Wer ist der Sünder?

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19-07-19 05:39:00,

Ein chinesisches Märchen

Etwas Nachdenkliches zwischendurch zum Wochenende:
Die Märchen aller Völker sind oft voll tiefer Weisheit. Das folgende kleine chinesische Märchen stammt aus mündlicher Überlieferung. Es lebt also im Erzählschatz des Volkes, das sich in einer höheren Gerechtigkeit eingebettet empfindet.

Es waren einmal zehn Bauern, die gingen miteinander über Feld. Da wurden sie von einem schweren Gewitter überrascht und flüchteten sich in einen halb zerfallenen Tempel. Der Donner aber kam immer näher und machte ein Getöse, dass die Luft ringsum erzitterte. Zu ihrem Erschrecken fuhr fortwährend ein Blitz kreisend um den Tempel herum. –

Die Bauern fürchteten sich sehr und dachten, es müsse wohl ein Sünder unter ihnen sein, den der Blitz erschlagen wolle. Um herauszubringen, wer es sei, machten sie aus, ihre Strohhüte vor die Tür zu hängen; wessen Hut weggeweht werde, der solle sich dem Schicksal stellen.

Kaum waren die Hüte draußen, so ward auch einer weggeweht. Und mitleidlos stießen die andern den Unglücklichen vor die Tür. Als er aber den Tempel verlassen hatte, da hörte der Blitz zu kreisen auf, schlug krachend ein und tötete alle neun Bauern, die zurückgeblieben waren.

Der eine, den sie verstoßen hatten, war der einzige Gerechte gewesen, um dessentwillen der Blitz das Haus so lange verschonte. So mussten die neun ihre Hartherzigkeit mit dem Leben bezahlen.

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Gaslight – Film, Literature and the New World Order

Originally Broadcast: September 17, 2013

SHOW NOTES AND MP3: https://www.corbettreport.com/?p=8010

In this edition of Film, Literature and the New World Order we welcome Thomas Sheridan, author of The Anvil of the Psyche, to discuss Gaslight, the 1940 British psychological thriller that introduced us to the concept of ‘gaslighting.’ In the discussion we point out how common gaslighting is, ask “Are you being gaslighted?”, talk about techniques for defending oneself from gaslighting, and talk about how this technique is used on a societal level by the psychopaths at the top of the pyramid.

Against Intellectual Monopoly with David K. Levine

SHOW NOTES AND MP3: https://www.corbettreport.com/?p=32040

David K. Levine is an economist at the European University Institute and at Washington University in St. Louis. He is the author with Michele Boldrin of Against Intellectual Monopoly, an empirical study of the economics of intellectual property that concludes that IP is not necessary for innovation and as a practical matter is damaging to growth, prosperity and liberty.

10 Beispiele, warum Auskunftssperren kein Luxus für wenige sein dürfen

17-07-19 07:04:00,

Nur bei einer „Gefahr für Leben, Gesundheit und perönliche Freiheit“ kann man bei den Einwohnermeldeämtern eine Auskunftssperre beantragen, so steht es im Bundesmeldegesetz. Wer die Adresse eines anderen erfragt, muss dafür nicht mal Gründe nennen. Wer verhindern will, dass seine oder ihre Adresse einfach so an andere Privatpersonen weitergegeben wird, muss in Deutschland schon einiges auffahren.

Die Bremer Datenschutzbeauftragte Imke Sommer will das gerne ändern. Sie plädiert dafür, das Melderecht anzupassen und die Hürden für eine Auskunftssperre zu senken. Die Adresse des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mehrere Morddrohungen erhielt, war bekannt und auf der rechten Website PI-News nachzulesen.

Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
  5. Du bist Jüdin und schreibst eine Kolumne über deine alltäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Auf Social-Media-Plattformen bekommst du dafür Dinge zu lesen,

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  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
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  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
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  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
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  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
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Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
  5. Du bist Jüdin und schreibst eine Kolumne über deine alltäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Auf Social-Media-Plattformen bekommst du dafür Dinge zu lesen,

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  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
  5. Du bist Jüdin und schreibst eine Kolumne über deine alltäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Auf Social-Media-Plattformen bekommst du dafür Dinge zu lesen,

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10 Beispiele, warum Auskunftssperren kein Luxus für wenige sein dürfen

17-07-19 07:04:00,

Nur bei einer „Gefahr für Leben, Gesundheit und perönliche Freiheit“ kann man bei den Einwohnermeldeämtern eine Auskunftssperre beantragen, so steht es im Bundesmeldegesetz. Wer die Adresse eines anderen erfragt, muss dafür nicht mal Gründe nennen. Wer verhindern will, dass seine oder ihre Adresse einfach so an andere Privatpersonen weitergegeben wird, muss in Deutschland schon einiges auffahren.

Die Bremer Datenschutzbeauftragte Imke Sommer will das gerne ändern. Sie plädiert dafür, das Melderecht anzupassen und die Hürden für eine Auskunftssperre zu senken. Die Adresse des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mehrere Morddrohungen erhielt, war bekannt und auf der rechten Website PI-News nachzulesen.

Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
  5. Du bist Jüdin und schreibst eine Kolumne über deine alltäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Auf Social-Media-Plattformen bekommst du dafür Dinge zu lesen,

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Nur bei einer „Gefahr für Leben, Gesundheit und perönliche Freiheit“ kann man bei den Einwohnermeldeämtern eine Auskunftssperre beantragen, so steht es im Bundesmeldegesetz. Wer die Adresse eines anderen erfragt, muss dafür nicht mal Gründe nennen. Wer verhindern will, dass seine oder ihre Adresse einfach so an andere Privatpersonen weitergegeben wird, muss in Deutschland schon einiges auffahren.

Die Bremer Datenschutzbeauftragte Imke Sommer will das gerne ändern. Sie plädiert dafür, das Melderecht anzupassen und die Hürden für eine Auskunftssperre zu senken. Die Adresse des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mehrere Morddrohungen erhielt, war bekannt und auf der rechten Website PI-News nachzulesen.

Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
  5. Du bist Jüdin und schreibst eine Kolumne über deine alltäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Auf Social-Media-Plattformen bekommst du dafür Dinge zu lesen,

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Nur bei einer „Gefahr für Leben, Gesundheit und perönliche Freiheit“ kann man bei den Einwohnermeldeämtern eine Auskunftssperre beantragen, so steht es im Bundesmeldegesetz. Wer die Adresse eines anderen erfragt, muss dafür nicht mal Gründe nennen. Wer verhindern will, dass seine oder ihre Adresse einfach so an andere Privatpersonen weitergegeben wird, muss in Deutschland schon einiges auffahren.

Die Bremer Datenschutzbeauftragte Imke Sommer will das gerne ändern. Sie plädiert dafür, das Melderecht anzupassen und die Hürden für eine Auskunftssperre zu senken. Die Adresse des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mehrere Morddrohungen erhielt, war bekannt und auf der rechten Website PI-News nachzulesen.

Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
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Die Bremer Datenschutzbeauftragte Imke Sommer will das gerne ändern. Sie plädiert dafür, das Melderecht anzupassen und die Hürden für eine Auskunftssperre zu senken. Die Adresse des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mehrere Morddrohungen erhielt, war bekannt und auf der rechten Website PI-News nachzulesen.

Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
  5. Du bist Jüdin und schreibst eine Kolumne über deine alltäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Auf Social-Media-Plattformen bekommst du dafür Dinge zu lesen,

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Nur bei einer „Gefahr für Leben, Gesundheit und perönliche Freiheit“ kann man bei den Einwohnermeldeämtern eine Auskunftssperre beantragen, so steht es im Bundesmeldegesetz. Wer die Adresse eines anderen erfragt, muss dafür nicht mal Gründe nennen. Wer verhindern will, dass seine oder ihre Adresse einfach so an andere Privatpersonen weitergegeben wird, muss in Deutschland schon einiges auffahren.

Die Bremer Datenschutzbeauftragte Imke Sommer will das gerne ändern. Sie plädiert dafür, das Melderecht anzupassen und die Hürden für eine Auskunftssperre zu senken. Die Adresse des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mehrere Morddrohungen erhielt, war bekannt und auf der rechten Website PI-News nachzulesen.

Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
  5. Du bist Jüdin und schreibst eine Kolumne über deine alltäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Auf Social-Media-Plattformen bekommst du dafür Dinge zu lesen,

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Nur bei einer „Gefahr für Leben, Gesundheit und perönliche Freiheit“ kann man bei den Einwohnermeldeämtern eine Auskunftssperre beantragen, so steht es im Bundesmeldegesetz. Wer die Adresse eines anderen erfragt, muss dafür nicht mal Gründe nennen. Wer verhindern will, dass seine oder ihre Adresse einfach so an andere Privatpersonen weitergegeben wird, muss in Deutschland schon einiges auffahren.

Die Bremer Datenschutzbeauftragte Imke Sommer will das gerne ändern. Sie plädiert dafür, das Melderecht anzupassen und die Hürden für eine Auskunftssperre zu senken. Die Adresse des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mehrere Morddrohungen erhielt, war bekannt und auf der rechten Website PI-News nachzulesen.

Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
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Die Bremer Datenschutzbeauftragte Imke Sommer will das gerne ändern. Sie plädiert dafür, das Melderecht anzupassen und die Hürden für eine Auskunftssperre zu senken. Die Adresse des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mehrere Morddrohungen erhielt, war bekannt und auf der rechten Website PI-News nachzulesen.

Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
  5. Du bist Jüdin und schreibst eine Kolumne über deine alltäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Auf Social-Media-Plattformen bekommst du dafür Dinge zu lesen,

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Die Bremer Datenschutzbeauftragte Imke Sommer will das gerne ändern. Sie plädiert dafür, das Melderecht anzupassen und die Hürden für eine Auskunftssperre zu senken. Die Adresse des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mehrere Morddrohungen erhielt, war bekannt und auf der rechten Website PI-News nachzulesen.

Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
  5. Du bist Jüdin und schreibst eine Kolumne über deine alltäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Auf Social-Media-Plattformen bekommst du dafür Dinge zu lesen,

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Nur bei einer „Gefahr für Leben, Gesundheit und perönliche Freiheit“ kann man bei den Einwohnermeldeämtern eine Auskunftssperre beantragen, so steht es im Bundesmeldegesetz. Wer die Adresse eines anderen erfragt, muss dafür nicht mal Gründe nennen. Wer verhindern will, dass seine oder ihre Adresse einfach so an andere Privatpersonen weitergegeben wird, muss in Deutschland schon einiges auffahren.

Die Bremer Datenschutzbeauftragte Imke Sommer will das gerne ändern. Sie plädiert dafür, das Melderecht anzupassen und die Hürden für eine Auskunftssperre zu senken. Die Adresse des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mehrere Morddrohungen erhielt, war bekannt und auf der rechten Website PI-News nachzulesen.

Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
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Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
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Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
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  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
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17-07-19 07:04:00,

Nur bei einer „Gefahr für Leben, Gesundheit und perönliche Freiheit“ kann man bei den Einwohnermeldeämtern eine Auskunftssperre beantragen, so steht es im Bundesmeldegesetz. Wer die Adresse eines anderen erfragt, muss dafür nicht mal Gründe nennen. Wer verhindern will, dass seine oder ihre Adresse einfach so an andere Privatpersonen weitergegeben wird, muss in Deutschland schon einiges auffahren.

Die Bremer Datenschutzbeauftragte Imke Sommer will das gerne ändern. Sie plädiert dafür, das Melderecht anzupassen und die Hürden für eine Auskunftssperre zu senken. Die Adresse des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mehrere Morddrohungen erhielt, war bekannt und auf der rechten Website PI-News nachzulesen.

Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
  5. Du bist Jüdin und schreibst eine Kolumne über deine alltäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Auf Social-Media-Plattformen bekommst du dafür Dinge zu lesen,

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10 Beispiele, warum Auskunftssperren kein Luxus für wenige sein dürfen

17-07-19 07:04:00,

Nur bei einer „Gefahr für Leben, Gesundheit und perönliche Freiheit“ kann man bei den Einwohnermeldeämtern eine Auskunftssperre beantragen, so steht es im Bundesmeldegesetz. Wer die Adresse eines anderen erfragt, muss dafür nicht mal Gründe nennen. Wer verhindern will, dass seine oder ihre Adresse einfach so an andere Privatpersonen weitergegeben wird, muss in Deutschland schon einiges auffahren.

Die Bremer Datenschutzbeauftragte Imke Sommer will das gerne ändern. Sie plädiert dafür, das Melderecht anzupassen und die Hürden für eine Auskunftssperre zu senken. Die Adresse des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mehrere Morddrohungen erhielt, war bekannt und auf der rechten Website PI-News nachzulesen.

Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
  5. Du bist Jüdin und schreibst eine Kolumne über deine alltäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Auf Social-Media-Plattformen bekommst du dafür Dinge zu lesen,

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17-07-19 07:04:00,

Nur bei einer „Gefahr für Leben, Gesundheit und perönliche Freiheit“ kann man bei den Einwohnermeldeämtern eine Auskunftssperre beantragen, so steht es im Bundesmeldegesetz. Wer die Adresse eines anderen erfragt, muss dafür nicht mal Gründe nennen. Wer verhindern will, dass seine oder ihre Adresse einfach so an andere Privatpersonen weitergegeben wird, muss in Deutschland schon einiges auffahren.

Die Bremer Datenschutzbeauftragte Imke Sommer will das gerne ändern. Sie plädiert dafür, das Melderecht anzupassen und die Hürden für eine Auskunftssperre zu senken. Die Adresse des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mehrere Morddrohungen erhielt, war bekannt und auf der rechten Website PI-News nachzulesen.

Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
  5. Du bist Jüdin und schreibst eine Kolumne über deine alltäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Auf Social-Media-Plattformen bekommst du dafür Dinge zu lesen,

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Nur bei einer „Gefahr für Leben, Gesundheit und perönliche Freiheit“ kann man bei den Einwohnermeldeämtern eine Auskunftssperre beantragen, so steht es im Bundesmeldegesetz. Wer die Adresse eines anderen erfragt, muss dafür nicht mal Gründe nennen. Wer verhindern will, dass seine oder ihre Adresse einfach so an andere Privatpersonen weitergegeben wird, muss in Deutschland schon einiges auffahren.

Die Bremer Datenschutzbeauftragte Imke Sommer will das gerne ändern. Sie plädiert dafür, das Melderecht anzupassen und die Hürden für eine Auskunftssperre zu senken. Die Adresse des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mehrere Morddrohungen erhielt, war bekannt und auf der rechten Website PI-News nachzulesen.

Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
  5. Du bist Jüdin und schreibst eine Kolumne über deine alltäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Auf Social-Media-Plattformen bekommst du dafür Dinge zu lesen,

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Nur bei einer „Gefahr für Leben, Gesundheit und perönliche Freiheit“ kann man bei den Einwohnermeldeämtern eine Auskunftssperre beantragen, so steht es im Bundesmeldegesetz. Wer die Adresse eines anderen erfragt, muss dafür nicht mal Gründe nennen. Wer verhindern will, dass seine oder ihre Adresse einfach so an andere Privatpersonen weitergegeben wird, muss in Deutschland schon einiges auffahren.

Die Bremer Datenschutzbeauftragte Imke Sommer will das gerne ändern. Sie plädiert dafür, das Melderecht anzupassen und die Hürden für eine Auskunftssperre zu senken. Die Adresse des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mehrere Morddrohungen erhielt, war bekannt und auf der rechten Website PI-News nachzulesen.

Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
  5. Du bist Jüdin und schreibst eine Kolumne über deine alltäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Auf Social-Media-Plattformen bekommst du dafür Dinge zu lesen,

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Nur bei einer „Gefahr für Leben, Gesundheit und perönliche Freiheit“ kann man bei den Einwohnermeldeämtern eine Auskunftssperre beantragen, so steht es im Bundesmeldegesetz. Wer die Adresse eines anderen erfragt, muss dafür nicht mal Gründe nennen. Wer verhindern will, dass seine oder ihre Adresse einfach so an andere Privatpersonen weitergegeben wird, muss in Deutschland schon einiges auffahren.

Die Bremer Datenschutzbeauftragte Imke Sommer will das gerne ändern. Sie plädiert dafür, das Melderecht anzupassen und die Hürden für eine Auskunftssperre zu senken. Die Adresse des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mehrere Morddrohungen erhielt, war bekannt und auf der rechten Website PI-News nachzulesen.

Aber nicht nur offen gegen Rassismus engagierte Politiker wie Lübcke sind auf solche Auskunftssperren angewiesen. Wir haben zehn realistische Szenarien gesammelt, die zeigen: Wenn die eigene Adresse für jeden derart leicht zu erfahren ist, dann hat das Konsequenzen für Menschen, die einem Risiko ausgesetzt sind.

  1. Du bist investigative Journalistin und recherchierst zu rechten Netzwerken, der Identitären Bewegung und der AfD. Du willst gerne weiter ruhig in deinem eigenen Bett schlafen können. Doch dein Name steht auf diversen Listen mit politischen Gegnern, die in der Szene kursieren.
  2. Dein Ex-Freund steht nachts regelmäßig vor deiner Haustür, obwohl du dich schon vor Monaten getrennt hast. Um ihm zu entkommen, wechselst du sogar den Job und ziehst in eine neue Stadt. Aber ohne Auskunftssperre wirst du auch so keine Ruhe finden, denn er kann deine neue Adresse jederzeit problemlos herausbekommen.
  3. Du bist Gerichtsvollzieher und stehst regelmäßig ohne Vorankündigung vor der Tür anderer Leute, um ihren Fernseher, ihre Armbanduhr oder ihr Auto zu pfänden. Kein Job, in dem man sich besonders beliebt macht, manche der Leute reagieren aggressiv. Ein pauschales Recht auf eine Auskunftssperre hast du trotzdem nicht.
  4. Du bist Ärztin und siehst es als deine Pflicht, ungewollt schwangeren Frauen mit einem professionellen Schwangerschaftsabbruch zu helfen. In deiner Kleinstadt nimmt außer dir niemand mehr Abbrüche vor, also tust du es. Dass deswegen regelmäßig radikale Abtreibungsgegner:innen vor deiner Praxis demonstrieren, nimmst du in Kauf. Aber wenigstens zu Hause möchtest du noch deine Ruhe haben.
  5. Du bist Jüdin und schreibst eine Kolumne über deine alltäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Auf Social-Media-Plattformen bekommst du dafür Dinge zu lesen,

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