bessere, gesündere Zukunft! | KenFM.de

21-10-18 08:19:00,

Von Thorsten Schwemmler.

In der heutigen Zeit ist unsere Umgebung versetzt mit belastenden Umweltfaktoren: Abgase, saurer Regen, Lärmbelastung und Lichtverschmutzung, um nur einige zu nennen. Unser Zuhause sollte daher ein Rückzugsort sein, in dem wir uns von den Strapazen des Alltags erholen können – aber das ist nicht so einfach: Lösungsmittel, Pestizide und Weichmacher stecken in unseren eigenen vier Wänden.

Holz100 aus Mondholz verzichtet auf Leim und Lösungsmittel, indem es mit Dübeln aus Buchenholz verbunden wird. Ganz ohne Chemie. Das Holz wird nachhaltig in zertifizierter Forstwirtschaft produziert, geschlagen, verarbeitet und nach Ihren Vorstellungen zu Ihrem neuen Zuhause geformt. Sie können ab sofort Allergien und Schlafproblemen den Kampf ansagen, und das nachhaltig und ökologisch. Im Gegensatz zu Ziegeln, Stahlbeton und Zement ist die Herstellung von Holzwänden und -böden deutlich weniger energieintensiv, erzeugt beim Bau oder Abriss keinen Bausondermüll und bleibt, was der Rohstoff in seinem Ursprung war: sauberes Holz.

Das Team von Mondholzbau Berlin-Brandenburg steht für die Planung, Aufstellung und den Innenausbau der gesündesten Häuser der Welt. Wir, Thorsten Schwemmler, Martin Hoffmann und Thomas Rüdiger, gründeten „Mondholzbau“ im Jahr 2018. Zusammen möchten wir Mondholz mit dem Baustoff Holz100 in Berlin und Brandenburg als ökologisch einwandfreie und innovative Lösung etablieren, die ein völlig neues Bauen ermöglicht – nachhaltig, gesund, energieeffizient.

Erwin Thoma, geistreicher Visionär, genialer Erfinder und erfolgreicher Unternehmer spricht am 08.11.2018 im Humboldt Saal der Urania in Berlin zum Thema des ökologischen Bauens.

Mehr erfahren Sie unter: www.thoma-in-berlin.de.

Urania – neues Wissen erleben
An der Urania 17
10787 Berlin

Tickets hier: 12,50 € (ermäßigt: 10,00 €)
Reservierung unter 030 – 218 909 1 oder online: www.uraniaberlin.reservix.de

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ZUR SACHE: China – Greift der Drache nach der Pole-Position? | KenFM.de

ZUR SACHE: China – Greift der Drache nach der Pole-Position? | KenFM.de

21-10-18 08:17:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

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Heute präsentieren wir die Premiere unseres neuen Formats „ZUR SACHE“.

Bei diesem Format geht es im wahrsten Sinne des Wortes ans Eingemachte. Gäste mit unterschiedlichsten persönlichen Hintergründen stellen sich der Debatte zu brandaktuellen politischen Themen – eine packende Darbietung „lebendiger Demokratie“.

Es existieren geo- wie gesellschaftspolitische Ereignisse, die in den klassischen Medien wenig bis keinerlei Erwähnung erfahren.

Ob bewusst so gehandelt wird, oder ob es vermeintlich keinerlei Interesse für entsprechende Themen gibt, obliegt der Einschätzung des Betrachters.

KenFM möchte mit diesem Format diese Lücke schließen und in regelmäßigen Abständen die vom Mainstream vernachlässigten Themen den interessierten Zuschauern zukommen lassen.

Das Thema der ersten Sendung lautet: China – Greift der Drache nach der Pole-Position?

China, das unbekannte Riesenreich mit 1,4 Milliarden Bewohnern. Jeder fünfte Mensch auf diesem Planeten ist ein Chinese.

Allein durch diese Tatsache stellen sich Fragen:

Was bedeutet das Projekt „One Belt, One Road“? Warum baut China in Thüringen eine Batteriefabrik? Wie ist das momentane Verhältnis von Russland zu China? Was sind die Folgen für Europa, bei einem Handelskrieg zwischen den USA und China? China: eine Konfliktregion oder die kommende Wirtschaftssupermacht?

Als Diskussionsteilnehmer waren im Studio:

  • Ernst Wolff: Journalist und Finanzexperte
  • Florian Kirner: Historiker und Politischer Aktivist
  • Claudio Grass: Unternehmer und Publizist

Inhaltsübersicht:

00:01:21 Die Historie Chinas und seiner Verbindungen mit dem Westen

00:15:37 Alte und neue Bindungen zwischen Währungen und Erdöl

00:26:52 Die russisch-chinesischen Beziehungen

00:41:03 Die Brennpunkte Nordkorea und Iran bei der Verschiebung globaler Machtansprüche

01:09:47 Chancen und Risiken der aktuellen Situation

Buchempfehlungen aus der Sendung:

Carroll Quigley: Tragödie und Hoffnung

Zbigniew Brzezinski: Die einzige Weltmacht

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Die deutsche Öko-Lüge

Die deutsche Öko-Lüge

21-10-18 12:57:00,

“Grüner wird’s nicht” titelt der “Spiegel” nach der Bayern-Wahl. Doch: Es muss noch viel grüner werden, wenn die Alt-Parteien nicht endlich aufwachen. Doch CDU/CSU, SPD und FDP wollen auch jetzt noch immer so weitermachen wie bisher und sich in ihrer Öko-Lüge einigeln. Ein Kommentar

Den Klimaschutzzielen folgen keine Taten. Das heißt: Den vielen und hehren Klimaschutzzielen folgen einfach keine entsprechenden Taten. Alles nur Lippen-Bekenntnisse. Das ist die deutsche Öko-Lüge. Trump ist wenigstens ehrlich – während die Groko in Berlin heuchelt. 40% CO2 wollte Berlin bis 2020 gegenüber 1990 weniger emittieren, vielleicht werden es gerade mal 32%. Vielleicht! Die Groko hat uns eine gescheiterte Klimapolitik beschert.

Ist die politische Zukunft grün?

Wenn die Demokratie noch funktionieren soll, dann haben schwarz, rot und gelb rasch ausgedient, dann ist grün die Farbe der politischen Zukunft, denn dann sind die Grünen die einzige Partei, die noch hoffen lässt. Nach neuesten Spiegel-Umfragen können sich bereits 47% der Deutschen vorstellen, in Zukunft die Grünen zu wählen. Da müssen die alten Parteien aber sehr viel verschlafen haben. Haben sie auch!

Die große Mehrheit der Deutschen will mehr Umweltpolitik. Gar 93% plädieren für eine rasche Energiewende. Doch die Groko in Berlin hat den Anschluss an eine moderne Klimaschutzpolitik schon lange verloren. Irland, Spanien, Frankreich und die Niederlande wollen eine CO2-Steuer, doch Deutschland bremst in der EU noch immer. Nur die Grünen setzen sich für eine CO2-Bepreisung ein, weil nur so die alte fossile Energiepolitik überwunden werden kann und die deutschen Klimaziele noch zu erreichen wären. Steuer kommt von steuern. Doch genau davor hat die Groko Angst und verspielt ihre eigene Zukunft.

Aus dem früheren deutschen Klimaweltmeister Deutschland wurde so eine Klimaschlafmütze. In der EU gehören wir zu den Bremsern in der Verkehrs-, Klima-, Energie-, Landwirtschafts- und Baupolitik. Deshalb sind nach Winfried Kretschmann künftig weitere grüne deutsche Ministerpräsidenten oder sogar auch grüne Kanzler oder eine grüne Kanzlerin denkbar. Statt der alten grünen Protestpartei die Wandlung zur neuen grünen Mitte, eine grüne Volkspartei. Je verschnarchter, kohleversessener und umweltvergessener die alten Parteien, desto attraktiver die Grünen. 55% der Befragten ordnen die Grünen bereits der politischen Mitte zu.

Das ist kein Zufall, denn personell wie programmatisch sind die Grünen einfach agiler, frischer und glaubwürdiger als die alte Konkurrenz, eben auf der Höhe der Zeit.

Ihr Kernthema,

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„Die Bevölkerung von Gaza hat genug von der israelischen Besatzung, genug von Fatah und genug von Hamas.“ – Ein weiterer Bericht aus Palästina. – www.NachDenkSeiten.de

„Die Bevölkerung von Gaza hat genug von der israelischen Besatzung, genug von Fatah und genug von Hamas.“ – Ein weiterer Bericht aus Palästina. – www.NachDenkSeiten.de

21-10-18 12:50:00,

21. Oktober 2018 um 11:45 Uhr | Verantwortlich:

„Die Bevölkerung von Gaza hat genug von der israelischen Besatzung, genug von Fatah und genug von Hamas.“ – Ein weiterer Bericht aus Palästina.

Veröffentlicht in: Das kritische Tagebuch

Die NachDenkSeiten haben schon zweimal die Berichte von Abed Schokry aus dem Gazastreifen wiedergegeben. Hier ist der dritte Bericht. Es sind bedrückende Berichte. Diesmal schildert der früher in Deutschland lebende Ingenieur Schokry die hoffnungslose Lage der vielen von gezielten Schüssen israelischer Soldaten verletzten Menschen und den Verlust seines Vertrauens in die Führung Palästinas. Insgesamt die Bestätigung des Eindrucks: eine hoffnungslose Situation. Und all jene, die immer von Menschenrechten reden, kümmern sich nicht drum. Hier noch die Links auf die früheren Berichte: „Ich fürchte, man wird uns vernichten und die Welt schaut zu.“ und Brief aus Gaza: „Wie an der Berliner Mauer: Schießbefehl gegen uns Bewohner”.

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Die große Entzauberung

Die große Entzauberung

21-10-18 09:35:00,

von Norman Birnbaum

Unsere gespaltene Elite kam jüngst in Washington zusammen, um den verstorbenen republikanischen Senator John McCain zu würdigen. Bei dieser Gedenkveranstaltung bekundete sie lagerübergreifend ihre Besorgnis über den Zustand unserer Demokratie. Besser spät als nie, möchte man ihr zurufen: Denn diese Elite hat über Jahrzehnte einem zunehmend absurden moralischen Imperialismus gefrönt. Jetzt ist es tatsächlich an der Zeit, dass sie ihre Position überdenkt.

Das betrifft auch eine verbreitete Illusion: Hier und im Ausland belehrt man uns, Präsident Donald Trump würde die „liberale Weltordnung“ untergraben oder habe sie gar schon zerstört. Aber welche „liberale Weltordnung“ soll das sein? Als die Nato 1949 gegründet wurde, umfasste sie auch Portugal und die Türkei, die damals kaum als Musterdemokratien gelten durften. Spanien, diktatorisch regiert von General Franco, wurde wenig später de facto ebenfalls ein Mitglied, als es 1959 eine militärische Allianz mit den USA einging. Großbritannien focht in den frühen 1950er Jahren einen bitteren Krieg im aussichtslosen Versuch, seine Kolonie in Kenia zu halten. Und Frankreich verteidigte vergeblich seinen Griff um Indochina und später Algerien. Die USA ihrerseits konzentrierten sich damals nicht eben auf den Export der Demokratie, da sie viel zu sehr damit beschäftigt waren, weltweit gefügige diktatorische Regime zu installieren.

Zweifellos boten die Institutionen der westlichen Länder seinerzeit im Inland Freiheiten, die im sowjetischen Block unvorstellbar waren, aber dieser Vergleich ist billig. Schauen wir uns nur die jüngste Vergangenheit an: Zu dieser Weltordnung gehören heute auch die saudi-arabische Ölmonarchie und China, die unentbehrliche Macht, – und keines dieser Regime ist vom Gedankengut liberaler Vordenker wie John Stuart Mill oder John Dewey geprägt.

In einigen osteuropäischen Mitgliedstaaten der EU wiederum ist die Demokratie jüngst massiv unter Beschuss geraten. Aber auch dies ging dem Aufstieg Trumps voraus. Das wirft die große Frage auf, ob die Ökonomien der USA und Europas optimale Bedingungen für die Entwicklung einer liberalen Kultur bieten. Darauf geben die Wähler der United Kingdom Independence Party, des französischen Rassemblement National und der deutschen AfD, aber auch all jene, die in unserem Land zu Trumps Kundgebungen kommen, ziemlich deprimierende Antworten. Donald Trump ist demnach nicht die Ursache für die Störung oder gar den Zerfall des Bestehenden, sondern dessen Konsequenz.

Die Illusionen der US-Elite

Denn unser Land befindet sich tatsächlich im Niedergang. Trumps Slogan, Amerika wieder groß machen zu wollen,

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Norweger wollen nicht gegen Nato protestieren – Aktivisten erklären warum

Norweger wollen nicht gegen Nato protestieren – Aktivisten erklären warum

20-10-18 06:43:00,

Politik

19:50 20.10.2018(aktualisiert 20:11 20.10.2018) Zum Kurzlink

Eine Woche vor dem Nato-Militärmanöver Trident Juncture, dem größten seit Jahren, kommt es in Norwegen zu Protesten gegen eine Militarisierung des Landes. Die Zahl der Demonstranten ist allerdings bescheiden. Die Aktivisten machen die „gleichgeschaltete“ Berichterstattung norwegischer Medien dafür verantwortlich.

Am Samstag haben sich mehrere Dutzend Menschen im Zentrum von Trondheim eingefunden, um gegen Wettrüsten und für atomare Abrüstung zu demonstrieren. Die Menge schwenkte rote Fahnen und sang Antikriegslieder.

©
Sputnik / Sergej Mamontow

Die Stadt liegt unweit vom Militärstützpunkt  Værnes, wo im vergangenen Jahr rund 330 US-Marineinfanteristen untergebracht waren.

Die Organisatoren räumen ein, dass sich Norweger und vor allem die jüngere Generation nur schwer für Proteste gewinnen lassen. Nach ihren Angaben sind zwischen 60 und 70 Prozent der Bürger für die Nato. Schuld daran sei die „ständige Kriegstreiberei“ in den heimischen Mainstream-Medien.

„Es ist gar nicht so einfach, an alternative Informationen zu kommen“, sagt Professor Arnulf Kolstad in einem Sputnik-Gespräch. „Es gibt sehr wenige Seiten im Internet, nur ein paar Zeitungen. Wir müssen ins Ausland gehen, um die Wahrheit zu lesen.“

Laut Kolstad, der seit Jahrzehnten mit der norwegischen Friedensbewegung zusammenarbeitet, ist Jens Stoltenberg ein weiterer Faktor, der die öffentliche Meinung in Norwegen zugunsten der Nato beeinflusst.

Der frühere norwegische Ministerpräsident ist seit 2014 Generalsekretär des westlichen Militärblocks — und immer noch für viele Norweger ein politisches Schwergewicht.

„Es war Stoltenberg, der gesagt hat, dass Putin seine Macht stärken wolle“, sagt Kolstad. Für viele Norweger sei das ein Argument für eine weitere Verstärkung der Nato.

Das Militärmanöver „Trident Juncture“ beginnt am 25. Oktober. Mit rund 50.000 Soldaten aus 30 Ländern soll das die größte Nato-Übung in der Nähe der russischen Grenze seit Jahren werden.

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Wut tut gut!

Wut tut gut!

20-10-18 01:27:00,

„Wenn wir dem Boden seine kostbaren Schätze entnehmen, provozieren wir eine Katastrophe

Kurz vor dem Tag der Reinigung wird es kreuz und quer über den Himmel gesponnene Spinnweben geben,

Eines Tages könnte eine Menge Asche vom Himmel fallen, die das Land zerstören und den Ozean zum kochen bringen wird.“

— Prophezeiungen der Hopi-Indianer

Manchmal tut es gut, sich in der Literatur zu bedienen, wenn die Seele auf Halbmast hängt. Dann kann es den Geist beflügeln, wieder einmal an der Blauen Blume der Romantik zu schnuppern. Eine kräftige Dröhnung Novalis kann Wunder wirken. Wie schrieb Freiherr von Hardenberg, 1772 bis 1801, zum Beispiel in „Die Lehrlinge zu Sais“?

„Wenn man echte Gedichte liest und hört, so fühlt man einen inneren Verstand der Natur sich bewegen, und schwebt, wie der himmlische Leib derselben, in ihr und über ihr zugleich.“

Stimmt. Aber dann fährt er folgendermaßen fort:

„Naturforscher haben die unermessliche Natur zu mannigfaltigen, kleinen gefälligen Naturen zersplittert und gebildet. Unter ihren Händen starb die freundliche Natur, und ließ nur tote, zuckende Reste zurück, dagegen sie vom Dichter, wie durch geistvollen Wein, noch mehr beseelt zum Himmel stieg, jeden Gast willkommen hieß und ihre Schätze frohen Muts verschwendete. Es ist schon viel gewonnen, wenn das Streben, die Natur vollständig zu begreifen, zur Sehnsucht sich veredelt, zur zarten, bescheidenen Sehnsucht, die sich das fremde Wesen gerne gefallen lässt, wenn es nur einst auf vertrauteren Umgang rechnen kann …“

Novalis schrieb diese Zeilen, als Europas Landschaft noch wie ein Paradies anmutete. Er schrieb sie in weiser Voraussicht, denn zu einem vertrauteren Umgang mit der Natur, wie ihn sich der Dichter wünschte, waren die nachfolgenden Generationen bis heute nicht fähig. Angenommen, man hätte den Freiherrn vor zweihundertsiebzehn Jahren tiefgefroren und erweckte ihn jetzt wieder zum Leben — wären wir überhaupt noch in der Lage, uns den Schrecken vorzustellen, der ihn befallen würde?

23 Jahre nach Novalis Tod schrieb Heinrich Heine seinen Bericht „Die Harzreise“. Heine war als Student von Göttingen durch den Harz über den Brocken bis nach Ilsenburg gewandert. Und zeigte sich zutiefst beeindruckt von der Schönheit der Natur. Wenn man diese Strecke heute noch einmal in Angriff nehmen würde, müsste man sich durch eine von Straßen zerfurchte,

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Istanbul testet innovatives Recycling-Modell

Istanbul testet innovatives Recycling-Modell

20-10-18 09:02:00,

infosperber, Recycling, Plastik, Türkei, Istanbul, Istanbul Metro,
©

pixabay

In Istanbul können Reisende ihre Fahrscheine für den ÖV mit der Abgabe von Wertstoffen bezahlen

Tobias Tscherrig / 20. Okt 2018 –

Istanbul setzt ein Recycling-Modell auf, das die Wiederverwertung von Plastik und Alu mit der Nutzung der U-Bahn kombiniert.

Die Türkei hat ein Umweltproblem: Nach Deutschland und Frankreich ist sie der drittgrösste Produzent von Haus- und Gewerbeabfällen in Europa, weist aber die schlechteste Recycling-Quote aus. Nun versucht sich das Land an einem innovativen Modell: In der bevölkerungsreichsten Stadt der Türkei wird seit kurzem eine Idee von «Metro Istanbul» umgesetzt. Eine Idee, die Vorbildcharakter für andere Länder haben könnte.

Um die Wiederverwertung von Plastikflaschen und Aludosen zu fördern und die Einwohner gleichzeitig zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zu bringen, hat die Stadt kürzlich in einer Testphase mehrere Automaten in den U-Bahn-Stationen aufgestellt. Hier können die Passagiere ihre Plastikflaschen und Aludosen einwerfen und damit ihre Fahrscheine bezahlen.

Pilotphase angelaufen

Zurzeit stehen in den U-Bahn-Stationen 25 derartige Automaten, bis Ende Jahr soll ihre Zahl auf 100 anwachsen. Wenn ein Reisender eine leere Kunststoffflasche in die Maschine einführt, tastet der Sensor des Geräts die Flasche ab, um ihre Grösse zu bestimmen. Eine 0,33-Liter-Flasche entspricht dem Wert von zwei Kurus, für eine 0,5-Liter-Flasche erhält der Fahrgast den Gegenwert von drei Kurus. Für eine 0,33-Liter-Aluminiumdose gibt es immerhin sieben Kurus. Sobald dem eingeworfenen Material ein Wert zugeteilt ist, zerkleinert und sortiert die Maschine das Plastik und das Alu.

Damit muss ein Reisender zum Beispiel 28 Plastikflaschen in die Maschine eingeben, wenn er ein kostenloses Vollfahrt-Ticket von den Vororten von Istanbul bis zum Stadtzentrum lösen will. Die Reisenden müssen dazu aber nicht jedes Mal Berge von Plastikflaschen oder Aludosen zur U-Bahn-Station schleppen: Sie können sie sammeln und den Gegenwert des gesammelten Recycling-Materials auf ihrer U-Bahn-Karte gutschreiben lassen. Mit dieser Karte kann dann auch der Bus oder die Strassenbahn genutzt werden, auch der Zugang zu kostenpflichtigen öffentlichen Toiletten ist damit gewährleistet.

Um das Modell der Bevölkerung schmackhaft zu machen, setzt die Stadtverwaltung zudem auf ein Bonus-Modell: Die aktivsten Reisenden und Wiederverwerter sollen zusätzlich von kostenlosen Theaterkarten oder der kostenlosen Teilnahme an anderen Veranstaltungen profitieren.

«Die meisten Haushalte recyclen nicht automatisch,

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Die Krise des Systems

Die Krise des Systems

20-10-18 09:00:00,

Der Neoliberalismus stirbt
von Jonathan Cook

In meinem neuesten Essay habe ich behauptet, dass die Macht in unseren Gesellschaften auf Struktur, Ideologie und Narrativen beruht –

die das stützen, was wir grob unsere gegenwärtige „neoliberale Ordnung“ nennen, – und nicht auf Individuen. Beachtenswert ist, dass unsere politischen und medialen Klassen, die natürlich tief in diese neoliberale Struktur eingebettet sind, genau das Gegenteil zu verbreiten versuchen: dass Individuen oder ähnlich denkende Gruppen Macht hätten, dass sie – zumindest theoretisch – für den Gebrauch und den Missbrauch dieser Macht zur Verantwortung gezogen werden müssten und dass eine bedeutende Veränderung dadurch herbeigeführt werden könne, dass diese Individuen ausgetauscht werden – und nicht dadurch, dass man grundlegend die Machtstruktur verändert, innerhalb derer sie wirken.

Unsere politischen und medialen Debatten werden also darauf reduziert, wer für Probleme in der Wirtschaft, im Gesundheits- und Bildungssektor oder in der Kriegsführung verantwortlich gemacht werden sollte. Es findet keine Auseinandersetzung darüber statt, ob fehlerhafte Politik in der flüchtigen Verantwortung von Individuen oder politischen Parteien liegt oder ob sie nicht vielleicht Symptom einer gegenwärtigen neoliberalen Malaise ist – Manifestation einer Ideologie, die natürlich bestimmte Ziele wie beispielsweise das Streben nach größtmöglichen Profiten und endlosem wirtschaftlichen Wachstum verfolgt und die anderen Überlegungen gegenüber taub ist, wie zum Beispiel dem Schaden, den sie unserem Leben oder unserem Planeten zufügt.

Dass man sich auf Individuen konzentriert, hat einen bestimmten Grund. Damit wird sichergestellt, dass die Struktur und die ideologischen Grundlagen unserer Gesellschaften für uns, die Öffentlichkeit, unsichtbar bleiben. Die neoliberale Ordnung wird nicht infrage gestellt – man geht, entgegen aller historischer Beweise, davon aus, dass sie permanent, unveränderlich und unanfechtbar ist.

Diese Irreführung wirkt so tief, dass sogar Versuche, über echte Macht zu sprechen, als verräterisch bezeichnet werden.

Das eben Gesagte und das noch Folgende mögen vielleicht andeuten, dass Macht wie eine Person ist, dass sie Absicht und Willen besitzt, dass sie vielleicht gerne täuscht oder mit Tricks arbeitet. Doch auch das entspricht nicht der Wahrheit.

Dass es mir schwerfällt, genau zu vermitteln, was ich meine, sowie mein Bedürfnis, Metaphern zu nutzen, zeigt die Begrenzungen der Sprache und den notwendigerweise engen ideologischen Horizont, den sie uns zur Verfügung stellt. Eine verständliche Sprache ist nicht dazu geschaffen, Strukturen oder Macht zu beschreiben.

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Israel darf und muss kritisiert werden – sagt Moshe Zuckermann

Israel darf und muss kritisiert werden – sagt Moshe Zuckermann

19-10-18 08:47:00,


Moshe Zuckermann: Der allgegenwärtige Antisemit © Westend

Christian Müller / 19. Okt 2018 –

Ein neues Buch zum Thema Antisemitismus klärt die Frage, ob Kritik an Israel, wie behauptet, die neue Form von Antisemitismus ist.

Das fach- und sachkundige Buch zur Frage, ob Kritik an Israel in jedem Fall eine neue – zu verurteilende – Form von Antisemitismus ist, oder eben nicht, und warum, war überfällig. Jetzt ist es erschienen. Der Autor, Moshe Zuckermann, ist für das Thema prädestiniert wie kaum ein anderer: Er ist der Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender, ist in Israel geboren, hat in Deutschland studiert (schreibt also selber in deutscher Sprache), war jahrelang Professor für deutsche Geschichte an der Universität Tel Aviv und kennt so Israel und Deutschland nicht nur als promovierter Wissenschaftler, sondern ebenso aus eigener langjähriger Lebenserfahrung.

Moshe Zuckermann spricht Klartext. Er kritisiert nicht nur, er verurteilt in harten Worten, was zumal in Deutschland zwischenzeitlich die Norm ist: dass «Israel» und «Zionismus» in höchst fahrlässiger Weise mit «den Juden» vermischt und – im Interesse Israels – de facto gleichgesetzt werden. Er kritisiert und verurteilt in harten Worten die neue Taktik der (vor allem deutschen) Antisemitismus-Jäger, Veranstaltungen, an denen es zu Kritik an Israel kommen kann, durch Kündigung der Veranstaltungsräume oder gar Auftrittsverbote zu verhindern – und er zählt konkret mehrere solche Machenschaften etwa im Jahr 2017 auf. Er kritisiert und verurteilt aufs schärfste die neue Methode, Israel-kritische Juden als Selbsthasser und sogar selber als Antisemiten hinzustellen. Viele Deutsche, sagt Zuckermann, glauben sich von der Schuld am Holocaust befreien zu können, indem sie sich jetzt mit Israel solidarisieren. Aber, so fragt Zuckermann:

    «Meint er (der sich mit Israel Solidarisierende, Red.) das säkulare (liberale oder sozialistische) Israel oder das religiöse (halachisch-orthodoxe beziehungsweise nationalreligiöse)? Das Israel einer aschkenasischen Hegemonie oder das eines in den letzten Jahrzehnten von orientalischen Juden in ganz andere Bahnen des Selbstverständnisses getriebene? Das ‹jüdische› Israel einer seit über siebzig Jahren systematisch betriebenen Diskriminierung und perpetuierten Unterprivilegierung eines Fünftels seiner Bevölkerung, der in Israel noch vor der Staatsgründung lebenden arabisch-palästinensischen Minderheit? Das Israel einer von Privatisierung und beschleunigt forciertem Sozialabbau gebeutelten Gesellschaft, die sich inzwischen durch eine sich immer bedrohlicher vertiefende sozial-ökonomische Kluft kennzeichnet?

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Der Schein-Sieg

Der Schein-Sieg

19-10-18 08:19:00,

Am Freitag, den 5. Oktober hat das Oberverwaltungsgericht Münster einen vorläufigen Rodungsstopp für den Hambacher Wald verhängt. Grund ist ein anhängiges Gerichtsverfahren. Dieses soll darüber entscheiden, ob der Wald unter Naturschutz gestellt wird. RWE solle zuvor keine vollendeten Tatsachen schaffen können, so die Argumente der Richter. Zudem bezweifelten sie den Nutzen des Konzerns für das Gemeinwohl.

Mit dieser Entscheidung wurde dem Machtgebaren des Konzerns und der Landesregierung zumindest vorerst ein Riegel der Vernunft vorgeschoben. In Zeiten des Klimawandels einen Wald für veraltete Technologien wie die Braunkohle zu roden, grenzt ohnehin an Wahnsinn. Hinzu kommt die Art und Weise, mit welcher der Wald in den letzten drei Wochen geräumt worden ist. Vollkommen überzogen wurden martialisch aufgerüstete Hundertschaften der Polizei auf wenige Aktivisten gehetzt. Angeleitet wurden sie dabei von RWE mithilfe ihrer Freunde in der korrupten Landesregierung.

Der Konzern argumentierte mit betrieblicher Notwendigkeit sowie der Energiesicherheit des Bundeslandes. Doch ein im Auftrag des BUND gefertigtes Gutachten entlarvt diese Argumentation als reinen Schwindel. Laut diesem kann der Tagebau nämlich noch auf Jahre betrieben werden, ohne dass der Wald gerodet werden müsste. Zudem exportiert Deutschland schon seit Jahren Strom ins Ausland. Von einer gefährdeten Energiesicherheit kann also kaum die Rede sein.

So ist das einzige Motiv der RWE die Demonstration von Macht und die Durchsetzung ihrer privaten Interessen durch eine von ihr korrumpierte Staatsgewalt. Auf diese Weise offenbart sich der ganze Wahnsinn eines Systems, das an überkommenen Strukturen festhält. Doch nicht zuletzt die massive Öffentlichkeit innerhalb der letzten Wochen hat das Gerichtsurteil möglich gemacht.

Auch für die Aktivisten war dieses ein Anlass, ihren Etappensieg zu feiern. So strömten am Samstag, den 6. Oktober bis zu 50.000 Menschen an und in den Wald, um für dessen Erhalt zu demonstrieren und den Rodungsstopp zu feiern. Hier zeigt sich auch, welche Massen dieses Thema mittlerweile mobilisiert. So viele Menschen können von der Staatsgewalt nicht länger ignoriert werden und sind damit vielleicht endlich der Anstoß für einen dringend notwendigen Wandel in der Klima- und Umweltpolitik.

Dass das Drama um den Hambacher Wald nun vorerst beendet ist, sollte uns jedoch nicht dazu verleiten, uns entspannt zurückzulehnen. Die Interessen der RWE haben sich um keinen Millimeter verschoben und das Gericht kann sich noch immer dagegen entscheiden, den Wald unter Naturschutz zu stellen. Daher müssen wir uns weiter für den Wald und für den Kohleausstieg einsetzen.

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Die Selbstvernichtung

Die Selbstvernichtung

19-10-18 08:18:00,

Als vor wenigen Monaten die Bayer AG endgültig den US-Konkurrenten Monsanto übernahm, da hätte man mit dem Blick auf bestimmte Prognosen der Welternährungsorganisation FAO zu dem Eindruck gelangen können, dass die Deutschen jetzt einmal die Amerikaner so richtig über den Tisch gezogen haben. Denn wenn das eintritt, was die Fachleute der internationalen Behörde voraussagen, dann wird der weltweite Bedarf an pflanzlichen Nahrungsmitteln und Futtermitteln bis zum Jahre 2050 um satte 50 Prozent ansteigen.

Dass die Steigung überproportional zu den Voraussagen des Bevölkerungswachstums verläuft, hängt mit einer zügigen Anpassung der Ernährungsgewohnheiten in fast ganz Asien sowie weiteren Regionen an den westlichen Lebensstil zusammen: weg etwa von den traditionell eher bescheidenen Reis-Gemüse-Gerichten mit ein wenig Soße und einem kleinen Stückchen Fisch und hin zu schweren Fleischgerichten, Milchprodukten, Schokoriegeln sowie allerlei Fastfood.

Monsanto besitzt wie kaum eine andere Firma Marktmacht und Knowhow rund um weite Teile der pflanzlichen Intensivlandwirtschaft. Und auf wichtigen Feldern der sogenannten „grünen Gentechnik“, also dem Verändern der Eigenschaften von „Nutzpflanzen“ durch direkte und gezielte Manipulation ihres Genoms, sind sie sogar Marktführer. Ein über mehrere Jahrzehnte gespanntes Vertriebsnetz zieht sich über alle Kontinente und hat so viele Abhängigkeiten in den lokalen Landwirtschaften bewirkt, dass sie von Konkurrenten kaum noch ersetzt werden könnten. Und zudem verfügt das Unternehmen über solch hochkarätige personelle Ressourcen und Erfahrungswerte, dass die neusten Verfahren der grünen Gentechnik wie die CRISPR/Cas9-Methode (1) so schnell und effizient zur Profitsteigerung eingesetzt werden könnten, wie es wohl niemand sonst schaffen würde.

Es steht also ganz zentral eine Frage im Raum: Warum haben die Eigner ein solch scheinbar unschlagbar zukunftsträchtiges Unternehmen nach Europa verkauft? Die zurzeit vielfach vorgebrachte Antwort, dass das Motiv in anstehenden Schadenersatzzahlungen an Kläger zusammenhänge, die dem Konzern die kausale Verursachung von Krebs etwa durch glyphosathaltige Produkte vorwerfen, greift viel zu kurz. Ein gerade ergangenes erstinstanzliches Urteil gegen die Firma hängt nach Ansicht vieler Beobachter nicht zuletzt mit der Veränderung der Eigentümerschaft zusammen. Und viele US-amerikanische Marktführer von Branchen wie der Tabakindustrie und Limonadenproduktion haben Ähnliches gut überstanden. Manch großer Automobilhersteller steckte es sogar weg, als nachweislich viele Menschen durch eigene technische Fehler schwer verletzt wurden oder ums Leben gekommen waren.

Es muss also einen anderen Grund geben für die Veräußerung des gewaltigen Zukunftsgeschäftes an die Deutschen. Und dieser kann nur in einem ganz bestimmten Sachverhalt liegen: dass es sich bei der Intensivlandwirtschaft nämlich gar nicht um ein Zukunftsgeschäft handelt.

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Die Medien-Arroganz

Die Medien-Arroganz

19-10-18 08:17:00,

Die Journalistin Ferda Ataman hat recht: Deutschlands Medienlandschaft ist einzigartig — einzigartig arrogant. Neulich hat sie bei Spiegel Online eine Kolumne veröffentlicht. Darin rechnet sie mit der Medienkritik im Lande ab. Das heißt: Es wäre schön, wenn sie es täte. Sie tut im Grunde nur so. Diesen laxen Umgang mit der berechtigten Medienkritik kennt man ja mittlerweile. Man spielt runter, schiebt einige dämliche „Lügenpresse, Lügenpresse“-Rufer vor, nur um deren kuriosen Auftritt als Nachweis zu präsentieren: In einem Land, in dem diejenigen, die die Presse der Lüge bezichtigen, trotzdem gerade bei dieser Presse zu Wort kommen, kann nicht alles medial schlecht bestellt sein.

Atamans Text erschien kurz bevor Spiegel Online in die thematische Offensive ging. Zum Jahrestag von #metoo haute das Magazin gefühlt stündlich einen Artikel zum Sexismus heraus. Man kann von der Debatte ja halten was man will, tatsächlich scheint die Bevölkerung bei dieser Kampagne sehr zerrissen zu sein. Ob es jedoch die journalistische Sorgfalt eines Qualitätsmediums unterstreicht, wenn es sich überrepräsentativ einem Nischenthema widmet, muss man sich als Frage durchaus gefallen lassen.

In einem Punkt hat Ataman schon recht: Die deutsche Presselandschaft gleicht nicht der türkischen. Aber deutsche Journalisten schreiben zuweilen an den Sorgen und Interessen der Bevölkerung vorbei — manchmal nur, weil sie in einer Bubble sitzen oder weil ihnen das Fingerspitzengefühl fehlt, manchmal aber auch ganz bewusst und gewollt.

Ein Türkei-Aufenthalt hat Ferda Ataman bestätigt: All die Kritik an der deutschen Presse ist Quatsch. Denn in der Türkei wird richtig gelogen, jedenfalls werden Informationen vorenthalten. Der türkischen Wirtschaft gehe es nämlich nachweislich schlecht. Aber liest man davon etwas in einer türkischen Tageszeitung? Natürlich nicht, denn 90 Prozent der türkischen Medien sind regierungsnah. Dergleichen wäre in Deutschland nie denkbar, hier könne man alles schreiben, behaupten, journalistisch ausleuchten. Es herrsche kurz gesagt: Meinungsfreiheit.

Was sie aber in Deutschland trotzdem häufig finde, das seien „Unterdrückungs-Halluzinationen“. Ständig lese man dort nämlich, dass man seine Meinung nicht mehr formulieren dürfe, dass zensiert würde. Als Beispiel zieht sie Erika Steinbach heran, die sich in einem Artikel für den rechtspopulistischen „Deutschland-Kurier“ sorgte, weil man in Deutschland gewisse Meinungen nur hinter vorgehaltener Hand sagen dürfe. Ataman hält das für Unsinn, denn „trotzdem bekommen alle die Informationen, die sie wollen, von links außen bis weit rechts.“

Ein alter Bauerntrick geht immer: Der Vergleich mit einem Extrem.

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Interview Albrecht Müller mit Sputnik über die wahrscheinlichen Folgen der westlichen Konfrontationspolitik – www.NachDenkSeiten.de

Interview Albrecht Müller mit Sputnik über die wahrscheinlichen Folgen der westlichen Konfrontationspolitik – www.NachDenkSeiten.de

19-10-18 07:28:00,

19. Oktober 2018 um 8:34 Uhr | Verantwortlich:

Interview Albrecht Müller mit Sputnik über die wahrscheinlichen Folgen der westlichen Konfrontationspolitik

Veröffentlicht in: Außen- und Sicherheitspolitik, Friedenspolitik

Albrecht Müller

Mal wieder habe ich dem „Feind“ ein Interview gegeben und mal wieder habe ich deshalb nicht die Andeutung eines schlechten Gewissens. Im Gegenteil: Es ist ungemein wichtig, dass wir mit der „anderen Seite“ im Gespräch bleiben. Wir tun gut daran, alles zu verhindern, was die Konfrontation neu aufbaut und verschärft; wir tun gut daran, alles zu tun, was Vertrauen aufbaut. Das ist in unserem eigenen Interesse. Albrecht Müller.

Hier ist das Interview, eingekleidet in einem Bericht des Sputnik-Journalisten Tilo Gräser:

Auf die Folgen der westlichen Konfrontationspolitik gegenüber Russland macht der Publizist und Ex-SPD-Politiker Albrecht Müller aufmerksam. Im Interview beschreibt er die aktuellen Gefahren der Abkehr von der Entspannungspolitik. Die wird aus seiner Sicht auch nicht durch ein aktuelles Papier der SPD-Bundestagsfraktion erneuert.

Vor einem „tödlichen Wandel durch Konfrontation“ im Verhältnis zu Russland warnt Müller. Er kritisiert den Westen für „Feindbildaufbau und Konfrontation statt Annäherung“ im Verhältnis zu Moskau. Nachzulesen ist das in seinem Beitrag zu dem Buch „Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen“, herausgegeben von Adelheid Bahr.

Müller war Mitarbeiter der SPD-Bundeskanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt und gibt heute als Publizist das Online-Magazin „Nachdenkseiten“ heraus. Im Gespräch mit Sputnik erinnerte er an das Konzept „Wandel durch Annäherung“, für das ab den 1960er Jahren vor allem die Politik von Brandt stand. Das sei von dem Ziel ausgegangen, Veränderungen im Osten und Zusammenarbeit zu ermöglichen, indem der Westen die bis dahin praktizierte Konfrontation abbaut.

Weiter hier.

Nachtrag aus aktuellem Anlass:

Wie aktuell und relevant die Warnungen vor einem tödlichen Wandel durch immer weitere Konfrontation und Misstrauen säende Maßnahmen sind, wird an einem Bericht über die Warnungen des russischen Außenministers Lawrow sichtbar. RT Deutsch berichtete am 18.10.2018:

Lawrow: Wir werden keine NATO-Manöver im Asowschen Meer tolerieren

Siehe hier.

Auszug:

„Der Minister bezeichnete die Militärübungen des Bündnisses in der Nähe der russischen Grenzen – in der Ukraine,

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Fallen Kurz und Strache auf plumpes Propaganda-Video der UN hinein?

Fallen Kurz und Strache auf plumpes Propaganda-Video der UN hinein?

18-10-18 06:44:00,

HC Strache und Sebastian Kurz: © Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS; Hintergrund: Pixabay;

Der Kampf um die Durchsetzung des UN-Migrationspakt wird fortgeführt. Ein neues Video stellt globalistischen Wahnsinnsvertrag als Chance für uns alle dar. Doch die darin gemachten Versprechen offenbaren die wahre Natur der Globalisten und ihren Hass auf die Völker. (Video am Ende des Beitrags)

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Von Alexander Markovics

Wohlfühlpropaganda zu Fahrstuhlmusik

Zu den effektivsten Formen der Propaganda gehört es, nicht direkt zu lügen, sondern nur eine Seite der Wahrheit zu erzählen. Im neuesten UN-Propagandavideo werden dazu die menschlichen Seiten der Einwanderung dargestellt, mit denen sich jeder identitifizieren kann. Lachende Kinder und Verabschiedungsbussis werden mit der Information untermalt, dass einer von 30 Menschen Einwanderer ist. Zudem seien 48% der Einwanderer Frauen.

Kuschelpropaganda an der Realität vorbei

Diese Form der Kuschelpropaganda verschweigt dabei die harten „Kollateralschäden“ der Masseneinwanderung. Im Video wird keine einzige Vergewaltigung einheimischer Frauen in den Gastländern der Masseneinwanderung dargestellt. Ebenso wenig, wie vom Terrorismus als möglicher Folge der Masseneinwanderung. Auch der Syrer, der am Montag ein 14 jähriges Mädchen im Namen des IS anzündete war ein Einwanderer. Aber Fakten wären diesem Propagandavideo wohl abträglich.

Krieg ist Frieden! Einwanderung ist Fortschritt!

Doch die Frechheit der Einwanderungspropaganda kennt keine Grenzen. Im Sinne der orwellschen Dystopie 1984 werden Begriffe umgedeutet. Einwanderung wird ausschließlich positiv benannt. Laut den Vereinten Nationen bedeutet Einwanderung wirtschaftliche Vorteile und Fortschritt. Dass Einwanderung auch Gewalt, Identitätsverlust und den Sargnagel für die eigene dekadente Zivilisation bedeutet, wird bewusst verschwiegen.

Den Wahnsinn als Normalität verkaufen

Der Wahnsinn der Globalisierung und ihrer tödlichen Folge Masseneinwanderung wird als Normalität verkauft. Nach diesem plumpen Propagandavideo bleibt zu hoffen, dass sich die österreichische Regierung endlich darauf festlegt den Pakt nicht zu unterschreiben. Jede andere Handlung, egal ob ein Unterschreiben mit Vorbehalt oder andere „österreichische Lösungen“, wäre eine moralische und geistige Bankrotterklärung Kurzs und Straches. Denn ansonsten erwartet auch Österreich der gesichtslose Regenbogenmensch im Logo des UN-Pakts als globale Zukunftsvision.

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