Africom verlässt uns – und das ist auch gut so!

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12-08-20 03:24:00,

Donald Trumps Truppenabzug betrifft auch die berühmt-berüchtigte Kommandozentrale von Africom in Stuttgart. Doch während Politik und Wirtschaft den Abzug bedauern, wird verdrängt, dass in Stuttgart Drohnenmorde koordiniert werden. Von Emran Feroz.

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Schon seit längerem schwadroniert US-Präsident und Commander-in-Chief Donald Trump davon, Tausende von Soldaten heimbringen zu wollen. Nun scheint es soweit zu sein. Vom Abzug betroffen sind nicht nur Länder wie Afghanistan, sondern auch Deutschland. 12.000 US-Soldaten sollen laut Trumps „strategischen Plänen“ das Land verlassen. Von den abgezogenen Soldaten sollen rund 6.400 in die USA zurückgeholt und 5.400 in andere europäische Länder verlegt werden. Laut Verteidigungsminister Mark Esper soll der Teilabzug „so schnell wie möglich“ umgesetzt werden. Die Prozedur wird von Washington auch als eine Art Strafe dargestellt, da Deutschland seinen NATO-Verpflichtungen nicht ausreichend nachgekommen sein soll. „We don’t want to be the suckers anymore“, sagte Trump während einer Pressekonferenz im Weißen Haus am vergangenen Mittwoch.

Von den Plänen betroffen sind Bayern, Rheinland-Pfalz und natürlich Baden-Württemberg. Die Reaktionen aus Politik und Wirtschaft hätten vorhersehbarer nicht sein können. Markus Söder bedauerte die „bewusste Entscheidung gegen Deutschland“ und sprach von einer Belastung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses. Der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn kritisierte Trumps Konzept. „Mit ihrer Entscheidung kündigt die US-Administration unter Präsident Trump Hals über Kopf die seit Jahrzehnten gewachsene enge Zusammenarbeit in einer Strafaktion gegen einen Verbündeten und ohne Konsens im US-Kongress auf“, hieß es seitens Kuhns.

Währenddessen machen sich andere um die wirtschaftlichen Folgen Sorgen. „Die stationierten Truppen sind Konsumenten, sie investieren in Güter und nutzen Dienstleistungen in der Region Stuttgart“, meinte etwa Johannes Schmalzl, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart.

Mittlerweile steht fest, dass die beiden Kommandozentralen Eucom und Africom verlegt werden sollen. Doch während Erstere von Stuttgart-Vaihingen ins belgische Mons ziehen soll, ist der neue Standort von Africom weiterhin unbekannt. Dies sollte nicht verwunderlich sein, wenn man bedenkt, dass damals, sprich, vor 2008, viele europäische Staaten an einer Stationierung kein Interesse zeigten, während Deutschland sich willig anbot.

Umso besorgniserregender ist die Tatsache, dass im Kontext des Truppenabzugs fast ausschließlich von wirtschaftlichen Folgen und transatlantischen Beziehungen die Rede ist.

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AFRICOM: A Neocolonial Occupation Force?

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12-12-18 08:03:00,

Amid the George HW Bush imperial death-orgy, the endless saga of Midtown Mussolini’s daily news cycle, the seemingly unprecedented political upsurge in France, and countless other show-stopping news stories, you likely missed three very sad, yet revealing, incidents out of the Sahel region of West-Central Africa.

First, on November 18th, a massive offensive against a Nigerian military base by a faction of the Boko Haram terror group known as the Islamic State West Africa (ISWAP) killed upwards of 100 soldiers. The surprise attack came at a time when Nigerian President Muhammadu Buhari, who famously (and repeatedly) has declared victory against Boko Haram and terrorism, has faced a crisis of legitimacy, falling approval ratings, and an impending election in early 2019.

Just days later, on November 22nd, while most Americans were gathering with family and eating turkey on Thanksgiving, a contingent of about 50 armed militants kidnapped at least 15 girls in Niger, just outside a town in the Diffa region, near the border with Nigeria. While Boko Haram did not officially claim responsibility, many have attributed the action to the terror group, or one of its factions, given their propensity to use kidnappings for propaganda and fundraising.

And on the very same day, also in Diffa near the Niger-Nigeria border, suspected Boko Haram militants killed seven employees of Foraco, a French well drilling and mining company.

This spate of deadly, and rather brazen, attacks on civilians along the Niger-Nigeria border paints a troubling picture of the continued instability of the region, and give the lie to the idea that counter-terrorism operations, ongoing for a number of years now, have put Boko Haram and other terror groups on the back foot.

This reality is undoubtedly a political liability for Nigerian President Buhari who was elected on the promise of stamping out terrorism and bringing stability and the rule of law to Nigeria. Of course, a number of uncomfortable questions can and should be asked of Buhari, his top military commanders, and other bureaucrats in his administration.

But perhaps the more salient questions should be posed, not to Nigeria’s government, but to the US Government itself, and specifically its African Command (AFRICOM). For it is Washington,

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