Das russische Fernsehen über die politische Woche in den USA: Coronakrise oder Coronadepression? | Anti-Spiegel

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23-03-20 11:43:00,

Auch an diesem Sonntag hat das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ den unvermeidlichen Blick über den großen Teich geworfen und über die politischen Spielchen in den USA berichtet. Und ich habe den Bericht des russischen Fernsehens darüber – wie immer – übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Es ist verdächtig, dass Präsident Trump das Coronavirus allzu obsessiv als „chinesisch“ bezeichnet. So will er auf der einen Seite China beleidigen und auf der anderen Seite verbirgt er wahrscheinlich etwas. Jedenfalls ist seine Besessenheit in den Staaten aufgefallen, obwohl es dort viele andere Themen gibt.

New York ist das Zentrum der Coronavirus-Epidemie in den Vereinigten Staaten. Fast 8.000 bestätigte Fälle. Auf dem normalerweise überfüllten Times Square sind kaum Touristen. Heute Abend ist er völlig leer. Der Gouverneur des Staates hat die größte Stadt Amerikas de facto unter Quarantäne gestellt. Ab 20 Uhr am 22. März darf man das Haus nur mit gutem Grund verlassen. Die Ladenbesitzer bereiten sich auf das Schlimmste vor und verbarrikadieren ihre Schaufenster.

Nur Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Restaurants, die Lebensmittel liefern oder zum Mitnehmen zubereiten, wie Filip Bozzo‘, dürfen noch arbeiten. In der aktuellen Situation dürfte ihm nicht einmal helfen, dass er den New Yorker Bürgermeisters kennt, wie das Foto zeigt.

„Es ist sehr schwer für die Leute, die für uns arbeiten. Wir versuchen, sie normal zu bezahlen, aber die Menschen leben von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck und da sich diese Krankheit ausbreitet, haben alle Angst, was als nächstes passieren wird“, sagte Gastronom Bozzo.

Anrufe gibt es in Anthony Marmos Büro in letzter Zeit immer weniger. Als Arbeitsvermittler lebt er nur noch von der Nachfrage nach Krankenschwestern. Bei allen anderen Berufen ist nichts mehr. 2.250.000 Amerikaner wurden laut Goldman Sachs in der vergangenen Woche arbeitslos. Und das ist erst der Anfang.

„Vielleicht wird es etwa 30-40 Prozent Arbeitslosigkeit geben, was verheerend für die Wirtschaft sein würde. Wenn sich die Situation mit dem Virus verschlimmert, wird die Wirtschaft ihre Aktivitäten einschränken müssen und daher wird die Arbeitslosigkeit noch höher werden“, ist sich Marmo sicher.

Den Vorgängen wurde bereits der Namen „Coronacrisis“ gegeben. Dass eine Rezession bevorsteht, sagte Forscher Gerald Celente schon seit drei Jahren. Jüngsten Daten zufolge befindet sich ein Drittel der Weltwirtschaft bereits in einer Krise. Ihr Wachstum wird am Ende des Jahres bestenfalls unter 0,5 Prozent liegen.

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Putin im O-Ton über die russische Opposition | Anti-Spiegel

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23-03-20 11:41:00,

In dem Interview, dass Putin der TASS zum 20 jährigen Jubiläum seiner ersten Amtszeit gegeben hat, hat der Journalist Putin sehr intensiv nach der russischen Opposition befragt.

Das Interview war leider sehr schwierig zu übersetzen, weil der Interviewer Putin ständig ins Wort gefallen ist. Wenn man es sich anschaut, ist es besser verständlich, als in schriftlicher Form, schriftlich ist es etwas mühsam zu lesen. Ich habe schon einige Teile des mehrere Stunden langen Interviews übersetzt. Putins Aussagen zu den Wirtschaftssanktionen finden Sie hier, seine Aussagen über Chodorkowski und Oligarchen generell finden Sie hier, seine Einschätzung des Verhältnisses zur Ukraine finden Sie hier, seine Aussagen über Staatskapitalismus finden Sie hier und Putins Antworten auf die Frage, ob er nach 2024 weiterhin Präsident bleiben will, finden Sie hier.

In diesem letzten Teil des Interviews, den ich übersetze, ging es um die russische Opposition. Es gibt in Russland die sogenannte „systemische“ Opposition, die in der Duma vertreten ist und der oft vorgeworfen wird, nur eine Scheinoppisition zu sein, und die nicht-systemische Opposition, wie zum Beispiel Navalny, der in der westlichen Presse so gefeiert wird.

Wie holperig das Interview zu lesen ist, wird bei diesem Teil besonders deutlich. Der Interviewer der TASS ist Putin immer wieder ins Wort gefallen und Putin hatte Schwierigkeiten, einen Gedanken zu Ende zu bringen. Nach einigem Überlegen habe ich mich trotzdem entschieden, auch diesen Teil zu veröffentlichen, weil ich Putins Aussagen, die er am Ende auch mal zu Ende ausführen konnte, in meinen Augen sehr interessant sind. Um nicht dem Vorwurf ausgesetzt zu werden, ich hätte etwas weggelassen, habe ich auch die umständlich zu lesenden Teile übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Vandenko: Sie haben der Opposition das Kompliment gemacht, dass sie gebraucht wird, auch die nicht-systemische…

Wladimir Putin: Das ist kein Kompliment, es ist meine Überzeugung. Das meine ich ganz ehrlich.

Vandenko: Unsere Opposition ist, objektiv gesehen, nun ja, was wir Opposition nennen, die sind handzahm, fressen Ihnen aus der Hand.

Wladimir Putin: Nun, das stimmt nicht. Wenn…

Vandenko: Die sogenannte systemische Opposition.

Wladimir Putin: Nun, wir haben vier Parteien im Parlament. Und die haben oft eine ganz andere Sicht der Dinge.

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Delfraissy gibt zu, dass die

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23-03-20 11:34:00,

Der Präsident des französischen wissenschaftlichen Ausschusses für Coronavirus, Professor Jean-François Delfraissy, gab in einem Interview mit der katholischen Tageszeitung La Croix zu, dass “Abkapslung (confinement) nicht die richtige Strategie sei, dass es die am wenigsten schlechte der Strategien sei, die Mitte März 2020 in Frankreich möglich waren” [1].

Die chinesische Zentralregierung hat nie die Haus-Abkapselung von Bevölkerungen in den infizierten Gebieten (ganz Ost China) durchgeführt, sondern nur in der Provinz Hubei. Diese Maßnahme war nicht dazu bestimmt, die Krankheit zu bekämpfen, sondern politisch eine Region wieder in den Griff zu bekommen, in der die lokale Regierung die Epidemie, die zusätzliche Todesfälle verursachte, bestritten hatte, was von der Bevölkerung als Rückzug des “Mandats vom Himmel” interpretiert wurde [2].

Professor Delfraissy plädiert nun für “massive Tests am Ende der Abkapselung”. “Heute haben wir die Kapazität, die Tests von 5000 auf 8000 pro Tag zu erhöhen, aber nicht mehr, sagte er. Um diese Tests durchzuführen, muss man eine Reihe von Produkten haben, von denen einige aus China und den Vereinigten Staaten kommen. Diese Produkte kommen jedoch nicht mehr in ausreichender Anzahl an.“

Diese Zahlen werden von Laboranten bestritten und erklären nicht, warum die französische Regierung seit dem 22. März noch immer keinen Kontakt mit ausländischen Herstellern aufgenommen hat. Vor allem erklärt er nicht, warum “massive Tests am Ende der Abkapselung” (die Professor Delfraissy zu verlängern beabsichtigt) benötigt würden und nicht “um aus der Abkapselung herauszukommen”.

Übersetzung
Horst Frohlich

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Me, Myself and Media 56 – Shutdown oder shut up? | KenFM.de

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23-03-20 11:22:00,

DIE EINZIGE LOYALITÄT, DIE IHR HABEN SOLLTET, IST JENE FÜR DIE EINFACHEN MENSCHEN IM IRAN, IM IRAK UND IN DER WEITEREN REGION

So Hawzhin Azeez ‘an die vermeintlichen Anti-Imperialisten im Westen’ wie der «Friedensbewegung und deren Medien (wie KenFM usw.) und Gefolgschaft. Und dies gilt auch über den Nahen und Mittleren Osten hinaus und nun auch bei uns in Westeuropa.

Doch anstelle von konkreter, verbindlicher Loyalität und Solidarität schlägt man sich mit schönen Worten, unverbindlichen, unkonkreten geostrategischen und wirtschaftlichen Theorien, Hypothesen, Analysen, Spekulationen und dergleichen herum.

Meine Aufforderungen die verbrecherischen Sanktionen unserer Regierungen welche sehr viele Menschenleben kosten, wie jene gegen die syrische Bevölkerung, zu verweigern und stattdessen die Bevölkerung konkret zu unterstützen (Siehe Titel) werden jeweils bei KenFM mit eisigem Schweigen beantwortet (Man kann sich dazu nicht einmal zu einem ‘Like’ aufraffen!). Dies, obwohl unter anderen die syrische Bevölkerung Unterstützung, also Solidarität, nötiger hätte denn je. Ebenso nicht beantwortet und mit keinerlei ‘Likes’ unterstütz bleiben meine Hinweise betr. Emigranten- Muslim/Islam-Feindlichkeit welche auch Menschenleben kosten und viel Unheil anrichten. Es ist ganz so, als ob dies alles nicht existieren würde. Dies bei KenFM!

Von Loyalität und Solidarität will man offensichtlich so wenig wissen wie von Menschenrechten. Sei es mit den Syrern, mit den französischen ‘Gilets jaunes’ und Generalstreikenden, sei es mit den italienischen ‘Sardinen’ und ähnlichen, oder gar mit den Muslimen im eigenen Land.

Dazu Markus Heizmann in «Zur Anatomie des Imperialismus»: «Solidarität ist internationale Solidarität oder es ist keine Solidarität. Staaten und Gemeinschaften die vom Imperialismus und seinen Vasallen angegriffen werden, sind auf unsere Solidarität angewiesen. Solidarität ist Zärtlichkeit der Völker!»

Verweigerung der Aufnahme von Flüchtlingen, Emigranten sei es durch die Regierung, sei es durch die EU wird befürwortet, unterstützt. Artikel, Kommentare mit subtiler Fremden-, Flüchtling-, Emigranten-, Muslimfeindlichkeit erzielen hohe Zustimmung, Besucherzahlen und ‘Likes’. Dies von der weit überwiegenden Mehrheit bei den Medien der «Friedensbewegung» die sich dazu noch als Minderheit und Opfer hinstellt und selbstbemitleidet.

Die offizielle Version von 9/11 wird abgelehnt, doch das von unseren Regierungen und Geheimdiensten dazu vorgegebene Feindbild Muslime/Islam wird gehorsamst, unterwürfigst übernommen und gepflegt obwohl Muslime mit 9/11 nicht das Geringste zu tun haben.

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Die Pandemie wirkt wie ein Förderprogramm für Amazon. Halten wir dagegen, so gut es überhaupt geht

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23-03-20 11:22:00,

Die Schließung der Läden einschließlich der Buchhandlungen fördert alles, was per Paketdienst geliefert werden kann. An vorderer Stelle Amazon. Das ZDF berichtete am 16. März, Amazon habe 100.000 Stellen ausgeschrieben und das werde auch noch als eine Hilfsaktion gegen die Corona-Krise dargestellt. Das verschärft die ohnehin schwierige Situation des Einzelhandels und der kleineren Versender. Deshalb ein paar Anregungen…

  • Suchen Sie bei Onlinebestellungen auch nach anderen Anbietern.
  • Wenn Sie ein Buch oder Bücher kaufen, fragen Sie zuerst bei Ihrer gewohnten Buchhandlung, ob sie angesichts der Pandemie ausliefert. Das machen viele.
  • Wenn Sie Bücher online bestellen, dann nutzen Sie den Service der Buchkomplizen.

Die Buchkomplizen sind eine stationäre Buchhandlung und eine Versandbuchhandlung des Westend Verlags. Dieser Verlag hat sich einen Namen als fortschrittlicher, der Aufklärung verpflichteter Verlag gemacht. Bei Westend erscheint das NachDenkSeiten-Jahrbuch „Nachdenken über Deutschland“. Bei Westend erscheinen Bücher von Heiner Flassbeck, Rainer Mausfeld u.a.m. Und auch von Jens Berger, zum Beispiel: “Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen?” und von Albrecht Müller, zum Beispiel: “Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst“.

Die Buchkomplizen liefern alle Bücher, nicht nur jene des Westendverlages.

Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele – aber sie kosten auch Geld und deshalb bitten wir Sie, liebe LeserInnen, um Ihre Unterstützung.
Herzlichen Dank!

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Wo darf’s denn hingehen?

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23-03-20 10:41:00,

Dies nur kurz für die Wiedervorlagemappe – weil es derzeit zu laut ist für alle wesentlichen Dinge… Zeitnahe Wiedervorlage wäre allerdings wünschenswert, nach meinem bescheidenen Dafürhalten. Es sei hier die Feststellung gestattet, dass vernünftiges Verhalten, vor Covid strikt verboten und geächtet, plötzlich strikt vorgeschrieben ist. Wer es wagt, nur wegen eines nutzlosen Bullshitjobs durch die Gegend zu fahren, wird ab morgen festgenommen. Niemand darf mehr erkältet zum Hausarzt – man holt sich seine Krankschreibung gefälligst auf dem Postweg ab. Wer nicht zur Schule geht, sondern online lernt, wird gelobt. Wer weitere Autos herzustellen versucht, wird aus dem Werk ausgesperrt. Das nicht behördlich genehmigte Umpanschen von Wodka zu Desinfektionsmitteln wird begrüßt.

Wir haben allerdings gerade 2 echte Probleme: Erstens können wir uns nicht gegenseitig in den Arm nehmen und nicht so helfen, wie wir´s gern wollten, zweitens haben wir ab morgen keine Arbeit mehr und ab übermorgen kein Geld. Geld, präzisierend, ist dabei indes nur Mittel zum Zweck, denn wir müssen ja Miete zahlen, Gas, Strom, Wasser und unsere Brötchen – oder Schnitzel. Und „wir haben keine Arbeit mehr“ ist erst recht relativ, denn es gibt ja genug zu tun.

Was wir brauchen und was wir zu tun haben, sehen wir jetzt. Wir brauchen Ärzte und Pfleger, wir brauchen Bauern und Erntehelfer, die den Spargel aus der Erde ziehen, wir brauchen Leute, die die Ernte, von Karotte bis Klopapier, an den zahlreichen Ausgabestellen verteilen. Wir brauchen die Feuerwehr, die Müllabfuhr und Leute mit hübschen Mützen, die Gauner jagen. Nein, die Liste ist nicht vollständig; Platz für Notizen haben Sie zuhause.

Es zeigt sich: Was die meisten von uns täglich so „arbeiten“, ist offensichtlich nicht essentiell. Obendrein verbraucht es Ressourcen, die wir nicht haben, versaut die Atemluft nicht nur in Norditalien und unseren Kindern die Zukunft. Also lassen wir das doch einfach mal sein.

Aber wir brauchen doch Geld!

Stimmt das?

Bitte sauber bleiben: Wir brauchen Wohnraum, gut beheizt, wir brauchen Essen, Getränke, Schokolade, wir brauchen Möglichkeiten, unsere Freunde nicht nur online zu treffen, sondern auch live – also Fahrräder, BusBahnAuto und – sehr selten – Flugzeuge. Wir brauchen Orte, an denen wir uns begegnen können, und Orte, an die wir uns zurückziehen können.

Das alles haben wir. Doppelt und dreifach. Wir wohnen nicht in Somalia.

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Der Teufel und der Belzebub

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23-03-20 01:26:00,

Viren mit einem hohen Schädigungspotential für uns Menschen gehören zu unserer Mitwelt dazu und werden es immer sein. Covid-19 ist ein Naturereignis. Ich gehe nicht davon aus, dass dieser Virus von irgendwelchen Menschen absichtlich unter die Menschheit gebracht worden ist. Daher ist die Pandemie, ausgelöst durch Corvid-19 zunächst einmal eine Naturkatastrophe wie ein weltweites Erdbeben, ein Tsunami, ein Hurrikan, eine Überschwemmung, eine Feuersbrunst etc.

Naturkatastrophen fordern innerhalb kurzer Zeit viele Schwerverletzte und Tode. Der mögliche Tod eines Menschen wird von diese, selbst als Existenztrauma erlebt. Die wesentliche Emotion dabei ist die Angst vor dem Sterben, die Todesangst, somit die Panik. Dadurch entsteht in dieser Person höchster Stress und enormer Handlungsdruck und der Wunsch, dass er Unterstützung erfährt und andere ihm gegebenenfalls helfen. Überlebt jemand eine solche Situation mit viel Glück, dann kann es dennoch sein, das in seiner Psyche die Todesangst unverarbeitet zurückbleibt und er noch seinen Kindern und Enkelkindern davon erzählt, wie es damals war, dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein und wie sehr man sich vor so einer Gefahr schützen müsse.

So scheint etwa die sog. Spanische Grippe aus den Jahren 1919/20 im kollektiven Gedächtnis der Weltbevölkerung noch heute nachzuwirken. Ähnlich wie der „Schwarze Freitag“ an den Börsen im Jahr 1928 oder jetzt auch 2008 beim Zusammenbruch der Lehman Brother-Bank, die dann einen weltweiten Zusammenbruch des Finanzsystems verursacht und sehr vielen Menschen ihre berufliche Existenz gekostet hatte.

Wenn ein Mensch trotz aller Bemühungen, das zu verhindern, stirbt, wird sein Tod von anderen, besonders den ihm nahestehender Menschen als ein Verlusttrauma erlebt. Das Haupttraumagefühl ist dabei der Verlustschmerz und die damit verbundene tiefe Trauer. So hatte meine Mutter ihren Vater durch einen Arbeitsunfall verloren und ist Zeit ihres Lebens mit diesem Schmerz in ihrer Psyche nie richtig fertig geworden. Damit war sie für uns Kinder emotional auch nie ganz verfügbar.

Auch viele Nicht-Betroffene haben bei Todesfällen, die sie mitbekommen, dann Mitgefühl, vor allem wenn der Tod die Folge eines Naturereignisses ist, z.B. eines Erdbebens oder eines Tsunamis. Wir versetzen uns dann sowohl in die Situation der Sterbenden als ihre Angehörigen hinein und leiden mit. Vor allem, wenn wir dann Bilder von dem grausamen Geschehen sehen, können wir uns oft kaum distanzieren. Es ist, als würde das alles uns selbst passieren.

Corvid-19 erzeugt im Moment zahlreiche Existenz- und Verlusttraumata bzw.

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Bei Einspruch Rufmord

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23-03-20 01:26:00,

Man kann wie dieser Tage die Bundeskanzlerin vor einem Millionenpublikum die Coronakrise mit den „Herausforderungen des 2. Weltkriegs“ vergleichen und die Fieberkurve der allgemeinen Erregung weiter nach oben treiben. Wer dagegen äußert, „wir haben drei Epidemien: Influenza, da redet kein Mensch davon, Sars, davon reden sie von morgens bis abends, und Panik, das ist auch wie eine Virusepidemie“, den ereilt der Rufmord. Die Worte sagte vor zehn Tagen die Virologin Karin Mölling bei Radio Eins im Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Prompt sah sich die Redaktion zu einer „Klarstellung“ veranlasst. Die Einschätzung missachte den Zweck der durch die Bundesregierung angeordneten Maßnahmen und sei als „Einzelmeinung“ dazu angetan, die Lage zu verharmlosen.

Mölling ist nicht irgendwer. Die studierte Physikerin, Biochemikerin und Molekularbiologin war langjährige Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie an der Universität Zürich und erhielt 2018 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Man darf annehmen, dass sie ihr Fach versteht. In besagtem Interview stufte sie die Gefährlichkeit des Sars-CoV2-Erregers auf einer Skala von eins bis zehn auf „drei bis vier“ ein. Am Mittwoch der Vorwoche sprach sie im TV-Sender Phönix von einer „milden Krankheit“, davon, dass die Virusinfektion „keine so wahnsinnig gravierende“ sei und mit dem Shutdown des öffentlichen Lebens der Bogen „weit überspannt“ werde. Im Gespräch mit dem Rubikon vom zurückliegenden Freitag präzisierte sie ihre Sicht der Dinge und bekräftigte:

„Ausgangssperren sind jetzt das falsche Mittel“.

Mit den neuesten Beschlüssen von Bund und Ländern von Sonntag, die je nach Bundesland ab Montag oder Dienstag flächendeckend bei Androhung von Strafe zu befolgen sind, ist das womöglich „falsche Mittel“ jetzt deutschlandweit Lebenswirklichkeit. Um bei der als Corona-Verdachtsfall inzwischen selbst in Quarantäne weilenden Angela Merkel (CDU) zu bleiben: Im 2. Weltkrieg starben bis zu sieben Millionen Deutsche. Dem sogenannten neuartigen Coronavirus fielen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) hierzulande bis Montag 86 Menschen zum Opfer, während die Johns Hopkins University über Hundert Verstorbene zählte.

Es drohen aber doch viel mehr zu werden, unkt es gebetsmühlenartig über alle Kanäle, und nur durch rigoroses Handeln sei ein Massensterben und der Kollaps des Gesundheitssystems abzuwenden. Zur Einordnung: Die Grippesaison 2017/18 ging gemäß Statistik mit 16 Millionen an Grippe Erkrankten (davon neun Millionen Influenzainfizierte) einher und forderte bis zu 25.000 Todesopfer, wie jetzt auch zumeist ältere Patienten und solche mit Vorerkrankungen. Wurde seinerzeit der medizinische Notstand ausgerufen oder auch nur erwogen,

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Hebt die Sanktionen auf! Sanktionen sind Massenmord! Von Oskar Lafontaine.

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23-03-20 01:24:00,

In einigen Ländern müssen jetzt viele Menschen sterben, weil die „westliche Wertegemeinschaft“, angeführt von der korrupten US-Oligarchie (Jimmy Carter), diese Länder mit Sanktionen bestraft hat. Auch lebenswichtige Medikamente und notwendige medizinische Geräte fallen darunter. Der iranische Präsident Hassan Rohani beispielsweise hat mehrere Staatschefs gebeten, nicht zuzulassen, dass die US-Sanktionen Irans Kampf gegen den Covid19-Virus behindern und sie aufgefordert, der „illegalen und unmenschlichen Schikane“ der USA entgegenzutreten. Auch wenn das Mullah-Regime in Teheran eine ähnliche Qualität hat wie die Kopf-ab-Diktatur in Saudi-Arabien: Die Forderung des iranischen Präsidenten ist berechtigt.

Bei vielen Stellungnahmen westlicher Politiker, in denen sie ihr Mitempfinden und ihr Mitgefühl zur Schau stellen, denke ich an die vielen Menschen, die jetzt sterben müssen, weil dieselben Politiker ihnen den Zugang zu lebenswichtigen Arzneimitteln und medizinischen Geräten versperren. Es sind ungezählte Menschen, die das Pech haben, in einem Land zu leben, dessen Regime der „westlichen Führungsmacht“ nicht gefällt.

Der Corona-Virus zeigt: Wir sind eine Menschheit. Die Aufteilung der Welt in den „guten Westen“ und in die „Schurkenstaaten“ muss überwunden und abgelöst werden von einer Grenzen und System überwindenden Hilfsbereitschaft, die – ich denke an Hilfen Chinas, Russlands und Kubas für Italien – bereits begonnen hat. Deswegen hebt die Sanktionen auf! Sie sind Massenmord!

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“Zeit” und ZDF haben am Wochenende ein massives, anti-russisches Propaganda-Feuerwerk abgebrannt | Anti-Spiegel

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23-03-20 01:24:00,

In der EU und in Deutschland wird der Propaganda-Apparat hochgefahren. Russland wird der Desinformation beschuldigt und es hagelt Sendungen und Artikel, die das „Feindbild Russland“ befeuern sollen. Auch das Coronavirus muss nun dafür herhalten

Am Freitag habe ich schon darüber berichtet, dass eine „EU-Taskforce“ Russland beschuldigt, Desinformationen über den Coronavirus zu verbreiten, um die EU und die Demokratie zu destabilisieren. Ein Blick in die angeblichen russischen Fake News, die dort aufgelistet werden, hat jedoch gezeigt, dass die Geschichte frei erfunden ist und einer Überprüfung nicht stand hält. Die Details finden Sie hier.

Aber westlichen Medien und Politikern ist keine Geschichte – wenn es nur gegen Russland geht – zu blöd, um sie nicht aufzunehmen. Das hat ja auch einen Riesenvorteil: Die Politik kann so von den eigenen Fehlern ablenken. In den USA zum Beispiel hat Trump das Coronavirus lange nicht ernst genommen und als Fake bezeichnet. Das ist vor allem im Wahlkampf ziemlich schlecht. Vor allem, weil Trump nun umschwenken musste und plötzlich Maßnahmen gegen das Virus beschließt und mindestens eine Rezession droht. Und weil der wirtschaftliche Erfolg eine der wichtigsten Trumpfkarten in Trumps Wahlkampf ist, muss nun davon abgelenkt werden und es wird ein Sündenbock gebraucht.

Dass das der Grund ist, warum die US-Regierung nun mit dem Finger auf Russland zeigt, konnte man bei der Erklärung von US-Außenminister Pompeo ziemlich deutlich sehen:

„Zweifellos haben wir gesehen haben, dass diese „Fakes“ aus Ländern wie China, Russland und dem Iran stammen“, sagte Pompeo bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Ihm zufolge nutzen die drei Länder Fake News „in ihren koordinierten Bemühungen, das, was Amerika tut, zu schlecht zu machen.“

Man sieht eindeutig, dass die US-Regierung die Schuld für anfängliche, falsche Einschätzung der Lage, nun auf andere schieben will. Die Amerikaner sollen im Wahlkampf mit solchen Äußerungen von den Fehlern der Regierung abgelenkt werden und was ist dafür besser geeignet, als die „russische Karte“ zu spielen?

Nun sollte man meinen, dass Journalisten intelligente Menschen sind, die so offensichtliche Ablenkungsmanöver erkennen und aufdecken. Das mag für viele gelten, aber ganz sicher nicht für die Mitarbeiter der „Zeit“. Die ist in diesen Tagen gleich mit einer ganzen Kanonade an anti-russischen Artikeln aufmarschiert. So durfte Ukrich Hottelet, ein freier Journalist, dessen Themenschwerpunkte eigentlich IT-Sicherheit und KI sind,

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Virus und Sanktionen: Irans doppelter Kampf in der Corona-Krise

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23-03-20 12:13:00,

Iran gilt vielen Beobachtern als Negativbeispiel dafür, wie man es in der Corona-Krise nicht machen sollte. Dabei dürfte die hohe Zahl an Toten und Infizierten im Land vor allem auf das Konto der US-amerikanischen Sanktionspolitik gehen. Von Fabian Goldmann.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Es sind ungewöhnliche Schritte, die die iranische Regierung derzeit im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus unternimmt. Auf Twitter wandte sich Irans Außenminister Javad Zarif vergangene Woche mit einer Art Wunschliste an die internationale Gemeinschaft. Benötigt würden unter anderem 1000 Beatmungsgeräte, 3,2 Millionen Test-Kits, über 170 Millionen Atemmasken. Grund für den Aufruf seien die „Beschränkungen beim Zugang zur Medikamenten und Geräten“, denen sich der Iran ausgesetzt sehe. Konkreter wurde Präsident Hassan Rohani wenige Tage später. In einem Brief an mehrere Staatschefs bat er diese, nicht zuzulassen, dass die US-Sanktionen Irans Kampf gegen den Covid-19-Virus behinderten und forderte sie auf, der „illegalen und unmenschlichen Schikane” der USA entgegenzutreten.

Nicht nur diese Appelle zeigen, wie dramatisch die Lage im Land sein muss. 19.644 Infizierte, 1.433 Tote: So lauteten die offiziellen Zahlen am Samstag, dem 21. März. Dass die Zahlen bald noch sehr viel höher liegen könnten, lässt eine Studie von Wissenschaftlern der Sharif-Universität in Teheran vermuten. Mit Computermodellen haben sie drei Szenarien durchgespielt: Sollte das iranische Gesundheitssystem vollständig zusammenbrechen, gehen sie von bis zu 3,5 Millionen Corona-Toten aus. Aber selbst im günstigsten Fall prognostizieren sie bis zu 12.000 Todesopfer. Für realistisch halten die Forscher, dass die Coronakrise rund 110.000 Menschen im Iran das Leben kosten wird.

Drei Tage bis zur Absage von Sport- und Kulturveranstaltungen

Warum ist ausgerechnet der Iran so schwer von der Corona-Pandemie betroffen? Viele Medien beantworten diese Frage vor allem mit dem schlechten Krisenmanagement des Staates. Behörden hätten zu langsam reagiert, Politiker die Lage zu lange beschönigt. Daran ist nicht alles falsch. Wie in vielen Teilen der Welt haben Politiker lange gebraucht, um das ganze Ausmaß der Krise zu realisieren. Auch heute finden sich in Iran noch Stimmen, die die Situation beschönigen. Doch wahr ist auch, dass iranische Behörden schneller und entschlossener regiert haben als viele ihrer Kollegen im Westen.

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Soziale Folgen des “Social Distancing”

soziale-folgen-des-“social-distancing”

23-03-20 12:11:00,

Bild: Geralt auf Pixabay

Für einige heißt Quarantäne auch häusliche Gewalt, Vereinsamung, Depression.

Weltweit sind etwa eine Milliarde Menschen gezwungen, zuhause zu bleiben, ein noch nie da gewesenes Sozialexperiment mit offenem Ausgang. Während einige hierzulande eine Art Feiertagsstimmung verspüren und versuchen, aus der Pandemiezeit klüger, kreativer oder wenigstens fitter herauszugehen, stellt das Social bzw. Physical Distancing andere vor schwere Probleme.

In China etwa soll die Quarantänezeit viele Beziehungen überstrapaziert haben. Als die Beschränkungen Anfang März in einigen Provinzen gelockert wurden, schoss die Scheidungsrate in die Höhe. “Viele Paare sind seit über einem Monat zu Hause miteinander verbunden, was die zugrunde liegenden Konflikte hervorrief”, schreibt die Staatszeitung Global Times.

Ein Problem, das in China während der Quarantänezeit verschärft wurde und das sich auch hier abzeichnet, ist häusliche Gewalt. Wie BBC berichtet, soll laut der Pekinger Frauenrechtsorganisation “Weiping” die Zahl der Beschwerden von Opfern dreimal so hoch sein wie noch vor der Quarantäne. Betroffen sind viele Frauen, die aufgrund der Quarantäne und Reisebeschränkungen nicht zu Verwandten oder Bekannten können, um Unterschlupf suchen. Eine im letzten Jahr in The Lancet veröffentlichte Studie mit 2987 Frauen fand heraus, dass rund 40 Prozent von ihnen bereits physische Gewalt erfahren hatte.

Auch in Europa wächst die Sorge, dass die vielerorts eingesetzte Ausgangssperre zu einem Anstieg von häuslicher Gewalt führt. “Eines der Risiken der häuslichen Isolation ist ein Anstieg der häuslichen Gewalt”, sagt Österreichs Frauenministerin Susanne Raab. “Es geht um physische und psychische Gewalt.”

In Österreich wurde ein am Donnerstag ein Maßnahmenpaket vorgestellt, das vorsieht, “dass die Polizei den von häuslicher Gewalt Betroffenen gleich beim Erstkontakt Anträge zur Erlassung einer einstweiligen Verfügung gegen gewalttätige Partner aushändigen kann und die ausgefüllten Formulare einige Tage später bei Kontrollbesuchen mitnimmt”, schreibt der Standard. Zusätzlich wird die 24-Stunden-Hotline “finanziell und personell aufgestockt und die Onlineberatung für von Gewalt bedrohte Frauen ausgebaut.”

“Häusliche Gewalt ist immer ein sehr großes Problem. Jetzt während der Pandemie wird es drastischer, weil sich viele Familien in häusliche Isolation begeben”, sagt Laura Kapp vom Netzwerk der brandenburgischen Frauenhäuser e.V. der RBB. “Wir machen uns große Sorgen, dass die Gewalt schlimmere Formen annehmen und schneller eskalieren wird und wir nicht mehr an die Betroffenen herankommen,

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Heiner Flassbeck: Das gibt einen ganz tiefen Einbruch und den muss der Staat jetzt abfedern.

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23-03-20 12:02:00,

In Zeiten, in denen ein Virus das Tagesgeschehen beherrscht, sind viele Menschen besorgt über die wirtschaftliche Lage im Land. Sie fragen sich, ob es nach der ‚Coronakrise‘ ihren Arbeitsplatz und ihren Betrieb noch geben wird. Die Moderatorin Milena Preradovic hat auf ihrem Kanal Punkt.PRERADOVIC mit Prof. Heiner Flassbeck über die aktuelle Situation und seine Lösungsvorschläge gesprochen. Flassbeck rechnet mit einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts von 20 bis 30 Prozent. Er sagt, das sei ein einmaliger Schock, der mit einer normalen Rezession nichts zu tun habe. Der Makroökonom fordert nun drastische, aber vor allem unbürokratische und schnelle, stabilisierende Maßnahmen, sowie ein Ende von Schuldenbremse, Sparpolitik und eine Abschaffung der Kriterien des Maastricht-Vertrags. Christian Goldbrunner hat das Interview transkribiert.

Milena Preradovic: Heiner Flassbeck, Ex-Top-Volkswirt bei der UNO und Ex-Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Bonjour nach Frankreich. Was bedeutet das, wenn Volkswagen, Daimler, Audi, BMW in Deutschland zumachen?

Heiner Flassbeck: Das bedeutet in der Tat eine ganz große Krise, das haben wir noch nie erlebt. So etwas in dieser Dimension hat es noch nicht gegeben, dass so viele Firmen schließen müssen. Es sind ja nicht nur Automobilproduzenten, sondern viele andere auch, entweder weil sie ihre Belegschaft nicht in Gefahr bringen wollen oder aber weil sie keine Nachfrage mehr haben. In dieser Zeit kauft eben niemand Autos. Das ist völlig klar, und das wird in der Tat ein ganz, ganz tiefer Einbruch der Wirtschaft und es ist bedauerlich, dass Frau Merkel gestern Abend darüber nicht klar und deutlich geredet hat.

Die Wirtschaft scheint im Moment noch kein so großes Thema zu sein. Alles konzentriert sich auf das Medizinische, auf das Virus. Ist da schon eine Angst vor dieser Wirtschaftskrise dahinter zu sehen Ihrer Ansicht nach?

Ja, unterschwellig ist das sicher da, aber es ist eben nicht offen, das muss offen diskutiert werden. Frau Merkel hätte sagen müssen: Leute, auch im Bereich Wirtschaft wird es wirklich ernst, wir werden einen tiefen Einbruch erleben. Also man kann unterschiedliche Szenarien rechnen, aber wenn das Ganze drei bis vier Monate dauert, reden wir von einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts von 20 bis 30 Prozent. Das hat mit einer normalen Rezession überhaupt nichts zu tun. Man soll nicht mehr über Rezession reden, es hat auch mit einem normalen Schock nichts zu tun. Es ist ein ganz, ganz tiefer Einbruch,

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Massive Zweifel

massive-zweifel

23-03-20 12:00:00,

Die Bundesregierung hat am Sonntag gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer über die weiteren Maßnahmen in der Corona-Krise beraten. Unterdessen haben sich die Menschen zuvor bereits darauf eingestellt, dass die in einigen Ländern wie Bayern bereits durchgesetzte Ausgangssperre auch bundesweit kommt. Nun wird gemeldet: „Zur Eindämmung der Corona-Krise sollen Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich in ganz Deutschland verboten werden.“ Das bedeutet weitere Einschnitte in das gesellschaftliche Leben und das Leben jedes Einzelnen.

Diese Maßnahmen werden unter anderem mit der Situation in Italien begründet, wo die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 zunimmt und inzwischen die Chinas übersteigt. Dabei wird nicht nach den genauen Ursachen dieser Fälle und der Zahlen geschaut. Es werden auch nicht die Umstände und die konkrete Situation in Norditalien analysiert. Laut der international renommierten Virologin Karin Mölling lässt sich die Situation in Norditalien wie auch die in China nicht mit der in Deutschland vergleichen.

Und doch wird genau damit begründet, warum die Bundes- und Landespolitiker Maßnahmen beschließen, die in des Leben der Bundesbürger als Individuen und soziale Wesen massiv eingreifen. Dabei wird auch nicht gefragt, was denn die Ausgangssperren in Italien und Spanien sowie anderswo bringen. Deren bisher nicht vorhande Erfolge werden dann damit begründet, dass die Maßnahmen bisher nicht scharf genug waren. Dafür werden dann gern auch chinesische Mediziner zitiert, nach deren Meinung in Norditalien nicht hart genug durchgegriffen wird.

Selbst Frank Ulrich Montgomery, Präsident des Weltärztebundes, hatte in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ auf die Unterschiede hingewiesen:

„Während in Italien für 60 Millionen Menschen 5.000 Intensivbetten vorhanden sind, verfügen wir bei 82 Millionen Menschen über 28.000 Intensivbetten. In Deutschland sterben bislang etwa 0,2 bis 0,3 Prozent der Erkrankten, während es in Italien rund sieben Prozent sind. Dieser Unterschied ist Ausdruck der Qualität unseres Gesundheitswesens.“

Hierzulande werden im Zuge der Corona-Krise Stück für Stück nicht nur Grundrechte eingeschränkt, sondern auch Widerspruch und Zweifel, Grundelemente einer Demokratie, als Verrat in Zeiten des nationalen Notstandes diffamiert. Dabei wird auch zum bewährten Etikett „Verschwörungstheoretiker“ gegriffen, mit dem kritische Stimmen mundtot und gesellschaftlich verächtlich gemacht werden sollen. An dieser Stimmungs- und Meinungsmache sind die meisten bundesdeutschen Medien und Journalisten aktiv beteiligt – ganz freiwillig.

Experten haben laut „Frankfurter Allgemeiner Zeitung“ (FAZ) schon gefordert, die Regierenden sollten noch schärfere Massnahmen verordnen.

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Sterben im Korridor: Das russische Fernsehen zeigt drastische Bilder aus italienischen Krankenhäusern | Anti-Spiegel

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23-03-20 11:33:00,

Ein Korrespondentenbericht des russischen Fernsehens aus italienischen Krankenhäusern hat bestürzende Bilder von auf den Krankenhausfluren sterbenden Menschen gezeigt.

Da viele immer noch glauben, dass das Coronavirus kaum schlimmer, als eine Erkältung sei, haben italienische Ärzte Kamerateams in ihre Krankenhäuser gelassen, damit die schockierenden Bilder den Menschen den Ernst der Lage zeigen. Sicher, die meisten werden das Virus wie eine Erkältung überstehen, aber die große Zahl derer, die Beatmungsgeräte benötigen, sprengt die Möglichkeiten eines jeden Gesundheitssystems. Bei einer ungebremsten Ausbreitung der Krankheit hat kein Gesundheitssystem der Welt genug Plätze auf den Intensivstationen. Worin die Gefahr besteht, habe ich hier erklärt.

Der Bericht des russischen Fernsehens ist mit meiner Übersetzung sicher auch ohne Russischkenntnisse verständlich. Aber er ist nichts für schwache Nerven und ich bitte Sie, sich zweimal zu überlegen, ob Sie sich die verstörenden Bilder wirklich anschauen wollen.

Beginn der Übersetzung:

Vom Schiff geht´s nach der Landung in Moskau in die Quarantäne. Sie verstehen das, aber wenn die russische Botschaft in Italien nicht gewesen wäre, hätten sie das Schiff, den Liner Costa Pacific, nicht verlassen können. Marseille, wo die 33 russischen Touristen ihren Urlaub beenden sollten, ließ das Schiff nicht in den Hafen.

Es ist fast eine Evakuierung, Italien lässt niemanden herein oder heraus, und dass es das Anlegen im Hafen genehmigt, den Bus zur Verfügung gestellt hat und unsere, wahrscheinlich letzten, Touristen ausfliegen durften, ist fast ein Wunder. Am Morgen des 21. März trafen russische Diplomaten bei dem Kreuzfahrtschiff in Genua ein, am Abend waren sie am Flughafen Fumically, in der Nacht zum 22. bestiegen die Russen das Flugzeug nach Moskau.

Es ist wirklich besser, Italien möglichst schnell zu verlassen. Italien geht es schlecht. Italien kommt nicht zurecht.

Das hier ist nicht einmal eine Intensivstation. Das sind die Gänge der Notaufnahme. Die Patienten bekommen schwer Luft, die Ärzte sind am Limit. „Filmen Sie das, zeigen Sie es und behaupten Sie im Fernsehen nicht, dass das Coronavirus nicht schlimmer ist, als eine Erkältung!“, bittet der Oberarzt.

Man kann sich nicht auf alles vorbereiten. In den Fiera-Pavillons konnte man in einer Woche ein Krankenhaus mit 300 Plätzen bauen. Für 5 Tage wurden Zelte vor dem Krankenhaus San Rafael aufgestellt, das Geld wurde von Stars und Unternehmern gesammelt.

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Corona oder nicht: Viele Russen fliegen weiterhin in den Urlaub | Anti-Spiegel

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23-03-20 11:29:00,

Wer glaubt, dass die Russen sich selbst den ganzen Tag mit Eigenlob übergießen, der liegt falsch. Am Sonntag hat ein Kommentator seinen Landsleuten in einer Deutlichkeit die Leviten gelesen, wie man es nur selten in einem Land erlebt.

Die Russen sind ein liebenswertes Volk, darum lebe ich seit über 20 Jahren in Russland. Sie sind emotional, offen, gastfreundlich, lustig, gesellig und… ein bisschen verrückt. Das kann die ganze Welt beobachten, wenn verrückte Videos über die Dummheiten oder auch den Fahrstil der Russen in sozialen Netzwerken viral gehen. Die Russen gehen bei minus 20 Grad im Fluss zum Eisbaden und machen viele andere – aus Sicht der meisten Nicht-Russen – mehr oder wenige verrückte Dummheiten.

Die Russen sind – auch wenn sie das nie zugeben würden – unverbesserliche Optimisten, die immer der Meinung sind, „mir passiert schon nichts“ und dann fröhlich manches Risiko eingehen. Was in Videos auf sozialen Netzwerken unterhaltsam ist, kann im richtigen Leben und in Zeiten einer Pandemie lebensgefährlich sein.

Während im Rest der Welt die Menschen ihre Urlaubsreisen verfallen lassen, lassen es sich viele Russen nicht nehmen, auch jetzt noch ins Ausland in den Urlaub zu fliegen. Das war dem Moderator der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ einen sehr bissigen Kommentar an die Adresse seiner Landsleute wert, den ich übersetzt habe, da er denen, die Russland nicht kennen, einen seltenen Blick in die russische Seele erlaubt.

Beginn der Übersetzung:

Ende 2004, am 26. Dezember 2004, erschütterte ein massives Erdbeben den Indischen Ozean. Dabei bewegten sich die tektonischen Platten, die etwa 50 Millionen Jahre still da gelegen hatten, auf einer Länge von anderthalb tausend Kilometern gleich um 15 Meter. In der Folge stieg eine riesige Tsunami-Welle auf. Eine Welle von mehr als 15 Meter Höhe traf die Küsten und nahm alles mit ins Meer: Autos, Gebäude, Bäume und natürlich Menschen. Es wird angenommen, dass dabei bis zu 300.000 Menschen getötet wurden. Die genaue Zahl ist unbekannt. Die Menschen – Einheimische und Urlauber – wurden einfach davon gespült. Diejenigen, die verletzt wurden, fanden, sie hätten noch Glück gehabt.

Aber selbst da flogen unsere Leute – die Russen sind wahrscheinlich die mutigsten oder eher die verrücktesten Urlauber der Welt – am Morgen nach dem Tsunami nach Thailand, auf die Ferieninsel Phuket, die wie kein anderer Ort der Welt unter dem Tsunami gelitten hatte.

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Das russische Verfassungsgericht macht den Weg für die geplante Verfassungsreform frei | Anti-Spiegel

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23-03-20 11:26:00,

Die geplante Verfassungsreform in Russland hat die vorletzte Hürde passiert und wird im April den Menschen in Russland zur Abstimmung vorgelegt.

Am 16. März hat das Verfassungsgericht in Russland die vorgeschlagenen Verfassungsänderungen als verfassungskonform bestätigt. Das russische Fernsehen hat am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ ausführlich darüber berichtet auch aus der Entscheidung des Gerichts zitiert. Diesen Beitrag des russischen Fernsehens habe ich ausnahmsweise nicht übersetzt, weil er zum großen Teil aus ausgesprochen schwer zu lesenden, juristischen Zitaten bestand. Daher fasse ich diese Ereignisse in meinen eigenen Worten zusammen.

Kaum verwundern dürfte, dass das Verfassungsgericht die sozialen Komponenten der Reform durch gewunken hat. Nach der Verfassungsreform wird die Regierung laut Verfassung gezwungen sein, die Renten und Sozialleistungen jedes zu „indexieren“, also sie anzuheben und zwar mindestens um die Inflationsrate. Die Betonung liegt bei dieser russischen Definition der „Indexierung“ auf „mindestens“.

Auch die Definition der Ehe als Bund zwischen Mann und Frau, die nun in die russische Verfassung aufgenommen werden soll, ist nicht umstritten in Russland. Russland fördert Familien mit Kindern sehr stark und es ist in Russland Konsens, dass eine Ehe nur eine Gemeinschaft von Mann und Frau sein kann, aus der Kinder hervorgehen können.

Umstrittener ist schon der Passus, der Gott in die Verfassung aufnimmt. Vor allem die Atheisten stören sich daran, nicht die Anhänger anderer Religionen, als dem Christentum. Aber das Verfassungsgericht hat erklärt, dass die Aufnahme des Gottesbegriffes in die Verfassung nur ein Hinweis auf die wichtige Rolle der Religonen in der Geschichte Russlands und seiner Entstehung als Staat ist und keinerlei Einschränkungen macht, an welchen Gott eine Glaubensgemeinschaft glaubt. Auch eine Verpflichtung, sich zu einem Gott zu bekennen, geht aus dem neuen Artikel nicht hervor, sondern es bleibt im Gegenteil die Bestimmung aus der Verfassung, dass Russland ein säkularer Staat ist, davon unberührt.

Auch die Aufnahme der Formulierung von Russisch als Sprache des staatsbildenden Volkes wurde vom Verfassungsgericht genehmigt. Das Verfassungsgericht wies auf die unbestreitbare Tatsache hin, dass die Russen das größte und eben auch staatsbildende Volk in dem Vielvölkerstaat seien, es hat aber auch betont, dass die vielen Bestimmungen, die allen Völkern Russlands gleiche Rechte und den Schutz ihrer Kultur, Sprache, Religion, Gebräuche und so weiter garantieren, davon nicht berührt werden. Das dürfte in der Praxis auch niemand befürchtet haben,

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Petition: AKW Neckarwestheim Block 2 abschalten! SOFORT! | KenFM.de

petition:-akw-neckarwestheim-block-2-abschalten!-sofort!-|-kenfm.de

23-03-20 11:16:00,

Redaktioneller Hinweis: Zur Unterstützung der Petition: AKW Neckarwestheim Block 2 abschalten! SOFORT! , die Rede von Hans Heydemann am AKW Neckarwestheimam vom 8.März 2020, anlässlich der Demonstration am  9. Jahrestag der Fukushima-Katastrophe.

Zudem empfehlen wir zur Thematik folgende Artikel:

Risse im Atomkraftwerk –Kein Weiterbetrieb des AKW Neckarwestheim

Liebe Freunde und Mitstreiter gegen die Atomkraft-Nutzung.

Atomkraftwerke sind sicher –so heißt es immer wieder. Und am allersichersten seien deutsche Atomkraftwerke, wie uns die Atomlobby unermüdlich weismachen will. Doch in Wahrheit sind deutsche Atomkraftwerke so unsicher wie alle anderen auch. Das zeigt sich gerade hier am Standort Neckarwestheim an der abgenutzten altersschwachen Reaktoranlage hinter diesem Zaun, vor dem wir gerade demonstrieren.

Hier werden seit 2017 immer weitere Korrosionsschäden mit teilweise sehr erheblichen Wanddicken-Verringerungen biszu91% an den Heizrohren der Dampferzeuger festgestellt–und es werden jedesJahrmehr.Waren es 2017 noch insgesamt 32 Schadensbefunde, so erhöhten sich diese in 2018 auf 101; bei der Revision 2019 wurden 296 Schadensbefunde festgestellt. Bei etwa zwei Drittel davon handelt es sich um Spannungsriß-Korrosion. Inzwischen sind über 400 Rohre betroffen.

Warum ist das gefährlich? Die Dampferzeuger-Heizrohre führen das 326°C heiße hochradioaktive Primärkreis-Wasser des Reaktors, um das Wasser in den vier Dampferzeugern zu erhitzen und so den Dampf für die Turbine zu liefern. Die Rohre haben nur eine Wanddicke von 1,2 mm; sie stehen unter sehr hohen Druck von 158 barund können bei Spannungsrissen ohne weiteres auf-oder gar abreißen.Die Folgen wären verheerend -reißt auch nur ein einziges dieser Heizrohre ab, so strömen aufgrund des großen Druckgefälles von fast 100 bar 120 t heißes, hochradioaktives Primärkreiswasser in den Sekundärkreis über, wobei es an der Austrittsstelle schlagartig verdampft. Der Druck im Dampferzeuger steigt dadurch an, das Sicherheitsventil öffnet bei 80 bar und bläst den jetzt radioaktiv verseuchten Dampf einfach in die Umgebung ab–die Umgebung wird radioaktiv verseucht.

Der starke Wasserverlust im Reaktorkreisführt –trotz sofort ausgelöster Schnellabschaltung des Reaktors –zu einem großen Kühlmittelverlust-Störfall. Das Druckhaltesystem wird dabei überfordert und kann den notwendigen Druck im Reaktor nicht aufrechterhalten –es kommt zur Bildung von Dampfblasen im Reaktorkernmit der Folge einer unzureichenden Kühlung der Brennstäbe und sogar zur Rekritikalität des Reaktors,

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Coronavirus in Russland: Aktuelle Lage und welche Maßnahmen die russische Regierung ergreift | Anti-Spiegel

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23-03-20 09:49:00,

Während die Corona-Epidemie in Europa außer Kontrolle geraten ist, steht Russland mit bisher knapp über 300 Infizierten noch vergleichsweise sehr gut da. Daher lohnt sich ein Blick darauf, wie Russland gegen die Epidemie kämpft und welche Maßnahmen eingeleitet werden.

Die Sendung des russischen Fernsehens „Nachrichten der Woche“ hatte auch an diesem Sonntag vor allem ein Thema: Corona. Der erste Beitrag dazu behandelte die Situation in Russland und die Maßnahmen, die die Regierung zur Bekämpfung der Epidemie und zur Unterstützung von Menschen und Wirtschaft eingeleitet hat. Auch Russland hat Milliardenprogramme gestartet, allerdings hat Russland allein in seinem „Wohlfahrtsfond“ Reserven von über 100 Milliarden Euro und muss sich für die Maßnahmen nicht verschulden, es hat genug Rücklagen.

Ich habe die den Beitrag des russischen Fernsehens über die Lage in Russland übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Heute gibt es auf der Welt nur ein Thema: das Coronavirus. Russland hat diese Gefahr bisher durch präventives und rechtzeitiges Handeln der Behörden hinausgezögert. Die globale Pandemie breitet sich im Vergleich zu China und Europa bei uns mit Verzögerung aus. Wir haben noch keinen einzigen Todesfall durch das Coronavirus und die Zahl Infizierten geht nicht in die Tausende, sondern in die Hunderte. Am 21. März waren es 306 Fälle. In den letzten 24 Stunden wurde bei 53 Menschen das Virus entdeckt. Alle sind in Behandlung. Die Heilung geht nicht schnell, aber die Ärzte retten Menschen. 16 Menschen sind schon wieder gesund.

Jedenfalls hat Russland Zeit gewonnen und damit die Möglichkeit, das Problem besser zu untersuchen, sich vorzubereiten und zu sehen, welche der in- und ausländischen Erfahrungen in unserem Land am effektivsten sein können. Ein weiteres wichtiges Detail: Russen bringen das Coronavirus immer noch vor allem aus dem Ausland mit nach Hause.

Trotzdem sollte die Bedrohung nicht unterschätzt werden. In allen Regionen des Landes wurden präventive Maßnahmen ergriffen, unabhängig davon, ob es dort Fälle gibt. Die wichtigsten sind strenge Quarantänemaßnahmen, Desinfektion und Körperhygiene. Das wird helfen, das Worst-Case-Szenario zu verhindern.

Außerdem sollte man auf zuverlässige Informationen der russischen Behörden hören. Alle Statistiken sind auf dem Portal стопкоронавирус.рф (übersetzt: stopcoronavirus) abrufbar.

Über die Maßnahmen in Russland berichtet Alexei Petrov.

Die Welt gewöhnt sich an das Leben unter den neuen Bedingungen. Die tägliche Daten über die Ausbreitung der Infektion sind wie Frontberichte.

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Bild spricht von “unfassbarem Eklat” bei der ARD – Was ist passiert und wie berichtet das russische Fernsehen darüber? | Anti-Spiegel

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22-03-20 04:17:00,

Skandal! Die ARD gratuliert dem russischen Außenminister zum Geburtstag und die Bild-Zeitung ist völlig aus dem Häuschen.

Normalerweise berichte ich nicht über das, was die Bild-Zeitung schreibt. Aber wenn die Bild es sogar in einen Artikel des russischen Fernsehens schafft, ist das einen kurzen Bericht wert. Nicht weil der Vorfall so wichtig wäre – es ist eine Bagatelle -, sondern um an dem Beispiel zu zeigen, wie die Berichterstattung in Russland ist, das ja angeblich so böse Propaganda macht.

Der Artikel der Bild war in dem Artikel des russischen Fernsehens verlinkt, ich lasse den Link stehen, Sie finden ihn also im Artikel des russischen Fernsehens, den ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Das Moskauer Büro der ARD gratulierte dem russischen Außenminister Sergej Lawrow auf seinem offiziellen Twitter-Account zu seinem 70. Geburtstag. Dabei zitierte die ARD einen Tweet, in dem die Möglichkeit erwähnt wurde, ein Album mit Fotos von Lawrow zu kaufen. Laut Bild ist eine solche „Kaufempfehlung“ vor dem Hintergrund der Ausbreitung der Coronavirus-Infektion ein ungeheurer Skandal. Schließlich, ist der Journalist der Zeitung überzeugt, sei es Russland, das „anti-westliche Theorien“ über die Herkunft von COVID-19 verbreitet und damit noch mehr Kontrolle über die öffentliche Meinung erlangen wolle.

Für die Bild ist das nichts anderes als ein „Personenkult“ um Putins engsten Vertrauten. Die Zeitung zitiert den FDP-Bundestagsabgeordneten Bijan Djir-Sarai, der den Schritt der ARD kritisiert und daran erinnert, dass das „nicht zum Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks passt“.

Der ARD-Pressestelle hat sich zu diesen Vorwürfen noch nicht geäußert.

Einen Tag zuvor wurde der russische Außenminister Sergej Lawrow 70 Jahre alt. Per Präsidialdekret wurde dem Minister der Titel Held der Arbeit verliehen. Der Präsident von Kasachstan, Kasim-Jomart Tokayev, verlieh dem russischen Außenminister den Orden „Barys“ Ersten Grades.

Lawrow leitet das russische Außenministerium seit 16 Jahren. Der Außenminister sagt über seinen Beruf: „Um in diesem Bereich erfolgreich zu sein, muss man immer Neues lernen und sich seinem Beruf und seinem Land voll hingegeben.“

Ende der Übersetzung

Hier noch der Tweet, über den die Bild sich so aufregt, dass sie von einem „unfassbaren Eklat mitten in der Corona-Krise“ spricht.

S dnjom roshdenija, Sergej Wiktorowitsch! Russlands Marathon-Außenminister Sergej Lawrow wird heute 70 Jahre alt.

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Liebe in Zeiten von Corona

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22-03-20 04:01:00,

In dem Roman „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ von Gabriel Garcia Marquez, einem der größten Schriftsteller unserer Zeit, geht es um Hoffnung. Ein Leben lang bleibt Florentino Arizas der schönen Fermina Daza in Liebe verbunden, obwohl diese über 50 Jahre lang mit einem anderen verheiratet ist. Am Ende siegt die Liebe über alle Hindernisse, letztlich auch über die Epidemie. Marquez’ magischer Realismus mag uns heute nicht nur dazu inspirieren, die staatlich verordnete Zwangspause zum Lesen zu nutzen, sondern uns mit ein paar grundsätzlichen Fragen unseres Lebens zu beschäftigen. Dazu ist jetzt Zeit.

Der weltweite Ausnahmezustand — wie auch immer man ihn interpretiert — wirft uns alle auf uns selbst zurück. Kinos, Einkaufszentren, Vergnügungseinrichtungen — alles, wo wir uns abgelenkt und amüsiert haben, ist auf unbestimmte Zeit geschlossen. Wir sind allein mit uns und mit den wenigen Menschen, die mit uns unter einem Dach leben. Was machen wir mit dieser Situation, von der wir nicht wissen, wie lange sie andauern wird? Wie gehen wir damit um, dass es draußen ruhiger wird, der Verkehr auf den Straßen verschwindet, keine Menschenmengen sich mehr durch die Fußgängerzonen und Shoppingmalls schieben und es außer unseren Bildschirmen und Telefonen nur noch wenig gibt, was uns mit der Außenwelt verbindet?

Noch vor Kurzem hätte sich niemand eine solche Situation vorstellen können. Hatten wir nicht alles im Griff? Ist unsere Medizin nicht die beste, die wir jemals hatten? Sind unsere Krankenhäuser nicht perfekt darauf ausgerichtet, die Krankheiten, die unsere Zivilisation in unsere Körper brennt, zu behandeln? Soll es plötzlich knapp werden mit der Versorgung? Wird jetzt jeder Einkauf zur Lebensgefahr? Werden auch deutsche Ärzte darüber zu entscheiden haben, welches Leben schützenswert ist und welches nicht? Werden wir überleben?

Wohl niemand kann zurzeit das Ausmaß dieser uns alle betreffenden Krise überblicken. Niemand kann wissen, wie es weitergeht. Allein dies ist gewiss: Die winzigsten Bewohner unseres Planeten, so klein, dass sie nicht einmal als Lebewesen, sondern nur als „dem Leben nahestehende Strukturen“ bezeichnet werden, bringen alles durcheinander. Über eine eindeutige Definition ist sich die Fachwelt nicht einig und wirklich sehen kann man die Quälgeister nicht. Viren bestehen nicht wie Mikroben aus einer oder mehreren Zellen und sie verfügen über keinen eigenen Stoffwechsel. Anders als Bakterien dringen die Winzlinge, die nicht einmal einen Intelligenzquotienten von 1 besitzen — definiert durch die Beherrschung eines eigenen Fressvorgangs — in den Kern der Wirtszelle ein und bringen diese dazu,

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Vorrang für Empfehlungen des RKI – www.themen-der-zeit.de

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22-03-20 11:23:00,

22. März 2020

Wie die Nachrichtenagentur NNA berichtet, haben Homöopathie-Verbände darauf hingewiesen, dass homöopathische Ärzte in der Corona-Krise den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden folgen sollten.

BERLIN (NNA) – Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V (DZVhÄ) hat in Pressemitteilungen darauf hingewiesen, dass auch für homöopathische Ärzte die Empfehlungen der zuständigen nationalen Gesundheitsbehörden die maßgebliche Orientierung beim medizinischen Umgang mit dem Corona-Virus ist. 
Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hätten Vorrang vor eventuellen homöopathischen Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-Co-V2-Pandemie, betonte Dr. Michaela Geiger, die Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins. Auch wenn es in der Vergangenheit und in verschiedenen Regionen der Welt positive Erfahrungen mit homöopathischen Maßnahmen in epidemologischen Situationen gegeben habe und diese auch wissenschaftlich stichhaltig dokumentiert seien, empfehle der DZVhÄ seinen Mitgliedern “Zurückhaltung hinsichtlich jeder Art von homöopathischen Vorsorge- oder Therapieempfehlungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus”. Der DZVhÄ lege Wert auf die Feststellung, dass “einzelne anderslautende Empfehlungen nicht die Position des Verbandes wiedergeben”, heißt es in der Pressemitteilung des Verbandes. 

Auch der Verband klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. (VKHD) hat seinen Mitgliedern “dringend” geraten, sich an die offiziellen Vorgaben des RKI und des Bundesgesundheitsministeriums zu halten. Insbesondere von der Verbreitung von Ratschlägen zur Verwendung einzelner Arzneien zur Prophylaxe oder Behandlung der Corona-Virus-Erkrankung sei Abstand zu nehmen, betont der Verband in einer Pressemitteilung: “Es gibt bisher keine wirksame Therapie und auch keine Impfung. Niemand weiß derzeit, ‘was wirklich hilft’.”
Er weist seine Mitglieder auch darauf hin, dass jeder Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona-Virus meldepflichtig sei ebenso wie jeder gesicherte Erkrankungsfall. Heilpraktikern und Heilpraktikerinnen sei nach §24 IfSG die Behandlung solcher Kranken untersagt. Der Verband behalte sich rechtliche Schritte vor, falls einzelne Heilpraktiker dieses Behandlungsverbot nicht beachten.

Keine Instrumentalisierung

Der Heilpraktikerverband kritisiert desweiteren Tendenzen, die Corona-Krise für eine Kampagne gegen die Homoöpathie zu instrumentalisieren, indem z.B. behauptet würde, immer mehr Heilpraktiker würden angebliche Heilungen von Corona darstellen und die Politik müsse gegen diese Praxis einschreiten, die eine allgemeinen Gefahr darstelle. Gegen solche Verleumdungen will der Verband zukünftig juristisch vorgehen. 

Links:
http://www.dzvhae.de/corona-virus-vorgaben-des-rki-und-nationaler-gesundheitsbehoerden-sind-allein-massgeblich/
http://www.vkhd.de/neueste-beitraege/item/710-finger-weg

© 2020 Nexus News Agency. Alle Rechte vorbehalten.

foto: einkaufszentrum paderborn 12:00 Uhr vormittags – © anthro-press

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Gesundheitsnotstand: “Jede geeignete Person” soll zur “Erbringung von Leistungen” herangezogen werden können

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22-03-20 10:51:00,

Bild: Partynia/CC BY-SA-4.0

Bayern will ein neues Infektionsschutzgesetz mit weitreichenden Befugnissen nächste Woche umsetzen, die Bundesregierung scheint dem zuvorkommen zu wollen

Die bayerische Regierung prescht in Deutschland nicht nur vor, wenn es um neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie geht. Ministerpräsident Söder hat entdeckt, dass er in einem Katastrophenfall, den er erklärte, an Autorität und Rückhalt gewinnt. Jetzt muss entschieden und gehandelt werden. Und weil im Notstand sich jeder einreiht, auch jede Opposition, kann durchmarschiert werden. Die bayerische Regierung als erste nach dem Vorbild Österreichs Ausgangsbeschränkungen verfügt, andere Bundesländer zogen nach. Im Hintergrund wird schon an einem neuen Infektionsschutzgesetz gearbeitet, das dem Staat noch weitere Durchgriffsrechte im Falle eines Gesundheitsnotstands verschaffen würde.

Natürlich hat man es ganz eilig, im Rückenwind der Panik vor der Pandemie neue staatliche Befugnisse umzusetzen, weil sich auf die Schnelle keine öffentliche Diskussion entwickeln kann und die Opposition mehr oder weniger im gesundheitlichen Ausnahmezustand ausgeschaltet ist. Eigentlich sollte das Gesetz schon am Donnerstag vor der Verfügung der Ausgangsbeschränkungen und der Schließung der Restaurants durch das Parlament gepeitscht werden, aber SPD und Grüne wollten da doch nicht willfährig mitspielen. Jetzt wird es erst einmal im Gesundheits- und im Innenausschuss eiligst beraten, soll aber am Mittwoch verabschiedet werden. Angeblich wurde eine Befristung eingearbeitet und wird eben der Landtag an der Entscheidung beteiligt. Was heißt, dass man es erst einmal unbefristet und ohne parlamentarische Diskussion durchwinken wollte. So weit zum Demokratieverständnis der bayerischen Regierung im selbst erklärten Notstand.

Nach Informationen der FAZ drückt aber nun auch die Bundesregierung auf das Gaspedal und will nun ebenfalls das Infektionsschutzgesetz des Bundes auf die Schnelle verändern. Der vom Bundesgesundheitsministerium ausgearbeitete Gesetzesentwurf soll am Montag im Bundeskabinett beschlossen und schnellstmöglich dem Bundestag und dem Bundesrat zur Abstimmung vorgelegt werden. Möglicherweise will man damit Bayern und anderen Bundesländern zuvorkommen, indem der Bund mehr Kompetenzen an sich zieht und den Infektionsschutz zentralisiert, also den Föderalismus hier ein Stück weit entmachtet.

Der FAZ gegenüber erklärte der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: “Hier bündeln wir Kompetenzen. Und noch wichtiger: Wir können künftig in einer Lage wie dieser binnen Stunden für Ärzte, Pflegekräfte, Apotheker und alle anderen, die weit über das normale Maß anpacken, Bürokratie wegnehmen, Regeln anpassen, Vergütungen erhöhen.” So sollen “grenzüberschreitende Personentransporte”

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Weitere Einschränkungen der Pressefreiheit in den baltischen EU-Staaten | Anti-Spiegel

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21-03-20 07:58:00,

In baltischen EU-Staaten wird die Pressefreiheit weiter konsequent eingeschränkt. Nun wurde der größte, russischsprachige Fernsehsender auf Druck der Regierungen geschlossen.

In Estland sind 25 Prozent der Bevölkerung Russen, in Lettland sind es sogar 37 Prozent. Die Beschränkungen der russischsprachigen Medien ist also in keiner Weise mit den angeblichen Werten der EU vereinbar, die sich offiziell den Schutz nationaler Minderheiten und ihrer Sprachen verschrieben hat. Auch in den Bildungssystemen wird Russisch konsequent zurückgedrängt und Kinder haben immer mehr Schwierigkeiten, in ihrer Muttersprache unterrichtet zu werden.

Aber die EU verschließt vor diesen Verstößen gegen ihre angeblichen Werte im Baltikum genauso die Augen, wie in der Ukraine, die von der EU finanziell unterstützt wird. Das russische Außenministerium hat sich zu den erneuten Einschränkungen der Pressefreiheit im Baltikum geäußert und ich habe die offizielle russische Erklärung vom Donnerstag übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Ab heute wurde die Produktion und dementsprechend auch die Ausstrahlung eigener Sendungen des größten russischsprachigen Fernsehsenders, des Ersten Baltischen Kanals, im Baltikum gestoppt. Ich möchte Sie daran erinnern, dass dieser einzige nicht-staatliche Nachrichtensender in Lettland seit einigen Jahren die Fernsehsendung „Latvian Time“ und die Programme „Hinter den Kulissen“ und „Fünf Kopeken“ produziert hat. „Latvian Time“ war eine der beliebtesten Nachrichtensendungen unter der russischsprachigen Bevölkerung Lettlands. Der Kanal hat nie Beschwerden über den Inhalt der gesendeten Informationen erhalten.

Diese erzwungene Entscheidung des Eigentümers des TV-Senders, der Baltic Media Alliance, ist das Ergebnis beispiellosen Drucks auf das Unternehmen durch Riga und Tallinn. Am 4. Februar führte der lettische Staatssicherheitsdienst in Abstimmung mit der estnischen Sicherheitspolizei Durchsuchungen in den Räumlichkeiten der Medienholding durch.

Die lettischen Behörden handelten nach dem von ihren estnischen Kollegen am Beispiel von Sputnik in Tallinn ausgearbeiteten Szenario. Sie haben die systematische Politik der baltischen Länder fortgesetzt, den Informationsraum durch die Einführung politischer Zensur von alternativen Informationsquellen zu reinigen.

Wir betrachten dies als eine Aggression Lettlands und Estlands gegen die Grundprinzipien der Redefreiheit, als eine bewusste Kampagne, um die russischsprachigen Medien aus dem Informationsraum zu vertreiben, und als Diskriminierung der russischsprachigen Bevölkerung.

In Lettland werden neben der systematischen Verdrängung der russischen Sprache aus dem Bildungssystem auch Gesetzesänderungen unterstützt, die eine künstliche Erhöhung des Anteils von Inhalten in den Kabelnetzen in den Amtssprachen der Europäischen Union einerseits und Beschränkungen des russischen Anteils auf zwanzig Prozent des gesamten Rundfunkprogramms andererseits vorschreiben.

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Kommando der Generäle versetzt Bulgarien in hysterischen Alarmismus

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21-03-20 07:47:00,

Zentrum von Sofia. Bild: F. Stier

Mehr als zwei Erwachsene dürfen in der Öffentlichkeit nicht mehr zusammenstehen, bei Verbreitung von Falschinformationen drohen bis zu 3 Jahre Gefängnis

Auch werktags herrscht derzeit in Bulgarien sonntägliche Atmosphäre. Auf den Straßen seiner frühlingshaft sonnigen Hauptstadt Sofia sind nur wenige Autos unterwegs, in den nahezu leeren Straßenbahnen riecht es nach Desinfektionsmittel. Auf den Trottoirs beäugen sich maskierte und unmaskierte Passanten zuweilen argwöhnisch. Bei 142 der knapp sieben Millionen Bulgaren wurde bis zum Freitag eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert. Drei ältere Menschen erlagen dem schweren akuten Atemwegssyndrom.

Als einer der ersten EU-Staaten hat Bulgarien am Freitag, dem 13. März 2020, den Ausnahmezustand erklärt. Seitdem führen der konservative Ministerpräsident Generalleutnant Boiko Borissov und der von ihm eingesetzte Nationale Operative Stab unter Führung von Generalmajor Prof. Dr. Ventsislav Mutafchiyski ein strenges Regiment in der bulgarischen Coronakrise. So gut wie täglich verschärfen sie ihre Verordnungen zur “sozialen Distanz”, erhöhen die Strafandrohungen für Quarantäne-Flüchtlinge, verhängen Blockaden über Wohnviertel und ganze Städte wie Bulgariens Wintersportort Bansko. Dem seit wenigen Monaten amtierenden, unter Bürgerrechtlern hoch umstrittenen Generalstaatsanwalt Ivan Geschev reicht das nicht. “Wir müssen, so extrem sich das anhört, übergehen fast zum Kriegszustand”, fordert er. Die Zeit des Redens sei vorbei, nun seien Taten nötig.

Es ist in Bulgarien nicht erst seit Amtsantritt von Regierungschef Borissov im Sommer 2009 üblich, dass die sogenannten kompetenten Organe bei Bedarf großmaßstäbliche repressive Operationen durchführen, die im Nachhinein von nationalen und europäischen Gerichten als unrechtmäßig beurteilt werden und den bulgarischen Steuerzahler Entschädigungszahlungen kosten. Die mit Verhängung des Ausnahmezustands erlassenen Zwangsmaßnahmen wurden von der bulgarischen Volksversammlung auch erst nachträglich am Freitag durch Verabschiedung des Notstandsgesetzes legitimiert.

Wer unwahre Informationen über die Epidemie verbreitet kann nun mit bis zur drei Jahren Gefängnis und 5000 Euro bestraft werden. Erklärtermaßen soll das Panikmache durch Fake News verhindern. Doch dass diskriminierende Publikationen wie der Galeria-Artikel strafrechtliche Ahndung erfahren werden, ist kaum anzunehmen, da sie einen konstituierenden Bestandteil der bulgarischen Publizistik darstellen. Der prominente Menschenrechtsanwalt Michail Ekimdschiev schließt aber nicht aus, dass die im Rahmen des Coronavirus-Ausnahmezustands angedachten Maßnahmen zur Einschränkung der Meinungsfreiheit gegen regierungskritische Journalisten angewandt werden. Das Militär darf zur Überwachung der Maßnahmen eingesetzt werden.

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STANDPUNKTE • Zwischen den USA und China gibt es einen „Medienkrieg“ mit gegenseitigen Ausweisungen von Journalisten. | KenFM.de

standpunkte-•-zwischen-den-usa-und-china-gibt-es-einen-„medienkrieg“-mit-gegenseitigen-ausweisungen-von-journalisten-|-kenfm.de

21-03-20 02:25:00,

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 Wie ist es dazu gekommen und was sagt das über die Pressefreiheit in den USA aus?

Ein Standpunkt von Thomas Röper

Der Streit zwischen China und den USA, der nun zur wechselseitigen Ausweisung von Journalisten geführt hat, begann schon Anfang Februar. Am 4. Februar hatte das „Wall Street Journal“ einen Kommentar unter der Überschrift „China ist der ‚wahre kranke Mann‘ Asiens“ veröffentlicht. Der Artikel enthielt viel Kritik an China, unter anderem wurde den chinesischen Behörden vorgeworfen, viel zu zögerlich auf den Corona-Ausbruch reagiert zu haben.

Aus heutiger Sicht, wo wir gerade beobachten können, wie die westlichen Staaten, inklusive den USA, kopflos, unkoordiniert, inkonsequent und viel zu spät auf die Pandemie reagieren, ist der Artikel fast schon lächerlich. Aber zu dem Zeitpunkt Anfang Februar stand China Kopf, die Quarantäne war gerade eingeführt worden und China fühlte sich durch den Kommentar verunglimpft, sprach sogar von Rassismus und forderte von der Zeitung eine Entschuldigung, die es natürlich nicht gab.

Am 19. Februar passierten dann zwei Dinge fast gleichzeitig und es ist nicht ganz einfach, festzustellen, was die Henne war und was das Ei. Nach meiner Erinnerung waren es die USA, am 19. Februar chinesische Journalisten ausgewiesen und die Arbeit chinesischer Medien in den USA eingeschränkt haben. In anderen Quellen war zu lesen, dass China zuerst als Reaktion auf den Kommentar drei Journalisten des „Wall Street Journal“ des Landes verwiesen habe.

Bei RT-Deutsch konnte man am Donnerstag zum Beispiel lesen:

„Die wechselseitigen Ausweisungen von Journalisten begannen im Februar, als die chinesischen Behörden drei Journalisten des Wall Street Journal fünf Tage Zeit gaben, das Land zu verlassen. Mit der Maßnahme reagierte Peking auf einen Meinungsartikel in dem Blatt, der China als den „wirklich kranken Mann Asiens“ bezeichnete. Die Zeitung weigerte sich, sich für den Artikel zu entschuldigen. Kurz darauf reduzierten die USA dramatisch die Zahl der Journalisten, die für vier chinesische staatliche Medienunternehmen in den USA arbeiten durften. Man reduzierte die Zahl der erlaubten Journalisten von 160 auf 100 sowie die Aufenthaltsdauer.“

Auch die russische Nachrichtenagentur TASS schrieb am Donnerstag dasselbe,

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„Warum der russische Sender RT Deutsch für Deutschlands demokratische Willensbildung wichtig ist“. Hier das Video mit der Einführung des Chefredakteurs Rodionov zum Pleisweiler Gespräch

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21-03-20 02:23:00,

Heute hätten wir uns zum 32. Pleisweiler Gespräch getroffen – mit einem brisanten Thema. Wir konnten dieses Vorhaben wegen der Pandemie nicht realisieren. Und auch die abgespeckte Form im kleinen Kreis war nicht möglich. Da das Thema aber wichtig ist, wie wir insbesondere an der trotz Corona Virus anschwellenden Russland-Hetze in vielen unserer Medien sehen können, haben wir eine Hilfslösung gefunden: 1. Ivan Rodionov hat, was er in Pleisweiler-Oberhofen sagen wollte, kurz gefasst in die Kamera gesprochen. 2. Die NachDenkSeiten laden ihre Leser und insbesondere jene, die sich zum Pleisweiler Gespräch schon angemeldet hatten, ein, Fragen zu stellen. Bitte an diese E-Mail-Adresse [email protected] mit Stichwort „RT Deutsch“ 3. Ivan Rodionov wird auf möglichst viele Fragen antworten. Albrecht Müller

Es steht zu erwarten, dass dies eine interessante Diskussionsreihe wird. Dass das Thema so brisant ist, folgt auch aus der zuvor erwähnten anwachsenden Aggression gegenüber der Heimat von RT Deutsch, gegenüber Russland. Wir werden auch darüber weiter berichten.

Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele – aber sie kosten auch Geld und deshalb bitten wir Sie, liebe LeserInnen, um Ihre Unterstützung.
Herzlichen Dank!

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Tagesdosis 21.3.2020 – Liebe in Zeiten von Corona | KenFM.de

tagesdosis-2132020-–-liebe-in-zeiten-von-corona-|-kenfm.de

21-03-20 02:21:00,

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Wie kann man in der Krise so denken, fühlen und handeln, dass unser aller Leben reicher und die Krise überwunden wird? Wie finden wir heraus aus Angst und Überforderung?

Ein Kommentar von Christiane Borowy

Zurzeit werden die Menschen von der Angst vor dem Corona-Virus oder den entsprechenden politisch-gesellschaftlichen Folgen so mitgerissen, dass sie fast den Verstand zu verlieren scheinen. Beinahe-Schlägereien um Toilettenpapier und Mehl im Supermarkt oder in der Schlange vor dem Geldautomaten sind Szenarien, welche diese Angst zum Ausdruck bringen. Demgegenüber gib es auch viele Menschen, die kritisch sind und eine politisch gewünschte Panikmache zur Duldung massiver Einschränkungen der Freiheitsrechte erkennen. Es wird dabei zwischen den Extremen geschwankt: Entweder man handelt aus Angst irrational oder man handelt ausschließlich rational und ruft denen, die Angst haben noch zu: „Checkt endlich mal, dass das alles nur Hysterie und Manipulation ist!“. Beide Handlungsweisen sind, was der Münchner Traumaforscher Franz Ruppert als Kopfgeburt bezeichnet. Die Menschen verharren sowohl in ihrem Denken als auch Handeln in Überlebensstrategien. Es geht um Leben oder Tod. Entweder sterben wir alle am Virus oder durch den Verlust der Freiheitsrechte.

In ihrer dramatischen Fernsehansprache vom 18.03.2020 spricht die Bundeskanzlerin Angela Merkel davon, dass es ernst sei. Zu dieser Erkenntnis sei die Regierung durch intensiven Austausch mit Experten des Robert-Koch-Institutes gekommen. Sie wählt drastische Worte, ruft die Bevölkerung zu Verantwortung und Solidarität auf. Parallel dazu werden die Einschätzungen des Internisten und Lungenarztes Wolfgang Wodarg zum Corona-Virus intensiv diskutiert und schon titelt Die Welt am 19.03.2020: „Christian Drosten zerlegt Wodarg“.

Das Corona-Monster unter dem Bett

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Es ist wichtig, wach und aufgeklärt zu bleiben, sich zu informieren und alles, was einem medial präsentiert wird, infrage zu stellen. Ich möchte auch zeigen, dass es nicht per se ein Problem ist, sich ein paar Vorräte zuzulegen. Es ist ebenfalls nicht von vornherein ein Problem, die schnelle und plötzliche Einschränkung von Freiheitsrechten infrage zu stellen. Im Gegenteil kann beides sehr wichtig sein.

Ich sehe es jedoch als ausgesprochen schwierig an,

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Schweinegrippe 2.0

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21-03-20 02:21:00,

von Michel Chossudovsky

Am 30. Januar 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Öffentlichen Gesundheitsnotstand von Internationaler Bedeutung (Public Health Emergency of International Concern, PHEIC) in Bezug auf das neuartige Coronavirus (2019-nCoV), das als eine virale Pneumonie kategorisiert wird. Das Virus brach in der Stadt Wuhan aus, einer Stadt im Osten Chinas mit über 11 Millionen Einwohnern.

In den Wochen vor der Entscheidung am 30. Januar äußerte die WHO-Notfallkommission „unterschiedliche Ansichten“. Es waren Spaltungen innerhalb der Kommission sichtbar. Am 30. Januar wurde ohne die Stütze einer Expertenmeinung zu einer Zeit, als der Ausbruch des Coronavirus auf das chinesische Festland begrenzt war, auf unverantwortliche Weise eine weitreichende Entscheidung getroffen.

Bei ihrer ersten Sitzung äußerte die Kommission unterschiedliche Ansichten darüber, ob dieses Ereignis einen PHEIC rechtfertige oder nicht. Zu dieser Zeit lautete die Empfehlung, dass das Ereignis keinen PHEIC rechtfertigt, doch die Kommissionsmitglieder waren sich über die Dringlichkeit der Situation einig und legten nahe, dass die Kommission das Treffen am nächsten Tag fortsetzen sollte, wobei sie zu dem gleichen Schluss kam.

Diese zweite Sitzung fand in Hinblick auf bedeutende Anstiege der Anzahl von Fällen und zusätzlicher Länder, die bestätigte Fälle berichteten, statt (1).

Es gab 150 bestätigte Fälle außerhalb Chinas, als die Entscheidung getroffen wurde. 6 in den USA, 3 in Kanada, 2 in Großbritannien und so weiter.

150 bestätigte Fälle in einer Bevölkerung von 6,4 Milliarden (Weltbevölkerung von 7,8 Milliarden Minus die Bevölkerung Chinas von 1,4 Milliarden). Wie hoch ist das Risiko einer Infektion? Nahezu Null. Das ist keine Rechtfertigung, um eine weltweite Angstkampagne zu starten. Bei kürzlichen Entwicklungen stieg die Anzahl bestätigter Fälle besonders in Südkorea, im Iran und in Italien.

Die WHO handelte nicht, um die weltweite öffentliche Meinung zu beruhigen und zu informieren. Eher das Gegenteil: Es wurde eher eine „Angst-Pandemie“ losgetreten als ein Öffentlicher Gesundheitsnotstand von Internationaler Bedeutung (PHEIC). Panik und Unsicherheit wurden durch eine sorgfältig geplante Medien-Desinformationskampagne geradezu gefördert.

Dies führte fast unmittelbar zu wirtschaftlichen Verwerfungen, einer Handels- und Transportkrise mit China, die die wichtigsten Fluglinien und Schifffahrtunternehmen betraf. In westlichen Ländern wurde in Folge des Einsturzes der Aktienmärkte Ende Februar, ganz zu schweigen von der Krise in der Tourismusindustrie, eine Hasskampagne gegen die chinesische Ethnie gestartet. Dies wäre ohne die Desinformationskampagne in Kombination mit dem Vorsatz der US-Regierung,

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Im Banne des Virus

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21-03-20 02:20:00,

Hysterie spiegelt Urängste, die aus unserem tiefsten Inneren an die Oberfläche geholt wurden.

Dabei wird immer auf ein ganz bestimmtes Risiko gezeigt, dieses Risiko überhöht und andere Aspekte des Phänomens unterbewertet oder völlig vernachlässigt.

Hysterie ist eindimensional.

Zudem ist Hysterie gefährlich. Denn sie läuft nach einem Eskalationsprogramm, das sich selbst nur durch völlige Erschöpfung beenden kann. Ansonsten sind zwingend äußere Trigger erforderlich, die in der Lage sind zu deeskalieren.

Dabei kann bereits das Nichtmittragen der Hysterie für uns sehr unangenehm werden. Das Subjekt wird ausgegrenzt, stigmatisiert und unter Umständen bekämpft.

Wenn Menschen außerhalb der Hysterie eine Deeskalation in hysteriesierten Menschen, ja gar Gruppen einzuleiten versuchen, kann das böse ausgehen. Denn nun werden diese Menschen ihrerseits als Gefahr angesehen. Mitarbeiter von Notdiensten und Einsatzkräfte benötigen daher geschulte Fähigkeiten, um das Risiko zu vermindern, ihrerseits in die Eskalation gezogen zu werden.

Eine Gruppe, eine Gesellschaft Hysteriesierter ist unentwegt dabei, sich gegenseitig selbst zu bestätigen und so das Ego in der Gruppe zu stärken. Die nicht in der Situation Gefangenen werden als „nicht normal” angesehen.

Bestimmte Menschen mit pathologischen Charakteren wissen, dass Hysterie ein äußerst leistungsfähiges Instrument der Manipulation ist und sind skrupellos genug, Menschen in Hysterie zu versetzen. In dem man die so Benutzten in der jeweiligen Hysterie konsequent stärkt, befähigt man diese, Handlungen im Interesse des Manipulators zu begehen.

Solche Leute achten gut darauf, dass der Angstfokus nicht verloren geht. Damit werden sowohl deren eigentlichen Ziele unsichtbar, als auch all jene Aspekte, die für die Realität der Menschen nach wie vor wichtig, ja lebensnotwendig sind.

Menschen in Macht sind allerdings keineswegs grundsätzlich so berechnend, wie gerade angezeigt. Der Großteil ist seinerseits in Ängsten gefangen und überträgt diese nun – aufgrund seiner Position im hierarchisch strukturierten Machtgefüge – auf große Gruppen von Menschen. Hier wird auf fatale Weise offensichtlich, wie machtgläubig die Mehrheit der Menschen ist, wie blind sie „denen da oben” oft vertraut.

Hysterie baut Armeen auf. Das sind soziale Gruppen die sich in dem einzigen Ziel verbunden fühlen, die vermeintlichen „objektiven” Ursachen der „notwendigen Handlungen”, die in die Hysterie gepackt werden, zu bekämpfen. In solch einer extremen Befangenheit handeln diese aktionistisch und affektiv.

Die natürlichen sozialen Bindungen dagegen, werden in solchen Situationen gekappt. Das über lange Zeit und organisch gewachsene Verbundensein mit anderen Menschen,

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Sinnentleerter Kampfbegriff

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21-03-20 11:52:00,

Wie das? Der Begriff „Faschismus“ ist im Augenblick häufiger im Gebrauch als der Begriff „Coronavirus“. Es ist in der Tat Schreckliches passiert. Da hat ein Irrer mal eben absolut friedliche Bürger aus Hanau niedergeschossen. Unser Mitgefühl gehört den Opfern und ihren Angehörigen. Der Amokläufer hat zuvor ein Video produziert, in dem er „minderwertige Völker“ der Auslöschung zuführen möchte. Sofort, wie aus der Pistole geschossen, kommt die Diagnose: Der Mann ist ein Faschist. Kein Zweifel: Der Amokläufer ist rassistisch, eugenisch infiziert, hasserfüllt, besessen von Nazi-Phantasien, und, selbstverständlich — faschistoid. Aber: Ist der Amokläufer Teil eines faschistischen Terrornetzwerkes gewesen? Agierten hier im Hintergrund Geheimdienste, wie bei den NSU-Mördern?

Da tun sich in Thüringen Landtagsabgeordnete von unterschiedlichen Fraktionen zusammen, um den ungeheuer beliebten Ministerpräsidenten von Thüringen, Bodo Ramelow, durch eine schmutzige Koalition aus CDU, FDP und AfD zu stürzen und an seiner Stelle einen Wessi-Import und Konjunkturritter der DDR-Abwicklung zum neuen Ministerpräsidenten zu küren (1).

Sofort ist das Urteil klar: CDU und FDP haben einen Tabubruch begangen und der „liberale“ FDP-Mann Kemmerich hat sich von den „Faschisten“ der AfD zum Ministerpräsidenten des Freistaats Thüringen wählen lassen. Da interessiert es wenig, dass die Funktionseliten der AfD zum großen Teil aus dem Stall der FDP und CDU/CSU stammen. Der starke Mann der Thüringer AfD, Björn Höcke, sei gar ein „Nazi“.

Doch auch die derart begrifflich nazifizierten und faschisierten AfDler und ihre buntscheckigen Sympathisanten sind nicht zimperlich. Sie schimpfen mit Eifer gegen einen „linksgrün versifften Ökofaschismus“, der die glücklichen Autofahrer mit Geschwindigkeitsbegrenzungen versklaven will.

Auch die Anhänger von Thilo Sarrazin sprechen gerne von einem „Islamfaschismus“.

Offenbar sind wir von Faschisten aller nur denkbaren politischen Färbungen nur so umzingelt. Es sind noch viele Komposita vakant: Wie wäre es mit „Musikfaschist“, „Eiscremefaschist“? Wir schaffen das. Und vor allen Dingen bringen wir das durchaus wichtige Wort Faschismus mit derlei törichtem Geplapper schnell zur Strecke. Vielleicht geschieht diese alberne Faschismus-Inflationierung nicht ganz absichtslos? Was machen wir denn, wenn tatsächlich mal wieder ein „echter“ Faschismus über uns hinweg marschiert? Wenn der Faschismus wieder Millionen Menschen auf das Schlachtfeld jagt und weitere Millionen Menschen in Konzentrationslagern auf Haut und Knochen herunterfoltert? Hier hilft nur, uns mal wieder den eigentlichen Inhalt des Wortes Faschismus nahezubringen.

Fangen wir damit an. Destillieren wir den unverfälschten Faschismus. Da gab es den ehemaligen Sozialisten Benito Mussolini.

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Covid-19: Propaganda und Manipulation, von Thierry Meyssan

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21-03-20 11:50:00,

Hinsichtlich der Covid-19-Epidemie und der Art, wie die Regierungen darauf reagieren, betont Thierry Meyssan, dass die autoritären Entscheidungen Italiens und Frankreichs keinerlei medizinische Rechtfertigung haben. Sie widersprechen den Beobachtungen der besten Spezialisten für Infektionskrankheiten und den Anweisungen der Weltgesundheitsorganisation.

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Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang kam, um die Operationen in Wuhan zu leiten und das “himmlische Mandat” am 27. Januar 2020 wiederherzustellen.

Auftauchen der Epidemie in China

Am 17. November 2019 wurde in der chinesischen Provinz Hubei der erste Fall einer mit Covid-19 infizierten Person diagnostiziert. Die Ärzte versuchten zunächst, sich über die Schwere der Krankheit zu verständigen, stießen aber auf die Verweigerung der regionalen Behörden. Erst als die Zahl der Fälle zunahm und die Bevölkerung den Ernst der Lage erkannte, intervenierte die Zentralregierung.

Diese Epidemie hat keine signifikante statistische Bedeutung. Sie führt nur in sehr wenigen Fällen zum Tode, auch wenn diejenigen, die sie tötet, eine schreckliche Atemnot erleiden.

Seit der Antike hat der Himmel in der chinesischen Kultur dem Kaiser den Auftrag erteilt, seine Untertanen zu regieren [1]. Wenn er ihn zurückzieht, trifft eine Katastrophe das Land: Epidemie, Erdbeben usw. Obwohl wir uns in der Neuzeit befinden, fühlte sich Präsident Xi durch die Unzulänglichkeit der Hubei-Regionalregierung bedroht. Der Staatsrat hat die Dinge daher selbst in die Hand genommen. Er zwang die Bevölkerung von Hubeis Hauptstadt Wuhan, in ihren Häusern zu bleiben. Er baute in wenigen Tagen Krankenhäuser; schickte Teams in jedes Haus, um die Temperatur jedes Bewohners zu messen; brachte alle potenziell infizierten Personen in Krankenhäuser, um sie zu testen; ließ Personen, die infiziert waren, mit Chloroquinphosphat behandeln, und schickte die anderen nach Hause; die schwererkrankten Personen wurden in Reanimationsstationen mit dem künstlich erzeugten Alfa 2B Interferon (IFNrec) behandelt. Diese gewaltige Operation war für die öffentliche Gesundheit nicht erforderlich, sondern nur dafür erforderlich zu beweisen, dass die Kommunistische Partei immer noch das himmlische Mandat genießt.

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Auf einer Pressekonferenz über Covid-19 tritt der stellvertretende iranische Gesundheitsminister Iraj Harirchi als infizierte Person vor die Öffentlichkeit.

Verbreitung im Iran

Die Epidemie breitet sich Mitte Februar 2020 von China auf den Iran aus. Diese beiden Länder sind seit der Antike eng miteinander verbunden. Sie teilen viele gemeinsame kulturelle Elemente. Allerdings ist die iranische Bevölkerung hinsichtlich der Lunge die fragilste der Welt. Fast alle Männer über sechzig leiden unter den Nachwirkungen der US-Kampfgase,

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Der Corona-Frieden

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21-03-20 11:48:00,

Defender 2020 soll(te) inklusive Rückverlegung bis in den Spätsommer andauern. Der Höhepunkt des Manövers soll(te) pünktlich zum 75. Jahrestag des Sieges über den Faschismus, der unzweifelhaft im Wesentlichen der Sowjetunion zu verdanken ist, stattfinden – an den Grenzen der Russischen Föderation. Ein größeres Sensibilitätsdefizit ist kaum vorstellbar, will man das Manöver noch mit Wohlwollen betrachten. Bei realistischer Betrachtung hingegen bleibt festzuhalten, dass es sich um eine kalte Provokation unter maßgeblicher Beteiligung Deutschlands gegen Russland handelt(e). Das Feindbild Russland muss schließlich gepflegt werden, komme was wolle. Oder doch nicht?

Die Kalten Krieger der NATO haben sich verschätzt, was ihre propagandistische Überzeugungskraft anbetrifft.

Seit über 10 Jahren wird in EU- und NATO-Brüssel sowie den USA und im politischen Berlin gegen Russland gehetzt. Die Vorstellung, dass auch Russland, China, Iran etc eigene – mit dem Westen nicht harmonisierbare – Interessen haben könnten und auch noch die Dreistigkeit besitzen, diese zu artikulieren bzw. zu materialisieren, statt sich der pax americana (US-geführte Weltordnung) zu unterwerfen, übersteigt sämtliche westlichen Vorstellungskräfte und Akzeptanzen.

Also werden die Instrumente gezeigt – eine im Mittelalter gerne verwendete Redewendung für die Androhung von Folter:

Massive Aufrüstungsprogramme, NATO-Osterweiterung, fortgesetzte friedliche und nichtfriedliche Regime Change-Politik, Handels- und Wirtschaftskrieg – inklusive unilateraler und somit illegaler Sanktionen – sowie Informations- und Propagandakrieg. Kurzum: Also alles, was der Instrumentenkasten unterhalb der Schwelle einer realen militärischen Auseinandersetzung so hergibt – zumindest bislang.

Russland seinerseits antwortet ebenfalls mit mittlerweile ausgeklügelten soft power Maßnahmen, die dem des Westens in nichts nachstehen, was den Westen umso fassungsloser macht. Es ist selbstverständlich in den Augen des „Guten Westens“, dass westliche Medien in Russland berichten dürfen, geht es doch um die Freiheit (wessen Freiheit eigentlich?). Es ist aber eine Anmaßung, dass russische Medien im Westen operieren und da bei sogar eine hohe gesellschaftliche Aufmerksamkeit generieren, was so manche transatlantisch orientierten Journalistinnen zur Verzweiflung treibt.

Zum guten Ton westlicher Medien gehört es, den JournalistInnen der russischen Medien die Professionalität abzusprechen und stets darauf hinzuweisen, dass diese Medien „Kreml-finanziert“ seien. Diese Kritik mag zutreffend sein. Die Frage ist nur, ob westliche öffentlich-rechtliche und Konzernmedien bzw. deren Redaktionen sich in der journalistischen Praxis tatsächlich ausschließlich der Wahrhaftigkeit und Objektivität verpflichtet sehen oder ob nicht ein gehöriges Maß Ideologie deren Berichterstattung lenkt. Allein in meiner Dissertationsschrift zur westlichen Berichterstattung hinsichtlich des Krieges im ehemaligen Jugoslawien konnte ich massenhafte ideologische Argumentationsmuster und platteste Propaganda nachweisen.

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