JFK vs. Allen Dulles. Battleground Indonesia. A Review of Greg Poulgrain’s Book – Global Research

03-02-21 05:03:00,

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Before I digress slightly, let me state from the outset that the book by Greg Poulgrain that I am about to review is extraordinary by any measure. The story he tells is one you will read nowhere else, especially in the way he links the assassination of President Kennedy to former CIA Director Allen Dulles and the engineering by the latter of one of the 20th century’s most terrible mass murders.  It will make your hair stand on end and should be read by anyone who cares about historical truth.

About twelve years ago I taught a graduate school course to Massachusetts State Troopers and police officers from various cities and towns.  As part of the course material, I had created a segment on the history of the United States’ foreign policy, with particular emphasis on Indonesia.

No one in this class knew anything about Indonesia, not even where it was. These were intelligent, ambitious adults, eager to learn, all with college degrees. This was in the midst of the “war on terror” – i.e. war on Muslim countries – and the first year of Barack Obama’s presidency.  Almost all the class had voted for Obama and were aware they he had spent some part of his youth in this unknown country somewhere far away.

I mention this as a preface to this review of JFK vs. Dulles, because its subtitle is Battleground Indonesia, and my suspicion is that those students’ lack of knowledge about the intertwined history of Indonesia and the U.S. is as scanty today among the general public as it was for my students a dozen years ago.

This makes Greg Poulgrain’s remarkable book – JFK vs. Allen Dulles: Battleground Indonesia – even more important since it is a powerful antidote to such ignorance, and a reminder for those who have fallen, purposefully or not, into a state of historical amnesia that has erased the fact that the U.S. has committed systematic crimes that have resulted in the deaths of more than a million Indonesians and many more millions throughout the world over innumerable decades.

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Zwischen allen Stühlen

28-01-20 12:54:00,

Rudi Dutschke hatte schon in den 1970er Jahren das zerstört, was sein Weggefährte, der Schriftsteller Michael Schneider, erst viel später, nach der Wende 1989, den „Jahrhundertmythos“ nennen sollte: Der Mythos, die Sowjetunion und das von ihr beherrschte Staatensystem seien sozialistisch gewesen. Namen können Schall und Rauch sein. Dutschke beurteilte die Sowjetunion nüchtern in ihrer Kontinuität und als das vorläufige Resultat der russischen Geschichte.

Die Sowjetunion erwies sich ihm, hinter ihren ideologischen Nebelschleiern, als System, das die Industrialisierung nachholte, und als Restauration dessen, was Marx und Engels die „allgemeine reale Staatssklaverei“ genannt hatten. Die politische Form einer „asiatischen Produktionsweise“, in der sich die Bürokratie der staatlichen Zentralgewalt das Mehrprodukt archaischer Dorfgemeinden unmittelbar aneignet.

Dutschkes Schlussfolgerung war unmissverständlich:

„Die verschiedensten Formen des asiatischen Systems der allgemeinen Staatssklaverei haben mit Sozialismus nichts (!) zu tun.“

Der Sozialismus hingegen, wie ihn Marx und Engels im Horizont westeuropäischer Geschichte als eine objektive Möglichkeit heraufkommen sahen, hätte „nicht nur das Erbe der bürgerlichen Revolution, sondern auch das Erbe des Christentums anzutreten“ gehabt, so Dutschke. Was das politisch bedeutet, fasste Rosa Luxemburg klar in Worte:

„Keine Demokratie ohne Sozialismus, kein Sozialismus ohne Demokratie.“

Der Jahrhundertmythos von der „sozialistischen“ Sowjetunion legitimierte aber nicht nur die Herrschaft der Bürokratie im Osten. Auf der anderen Seite des „eisernen Vorhangs“ diente er zugleich zur Rechtfertigung eines rigorosen Antikommunismus. Er war ein Mythos der falschen Alternativen, der stabilisierende Mythos des Status quo.

Die deutsche Linke war in diesen Status quo eingebunden, und das erklärt ihre scharfe Ablehnung Dutschkes. Die Sozialdemokratie bekannte sich zur „sozialen Marktwirtschaft“ und zum westlichen Bündnis. Die Nennkommunisten pflegten ihre Nibelungentreue zum vermeintlichen „Vaterland aller Werktätigen“. Die „undogmatische Linke“ genoss eine Art Narrenfreiheit, solange ihr theoretisches „Weder-Noch“ ein praktisches „Sowohl-als-Auch“ war. Dutschke aber suchte nach einer echten Alternative zur „Idiotie des Ost-West-Gegensatzes“.

Der sozialdemokratischen Massenpartei und der bolschewistischen Kaderpartei stellte er eine neuartige „Rätepartei“ gegenüber: „Selbstorganisation, Parteiorganisation […] und Rätesystem müssen nicht notwendigerweise auseinanderfallen. Selbstorganisation verunmöglicht zentralistischen Parteitypus, ermöglicht gerade die Benutzung der ‚Zentrale‘ als Vermittlungsmoment der dezentralisierten Basis-Zentren.“

In der inhaltlichen Bestimmung dessen, was „Sozialismus“ sein solle, stellte Dutschke der Verstaatlichung der Produktionsmittel ihre „Vergesellschaftung“, ihre Inbesitznahme und demokratische Kontrolle durch die unmittelbaren Produzenten gegenüber.

Strategisch knüpfte Dutschke an die Räte- und Sozialisierungsbewegung der Novemberrevolution von 1918/19 an und stellte diese von der Selbsttätigkeit der Massen getragene „Einheit von Demokratisierung und Sozialisierung“ den tradierten Vorstellungen von der Eroberung der Staatsgewalt gegenüber,

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Krim: Schulunterricht wird in allen Sprachen der nationalen Minderheiten angeboten | Anti-Spiegel

20-09-19 07:05:00,

Während die westlichen Medien immer noch von einer „Annektion“ der Krim sprechen und eine Unterdrückung der Minderheiten suggeriert wird, wird in den Schulen dort Unterricht in den Muttersprachen aller Minderheiten angeboten.

In der Ukraine wurde in diesem Jahr ein Gesetz erlassen, dass es verbietet, andere Sprachen als Ukrainisch zu nutzen. Selbst beim Arztbesuch darf ein ethnischer Russe mit seinem ethnisch russischen Arzt kein Russisch mehr sprechen. Gleiches gilt auch für die Minderheiten der Rumänen, Ungarn, Polen und so weiter. Sprachinspektoren, die alle Unterlagen einsehen dürfen, überwachen die Umsetzung des Gesetzes und es drohen empfindliche Strafen.

Auch auf der Krim wurden unter ukrainischer Herrschaft die Sprachen anderer Volksgruppen unterdrückt. Eine der ersten Handlungen nach der Vereinigung der Krim mit Russland war es daher, an der Universität die Krim-Tatarische Fakultät wieder zu eröffnen, die von der Ukraine geschlossen worden war.

Heute kam nun die Meldung, dass in Sevastopol auf Wunsch der Eltern auch wieder Ukrainisch in der Schule unterrichtet wird. Es sind zwar nur sehr wenige Kinder, die das betrifft, aber der Unterricht wurde ab dem neuen Schuljahr wieder aufgenommen. Russland legt großen Wert darauf, dass jede Minderheit in dem Vielvölkerstaat mit weit über 130 Ethnien ihre Sprache, Kultur und Traditionen pflegen darf und dass die Sprachen regionale Amtssprachen sind und in Schulen unterrichtet werden. Darüber habe ich zum Beispiel hier berichtet.

Auf der Krim gibt es übrigens seit der Vereinigung mit Russland drei offizielle Amtssprachen: Russisch, Ukrainisch und Krim-Tartarisch. Das war unter der Ukraine noch anders.

Da ich die Pressemeldung über den Schulunterricht auf der Krim interessant finde, habe ich die Meldung aus der TASS zu dem Thema übersetzt, um sie dem deutschen Leser „ungefiltert“ zur Verfügung zu stellen.

Beginn der Übersetzung:

Schüler von Sevastopol können ab dem neuen Schuljahr die ukrainische Sprache lernen. Das Fach ist nicht obligatorisch, es ist ein Wahlfach. Das teilte Igor Belozerov, Direktor des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft von Sewastopol, der TASS am Dienstag mit.

Der Unterricht der Krim-Tatarischen Sprache als Muttersprache läuft bereits in den Schulen in Sevastopol. Es wird in verschiedenen Formaten unterrichtet, als Wahlfächer und als Pflichtunterricht für Kinder unterschiedlichen Alters. Die Eltern entscheiden, ob sie ihre Kinder zu dem Unterricht anmelden. Vor Beginn des Schuljahres gingen beim Ministerium die ersten Anfragen für die Einführung des ukrainischen Sprachunterrichts ein.

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Der Feind allen Lebens

31-07-19 10:46:00,

Die militärbedingten Eingriffe in die Umwelt erfolgen jedoch bereits seit Hunderten von Jahren. Ökologische Zerstörungen durch das Militär wurden früher nur selten als Bedrohung angesehen; militärische, ökonomische und geostrategische Zielsetzungen hatten Priorität. Dementsprechend beschreibt bereits der römische Naturkundler Plinius der Ältere im 1. Jahrhundert n. Chr. die Abholzung der Wälder und die Verwüstung der Landschaften in Italien, Spanien und Nordafrika, um für den Handel und den Krieg unter anderem Holz, Kupfer und Eisenerz zu gewinnen:

„Man durchgräbt die Erde auf der Jagd nach Reichtum, weil die Welt nach Gold, Silber, Elektron und Kupfer verlangt — dort der Prunksucht zuliebe nach Edelsteinen und Färbemitteln für Wände und Holz, anderswo um des verwegenen Treibens willen nach Eisen, das bei Krieg und Mord sogar noch mehr geschätzt wird als das Gold“ (1).

Die Folgen dieser massiven Eingriffe in die Natur zeigen sich noch bis heute beispielsweise in der Verkarstung großer Teile der italienischen und spanischen Berglandschaft.

Später war der Kolonialismus mit weiteren Umweltzerstörungen und Eingriffen in ökologisch angepasste und funktionierende Systeme der Subsistenzwirtschaft verbunden: Indigene Bauern wurden in den eroberten Gebieten von ihrem Land vertrieben. Eine intakte Umwelt wurde oftmals aufgrund des militärischen Eingreifens der Kolonialmächte zu einer monokulturellen und einseitig ausgerichteten Plantagenwüste.

Die beiden Weltkriege verwandelten zahlreiche Regionen in eine zerstörte und mit Waffenresten verseuchte Landschaft.

Nach Schätzungen des Fraunhofer Instituts liegen ungefähr 1,6 Millionen Tonnen konventionelle Kampfmittel und circa 200.000 Tonnen chemische Kampfmittel auf den Meeresböden der Ost- und Nordsee. Seeminen, Bomben, Giftgasgranaten rosten, werden porös und geben ihre giftige Ladung in die Umwelt frei, sodass über die Fische das Gift in die menschliche Nahrung gerät (2).

Die Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki im August 1945 hatten allein 1945 nicht nur eine Viertelmillion Tote zur Folge, sondern verseuchen diese Regionen bis heute radioaktiv, sodass weiterhin zahlreiche Menschen an Krebs sterben und Kinder mit genetischen Defekten geboren werden.

Auf Anordnung des US-amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy setzten die Militärs in Vietnam bereits 1961 Pflanzenschutzmittel ein, um den Vietcong die Deckung im entlaubten Regenwald zu nehmen und deren Reisfelder zu zerstören. Ab Februar 1967 verwendeten sie das Pflanzengift ‚Agent Orange‘ zur Entlaubung des vietnamesischen Regenwalds und zur Zerstörung der Reisfelder des Vietcong im Rahmen des größten Chemie-Angriffs der Geschichte im Vietnam-Krieg.

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Fake News auf allen Kanälen

02-05-18 10:51:00,

Glaubt man den Berichten in nahezu allen deutschen Medien der letzten Tage, setzt der syrische Präsident zu einer neuen Attacke auf sein geschundenes Volk an. Erst der Angriff, dann die Vertreibung, nun die Enteignung – so die Meldungen über angebliche Enteignungspläne in Syrien.

Hintergrund der bundesweiten medialen Aufregung ist ein Gesetz, das in Syrien Anfang April erlassen wurde. Dabei geht es um den Wiederaufbau in einigen der vom Krieg zerstörten Wohngebiete.

In der medialen westlichen Darstellung wird die Maßnahme, von der eine bisher unbekannte Zahl Eigentümer betroffen sein wird, als mögliche Enteignung von 6,6 Millionen Inlandsvertriebenen und den 5,6 Millionen syrischen Flüchtlingen bezeichnet, die in den Nachbarländern oder Europa Zuflucht gefunden haben.

Weil die Geflohenen als „Regimegegner“ stigmatisiert seien und/oder auf „schwarzen Listen“ stünden, sei es ihnen nicht möglich, ihr Eigentum geltend zu machen, so die Darstellung. Das sei eine Enteignung. Das „Assad-Regime“ wolle offenbar die Menschen an der Rückkehr hindern.

Die Bundesregierung will gegen den syrischen Präsidenten sowohl auf EU- als auch auf UNO-Ebene vorgehen, wie Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin erklärte.

„Das syrische Regime und seine Verbündeten haben bewusst Oppositionsgebiete belagert, ausgehungert und bombardiert, um die Vertreibung der Zivilbevölkerung zu erzwingen (…) und nun sollen die geflüchteten Menschen offenbar unter fadenscheinigem Vorwand enteignet und um Haus und Hof gebracht werden“, so Demmer.

Dass hunderttausende Syrer vor Kampfverbänden der „Freien Syrischen Armee“, dem so genannten „Islamischen Staat“, der Nusra Front oder anderen geflohen sind und ihre Häuser dann als Kommandozentralen besetzt wurden, erwähnt die Regierungssprecherin nicht.

Untersucht man die Quellen, auf die sich die Medien und vermutlich auch die Sprecherin der Bundesregierung berufen, findet man den Syrien-Experten Erwin van Veen von dem holländischen Think-Tank Clingendael. Die Einrichtung wird zu 77,7 Prozent von holländischen Ministerien, von ausländischen Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und internationalen Institutionen finanziert.

Van Veen war Mitarbeiter im holländischen Außenministerium, der OECD und des Ölkonzerns Shell, bevor er Leiter der Abteilung für das Forschungsprogramm für „hybride Sicherheitsakteure in der Levante“ sowie für die Clingendael Praxis für Sicherheit und Justizwesen/Gerechtigkeit wurde, wie es in der Selbstdarstellung heißt.

Eine weitere Quelle ist „ Syria Direct“, eine nach eigenen Angaben „nicht profit-orientierte journalistische Organisation, die aktuelle und glaubwürdige Berichterstattung über Syrien produziert“ und „aufstrebende syrische und amerikanische Journalisten“ ausbildet.

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